Archive for Oktober, 2012

Studie: So fahren die Deutschen Autos

Mittwoch, Oktober 17th, 2012

Der Verkehrssicherheits-Report 2012 von AXA nimmt das Fahrverhalten der Deutschen unter die Lupe. Die Studie beschreibt Einstellungen und Verhaltensweisen von Fahrern und informiert über Initiativen zur Verkehrssicherheit.

2012-10-17 (db) Die AXA Deutschland stellt den Verkehrssicherheits-Report 2012 vor. Das Forsa Institut hat im Auftrag des Versicherer für die repräsentativen Studie 1.102 deutsche Autofahrer ab 18 Jahren befragt, die in Besitz einer Fahrerlaubnis und in den letzten zwölf Monaten selbst gefahren sind.

Die Deutschen sind sehr selbstbewusste Autofahrer. 84 Prozent der Befragten halten Deutsche allgemein für ziemlich bis sehr gute Fahrer. Nach den eigenen Fähigkeiten befragt, lehnen sich die Deutschen sogar noch weiter aus dem Fenster, mit 96 Prozent halten nahezu alle Befragte ihre Fahrkünste für sehr gut oder ziemlich gut. Doch das eigene Bild deckt sich nicht immer mit dem tatsächlichen Fahrverhalten auf der Straße. Trotz hohem Risikobewusstsein fahren die Deutschen nicht immer vorbildlich.

Nach eigenen Angaben lassen sich deutsche Autofahrer in ihrem Fahrverhalten am meisten von dem Bewusstsein für die Risiken im Straßenverkehr (77 Prozent) und Geschwindigkeitsüberwachungen (65 Prozent) beeinflussen. Aussagen zum eigenen Fahrverhalten belegen jedoch das Gegenteil, wie der AXA Verkehrssicherheits-Report belegt.

Sportlich und schnell unterwegs

41 Prozent der Befragten gestehen ein, oft oder manchmal schneller als 65 km/h in Ortschaften oder Stadtgebieten zu fahren. Und das, obwohl 83 Prozent dies als gefährliches Fahrverhalten werten. Ein knappes Viertel der Befragten (24 Prozent) hat zudem in den letzten zwölf Monaten eine Verkehrsstrafe erhalten – vom Bußgeld über Punkte in Flensburg bis hin zur Abgabe des Führerscheins. Hauptverstoß ist mit 63 Prozent der Befragten das zu schnelle Fahren.

Sicherheitsabstand wird nicht eingehalten

86 Prozent der Befragten bewerten das Unterschreiten des Sicherheitsabstands als gefährlich. Das tatsächliche Verkehrsgebaren widerspricht dem wahrgenommenen Risiko. 66 Prozent unterschreiten nach eigenen Angaben den Sicherheitsabstand manchmal, oft oder sogar sehr oft. Das sind mehr als doppelt so viele Befragte wie bei der letzten Studie vor drei Jahren im Jahr 2009 (27 Prozent).

„Ein zu kleiner Sicherheitsabstand in Verbindung mit hohen Geschwindigkeiten kann zu gefährlichen Unfällen mit schwerwiegenden Folgen führen“, warnt Thomas Jäckel, Experte für Risiken und Versicherung rund um Kraftfahrzeuge bei AXA.

Der Gefahr sind sich 75 Prozent der Befragten bewusst und sehen in der stärkeren Kontrolle des Sicherheitsabstands auf Autobahnen eine geeignete Maßnahme für mehr Verkehrssicherheit.

Aktiv für mehr Verkehrssicherheit

Die Ergebnisse des aktuellen Reports zeigen, dass es noch viel in Sachen Verkehrssicherheit zu tun gibt.

„Als einer der größten Kfz-Versicherer in Deutschland möchten wir aktiv dazu beitragen, die Straßen sicherer zu machen“, erläutert Jäckel.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Finanz- und Geldwissen Leserservice:

Download AXA Verkehrssicherheits-Report 2012

Schottland könnte 2014 unabhängig werden

Montag, Oktober 15th, 2012

Der Weg für eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Schottlands vom Vereinigten Königreich ist ab sofort frei.

2012-10-15 (db) Der britische Premier David Cameron und der schottische Ministerpräsident Alex Salmond einigten sich heute in Edinburgh auf Eckpunkte einer Volksabstimmung und unterzeichneten ein Abkommen. Danach überträgt die Regierung in London dem Regionalparlament auf begrenzte Zeit das Recht, ein Referendum durchzuführen. Bisher hat Edinburgh keine Verfassungsbefugnisse. Stattfinden soll die Volksabstimmung im Herbst 2014.

Nur jeder Vierte Schotte will die Unabhängigkeit

Am Ende könnte über den Erfolg des Referendums wohl das Geld entscheiden. Eine der vielen Umfragen legt den Schluss nahe, dass nur eine Minderheit von 28 Prozent einen Bruch mit England will, wenn sie dabei finanziell schlechter abschneidet.
Salmond hat deshalb eine Alternative in der Hinterhand, die er maximale Dezentralisierung nennt. Diese Alternative läuft darauf hinaus, dass Schottland Teil der britischen Union bleibt, aber eigenständig Steuern erhebt.

Es ist denkbar, dass Großbritannien tatsächlich vor einer Zeitenwende steht und dass sich als letzter Akt der Auflösung des britischen Empire auch Schottland abspaltet. Möglicherweise erklärt der Norden seine Souveränität, vielleicht werden die britischen Inseln auch zu einem Bundesstaat.

Fazit: So spannend ist Schottlands Politik seit 1707 und von „Braveheart“ nicht mehr gewesen. Interessant sind auch die Zinsen, welche schottische Banken Investoren auf Tagesgelder bieten.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Mehr Transparenz für Vertrieb und Kunden

Freitag, Oktober 12th, 2012

Für mehr Transparenz in der Altersvorsorge soll der Standard Volatium sorgen. Die Heidelberger Lebensversicherung AG lässt sich als weiterer Versicherer von Morgen & Morgen zertifizieren.

2012-10-12 (db) Die Heidelberger Lebensversicherung AG zeigt sich 2012 noch transparenter und lässt sieben Altersvorsorgeprodukte entsprechend des Volatium-Standards von der Ratingagentur Morgen & Morgen GmbH zertifizieren.

Durch Volatium ist ein völlig neuer Standard für Transparenz in der Altersvorsorge entstanden. Die Ergebnisse bringen Klarheit und treffen tarifindividuell die wesentliche Aussage, welche Renditechancen und welche Risiken mit den jeweiligen Tarifen verbunden sind, wobei gleichzeitig alle Kosten berücksichtigt werden.

„Mit der Zertifizierung von sieben Altersvorsorgeprodukten nach dem Volatium-Standard entspricht die Heidelberger Leben dem Wunsch der Verbraucher nach mehr Transparenz“, so Stephan Schinnenburg, Geschäftsführer bei Morgen & Morgen.

Mit Volatium sei auf einen Blick ersichtlich, wie viel Sicherheit, wie viel Risiko und wie viel Chance der jeweilige Tarif mit sich bringt. Der Kunde erkennt, worauf er sich einlässt und was er von dem jeweiligen Tarif erwarten kann. Die detaillierten Volatium-Profile zeigen, welche Renditebereiche der einzelne Tarif mit welcher Wahrscheinlichkeit erreichen kann und wo es echte Risiken gibt.

„Uns ist es ein Anliegen, unseren Kunden und Vertriebspartnern transparente Informationen über unsere Produkte bereitstellen zu können. Das tun wir regelmäßig selbst im Rahmen unseres Fondsauswahlprozesses und nun auch mit der Volatium-Zertifizierung“, sagt Thomas Klein, Leiter Marketing und Vertrieb bei der Heidelberger Leben.

Neben der Heidelberger setzen Alte Leipziger-Hallesche, AXA, Canada Life, Gothaer, HDI, Stuttgarter, Swiss Life, Volkswohl Bund, WWK und Zurich aktuell zehn weitere namhafte Versicherer auf den neuen Standard für mehr Transparenz.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Unfälle mit Todesfolge sind vermeidbar

Donnerstag, Oktober 4th, 2012

Laut aktuellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommen jährlich 1,2 Millionen Menschen im Straßenverkehr ums Leben, 50 Millionen werden verletzt. Dieser Trend könnte nach Meinung von Experten sich in Zukunft sogar noch verstärken.

2012-10-04 (db) Die Verkehrsexperten des Allianz Zentrums für Technik (AZT) beklagen im heute veröffentlichten „Allianz Risk Pulse“ zur Mobilität und Verkehrssicherheit deutliche Defizite in der Verkehrssicherheit.
Schon durch kleine Maßnahmen wie das Anlegen eines Sicherheitsgurtes wären viele Verletzungen vermeidbar. Die Risikoexperten fordern, dass die rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen für Verkehrssicherheit weltweit gestärkt werden müssen. Verkehrsunfälle sind weltweit eine der Haupttodesursachen, die in ihrer Bedeutung für die globale Gesundheit unterschätzt werden.

„Um die steigende Zahl der Verkehrstoten wirksam zu bekämpfen, brauchen wir eine neue Sicherheitskultur. Jedes Verkehrssystem ist nur so sicher, wie sich die Verkehrsteilnehmer verhalten“, sagt Christoph Lauterwasser, Leiter des Allianz Zentrums für Technik (AZT).
Die Verkehrsexperten sehen einen deutlichen Zusammenhang zwischen Verkehrssicherheit und den wirtschaftlichen Bedingungen und technischen Standards eines Landes.

„Je geringer das Prokopf-Einkommen einer Gesellschaft desto höher das Todesrisiko im Straßenverkehr – dieser besorgniserregende Trend muss gestoppt werden, denn Verkehrssicherheit darf keine Frage des Wohlstandes sein“, sagt Lauterwasser.

In vielen Ländern muss die passive sowie die aktive Sicherheit weiter gestärkt werden. Zu passiver Sicherheit gehören das Anlegen von Sicherheitsgurten und der Gebrauch von Kindersitzen oder Helmen. Aktive Verkehrssicherheit kann durch Verkehrserziehung an Schulen und eine strengere Vergabe von Führerscheinen gestärkt werden. Gesetzliche Regelungen gegen das Autofahren unter Alkoholeinfluss sind unerlässlich, da Alkoholkonsum laut OECD für 10 bis 32 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Todesfolge verantwortlich ist. Auch Fahrer-Assistenz-Systeme können in einkommensstärkeren Ländern in einem hohen Maß zur Bekämpfung von Unfällen beitragen.

„Gezielte Aufklärung muss ein grundlegendes, kulturelles Umdenken bewirken. Dazu gehört ein entsprechendes rechtliches Rahmenwerk genauso wie der Bau von sicheren Straßen. Nur so können wir das Ziel, die Zahl der Verkehrsunfälle weltweit zu reduzieren, erreichen“, sagt Lauterwasser.

Seit 2011 unterstützt die Allianz in Kooperation mit dem „Road Safety Fund“ der FIA-Foundation die UNO-Initiative „Decade of Action for Road Safety 2011-2020”. Darüber hinaus organisieren Allianz Einheiten in aller Welt regelmäßig öffentliche Aktivitäten rund um die Verkehrssicherheit – zum Beispiel Fahrtrainings, Informationstage oder Konferenzen. Das Allianz Zentrum für Technik (AZT Automotive) gibt es bereits seit 1972: hier arbeiten Experten unter anderem in den Bereichen Verkehrssicherheit, Schadenanalyse und Reparaturentwicklung. Unter dem Motto „Drive Safely“ läuft auch das Allianz-Sponsoring der Formel 1.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Studie: Eigenheim vor Riester-Rente

Donnerstag, Oktober 4th, 2012

Seit 2003 wollten noch nie so wenige Deutsche ihre private Altersvorsorge ausbauen. Die privaten Investitionen in Vorsorge pro Monat erreichen einen neuen Tiefststand. Die Nachfrage bei den Riester-Renten sinkt. Einzig die Anlage in Immobilien ist laut einer aktuellen Studie im Aufwind.

42 Prozent der Berufstätigen in Deutschland wollen ihre private Altersvorsorge nicht mehr erweitern. In der ersten Studie 2003 waren es nur 30 Prozent der Berufstätigen. Dieser alarmierende Negativ-Rekord wurde heute von der Deutschen Postbank AG in Berlin im Rahmen ihrer zehnten Studie „Altersvorsorge in Deutschland“ vorgestellt.
Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach erstellt worden. Bei der repräsentativen Umfrage wurden 1.642 in Deutschland lebende Bürger ab 16 Jahre befragt.
Rückläufig sind laut der Studie die monatlichen Ausgaben der Berufstätigen, die vorsorgen: Investierten sie für ihre private Altersvorsorge seit der erstmaligen Messung 2005 noch im Schnitt 204 Euro im Monat, sind es jetzt nur noch 185 Euro – ein Minus von fast zehn Prozent.
Besorgniserregend ist die Entwicklung bei jungen Berufstätigen im Alter von 16 bis 29 Jahren. Von ihnen hält inzwischen mehr als jeder Vierte seine heutige Altersvorsorge bereits für ausreichend. Noch vor fünf Jahren glaubte dies nur jeder Sechste, eine Zunahme also um fast 60 Prozent.

„Alarmierend ist, dass die Bereitschaft zur privaten Altersvorsorge immer weiter sinkt“, erklärt Dr. Michael Meyer, Vorstand Geschäftsbereich Privatkunden (Retail) der Postbank. „Wir müssen davon ausgehen, dass es sich hier nicht um eine kurzfristige Erscheinung handelt, sondern um einen längerfristigen Trend.“

Als Treiber der Entwicklung lassen sich zwei Faktoren ausmachen. Mehr als die Hälfte aller Berufstätigen in Deutschland (52 Prozent) sorgt sich wegen der Staatsschulden- und der Eurokrise verstärkt um ihre Altersversorgung.

„Die Bereitschaft, neue und langfristige Vorsorgeverträge in dieser Situation abzuschließen, ist entsprechend gering“, erklärt Meyer. Aber auch die starke Konjunktur mit einer historisch hohen Beschäftigungslage in Deutschland hat hier erheblichen Einfluss. So wiegt die gute Arbeitsmarktlage offenbar viele in Sicherheit. Meyer: „In unseren zehn Jahresstudien haben noch nie so viele Befragte angegeben, dass sie das, was sie bisher für ihre Altersvorsorge tun, als ausreichend ansehen. Allein von den Berufstätigen sagen dies aktuell 44 Prozent.“
Überdies scheint sich auch die Einstellung der Menschen zu verändern: Nur noch 14 Prozent der Berufstätigen, die sich nicht ausreichend abgesichert fühlen, würden sich für eine sichere Altersvorsorge bei ihren heutigen Ausgaben einschränken. Vor zwei Jahren war dies mit 22 Prozent noch fast die Hälfte mehr.

Immobilien zur Vermietung gefragt

Immobilien als Altersvorsorge stehen in Deutschland hoch im Kurs. Fast jeder dritte Berufstätige, der seine Altersvorsorge noch erweitern will, plant laut Postbank-Studie den Bau oder Kauf eines Eigenheims. Das ist gut ein Viertel mehr als in der ersten Postbank-Studie im Jahre 2003. Zum Shooting-Star sind dabei Wohnungen oder Häuser zur Vermietung geworden: 14 Prozent der Berufstätigen wollen künftig in Mietimmobilien investieren, um ihre Altersvorsorge auszubauen. Damit hat sich das Interesse an dieser Form der Altersversorgung gegenüber 2011 glatt verdoppelt. Dabei werden vermietete Immobilien mit Abstand als rentierlichste Form aller Vorsorgeformen betrachtet.

Erbschaften im Fokus, Riester-Nachfrage sinkt

Für mehr als jeden vierten Berufstätigen spielen nach eigenen Angaben bereits erhaltene oder anstehende Erbschaften „eine wichtige Rolle bei der Planung der eigenen privaten Altersvorsorge“. Ein Drittel der Berufstätigen in Deutschland hat bereits einmal geerbt und ein weiteres Viertel kann dies künftig erwarten. Entsprechend ist die Bedeutung von Erbschaften als „ideale Form der Alterssicherung“ unter den Deutschen seit der erstmaligen Messung durch die Postbank 2003 sichtbar gestiegen: von damals 19 Prozent auf inzwischen schon 25 Prozent.
Genau entgegengesetzt verläuft die Entwicklung bei der 2002 eingeführten privaten Riester-Rente. Inzwischen sehen hierin nur noch 24 Prozent der Deutschen eine „ideale Form der Alterssicherung“. Vor fünf Jahren waren es noch etwa 31 Prozent – also gut ein Viertel mehr.