Archive for Oktober, 2011

Urteil: Krankenversicherungspflicht verbietet Versicherer die Kündigung

Montag, Oktober 31st, 2011

Gemäß § 206 Absatz 1 Satz 1 VVG ist jede Kündigung einer Krankheitskostenvollversicherung, die eine Pflicht nach § 193 Absatz 3 Satz 1 erfüllt, durch den Versicherer ausgeschlossen.

Das Oberlandesgericht Hamm (OLG Hamm, 06.05.2011 – 20 U 153/10) lässt in seinem Urteil (anders als das OLG Celle, 24.02.2011 – 8 U 157/10) keinerlei Zweifel aufkommen, dass diese Vorschrift klar und eindeutig formuliert ist. Sie erfasst nach Ansicht des OLG deshalb alle Arten einer Kündigung, also gleichermaßen die ordentliche wie auch die außerordentliche Kündigung.

Eine irgendwie geartete Differenzierung zwischen den verschiedenen Arten einer außerordentlichen Kündigung, etwa zwischen solchen wegen Prämienverzuges einerseits und anderen wegen Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung, ist in dieser Vorschrift gerade nicht enthalten („jede Kündigung“). § 206 Absatz 1 Satz 1 VVG stellt deshalb ein absolutes Kündigungsverbot dar.

Das OLG betont auch, dass die Abwägung der im Fall einer außerordentlichen Kündigung widerstreitenden Interessen nicht allein zwischen denjenigen des Versicherten und denjenigen des Versicherers erfolgen, denn die Versicherungspflicht bestehe ja gerade auch im Interesse der Allgemeinheit, nicht für die Kosten der Behandlung des Einzelnen aufkommen zu müssen.

Forsa-Umfrage: Beruf und Image 2011

Freitag, Oktober 21st, 2011

Forsa-Umfrage Für Versicherungsvertreter, Mitarbeiter einer Werbeagentur oder der Telekom, Politiker, Gewerkschafter und Manager gilt: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Denn all diese Tätigkeiten haben ein mieses Image.

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle  jährliche „Bürgerbefragung Öffentlicher Dienst 2011“ des Forsa Instituts im Auftrag des Deutschen Beamtenbundes (dbb). Die Befragten wurden 2011 wieder gebeten, bei 30 Berufen anzugeben, wie hoch die jeweiligen Berufe bei ihnen angesehen sind.

Das höchste Ansehen genießt 2011 unverändert der Feuerwehrmann, gefolgt vom Kranken- und Altenpfleger, dem Arzt und dem Polizisten.

Das niedrigste Ansehen haben auch 2011 Versicherungsvertreter, Mitarbeiter einer Werbeagentur, Telekom-Mitarbeiter, Gewerkschafter und Politiker.

In den vergangenen Jahren hat sich das Ansehen einiger Berufe deutlich verbessert:
dies gilt insbesondere für das Ansehen von Müllmännern, von Briefträgern, Polizisten
und von „Beamten“. Stark verschlechtert hat sich in der seit 2007 durchgeführten Umfrage hingegen das Ansehen von Managern, Steuerberatern, Anwälten, Piloten und Mitarbeitern in Werbeagenturen.

Die Liste (Die Zahlen in Klammern geben den Prozentsatz der Nennungen an.)

1.      Feuerwehrmann (94)
2.      Kranken-/Altenpfleger (90)
3.      Arzt (87)
4.      Polizist (84)
5.      Kindergartenmitarbeiter (83)
6.      Pilot (81)
7.      Richter (77)
8.      Müllmann (76)
9.      Lehrer (69)
10.    Techniker (67)
11.    Lokführer (66)
12.    Dachdecker (63)
13.    Briefträger (63)
14.    Soldat (62)
15.    Lebensmittelkontrolleur (62)
16.    Unternehmer (58)
17.    Anwalt (54)
18.    Studienrat (52)
19.    Journalist (46)
20.    Steuerberater (43)
21.    EDV-Sachbearbeiter (40)
22.    Bankangestellter (37)
23.    Beamter (34)
24.    Steuerbeamter (32)
25.    Manager (30)
26.    Gewerkschaftsfunktionär (27)
27.    Politiker (18)
28.    Telekom-Mitarbeiter (17)
29.    Mitarbeiter einer Werbeagentur (14)
30.    Versicherungsvertreter (11)

Studie: Eigenheim, Gold und etwas mehr Altersvorsorge

Donnerstag, Oktober 20th, 2011

Studie. Die Deutschen setzen in der Vorsorge verstärkt auf das Eigeneim, investieren auch alternativ in physisches Gold und in die betriebliche Altersvorsorge. Ältere haben Angst vor Armut und die Jungen haben zur Hälfte noch keinen Plan für die Zukunft.

Jeder fünfte Berufstätige ab 50 Jahre glaube im Alter seinen Lebensunterhalt nicht aus eigenen Mitteln bestreiten zu können. Dies sei der höchste Wert, der in der jährlichen Studie „Altersvorsorge in Deutschland“ der Postbank AG seit 2006 je gemessen wurde.

Die Postbank-Studie „Altersvorsorge in Deutschland“ ist in diesem Jahr bereits zum neunten Mal in Folge seit 2003 in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach erstellt worden. Für die Studie wurden in einer repräsentativen Umfrage in diesem Jahr 1.771 in Deutschland lebende Bürger ab 16 Jahre befragt.

Erschreckend sei dass nur etwa die Hälfte der jungen Berufstätigen unter 30 Jahren noch einen Ausbau der eigenen privaten Altersvorsorge plane. Das sei ein Negativrekord seit 2003 meinen die Autoren der Studie.

Klaren Favorit in der Altersvorsorge sei laut der Studie das Eigenheim. Jeder Dritte der an privater Vorsorge interessierte Berufstätigen plane den Bau oder Kauf der eigenen vier Wände. Ein neuer Trend sind mehr Berufstätige die zur Altersvorsorge in Goldmünzen oder Goldbarren investieren als Alternative zu einer privaten Riester-Rente.

Verschuldung in Europa verunsichert Deutsche

Laut Postbank-Studie betrifft die größte Sorge der Bundesbürger eine Entwertung von Ersparnissen durch Inflation. Jeder dritte Deutsche befürchtet dies aktuell. Dass durch Zahlungen Deutschlands an andere Länder Geld für die staatliche Rentenkasse fehlt, beunruhigt 30 Prozent der Bundesbürger.

Wie nachhaltig die Verunsicherung ist, zeigt ein weiteres Ergebnis der Studie: 43 Prozent aller Berufstätigen fragen sich „welche private Anlageform überhaupt noch Sinn macht“. Jeder Dritte hat auch stärkere Zweifel an der Sicherheit der privaten Altersvorsorge.

Geringer Ausbau der Altersvorsorge in Deutschland

Mit der wachsenden Unsicherheit erlahmt der Ausbau privater Altersvorsorge in Deutschland. Fast vier von zehn Berufstätigen geben aktuell an, keinen Ausbau mehr zu planen. Bei der Gruppe die vorsorgt, hat sich die Höhe ihrer monatlichen Beiträge um sechs Prozent gegenüber 2010 auf derzeit 188 Euro im Monat reduziert.

Auffällig ist das Verhalten der jungen Berufstätigen im Alter von 16 bis 29 Jahren. Unter ihnen will nur rund die Hälfte noch weiter privat vorsorgen. Zum Vergleich: Vor dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 waren es noch 65 Prozent.

Ein Viertel der jungen Berufstätigen sagt jetzt ausdrücklich, nicht weiter vorsorgen zu wollen – ein Rekordwert in den Messungen der Postbank-Studien seit 2003 und eine Verdopplung allein gegenüber dem Jahr 2010.

Gold schlägt in der Gunst aktuell die Riester-Rente

Die Suche nach einer vermeintlich sicheren Altersvorsorge lässt das Interesse an Goldbarren und Goldmünzen stark ansteigen. Mit 13 Prozent plant mehr als jeder achte Berufstätige, der seine private Vorsorge noch ausbauen will, einen Goldkauf. Eine private Riester-Rente kommt hier auf nur zwölf Prozent.

Spiegelbildlich ist dazu die Einschätzung, welche Anlageform als „besonders sicher“ gesehen wird. Hier kommt das Gold auf 39 Prozent und die private Riester-Rente auf nur 21 Prozent.

Der „Wohn-Riester“ für die Anschaffung eines Eigenheims erreicht gar nur sieben Prozent der Nennungen. Allerdings: Vier von zehn Berufstätigen hörten in der diesjährigen Postbank-Befragung „jetzt zum ersten Mal vom Angebot Wohn-Riester“.

Immobilien und die betriebliche Altersvorsorge sind Gewinner

Jeder dritte Berufstätige, der seine Altersvorsorge noch erweitern will, plant den Erwerb einer eigenen Wohnung oder eines eigenen Hauses. Dies sind gut 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Wertschätzung des Eigenheims als „ideale Vorsorgeform“ ist bei jungen Berufstätigen unter 30 und bei Berufstätigen in Ostdeutschland gewachsen. Hier schließen die Ostdeutschen mit 64 Prozent nun erstmals fast auf das Niveau im Westen auf, wo der Wert bei 68 Prozent liegt.

Die Zahl der erteilten Baugenehmigungen im ersten Halbjahr 2011 stieg gegenüber dem Vorjahr, nach den Daten des Statistische Bundesamt, um gut 25 Prozent. Es wurden damit bereits fast zwei Drittel des Gesamtvolumens von 2010 erreicht. Bei steigendem Interesse und niedrigen Zinskonditionen für die Finanzierung könnte ein Aufwärtstrends im Immobilienbereich erwartet werden.

Neben Sachwerten gibt es noch eine Vorsorgeform, die 2011 in allen Bereichen zulegen kann: Die Betriebliche Altersvorsorge (bAV). Als „Ideale Form der Alterssicherung“ wird sie aktuell mit 48 Prozent der Befragten von jedem Zweiten genannt. Glatt verdoppelt hat sich gegenüber dem Vorjahr auch die Zahl derer, die hierin jetzt vermehrt investieren wollen.

Dr. Michael Meyer, Retailvorstand der Postbank AG, gab heute bei der Vorstellung der Postbank-Studie zur „Altersvorsorge in Deutschland 2011/2012“ folgende Empfehlungen:

1. Angebote zur privaten Altersvorsorge müssen stärker motivieren!
„Das Vorziehen staatlicher Förderung, etwa als attraktive „Sofort-Prämien“ bei Riester-Produkten gleich zu Beginn der Vertragslaufzeit, könnte verstärkte Anreize schaffen, insbesondere für berufstätige Frauen mit niedrigeren Einkommen, wo die Vorsorgeanstrengungen noch zu gering sind.“

2. Angebote zur betrieblichen Altersvorsorge ausweiten!
„Vermehrte Beratung in den Unternehmen aber auch eine breitere Palette von Angeboten sind hier erforderlich, die auf unterschiedliche Einkommens- und Familiensituationen individueller eingehen.“

3. Die positive Stimmung zum Immobilienerwerb nutzen!
„Das Förderangebot des Wohn-Riesters ist kompliziert. Eine einfachere und schneller fühlbare Förderung könnte wie beim Ur-Produkt Riester-Rente hier deutlich höhere Nutzungszahlen bewirken.“

Studie: BMW weniger gefragt als bAV

Mittwoch, Oktober 19th, 2011

Studie. Die Betriebliche Altersvorsorge (bAV) hat in kleineren Unternehmen die größten Wachstumschancen. Aus Sicht der Arbeitnehmer liegt das Angebot knapp vor der Wahl eines Dienstwagens, bei Arbeitgebern überwiegt die Fürsorgepflicht und vor allem die Chance der Mitarbeiterbindung.

Im aktuellen „bAV-Report 2011/2012“ des Instituts YouGovPsychonomics wurden im Auftrag der Zurich Versicherung über 550 bAV-Verantwortliche in deutschen Firmen mit bis zu 500 Mitarbeitern – darunter 100 Geschäftsführer befragt. Zusätzlich wurden 54 bAV-Verantwortliche in Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern interviewt.

Neun von zehn Unternehmen (85 Prozent) stellen für ihre Mitarbeiter ein Angebot bereit und 90 Prozent sehen in ihrer Offerte sogar eine besondere Fürsorgepflicht. Die bAV wird geschätzt und doch verkannt. Nur etwa jeder vierte bAV-Verantwortliche gibt an von
Mitarbeitern auf das Thema bAV angesprochen zu werden.

Nutzen der bAV ist unumstritten

Die Fürsorgepflicht steht für Entscheider an erster Stelle. Seit 2002 haben alle Beschäftige, die sozialversicherungspflichtig sind, ein Recht auf Entgeltumwandlung. Damit müssen die Arbeitgeber auch ein entsprechendes bAV-Angebot auf Wunsch
unterbreiten können. Unabhängig von dieser gesetzlichen Regelung sehen auch 82 Prozent der Befragten in der bAV den höchsten Effekt in Bezug auf die Versorgung ihrer Mitarbeiter.

Das wichtigste Argument für das Angebot einer bAV sehen mit 88 Prozent die Mehrheit der Befragten in ihrer Fürsorgepflicht gegenüber ihrer Belegschaft. „Unstrittig ist für die Entscheider der hohe Nutzen der bAV – für Mitarbeiter und Unternehmen. So nennen 64 Prozent die Möglichkeit zur Senkung der Lohnnebenkosten als ein weiteres Argument. Und auch Mitarbeiterbindung und Motivation zählen zu den Motiven der Arbeitgeber“, erklärt Dr. Marco Arteaga, Zurich Vorstand für den Bereich Corporate Life & Pensions.

Altersvorsorge in der Gunst knapp vor dem Dienstwagen
Nach der Einschätzung der Befragten nimmt die bAV bei der Bindung vorhandener Mitarbeiter eine wichtige Rolle ein: 59 Prozent der Befragten geben an, dass das Angebot einer bAV eine wesentliche Maßnahme zur Bindung ihrer Mitarbeiter darstellt. Somit nimmt die bAV nach Einschätzung der Entscheider eine ähnliche Attraktivität wie die
Bereitstellung eines Dienstwagens ein.

Je größer das Unternehmen, desto größer das bAV-Interesse
In Unternehmen mit 51 bis 100 Mitarbeitern erwartet jeder vierte bAV-Entscheider, dass mehr als die Hälfte der Belegschaft Interesse an einem bAV-Abschluss hat.

In Unternehmen mit über 1.000 Beschäftigten denkt dies bereits jeder zweite der  bAV-Entscheider.

Haftungsrisiken und Zusatzaufwand schrecken
Obgleich der bAV-Nutzen weitgehend unbestritten ist befürchten bAV-Entscheider eventuelle Haftungsrisiken oder Zusatzaufwände für ihr Unternehmen. 60 Prozent sind der Ansicht, dass die Haftungsrisiken noch immer unterschätzt werden. Und zwei Drittel der Befragten meinen, dass die gesetzlichen Regelungen den Umgang mit der bAV erschwert haben.

„My ass compact“ und die Heiterkeit der Sprache

Mittwoch, Oktober 12th, 2011

Kompakt von vorne bis hinten
Die Pressesprecherin der Assekuranz-Zeitschrift „AssCompact“ warb für den neuen Blog des Hauses „myAssCompact“. Die Dame war überrascht, welche Heiterkeit diese Anglizismen vor allem beim englischsprachigen deutschen Fachpublikum auslöste. Auf Anfragen erläuterte sie, dass „Ass“ für Assekuranz stehe.

Eine Auto sollte fahrbereit sein
Die amerikanische Automarke Chevrolet untersuchte, warum das Modell „Chevy Nova“ bei den spanisch sprechenden Kunden im benachbarten Mexiko schlecht gekauft wurde. Es stellte sich heraus, dass dort „no va“ mit „fährt nicht“ übersetzt wird.

„Mist-Stick“ ist wenig charmant
Die Firma Clairol führte einen neuen Lockenhaarstab mit der amerikanischen Markenbezeichnung in Deutschland ein. Der Lockenstab mit dem klangvollen Namen „Mist Stick“ begeisterte nur sehr wenige Käuferinnen.

Coca-Cola mit neuem Geschmack
Der Coca-Cola Konzern expandiert in China, lokale Marketing-Experten machten den Weltkonzern darauf aufmerksam, dass es für den Markennamen einen vergleichbaren chinesischen Wortlaut gibt. Er bedeutet: „Beiss in die Wachs-Kaulquappe“.

So viel Natur muss nicht sein
Eine Firma aus Finnland wollte einen Enteiser für das Türschloss- mit dem Originalnamen in den USA einführen – sein Name auf amerikanisch: „Super Piss“.

Ein Angebot für Kannibalen?
Die amerikanische Firma Gerber bot Baby-Nahrung in verschiedenen afrikanischen Ländern an. Auf den Gläsern klebte, wie in den USA auch, ein Etikett mit einem Babybild. Was die Firma Gerber jedoch nicht wusste: Da breite Bevölkerungsschichten nicht lesen können, ist es in vielen afrikanischen Ländern üblich, auf den Etiketten das abzubilden, was in Gläsern und Konserven drin ist.

Ein Schuss in den Wind
Der amerikanische Milchproduktehersteller namens „Pet“ wollte seine Produkte im französischsprachigen Quebec vermarkten. „Pet“ bedeutet im französischen aber „Furz“.

Nichts für Passagiere mit Flugangst
Die ägyptische Fluglinie „Misair“ erlitt in allen französischsprachigen Ländern eine Bauchlandung: Der Firmenname bedeutet im französischen „Elend“.

Alternativ-Medizin
Die finnische Biersorte „Koff“ sorgte nach ihrer Einführung durch die Brauerei in den USA für Erheiterung: „Koff“ bedeutet „Husten“.

Nerviger Staubsauger
Die Firma Electrolux versuchte einen ihrer Staubsauger in den USA einzuführen. Der Werbespruch sollte in etwa lauten: „Nichts saugt, wie ein Electrolux“. Die Übersetzung lautete aber „Nothing sucks like an Electrolux“, was so viel bedeutet wie „Nichts nervt wie ein Electrolux“.

Studie: Die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit

Dienstag, Oktober 11th, 2011

München, 11.10.2011  – Der deutsche Sozialstaat sieht ab 2012 vor, dass die Menschen mindestens bis zum 67. Lebensjahr arbeiten sollen und erst dann in Rente gehen. Das Berufsleben kann aber unverhofft ein jähes Ende nehmen – durch Krankheit oder Unfall. „Mir passiert schon nichts“, denken viele Deutsche. Die Realität sieht leider anders aus, denn jeder vierte Arbeitnehmer muss seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.

Welche Gründe bei den Versicherten von Swiss Life zu einer Berufsunfähigkeit (BU) geführt haben, hat der Lebensversicherer in einer Studie untersucht. Da der Versicherer selbst über einen großen Zahl an gegen Berufsunfähigkeit versicherte Kunden verfügt, konnten hier eigene Daten untersucht werden.

Schon seit Anfang der 90er-Jahre seien Erkrankungen der Wirbelsäule und der Gelenke für 29 Prozent der Versicherten der Hauptgrund für das Aus im Job. In den letzten Jahren hätten jedoch mit einem Anteil von 29 Prozent psychische Störungen wie Depressionen und Burnout deutlich aufgeholt

Arbeitnehmer scheinen vermehrt dem Stress am Arbeitsplatz nicht mehr gewachsen zu sein. Aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen müssen sich bereits elf Prozent aus dem Berufsleben verabschieden, acht Prozent würden durch Krebserkrankungen berufsunfähig werden und fünf Prozent der Betroffenen leiden an sonstige Krankheiten. Lediglich in 13 Prozent der Fälle ist ein Unfall der Grund, warum die Betroffenen nicht mehr arbeiten können.

Die Mehrzahl der Erwerbstätigen ist sei für Berufsunfähigkeit nicht privat abgesichert. Dies könne schnell ins finanzielle Abseits führen. Darum sei es wichtig, rechtzeitig und in aller Ruhe frühzeitig die richtige Vorsorgemaßnahme zu treffen. Wer mit einer Versicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit finanziell vorsorgt, wird auch im Fall der Fälle seinen Lebensstandard halten können.

Die Swiss Life gehöre zu den erfahrensten BU-Versicherer, Kunden könnten sich bereits seit 1894 für den Fall einer Berufsunfähigkeit absichern. Im Laufe der Jahrzehnte habe der Münchner Anbieter reichlich Erfahrung in puncto intelligenter Vorsorgekonzepte gesammelt.

Die Angebote der Swiss Life sind auch über Versicherungsmakler verfügbar.  Makler können die Bedingungen in puncto Kundenfreundlichkeit vergleichen und das Preis- und Leistungsverhältnis gegenüber anderen Anbietern überprüfen.

Die Swiss Life gehört zu den Spitzenanbietern, siehe Artikel Die besten BU-Versicherer

EWU: Analystin erwartet für 2012 Gefahr einer Rezession

Dienstag, Oktober 11th, 2011

Stuttgart. Das robuste Wirtschaftswachstum in Deutschland sei nicht von Dauer, denn aktuell würden die Aussichten wieder schlechter werden, so die aktuelle Einschätzung der W&W Asset Management GmbH, ein Tochterunternehmen der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG).

Einer Rezession, die für die Europäische Wirtschaftsunion (EWU) im nächsten Jahr zu erwarten sei, könnte sich Deutschland zwar voraussichtlich entziehen. Mit einem stark verlangsamten und nur moderaten Wachstum sei 2012 zu rechnen.
Im zweiten Quartal sei das deutsche Wirtschaftswachstum mit geschätzten 2,7 Prozent im Jahresvergleich deutlich geringer ausgefallen als im letzten Quartal. Spuren im deutschen Industriesektor hinterlässt vor allem die geringere Nachfrage aus dem Ausland. In der EWU habe sich das Wirtschaftswachstum deutlich verlangsamt.
„Inzwischen gehen wir für 2011 zwar noch von einem positiven Wachstum von 1,25
Prozent in der EWU aus, für das kommende Jahr rechnen wir allerdings mit einer
Rezession. Dieser dürfte Deutschland entgehen können, aber auch hier wird das
Wachstum 2012 nur sehr moderat ausfallen“, erläutert Ortansa Becker,
Kapitalmarktanalystin der W&W Asset Management.
Die hohe Risikoaversion der Anleger beschere den Aktienmärkten weiter deutliche
Kursverluste. „Moderates Erholungspotenzial bis Ende des Jahres birgt lediglich
die bislang noch erfreuliche Entwicklung bei den Unternehmensgewinnen sowie die
höhere Attraktivität von Aktien gegenüber Staatsanleihen angesichts des historisch
niedrigen Niveau der Renditen“, meint die Stuttgarter Kapitalmarktanalystin.

Neue Krankenkasse ab 2012: Die DAK-Gesundheit

Dienstag, Oktober 11th, 2011

Krankenkassenfusion um Kosten zu senken. Die DAK und die BKK Gesundheit fusionieren mit dem Jahreswechsel zur neuen DAK-Gesundheit. Die neue Kasse verbindet die Vorteile beider Geschäftsmodelle. In bundesweit rund 850 Servicezentren berät sie ihre Kunden. Gleichzeitig ist sie in vielen großen Betrieben verankert und bietet dort einen maßgeschneiderten Service für die Belegschaften.

„Mit dieser Verbindung zweier Stärken wird sich die DAK-Gesundheit deutlich von ihren Mitbewerbern abheben“, kommentiert DAK-Chef Herbert Rebscher die Entscheidung der Verwaltungsräte. Thomas Bodmer, Vorstand der BKK Gesundheit, betont: „Der Zusammenschluss der größten Betriebskrankenkasse und der drittgrößten Ersatzkasse bündelt die besondere Kompetenz beider Partner und bringt für die Kunden deutliche Vorteile. Die DAK-Gesundheit wird im Bereich der betrieblichen Gesundheitsangebote führend sein. Bei der Behandlung vieler Krankheiten profitieren die Versicherten von einer Vielzahl medizinischer Spezialistennetzwerke“.

Mit der neuen DAK-Gesundheit entsteht eine der größten Kassen in Deutschland. Sie wird für 5,1 Millionen Mitglieder und 6,6 Millionen Versicherte zuständig sein. Die neue Kasse wird dem Verband der Ersatzkassen (vdek) angehören und ihren Sitz in Hamburg haben. Der Haushalt der neuen Kasse wird im Jahr 2012 voraussichtlich rund 20 Milliarden Euro betragen.

Für die Kunden der beiden Kassen entsteht durch die Fusion kein zusätzlicher Aufwand. Alle Krankenversicherungskarten gelten weiter, alle Behandlungen können ohne Einschränkungen fortgesetzt werden. Auch die Zusatzversicherungen mit ihren Vorzugskonditionen bleiben weiter bestehen.

Starke Synergieeffekte erwartet

Durch den Zusammenschluss wollen die beiden Partner deutliche Synergieeffekte nutzen. Die beiden Kassen bündeln ihr Vertragsmanagement sowie ihre Versorgungsangebote. Beide Unternehmen stellen zurzeit ihre Informationstechnologie auf die neue GKV Standardsoftware iskv 21c um. Diese neue Software schafft Lösungen für effiziente und kundenorientierte Prozesse.

Ziel der Modernisierung und Zusammenlegung sei die Senkung der Verwaltungskosten. Darauf hoffen die Versicherten beider Kassen, da sie momentan Zusatzbeiträge bezahlen müssen. Gelingt der neuen DAK-Gesundheit die Kosteneinsparung, dann könnte der lästige Zusatzbeitrag wieder entfallen.

GDV: Deutliches Nord-Süd-Gefälle im Kfz-Diebstahl

Samstag, Oktober 8th, 2011

Berlin. Der Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft (GDV) teilt mit dass im Jahr 2010 in Deutschland insgesamt 36.551 Kraftfahrzeuge gestohlen wurden. Das sind 3,7 Prozent weniger als 2009. Die Gesamtentschädigungssumme stieg denoch um 10,5 Prozent auf rund 348 Millionen Euro.

Im Jahr 2010 wurden insgesamt 19.503 kaskoversicherte Pkw gestohlen. Damit nimmt die Anzahl der Autodiebstähle in Deutschland im zweiten Jahr seit 1993 wieder zu.

„Der Anstieg hat im Vergleich zu 2009 zwar abgenommen, ist aber dennoch sehr ärgerlich“, so Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der GDV-Hauptgeschäftsführung. „Von den Diebstahlzahlen Anfang der 90er-Jahre, als weit mehr als 100.000 Pkw jährlich gestohlen wurden, sind wir aber weit entfernt.“ In den Jahren von 1993 bis 2008 waren die gemeldeten Diebstähle in der Kaskoversicherung noch um bis zu 20 Prozent (2006) zurückgegangen. Die Häufigkeit der Diebstähle kann über die Tarifmerkmale der Typklasse und der Regionalklasse auch die Höhe der Prämie in der Kaskoversicherung beeinflussen.

Das geringste Diebstahlrisiko haben Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Hier wurden durchschnittlich nur 0,2 von 1.000 Pkw gestohlen. Bundesweit lag die Diebstahlrate pro 1.000 kaskoversicherter Fahrzeuge dreimal so hoch bei 0,6 (2009: 0,5).

Den Zahlen der jährlichen Untersuchung zum Autodiebstahl der Deutschen Versicherer zufolge, schlagen die Autodiebe auch in 2010 in Berlin am schlimmsten zu: In der Hauptstadt wurden 2010 pro 1.000 zugelassenen Fahrzeugen 3,7 gestohlen. Insgesamt wurden in Berlin 3.290 Pkw geklaut – 8,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch die Großstädte Sachsens sind vom Anstieg der Autodiebstähle besonders betroffen: Hier gab es einen Anstieg von 20,1 Prozent in Dresden und 13,8 Prozent in Leipzig. In Bremen dagegen ist der PKW-Diebstahl nochmals um 21,2 Prozent zurückgegangen. Auch im Saarland gab es 2010 14 Prozent weniger Autodiebstahl als 2009, in Baden-Württemberg 9,2 Prozent weniger.

Eine dramatische Zunahme von Autodiebstählen auch in einige Großstädten Nordrhein-Westfalens. So gab es in der Stadt Bielefeld nahezu 70 Prozent mehr Autodiebstähle als im Jahr 2009. In Dortmund wurden 53,8 Prozent mehr Autos gestohlen, in Köln 33,9 Prozent. Auch in den Zulassungsbezirken Wuppertal Stadt (43,8 %), Essen Stadt (24,7 %), Detmold (37,2 %) und Arnsberg (27,4 %) stieg die Anzahl der gestohlenen PKW deutlich. Insgesamt wurden in Nordrhein-Westfalen 4.063 Autos gestohlen – 14,7 Prozent mehr als 2009.

Wie im vergangenen Jahr liegt der Toyota Lexus RX400 Hybrid (HXU3A) an der Spitze der Diebstahlliste. Er wurde am häufigsten gestohlen. Insgesamt 21,2 pro 1.000 versicherter Fahrzeuge dieses Typs wechselten ungewollt den Besitzer. Auf Platz zwei folgt der BMW M390 (M3 Coupe) mit 18,8 gestohlenen Exemplaren pro 1.000. Der VW 7DZ (T4 Caravelle, Multivan 2.5 TDI) folgt mit 15 gestohlenen Fahrzeugen pro 1.000 auf Platz drei.

Das höchste Diebstahlrisiko der Automarken hatte 2010 die Marke Porsche mit 1,7 gestohlenen Fahrzeugen pro 1.000 versicherter Fahrzeuge. Auf Platz zwei die Marke Audi (1,3 von 1.000) und auf drei General Motors (1,2 von 1.000), gefolgt auf Rang 4 von BMW (1,1 von 1.000) und Rang 5 VW (1,0 von 1.000).

Diebstahl von Zweirädern rückläufig
Bei den Zweirädern sind die Diebstahlzahlen insgesamt zurückgegangen. Bei Mofas und Mopeds ist sogar ein Rückgang von 23,7 Prozent zu verzeichnen, bei Leichtkrafträdern und Motorroller um 15,5 Prozent. Bei Krafträdern und Motorroller waren es 7 Prozent weniger Diebstähle. 6.451 Mofas und Mopeds, 3.957 Krafträder und Motorroller sowie 1.230 Leichtkrafträder und Motorroller wurden gestohlen.

Deutsche Sicherheitsnorm in Spanien geadelt

Freitag, Oktober 7th, 2011

Spanische Behörden fordern für Alarmanlagen künftig Euronorm-Konformität. Der Nachweis muss mittels Zertifizierung von speziell ausgewählten Prüfstellen erfolgen – darunter auch die von der deutschen Assekuranz unterstützte VdS (Vertrauen durch Sicherheit).

Köln, 7. Oktober 2011. In einem bisher einmaligen Vorgang hat König Juan Carlos per Dekret für ganz Spanien die Umsetzung von Europäischen Normen für Alarmanlagen verordnet.

Jetzt müssen alle in Spanien in Verkehr gebrachten Produkte die Anforderungen der Euronorm (EN) 50131 (für Einbruch- und Überfallmeldeanlagen), EN 50132 (für Videoüberwachungsanlagen), EN 50133 (für Zutrittskontrollanlagen) oder EN 50136 (bei Installationen in auf Alarm-Empfangsstellen aufgeschaltete Anlagen) erfüllen.

Den iberischen Sicherheitsverantwortlichen reicht es aber nicht aus, dass eine hierfür akkreditierte europäische Prüf- und Zertifizierungsstelle (PÜZ-Stelle) die Konformität mit den neuesten Ausgaben der Normen feststellt. Nur speziell ausgewählte PÜZ-Stellen werden von den spanischen Behörden akzeptiert – Voraussetzung ist ein nachgewiesen hoher Qualitätsstandard. Eines dieser wenigen akzeptierten Institute ist VdS.

„Das unterstreicht eindrucksvoll unsere Reputation in Europa“, erklärt Günter Grundmann, Leiter der VdS-Laboratorien für Sicherungstechnik. „Unsere Kunden wissen: Wenn sie ihre Produkte bei VdS prüfen und zertifizieren lassen, ist das eine sichere Investition für einen globalen Marktzugang. Die länderübergreifende Anerkennung für unsere Prüfleistungen ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil und reiht sich in die zahlreichen Alleinstellungsmerkmale der VdS-Laboratorien ein.“