Archive for Juli, 2011

Nürnberger mit neuer Rente für betriebliche Altersvorsorge

Samstag, Juli 30th, 2011

Sicherheit und hohe garantierte Leistungen sind wichtige Auswahlkriterien bei der Altersvorsorge. Das gilt erst recht für die betriebliche Altersversorgung (bAV). Die Nürnberger Versicherungsgruppe hat ihr Sortiment in der bAV um den Tarif Optimum Garant erweitert. Die garantierte Rente liegt hier auf dem hohen Niveau der besten konventioneller Rentenversicherungen im Markt – bei gleichzeitig attraktiven Chancen auf eine höhere Rendite.

Der neue Tarif Optimum Garant der Nürnberger zählt zur Gruppe der fondsgebundenen Rentenversicherungen mit einer Rentengarantiezeit und garantierter Erlebensfallleistung. Er wurde so konzipiert, dass die garantierte Altersrente und das garantierte Ablaufkapital trotz der durch die Anlage in Investmentfonds bedingten Schwankungen höher sind als bei den meisten Rententarifen.

Abgeschlossen werden kann der Optimum Garant als beitragsorientierte Leistungszusage im Durchführungsweg Direktversicherung und in Kürze wird er, nach Angaben des Versicherer aus Nürnberg, auch als Pensionskassenversicherung verfügbar sein.

Durch Anwendung eines effizienten Sicherungsverfahren für die hohen Garantien können attraktive Gesamtleistungen erreicht werden. Jeden Monat teilt die Nürnberger das Vertragsguthaben neu auf. Je nach Entwicklung der Börse ändert sich das Verhältnis zwischen Garantiefonds, der konventionellen Anlage und dem zusätzlichen, vom Kunden gewählten Fonds(-depot).

Zusätzlich bietet das neue Tarifangebot über eine Wertsicherung die Möglichkeit, einen einmal erzielten Vertragswert vollständig oder teilweise dauerhaft für den Kunden zu sichern.

Eine Neuerung stellt das sogenannte Rebalancing der Fondsanlage dar. Durch die unterschiedliche Wertentwicklung der in einem Depot enthaltenen Fonds ändert sich im Lauf der Zeit deren Gewichtung: Zum Beginn jedes Versicherungsjahres (erstmals zum 6. Jahr) wird das Investment beim Rebalancing wieder auf die ursprünglich vorgegebene prozentuale Aufteilung zurückgesetzt, das Gleichgewicht der Anlage also sinnvoll wiederhergestellt. Vergangenheitsbetrachtungen zeigen, dass Rebalancing zu einer Erhöhung der Rente über die optimierte Ablaufleistung führen kann.

Die Nürnberger Lebensversicherung AG als Garantiegeber des Optimum Garant verfügt über eine hohe Finanzstärke, dies belegen aktuelle Ratings von Fitch („stark“; Stand 09/10) und Morgen & Morgen („sehr gut“; Stand 10/10). Die bAV-Durchführungswege des Nürnberger Versicherer werden regelmäßig in Ratings ausgezeichnet und schneiden in Versicherungsvergleichen in der Spitzengruppe sehr gut ab.

Zahnzusatzpolice der UKV im Test mit „gut“ bewertet

Freitag, Juli 29th, 2011

München. Mit der Note „gut“ (2,1) hat die Zeitschrift Focus Money in ihrer Ausgabe vom 27. Juli 2011 den Tarif Zahn-Premium der Union Krankenversicherung AG (UKV) und der Bayerischen Beamtenkrankenkasse AG bewertet. Es wurden im Test 71 private Zahnzusatztarife verglichen. Die beiden privaten Krankenversicherungen gehören zur Versicherungskammer Bayern.

Der Tarif Zahn-Premium bietet hochwertige Leistungen bei Zahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie, für Brillen und Kontaktlinsen sowie bei Erkrankungen im Ausland.

Das Tarifangebot richtet sich an gesetzlich Krankenversicherte, die Wert auf eine umfassende Zahnbehandlung nach modernsten Standards legen, sprich: wenn sie auf Implantate, Inlays, Onlays und Kunststoff-Füllungen sowie Kronen, Brücken und Prothesen mit vollkeramischen Verblendungen nicht verzichten möchten.
Der Tarif Zahn-Premium übernimmt 90 Prozent der Kosten für zahnmedizinische Leistungen – auch dann, wenn die gesetzliche Krankenkasse nicht leistet. Der Zusatzschutz stützt sich auf ein hochwertiges Preis- und Leistungsverzeichnis für zahntechnische Laborarbeiten und Materialkosten.

Bei Antragstellung müssen lediglich fünf Fragen zum Gesundheitszustand beantwortet
werden.

Alpendollar bald so viel wert wie der Euro

Donnerstag, Juli 28th, 2011

Wird ein „Alpendollar“ demnächst gegen einen Euro getauscht? Der Schweizer Franken hat seit Mitte 2011 zum Euro und auch zum US-Dollar etwa zehn Prozent gewonnen. Aktuell werden für einen Euro zirka 1,15 Franken verrechnet, zu Jahresbeginn 2011 waren es fast zehn Rappen mehr. Im Herbst 2007, vor Ausbruch der US-Finanzkrise, wurden noch 1,70 Franken gezahlt.

Die Leitwährungen stehen wegen der Schuldenkrise in Europa und den USA im Fokus. Auf der Suche nach einem sicheren Hafen finden die Anleger in letzter Zeit kaum noch Alternativen. Weder Euro noch der US-Dollar sind derzeit zu hundert Prozent eine sehr verlässliche Anlage. Dem japanischen Yen trauen viele wegen der hohen japanischen Staatsverschuldung auch nicht.
Der Franken hat sich dagegen seit Jahrhunderten als eine Krisenwährung bewährt. Aus Sicht der von vielen Finanzmarkt-Experten und Marktbeobachtern grenzt sich die Schweiz durch ein gutes Schuldenmanagement ab. Die Wachstumsdynamik ist hoch, die Bewertung der Bonität durch die internationalen Agenturen für Ratings geradezu euphorisch.

Parität zum Euro in Reichweite
Angesichts der schwelenden Schuldenkrisen der Staaten würde der Franken gestärkt. Kurs-Parität könnte das nächste Ziel der Alpenwährung sein. Für die exportorientierte Schweizer Wirtschaft wird die eigene teure Währung immer mehr zur Belastung. Die ersten Unternehmen sahen sich im Handel und Export schon zu ersten Preissenkungen gezwungen.
Ein Rezept gegen die Aufwertung der heimischen Währung haben die Schweizer Eidgenossen bisher nicht gefunden. Ein großes Thema ist deshalb die Frage, ob die eidgenössische Notenpresse angeworfen wird und mehr Franken in den Umlauf kommen. Zuletzt hatte die Schweizer National Bank (SNB) im Jahr 2010 viele Milliarden von Euro aufgekauft ohne eine Abwertung des Franken zu erreichen. Stattdessen hat die Notenbank ihre eigenen Bücher damit schwer belastet; ihre Eigenkapitalquote ist deutlich gesunken.
Eurozinsen sind besser und USA kommt zurück
Wenn sich die Hysterie um die Verschuldung im Euro-Raum erst einmal gelegt habe, könnte auch der Franken wieder an Attraktivität verlieren. Die Leitzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) liegen inzwischen bei 1,5 Prozent, während der Leitzins der Schweizer Eidgenossenschaft nur bei 0,25 Prozent liegt.

Spätestens mit einer Wende der Zinsen in den USA wird der Franken auf seiner Bergtour wohl wieder Konkurrenz bekommen. Ab 2012 könnte der US-Dollar deutlich an Kraft gewinnen und von seinem Ruf als Weltleitwährung profitieren. Bei nahezu jedem zweiten internationalen Devisengeschäft wechseln US-Dollar-Noten den Besitzer. Folglich ist der Franken keine echte Alternative zum Dollar, weil der Schweizer Markt dafür viel zu klein ist.

Universa sieht PKV als Vorbild für die GKV

Dienstag, Juli 26th, 2011

Nürnberg 25.07.2011 Die Universa Versicherungen zogen für das Geschäftsjahr 2010 eine positive Bilanz. Die Beitragseinnahmen sowie das Ergebnis aus Kapitalanlagen konnten erneut gesteigert werden. Bei gleichzeitig stabilen Leistungsaufwendungen und einem sinkenden Betriebsaufwand konnte das Geschäftsergebnis nach Steuern um 28,9 Prozent gesteigert werden.

Die Beitragseinnahmen der Universa stiegen 2010 um vier Prozent von 593,6 auf 617,4 Millionen Euro. Das Ergebnis aus den Kapitalanlagen stieg um 5,3 Prozent von 143,1 auf 150,8 Millionen Euro. Das Geschäftsergebnis nach Steuern wuchs von 74,0 auf 95,4 Millionen Euro und lag 2010 um 28,9 Prozent höher als im Vorjahr. Das Eigenkapital zur langfristigen Sicherung der Ansprüche der Versicherten konnte um elf Prozent von 138,6 auf 153,8 Millionen Euro erhöht werden.

Die Zuführung zur Rückstellung für die Beitragsrückerstattung (RfB) wurde um 30,9 Prozent von 60,8 auf 79,6 Millionen Euro erhöht.

Überdurchschnittliche Ergebnisquote in der Krankenversicherung

Im der Sparte Krankenversicherung konnte die Universa die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote im vergangenen Geschäftsjahr auf 12,9 Prozent steigern und liegt damit über dem Branchendurchschnitt. Durch die Rücknahme der Dreijahres-Übertrittsfrist in der gesetzlichen Krankenkasse konnte in der Kranheitskostenvollversicherung ein deutlicher Zuwachs bei Arbeitnehmern verzeichnet werden. Die Neukunden entschieden sich, nach Angaben des Versicherers, zum Großteil für die klassischen, qualitativ hochwertigen Bausteintarife, die bereits seit den 70-er Jahren angeboten werden. Ein starkes Argument, bei Kunden wie Vermittlern, sei das branchenweit führende Tarifwechselrecht des Versicherers, über das Versicherte jederzeit aus bis zu 222 Tarifalternativen ohne erneute Gesundheitsprüfung wählen und damit ihr Preis-Leistungs-Verhältnis optimieren können.

Sehr nachgefragt wurden auch die neuen Zahnzusatztarife. „Die Strategie, bei einem Massenprodukt auf Gesundheitsfragen zu verzichten und den Abschluss damit zu erleichtern, ist aufgegangen“, berichtet Gerhard Glatz, Vorstandsvorsitzender der Universa.

Für das laufende Jahr plane der Krankenversicherer die Rechte der Versicherten durch AVB-Verbesserungen für das Neugeschäft und den Bestand weiter zu stärken sowie
einen neuen Beitragsentlastungstarif auf den Markt zu bringen, mit dem Steuervorteile durch das Bürgerentlastungsgesetz optimal genutzt werden können.

Hohe Solvabilität in der Lebensversicherung

In der Lebensversicherung konnte ein gutes Neugeschäft den natürlichen Abgang durch
Abläufe vor allem bei Kapitalversicherungen nicht ganz ausgleichen. Im Zentrum der Nachfrage standen 2010 private Rentenversicherungen, insbesondere die staatlich geförderte und fondsgebundene Rentenversicherung. Die gebuchten Bruttobeiträge sanken etwas von 98,9 auf 97,7 Millionen Euro.

„Auf kurzfristige Kapitalisierungsgeschäfte über Einmalbeiträge haben wir bewusst verzichtet“, erklärte Glatz. Trotz niedrigem Zinsniveau erzielte der Lebensversicherer im vergangenen Jahr erneut eine Nettoverzinsung von vier Prozent. Mit 4,2 Prozent liegt die durchschnittliche Nettoverzinsung der letzten drei Jahre weiter über dem Branchenwert von derzeit vier Prozent.

Erfreuliche Entwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung

Der Markt der Schaden- und Unfallversicherung befindet sich seit Jahren aufgrund von
Marktsättigung in einem intensiven Preiswettbewerb. Die Universa erreichte in dieser Sparte ein versicherungstechnisches Ergebnis von 5,2 Millionen Euro.

Die Combined-Ratio, welche die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und die Betriebskosten im Verhältnis zu den Bruttobeiträgen angibt, beträgt 86,2 Prozent und liegt weiter unter dem Branchendurchschnitt.

Besonders nachgefragt war auch das spartenübergreifende Markenprodukt „Tip-Top Tabaluga“, das als ganzheitliches Kinder-Vorsorgekonzept insbesondere Eltern, Großeltern und Paten angeboten wird. In der privaten Haftpflichtversicherung konnte eine Beitragsrückerstattung geleistet werden und auf eine Beitragsanpassung verzichtet werden.

Sozialbilanz und VIP-Service für den Vertrieb eingerichtet

Im Innendienst beschäftigt sind bei der Universa 754 Mitarbeiter und im Außendienst 572. Die Anzahl der bundesweit ungebundenen Vertriebspartner konnte im Jahr 2010 von 6.242 auf 6.808 gesteigert werden. Neu eingeführt wurde ein VIP-Service für Vermittler, die auf diesem Weg spartenübergreifend in der Personenversicherung einen Direktkontakt zu Risikoprüfern in der zentralen Hauptverwaltung erhalten und damit in der Beratung den Weg vom Antrag zum Vertrag deutlich verkürzen können. Bei aktuellen Servicetests und Awards im Vertrieb spiegelte sich dies in Bestbewertungen wider.

Für die eigenen Mitarbeiter wurde ein neues Betriebliches Gesundheitsmanagement sowie ein „Work-Life-Balance“-Konzept eingeführt. „Die demografische Entwicklung und die Rente mit 67 macht auch vor unseren Mitarbeitern nicht Halt. Mit den neuen Programmen wollen wir die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter stärken und sie unterstützen, die beiden Lebensbereiche Beruf und Privatleben bestmöglich in Einklang zu bringen“, erklärt Vorstandschef Glatz das Programm.
Auch in neue Informationstechnologien wurde kräftig investiert. So entschied man sich zu einem Umstieg vom Großrechner zu Linux-Servern. Neben einer schnelleren Verarbeitung und höheren Ausfallsicherheit war auch die Kostenersparnis ausschlaggebend. „Durch den Umstieg sind wir unabhängig von Herstellern und sparen jährlich über eine Million Euro an Lizenzgebühren sowie erhebliche Hardwarekosten“, so Glatz.

Positiven Trend soll sich nachhaltig fortsetzen

Die positive Wirtschaftsentwicklung könne dazu beitragen, dass wieder mehr Verbraucher in langfristige Vorsorge investieren. Durch die Kaufzurückhaltung der vergangenen Jahre sei ein gewisser Nachholbedarf entstanden, erläutert Versicherungschef Glatz. In der Lebensversicherung würde aufgrund der Garantiezinsabsenkung von ab 2,25 auf 1,75 Prozent in 2012 im Geschäft zum Jahresende 2011 noch eine steigende Nachfrage erwartet. Für die Zukunft werden auch für fondsgebundenen Varianten, neue innovative Garantiemodelle im Angebot stehen. Bei der Riesterrente sei es der Universa gelungen, über ein „Drei-Topf-Modell“ aus Deckungsstock, Wertsicherungsfonds und freie Fondsanlage eine attraktive Alternative zu klassischen Produkten im Markt anzubieten.

PKV sei ein Vorbild für die GKV

In der Krankenversicherung hat sich die private Krankheitskostenvollversicherung als krisensicher und demographiefest erwiesen. Die Alterungsrückstellungen und damit das Zukunftskapital der Versicherten konnte branchenweit auf 155 Milliarden Euro ausgebaut werden. Im Gegensatz hierzu stehen sowohl die gesetzliche Krankenversicherung als auch die soziale Pflegeversicherung vor großen Problemen. Durch den demografischen Wandel stößt das System der Umlagefinanzierung, in der aktuelle Einnahmen die laufenden Ausgaben decken müssen, zunehmend an seine Grenzen.

Für die bevorstehende Pflegereform fordert Vorstandsvorsitzender Glatz die Einführung einer kapitalgedeckte Pflege-Zusatzversicherung, bei der nach dem Vorbild der PKV nachhaltige Alterungsrückstellungen unter dem Eigentumsschutz privatrechtlicher Verträge zukunftssicher angelegt werden.

Alternative Sachwertpolice der Assekuranz

Sonntag, Juli 24th, 2011

Ökonomen prognostizieren einen Anstieg der Inflation. Anleger flüchten in Sachwerte. Die Sachwertpolice der Lebensversicherung von 1871 a. G. München (LV 1871) soll die Vorteile der Sachwerte mit eine fondsgebundenen Lebensversicherung kombinieren.

Rolf Schünemann, Vertriebschef der LV 1871 meint: „Die gefühlte Inflation beim Kunden fällt wesentlich höher aus als die gemessene.“ Die LV 1871 habe einen Bedarf im Markt erkannt und reagiert. Das neue Fondspolicen-Angebot konzentriere sich ausschließlich auf Sachwerte. Dazu gehören Bodenschätze (Gold) und landwirtschaftliche Rohstoffe genauso wie Beteiligungen an Immobilien oder Unternehmen.

Steuerfrei und staatlich gefördert
Der Vorteil der Sachwertpolice: Kapitaleinkünfte bleiben während der Laufzeit steuerfrei. Entsprechend höher fällt der Zinseszinseffekt aus. Am Vertragsende können Kunden von der hälftigen Steuerfreiheit der Erträge profitieren oder von der günstigen Ertragsanteilbesteuerung. Wer die Sachwertpolice im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge oder als Riester- oder Basisrente abschließt, erhält zusätzlich staatliche Förderung. Die neue Sachwertpolice gibt es ab einer monatlichen Prämie von 25 Euro.

Strategisch investieren
Für die Anlage in Sachwerte stehen zwei Strategiefonds der Warburg Invest zur Wahl. Beide investieren weltweit in Sachwerte. Dabei strebt der Strategiefonds Warburg Sachwerte Global eine reale Rendite von mindestens vier Prozent über der offiziellen deutschen Inflationsrate an. Damit eignet er sich ideal für die Vorsorge. Für die Einmalanlage bestimmt ist der Strategiefonds Warburg Sachwerte Global Defensiv. Er peilt eine Realrendite von mindestens zwei Prozent über der Inflationsrate an – unabhängig von der Entwicklung der Kapitalmärkte.

Dietmar Braun

Investiere den Euro in Dich selbst statt in Andere

Donnerstag, Juli 21st, 2011

Wohin mit dem Geld wenn der Euro in der Krise steckt? Eine Idee wäre endlich in sich selbst zu investieren. In die eigene Gesundheit und in die irgendwann notwendige Pflege zu investieren, auch eine selbst genutzte Immobilie kann eine Lösung sein. Die eigene Altersvorsorge bei einem deutschen Versicherer ist eine nachhaltige Lösung, zumal die Assekuranz Währungsreformen und Geldentwertungen auch in der Vergangenheit immer bestens bewältigt hat. Die Finanzmarktkrise war keine Versicherungskrise.

Am Anfang des Euro als Währung standen keine volkswirtschaftlichen Planungen. Der Euro ist der Preis Deutschlands für die Zustimmung Frankreichs zur Wiedervereinigung. Der größte Fehler bei der Geburt des Euro war, dass auf die gleichzeitige Schaffung einer europäischen Steuerunion verzichtet wurde. Währungsunionen sind historisch gescheitert, wenn es keine Steuerunion und keine politische Union gegeben hat.

Die nachträgliche Einführung einer europäischen Steuerunion würde zwar gleiche Spielregeln für alle am Euro teilnehmenden Staaten schaffen, aber vermutlich wird eine solche Lösung vor allem an uns Deutschen, unserem Parlament und Verfassungsgericht scheitern. Die Deutschen müssten falls eine Steuerunion Wirklichkeit würde deutlich über 700 Milliarden Euro finanzieren, das würde den Bundeshaushalt sprengen. Schon heute sind in Deutschland diskutierte sieben Milliarden Euro Steuererleichterungen politisch nicht durchsetzbar, obwohl man zu Lasten der deutschen Steuerzahler von Seiten der deutschen Regierung Verpflichtungen über mehrere 100 Milliarden Euro eingeht, für Versäumnisse und Verfehlungen, die in anderen Ländern entstanden sind.

Die Aufnahme schwacher Staaten ohne ein gut funktionierendes Steuersystem, wie Griechenland, wurde mit gefälschten Zahlen bewerkstelligt nur um den Euro als ein erfolgreiches Jahrtausendwerk der Bevölkerung zu präsentieren. Kleinen Staaten, wie Irland, wurde es gestattet, zu Lasten anderer europäischer Staaten, der eigenen Steuereinnahmen und Staatsfinanzen, quasi als Steueroase oder Steuersparland Unternehmen und Konzerne auf die kleine grüne Insel zu locken.

Mit der Krise in Italien bekommt die Situation rund um den Euro eine neue Dimension. Der italienische Markt für Staatsanleihen ist der drittgrößte der Welt nach dem von den USA und Japan. Der Markt für Staatsanleihen in Italien ist vor allem größer als der von Spanien, Portugal, Griechenland und Irland zusammen.

Was bedeutet die Euro-Krise für deutsche Anleger?

Deutsche Anleger müssen versuchen, ihr Geld irgendwie vernünftig zu sichern. Eine andere Lösung gibt es nicht. Eine vernünftige Anlagepolitik, wie sie vor Jahrzehnten noch machbar war, funktioniert heute nicht mehr. Der risikolose Zins, für ein Rentenpapier, Schatzbriefe oder die Anleihe eines erstklassigen Schuldners, liegt heute tiefer als die Inflationsrate. Nach dem Steuerabzug bleibt real nur ein Verlust. Das ist die nackte Realität. Der nominelle Jahreszins ist so gering, dass dieser in einer einzigen Tagesschwankung am Markt verloren gehen kann. Das sind die schwierigsten Bedingungen seit siebzig Jahren, um als Sparer sein Geld langfristig anzulegen oder zumindest dessen Kaufkraft zu sichern.

Zumindest eine  Alternative ist die Investition des Geldes in die eigene Gesundheit, Altersvorsorge, Pflegeleistungen, die eigen genutzte Immobilie oder eine eigene Wohnung in einer Seniorenanlage, die für eine spätere Eigennutzung zur Verfügung steht. Versicherer und Immobilien haben auch schon in der Vergangenheit Währungskrisen und Währungsreformen außerordentlich gut überstanden. Wer unbedingt etwas in Händen halten will kann auch über eine Investition in Gold oder Edelmetalle nachdenken, aber dort sollte man nicht mehr als ein Zehntel seines Geldes investieren und die Einkaufspreise haben eine Besorgnis erregenden Höhe erreicht. Der einzige goldene Rat scheint also zu sein, in sich selbst, die eigene Gesundheit und Pflege zu investieren und für eine Wohnunterkunft im Alter zu sorgen. Gute kleine Investitionen sind auch die eigene Weiterbildung, Literatur oder in Erholung und Entspannung, wie Reisen und gutes Essen.

Fazit: Warum eigentlich nicht in sich selbst investieren? Fragen Sie nicht was die Politik für sie tun kann, sondern übernehmen Sie für sich selbst die Verantwortung und sprechen Sie mit Experten, die mehr von Geld verstehen als Politiker.

Deutsche Schaden- und Unfallversicherer berichten zu 2011

Donnerstag, Juli 21st, 2011

2011-07-21 Die Versicherungskunden profitieren, nach Angaben des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft (GDV), von der Entwicklung der Unternehmen. Nach wie vor können die deutschen Versicherer ihren Kunden eine hohe Leistungsfähigkeit zu günstigen Prämien bieten. Der GDV veröffentlichte heute in Berlin eine Hochrechnung der Geschäftsergebnisse für 2011.

Die deutschen Schaden- und Unfallversicherer blicken mit Zuversicht auf das laufende Geschäftsjahr. Der Grund hierfür sind die leicht steigende Betragseinnahmen und ein stagnierendes Schadenniveau. Die Beiträge der Schaden- und Unfallversicherer steigen nach eigener Prognose um 2,4 Prozent, die Aufwendungen für Schäden legen gegenüber dem Vorjahr um voraussichtlich 0,2 Prozent zu. Die Schaden-Kostenquote – die so genannte Combined Ratio – wird in Höhe von 97 Prozent erwartet, das ist allerdings nur ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr.

Erstmals seit zwei Jahren steigt auch wieder der versicherungstechnische Gewinn, er geht laut Hochrechnung von 1,2 auf rund 1,8 Milliarden Euro nach oben. „Die Schaden- und Unfallversicherer wachsen und die wetter-bedingten Schäden sind in diesem Jahr deutlich zurückgegangen“, erklärt Robert Pohlhausen, Vorsitzender des GDV-Hauptausschusses Schaden- und Unfallversicherung.

Die Zwischenbilanz der Schaden- und Unfallversicherer fällt etwas positiver aus als zum gleichen Zeitpunkt 2010. Im vergangenen Jahr sorgten Stürme im Winter, Frost und Überschwemmungen für steigende Ausgaben der Versicherer.

Geschäftsentwicklung nach Sparten

Trendwende in der Kraftfahrtversicherung und Zunahme von Glasschäden

In der Kraftfahrtversicherung ist nach sieben Jahren die Trendwende vollzogen: Die durchschnittlichen Beiträge in der Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung nehmen voraussichtlich um ein bis zwei Prozent zu. Demzufolge steigen die Beitragseinnahmen nach der GDV-Prognose um 3,4 Prozent. Allerdings reichen sie nicht aus, um bereits Gewinn zu erwirtschaften. Die Kraftfahrtversicherer rechnen mit einem versicherungstechnischen Verlust von 1,1 Milliarden Euro, 2010 waren es noch 1,5 Milliarden Euro.

Die Entwicklung der Schäden bleibt besorgniserregend: In der Vollkaskoversicherung steigen die Ausgaben für Schäden um vermutlich 4,5 Prozent und in der Teilkaskoversicherung um voraussichtlich 2,0 Prozent. Die Kosten für Glasbruchschäden als Folge von Steinschlägen durch Streugut belasten die Schadenseite in der Kaskoversicherung. Mittlerweile zahlen die Kfz-Versicherer Jahr für Jahr mehr als eine Milliarde Euro nur für Glasschäden.

Wohngebäude-, Hausrat- und Elementarschadenversicherung weiter unter Druck

In der Sachversicherung steigen die Beitragseinnahmen voraussichtlich um 1,2 Prozent. Der Zuwachs resultiert dabei besonders aus inflationsbedingten Anpassungsmöglichkeiten in der privaten Sachversicherung. Die Schaden-Kostenquote verbessert sich über alle Sparten der Sachversicherung gemäß der Hochrechnung um 2 Prozentpunkte auf rund 97 Prozent.

In der privaten Wohngebäudeversicherung tritt dennoch keine Entspannung ein. Trotz weniger Sturm-, Hagel- und Leitungswasserschäden durch Frost erwartet die Branche hier eine Schaden-Kostenquote von 104 Prozent. Das zehnte Jahr in Folge fährt die Wohngebäudeversicherung damit wieder einen versicherungstechnischen Verlust ein. 2011 ist von 0,2 Milliarden Euro auszugehen.

Haftpflichtversicherung mit etwas Zuwachs in den Prämien

Die Haftpflichtversicherer erwarten auch aufgrund der positiven, konjunkturellen Entwicklung leicht wachsende Beiträge von 1,5 Prozent. Die Schaden-Kostenquote wird konstant bei 91 Prozent erwartet.

Rechtsschutzversicherung profitiert von sinkenden Aufwand für Arbeitsrechtsschutz

Sinkende Kosten für Arbeitsrechtsschutzfälle und steigende Beitragseinnahmen führen bei den Rechtsschutzversicherern zu einer verbesserten Geschäftsentwicklung: Die Beiträge wachsen um zwei Prozent, die Schaden-Kostenquote sinkt auf 95 Prozent.

Unfallversicherung profitiert von Geschäft gegen Einmalbeitrag

Das Geschäft gegen Einmalbeitrag  in der privaten Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung führt zu einem erwarteten Beitragszuwachs von 1,5 Prozent. Der vergleichsweise milde Jahresbeginn 2011 mit weniger Unfällen bei Glatteis als im Vorjahr wirkt sich auf die Ausgaben für Schäden aus – sie gehen voraussichtlich um 1,5 Prozent zurück. 2010 verzeichneten die Unfallversicherer nach langen Frostperioden hier noch einen Anstieg um 4,0 Prozent.

Bausparen als ein ökologischer Energiesparvertrag

Mittwoch, Juli 20th, 2011

2011-07-20 Die Zahl der abgeschlossenen Bausparverträge ist im ersten Halbjahr 2011 auf über eine Million Verträge angestiegen. Der heutige Verwendungszweck sei auch zunehmend als Energiesparvertrag zur Sanierung veralteter Heizsysteme und Wärmedämmungen der Häuser, meldet der Verband der deutschen Bausparkassen.

Die privaten Bausparkassen gaben heute in Berlin bekannt, dass sie im ersten Halbjahr 2011 über eine Million neue Verträge abgeschlossen haben. Die Zahl der Verträge stieg, gegenüber dem Vorjahr, von 967.000 auf 1.019.000 um 5,4 Prozent. Das Bausparvolumen dieser Verträge erhöhte sich von 27,96 auf 32,05 Milliarden Euro um 14,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

„Sicher und solide – das überzeugt in diesen Zeiten immer mehr Kunden“, erklärte dazu Andreas J. Zehnder, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Privaten Bausparkassen. „Außerdem kann man sich nur mit einem Bausparvertrag die heute noch niedrigen Bauzinsen auch für den Fall sichern, dass man erst in fünf, acht oder zehn Jahren bauen oder kaufen will.“

Das große Vertrauen in die deutsche Sicherheitsarchitektur des Bausparens zeige sich auch beim Spargeldeingang, der bereits 2010 einen hohen Wert erreicht hatte. In den ersten sechs Monaten 2011 stieg der Geldeingang von 8,99 auf 9,24 Milliarden Euro um 2,7 Prozent auf einen erneuten Rekordwert.

Eine positive Trendwende ist bei den Auszahlungen an Baudarlehen sichtbar. „Die Einkommens- und Beschäftigungsperspektiven“, so Zehnder, „haben sich deutlich verbessert. Das macht Mut, wieder langfristig zu investieren.“ Insgesamt stiegen die ausgezahlten Baugelder von Januar bis Juni 2011 von 10,44 auf 11,57 Milliarden Euro, das sind 10,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Kunden investieren das Baugeld überwiegend in den Bau, Kauf und die Modernisierung von Wohneigentum.

Das Hauptinteresse der Kunden gilt, nach Angaben des Verbandes, dabei energetischen Sanierungen. „Durch die steigenden Energiepreise rechnen sich die Investitionen zum Beispiel für eine neue Heizung oder eine Wärmedämmung schneller“, erläuterte Zehnder. Die Kunden der deutschen Bausparkassen wollten aber auch den Wert ihrer Immobilie sichern – für sich selbst und ihre Nachkommen. Für sie sei der Bausparvertrag längst auch ein Energiesparvertrag.

Die Deutschen verzichten auf eine ideale Zusatzrente

Montag, Juli 18th, 2011

Die Mehrheit der Deutschen lässt im Schnitt einige Hundert Euro monatliche Rente auf der Straße liegen. Dies zeigt eine Studie im Auftrag von Fidelity International.

Keine Form der Absicherung für das Rentenalter wird von den Erwerbstätigen in Deutschland so vernachlässigt wie die betriebliche Altersvorsorge.

Nur 38 Prozent der Erwerbstätigen sparen laut der Studie im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge für ihren Ruhestand, während immerhin fast doppelt so viele (68 Prozent) auf private Vorsorge setzen. Das Ergebnis: Nur durchschnittlich 4 Prozent der gesamten Bezüge im Alter kommen heute in Deutschland aus der betrieblichen Vorsorge.

„Die Vernachlässigung der betrieblichen Altersvorsorge muss ein Ende haben“, appelliert Christian Wrede, Sprecher der Geschäftsführung von Fidelity International in Deutschland. „Dass es auch anders geht, zeigt der Blick zu unseren europäischen Nachbarn: In den Niederlanden stammt schon heute ein Drittel der Rente aus der betrieblichen Altersvorsorge – in Dänemark sind es immerhin 17 Prozent. Wenn wir verhindern wollen, dass die Deutschen ihren Lebensstandard im Alter dramatisch zurückschrauben müssen, sind hierzulande Werte von 25 bis 30 Prozent unumgänglich.“

Arbeitgeber und Fiskus sparen mit

Dabei bietet betriebliche Altersvorsorge umfangreiche Vorteile: Häufig zahlt der Arbeitgeber mit ein – bis hin zur Verdoppelung des monatlich gesparten Beitrags. Dieser wird vom Bruttoeinkommen abgezogen und erst bei der Auszahlung versteuert, was die Steuerlast der Beschäftigten meist verringert. Zudem übernimmt der Arbeitgeber die Abwicklung. Und schließlich sorgt der Umstand, dass in der Regel eine Vielzahl von Beschäftigten eines Betriebs betreut wird, für bessere Konditionen – sprich: höhere Renditen für den Einzelnen.

Wie sich das auszahlt, zeigt eine Beispielrechnung für einen 37-jährigen verheirateten Durchschnittsverdiener mit einem Kind. Er steckt zwei Prozent seines Monatsgehalts – gut 50 Euro – steuer- und sozialabgabenfrei in die betriebliche Altersvorsorge. Sein Arbeitgeber verdoppelt den Betrag und investiert die Summe in Investmentfonds. Bei einer durchschnittlichen Jahresrendite von 6 Prozent kann der Familienvater bei Rentenantritt mit monatlichen Zahlungen von 225 Euro netto rechnen. Bezogen auf sein letztes Nettoeinkommen würde seine Rente damit von 53,6 auf 65,5 Prozent steigen – und die so genannte Rentenlücke bedeutend schrumpfen.

Versorgungslücke im Alter wird ignoriert

Über das Ausmaß eben jener Rentenlücke ist sich der Großteil der Deutschen nach wie vor nicht bewusst – und sorgt deshalb auch zu wenig vor. So zeigt die Fidelity-Studie, dass 71 Prozent der Befragten nur ungefähre oder gar keine Vorstellungen über die voraussichtliche Höhe ihrer Altersbezüge haben. Vier von fünf Deutschen (81 Prozent) überschätzen diese zudem massiv: Über 40 Prozent erwarten sogar 80 bis 100 Prozent ihres Nettolohns.

Tatsächlich erreichen die Deutschen bei Rentenbeginn nach Fidelity-Berechnungen im Schnitt lediglich 56 Prozent ihres letzten Einkommens vor dem Ruhestand. Da die staatliche Rente rückläufig ist, droht ohne Stärkung der privaten und betrieblichen Vorsorge eine Rentenlücke von 44 Prozent – Tendenz steigend.

Mitglieder einer Gewerkschaft nutzen bAV häufigerZweifelsohne kommt den Tarifpartnern bei der Aufwertung der zweiten Säule der Altersvorsorge eine entscheidende Rolle zu. Schon heute nutzt fast jedes zweite aktive Gewerkschaftsmitglied (46 Prozent) diese Form der Vorsorge, während Nicht-Mitglieder nur auf einen Wert von 34 Prozent kommen. Daraus lässt sich folgern, dass Gewerkschafter besser informiert sind – und damit wichtige Vermittler in Sachen betrieblicher Altersvorsorge wären.

Viele Arbeitgeber wiederum erkennen nicht, dass die Leistungen abseits von Gehalt und Position eine immer wichtigere Rolle spielen. Angesichts der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels bieten attraktive Vorsorgeregelungen eine ideale Möglichkeit, sich von der Konkurrenz abzusetzen und Talente zu gewinnen.

Gerade Mittelständler, die am Arbeitsmarkt häufig gegen mit Konzernen konkurrieren, könnten mit entsprechenden Angeboten und einer aktiven Informationspolitik punkten.

Derzeit geben 70 Prozent der Erwerbstätigen an, dass die betriebliche Altersvorsorge bei der Wahl ihres Arbeitgebers bislang keine oder nur eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Jeder Dritte (32 Prozent) erklärt, dass sein Arbeitgeber keine betriebliche Altersvorsorge anbietet – obwohl das gesetzlich vorgeschrieben ist. Vier von fünf Befragten (78 Prozent) verfügen über unzureichende Kenntnisse.

Studie als kostenloser Download

Die Ergebnisse der Studie stammen aus einer repräsentativen Befragung von 1.000 erwerbstätigen Personen zwischen 18 und 55 Jahren in Deutschland. Die Studie wurde vom Psephos Institut für Markt-, Politik- und Sozialforschung GmbH im Auftrag von Fidelity International zwischen 2. März und 4. April 2011 durchgeführt.

Die detaillierten Studienergebnisse können Sie hier herunterladen.

Deutsche arbeiten zwei Tage länger um Steuern zu zahlen

Mittwoch, Juli 6th, 2011

Der Steuerzahlergedenktag fällt 2011 auf den 6. Juli 2011. Im Vorjahr 2010 errechnete der Bund der Steuerzahler noch den 4. Juli 2010 als den Tag, ab dem die Deutschen für die eigene Tasche arbeiten.

Die Steuerzahler arbeiten in diesem Jahr zwei Tage länger für den Staat als noch im vergangenen Jahr. Hauptursache für diese Belastungsverschärfung sind vor allem die „heimlichen“ Steuererhöhungen oder die „kalte“ Progression. Durch sie steige die Lohn- und Einkommensteuerbelastung deutlich schneller als Löhne und Einkommen, sodass sich der Fiskus prozentual einen immer höheren Anteil am Einkommen der Steuerzahler nimmt. „Die jetzt geplanten Korrekturen am Steuertarif sind daher keine Steuersenkungen, sondern Maßnahmen gegen Steuererhöhungen“, erklärt Dr. Karl Heinz Däke, Präsident des Bundes der Steuerzahler.

Die Politik sei jetzt in der Pflicht, den Einkommensteuertarif wieder gerecht zu gestalten. Zudem muss der „Tarif auf Räder“ gestellt werden, um ihn der Einkommensentwicklung anzupassen. „Erst darüber hinausgehende Korrekturen am Steuertarif haben die Bezeichnung als „Steuersenkung“ verdient, alles andere sind notwendige Maßnahmen zur Verhinderung von Steuererhöhungen“, erläutert Däke.

Ermittelt wird der Steuerzahlergedenktag auf Grundlage der Volkswirtschaftlichen Einkommensbelastungsquote (Summe der Steuern und Abgaben im Verhältnis zum Volkseinkommen). Anhand dieser Quote wird deutlich, wie viel der Staat vom Einkommen seiner Bürger und Unternehmen über Steuern und Sozialabgaben zunächst einbehält. In diesem Jahr werden es voraussichtlich 51 Prozent sein, das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als 2010.

Der 6. Juli 2011, 03.36 Uhr, ist der exakte Zeitpunkt, bis zu dem die Steuer- und Abgabenzahler – rein rechnerisch – für den Staat arbeiten. Ab 03.37 Uhr wirtschaften sie also quasi in die eigene Tasche oder arbeiten für die eigene Geldbörse.

„Wenn die von der Bundesregierung geplante Korrektur am Steuertarif erst für 2013 gilt, werden die „heimlichen“ Steuererhöhungen dafür sorgen, dass der Steuerzahlergedenktag im kommenden Jahr noch später liegen wird. Die Steuerkorrekturen sollten daher bereits im kommenden Jahr greifen“, prognostiziert Däke in der aktuellen Pressemitteilung des Bundes der Steuerzahler.