Archive for Juni, 2012

Continentale Verbund – sechs Versicherer auf Erfolgskurs

Mittwoch, Juni 20th, 2012

Der Continentale Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit ist im Jahr 2011 gegen den Branchentrend deutlich gewachsen. Einem Rückgang der Beitragseinnahmen der Branche steht bei dem Verbund aus sechs Versicherern ein deutliches Plus der Beitragseinnahmen gegenüber.

„Das ist der Lohn unserer auf Solidität und Beständigkeit ausgerichteten Geschäftspolitik. Wir haben in der Vergangenheit bei einigen Branchentrends, die wir für bedenklich halten, nicht mitgemacht. Dabei haben wir auf Geschäft verzichtet und sehen jetzt, dass sich diese nachhaltige Strategie auszahlt“, so der Vorstandsvorsitzende Rolf Bauer.

Der Verbund steigerte seine Beitragseinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Das Geschäftsergebnis der Continentale lag mit 336,5 Millionen Euro exakt auf dem Niveau des Vorjahres. Die Kapitalanlagen konnten um 4,1 Prozent auf 15,7 Milliarden Euro gesteigert werden. Abschreibungen in nennenswerter Höhe wegen der anhaltenden europäischen Finanzkrise musste der Verbund nicht vornehmen. Die Summe der Leistungen ging um 10,2 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zurück.

Deutlicher Zuwachs in der Krankenvollversicherung
Die Continentale Krankenversicherung a.G. konnte ihre Beitragseinnahmen um 2,1 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro steigern. Die Branche wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent. Im Jahr 2011 konnte der Versicherungsverein seinen Bestand an Vollversicherten um rund 2.000 Personen ausbauen und zählt damit weiterhin zu den wachstumsstarken Krankenversicherern. „Weiteres deutliches Wachstum in der Vollversicherung in Kombination mit einem Anstieg der Beitragseinnahmen unter Marktniveau ist für uns eine ideale Kombination“, betonte Rolf Bauer. Denn damit basiere das Wachstum der Continentale überwiegend auf Neugeschäft und nicht auf Beitragserhöhungen für die Versicherten.

Beitragsgarantie für verkaufsstärkste Tarife
Getragen wurde das Wachstum von den Tarifen ECONOMY und COMFORT. Für beide Tarife und den stationären Zusatzversicherungstarif SGII garantiert die Continentale heute schon die Beiträge für das Jahr 2013, Beitragsanpassungen sind in diesen Tarifen nicht notwendig.

Die Leistungen des Unternehmens für seine Versicherten erhöhten sich um 1 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Sehr erfreulich entwickelten sich die Kapitalanlagen – sie stiegen um 4,9 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro. Die Nettoverzinsung blieb mit 3,9 Prozent angesichts der Niedrigzinsphase weiterhin auf gutem Niveau. Das Geschäftsergebnis in Höhe von 155 Millionen Euro kommt wie immer vollständig den Mitgliedern des Versicherungsvereins, also den Versicherten, zugute. Es stieg gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent.

Konservative Strategie in der Lebensversicherung bestätigt
Im Geschäftsfeld Lebensversicherung stiegen die Beitragseinnahmen des Serviceversicherers Continentale Lebensversicherung um 0,5 Prozent auf 563 Millionen Euro: Die Branche musste hingegen einen Rückgang von 4,6 Prozent hinnehmen. Grund dafür war der Einbruch des Geschäfts bei Lebensversicherungen gegen Einmalbeitrag um 17 Prozent. Bei diesem Geschäft, das das Branchenwachstum der vergangenen Jahre getragen hatte, war die Continentale sehr zurückhaltend geblieben und hatte weiterhin auf Lebensversicherungen gegen laufenden Beitrag gesetzt. Rolf Bauer: „Wir haben hier die Interessen unserer Bestandskunden immer über ein risikoreiches Wachstum gestellt. Wir sehen uns durch die Normalisierung des Marktes in unserer Strategie bestätigt.“

Die Leistungen der Continentale Lebensversicherung gingen um 33,8 Prozent auf 506 Millionen Euro zurück; die Kapitalanlagen stiegen um 1,5 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Die Nettoverzinsung lag mit 4,1 Prozent auf Marktniveau.

Die Continentale Lebensversicherung bietet ihren Kunden auch im Jahr 2012 eine sehr attraktive laufende Verzinsung in Höhe von 4,15 Prozent. Inklusive Schlussüberschuss und Beteiligung an den Bewertungsreserven ergibt sich eine Gesamtverzinsung von rund 5,0 Prozent. Der Überschuss nach Direktgutschrift ging um 29,6 Prozent auf 80 Millionen Euro zurück.

EUROPA: Weiterhin hohe Gesamtverzinsung
Die Beitragseinnahmen des Direktversicherers Europa Lebensversicherung stiegen um 2,1 Prozent auf 292 Millionen Euro. Die Leistungen gingen um 1 Prozent auf 336 Millionen Euro zurück. Die Kapitalanlagen der Europa Lebensversicherung stiegen auch im Jahr 2011 deutlich um 6,5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Das Geschäftsergebnis lag mit 77 Millionen Euro gering unter Vorjahresniveau. Die Europa Lebensversicherung liegt 2012 mit einer laufenden Verzinsung von 4,35 Prozent und einer Gesamtverzinsung von 5,2 Prozent weiterhin in der Spitzengruppe der Branche.

Deutliches Wachstum auch in der Kfz-Versicherung
Im Geschäftsfeld Sachversicherung gab es deutliches Wachstum bei allen drei dort tätigen Verbundunternehmen. Der Serviceversicherer Continentale Sachversicherung konnte den Branchenzuwachs von 2,7 Prozent mit einem Anstieg der Beitragseinnahmen um 6 Prozent auf 335 Millionen Euro deutlich übertreffen. In der Kfz-Versicherung gelang ein Zuwachs von 10,2 Prozent gegenüber dem Plus der Branche von 3,5 Prozent.

In der Rechtsschutzversicherung wurden die Beitragseinnahmen um 12 Prozent gesteigert.

Die Leistungen der Continentale Sachversicherung gingen um 15 Prozent auf 175 Millionen Euro zurück, das Geschäftsergebnis wuchs um 34 Prozent auf 17,7 Millionen Euro. Die Kapitalanlagen des Versicherers belaufen sich auf 662 Millionen Euro, ein Plus von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Beitragseinnahmen des Direktversicherers Europa erhöhten sich um 3,5 Prozent auf 107 Millionen Euro. Die Leistungen des Kölner Versicherers stiegen um 7,2 Prozent auf 92 Millionen Euro; die Kapitalanlagen gingen um 3,6 Prozent auf 204 Millionen Euro zurück. Das Geschäftsergebnis lag bei 6,2 Millionen Euro gegenüber 8,1 Millionen Euro im Vorjahr.

Erfolgreich auch im Internet
Der ausschließlich in der Sparte Kfz tätige, reine Internet-Versicherer deutsche internet versicherung verzeichnete bei einem insgesamt positiven Geschäftsergebnis einen Anstieg der Beitragseinnahmen um 18 Prozent auf 11,4 Millionen Euro. Die Leistungen erhöhten sich um 15 Prozent auf 11,2 Millionen Euro, das Geschäftsergebnis lag bei 0,3 Millionen.

Autofahrer-Studie: Bremswege unterschätzt

Donnerstag, Juni 14th, 2012

Eine aktuelle Studie deckt Wissenslücken beim Thema Verkehrssicherheit und Bremsweg auf. Die Faustregel „Halber Tachoabstand“ ist nur bedingt anwendbar. Der Sicherheitsfaktor Stoßdämpfer ist nur jedem zweiten Fahrer bekannt

Bei der Führerscheinprüfung ist die Berechnung des Bremswegs eine Standardfrage. Trotzdem herrscht zum Teil große Ahnungslosigkeit auf deutschen Straßen. So weiß nur Einer von Vier deutschen Autofahrern wie man den Bremsweg richtig kalkuliert.

Das ergab jetzt eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag der ZF Friedrichshafen AG. Dabei wurden 1.025 Personen zwischen 18 und 69 Jahren zu verschiedenen Themen der Verkehrssicherheit befragt.

Die Ergebnisse der Befragung zeigen: Beim Thema Verkehrssicherheit müssen die Deutschen nachsitzen. So schätzen mehr als die Hälfte der Befragten den Bremsweg falsch ein. Nur 23 Prozent sind sich sicher, wie man den Bremsweg überhaupt berechnet. Was viele nicht wissen: Die Faustregel „halber Tachoabstand“ ist eine knappe Angelegenheit. „Bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern erfolgt die Einleitung des Bremsvorgangs – bedingt durch die Reaktionszeit – erst nach ca. 14 Meter. Für den eigentlichen Bremsweg benötigt man zusätzlich nochmals mindestens 10 Meter – bei optimalen Bedingungen“, erklärt Dr. Christoph Pelchen, Leiter Fahrwerk, Gesamtfahrzeug in der Vorentwicklung bei ZF. „Diverse Einflussgrößen wie etwa schlüpfriger Untergrund oder eine spätere Reaktion des Fahrers verlängern den Bremsweg teils erheblich.“

Modernste Technik leistet einen wesentlichen Beitrag zur hohen aktiven und passiven Sicherheit heutiger Fahrzeuge. Besonders das Fahrwerk eines Pkw beeinflusst maßgeblich Fahrkomfort, Fahrdynamik und Fahrsicherheit – also vieles, was Autofahren subjektiv erlebbar und auch sicherer macht. Eine wichtige Einzelkomponente im Fahrwerk ist der Schwingungsdämpfer oder Stoßdämpfer. Dieser ist neben seinem Einfluss auf Dynamik und Komfort wesentlich für die Fahrzeugsicherheit.

Die Studie von ZF zeigt: Nur jeder Zweite weiß von dieser wichtigen Rolle der Stoßdämpfer. Aber Stoßdämpfer ist nicht gleich Stoßdämpfer: Während herkömmliche Stoßdämpfer eine fest eingestellte Dämpfungshärte haben, passt sich das Echtzeit-Dämpfungssystem Continuous Damping Control (CDC) von ZF schnell an das jeweilige Fahrverhalten an. Innerhalb weniger Millisekunden wird die optimale Dämpfungshärte justiert – und zwar individuell für jedes einzelne Rad: Bei Bremsmanövern beispielsweise vermindert eine harte Dämpfung an der Vorderachse das typische „nach-vorne-Nicken“ des Fahrzeugs und erhöht somit die Fahrsicherheit.