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Archive für 21.7.2011

Investiere den Euro in Dich selbst statt in Andere

Wohin mit dem Geld wenn der Euro in der Krise steckt? Eine Idee wäre endlich in sich selbst zu investieren. In die eigene Gesundheit und in die irgendwann notwendige Pflege zu investieren, auch eine selbst genutzte Immobilie kann eine Lösung sein. Die eigene Altersvorsorge bei einem deutschen Versicherer ist eine nachhaltige Lösung, zumal die Assekuranz Währungsreformen und Geldentwertungen auch in der Vergangenheit immer bestens bewältigt hat. Die Finanzmarktkrise war keine Versicherungskrise.

Am Anfang des Euro als Währung standen keine volkswirtschaftlichen Planungen. Der Euro ist der Preis Deutschlands für die Zustimmung Frankreichs zur Wiedervereinigung. Der größte Fehler bei der Geburt des Euro war, dass auf die gleichzeitige Schaffung einer europäischen Steuerunion verzichtet wurde. Währungsunionen sind historisch gescheitert, wenn es keine Steuerunion und keine politische Union gegeben hat.

Die nachträgliche Einführung einer europäischen Steuerunion würde zwar gleiche Spielregeln für alle am Euro teilnehmenden Staaten schaffen, aber vermutlich wird eine solche Lösung vor allem an uns Deutschen, unserem Parlament und Verfassungsgericht scheitern. Die Deutschen müssten falls eine Steuerunion Wirklichkeit würde deutlich über 700 Milliarden Euro finanzieren, das würde den Bundeshaushalt sprengen. Schon heute sind in Deutschland diskutierte sieben Milliarden Euro Steuererleichterungen politisch nicht durchsetzbar, obwohl man zu Lasten der deutschen Steuerzahler von Seiten der deutschen Regierung Verpflichtungen über mehrere 100 Milliarden Euro eingeht, für Versäumnisse und Verfehlungen, die in anderen Ländern entstanden sind.

Die Aufnahme schwacher Staaten ohne ein gut funktionierendes Steuersystem, wie Griechenland, wurde mit gefälschten Zahlen bewerkstelligt nur um den Euro als ein erfolgreiches Jahrtausendwerk der Bevölkerung zu präsentieren. Kleinen Staaten, wie Irland, wurde es gestattet, zu Lasten anderer europäischer Staaten, der eigenen Steuereinnahmen und Staatsfinanzen, quasi als Steueroase oder Steuersparland Unternehmen und Konzerne auf die kleine grüne Insel zu locken.

Mit der Krise in Italien bekommt die Situation rund um den Euro eine neue Dimension. Der italienische Markt für Staatsanleihen ist der drittgrößte der Welt nach dem von den USA und Japan. Der Markt für Staatsanleihen in Italien ist vor allem größer als der von Spanien, Portugal, Griechenland und Irland zusammen.

Was bedeutet die Euro-Krise für deutsche Anleger?

Deutsche Anleger müssen versuchen, ihr Geld irgendwie vernünftig zu sichern. Eine andere Lösung gibt es nicht. Eine vernünftige Anlagepolitik, wie sie vor Jahrzehnten noch machbar war, funktioniert heute nicht mehr. Der risikolose Zins, für ein Rentenpapier, Schatzbriefe oder die Anleihe eines erstklassigen Schuldners, liegt heute tiefer als die Inflationsrate. Nach dem Steuerabzug bleibt real nur ein Verlust. Das ist die nackte Realität. Der nominelle Jahreszins ist so gering, dass dieser in einer einzigen Tagesschwankung am Markt verloren gehen kann. Das sind die schwierigsten Bedingungen seit siebzig Jahren, um als Sparer sein Geld langfristig anzulegen oder zumindest dessen Kaufkraft zu sichern.

Zumindest eine  Alternative ist die Investition des Geldes in die eigene Gesundheit, Altersvorsorge, Pflegeleistungen, die eigen genutzte Immobilie oder eine eigene Wohnung in einer Seniorenanlage, die für eine spätere Eigennutzung zur Verfügung steht. Versicherer und Immobilien haben auch schon in der Vergangenheit Währungskrisen und Währungsreformen außerordentlich gut überstanden. Wer unbedingt etwas in Händen halten will kann auch über eine Investition in Gold oder Edelmetalle nachdenken, aber dort sollte man nicht mehr als ein Zehntel seines Geldes investieren und die Einkaufspreise haben eine Besorgnis erregenden Höhe erreicht. Der einzige goldene Rat scheint also zu sein, in sich selbst, die eigene Gesundheit und Pflege zu investieren und für eine Wohnunterkunft im Alter zu sorgen. Gute kleine Investitionen sind auch die eigene Weiterbildung, Literatur oder in Erholung und Entspannung, wie Reisen und gutes Essen.

Fazit: Warum eigentlich nicht in sich selbst investieren? Fragen Sie nicht was die Politik für sie tun kann, sondern übernehmen Sie für sich selbst die Verantwortung und sprechen Sie mit Experten, die mehr von Geld verstehen als Politiker.

Deutsche Schaden- und Unfallversicherer berichten zu 2011

2011-07-21 Die Versicherungskunden profitieren, nach Angaben des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft (GDV), von der Entwicklung der Unternehmen. Nach wie vor können die deutschen Versicherer ihren Kunden eine hohe Leistungsfähigkeit zu günstigen Prämien bieten. Der GDV veröffentlichte heute in Berlin eine Hochrechnung der Geschäftsergebnisse für 2011.

Die deutschen Schaden- und Unfallversicherer blicken mit Zuversicht auf das laufende Geschäftsjahr. Der Grund hierfür sind die leicht steigende Betragseinnahmen und ein stagnierendes Schadenniveau. Die Beiträge der Schaden- und Unfallversicherer steigen nach eigener Prognose um 2,4 Prozent, die Aufwendungen für Schäden legen gegenüber dem Vorjahr um voraussichtlich 0,2 Prozent zu. Die Schaden-Kostenquote – die so genannte Combined Ratio – wird in Höhe von 97 Prozent erwartet, das ist allerdings nur ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr.

Erstmals seit zwei Jahren steigt auch wieder der versicherungstechnische Gewinn, er geht laut Hochrechnung von 1,2 auf rund 1,8 Milliarden Euro nach oben. „Die Schaden- und Unfallversicherer wachsen und die wetter-bedingten Schäden sind in diesem Jahr deutlich zurückgegangen“, erklärt Robert Pohlhausen, Vorsitzender des GDV-Hauptausschusses Schaden- und Unfallversicherung.

Die Zwischenbilanz der Schaden- und Unfallversicherer fällt etwas positiver aus als zum gleichen Zeitpunkt 2010. Im vergangenen Jahr sorgten Stürme im Winter, Frost und Überschwemmungen für steigende Ausgaben der Versicherer.

Geschäftsentwicklung nach Sparten

Trendwende in der Kraftfahrtversicherung und Zunahme von Glasschäden

In der Kraftfahrtversicherung ist nach sieben Jahren die Trendwende vollzogen: Die durchschnittlichen Beiträge in der Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung nehmen voraussichtlich um ein bis zwei Prozent zu. Demzufolge steigen die Beitragseinnahmen nach der GDV-Prognose um 3,4 Prozent. Allerdings reichen sie nicht aus, um bereits Gewinn zu erwirtschaften. Die Kraftfahrtversicherer rechnen mit einem versicherungstechnischen Verlust von 1,1 Milliarden Euro, 2010 waren es noch 1,5 Milliarden Euro.

Die Entwicklung der Schäden bleibt besorgniserregend: In der Vollkaskoversicherung steigen die Ausgaben für Schäden um vermutlich 4,5 Prozent und in der Teilkaskoversicherung um voraussichtlich 2,0 Prozent. Die Kosten für Glasbruchschäden als Folge von Steinschlägen durch Streugut belasten die Schadenseite in der Kaskoversicherung. Mittlerweile zahlen die Kfz-Versicherer Jahr für Jahr mehr als eine Milliarde Euro nur für Glasschäden.

Wohngebäude-, Hausrat- und Elementarschadenversicherung weiter unter Druck

In der Sachversicherung steigen die Beitragseinnahmen voraussichtlich um 1,2 Prozent. Der Zuwachs resultiert dabei besonders aus inflationsbedingten Anpassungsmöglichkeiten in der privaten Sachversicherung. Die Schaden-Kostenquote verbessert sich über alle Sparten der Sachversicherung gemäß der Hochrechnung um 2 Prozentpunkte auf rund 97 Prozent.

In der privaten Wohngebäudeversicherung tritt dennoch keine Entspannung ein. Trotz weniger Sturm-, Hagel- und Leitungswasserschäden durch Frost erwartet die Branche hier eine Schaden-Kostenquote von 104 Prozent. Das zehnte Jahr in Folge fährt die Wohngebäudeversicherung damit wieder einen versicherungstechnischen Verlust ein. 2011 ist von 0,2 Milliarden Euro auszugehen.

Haftpflichtversicherung mit etwas Zuwachs in den Prämien

Die Haftpflichtversicherer erwarten auch aufgrund der positiven, konjunkturellen Entwicklung leicht wachsende Beiträge von 1,5 Prozent. Die Schaden-Kostenquote wird konstant bei 91 Prozent erwartet.

Rechtsschutzversicherung profitiert von sinkenden Aufwand für Arbeitsrechtsschutz

Sinkende Kosten für Arbeitsrechtsschutzfälle und steigende Beitragseinnahmen führen bei den Rechtsschutzversicherern zu einer verbesserten Geschäftsentwicklung: Die Beiträge wachsen um zwei Prozent, die Schaden-Kostenquote sinkt auf 95 Prozent.

Unfallversicherung profitiert von Geschäft gegen Einmalbeitrag

Das Geschäft gegen Einmalbeitrag  in der privaten Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung führt zu einem erwarteten Beitragszuwachs von 1,5 Prozent. Der vergleichsweise milde Jahresbeginn 2011 mit weniger Unfällen bei Glatteis als im Vorjahr wirkt sich auf die Ausgaben für Schäden aus – sie gehen voraussichtlich um 1,5 Prozent zurück. 2010 verzeichneten die Unfallversicherer nach langen Frostperioden hier noch einen Anstieg um 4,0 Prozent.

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