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Archive für 9.8.2011

Silvia Quandt: Aktuelle Studie zu Aktien deutscher Banken

Der deutsche Bankensektor insgesamt wie auch die börsennotierten Titel wie
Deutsche Bank, Commerzbank und Aareal Bank sollten in der Lage sein, direkte
Belastungen aus ihrem Engagement in den gefährdeten Staaten der Eurozone zu verdauen.

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle, umfangreiche Bankenstudie von Michael Rohr, Head of Financials der Silvia Quandt Research GmbH, mit dem Titel: “German Banks – Just when you thought it was safe.”

In seiner Studie bezieht Rohr – im Gegensatz zum Stresstest der europäischen Finanzaufsicht EBA vom 15. Juli 2011, der nur Griechenland berücksichtigt – auch die so genannten “Exposures” der Banken in die übrigen PIIGS-Staaten (Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien) mit ein.

Dabei geht der Bankenexperte in seinem theoretischen Basisszenario von einem “Haircut”, also der Möglichkeit der kreditgebenden Bank, bei der Sicherheiten unter eine vorher vereinbarte Grenze fallen den Kredit fällig zu stellen oder zusätzliche Sicherheiten zu verlangen in der Höhe von 40 Prozent für Griechenland, von 25 Prozent für Portugal und Irland, 10 Prozent für Italien und 5 Prozent für Spanien aus.

“Selbst dieses Risiko-Szenario wäre für die deutschen Banken zu verkraften”“, erläutert Michael Rohr. “Die Deutsche Bank würde dann Ende 2012 noch eine Kernkapitalquote (Tier-1-Ratio) von 7,9 Prozent und die Commerzbank von 7,4 Prozent aufweisen.”

Neben der Eurokrise berge insbesondere auch das aktuelle Herabstufung der Bonität der USA einige Risiken und drohe über eine globale Wachstumsabschwächung auch die Banken zu treffen.

Auf der anderen Seite haben sich in den vergangenen Monaten nach Auffassung der Silvia Quandt Research GmbH vor allem im Inland die Aussichten für die deutschen Banken gebessert. So sorge vor allem die positive Entwicklung der deutschen Konjunktur für weniger Kreditausfälle sowohl im Privatkunden als auch im Firmenkundengeschäft.

Innerhalb der deutschen Geschäftsbanken billigt Analyst Rohr der Aareal Bank die besten Chancen zu, in den kommenden Jahren im Neugeschäft höhere Margen zu erzielen. Die Aktie der Deutschen Bank stuft der Bankenexperte aufgrund der aktuellen Risiken nur noch als “Neutral” ein. Die Aktien der
Commerzbank seien aufgrund des relativ hohen “Exposures” des Instituts in den PIIGS-Staaten am anfälligsten für Kursrückschläge.

Ein aktueller Geschäftsbericht ist von der Commerzbank AG über das 2. Quartal 2011 für morgen 10. August 2011 angekündigt.

Kinder haften für ihre Eltern - Elternunterhalt ist Pflicht

Elternunterhalt ist der juristische Fachausdruck für “Kinder haften für ihre Eltern”. Grundsätzlich hilft das Sozialamt, wenn das aktuelle Einkommen der Eltern (Rente, Pflegeversicherung) nicht mehr ausreicht, um beispielsweise die Kosten für ein Pflegeheim zu decken.Die Sozialämter der Kommunen fordern aber die für die hilfsbedürftigen Eltern vorgestreckten Gelder von den Kindern zurück.

Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) § 1601 ff sind Verwandte ersten Grades zum Unterhalt verpflichtet – demnach haften also Kinder für den Unterhalt der Eltern. Die sehen sich jetzt immer öfter mit finanziellen Forderungen konfrontiert, mit denen sie so nicht gerechnet haben.

Dabei geht es auch für den Staat um viel Geld: nach Schätzungen des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend in Berlin finanzieren die Sozialämter derzeit gut 240.000 Senioren das Pflegeheim. Und die Zahlen werden weiter ansteigen, denn die Deutschen werden immer älter und leider auch immer pflegebedürftiger.

Die logische Folge ist, dass der Staat versucht, sich das vor allem von den Sozialämtern vorgestreckte Geld wieder bei den Kindern zu holen. Bei heute schon über einer Million Pflegefällen in ganz Deutschland wird sich der Trend deutlich erhöhen.

Der Bundesgerichtshof (BGH AZ: XII ZR 98/04) hat bereits vor fünf Jahren im August 2006 entschieden, dass Kinder nicht mit ihrem gesamten Vermögen die Pflegekosten der Eltern mitfinanzieren müssen, wenn das Geld für die angemessene eigene Lebensführung und Altersvorsorge benötigt wird. Es gibt ein gewisses Schonvermögen.

Zum Schonvermögen zählen die selbst genutzte Immobilie, eigene Lebensversicherungen, Wertpapiere, Gold, Schmuck und Bargeld in angemessener Höhe. Im vorliegenden Fall hat der Senat des BGH diesen Betrag mit rund 100.000 Euro bemessen.

Wenn kein Kontakt zwischen Eltern und Kindern seit längerer Zeit mehr besteht, so hat das auf die Unterhaltspflicht keine Auswirkung, es sei denn, es liegt eine besondere Härte vor. Das ist aber nur der Fall, wenn Eltern früher selbst keinen Unterhalt für den Nachwuchs gezahlt hatten oder ihre Kinder misshandelt oder grob vernachlässigt haben.

Also was können Kinder tun oder Eltern die das ihren Nachkommen ersparen wollen? Hier hilft der Abschluss von privaten Pflege Lebensversicherungen oder zusätzlichen privaten Krankenversicherungen für den Pflegefall. Je früher hier an später gedacht wird, um so besser und preiswerter ist eine Lösung möglich.

Gefahren aufgrund digitaler Kriminalität managen

Die Bedrohung durch digitale Kriminalität steigt. Aktuelle Fälle von Hacker-Angriffen und die Statistiken des Bundeskriminalamtes (BKA) belegen dies. Eine neue Initiative von IT-Experten und der Assekuranz will Hilfe aus einer Hand bieten.

Informationssicherheit in Unternehmen ist allerdings ein so breites Thema, dass einzelne Dienstleistungsunternehmen in der Regel nur Teilausschnitte bedienen können. Hilfe aus einer Hand wollen die IT-Sicherheitsexperten von 8com und dem Informatikzentrum der Sparkassenorganisation (SIZ) sowie der Versicherer AXA bieten. Die Unternehmen haben gemeinsam die Initiative “Lifecycle of Information Security” gegründet.

Nur eine regelmäßige Kontrolle nach Plan hilft

Grundlage des Konzepts “Lifecycle of Information Security” ist eine einfache Methodik, wie sie auch in der internationalen Norm ISO 27001 beschrieben ist: der PDCA-Zyklus mit den Phasen Plan (planen), Do (handeln), Check (kontrollieren) und Act (reagieren).

Dieser Zyklus berücksichtigt Veränderungen des Unternehmens und Umfelds und beschreibt einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. “Die erste Phase umfasst das Entwickeln von konkreten Zielen und Maßnahmen, um die gewünschten Verbesserungen in der Informationssicherheit zu erreichen. Die Umsetzung des Plans erfolgt nach Möglichkeit risikoorientiert und zeitnah, um kritische Lücken zu schließen”, so Götz Schartner bei 8com.

Beim Kontrollieren werden die in den vorherigen beiden Phasen gemachten Erfahrungen analysiert und mit den Erwartungen des Plans abgeglichen. Auf Basis dieser Erkenntnisse werden notwendige Modifikationen vorgenommen.

Dr. Keye Moser, Fachgruppenleiter beim SIZ: “Durch das enge Zusammenspiel der Partner können wir Unternehmen in allen Fragen der Informationssicherheit begleiten - im gesamten Lifecycle.”

Ziel der Initiative ist es, insbesondere bei Unternehmen mit erhöhtem Bedarf an Informationssicherheit ein entsprechendes Bewusstsein zu schaffen. Verantwortlichen für den Datenschutz bietet die Brancheninitiative passende Werkzeuge und Dienstleistungen zur Aufrechterhaltung eines angemessenen Schutzniveaus.

“Um Informationssicherheit herzustellen, reicht es nicht aus, Einzelprojekte zu initiieren oder nur Teilbereiche zu behandeln. Informationssicherheit muss ganzheitlich gesehen und in wiederkehrenden Zyklen gelebt werden - genau diesen Ansatz verfolgt unsere Initiative”, erläutert Dirk Kalinowski, Branchenverantwortlicher für IT bei AXA.

Nur ganzheitliche Risikobehandlung hilft wirklich

Maßnahmen zur Verbesserung der Informationssicherheit berühren typischerweise Problembereiche wie IT-Organisation, Technik, IT-Betrieb, IT-Compliance, Datenschutz, physische Sicherheit, Notfallvorsorge, Outsourcing und nicht zuletzt die Mitarbeiter.

Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtungen der an der Initiative beteiligten Partner profitieren Unternehmen von einem übergreifenden Konzept, das sämtliche Aspekte des IT-Risikomanagements berücksichtigt: Von der Identifikation über die Risikominderung und -vermeidung bis zur Übertragung von Risiken an einen Versicherer oder zur bewussten Übernahme von Restrisiken.

Die IT-Sicherheitsexperten von 8com erkennen und schließen Sicherheitslücken. Die Profis vom SIZ leisten die Beratung, Einführung und Bereitstellung von Lösungen zur Informationssicherheit. AXA bietet als einer der größten Firmenversicherer Deutschlands langjährige Erfahrung im Management und der Absicherung unternehmerischer Risiken, insbesondere auch IT-Risiken.

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