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31.8.2011 von Dietmar Braun.
Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) stellte heute das Ergebnis einer umfassenden Studie der Beratungsqualität von 26 Top-Vermögensverwaltern in Deutschland vor. Nur ein Drittel der Spezialisten glänzte mit einer sehr guten Leistung, 30 Prozent der Verwalter dagegen wurden mit ausreichend oder schlechter bewertet.
Testsieger und „Bester Vermögensverwalter 2011“ wurde in der Studie Hauck & Aufhäuser. Die Privatbank erstellte den besten Anlagevorschlag und beriet professionell.
Auf Rang zwei folgte Credit Suisse Deutschland. Die Schweizer hätten sehr gute Leistungen in der Beratung geboten und bei ihrem Anlagevorschlag das beste
Risikomanagement gezeigt.
Avesco Financial Services belegte Rang drei. Besondere Stärken seien hier das hervorragende Beratungsgespräch sowie der ausgesprochen ganzheitliche Ansatz gewesen.
Die Fürst Fugger Privatbank überzeugte in der Studie durch die beste Beratung vor Ort, BHF Bank mit dem besten Portfolio.
Die Beratung wurde von den Testern insgesamt als gut bewertet. Am Telefon hätten die Verwalter freundlich und kompetent agiert. Etwa ein Drittel der Gesprächspartner sei schon im telefonischen Kontakt individuell auf den Interessenten eingegangen.
Bei der Beratung vor Ort erlebten die Tester zuvorkommende und fachkundige Berater, die sich viel Zeit genommen hätten. Immerhin rund 60 Prozent der Vermögensverwalter hätten die Kundenbedürfnisse gründlich und umfassend erfasst. Ein Viertel wurde im Test mit mangelhaft bewertet. “Eine detaillierte Bedarfsanalyse ist zwingende Voraussetzung für passgenaue Empfehlungen – gerade bei komplexen Vermögensituationen“, erläutert Markus Hamer, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts.
Große Qualitätsunterschiede zeigten sich bei den ausgehändigten Anlagevorschlägen. Positiv fiel auf, dass Kosten und Gebühren im Vergleich zu den letzten Jahren zunhmend transparenter ausgewiesen wurden. In über 40 Prozent der Portfolios sei die angestrebte Rendite aber nicht plausibel genannt erläutert worden. Bei rund einem Drittel wurden die Risiken nicht angemessen abgebildet.
“Im Testszenario wurde ein unrealistisches Zusammenwirken von Renditeerwartung und Risikobereitschaft vorgegeben - nur gut ein Viertel der Verwalter machte den Tester explizit darauf aufmerksam, dass die Anlegerziele nicht darstellbar sind“, kommentiert Dr. Sven Christiansen, Geschäftsführer des Institut für quantitative Finanzanalyse (IQFin). Das Institut für Finanzanalyse hatte die detaillierte Analyse der im Test unterbreiteten Anlagevorschläge hinsichtlich der Qualität des Portfolios, des ganzheitlichen Beratungsansatzes und die Güte des Risikomanagements übernommen.
Weniger als die Hälfte der Verwalter sei auf sämtliche vorgegebenen Kundenwünsche eingegangen und habe einen ganzheitlichen Beratungsansatz verfolgt. Nur bei jedem vierten Vorschlag wurde das Portfolio auch dem gewünschten Stresstest bei steigender Inflation unterzogen.
Die vollständigen Ranglisten als Ergebnislisten der Studie finden sich hier im Internet.
Falls Sie noch mehr Informationen zu der Studie erhalten wollen, schicken Sie eine E-Mail an: info@disq.de
Weitere detaillierte Studienergebnisse sind dort gegen eine Schutzgebühr zu erhalten.
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31.8.2011 von Dietmar Braun.
Der Bundesverband privater Banken wird ab 1. September das Ombudsmannwesen weiter ausbauen. Der Bankenverband hat in Abstimmung mit der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) Angelika Lange als neue zweite Ombudsfrau bestellt. Damit wächst das Team der Ombudsleute auf sieben Juristen an, davon zwei Frauen.
Bis zu Ihrer Pensionierung im vergangenen Jahr war Frau Lange als Richterin am Oberlandesgericht Frankfurt am Main tätig, zuletzt als stellvertretende Vorsitzende eines Senats mit dem Schwerpunkt Banksachen; in den Jahren 2009 und 2010 fungierte sie als Vorsitzende dieses Senats.
„Wir freuen uns, dass wir mit Frau Lange eine ausgewiesene Expertin für unser Ombudsmannwesen gewinnen konnten“, kommentiert Andreas Krautscheid, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bankenverbandes. Mit der Neuberufung trägt der Bankenverband der anhaltend hohen Nachfrage der Kunden Rechnung.
Entwicklung der Beschwerden über Banken
Die Zahl der Beschwerden lag nach Angaben des Verbandes vor der Finanzkrise jährlich bei etwa 3.500, stieg 2008 auf 4.837, im Jahr 2009 auf 6.514 und stabilisierte sich 2010 mit 6.494 Fällen auf diesem Niveau. „Frau Lange wird das bisherige Team sehr gut ergänzen und ich denke, dass wir hiermit im Sinne der Verbraucher einen weiteren guten Schritt getan haben.“
Das Team der Ombudsleute
Angelika Lange verstärkt die bisher sechsköpfige Riege der Ombudsleute des Verbandes privater Banken mit Ekkehard Bombe, vormals Präsident am Landgericht Wiesbaden, Horst-Diether Hensen, früherer Vizepräsident des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg, Dr. Gerhart Kreft, ehemaliger Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof, Dr. Rainer Mößinger, zuletzt Präsident des Landgerichts Hanau, Dr. Gerda Müller, ehemalige Vorsitzende Richterin und Vizepräsidentin des Bundesgerichtshofs sowie Werner Weiß, zuletzt Ministerialdirigent im Bayerischen Staatsministerium der Justiz.
Kontakt zu den Ombudsleuten privater Banken
Die Ombudsleute der privaten Banken sind für alle Verbraucher erreichbar über die Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband deutscher Banken, Postfach 04 03 07, 10062 Berlin oder über www.bankenombudsmann.de.
Tipp: Aufgabe der Ombudsleute ist in einem außergerichtlichen und für den Beschwerdeführer kostenfreien Verfahren Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und privaten Banken zu schlichten. Entscheidungen der Ombudsleute bis 5.000 Euro sind für die betroffene Bank bindend.
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