Archive for Juli, 2012

Unfallversichert im Ferienjob

Montag, Juli 16th, 2012

Viele Schüler und Studenten treten in Deutschland im Sommer einen Ferienjob an. Wie sieht das mit dem Versicherungsschutz aus?

Ferienjobber sind wie alle anderen Arbeitnehmer gesetzlich unfallversichert, egal ob als Büroaushilfe oder Produktionshelfer. Sobald sie in den Betrieb eingegliedert und an die Weisungen des Arbeitgebers gebunden sind – unabhängig von der Dauer des Jobs
oder der Höhe des Entgelts. Darauf weist die gesetzliche Unfallversicherung (VBG) in Hamburg hin.

Versicherungsschutz besteht nicht nur während der Arbeit, sondern auch auf dem Hin- und Rückweg zum Ferienjob. Zahlt der Unternehmer ein Entgelt, sind Ferienjobber über das DEÜV-Verfahren bei der Minijob-Zentrale anzumelden und das beitragspflichtige Entgelt dem zuständigen Unfallversicherungsträger im jährlichen Entgeltnachweis zu melden.

Wenn es zu einem Arbeitsunfall kommt, erbringt die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten für die Rehabilitation und die finanzielle Entschädigung der Verunglückten. Zuständig ist der Unfallversicherungsträger, dem das Unternehmen angehört.

Kostenrisiko Demenz – private Absicherung schützt im Pflegefall

Freitag, Juli 13th, 2012

Immer mehr Menschen sind wegen Demenz auf fremde Hilfe angewiesen. Mit den damit verbundenen Pflegekosten werden Betroffene und ihre Familien aber oft alleine gelassen. Eine gute private Absicherung schützt vor diesem Vermögensverlust.

In Deutschland sind derzeit etwa 1,2 Millionen Menschen von einer mittelschweren oder schweren Demenz betroffen – Tendenz steigend. Prognosen sagen rund zwei Millionen Demenzkranke im Jahr 2050 voraus. „Dank des sozialen und medizinischen Fortschritts werden die Menschen immer älter. Dadurch kommt es häufiger zu Erkrankungen, die in erster Linie im Alter auftreten, wie beispielsweise Demenz“, erklärte Prof. Dr. Hans Förstl bei einer Veranstaltung des Lebensversicherers Swiss Life in Deutschland. Der Arzt ist seit 1997 Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik der Technischen Universität München und beschäftigt sich seit fast 30 Jahren mit den praktischen Problemen und Grundlagen von Demenz.

Was mit einfachen Gedächtnisschwächen beginnt, kann sich zu einer gravierenden Veränderung des gesamten Menschen entwickeln. Die Ursachen für Demenz sind vielfältig: Fast alle alten Menschen entwickeln Alzheimer-Veränderungen des Gehirns, viele leiden zusätzlich unter Durchblutungsstörungen und anderen Krankheiten.

Hoffnungen auf baldige Wundermittel erteilte Professor Förstl eine Absage: „Wird die Demenz durch Alzheimer und Hirninfarkte hervorgerufen, lässt sie sich nicht mehr grundsätzlich beseitigen, aber ihre Symptome sind behandelbar. Demenzkranke sind mit den verfügbaren Medikamenten nach einem Jahr so leistungsfähig wie sie vor einem Jahr ohne Medikament waren.“ Ein hoher Anteil der Patienten wird im späten Krankheitsstadium pflegebedürftig. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Rund zwei Drittel aller Menschen, die in deutschen Pflegeheimen betreut werden, sind dement. Insgesamt zeigt rund ein Drittel aller Menschen in der westlichen Welt im Alter entsprechende Symptome.

Gesetzliche Pflegeversicherung hilft oft nur unzureichend
Die meisten Pflegebedürftigen werden allerdings nicht stationär betreut, sondern von ihren Angehörigen. Dabei wird immer wieder unterschätzt, welche körperlichen und psychischen Belastungen diese dabei erdulden müssen: „Oft ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem professionelle Pflegedienste oder Heime einspringen müssen – und dann wird die Pflege auch schnell sehr teuer“, erläutert Matthias Jacobi, Vertriebschef von Swiss Life in Deutschland. „Beispielsweise liegen die Kosten bei stationärer Pflege in Stufe III durchschnittlich bei über 3.000 Euro.“

Fatal ist: Gerade Demenzkranke erhalten oft nur unzureichende finanzielle Unterstützung aus der gesetzlichen Pflegeversicherung. Denn sie haben in vielen Fällen keine körperlichen Gebrechen, die eine Einstufung in eine der drei gesetzlichen Pflegestufen erlauben würden. Trotzdem sind sie auf fremde Hilfe angewiesen, um sich im Alltag zurechtzufinden. Betroffene und ihre Angehörigen müssen dann für die Pflegekosten selbst aufkommen.

Eine gute private Pflegerente leistet auch bei Demenz
Die Versicherungsbranche füllt diese Versorgungslücke mit speziellen Absicherungsprodukten. Zur Auswahl stehen drei unterschiedliche Versicherungstypen: Pflegetagegeld- und Pflegekostenversicherungen, die aus dem Feld der Krankenversicherung kommen, und Pflegerentenversicherungen, die von Lebensversicherern vertrieben werden. Vermittlern rät Matthias Jacobi, die Angebote genau zu prüfen: „Es gibt noch viele Pflegetagegeldversicherungen, bei denen Demenz nicht abgedeckt ist, während das bei Pflegerenten mittlerweile fast selbstverständlich dazugehört. Die Vermittler werden diese Tatsache zukünftig im Rahmen ihrer Beratung sicherlich bewusst bei der Produktauswahl für den Kunden berücksichtigen.“

Wer eine private Versicherung abschließen möchte, sollte also unbedingt darauf achten, dass das Demenzrisiko abgedeckt ist. Bei der Pflegerente von Swiss Life, dem „Pflege- & Vermögensschutz“, ist das der Fall. Dort erhöht sich außerdem die Leistungszahlung, wenn die Demenz fortschreitet. Das Ratinginstitut Morgen & Morgen zeichnete das Produkt in der Variante Sofortschutz mit der Bestnote aus.

Eine private Zusatzversicherung empfiehlt sich aber nicht nur wegen der wachsenden Zahl an Demenzfällen. Grundsätzlich ist Pflege ein echtes Vermögensrisiko. Denn die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung decken oft nur einen Teil der tatsächlichen Kosten ab – den Rest müssen Betroffene und ihre Angehörigen aus eigener Tasche finanzieren. Und der Staat springt nur ein, wenn Pflegebedürftige vorher sowohl ihr Einkommen als auch ihr Vermögen aufgebraucht haben – lediglich das sogenannte Schonvermögen ist davon ausgenommen. Außerdem gilt der Grundsatz „Kinder haften für ihre Eltern“: Wenn Pflegebedürftige die Kosten nicht selbst tragen können, müssen ihre Angehörigen einspringen.

Swiss Life Pflege- & Vermögensschutz
Wer privat mit einer Zusatzversicherung vorsorgen möchte, sollte vor allem auf Qualitätsaspekte achten, rät Jacobi: „Ein Beispiel ist die kundenfreundliche ‚Best-of-Regelung’ beim Swiss Life Pflege- & Vermögensschutz. Dadurch erhält der Kunde oft eine höhere Leistung als in der gesetzlichen Pflegerente. Denn zur Feststellung der Pflegestufe prüft Swiss Life sowohl nach den Maßstäben der gesetzlichen Pflegeversicherung als auch nach dem verbreiteten ADL-Punktesystem. Die Leistung richtet sich nach der Einstufung, die für den Versicherten am vorteilhaftesten ist.“

Der Swiss Life Pflege- & Vermögensschutz leistet bereits ab Pflegestufe I. Zusätzlich ist eine Einmalleistung möglich, mit der beispielsweise Umbaumaßnahmen finanziert werden können. Ein besonderer Clou ist die Geld-Zurück-Garantie. Denn mit dem zusätzlich versicherbaren Todesfallschutz fließt das Kapital, das nicht für Pflegeleistungen verbraucht wurde, zurück an die Angehörigen.

Matthias Jacobi ist von der Bedeutung der privaten Pflegeversicherung überzeugt: „Pflegebedürftigkeit kann nicht nur den Betroffenen ein Vermögen kosten, sondern auch seine Familie. Private Vorsorge ist daher auf jeden Fall sinnvoll.“