Archive for April, 2011

Traumhochzeit als ein Zeichen für Hochzeiten an der Börse?

Donnerstag, April 28th, 2011

Hochzeiten im Hochadel brachten Aktien im gleichen Jahr ein durchschnittliches Plus von fünf Prozent. Es gab aber auch Börsenflauten. 2011 könnte, als Jahr vor dem Schaltjahr 2012, auch aus anderen Gründen ein Erfolgsjahr für Investoren werden.

Die von Adels-Fans in aller Welt sehnsüchtig erwartete Traumhochzeit des britischen Thronfolgers Prinz William und seiner bürgerlichen Braut Kate Middleton an diesem Freitag könnte nicht nur die Herzen, sondern auch die Börsen beflügeln.

Die Commerzbank AG weist in einer von der Content Kommunikations AG verbreiteten Pressemeldung darauf hin, dass nach einer im eigenen Haus erstellten Übersicht in den Jahren mit königlichen Hochzeiten innerhalb des internationalen Hochadels der weltweit wichtigste Börsenindex Dow Jones in den USA um durchschnittlich fünf Prozent gestiegen ist.
Auch der deutsche Leitindex DAX verzeichne seit seinem Bestehen bei drei von vier Hochzeiten in den Häusern des Hochadels ein Plus:

1999 (Prinzessin Caroline und Prinz Ernst August von Hannover) um rund 32 Prozent, 2010 (Kronprinzessin Victoria von Schweden und Daniel Westling) um 14 Prozent und 2004 (Felipe von Spanien und Letizia sowie Frederik von Dänemark und Mary) um rund sechs Prozent.
Vorsicht jedoch vor blindem Aktionismus: Wie die Liebe, so ist auch der Aktienmarkt von einem Auf und Ab geprägt. Ein etwas genauerer Blick zeigt nämlich, dass royale Großereignisse die Herzen nicht automatisch höher schlagen ließen – zumindest nicht die der Investoren in Aktien.

Am schlimmsten traf es den DAX im Jahr 2002, als der niederländische Kronprinz Willem Alexander der Argentinierin Maxima das Ja-Wort gab. Der Index brach angesichts von schwacher Weltkonjunktur und Bilanzfälschungs-Skandalen (wie der von Worldcom) um 44 Prozent ein; nicht ein einziger Wert der 30 wichtigsten deutschen Aktiengesellschaften bescherte damals den Anlegern Kursgewinne. Dem niederländischen AEX-Index ging es
übrigens nicht besser, er hatte sich nach dem Zerplatzen der Internetblase 2000 bis Ende 2002 im Wert mehr als halbiert.
Und 1981 – als Williams Vater Prinz Charles in einer Märchenhochzeit Lady Diana Spencer ehelichte – konnte der britische FT-30-Index in einer Art Sonderkonjunktur ein Jahresplus von zwölf Prozent verbuchen. Der international bedeutendere Dow Jones notierte hingegen Ende Dezember 1981 bei 875 Punkten und damit zehn Prozent unter dem Jahresanfangsstand. Heute liegt der Dow Jones allerdings auf mehr als dem zehnfachen Niveau. Wer also damals in die Fraktion der Aktien-Pessimisten gewechselt wäre, hätte sich langfristig geirrt.

2011 könnte als Jahr vor Schaltjahr prädestiniert für gute Kurse sein
Es bleibt also Hoffnung – für die Liebe wie für die Aktien. Denn noch durch eine weitere Parallelität ist das Jahr 2011 prädestiniert für gute Kursverläufe, wie eine weitere Statistik der Commerzbank zeigt:

Seit 1888 hat der US-Aktienmarkt – gemessen am Standard & Poors Index mit 500 Werten – in Jahren vor Schaltjahren im Durchschnitt um elf Prozent zugelegt. Das hat allerdings weniger kalendarische als politische Gründe.
In Jahren mit einem 29. Februar – also das nächste Mal wieder 2012 – finden jeweils die US-Präsidentschaftswahlen statt. Meist versucht der amtierende Präsident schon im Jahr vor der Wahl, mit staatlichen Ausgabenprogrammen oder Steuersenkungen seine Chancen auf eine Wiederwahl zu verbessern. Wenn die Märkte dies gut bewerten könnte dies steigende Kurse zur Folge haben.

VIG AG öffnet sich stärker für Investoren aus den USA

Mittwoch, April 27th, 2011

Die Vienna Insurance Group AG Wiener Versicherung Gruppe (VIG AG) konzentriert die bisher bestehenden unabhängigen American Depositary Receipt (ADR)-Programme auf ein sponsored Level I ADR-Programm mit der BNY Mellon. ADRs sind Zertifikate, die es US-Investoren erleichtern, in die Vienna Insurance Group zu investieren.

„Bereits seit Jahren verfügt die Vienna Insurance Group über eine bedeutende Basis an Investoren in den USA. Mit dem nun gesponserten, kompakten ADR-Programm bauen wir unseren Service aus und geben gegenüber den Investoren in den Vereinigten Staaten, die durch ein Investment in ein führendes Versicherungsunternehmen in Mittel- und Osteuropa (CEE) profitieren möchten, ein klares Commitment ab“, erläutert Generaldirektor Dr. Günter Geyer das Engagement.

Die ADRs der VIG AG werden im Handel außerhalb der Börse unter dem Symbol „VNRFY“ in US-Dollar gehandelt, Dividendenzahlungen erfolgen in US-Dollar. Jeweils fünf ADRs repräsentieren eine Aktie. Das Programm wird von der BNY Mellon als Depotbank betreut und ist seit dem 27. April 2011 am Markt.

Die Aktien der VIG AG notieren an den Börsen in Wien und Prag und werden unabhängig vom ADR-Programm dort auch weiter gehandelt.

Die börsennotierte VIG AG mit Sitz in Wien ist eine der führenden Versicherungsgruppen in Mittel- und Ost-Europa. Außerhalb des Stammmarkts Österreich ist die Vienna Insurance Group in Albanien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Georgien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, der Slowakei, der Tschechischen Republik, der Türkei, Ungarn, der Ukraine und Weißrussland über Versicherungsbeteiligungen am Markt. Zudem bestehen Zweigniederlassungen der Wiener Städtische Versicherung in Italien und Slowenien sowie der Donau Versicherung in Italien.
Am österreichischen Markt positioniert sich die VIG AG mit der Wiener Städtische Versicherung, der Donau Versicherung und der Sparkassen Versicherung.

Saisonkennzeichen hilft Geld zu sparen

Mittwoch, April 20th, 2011

Schönes Wetter, die Temperaturen steigen, die Straßen sind trocken und das Fahren macht wieder richtig Spaß. Viele Fahrzeughalter holen jetzt ihr Cabrio oder Motorrad aus ihrer Garage. Für die saisonale Nutzung gibt es ein günstige Versicherungslösung.

Wie die HUK-Coburg meldet, sind von den rund 50 Millionen zugelassenen Autos und Motorrädern in Deutschland rund 1,6 Millionen nur ein paar Monate im Jahr unterwegs.  Auto- oder Motorradfahren kann also auch ein saisonales Freizeitvergnügen sein.

Das Fahrzeug bei der Zulassungsstelle immer wieder neu an- oder abzumelden könnte zum zeitaufwendigen und lästigen Verwaltungsakt werden.

Wer sein Fahrzeug nur ein paar Monate im Jahr bei gutem Wetter fährt, will vielleicht nur für diese Zeit, Geld für Steuern und Versicherung ausgeben.

Die Lösung ist ein Saisonkennzeichen. Der Fahrer meldet sein Fahrzeug einmalig für mindestens zwei, maximal elf Monate bei der Zulassungsstelle an. Bis zur endgültigen Abmeldung – weil der Fahrer Auto oder Motorrad beispielsweise verkauft – ist der Zulassungszeitraum dann Jahr für Jahr gültig.
Wer für sein Fahrzeug ein Saisonkennzeichen beantragt und nicht bereits in der niedrigsten Schadenfreiheitsklasse (SF)-Klasse fährt, sollte beim Versichern eines bedenken: Nur wenn ein Vertrag mindestens 180 Tage im Jahr läuft, wird er bei Schadenfreiheit in eine bessere SF-Klasse eingestuft.

Für alle diejenigen, die eine Kasko-Versicherung miteingeschlossen haben, entsteht ein Zusatznutzen, es besteht auch im Ruhezeitraum teilweise Versicherungsschutz. Zum Beispiel: Bei einem Einbruch in die Garage, wo der Wagen oder das Motorrad abgestellt ist und für den Fall dass das Fahrzeug dabei entwendet wird.

MLP übernimmt Rating-Agentur Feri Finance AG

Mittwoch, April 20th, 2011

Die MLP AG hat den Vermögensverwalter Feri Finance AG jetzt vollständig übernommen. Damit verfügt der Finanzvermittler über eine hauseigene Rating-Agentur und einen Vermögensverwalter mit Niederlassungen in der Schweiz und Österreich.

MLP hat die noch ausstehenden 43,4 Prozent an der Feri Finance AG zugekauft. Der Kaufpreis für die Anteile, die ausschließlich bei den Feri-Partnern lagen, betrage vorläufig 50,6 Millionen Euro. Die Heidelberger Finanzvermittler hatten im Herbst 2006 bereits mit 56,6 Prozent der Anteile die Mehrheit an Feri erworben. Früherer Hauptaktionär war die Herbert Quandt-Stiftung.

„Die Beteiligung war der entscheidende Schritt, um unser Vermögensmanagement deutlich zu stärken. Nach einer erfolgreichen Entwicklung in den vergangenen Jahren gehören Feri und MLP heute mit einem gemeinsam verwalteten Vermögen von rund 20 Milliarden Euro zu den führenden unabhängigen Adressen im deutschen Markt“, erläutert Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender der MLP AG, in der Pressemeldung.

Die Statistik im Sozialstaat Deutschland wirft Fragen auf

Montag, April 18th, 2011

Der Informationsdienst MAP-Report meldet ein zunehmende Verlagerung, innerhalb der Bevölkerung in Deutschland, in eine Mehrheit von Empfängern von Sozialleistungen und einer Minderheit die diese Leistungen finanzieren.

Die Bundesrepublik Deutschland hat rund 82,1 Millionen Einwohner. Davon sind rund 16,6 Millionen Senioren im Alter von 65 Jahren und älter, in der Regel also in Rente oder Pension.

Weitere 13,8 Millionen Junioren sind 18 Jahre und jünger, gehen in der Regel also noch zur Schule.

Nach Subtraktion ergibt sich eine theoretisch arbeitsfähige Bevölkerung von 51,7 Millionen Menschen. Soweit die Bevölkerungsstatistik.

Die Einkommenssteuerstatistik indes vermeldet: 12,3 Millionen Bundesbürger verdienen jährlich 30.000 Euro oder mehr und zahlen dafür über 163 Milliarden Euro an Lohn- und Einkommenssteuer. Sie tragen damit 91,82 % der Steuerlast, pro Kopf also 13.277 Euro Einkommensteuer.

Weitere 8,3 Millionen Bundesbürger versteuern unter 30.000 Euro pro Jahr und zahlen
hierauf 14,6 Milliarden Euro an Steuern. Das sind 8,18 Prozent der Steuerlast, pro Kopf also 1,761 Euro.

Von einer arbeitsfähigen Bevölkerung von 51,7 Millionen Menschen finanzieren 20,6 Millionen Bundesbürger das Gemeinwesen mit ihren Zahlungen an Lohn– und Einkommenssteuer.

Rund 31,1 Millionen Bundesbürger beteiligen sich folglich nicht an der Finanzierung des Gemeinwesens. Sie kassieren Arbeitslosengeld oder Hartz IV, sind in Maßnahmen geparkt die offizielle Statistiken politisch verfälschen, bekommen Frührente, sind nur in von Sozialabgaben befreiten Minijobs beschäftigt oder leben von Unterhaltsleistungen.
Wenn sich zwei Drittel der arbeitsfähigen Bevölkerung nicht an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligen, so sollte sich die Frage stellen, warum dem so ist.

Doch für das Auseinandertreiben von arm und reich werden gern die besser Verdienende verantwortlich gemacht. Für diese Zielgruppe wird in der politischen Diskussion eine noch stärkere Belastung gefordert. Besonders absurd: Bereits versteuerte Vermögen oder Erbschaften sollen erneut besteuert werden. Firmen müssten in einigen Fällen so Steuern bezahlen, auch wenn sie kein Geld verdienen.

Auszubildende brauchen einen Schutz vor Berufsunfähigkeit

Sonntag, April 17th, 2011

Mit Beginn der Ausbildung stehen Jugendliche in der Sozialversicherung auf eigenen Füßen. Gegen Berufsunfähigkeit sind sie jedoch seit der Rentenreform 2001 in der staatlichen Rentenversicherung nicht mehr geschützt.

Deshalb sollte vor oder mit dem Berufsstart eine private Versicherung zum Schutz vor Berufsunfähigkeit rechtzeitig abgeschlossen werden, meldet die Universa Versicherung a.G. aus Nürnberg.

Im vergangenen Jahr haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 558.100 Jugendliche in Deutschland einen neuen Ausbildungsvertrag im Rahmen des dualen Ausbildungssystems abgeschlossen.

Da sich der Beitrag nach dem Eintrittsalter richtet, hat ein frühzeitiger Abschluss an erster Stelle finanzielle Vorteile. Zudem sind Vorerkrankungen seltener und führen zu keinen Beitragszuschlägen, Leistungsausschlüssen oder Ablehnung des Versicherungsschutzes.

Jugendliche und ihre Eltern sollten vor dem Abschluss jedoch einen Blick in das Kleingedruckte der Versicherungsbedingungen werfen. Dort sollte auf eine abstrakte Verweisung verzichtet werden. Umfangreiche Nachversicherungsgarantien sind für die Zukunft von Bedeutung, damit der Versicherungsschutz dem Karrieretrend angepasst werden kann und später bei Lebensereignissen, wie Heirat, Kinder oder Hausbau flexibel veränderbar bleibt.

Assekuranz will Kunden binden statt Neukunden zu werben

Montag, April 11th, 2011

Die deutsche Assekuranz will sich auf die Pflege bestehender Kundenbeziehungen mehr konzentrieren als neue Kunden einzuwerben, so eine aktuelle Studie.

Fach- und Führungskräfte der deutschen Versicherungswirtschaft nannten diesen Branchentrend in einer aktuellen Studie der Assekuranz. Für den „Vertriebsmonitor für die Assekuranz 2010“ wurden im September und Oktober 2010 insgesamt 386 Fach- und Führungskräfte im Innen- und Außendienst aus der deutschsprachigen Assekuranz befragt. Die Erhebung wurde vom Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G. in Zusammenarbeit mit dem Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen durchgeführt.

Knapp 45 Prozent der befragten leitenden Vertriebsmanager deutscher Assekuranzen sind der Meinung, dass sich die Grundstimmung im Versicherungsvertrieb deutlich verbessert hat. Dies zeige sich auch im Ausblick auf die kommenden Monate. Sahen die Versicherungsexperten vor einem Jahr noch unter dem Eindruck der Finanzkrise die mit Abstand größte Herausforderung in der Kostensenkung, hat nun die Kundenpflege an Bedeutung nahezu gleichgezogen.

Zum Vergleich: Für 44 Prozent der Fach- und Führungskräfte genießt derzeit die Reduzierung von Kosten oberste Priorität, bei der Pflege von Kundenbeziehungen sind es nur zwei Prozentpunkte weniger.

In den unterschiedlichen Sparten der Assekuranz steht vor allem für Sachversicherer die Beziehungspflege zu den Versicherungsnehmern ganz oben auf der Liste von Zielen im Vertrieb. Mehr als 50 Prozent der Fach- und Führungskräfte sehen hier in den nächsten Monaten eine besonders große Herausforderung. Am wenigsten Handlungsbedarf identifizieren dagegen Krankenversicherungen für diesen Aspekt: Bei ihnen stehen strategische Partnerschaften vor der Kundenpflege ganz oben auf der Liste ihrer Prioritäten.

Bestandskunden wichtiger als Neukunden

Während die Versicherer sich jetzt vor allem auf die Bestandskunden konzentrieren wollen, büßte das Neukundengeschäft in den vergangenen Monaten leicht an Bedeutung ein. Nur 30 Prozent der Befragten erachten die Neukunden-Akquise künftig als wichtige Aufgabe. Vor einem Jahr waren es noch etwa drei Prozentpunkte mehr.

An dritter Stelle der größten Herausforderungen für die nächsten zwölf Monate steht nach Kundenpflege und Kostensenkung die Prozessoptimierung in Verwaltung und Vertrieb. 40 Prozent der Versicherungsexperten planen, ihre Abläufe einer gründlichen Prüfung zu unterziehen und Ansätze zu identifizieren, wie sie die Prozesse verbessern können.

Dass deutsche Assekuranzen sich in nächster Zeit vor allem auf Bestände konzentrieren, schlägt sich auch an anderer Stelle nieder. So messen die befragten Fach- und Führungskräfte beispielsweise der Erschließung neuer Wachstumsmärkte für die Zukunft nur eine untergeordnete Bedeutung bei. Lediglich 16 Prozent der Versicherungen sehen hier Handlungsbedarf. Auch bei der Akquisition neuer Vertriebskanäle sind die Assekuranzen zurückhaltend. So planen noch nicht einmal zwei von zehn Unternehmen, weitere Kanäle für den Verkauf ihrer Produkte zu erschließen.

Bausparkassen schreiben Förderpreis für Studierende aus

Sonntag, April 10th, 2011

Der Verband der Privaten Bausparkassen e.V. meldet die 9. Ausschreibung des Werner Lehmann-Preises. Es ist ein Nachwuchsförderpreis. Teilnehmen können Studierende, Doktoranden oder auch wissenschaftliche Mitarbeiter, die bei Fertigstellung der Arbeit nicht älter als 35 Jahre sind.

Der Preis wird zweijährig für Arbeiten ausgeschrieben, die als Habilitation, Dissertation, Diplomarbeit oder Master Thesis angefertigt worden sind. Zugelassen sind Arbeiten, die sich mit dem Themenbereich Wohnen, Bauen, Finanzieren im weitesten Sinne befassen und in deutscher Sprache verfasst wurden.

Es werden nur Arbeiten angenommen, die nach dem 31. Juli 2009 abgeschlossen sowie abschließend (wissenschaftlich) bewertet worden sind. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2011. Der erste Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, der zweite Preis mit 4.000 Euro, der dritte Preis mit 2.500 Euro und der vierte bis zehnte Preis mit je 1.000 Euro.

Zusätzlich erhält die Wissenschaftliche Institution (Institut, Lehrstuhl), bei der die mit den drei ersten Preisen ausgezeichneten Arbeiten angefertigt wurden, denselben Betrag wie die Preisträgerin oder Preisträger zur Förderung ihrer weiteren Forschungen.

Unterlagen können angefordert werden beim Verband der Privaten Bausparkassen, Klingelhöferstr. 4, 10785 Berlin, Tel.: 030-590091-500, Fax 030-590091-501, E-Mail: sturhahn@vdpb.de

EU: Spielregeln in der Baufinanzierung sind Ländersache

Freitag, April 8th, 2011

In einem EU-Richtlinienentwurf überlässt es die EU den Mitgliedstaaten, ob sie Abschlagszahlungen bei einer vorzeitigen Kündigung eines Darlehens künftig begrenzen.
Deutsche Kunden dürfen in der Baufinanzierung hoffen, dass es nicht dazu kommt.

Die Europäische Kommission hat vergangene Woche einen Entwurf für eine neue EU-Richtlinie in der Baufinanzierung vorgelegt. Darin fordert die EU zwar, wie von Verbraucherschützer gefordert, eine Neuregelung von Vorfälligkeitsentschädigungen. Die konkrete Umsetzung in die Praxis überlässt die Behörde aber dem nationalen Gesetzgeber.

Die deutsche Bundesregierung hätte jetzt zwei Optionen: Entweder sie begrenzt den Betrag, den Kunden künftig bei einer vorzeitigen Kündigung eines Kredits zahlen müssen. Oder sie belässt es im Wesentlichen bei der bisherigen Praxis, bei der die Höhe der Entschädigung individuell zwischen Bank und Kunde festgelegt wird.

Auf den ersten Blick scheint die erste Option vorteilhafter für Verbraucher. Denn sie könnten während ihrer laufenden Finanzierung den Anbieter ohne oder mit deutlich verringerten Vorfälligkeitsentschädigungen wechseln.

Aber: „Einschränkungen der Vorfälligkeitsentschädigungen bedeuten auch, dass es für Verbraucher an anderer Stelle teurer würde“, erläutert Christian Stief, Leiter Finanzierung beim unabhängigen Finanz- und Vermögensberater MLP AG. Denn die Banken könnten bei lang laufenden Verträgen schlechter kalkulieren und müssten diese Unsicherheit in ihrer Zinskalkulation berücksichtigen. „Der deutsche Gesetzgeber ist deshalb gut beraten, es bei der bisherigen Praxis zu belassen – alles andere bedeutet einen Pyrrhus-Sieg für den Verbraucher“, meint Stief.

Die Richtlinie ist binnen zwei Jahren nach ihrem Inkrafttreten von den Mitgliedstaaten umzusetzen.

Innovative Produkte verbinden Flexibilität mit Teilabsicherung
Im Markt würde die Einschränkung von Vorfälligkeitsentschädigungen auch dazu führen,
dass Banken verstärkt Darlehen mit variablen Zinsen anbieten. „Der Kunde nimmt dabei
aber jede Veränderung des Zinses voll mit“, sagt Stief. „Das birgt ein schwer kalkulierbares Risiko.“

Eine gute Alternative stellen dagegen schon heute innovative Produkte dar, die Flexibilität mit Teilabsicherungen verbinden. Solche so genannten Cap-Darlehen kommen vor allem bei gewerblichen Finanzierungen zum Einsatz.

Das Prinzip ist einfach: Über den im Zeitverlauf schwankenden Zins wird ein Korridor gelegt. Ab einer Obergrenze („Cap“) von beispielsweise 6 Prozent ist der Kunde abgesichert; er zahlt nur bis zu dieser Höhe Zinsen. Verbunden ist diese Absicherung allerdings mit einer Gebühr, die zu Beginn der Laufzeit fällig wird; am Markt sind es bei 10-jährigen Darlehen derzeit rund 4 Prozent der Gesamtsumme. Zusätzlich möglich ist auch ein so genannter Floor als Ergänzung, beispielsweise bei 3 Prozent. Der Kunde würde dann immer mindestens Zinsen in dieser Höhe zahlen, auch wenn der Marktzins darunter liegt. Dies bringt der Bank eine zusätzliche Sicherheit – und dem Kunden eine verminderte Cap-Gebühr.

Unabhängig von der konkreten Umsetzung der EU-Richtlinie hierzulande gilt: „Wer plant, in absehbarer Zeit eine Immobilie zu kaufen, sollte das nicht auf die lange Bank schieben“, sagt Stief. Denn auch wenn die Zinsen für Baugeld seit kurzem wieder anziehen, erhalten Immobilienkäufer derzeit immer noch sehr günstige Konditionen. Mit 4,39 Prozent für 20-jährige und 3,98 Prozent für 10-jährige Darlehen bundesweit (bei 45 Prozent Eigenkapital) liegen die Finanzierungszinsen nur knapp über dem früheren Tiefstand aus dem September 2005.

Ist ein Fahrrad mit Elektromotor gefährlich?

Donnerstag, April 7th, 2011

Unfallforschung der deutschen Versicherer: Crashtests zeigen hohe Unfallrisiken durch Elektrofahrräder – Neue Fahrzeugklassifizierung nötig – neue Versicherer-Studie klärt auf

Elektrisch unterstütze Fahrräder (Pedelecs) liegen in Deutschland im Trend. Die Hersteller freuen sich über zweistellige Zuwachsraten und die Radler über den „eingebauten Rückenwind“. Doch diese Entwicklung birgt nach Ansicht der Unfallforschung der Versicherer (UDV) auch Gefahren.

Nach vier Crashtests und umfangreichen Fahrversuchen kommen die Unfallforscher in einer jetzt aktuell vorgestellten Studie zu dem Schluss, dass vor allem die schnellen Pedelecs (bis 45 km/h) eine Gefahr für den Fahrer selbst, aber auch für andere Verkehrsteilnehmer sein können. Verkehrswege als GefahrPedelecs erreichen nicht nur eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit, sondern auch eine höhere Höchstgeschwindigkeit, vor allem am Berg. Häufigere Überholmanöver sind damit vorprogrammiert und – wie der Crashtest der UDV zeigt können durch die hohe Geschwindigkeit im Ernstfall mit schweren Unfallfolgen für Radfahrer und Pedelec-Fahrer enden.

Ausfahrten und Kreuzungen als Herausforderung

Pedelecs sprechen viele Radfahr-Gruppen an. Senioren genauso wie Eltern mit Kinderanhängern oder sogar sportliche Fahrer. Für Autofahrer ist es künftig schwieriger zu erkennen, wie schnell ein Radler unterwegs ist. Auch ein Senior auf einem Citybike kann jetzt dank Elektrounterstützung viel schneller auftauchen, als aus der Erfahrung „gelernt“. Riskante Situationen können dadurch an Ausfahrten und Kreuzungen entstehen. Schwere Verletzungen beim seitlichen Anprall an ein Auto sind – wie ein zweiter Crashtest der UDV zeigt – nicht nur bei „unbehelmten“ Radlern zu erwarten.

Fußgänger können gefährdet werden

Fußgänger sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer. Unfälle mit elektrisch unterstützten Fahrrädern können für alle Beteiligten mit schweren Verletzungen enden, wie der dritte Crash-Versuch zeigt.

Technische Mängel als Quelle von Gefahr

Die 45 km/h-Pedelecs müssen im Sinne der EU-Richtlinie 2002/24/EG eigentlich wie ein Kleinkraftrad (Klasse L1e) betrachtet werden. Sprich: Es muss z. B. ein Motorradhelm getragen werden, ein Bremslicht, Abblend-licht, Spiegel, bauartgenehmigte Reifen etc. vorhanden sein. Da in der Praxis die vorgeschriebene Technik aber oft fehlt, bewegen sich die meisten dieser „Schnell-Radler“ illegal auf den Straßen. Aus diesem Grund fordert die UDV eine neue Fahrzeugklasse für „schnelle“ Pedelecs mit sinnvollen technischen und zulassungsrechtlichen Regelungen, z. B.: Höchstgeschwindigkeit 30 km/h, max. 500 W-Motor, Versicherungskennzeichen, Mofa-Prüfbescheinigung, Fahrradhelm und Klingel statt Hupe.

Zusammenfassung der Fakten aus der Studie:

• Pedelecs erhöhen die Durchschnittsgeschwindigkeiten und die Kilometerleistung. Da die Fahrerinnen und Fahrer weitgehend ungeschützte Verkehrsteilnehmer sind, müssen mehr Tote und Verletzte befürchtet werden.

• Verkehrsteilnehmer sind auf diese neue Fahrradgattung bisher nicht vorbereitet. Auf die Gefahren muss öffentlichkeitswirksam hingewiesen werden.

• Die Rechtslage muss durch die Schaffung einer neuen Kraftfahrzeug-klasse (30 km/h-Pedelecs) zumindest für Deutschland schnell geklärt werden.

• Die Pedelec-Konstruktionen müssen stabiler werden.

• Bremsen müssen auch bei Nässe dem Gewicht und der Geschwindigkeit angemessen sein.