Archive for April, 2009

„Privatgesetzlich“ (Teil 4)

Montag, April 27th, 2009

Die Krankenkasse hkk Erste Gesundheit (hkk) und die LVM Versicherungen arbeiten zukünftig zusammen. Ziel der strategischen Partnerschaft ist es, den Kunden ein optimales Angebot aus gesetzlichem Krankenschutz und privaten Zusatzversicherungen zu bieten. Start der Zusammenarbeit ist der 1. Juli 2009.

Mit den unterzeichneten Kooperationsverträgen besiegeln die Vorstände der hkk und des LVM eine Zusammenarbeit, die für beide Unternehmen, vor allem aber für deren Kunden von Vorteil ist.
Durch die exklusive Produktpartnerschaft mit dem LVM bietet die hkk ihren 310.000 Versicherten ein attraktives Angebot an Zusatzversicherungen. Gleichzeitig ist geplant, hkk-Mitgliedschaften in den bundesweit über 2.100 LVM-Agenturen zu vermitteln und diese als Servicepunkte für hkk-Versicherte zu nutzen. Damit können noch mehr gesetzlich Versicherte überall in Deutschland die Vorteile dieser Krankenkasse nutzen.

Gut aufgestellte Krankenkasse trifft kundenorientierten Krankenversicherer
Mit hkk und LVM arbeiten künftig zwei kerngesunde Unternehmen eng zusammen. Aufgrund ihrer soliden Finanzpolitik ist die hkk trotz vieler Zusatzleistungen eine der wenigen Krankenkassen, die stets schuldenfrei war und heute trotz Gesundheitsfonds sogar eine Prämie an ihre Versicherten ausschütten kann. Der LVM bringt seine Stärke als serviceorientierter, bundesweit tätiger Konzern mit einem erfolgreichen Krankenversicherer als Tochterunternehmen ein.
„Mit der langfristigen, strategischen Kooperation stärken beide Partner ihre Wettbewerbssituation in einem im Umbruch befindlichen Markt und wollen ihre Wachstumschancen nutzen“, betonten Robert Baresel, Vorstandsvorsitzender der LVM Versicherungen und Michael Lempe, Vorstandsvorsitzender der hkk.
Sowohl der LVM als auch die hkk blicken auf eine mehr als 100-jährige Tradition und eine starke Verbundenheit zur ihrer Ursprungsregion zurück.
„Bei beiden Häusern stimmen Verstand und Herz überein. Elementarer Bestandteil beider Unternehmensphilosophien ist der Servicegedanke: Der Kunde steht im Mittelpunkt. Deshalb werden Kostenvorteile an die Kunden weitergegeben“, sagte Robert Baresel.
Obwohl die Kooperation erst am 1. Juli 2009 beginnt, werden bereits vorher in beiden Unternehmen Servicehotlines eingerichtet, um Fragen von Kunden und Interessierten qualifiziert zu beantworten.

Vorteile für Kunden beider Unternehmen
„hkk-Kunden können beim LVM ab 1. Juli 2009 vergünstigte Zusatzversicherungen in verschiedenen Bereichen abschließen,“ erläuterte Michael Lempe die Kooperationsinhalte. „Dazu zählen unter anderem Zahnersatz, Sehhilfen, Heilpraktikerbehandlung oder die Betreuung durch den Chefarzt im Krankenhaus.“
Anlaufstellen für die Kunden sind die hkk-Geschäftsstellen sowie die bundesweit vertretenen LVM-Agenturen.
Auch LVM-Kunden profitieren vom Wechsel zur hkk: Einerseits bietet die hkk überdurchschnittliche Leistungen, zum Beispiel zahlreiche Präventionskurse, die Rotavirus-Impfung für Säuglinge, ein attraktives Bonusprogramm und eine medizinische Beratungshotline. Darüber hinaus schüttet sie als einzige bundesweit geöffnete Krankenkasse im Jahr 2009 eine Beitragsprämie von 60 Euro an ihre Mitglieder aus.

„Privatgesetzlich“ als systemübergreifende Zusammenarbeit
Koope­rationen zwischen gesetzlichen und privaten Kranken­versicherungs­­­unternehmen sind seit Inkrafttreten des GKV-Modernisierungsgesetzes im Januar 2004 möglich. Seitdem dürfen gesetzliche Krankenkassen ihren VersichertenZusatzpolicen privater Krankenversicherer anbieten. Exklusive Produktpartnerschaften, wie die zwischen hkk und LVM, garantieren den Kunden einen Ergänzungs­schutz, der auf das Leistungsangebot der Krankenkasse abgestimmt ist.

hier finden Sie weitere Artikel im Blog zu diesem Thema:
zu „Privatgesetzlich“ (Teil 3)
zu „Privatgesetzlich“ (Teil 2)
zu „Privatgesetzlich“ (Teil 1)

Gesetzliche Krankenkassen fusionieren und Privat-Gesetzlich kooperiert

Montag, April 20th, 2009

Die Fusionen unter den gesetzlichen Krankenkassen setzen sich unvermindert fort. Bereits bis Ende April 2009 ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Kassen in Deutschland erstmals unter 200 sinken wird. Neben der Fusion unter gesetzlichen Kassen, dürfte auch die Kooperation mit Privaten Krankenkassen eine künftig wegweisende Rolle spielen. Beispiele hierfür sind, wie in diesem Blog unter der Rubrik Gesundheit berichtet, die KKH-Allianz mit der Allianz Private Krankenversicherung und die SDK mit der BKK mh-plus.

Es dürfte zukünftig auch vermehrt zu Zusammenschlüssen über verschiedene Kassenarten hinweg kommen. Prominentes Beispiel hierfür waren bislang die Fusion der Techniker Krankenkasse mit der IKK Direkt. Nun vollzog auch erstmals eine AOK einen Zusammenschluss von Partnern aus unterschiedlichen Kassenarten: Die AOK Sachsen Anhalt mit Sitz in Magdeburg beschloss die Fusion mit der BKK Sachsen-Anhalt mit Sitz in Wolfen.

„Insgesamt stärkt ein solcher Zusammenschluss unser Bundesland“, erklärte hierzu Uwe Deh, Vorstand der AOK Sachsen-Anhalt. Alle Arbeitsplätze der BKK blieben in der Region erhalten und das Leistungs- und Serviceangebot für die Versicherten könne weiter ausgebaut werden, so Deh. „Wir haben eine vergleichbare Struktur der Versicherten und beide Kassen kennen sehr genau die Sorgen und Nöte der Menschen hier im Land“, sagte Deh weiter.

Margitta Schütze, Vorstand der BKK Sachsen-Anhalt, bezeichnete die AOK Sachsen-Anhalt als ihren Wunschpartner. „Angesichts der veränderten Rahmenbedingungen ist es für kleine Krankenkassen auf dem Markt sehr schwierig geworden“, so Schütze. „Sowohl unsere 13.000 Versicherten als auch die 40 Mitarbeiter sind beim Marktführer gut aufgehoben.“

Die AOK Sachsen-Anhalt hat derzeit über 750.000 Versicherte und 1.900 Mitarbeiter. Die AOK Sachsen-Anhalt und BKK Sachsen-Anhalt haben zum 1. April 2009 fusioniert. Das hatten die Verwaltungsräte beider Krankenkassen auf ihren Sitzungen am 11. März in Halberstadt vorbereitet. Die erste kassenartenübergreifende Fusion zwischen einer AOK und einer BKK ist damit vollzogen.

Neue starke Gemeinschaft der Kasse auf der Landesebene
Auf der Internetseite der neuen Kasse ist zu lesen: Wer auf dem Markt der Krankenkassen in Zukunft erfolgreich sein will, braucht zwei starke Seiten. Die erste sei Sicherheit – als solide Basis aus Erfahrungswerten. Vor mehr als 120 Jahren gegründet, hat die AOK aus Höhen und Tiefen ihrer Unternehmensgeschichte gelernt und damit die Sicherheit erworben, zuverlässig und glaubwürdig auf eine langfristig orientierte Geschäftspolitik zu setzen. Der Zusammenschluss der AOK Sachsen-Anhalt mit der BKK Sachsen-Anhalt, bedeutet nicht nur den künftig gemeinsamen stärkeren wirtschaftlichen Auftritt in diesem Bundesland, sondern sichert zudem langfristig die Versorgung der Versicherten beider Kassen.

Die andere Seite sei die Innovationskraft. Wer der Zeit stets ein entscheidendes Stück voraus sein will, muss bereit sein, Gestriges in Frage zu stellen und notwendige Veränderungen anzupacken. Mit dem Gespür für Zukunftsmärkte und der Umsetzung neuer Ideen. Beide Krankenkassen haben über den Tellerrand geschaut und die erste übergreifende Fusion aus Partnern unterschiedlicher Kassenart ist vollzogen. Damit wurde bewiesen, dass die Menschen im Land und deren medizinische Versorgung im Vordergrund stehen. Die Erfahrungen beider Kassen werden zudem neue Produkte hervorbringen, die allen Versicherten zugute kommen.

So die Nachrichten aus Sachsen-Anhalt. Man darf gespannt sein, welche Fusionen aus größeren Bundesländern in den nächsten Monaten gemeldet werden.

Ziel ist kein Zusatzbeitrag mit dem Gesundheitsfonds 2009 für Versicherte
„Die Fusion mit der AOK ist genau die richtige Entscheidung. Wir wissen: Unsere 13.000 Versicherten und die 40 Mitarbeiter sind gut aufgehoben. Es haben sich hier zwei Partner gefunden, die sehr gut zueinander passen, seit Jahren erfolgreich zusammen arbeiten und die Sorgen und Nöte der Menschen hier im Land sehr genau kennen“, sagt Gregor Müller, Verwaltungsratsvorsitzender der BKK Sachsen-Anhalt.

„Wieder hat die AOK Sachsen-Anhalt ein bundesweites Signal gesendet. AOK und BKK haben sich in Sachsen-Anhalt freiwillig zusammengeschlossen. Für die Versicherten bedeutet die Fusion beider Kassen vorrangig Sicherheit und Stabilität in der Gesundheitsversorgung. Die AOK Sachsen-Anhalt kann künftig noch besser auf regionale Bedürfnisse eingehen und sich für ihre Versicherten stark machen. Dafür können wir die Unterstützung vor Ort gut gebrauchen und heißen die Mitarbeiter der BKK in unseren Reihen herzlich willkommen“, betont Susanne Wiedemeyer, Verwaltungsratsvorsitzende der Gesundheitskasse.

Gemeinsam wollen beide Kassen als AOK Sachsen-Anhalt richtig durchstarten. „Profitieren sollen von unserem Zusammenschluss natürlich in erster Linie die Versicherten und Arbeitgeber. Das wird beim Service und den Leistungen spürbar“, so Margitta Schütze, Vorstand der BKK Sachsen-Anhalt. Den Blick nach vorn richtet AOK-Chef Uwe Deh. Er signalisiert weitere Gesprächsbereitschaft: „Die erste kassenartenübergreifende Fusion muss nicht unsere letzte gewesen sein.“ Ein wichtiges Ziel der AOK-BKK Sachsen-Anhalt ist keinen Zusatzbeitrag mit dem Gesundheitsfonds 2009 für Versicherte erheben zu müssen.

Kleine BKK fusioniert mit größerer BKK
Zum 1. April 2009 hat die BKK der Norddeutschen Affinerie mit der Novitas BKK fusioniert. Mit rund 340.000 Versicherten zählt die stetig wachsende Betriebskrankenkasse zu den 40 größten gesetzlichen Kassen bundesweit.
Nach dem Zusammenschluss der Novitas BKK mit der BKK der Norddeutschen Affinerie hat sich der Verwaltungsrat am 2. April 2009 in Duisburg konstituiert. Zum Vorstand der Novitas BKK wurde Ernst Butz einstimmig gewählt. Die neue Kasse trägt den Namen Novitas BKK – Die Präventionskasse.

„Das Zusammengehen der beiden Betriebskrankenkassen ist ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft und öffnet den Weg für weitere Zusammenschlüsse unter dem Namen Novitas BKK – Die Präventionskasse“, so der neue Vorstand Ernst Butz.
Mit den bundesweit über 25 Geschäftsstellen der Novitas BKK – Die Präventionskasse profitieren nun auch die Versicherten der BKK der Norddeutschen Affinerie von der wohnortnäheren Betreuung sowie einem größeren Leistungsangebot. Vorstand und Verwaltungsrat legen weiterhin nicht nur einen Schwerpunkt auf den konsequenten Ausbau einer optimalen Versorgung ihrer Versicherten, sondern hätten ebenso das Wohl ihrer Mitarbeiter im Blick: Alle Arbeitsplätze blieben gesichert.

Dietmar Braun
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Zehn Milliarden Euro an Kosten pro Jahr weniger

Samstag, April 18th, 2009

Neuen ideologischen Unterbau zur Diskussion um Kosten von Kapitalanlagen und Verbraucherschutz liefert eine im April 2008 veröffentlichte Studie der Cap QM GmbH aus Hamburg. Die Grundthese dort ist, dass für Vorsorge und Kapitalanlage, zehn Milliarden Euro pro Jahr an Kosten eingespart werden können.

Diese Summe von zehn Milliarden Euro entspricht etwa einem Prozentpunkt des Rentenbeitragssatzes und liegt weit höher als die derzeitige Riester-Förderung .
Die privaten Haushalte in Deutschland würden, laut der Stugie, im Jahr 2009 zirka 24 Milliarden Euro nur an Kosten für Altersvorsorge und Kapitalanlage aufwenden. Dies sei zwar weniger als 2007, wo noch 28 Milliarden Euro zu tragen waren. Es sei aber mehr als jede staatliche Subvention für Altersvorsorge.
Ein Vergleich in der Studie provoziert, schließlich würden die Deutschen für das Grundnahrungsmittel Brot und andere Getreideerzeugnisse nur 18 Milliarden Euro im Jahr aufwenden.
Kritiker spotten, jetzt sei zumindest wissenschaftlich belegt, warum Verbraucherschutz politisch immer in der Nähe der Landwirtschaft angesiedelt würde.

Gefahr für viele Brotjobs in Banken und Versicherungen
Wenig scherzhaft, sondern eher beängstigend kühl und sachlich, nennt die Studie Ursachen und Wirkungen. Den Erkenntnissen und Lösungsvorschlägen mangelt es nicht an Ernsthaftigkeit.
Im Vordergrund steht die Vergleichbarkeit der Kosten von Kapitalanlageformen, als solche wird auch die Lebensversicherung definiert. Der Gesetzgeber wird von den Autoren der Studie aufgefordert, in Deutschland, eine provisions-, produkt- und anbieterunabhängige Beratung zu fördern.
Über die Arbeitsplätze in Vertrieb und Verwaltung von Assekuranz und Banken macht die Studie keinerlei Aussagen. Zukunftspotenzial wird im Verbraucherschutz gesehen, und ein Szenario kalkuliert bereits eine Million Honorarberatungen pro Jahr ein.
Zukunft hätte auch eine Bildung der privaten Haushalte, auf breiter Ebene, dass diese auch eigenes Finanz- und Geldwissen, für den noch nicht gerade einfachen Quervergleich der Kosten, bei völlig unterschiedlichen Kapitalanlageformen und Lebensversicherungen, entwickeln könnten.

Bestandsgeschäft verteuert Erstanlage erheblich
Die Studie kommt zu der nicht gerade neuen Erkenntnis, dass Provisionen, Gebühren und Verwaltungskosten, die Renditen und Überschüsse von Anlagen schmälern.
Die Studie ermittelt für 2007 einen jährlichen Neuzufluss von 115 Milliarden Euro an Ersparnissen, dies sind nur 2,5 Prozent des Bestandes am gesamten Geldvermögen der Deutschen.
Die damit verbundenen Kosten werden zwar auch kritisiert, als Hauptgefahr benennt die Studie die Haltedauer der bestehenden Kapitalvermögen und die erneuten Folgekosten aus Vertrieb von Neuanlagen und Umschichtungen.
Konkret in Zahlen bewirkt die Umschichtung von nur zehn Prozent des gesamten Geldvermögens einen Bedarf von Neuanlagen im Umfang von 450 Milliarden Euro. Bestandsgeschäfte und Transaktionen übertreffen die Erstanlage von Ersparnissen, bei den Kosten, so um ein Vielfaches.

Umschlagshäufigkeit als der größte Kostentreiber
Allein im Bankensektor verursachen die Verwaltung und Bewegungen der Depots 3 Milliarden Euro Kosten pro Jahr.
Investmentfonds brachten es 2007 auf 3,6 Milliarden an Ausgabekosten, überwiegend nicht durch Erstanlagen, sondern vor allem durch die Umschlaghäufigkeit im Bestand. Diese lag bei Rentenfonds bei 59 Prozent, bei Aktienfonds bei 52 Prozent, etwas geringer war diese bei Mischfonds mit 37 Prozent und den Immobilienfonds bei 19 Prozent.
Die privaten Haushalte wurden 2007, laut Studie, in diesem Markt der Banken mit Verwaltungskosten, Transaktionskosten und Gebühren in gesamter Höhe von 10,5 Milliarden Euro im Jahr belastet.

Lebensversicherung sei so teuer wie Bankanlage
Die Lebensversicherer meldeten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für 2007 eine Kostenbelastung der Versicherten in Höhe von 10,1 Milliarden Euro. Diese setzten sich aus 2,3 Milliarden Verwaltungskosten und 7,8 Milliarden Euro für den Vertrieb zusammen.
Die Kapitalanlagekosten in Spezialfonds der Versicherer belasten, laut der Studie, deren Kunden zusätzlich, so dass sich die Kostenbelastung der Versicherer zu Lasten der Kunden auf insgesamt 11,9 Milliarden pro Jahr in 2007 erhöht.
Die „Grundnahrungsmittel der Branche für Kunden“, wie Dr. Reinfried Pohl als Chef der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) Versicherungen gerne nannte, sind nach der neuen Studie teurer geworden als das tägliche Brot.

Studie schlägt 10 Milliarden Einsparung pro Jahr vor
Die Studie sieht in der Umstellung der Kapitalanlage auf kostengünstigere passiv gemanagte Indexfonds eine Lösung. Es wird der Ausbau der Kostentransparenz aller Kapitalanlageprodukte gefordert, die den privaten Haushalten einen echten Quervergleich ermöglicht.
Die Autoren der Studie fordert vor allem, die finanziellen Kenntnisse der privaten Anleger auf breiter Basis zu fördern und vor allem die provisions-, produkt- und anbieterunabhängige Beratung voranzubringen.
Die Autoren prognostizieren hieraus ein Einsparungspotenzial von zehn Milliarden Euro pro Jahr für die nächsten zehn Jahre oder in der Dimension von Altersvorsorgen gerechnet bei den in der Studie untersuchten Szenarien ein Einsparpotential von 350 bis 700 Milliarden in 30 Jahren.
Mit ihrer Forderung zur Förderung der Honorarberatung ergänzt die Studie die im Verbraucherministerium vorgestellte Evers- und Jung-Studie nahtlos.

Die vollständige Studie der Cap QM kann hier kostenfrei im Internet heruntergeladen werden.

Aachen Münchener Versicherung erzielt über fünf Milliarden Euro Beiträge

Donnerstag, April 16th, 2009

Erstmals überschritt die Aachen Münchener Versicherung (AM) 2008 die fünf Milliarden Euro Marke bei den Beitragseinnahmen. Der Gewinn 2008 betrug 77,3 Millionen Euro. Größtes Wachstum wurde bei Riester-Rente und im Sach-Unfall-Haftpflicht-Geschäft verzeichnet. Der Vertrieb über die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) läuft überdurchschnittlich erfolgreich.

Die AM habe das Geschäftsjahr 2008 trotz der Finanzkrise erfolgreich abgeschlossen und damit ihre Position am Markt in einem schwierigen Umfeld gestärkt. Vor allem der Lebensversicherer wuchs stärker als die Branche und setzte sich als zweitgrößter Lebensversicherer Deutschlands noch mehr von den Wettbewerbern ab. Auch die Sach-, Unfall-, und Haftpflichtsparten des Versicherers entwickelten sich nach eigenen Angaben über dem Durchschnitt der Branche.

„Die Geschäftsentwicklung ist beeindruckend. Trotz der Krise und der beginnenden Rezession haben wir mit unserem langjährigen strategischen Partner Deutsche Vermögensberatung den Trend aus 2007 fortsetzen können und erneut ein überdurchschnittliches Wachstum erzielt“, sagte der AM-Vorstandsvorsitzende Michael Westkamp.

Beiträge überspringen fünf Milliarden Euro

Die gebuchten Bruttobeiträge der AM erreichten erstmals in der Geschichte 5.137,8 Millionen Euro (Vorjahr: 4.941,4 Millionen Euro) – das entspricht einem Wachstum von 4,0 Prozent. Die Beitragseinnahmen der Branche legten nur um 0,5 Prozent zu. Trotz der Krise an den Finanzmärkten erzielten die AM einen Gewinn von 77,3 Millionen Euro (Vorjahr: 153,1 Millionen Euro). In der Leben und Sachversicherung zählt die AM 3,4 Millionen versicherte Kunden mit insgesamt 11,6 Millionen Verträgen.

Wachstum durch außerordentliche Vertriebskraft der DVAG

Das Wachstum über dem Branchenschnitt verdanke die AM der außerordentlichen Vertriebskraft der Deutschen Vermögensberatung mit ihren mehr als 37.000 Vermögensberatern. Der langjährige strategische Partner der AM hat sich einmal mehr als stabiler Wachstumsgarant ausgezeichnet. Damit bestätige sich die Überführung der Vertriebe der AM an die Deutsche Vermögensberatung als großer Erfolg. Die Produkte der AM können Kunden ausschließlich bei dem eigenständigen Finanzvertrieb DVAG erhalten.

Lebensversicherer mit hohem Zuwachs

Die AM Lebensversicherung steigerte die gebuchten Bruttobeiträge um 5,7 Prozent auf 4.110,6 Millionen Euro (Vorjahr: 3.889,4 Millionen Euro). Der Branchenschnitt lag bei 0,8 Prozent. Das Neugeschäft nach laufendem Jahresbeitrag stieg auf 556,8 Millionen Euro (Vorjahr: 449,4 Millionen Euro). Das entspricht einem Wachstum von 23,9 Prozent. Die Branche verzeichnete im Vergleich ein Plus von 6,3 Prozent. Die Einmalbeiträge legten um 30,9 Prozent auf 364,4 Millionen Euro zu (Vorjahr: 279,2 Millionen Euro) – der Branchenwert lag bei 4,0 Prozent.

Insgesamt wuchs das Neugeschäft der AM um 26,6 Prozent auf 922,3 Millionen Euro. (Vorjahr: 728,6 Millionen Euro), während die Branche um 4,6 Prozent zulegte. Die Versicherungssumme des Bestands erhöhte sich 2008 um 3,1 Prozent auf 131,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 127,7 Milliarden Euro). Die Lebensversicherung hat nun 5,5 Mio. Verträge im Bestand.

Erfolgsfaktor Riester-Rente

Ein wichtiger Wachstumsmotor war das Geschäft mit der staatlich geförderten Altersvorsorge. Die Riester-Rente machte im vergangenen Geschäftsjahr 42 Prozent des Neugeschäfts der AM aus. Zum einen erhöhte sich der staatlich geförderte Höchstbeitrag der Riester-Rente von 3 auf 4 Prozent oder maximal 2.100 Euro. Dies führte zu einem Neugeschäftswachstum von 79,1 Millionen Euro.

Auch ohne die Riestererhöhungsstufe wäre das Neugeschäft der AM um 6,3 Prozent gestiegen – die Branche hingegen hätte ohne die Stufe ein Minus von 6,5 Prozent verzeichnet. Insgesamt schloss die AM mehr als 267.000 Riester-Verträge (Vorjahr: 172.450) ab. Die AM hat nun 1,055 Millionen Riester-Verträge im Bestand.

Sicherheitsorientierte Anlagepolitik

Durch ihre langfristig ausgerichtete sicherheitsorientierte Anlagepolitik sei die AM im vergangenen Geschäftsjahr nicht so stark von der Finanzkrise getroffen worden wie andere Unternehmen der Branche. Die Aktienquote lag Ende 2008 bei 4,0 Prozent, ein Rückgang um 1,4 Prozentpunkte im Vergleich zu 2007. Das Kapitalanlageergebnis reduzierte sich von 773 Millionen Euro im Jahr 2007 auf 553 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr. Die Nettoverzinsung wurde ebenfalls von der Finanzkrise beeinflusst und betrug 3,0 Prozent (Vorjahr 4,3 Prozent). Den Kunden erhielten über die Überschussbeteiligung 332,7 Millionen Euro (Vorjahr: 571,9 Millionen Euro).

Sach-, Unfall und Haftpflichtsparte mit Wachstum

Im Kompositgeschäft hat die AM im vergangenen Geschäftsjahr mit gebuchten Bruttobeiträgen von 1.027,2 Millionen Euro die Marke von einer Milliarde Euro wiederum übertroffen. Dies ist ein Erfolg, weil die Überführung der eigenen Stammorganisation Aachen Münchener Beratungs- und Service Organisation (AMBuS) an die DVAG einen Verlust an Vertriebskraft von rund acht Prozent bedeutete. Dieser Verlust macht sich hauptsächlich im Kompositgeschäft bemerkbar und drückt sich in niedrigeren gebuchten Beiträgen aus. Insgesamt sanken die Bruttobeiträge von 1.052 Millionen Euro im Jahr 2007 um 2,7 Prozent. Die Branche erzielte 2008 ein leichtes Plus von 0,2 Prozent. Die AM hatte Ende 2008 6,1 Millionen Verträge im Bestand.

Multi-Risk-Deckung trägt zum Wachstum bei

Die Sach-, Unfall-, Haftpflichtsparten erreichten mit Beiträgen von 622,8 Mio. € (Vorjahr: 612,2 Mio. €) ein Plus von 1,7 Prozent – das ist leicht höher als der Branchenwert von 1,6 Prozent. Ein wichtiger Wachstumsträger des Kompositgeschäfts war 2008 die Vermögenssicherungspolice als Multi-Risk-Deckung für private Haushalte. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden 185.678 Verträge (Vorjahr 121.671 Stück) verkauft – eine Steigerung von 64.007 oder 66 Prozent.

Die Vermögenspolice vereint Hausrat-, Wohngebäude-, Unfall-, Haftpflicht-, Glasversicherung und auf Wunsch eine Rechtsschutzversicherung. Die Kunden erzielen über die Kombination Preisvorteile und im Schadensfall gibt es keine Abgrenzungsprobleme zwischen den Sparten, da alle Versicherungen von einem Versicherer gedeckt werden.

Kraftfahrzeugwechselgeschäft stabilisiert

Das Beitragsminus im Geschäftsjahr 2008 resultiert aus dem Rückgang in der Kraftfahrzeugversicherung. Dort sanken die Beiträge auch durch den Vertriebskraftverlust und ein unerfreuliches Wechselgeschäft 2007/2008 um 8 Prozent auf 404,4 Millionen Euro (Vorjahr: 439,8 Millionen Euro). Die Branche verzeichnete ein Minus von 2,0 Prozent. Das Kraftfahrzeug-Kündigungsgeschäft 2008/2009 hat sich dagegen positiv entwickelt. Weitere Bestandsverluste konnten vermieden werden.

Schaden-Kosten-Quote verbessert

Die Schaden-Kosten-Quote konnte 2008 auf 94,2 Prozent (Vorjahr: 97,1 Prozent) verbessert werden. Große Schadenereignisse wie etwa Orkane sind ausgeblieben, obwohl auch das Jahr 2008 von Unwettern beeinflusst war. Die Schaden-Kosten-Quote der AM ist um 0,8 Prozentpunkte besser als der Branchenwert von 95 Prozent. Der Wert von 97,1 Prozent aus 2007 war durch die Schäden infolge des Orkan Kyrill geprägt.

Dietmar Braun

Stadt, Land, Fluss und Klimawandel

Dienstag, April 7th, 2009

Stadtplanung und Hochwasserschutz stehen öfters im Konflikt. Bauen in Auen und an Gewässern, überzogene Flurbereinigungen, jeder Eingriff in die Natur, kann Folgen haben.

Zwei Tage lang tauschten sich hundert Fachleute Ende März 2009 in Eppstein bei Wiesbaden aus. Das Symposium der Stiftung Umwelt und Schadenvorsorge findet mit wechselnden Themen alle zwei Jahre statt.

Die Stiftung wurde vor fast elf Jahren von der SV Sparkassenversicherung gegründet. Im Mittelpunkt der Aktivitäten dieser Stiftung steht die Förderung der Klima- und Umweltforschung, ebenso wie die Analyse der Ursachen von Schäden, die Prävention und Risikobegrenzung. Hierzu bietet die Stiftung mittlerweile eine breite Palette von Angeboten und Förderinstrumenten.

Die Experten aus Forschung, Technik, Politik und Versicherung nutzten das Symposium der Stiftung zum Erfahrungsaustausch über Hochwasserschutz und Stadtplanung.

Sachkundige Referenten von der Hafen City Hamburg bis zum Naturschutzbund (NABU), von der Universität Stuttgart bis zum Umweltministerium Baden-Württemberg berichteten zu Themen rund um aktuelle Entwicklungen im Hochwasserschutz und Naturschutz. Beispiele aus den Kommunen, wie sie sich in den letzten Jahren diesem Problem genähert haben und auf welche Schwierigkeiten sie dabei gestoßen sind, boten zusätzlich Stoff für Diskussionen und Workshops.

Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl, Vorstand der Stiftung und Vorstandsvorsitzender der SV Sparkassen Versicherung: „Das Symposium bringt Kommunen, Politik, Versicherungen und Wissenschaft an einen Tisch. Es ist spürbar, dass diese Gesprächsplattform für viele Teilnehmer ein wirkliches Bedürfnis ist. Der Austausch fördert eine ganzheitliche Sicht, denn das Hochwasser macht nicht vor Gemeinde- oder Landesgrenzen halt.“

Für die SV als der Marktführer in der Elementarschadenversicherung ist Hochwasser ein aktuelles Problem, betonte Dr. Klaus Zehner, Vorstand für Schaden- und Unfallversicherung der SV und ebenfalls im Vorstand der Stiftung: „1969 haben wir 14 Millionen Euro an Schäden reguliert. Heute sind es jährlich 142 Millionen. Ich will den Klimawandel nicht gern für alles verantwortlich machen, aber diese Zahlen sprechen für sich. Für uns besteht eine absolute Notwendigkeit, den konstruktiven und Schäden mindernden Umgang mit Hochwasser voranzutreiben.“

„Schwarze Liste“ der Assekuranz jetzt transparent

Sonntag, April 5th, 2009

Seit 1993 gibt es das Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft (HIS). Doch erst seit April 2009 erhalten Versicherte unter bestimmten Voraussetzungen Auskunft, ob und in welcher Form Daten über sie in der „schwarzen Liste“ der Assekuranz gespeichert wurden.

Das „HIS“ gilt als „schwarze Liste“ der Branche. Die Datenbank wurde für die Assekuranzen, unter Aufsicht der Beauftragten für Datenschutz mit dem Ziel angelegt, dass die Branche sich vor unrechten Machenschaften und falschen Angaben ihrer Kunden und solchen, die es werden wollen, schützen kann.
Die Versicherer haben die Warndatei 1993 eingerichtet, um sich vor Betrügern zu schützen. Ähnlich wie beim Datensammler Schufa, der die Zahlungsfähigkeit von Bankkunden für das Kreditgewerbe ermittelt, soll die Zentraldatei der Versicherer Kunden mit hohem Risiko registrieren. Doch bisher wusste kaum ein Kunde, dass er auf der Warnliste ist.
Die Daten-Liste umfasst mittlerweile 9,5 Millionen Einträge über Vorkommnisse, die einzelnen Versicherern bei ihren Kunden während der Antragsarbeitung oder im Leistungsfall in den vergangenen Jahren verdächtig erschienen. Jährlich wächst die Datei um cirka 1,8 Millionen Namen.

Für Sie als Leser gibt es hier das offizielle Informationsblatt des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft (GDV) zum „HIS“ als Download.

Wer auf die Liste kommt, wird angeschrieben
Kunden sollen ab 1. April 2009 vom Versicherungsunternehmen schriftlich informiert werden, wenn es die Personalien an das „HIS“, früher „Uniwagnis“ genannt, meldet.
Das kann der Fall sein, wenn ein Kunde von seinem Versicherer mehrere Schäden kurz hintereinander regulieren lässt oder wenn ein kaskoversicherter Autofahrer einen Neuwagen inklusive Papieren als gestohlen meldet. Erst nach fünf Jahren wird ein Eintrag ins „HIS“ automatisch wieder gelöscht.
Kein Bürger außerhalb der Versicherungswelt hatte bisher Einblick in die „Schwarze Liste“. Nur die Versicherer konnten sich der Informationen bedienen und diese untereinander austauschen.

Seit April 2009 Einsichtnahme für Betroffene möglich
Der GDV informiert mit Zustimmung der Datenschutzbehörden ab 1. April 2009 auf Anfrage Betroffene, ob sie an das Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft gemeldet sind.
Von einem Versicherer abgelehnte Antragssteller, deren Vertrag nicht zustande kam, können ab sofort prüfen, woran die Ablehnung wirklich liegt und ob bei „HIS“ Daten über sie als verdächtigte oder tatsächliche Versicherungsbetrüger gespeichert wurden. Mit der Öffnung von „HIS“ praktiziert der GDV jetzt eine neue Transparenz im Austausch mit den Versicherten.
Die Auskunft erhalten Sie als Betroffene nur schriftlich per Briefpost beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, Hinweis- und Informationssystem, Wilhelmstraße 43/43 G, 10117 Berlin und nur in Verbindung mit einer Kopie des persönlichen Personalausweises (Vor- und Rückseite) des Anfragestellers. Auskünfte per Internet sind nicht möglich.

Wege für Betroffene zur Richtigstellung
Die Transparenz der zentralen Warndatei der Versicherer soll nun auch Sie als Kunde der Assekuranzen nutzen. Denn so erfahren Sie nicht nur, ob und welche Einträge über Sie selbst darin aufgelistet sind, sondern Sie haben auch die Möglichkeit, sich dagegen zu wehren.
„Man kann falschen oder fehlerhaften Eintragungen widersprechen und sogar verlangen, dass sie, im begründeten Fall, unverzüglich gelöscht werden“, sagt Hans-Peter Schwintowski, Professor für Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin.
Können Versicherer und Versicherter keine Einigung über den Eintrag oder die Löschung erzielen, besteht die Möglichkeit, den Versicherungsombudsmann einzuschalten und bei ihm eine kostenfreie Beschwerde zu veranlassen.

Warnsystem schließt auch Kranke aus
In der Warndatei landen aber auch unschuldige Antragsteller der Assekuranz. Wer etwa eine Berufsunfähigkeitsversicherung beantragt hatte und Asthma oder eine psychische Erkrankung bekannt wurde, kann sicher mit einem „Listeneintrag“ rechnen.
Das führt dazu, dass der Kunde auch von vielen anderen Versicherern nur einen teuren oder gar keinen Vertrag erhält. Nach fünf Jahren könnte es der ausgeschlossene Patient erneut probieren. An diesem Eintragsverfahren der Versicherer ändert sich auch weiterhin nichts.
Betroffene sollten bei den Versicherern nachforschen, die Sie abgelehnt haben, weshalb sie in das „HIS“ eingetragen wurden. Sollte ihre Krankheit ausgeheilt sein, können die Betroffenen mit einem neuen Gesundheitszeugnis das Streichen oder Sperren Ihres Datensatzes veranlassen.

Neue Regelung für Rechtsschutzversicherte
Von der Neuregelung und der neuen Transparenz in Sachen „HIS“ können künftig auch Rechtsschutzkunden profitieren. Bisher konnten entsprechende Versicherer Kunden, die zweimal innerhalb von zwölf Monaten (oder dreimal in 36 Monaten) einen Streitfall geltend machten, vom weiteren Versicherungsschutz ausschließen.
Diese Regelung muss künftig großzügiger gefasst werden. Kunden dürfen ab sofort bis zu vier Rechtsschutzfälle im Jahr anmelden, bevor ein Ausschluss vom Versicherungsschutz rechtens ist.

„Privatgesetzlich“ (Teil 3)

Donnerstag, April 2nd, 2009

Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) und die BKK Allianz sind seit dem 1. April 2009 als neue Krankenkasse KKH-Allianz gestartet. Damit wird auch die bereits bestehende Kooperation der KKH mit der Allianz Privaten Krankenversicherung unter einheitlichem Marktauftritt gestärkt.

Die neue KKH-Allianz hat mehr als zwei Millionen Versicherte und nimmt Platz 10 unter den knapp 200 gesetzlichen Krankenkassen ein. Für alle Versicherten der KKH-Allianz soll mit der jetzt vollzogenen Fusion das Leistungsangebot weiter wachsen und die Qualität der Gesundheits-Versorgung immer besser werden.

Durch gemeinsame Verträge mit dem Kooperationspartner Allianz Deutschland AG will die neue Kasse ihre Marktmacht gegenüber Ärzten, Krankenhäusern und Pharmaunternehmen deutlich stärken.
„Wir freuen uns sehr, dass die enge Zusammenarbeit mit der Allianz jetzt auch nach außen über das Erscheinungsbild der KKH-Allianz und unseren neuen Namen sichtbar wird“, sagt Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH-Allianz.

Zahlreiche Vorteile für Versicherte
Die Kooperation mit der Allianz Privaten bringe den Versicherten viele Vorteile: „Wir haben bereits wichtige Meilensteine, insbesondere in der Entwicklung gemeinsamer Versorgungs- und Versicherungsangebote erreicht“, sagt Dr. Ulrich Rumm, Vorstandsvorsitzender der Allianz Privaten. So würde Kunden der KKH-Allianz das breite Spektrum an Zusatzversicherungen der

Allianz Privaten zu Sonderkonditionen angeboten.
Zudem verzichtet die Allianz Private bei KKH-Allianz Versicherten bei vielen Tarifen auf die sonst übliche allgemeine Wartezeit von drei Monaten. Auch exklusive Produktangebote gibt es für die Versicherten der KKH-Allianz. Ein Beispiel ist der Allianz Schutzbrief GesundheitExklusiv. Speziell entwickelt für Menschen ab 55 hilft er mit einer Vielzahl von Assistance-Dienstleistungen wie etwa Wohnungsreinigung, Wäscheservice oder Einkaufen, den Alltag während und nach einem Klinikaufenthalt am Laufen zu halten.

Gesundheitsmarkt von morgen im Blick
„Wir freuen uns darauf, die Zusammenarbeit mit der KKH-Allianz weiter zu vertiefen“, sagt Rumm. „Bisher stehen alle Zeichen der Kooperation auf Erfolg. Und es gibt es noch viele gute Ideen, die wir gemeinsam umsetzen möchten.“
„Wir sind überzeugt, mit unserer Zusammenarbeit die entscheidenden Weichenstellungen getroffen zu haben, um ein führender Anbieter auf dem Gesundheitsmarkt von morgen zu werden“, ergänzt Kailuweit. „Wir werden weiter wachsen. Durch neue Versicherte, die wir von unseren innovativen Angeboten überzeugen, sowie durch weitere Fusionen.“ Spätestens zum 1. Juli wird sich die METRO AG Kaufhof BKK der neuen KKH-Allianz anschließen.

Über die KKH-Allianz
Die KKH-Allianz ist Deutschlands viertgrößte bundesweite Krankenkasse mit über zwei Millionen Versicherten. Sie gilt als Vorreiter für innovative Behandlungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Mehr als 4.300 Mitarbeiter bieten einen exzellenten Service, entwickeln zukunftsweisende Gesundheitsprogramme und unterstützen die Versicherten bei der Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensstile. Das jährliche Haushaltsvolumen beträgt über 4,5 Milliarden Euro. Hauptsitz der KKH-Allianz ist Hannover.

Über die Allianz Private Krankenversicherungs-AG
Die Allianz Private Krankenversicherung (APKV) ist mit 2,4 Millionen Versicherten einer der führenden privaten Krankenversicherer in Deutschland und Europa. Sie ist war früher die Vereinte Krankenversicherung. In Deutschland ist sie heute der drittgrößte Anbieter unter den Privaten Krankenversicherungen und hat rund 580 Mitarbeiter. Hauptsitz der APKV ist München.
Anfang 2006 wurden die drei Versicherungsgesellschaften der Allianz – die Allianz Versicherung, Allianz Lebensversicherung und Allianz Private Krankenversicherung – unter dem Dach der neu gegründeten Allianz Deutschland AG zusammengeführt und die Vertriebe in der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG gebündelt. Die Allianz gehört zu den größten deutschen Versicherer mit 19 Millionen Kunden und über 10.000 Vertretern im Außendienst.

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