Archive for Dezember, 2008

Finanzkrise und ein Gedicht

Montag, Dezember 22nd, 2008

Ein altes Gedicht ist immer noch aktuell:

Wenn die Börsenkurse fallen,

regt sich Kummer fast bei allen,

aber manche blühen auf:

Ihr Rezept heißt Leerverkauf

Keck verhökern diese Knaben

Dinge, die sie gar nicht haben,

treten selbst den Absturz los,

den sie brauchen – echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten

tun sie sich mit Derivaten:

Wenn Papier den Wert frisiert,

wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,

haben Sparer nichts zu lachen,

und die Hypothek aufs Haus

heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft‘ s hingegen große Banken,

kommt die ganze Welt ins Wanken

– auch die Spekulantenbrut

zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?

Da muss eingeschritten werden:

Der Gewinn bleibt privat,

die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite,

und das bringt erneut Profite,

hat man doch in jedem Land

die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen

hat der kleine Mann

zu blechen und – das ist das Feine ja –

nicht nur in Amerika.

Ärger mit Berufsunfähigkeits-Policen

Donnerstag, Dezember 18th, 2008

Ablehnung, Ausschluss oder mehr Beitrag für ein erhöhtes Risiko, die Versicherer sind bei der Annahme von Versicherungsanträgen auf Schutz bei Berufsunfähigkeit nicht zimperlich. Und falls ohne Zuschlag eingedeckt wird, zahlt die Versicherung im Ernstfall oft nicht – zum Teil mit eigenartigen Begründungen

.

Unbestritten ist Berufsunfähigkeit ein hohes Risiko.

Gut ein Viertel der Berufstätigen halten aus gesundheitlichen Gründen nicht bis zum regulären Renteneintritt durch. Wer jünger als Jahrgang 1961 ist, hat vom Staat keine Unterstützung mehr über eine minimale Rente bei Erwerbsminderung zu erwarten.

Es droht neben der Berufsunfähigkeit ein finanzielles Desaster. Folglich ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeits-Police zumeist empfehlenswert. Wer sie abschließen will bei der Gesundheitsprüfung alles, aber auch wirklich alles, angeben. Je jünger der Kunde desto günstiger nicht nur der Beitrag, sondern auch die Chance, dass nicht eine Vorerkrankung zum Stolperstein wird.

 

Wie ermitteln die Unternehmen am Risiko orientierte Beiträge?

Einmal wegen Kopfschmerzen, Asthma-Verdacht, Rückenleiden oder Allergie in Behandlung gewesen? Schon wird es problematisch. Viele Anbieter schließen dann alle Folgekrankheiten in diesem Kontext aus oder erheben satte Risiko-Aufschläge auf die Prämie.

Akzeptiert ein Kunde den Ausschluss, riskiert er viel. Wer weiß schon, welche Krankheiten sich in fernen Jahren von findigen Schadens-Abteilungen der Versicherer auf besagte Kopf- oder Rückenschmerzen zurückgeführt werden? Folglich sind Ausschlüsse nicht akzeptabel, dann lieber doch höhere Prämien bezahlen.

Übrigens: Wer sich bei einem Anbieter um ein Angebot bemüht und die Gesundheitsprüfung nach dessen Meinung nicht oder nur mit Einschränkungen bestanden hat, wird in einer für die ganze Branche zugänglichen Datei mit Namen und Fakten gespeichert.

 

Tipp: Angebote parallel einholen oder nur Risiko-Voranfragen halten.

 

Über 13 Millionen Versicherten sollten sich nach dem Vertragsschluss nicht zu sicher fühlen. Mit immer kreativeren Argumenten halten einige Anbieter die Leistung zurück, wenn der Kunde tatsächlich schwer krank und somit berufsunfähig wird. Sei es, weil er nicht alle Vorerkrankungen wahrheitsgemäß angegeben habe oder weil er doch noch in einer anderen Tätigkeit arbeiten könne.

 

Immer häufiger entscheiden Gerichte gegen die Versicherer, die Assekuranzen klagen dennoch unbeeindruckt weiter.

 

Der Wunsch der Unternehmen, die medizinische Vorgeschichte ihres Kunden bei Vertragsabschluss vollständig zu kennen, ist nötig und berechtigt. Aber bei kaum einer Police agieren die Assekuranzen so unfair und gnadenlos wie bei einer Berufsunfähigkeits-Police. Das sollten künftige Kunden wissen.

 

Endspurt 2008 für die Riester-Rente

Dienstag, Dezember 16th, 2008

Schließen Arbeitnehmer noch bis zum Stichtag 31.12.2008 einen Riester-Vertrag ab, ist die Zulage für das gesamte Jahr 2008 gerettet und die stattliche staatliche Prämie nicht verschenkt.

Die volle Zulage erhalten Arbeitnehmer aber nur, wenn sie vier Prozent des Brutto-Einkommens aus dem Vorjahr 2007 einzahlen.

2008 ist die Höchsstufe der Riester-Förderung in Kraft getreten. Die Grundzulage beträgt für 2008 aktuell 154 Euro, für jedes Kind gibt es 185 Euro und für alle ab 01.01.2008 neugeborenen Kinder sogar jeweils 300 Euro.

Für junge Leute bis zum Alter von 25 Jahren zahlt der Staat eine Extraprämie in Höhe von 200 Euro.

Alternativ können Riester-Sparer auch den Sonderausgabenabzug bei der fälligen Steuer nutzen. Ist die Steuerersparnis in der Summe höher als die Zulage, wird die Differenz dem Steuerzahler vom Finanzamt erstattet.

Es kann sich für Sparer auch lohnen den Riester-Vertrag auch zu „übersparen“. Anleger dürfen Prämien bis zu 2.100 Euro jährlich steuerlich absetzen. Dieser Evtratipp kann sich besonders für Alleinstehende rechnen.

Streit um Billig-Apotheken

Dienstag, Dezember 16th, 2008

Nur Apotheker sollen eine Apotheke betreiben dürfen. Der Generalbundesanwalt des  Europäischen Gerichtshof (EuGH), Yves Bot, bestätigt das in Deutschland bestehende Verbot für Apotheken-Discounter.

Mit dem Musterprozess stellt der EuGH nicht nur eine im Saarland von DocMorris betriebene Apotheke in Frage.

Apotheken dürfen nach Ansicht des Generalanwaltes beim EuGH nur von zugelassenen Apothekern geführt werden. Dies gelte sowohl für den Besitz als auch für den Betrieb von Apotheken, sagt Generalanwalt Yves Bot.

Die Ansicht des Generalanwaltes ist für das Gericht nicht bindend, wird aber meist befolgt. Ein Urteil wird für 2009 erwartet.

Fast alle europäischen Pharma-Großhändler sowie die Drogerie- und Lebensmittel-Ketten planen derzeit in den 38 Milliarden Euro schweren deutschen Markt einzusteigen.

Neben dem nun noch ausstehenden Urteil des EuGH, wächst zudem auch der Druck auf die Europäische Kommission in Brüssel. Diese hat im Februar 2008 ein Verfahren gegen die deutschen Zulassungsregeln für Apotheken eröffnet. Auch die Kommission vertritt den Standpunkt, dass nur staatlich geprüfte Apotheker eine Apotheke betreiben dürfen und der Besitz von mehr als vier Standorte verboten ist.

Kunden die identische Medikamente, zu erheblich reduzierten Preisen beziehen wollen, müssen also nach wie vor, den Weg über das europäische Ausland wählen, ausgenommen Italien, wo die gleichen Regeln, wie in Deutschland gelten.

Gesundheit als Mehrwert

Donnerstag, Dezember 11th, 2008

Eine private Krankenversicherung liefert nicht nur Versicherungsschutz, sondern Bleib-Gesund-Pakete und eine elektronische Gesundheitsakte als Mehrwert für Ihre Kunden.

„Unser bestehendes Gesundheitsmanagement wird jetzt durch eine elektronische Gesundheitsakte sinnvoll ergänzt und macht jeden Versicherten zu einem Manager rund um seine persönliche Gesundheit“, so Wiltrud Pekarek, Mitglied des Vorstandes der Hallesche Krankenversicherung.

Bereits 2007 startete der private Krankenversicherer aus Stuttgart das Programm „Gesund Leben“ in Kooperation mit der ArztPartner almeda AG. Die Versicherten erhalten auf freiwilliger Basis einen persönlichen Gesundheits-Coach, der sie zu einem gesundheitsfördernden Verhalten anleitet.

Die Themenschwerpunkte sind Bewegung und Ernährung, Raucherentwöhnung, Stressabbau und Entspannung.

Ein erster Erfolg zeigt sich nicht nur in der Kundenzufriedenheit. Darüber hinaus konnte die Hallesche 2008 ihren Kunden, mit Leistungsfreiheit, durchschnittlich 402 Euro an Beiträgen zurückerstatten.

Der Versicherer garantiert allen seinen vollversicherten Kunden die Stabilität der Beiträge, vor 2010 wird es keine Erhöhung der Beiträge geben.

Die Hallesche testet als Pilotprojekt mit 20.000 privat Vollversicherten die elektronische Gesundheitsakte. Das neue Service-Angebot läuft in Kooperation mit dem eHealth-Spezialist careon GmbH.

Neben der Dokumentationsfunktion von Behandlungen, Arzt- oder Laborberichten beinhaltet die elektronische Gesundheitsakte einen Medikamenten-Check sowie eine Erinnerungsfunktion für anstehende Arzttermine und Impfungen.

Neu ist die Online-Bestellung von Medikamenten über eine qualitätsgeprüfte Partner-Apotheke. Auch eine nur zum Teil kostenpflichtige Ernährungsberatung kann genutzt werden.

Dem Datenschutz ist voll umfänglich gewährleistet, ausschließlich die Nutzer haben Zugang zu den gespeicherten Daten rund um ihre Gesundheit.

Im Patientenforum können die Versicherten Rat suchen und sich unter Anleitung von Experten auch mit anderen Teilnehmern über medizinische Themen austauschen.