Archive for Mai, 2011

Deutsche Urlauber bevorzugen Bargeld vor Karten

Montag, Mai 30th, 2011

Wie zahlen die Deutschen im Urlaub? Eine aktuelle Umfrage von EMNID im Auftrag der Postbank ergab: Kreditkarten sind vor allem bei Männern beliebt. Frauen auf Reisen legen mehr Wert auf die Sicherheit beim Zahlungsmittel. Neuer Sicherheitsstandard schützt vor Betrug am Geldautomaten. Reisechecks sind aus der Mode.

„Welche Zahlungsmittel nehmen Sie mit, wenn Sie privat verreisen?“ lautete die Frage von EMNID, die Befragten nannten Bargeld und Girocard (früher EC-Karte). 87 Prozent der Befragten nehmen Bargeld mit in den Urlaub. Und knapp drei Viertel (71,5 Prozent) haben auch eine Girocard dabei. Am beliebtesten ist die Girocard bei jungen Reisenden. In der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren nutzen 82 Prozent im Reiseland die frühere EC-Karte zum Bezahlen und zur Bargeldversorgung, bei den über 60-Jährigen sind es mit 68,4 Prozent deutlich weniger.

Fast jeder Zweite (46,6 Prozent) hat auch eine Kreditkarte im Reisegepäck. Bei Männern ist die Kreditkarte beliebter als bei Frauen: 51,6 Prozent der Männer nutzen Kreditkarten, bei den Frauen sind es 41,7 Prozent. Unterschiede gibt es auch zwischen West und Ost. 39,7 Prozent der Menschen aus Ostdeutschland nehmen eine Kreditkarte mit in den Urlaub. Bei den Westdeutschen sind es fast zehn Prozent mehr (48,1 Prozent).

Wenn es um Geld im Urlaub geht, steht Sicherheit hoch im Kurs. Auf die Frage „Was ist Ihnen bei einem Reisezahlungsmittel am wichtigsten?“ antworteten knapp zwei Drittel (62,2 Prozent) der Befragten mit „die Sicherheit“. Ein Fünftel (19,7 Prozent) legte den größten Wert auf die Akzeptanz im Reiseland und 14,3 Prozent fanden geringe Gebühren und Kosten am wichtigsten.

Vor allem Frauen erwiesen sich als besonders sicherheitsorientiert. Sie stimmten mit 71,9 Prozent für Sicherheit als wichtigstes Merkmal. Nur jeder zweite Mann (52 Prozent) legte besonderen Wert auf diese Eigenschaft. Männer schauten stärker auf niedrige Gebühren und Kosten (17,6 Prozent, Frauen 11,1 Prozent) und achteten mit 25,7 Prozent deutlich stärker als Frauen (14,1 Prozent) auf die Akzeptanz im Reiseland.

Neuer Sicherheitsstandard schützt in Europa vor Betrug am Geldautomaten
Drei von vier Reisenden nehmen die Girocard mit in den Urlaub ermittelte die Studie. Die Urlauber seien damit gut beraten, vor allem, wenn die Karte über einen sogenannten EMV-Chip verfügt. Diese neuartige Chiptechnologie macht Kartenfälschungen unmöglich und schützt vor den unangenehmen Folgen von Skimming am Geldautomaten und beim Bezahlen. Voraussetzung ist allerdings: Der Händler nutzt die entsprechende Kassentechnologie.

Viele Girocards arbeiten heute schon mit dem europäischen Verfahren V-PAY, das die Abwicklung des Karteneinsatzes über den Magnetstreifen blockiert. Dies schränkt zwar die weltweite Einsatzmöglichkeit ein. V-Pay funktioniert zurzeit nur in den Staaten der Europäischen Union und einigen anderen Ländern, z.B. in der Schweiz oder der Türkei. Ein Einsatz in Amerika, Asien und anderen Kontinenten ist nicht möglich.
Dafür bietet V-Pay aber beim Bezahlen und Geldabheben ein Höchstmaß an Sicherheit und Bequemlichkeit. Bei jedem Einsatz am Automaten oder beim Händler wird die Karte auf Echtheit überprüft. Der Kunde merkt davon nichts. Aus diesem Grund plädiert auch das BKA für die Umstellung auf die neue Chip-Technologie. Bis Mitte des Jahres 2011 werden alle 6,5 Millionen Postbank Girocards mit V-PAY ausgestattet sein.

Bei Reisen außerhalb Europas sei die Kreditkarte erste Wahl.                     Wegen ihrer großen Sicherheit bieten sich außerhalb Europas die Kreditkarten an. Um eine flächendeckend Akzeptanz zu erreichen, ist es in einigen Reiseländern durchaus sinnvoll, Karten verschiedener großer Systeme wie MasterCard oder VISA dabei zu haben.

Weiterer Vorteil des Plastikgeldes: Durch das zeitverzögerte Bezahlen entsteht ein Zinsvorteil. Bei Fremdwährungen sollte man die Umrechnungskurse berücksichtigen und das Auslandseinsatzentgelt. Eine sinnvolle Ergänzung der Reisekasse kann auch die Postbank SparCard sein, die weltweit an über 1,7 Millionen VISA plus Geldautomaten das kostenlose Abheben – bis zu zehnmal im Jahr ermögliche.

Reiseschecks spielen kaum eine Rolle in der Reisekasse
Nur 5,8 Prozent der Deutschen nehmen laut der aktuellen Postbank Erhebung zum Thema Reisezahlungsmittel Travellerschecks mit in den Urlaub – unabhängig vom Geschlecht oder regionaler Herkunft.

Talanx-Konzern muss viele Hausaufgaben bewältigen

Mittwoch, Mai 25th, 2011

Der Talanx AG gelang es 2010 die Finanzkraft des Versicherungskonzerns zu steigern. So stieg das Eigenkapital um zwölf Prozent auf 8 Milliarden Euro an. Die Solvabilität war mit 196,6 Prozent fast doppelt so hoch wie gesetzlich gefordert. Zudem gelang dem Konzern mit der Emission eines Solvency-II-fähigen Papiers mit Wandelpflicht eine Innovation auf dem internationalen Finanzmarkt. Gezeichnet wurde die Anleihe in Höhe von 300 Millionen Euro von dem japanischen Lebensversicherer Meiji Yasuda. Aber einige Hausaufgaben sind noch zu lösen.

„Unsere solide Finanzausstattung lässt uns nicht nur gelassen auf die Herausforderungen der Branche schauen, sie erlaubt uns darüber hinaus, auch in den kommenden Jahren in erfolgversprechenden Märkten zu akquirieren. Dabei erhöht die Partnerschaft mit Meiji Yasuda unsere Chancen für anorganisches Wachstum“, erläutert Vorstandsvorsitzender Haas die strategischen Ziele des Unternehmens.

Die 2010 eingeleiteten Umstrukturierung im Bereich Erstversicherung des Konzerns sei erfolgreich abgeschlossen. Die Service-Struktur ist auf Kundengruppen ausgerichtet und zentrale Dienstleistungen sind zusammengefasst. 2011 steht der Umbau des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung in Deutschland und der Informationstechnologie-Bereich im Fokus.

Lage im Talanx-Konzern 2010
Die gebuchte Bruttoprämie inklusive der Sparbeiträge aus der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung stieg um neun Prozent von 20,9 auf 22,9 Milliarden Euro. Es handelt sich überwiegend um organisches Wachstum aus der Rückversicherung sowie der Privat- und Firmenversicherung International. Änderungen von Wechselkursen tragen drei Prozentpunkte zur Prämiensteigerung bei.

Das versicherungstechnische Ergebnis war nach außerordentlich geringen Schadenbelastungen im Vorjahr 2010 rückläufig. Das Combined Ratio im Konzern stieg um 4,2 Prozentpunkte von 96,7 auf 100,9Prozent. Die Schaden-/ Kostenquote stieg besonders in den Bereichen Industrie sowie Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Der Verlust im versicherungstechnischen Ergebnis des Konzerns verdoppelte sich von 1 Milliarde auf 2 Milliarden Euro. Grund sei die höhere Beteiligung der Kunden in der Lebensversicherung an den deutlich gestiegenen Kapitalerträgen.

Das Kapitalanlageergebnis erhöhte sich um ein Fünftel von 2,7 auf 3,2 Milliarden Euro. Verbesserungen in der Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie in der Schaden-Rückversicherung zeigten hier eine positive Auswirkung.

Das EBIT verminderte sich um 31 Prozent von 1,5 auf 1 Milliarde Euro.

Die Verschmelzung der Aspecta Lebensversicherung AG auf die HDI-Gerling Lebensversicherung AG war hier die Ursache. Die Rückversicherungsverträge wurden vorzeitig abgelöst und zukünftige Ertragsströme aus dem ehemaligen Aspecta-Portefeuille sind deutlich vorsichtiger als in der Vergangenheit kalkuliert.

Im ausländischen Privatkundengeschäft wurden bei einzelnen Gesellschaften die Schadenreserven dem Niveau des Stammhauses entsprechend angepasst. Gesellschaften mit zu geringen Ergebnisbeiträgen wurden abgewickelt. Diese beiden Maßnahmen führten zu einmaligen Aufwendungen. Die Umstrukturierung der Zentralfunktionen des Konzerns und der damit verbundenen Kosten für die Informationstechnologie belasteten das Ergebnis im Geschäftsjahr.

Das Konzernergebnis ging um mehr als die Hälfte von 485 auf 220 Millionen zurück. Die Eigenkapitalrendite sank in der Folge von 11,8 auf 4,6 Prozent.

Die operative Entwicklung um Talanx für die Zukunft noch besser aufzustellen und ihre Kapitalmarktfähigkeit weiter zu verbessern forderte ihren Preis. Ohne die einmaligen Aufwendungen zur Neuausrichtung des Konzerns, einschließlich eines gegenläufigen Steuerertrages, läge der Konzern im Ergebnis 2010 auf der Höhe des Vorjahres.

Jahresabschluss 2010 der einzelnen Geschäftsbereiche
Der Geschäftsbereich Industrieversicherung erreichte 2010 konstante Bruttoprämien von 3,1 Milliarden Euro. Die Beitragseinnahmen im Haftpflichtgeschäft sind über Anpassungen der Versicherungsprämien nach Schäden gestiegen. Die Transportversicherung litt durch die nachträgliche Verrechnung der vom Umsatz abhängigen Beiträge in den Policen noch unter den Auswirkungen der Wirtschaftskrise des Vorjahres.

Die verdiente Nettoprämie lag wie im Vorjahr bei 1,4 Milliarden Euro. Das versicherungstechnische Ergebnis wurde durch höhere Schadenaufwendungen und Nachreservierungen belastet. In der Versicherungstechnik entstand ein Verlust von 58 Millionen Euro. In 2009 wurde hier noch ein Gewinn in Höhe von 134 Millionen Euro erzielt..

Das Kapitalanlageergebnis verminderte sich von 241 auf 231 Millionen Euro. Nach der günstigen Schadensituation im Vorjahr stieg die kombinierte Schaden-/ Kostenquote von 90,5 auf 104,1 Prozent, folglich brach das EBIT von 334 auf 185 Millionen Euro ein.

Die gebuchten Bruttoprämien im Bereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland erhöhten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um drei Prozentpunkte von 6,6 auf 6,8 Milliarden Euro. Der Verlust im versicherungstechnische Ergebnis stieg um 73 Prozent von 900 Millionen auf 1,6 Milliarden Euro. Grund neben der erhöhten Beteiligung der Versicherungsnehmer an dem gestiegenen Kapitalanlageergebnis war die Verschmelzung der Aspecta auf die HDI-Gerling Lebensversicherung AG. Insbesondere abgelöste Rückversicherungsverträge und die Neukalkulation der zukünftigen Gewinnströme aus dem ehemaligen Aspecta-Portefeuille führten zu einer erheblichen Belastung in der Bilanz.

Das Kapitalanlageergebnis stieg um 31 Prozent von 1,2 auf 1,6 Milliarden Euro. In der Hauptsache in der Folge von Veräußerungsgewinnen, während im Vorjahr noch Abschreibungen infolge der Finanzkrise zu verkraften waren. Die Verluste im EBIT betrugen 44 Millionen nach einem Gewinn von 209 Millionen Euro im Vorjahr.

Das Neugeschäft in der Lebensversicherung ist gemessen am Annual Premium Equivalent (APE), das sich aus den laufenden Prämien zuzüglich 10 % der Einmalprämien zusammensetzt, um elf Prozent von 462 auf 515 Millionen Euro gestiegen.

Mit einem Wachstum der gebuchten Bruttoprämien um 22 Prozent von 1,8 auf 2,2 Milliarden Euro konnte der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International erneut deutlich zulegen. Auch bereinigt von Effekten aus Währungskursen liegt das Wachstum bei 13 Prozent. Den größten Anteil daran hat die brasilianische Gesellschaft HDI Seguros S.A., die umgerechnet in Euro sogar um 45 Prozent zulegt (21 Prozent in Lokalwährung).

Die verdienten Nettoprämien nahmen um 24 Prozent von 1,4 auf 1,7 Milliarden Euro zu. Das Kapitalanlageergebnis konnte um 24 Prozent von 121 auf 150 Millionen Euro gesteigert werden. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote erhöhte sich von 102,5 auf 105,2 Prozent. Das operative Ergebnis lag bei 26 Millionen Euro, nach 42 Millionen Euro Verlust im Vorjahr.

Die gebuchte Bruttoprämie im Bereich Schaden-Rückversicherung erhöhte sich um 10 Prozent von 5,8 auf 6,3 Milliarden Euro. Ohne Effekte aus Währungskursen ein Anstieg um 7 Prozent. Die verdiente Nettoprämie stieg 5,2 auf 5,4 Milliarden Euro. Das Kapitalanlageergebnis stieg um 28 Prozent von 610 auf 779 Millionen Euro. Durch Großschäden erhöhte sich die kombinierte Schaden-/ Kostenquote von 96,7 auf 98,3 Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis brach von 136 auf 78 Millionen Euro ein. Das EBIT stieg von 760 auf 909 Millionen Euro.

Die gebuchten Bruttoprämien in der Personen-Rückversicherung stiegen um zwölf Prozent von 4,5 auf 5,1 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungskurseffekte betrug der Anstieg sieben Prozent. Die verdiente Nettoprämie stieg von 4,1 auf 4,7 Milliarden Euro. Das Kapitalanlageergebnis sank von 525 auf 508 Millionen Euro. Das operative Ergebnis brach von 371 auf 276 Millionen Euro ein. Als Grund für die besseren Ergebnisse im Vorjahr werden die einmaligen Erträge aus dem Erwerb eines US-Lebensrückversicherungsportefeuilles genannt.

Weichen für die Zukunft werden gestellt
In diesem und im nächsten Jahr werden als Schwerpunkt die Umstrukturierung des Bereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland im Fokus stehen, mit dem Ziel einer Reduzierung der Verwaltungskosten um rund 245 Millionen Euro.

Im Vertrieb begann das neue Management des Geschäftsbereichs 2011 damit, die Strukturen einfacher und effizienter zu machen: Bereits im Herbst 2010 wurden die Aktivitäten der Vertriebsgesellschaften Deutsche Privat Vorsorge, Partner Office und Clarus zusammengeführt und mit Blick auf die weitere Umgestaltung des Vertriebsbereichs 2011 an Aragon verkauft. Talanx Deutschland bleibt mit einem Minderheitsanteil beteiligt und arbeitet mit Aragon im Rahmen einer Kooperation zusammen.

Mit dem Verkauf des Rechtsschutz-Privatkundenportfolios an die ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG, einem Beitragsvolumen von rund 59 Millionen Euro, konzentriert sich die Talanx-Gruppe im deutschen Privatkundengeschäft künftig stärker auf Kernkompetenzen. Rechtsschutzversicherungen für Privatkunden bietet die Gruppe zukünftig nur noch gemeinsam mit Roland an. Eine Fortführung des Rechtsschutz-Privatkundengeschäfts hätte unter dem Gesichtspunkt der Profitabilität hohe Investitionen nach sich gezogen und erschien aus diesem Grund als nicht mehr rentabel. In der Industrieversicherung dagegen zählt Rechtsschutz nach wie vor zum Kerngeschäft.

Notwendig sind außerdem Investitionen in die Informationstechnologie der Erstversicherung. Mit Gründung der Talanx Systeme AG, die ihre operative Tätigkeit Mitte des Jahres aufnimmt, verfolgt Talanx das Ziel, die IT-Funktionen hinsichtlich Kosten, Qualität und Geschwindigkeit zu optimieren und so die Effizienz in der Erstversicherung zu steigern.

Bereits in den ersten Monaten des Jahres konnte die Gruppe mit weiteren Zukäufen Erfolge bei der Umsetzung ihrer Wachstumsstrategie melden. In Holland übernahm HDI-Gerling Industrie den Sachversicherer Nassau Verzekering, ein etablierter Nischenversicherer, der sich auf Spezialsparten wie Berufshaftpflicht, D&O und Krisenmanagement konzentriert hat. 2010 erwirtschaftete die Gesellschaft 107 Millionen Euro an Prämien.

Im strategischen Zielmarkt Lateinamerika übernahm die Talanx International AG zum 1. April 2011 die beiden Versicherungsgesellschaften L’Union de Paris Cía. Argentina und L’Union de Paris Cía. Uruguaya. Die bislang in Privatbesitz befindlichen Gesellschaften verzeichneten 2010 rund 44 Millionen Euro an Prämien.

Hohe Belastungen in 2011 erwartet
Insgesamt erwartet der Konzern im laufenden Jahr eine Steigerung der gebuchten Bruttoprämien etwa drei Prozent auf 23 Milliarden Euro. Haas nennt in erster Linie die Industrieversicherung, das internationale Privatkundengeschäft und die Rückversicherung als Wachstumsfelder.
Mit Blick auf die Schadenbelastung dürfte 2011 allerdings zu einem weiteren schwierigen Jahr werden, warnt der Konzernchef, die exorbitant gestiegene Netto-Großschadenbelastung des ersten Quartals 2011 ist mit 675 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch wie die 297 Millionen Euro im Vorjahr und wird Spuren im Ergebnis hinterlassen.

Geschäftsberichte zum Download

Wüstenrot als „Beste Bausparkasse 2011“ ausgezeichnet

Mittwoch, Mai 25th, 2011

Der Fernsehsender n-tv und die FMH-Finanzberatung hat die Bauspartarife von privaten und öffentlich-rechtlichen Bausparkassen unter die Lupe genommen. In vier Modellfällen wurden die Leistungen der Anbieter verglichen.

Die Bausparkasse Wüstenrot belegt in den vier Modellfällen zweimal den ersten und zweimal den zweiten Platz und erreicht damit nach Bewertung der Platzierungen den Gesamtsieg unter allen Testteilnehmern.

Doppelter Testsieger wurde Wüstenrot in der Kategorie „Soforteinzahlung von Bausparverträgen“.

Im ersten Modellfall dieser Kategorie untersuchten die Tester die Höhe der benötigten Soforteinzahlung, um sich innerhalb eines festgelegten Zeitraums von fünf Jahren eine Bausparsumme von 100.000 Euro zu sichern. Gleichzeitig sollte die Rückzahlungsrate 500 Euro nicht übersteigen.

Mit einer Einmalzahlung von nur 36.480 Euro stellt der Tarif „Ideal-Bausparen“ von Wüstenrot das mit Abstand attraktivste Angebot für den Kunden dar. Zum Vergleich: Beim Testletzten beträgt diese Summe 48.500 Euro beziehungsweise 12.000 Euro mehr.

Im zweiten Modellfall in der Kategorie „Soforteinzahlung“ sollte nach vorgegebenen Kriterien (Soforteinzahlung von 100.000 Euro; Bau/Kauf in 48 Monaten; Rückzahlungsrate maximal 1.200 Euro) eine möglichst hohe Bausparsumme zugeteilt werden.

Hier liegt Wüstenrot mit 246.000 Euro über 45.000 Euro vor dem Schlusslicht der Tabelle.

Bei den Bauspartarifen mit „Regelsparraten“ belegte Wüstenrot in den vorgegebenen Modellfällen mit minimalem Rückstand auf den Testsieger jeweils den zweiten Platz.

„Die Ergebnisse der Untersuchung von FMH und n-tv sind für uns aus zweierlei Gründen sehr erfreulich“, kommentiert Bernd Hertweck, Vertriebsvorstand von Wüstenrot, das Ergebnis. „Die Spitzenplätze unterstreichen zum einen die hohe Attraktivität der Wüstenrot-Finanzierungstarife für den Kunden im steigenden Zinsumfeld. Dies ist für angehende Bauherren derzeit besonders wichtig. Zum zweiten belegt der Gesamtsieg aus der Addition der verschiedenen Modellfälle, dass die Philosophie von Wüstenrot – attraktive Produkte zu fairen Konditionen passend für die jeweilige Zielgruppe zu bieten – keinen Marktvergleich scheuen muss. Es ist daher kein Zufall, dass sich die Testsiege von Wüstenrot in den letzten Jahren häufen“.

Wie bei den mehrfach ausgezeichneten Wohn-Riester-Tarifen hat die Bausparkasse Wüstenrot auch bei der Produktentwicklung von „normalen“ Bausparverträgen von Anfang an auf Kundenfreundlichkeit und marktgerechte Bedingungen geachtet.

„Der Testsieg bei n-tv und FMH bestätigt diesen Weg, der auch immer mehr Kunden von unseren Produkten und Leistungen überzeugt“, erläutert Hertweck das Ergebnis.

Wüstenrot erreichte im Jahr 2010 einen überproportionalen Anstieg des abgeschlossenen Geschäfts um über 33 Prozent auf eine Brutto-Bausparsumme von 14,7 Milliarden Euro. Dies sei mit Abstand der beste Wert in der fast 90-jährigen Unternehmensgeschichte. Auch im ersten Quartal 2011 erzielte Wüstenrot, nach eigenen Angaben, ein Wachstum von 31 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro im Brutto-Neugeschäfts nach Bausparsumme .

Strom vom Dach und nachhaltige Geldanlagen

Mittwoch, Mai 18th, 2011

Wer gerne in alternative Energien, wie Solaranlagen investiert, sollte den direkten Weg über das eigene Dach wählen. Aufbau und Betrieb von Photovoltaik-Anlagen sind heute einfach umzusetzen. Sieben bis acht Prozent Rendite können Hausbesitzer über diese Investition erzielen.

Wer kein eigenes Dach hat kann über den Aktienmarkt investieren. Hersteller und Betreibern wie Yingli Green Energy, Centrotec und Solarworld (Solar), Nordex und Vestas (Windanlagen) stehen den Investoren offen.

Wer weder ein Dach besitzt noch Aktien wegen ihren Kursschwankungen haben will, kann in Anleihen und Genussrechte investieren. Renditen über sechs Prozent sind möglich. Konkret verzinste Solarworld seine Anleihen mit 6,125 Prozent jährlich. Die Anleihe von Windreich bietet sogar 6,5 Prozent Zinsen. Die Nürnberger Umweltbank bietet alternativen Investoren zahlreiche Genussscheine, die mit rund sechs bis sieben Prozent rentieren und und überschaubar zehn Jahre lang laufen.

Tag der Pflege: Deutsche haben kein Vertrauen in die Politik

Mittwoch, Mai 11th, 2011

Der Internationale Tag der Pflege jährt sich am 12. Mai 2011 zum 44. Mal. Seit 1967 wird am Geburtstag von Florence Nightingale all jenen Menschen gedacht, die sich für die Pflege kranker Personen einsetzen. Eine aktuelle Umfrage der GfK-Gruppe zeigt mangelndes Vertrauen der Deutschen in die Kompetenz der Bundesregierung im Thema Pflege.

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe VVaG stellt zum internationalen Jahrestag der Pflege eine aktuelle Pflege-Umfrage vor, die aufzeigt dass in Deutschland das Vertrauen in die Politik im Thema Pflege gering ist. Von dem Münchner Versicherer wurde das Meinungsforschungsinstitut GfK mit der Durchführung der Umfrage beauftragt. Die GfK befragte 1.013 Bürger.

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland steigt aufgrund der demografischen Entwicklungen stetig. Waren es laut offizieller Pflegestatistik des Bundes rund 2,4 Millionen Pflegebedürftige in 2009, werden es 2030 rund eine Millionen Menschen mehr sein. Die gesetzlichen Kassen sind schon heute am Rand ihrer finanziellen Möglichkeiten.

Großer Vertrauensverlust in die Problemlösungskompetenz der Politik

Die Bundesregierung ist am Zug, das Pflege-System der demographischen Entwicklung entsprechend umzugestalten. Doch viele Deutsche haben laut der Studie längst das Vertrauen in die Regierung verloren und scheint stark verunsichert – fast wie gelähmt. Über dreiviertel der Befragten glauben, dass die Bundesregierung das Problem nicht lösen kann (76,3 Prozent der Befragten).
Obwohl sich im Vergleich zur früheren Pflegeumfrage des Münchener Verein aus 2008 die Abschlussplanung nahezu verdoppelt hat, beabsichtigen die Wenigsten eine zusätzliche private Absicherung in 2011.

„Wer warten möchte, ob und was genau bei der Pflegereform beschlossen wird, wartet vielleicht vergebens. Besser eine Absicherung mit Reformoption wählen, die es einfach ermöglicht, nach neuen gesetzlichen Rahmendaten in ein entsprechend reformangepasstes Modell zu wechseln“, rät Dr. Rainer Reitzler, Vorstandsvorsitzender der Münchener Verein Versicherungsgruppe.

Die Deutschen haben einen guten Überblick über Pflegekosten

Die Bürger wissen ziemlich genau, was im Pflegefall finanziell auf sie und möglicherweise auch auf ihre Familien zukommt. Jeder dritte Befragte schätzt die Kosten bei Pflegebedürftigkeit mit mehr als 2.500 Euro monatlich realistisch ein – ein Indiz, dass das Bewusstsein der Bürger zum Pflegethema steigt.

In der heutigen Situation kostet bei Pflegestufe III eine Pflegeheimunterbringung monatlich rund 3.400 Euro. Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung fungiert dabei allerdings nur als Grundabsicherung, denn sie steuert ab dem kommenden Jahr rund 1.550 Euro bei. Kann der Pflegebedürftige diese finanzielle Lücke von 1.850 Euro nicht selbst aufbringen, ist er auf die finanzielle Unterstützung durch Angehörige oder durch das Sozialamt angewiesen.

Fast jeder Vierte kann pflegebedürftige Angehörige aber nicht finanziell unterstützen!In der Befragung wurde auch ermittelt, ob und in welchem Umfang die Familie im Pflegefall eines Angehörigen Diesen überhaupt unterstützen kann.
Fast jeder vierte Bundesbürger (23,9 Prozent von 1.013 Befragten) sieht sich finanziell nicht in der Lage, pflegebedürftige Familienangehörige finanziell zu unterstützen.

Insbesondere jeder vierte Rentner kann nichts selbst finanziell aufbringen. „Das ist alarmierend. Denn das ist jene Generation, die aktuell noch von dem gesetzlichen Rentensystem profitiert“, gibt Dr. Reitzler zu bedenken.

Hoffnungsschimmer: Bereitschaft zu persönlichem Engagement

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen aber auch, dass viele Bürger bereit sind, einige Zeit in die Pflege von Angehörigen zu investieren – jeder Vierte sogar mehr als 30 Stunden pro Woche, was einem Vollzeitjob gleichkommt.

Dies stützt die Ansätze der Politik bezüglich der Familienpflegezeit. Gleichzeitig zeigt das Ergebnis auch, dass man bereits heute beim Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherungen großen Wert darauf legen sollte, dass diese auch bei Pflege durch Laien, statt Fachpersonal,  zahlt.

Angesichts der Umfrage-Ergebnisse fordert Dr. Reitzler: „Es wird Zeit, dass die Politik das System der Pflegeversicherung endlich für heutige und zukünftige Generationen demografiefest umbaut – und es wird Zeit, dass sich jeder Bundesbürger eigenverantwortlich mit der Pflegeproblematik auseinandersetzt!“

Für interessierte Blog-Leser: Download der GfK-Umfrage zum Thema Pflege

AWD schickt weniger Geld in die Schweiz

Dienstag, Mai 3rd, 2011

Der deutsche Finanzvertrieb AWD aus Hannover hat im ersten Quartal 2011 einen Betriebsgewinn (EBIT) von 9,5 Millionen Euro erzielt und damit weniger Ertrag an seine Schweizer Muttergesellschaft Swiss Life abgeliefert.

Dies entspreche gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Rückgang von drei Prozent. Der Umsatz, vor allem die Provisionen, sei jedoch um ein Prozent auf 135,1 Millionen Euro gestiegen. Die Zahl der AWD-Verkäufer sank gegenüber dem 31. Dezember 2010 um zwei Prozent auf 5198.

Die Region Deutschland sei mit einem Umsatzbeitrag von 64 Prozent, nach wie vor, das größte Segment der AWD-Gruppe, teilte der Vertrieb aus Hannover mit. Im Berichtszeitraum erzielten die vier Gesellschaften (AWD Deutschland, Horbach, Tecis und Proventus) insgesamt einen Umsatz von 86 Millionen Euro. Das seien 2,4 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Aufgrund der leichten Umsatzverbesserung und des Sparkurses habe die Region Deutschland wieder einen erheblichen Beitrag zum Gesamtergebnis der Gruppe geleistet. So stieg der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern um 3,4 Millionen Euro auf 11,8 Millionen Euro.

Der Versicherer Swiss Life meldet operative Fortschritte. Die Gruppe habe ihre Ausrichtung auf profitables Wachstum und stetige operative Verbesserungen fortsetzen können. Die Einnahmen in Bruttoprämie fielen jedoch um zehn Prozent auf 6,8 Milliarden Schweizer Franken. Bruno Pfister, Präsident der Konzernleitung von Swiss Life, zeigte sich dennoch zufrieden: „Insbesondere in für uns strategisch wichtigen Marktsegmenten – so zum Beispiel im Kranken- und im fondsgebundenen Vorsorgegeschäft in Frankreich, bei den Risikoversicherungen in Deutschland und im Kollektivgeschäft Leben in der Schweiz – konnten wir überproportional wachsen.“

In Frankreich sanken die Einnahmen an Prämien des Versicherers um zwei Prozentpunkte auf 1,190 Milliarden Franken. Vor dem Hintergrund des stark rückläufigen Lebensversicherungsmarktes stelle dies ein gutes Resultat dar.

In Deutschland verlor der Mutterkonzern Swiss Life vier Prozent an Prämien, das Volumen lag im ersten Quartal bei 469 Millionen Franken. Dieser Rückgang sei auf die angestrebte Reduktion bei den Einmalbeiträgen in der Lebensversicherung zurückzuführen, teilte die Swiss Life mit.