Archive for Juni, 2013

Übergangsregelung für Vermittler endet diesen Monat

Dienstag, Juni 18th, 2013

2013-06-18 (db) Am 01. Juli 2013 läuft die Übergangsfrist zur Beantragung der § 34f GewO-Lizenz ab.

Für Inhaber der bisherigen Erlaubnis nach § 34c bedeutet dies, dass für die Vermittlung von Vermögensanlagen und Investmentfonds bis einschließlich zum 30. Juni 2013 die Erlaubnis nach § 34f GewO beantragt werden muss.

Bei Nicht-Einhaltung dieser Übergangsfrist, erlischt ein wesentlicher Teil der Erlaubnis nach § 34c Absatz 1 Nr.2 GewO. Diese Vermittler werden dann ab dem 01. Juli 2013 in den unter 34f GewO definierten Bereichen ohne Erlaubnis tätig. Die Vermittlungstätigkeit ohne Erlaubnis stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro bewehrt wird.

Gestohlenes Geld orten

Montag, Juni 10th, 2013

Erstmals wurde vom Sicherheitsinstitut der Versicherer ein neues Geldortungssystem anerkannt. Das verdeckt agierende System führt Ermittler und die Polizei direkt zu Beute und Tätern.

2013-06-10 (db) Ein überraschendes Szenario: Beim Aufteilen der Beute aus einem Raub oder Diebstahl stehen plötzlich Polizisten vor den perplexen Tätern. Dieser Auftritt „aus heiterem Himmel“ lässt sich vorab sicherstellen.

Vertrauen durch Sicherheit (VdS) hat das Geldverfolgungssystem „Cashtracker“ der Firma 3SI Security Solutions anerkannt.

Der kleine Sender kann unbemerkt in den Inhalten von Kassen, Transportern oder Tresoren platziert werden. Im Falle eines Diebstahls oder Überfalls aktiviert er sich selbständig und nutzt sowohl GPS als auch das Handynetz, um per Internet sofort anzuzeigen, wo er mitsamt den Tätern und der Beute zu finden ist.

„Wir freuen uns, dass die auch langfristige Zuverlässigkeit unserer Erfindung jetzt durch Europas Nummer Eins für Einbruchschutz offiziell bestätigt wurde“, erklärt Steffen Dietrich, Verkaufsleiter Deutschland der Herstellerfirma 3SI mit Sitz in Zaventem, Belgien. „Der Cashtracker bietet eine weitere wichtige Möglichkeit, die Erfolgsquote von Diebstählen und Überfällen drastisch einzuschränken.“

„Wie üblich haben wir die Innovation in den VdS-Laboratorien harten Belastungen ausgesetzt, um auch die dauerhafte Funktionssicherheit nachzuweisen“, betont VdS-Labor-Ingenieur Fabian Busch. „Der Cashtracker meldet die Position von Diebesgut selbst nach Stürzen und Schlägen, bei extremer Hitze, Kälte und Feuchte sowie unter starken elektromagnetischen Störungen tadellos.“

Dietmar Braun, Fachjournalist für Assekuranz und Banken

Bausparförderung auch für Modernisierung

Freitag, Juni 7th, 2013

Die privaten Bausparkassen begrüßen die von der Regierungskoalition angeregten und jetzt vom Vermittlungsausschuss beschlossenen Verbesserungen bei der Eigenheimrente.

2013-06-07 (db) „Der Eigenheimbau, der die tragende Säule des Wohnungsbaus ist, wird dadurch zusätzliche Impulse bekommen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Andreas J. Zehnder. Die Entscheidung bringe eine Reihe von wichtigen Erleichterungen mit sich.

„Dazu zählt“, so Zehnder, „insbesondere die Einbeziehung des alters- und behindertengerechten Umbaus in die Förderung.“

Auch die Verlängerung der förderunschädlichen Re-Investitionsfrist bei einer zwischenzeitlichen Aufgabe der Selbstnutzung des Wohneigentums werde ausdrücklich begrüßt. Sie trage den Anforderungen an die vom Arbeitsmarkt geforderte berufliche Mobilität Rechnung. Von Vorteil für den künftigen Bauherrn sei zudem, sich nicht nur zum Renteneintritt, sondern auch noch später für eine Einmalversteuerung entscheiden zu können.

Postversicherer baut Maklervertrieb um

Donnerstag, Juni 6th, 2013

Die Notbremse hat der älteste Postversicherer Deutschlands bei seiner Maklertochter in Köln gezogen. In Doppelfunktion soll jetzt der Stuttgarter Vertriebsvorstand den Vertriebsweg enger an die Zentrale binden und neu ausrichten.

2013-06-06 (db) Die VPV Vereinigten Postversicherungen bauen ihren Makler-Vertrieb um. Lars Georg Volkmann ist seit Monatsbeginn neuer Vorstandsvorsitzender der „Vereinigte Post. Die Makler AG„. Der 47-jährige Vertriebs-Vorstand der Vereinigten Postversicherungen wurde ab 1. Juni 2013 vom Aufsichtsrat der „VPV Vereinigte Post. Die Makler AG“ zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt. Die in Köln ansässige „VPV Vereinigte Post. Die Makler AG“ ist die im Makler-Vertrieb aktive Tochtergesellschaft der VPV aus Stuttgart. Volkmann wird beide Vorstands-Funktionen parallel ausüben. Volkmann übernimmt die operative Steuerung der VPV Makler AG von Dr. Peter Schmidt. Schmidt soll in Zukunft beratend für den VPV Konzern tätig sein, hat aber die Position in Köln geräumt, die Anbindung der bisher selbständig agierenden Kölner an die Zentrale in Stuttgart-Fellbach könnte die Auflösung der dezentralen Regionalleitung bedeuten.

Als neuer Vorstandschef will Volkmann das Profil der „VPV Vereinigte Post. Die Makler AG“ enger an die Konzernzentrale in Stuttgart anbinden und die Zusammenarbeit mit den Vertriebspartnern neu ausrichten. Neben Volkmann gehört Uwe Holzhausen (62) noch dem Vorstand der VPV Makler AG an. Er verantwortet die administrativen Abläufe des Unternehmens.

Hochbetrieb bei Hochwasserhilfe

Donnerstag, Juni 6th, 2013

2013-06-06 (db) Dauereinsatz für Geschädigte und die Minderung der Schäden in Folge des Hochwassers auch beim Versicherer des Genossenschaftsverbunds und dessen Schadensdienstleister. Eine nützliche Checkliste soll Betroffenen helfen.

Rund 2.000 Schäden haben Kunden der R+V Versicherung inzwischen gemeldet – und es ist kein Ende in Sicht. In der Wiesbadener R+V-Zentrale werden alle Einsatzkräfte koordiniert, Schadenregulierer aus dem gesamten Bundesgebiet unterstützen die Versicherungsteams in den Überschwemmungsgebieten.

„Noch sind die Ausmaße dieser Hochwasser-Katastrophe nicht absehbar“, sagt Dr. Norbert Rollinger, Vorstand der R+V Schaden- und Unfallversicherung. „Oberste Priorität hat jetzt erst einmal die zügige Schadenaufnahme, damit wir den betroffenen Kunden schnellstmöglich helfen können.“

Partner der R+V im Dauereinsatz

Die Kfz-Sachverständigen des R+V-Tochterunternehmen carexpert klären Schäden an Autos, die Spezialisten der KRAVAG Umweltschutz und Sicherheitstechnik GmbH (KUSS) mobilisieren externe Partnerfirmen, die R+V-Kunden bei den Aufräumungsarbeiten helfen. Professionelle Unterstützung bei der Schadenbeseitigung leistet auch die Dienstleistungstochter Sprint Sanierung GmbH, die mit rund 1.100 Mitarbeitern und Europas größtem Trocknungsgeräte-Park von über 13.000 Maschinen im Einsatz ist.

Erste Maßnahmen für eine schnelle Schadenregulierung

Kunden mit einer Elementarschadenversicherung sollten den Schaden schnellstmöglich unter der rund um die Uhr erreichbaren und kostenfreien

R+V-Hochwasserschaden-Hotline 0800-533-1111

melden oder sich an Ansprechpartner direkt vor Ort wenden.

Wenn das Wasser abgelaufen ist, ist es ratsam, dass eine Fachfirma zügig Entfeuchtungs- oder Trocknungsgeräte aufstellt. Hochwassergeschädigte sollten Kostenvoranschläge für erforderliche Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten einholen. Wer beschädigte Gegenstände vor der Entsorgung fotografiert und eine Liste mit Anschaffungspreisen vorbereitet, beschleunigt auch damit die Schadenregulierung.

Checkliste: So vermeiden Sie Gefahr für Haus und Leben

  • Kehren Sie nur in Ihr Haus zurück, wenn keine Einsturzgefahr besteht.
  • Begehen Sie Ihr Haus im Dunkeln nur mit Taschenlampen – offenes Feuer oder Licht könnte ausgetretenes Gas entzünden.
  • Beginnen Sie erst mit dem Auspumpen der Räume, wenn der Wasserstand außen sinkt, da sonst Unterspülung oder Aufschwemmung drohen und Risse im Mauer-werk entstehen können. Im schlimmsten Fall beeinträchtigt es die Statik des Gebäudes.
  • Getrockneter Schlamm ist hart wie Beton. Spülen Sie beim Rückgang des Hoch-wassers die Schlamm- und Schmutzablagerungen vor dem Antrocknen aus.
  • Arbeiten an elektrischen Installationen sind erst möglich, wenn sich kein Wasser mehr im Haus oder in der Wohnung befindet. Lassen Sie Strom- und Gasleitungen sowie elektrische Geräte zunächst trocknen – es können Kurzschlüsse in nassen Bereichen drohen. Ziehen Sie Fachleute hinzu.
  • Nehmen Sie vor einer fachmännischen Prüfung kein Elektrogerät in Betrieb. Lassen Sie die elektrische Grundversorgung durch einen Fachmann prüfen.
  • Sind größere Mengen Heizöl ausgetreten? Rufen Sie bitte sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 zur Hilfe. Schäden durch Heizöl müssen der Wasser-behörde beim Umweltamt gemeldet werden. Verseuchte Böden und Gegenstände sind Sondermüll und gehören auf geeignete Deponien.
  • Tragen Sie wasserfeste Kleidung und vermeiden Sie Hautkontakt mit dem Flut-wasser und Schlamm. Reinigen Sie Ihre Hände immer gründlich.
  • Verzehren Sie keine kontaminierten Lebensmittel. Entsorgen Sie diese als Sonder-müll. Spülen Sie Trinkwasserleitungen gründlich und kochen Sie Leitungswasser vorsorglich 5 Minuten ab. Nutzen Sie zunächst lieber Mineralwasser zum Kochen und Trinken. Desinfizieren Sie Besteck und Geschirr und waschen Sie Wäsche über 60 °C.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Allianz fordert Ausbau des Hochwasser-Schutz

Mittwoch, Juni 5th, 2013

2013-06-05 (db) Nach den Regenfällen beruhigt sich heute vielerorts die Lage in den vom Hochwasser und Überschwemmung betroffenen Regionen in Mitteleuropa. In einigen Gebieten schwellen die Flüsse noch immer an.

Nachdem die Schaden-Hotlines in den letzten Tagen ohne Unterbrechung heiß liefen, fahren jetzt nach Angaben der Allianz SE hunderte Allianz Schadenregulierer in die betroffenen Gebiete, um Privat- und Geschäftskunden aufzusuchen und ihnen zu helfen, so schnell wie möglich wieder zum Alltag kehren zu können.

„Mit Naturkatastrophen wie diesen sind immer auch sehr persönliche Schicksale verbunden; und unsere Gedanken sind bei all den Betroffenen. Wie sorgen dafür, dass wir professionelle Schadensachverständige in die Überschwemmungsgebiete schicken, die unseren Kunden schnell helfen können“. so Clem Booth, Mitglied des Vorstands der Allianz SE.

Clem Booth, Vorstandsmitglied Allianz SE © Allianz SE

Clem Booth, Vorstand Allianz SE © Allianz SE

„Wir können das gar nicht oft genug wiederholen, aber Menschen in harten Zeiten wie diesen zu unterstützen, das ist die Aufgabe der Versicherer. Auch wenn einige schon das Ausmaß der Schäden berechnen, enthält sich die Allianz jeglicher Schätzung. Es wird noch eine Weile dauern, bis der volle Umfang der Schäden bekannt ist“, so Booth weiter.

Die Situation spitzt sich mancherorts noch zu

Wenn man sieht, wie die Menschen in Sachsen, der österreichischen Wachau oder in Prag gegen die Wassermassen kämpfen, erinnert dies an die großen Überschwemmungen im Jahr 2002.

„Viele Menschen sehen eine Parallele zu 2002. Wir können allerdings bis jetzt noch nicht dasselbe Ausmaß an Schäden feststellen“, erläutert Booth. „Ein Grund dafür ist unter anderem, dass zwei Ereignisse nie vollständig identisch sind, was Extremwetterszenarien betrifft. Außerdem hat man seit der letzten Überschwemmung vor 11 Jahren Etliches unternommen. So wurde beispielsweise in Prag dieses Mal die U-Bahn rechtzeitig abgeriegelt und der Zoo evakuiert. Die historische Altstadt wird durch Hochwasserbarrieren vor dem Schlimmsten bewahrt.“

Leider bleibt die Lage auch in den kommenden Tagen noch unklar. In vielen Gegenden haben die Flüsse ihren Scheitelpunkt noch nicht erreicht. Auch die Wetterberichte können bezüglich der Entwicklungen der nächsten Tage noch keine völlige Entwarnung geben, da am Wochenende möglicherweise erneut Regen fällt.

Booth: „In Prag wurden die U-Bahn rechtzeitig abgeriegelt und der Zoo evakuiert. Die historische Altstadt wird durch Hochwasserbarrieren vor dem Schlimmsten bewahrt.“

Hochwasserbarriere in Prag © Allianz SE

Hochwasserbarriere in Prag © Allianz SE

Widerstandsfähiger Hochwasserschutz erforderlich

Bezogen auf die Zukunft wünscht sich die Allianz, dass man nicht nur dem Hochwasserschutz größere Aufmerksamkeit schenkt, wie durch den Bau und Ausbau von Dämmen oder die geeignete Versicherungsdeckung – sondern auch der Widerstandsfähigkeit gegenüber Hochwasser. Diese verringert Schäden durch Überschwemmungen, beispielsweise wenn Gebäude so konstruiert werden, dass sie zwar nicht unbedingt vor den Fluten geschützt sind, wohl aber deren Auswirkungen minimiert werden.

„So umfangreich die Vorbereitungen auch sein mögen, kein Ort ist vor Naturkatastrophen gefeit“, betont Booth. „Die Berücksichtigung des Hochwasserschutzes bei neuen Entwicklungsprojekten wird für den zukünftigen Umgang mit Überschwemmungen ausschlaggebend sein.“

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Allianz SE

W&W hilft Hochwasser-Geschädigten

Mittwoch, Juni 5th, 2013

Stark betroffen vom Hochwasser und dessen Folgen sind die Bundesländer Baden-Württemberg, wo das Hochwasser bereits wieder abgeklungen ist, sowie Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Ein weiterer Versicherer sichert schnelle Hilfe für Versicherte zu.

2013-06-05 (db) Das Hochwasser, welches seit Ende Mai mehrere Regionen Deutschlands betroffen hat, sorgt auch bei der Württembergischen Versicherung AG, ein Tochterunternehmen der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG), für zahlreiche Schadenmeldungen.

Derzeit erhält die Württembergische als Folge des Hochwassers eine dreistellige Anzahl an Schadenmeldungen pro Tag. Dennoch lässt sich das genaue Schadenvolumen durch das Hochwasser aktuell nicht beziffern, da insbesondere in Bayern und den neuen Bundesländern noch Regionen vom Wasser bedeckt sind. Eine Bewertung angefallener Schäden ist damit bislang schwierig.

Bereits in den zurückliegenden Jahren war die Württembergische an der Regulierung von Elementarschäden aufgrund von markanten Wetterphänomenen maßgeblich beteiligt. Als Folge des Elbehochwassers 2002 zahlte sie an betroffene Versicherungsnehmer 44 Millionen Euro. Das Schadenvolumen bei dem Sturm „Kyrill“ aus dem Jahr 2007 – einem der größten Wetterereignisse der zurückliegenden Jahre – betrug bei der Württembergischen 51 Millionen Euro.

„Die Württembergische steht bei ihren Versicherten für schnelle Hilfe“, so Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Breuer.

Dr. Wolgang Breuer, Vorstandsmitglied Württembergische © W&W AG

Dr. Wolgang Breuer, Vorstandsmitglied Württembergische © W&W AG

„In Situationen wie diesen, wo Betroffene umgehende Hilfe benötigen, kommt unserem Netz erfahrener und fachlich hochkompetenter Schadenbearbeiter besondere Bedeutung zu. Sie tun alles, damit es für die Betroffenen bald vorwärts geht“, erläutert Breuer.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG)

Fachartikel zum gleichen Thema

Hochwasserschäden begrenzen (mit Checkliste)

(Vor-)Denker investieren besser

Mittwoch, Juni 5th, 2013

Globale Trends bei Demografie, Infrastruktur und Energiegewinnung wirken sich auf den Erfolg von Investitionen aus. Vor der Spekulation sei die mögliche Trendfolgen zu beachten, meint ein Experte.

2013-06-05 (db) Es gibt gute Gründe nicht immer direkt in Rohstoffe zu investieren, sondern über die Gewinner in der jeweiligen Wertschöpfungskette nachzudenken. Vorausdenken und die Folgen weltweiter Trends zu beobachten und einzuschätzen sind auch die Aufgaben von Fondsmanagern und deren Analysten.

„Reale Werte, die nicht replizierbar sind, bieten langfristig den besten Schutz gegen Geldentwertung. Die größten Chancen hat dabei, wer nicht nur auf die Wertentwicklung einzelner Rohstoffe setzt, sondern die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet. Denn darin finden sich immer Gewinner und Verlierer, egal in welche Richtung sich die Preise der Rohstoffe selbst bewegen. Bei der strategischen Betrachtung hilft auch, die langfristigen globalen Trends bei Demografie, Infrastruktur und Energiegewinnung zu berücksichtigen“, meint Amit Lodha von Fidelity Investment.

Amit Lodha, Fidelity Fondsmanager © Fidelity

Amit Lodha, Fidelity Fondsmanager © Fidelity

Fidelity-Experte Amit Lodha setzt als  Fondsmanager des Fidelity Global Real Asset Securities Fund auf indirekte Gewinne aus Rohstoff-Märkten. In Erwartung wieder steigender Öl- und Gaspreise setzt er derzeit unter anderem auf Explorationsunternehmen und Chemieproduzenten.

Lodha erläutert in einem Marktkommentar, er sei lange der Ansicht gewesen, der Ölpreis werde eher fallen als steigen und habe daher auf die Glieder der Wertschöpfungskette gesetzt, die davon profitieren – wie Airlines, Raffinerien und Logistikunternehmen. Jetzt, wo der Ölpreis bis auf die untere Grenze seiner persönlichen Bewertung gefallen ist, sei er zuversichtlich, dass er wieder steigen werde. Daher habe er in den genannten Branchen Gewinne realisiert und in attraktive Unternehmen aus den Bereichen Exploration und Rohstoffförderung neu investiert. Zu den interessanten Chancen gehören für den Fondsmanager technisch spezialisierte Anbieter wie etwa Halliburton oder Cairn Energy, die sich durch ihre Expertise eine gewisse Preisgestaltungsmacht verschaffen können.

Günstige Gaspreise unterstützen Aufwärtstrend im Chemiesektor

Nicht nur Öl ist im Moment relativ günstig. Auch beim Erdgas seien die Preise gesunken. Was schlecht für die Gasproduzenten ist, rentiere sich für Unternehmen, die Gas als Rohstoff zur Weiterverarbeitung nutzen. So sorgt speziell das günstige Schiefergas aktuell für steigende Gewinnmargen von Baustoffproduzenten und Chemieunternehmen. Zudem würden insbesondere Chemieproduzenten von einer steigenden Nachfrage durch Unternehmen aus dem Bereich Industrie- und Konsumgeräte profitieren, die sie mit Vorprodukten beliefern, so dass viele aktuell ihre Produktkapazitäten ausbauen.

Die Nachfrage nach Industrierohstoffen wie Kupfer, Aluminium und Eisenerz werde wohl auf absehbare Zeit schwach bleiben. Beispielsweise sei im Kupferbergbau in den vergangenen zehn Jahren das Angebot bei rückläufiger Nachfrage rasant gestiegen. Dies habe zu einem deutlichen Preisverfall geführt. In Kombination mit den hohen Kosten, die beim Abbau entstehen, drücke dies auf die Margen des gesamten Sektors. Dennoch gäbe es auch hier Unternehmen, die sich der Entwicklung durch eine strikte Kapitaldisziplin entziehen können und daher sehr gut aufgestellt seien. Als Beispiel nennt Fidelity-Experte Lodha die Firma Glencore. Das Unternehmen habe seine Bilanz im Griff.

Für Gold bleibt der Fondsmanager vor dem Hintergrund negativer Realzinsen und der anhaltenden Liquiditätsschwemme der Notenbanken positiv gestimmt. Er beobachte jetzt die Aktienkurse von Goldproduzenten, die einen geringen Verschuldungsgrad aufweisen, und greife zu, sobald sich deren Kurse stabilisieren.

Mehr Infrastrukturförderung in USA, Indien und Japan

Auch im Bereich Infrastruktur gäbe es zahlreiche interessante Möglichkeiten, selbst wenn die Ausgaben in diesem Sektor aktuell in China zurückgehen. Andere Länder schließen diese Lücke. So steigen in den USA die Investitionen speziell beim Ausbau der Funknetze für mobilen Datentransfer. Davon profitiere zum Beispiel der Mobilfunkmasthersteller American Tower. Zwei weitere Länder mit steigenden Ausgaben im Infrastrukturbereich sind Indien und Japan. In Indien führe die zunehmende Verstädterung zu einem Bauboom und in Japan werde die Bautätigkeit massiv durch ein Investitionsprogramm und die konjunkturfördernden Maßnahmen der Bank of Japan stützen. Im Zuge dieser Entwicklung gewinnen auch die Aspekte Sicherheit und Brandschutz für Gebäude immer mehr an Bedeutung, woraus sich wiederum interessante Anlagechancen bei in diesem Bereich aktiven Firmen ergeben.

Pflegeheime sind ein Wachstumsmarkt

Bei Immobilien seien besonders Nischenthemen attraktiv. So zum Beispiel die Firma Ryman Healthcare, ein Anbieter von Seniorenheimen in Neuseeland der nach Australien expandiert. Wohnen für ältere Menschen ist ein Wachstumsmarkt und das Unternehmen ist in diesem Markt gut positioniert. Zudem würden diese Aktiengesellschaften eine recht hohe Dividende bezahlen.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Jeder Dritte hat Hochwasser-Police

Dienstag, Juni 4th, 2013

Die deutsche Assekuranz hat Krisenstäbe für Betroffene vor Ort in den vom Hochwasser betroffenen Regionen eingerichtet und sichert den geschädigten Versicherten schnelle finanzielle und vor allem auch die wichtige schadensbegrenzende Soforthilfe zu.

2013-06-04 (db) In zahlreichen vom Hochwasser betroffenen Regionen ist noch keine Entspannung in Sicht. Auch heute hat der Deutsche Wetterdienst noch weitere Regenfälle vorausgesagt. Von den Wassermassen betroffen sind vor allem viele Regionen in den Bundesländern Bayern, Sachsen und Thüringen.

„Um die Menschen in den Hochwasserregionen jetzt mit Rat und Tat zu unterstützen, haben Versicherungen in Sachsen, Bayern und Thüringen Krisenstäbe eingerichtet. Versicherte können sich darauf verlassen, dass ihr Versicherer schnell und unkompliziert bei der Beseitigung von Schäden hilft und diese reguliert, wenn Versicherungsschutz gegen Überschwemmung und Starkregen besteht“, sagt Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). „Gerade in solchen Ausnahmesituationen hat die Versicherungsbranche in der Vergangenheit ihre Leistungsstärke immer wieder unter Beweis gestellt“, so von Fürstenwerth weiter.

Mieter und Hausbesitzer, die Opfer der Fluten wurden, sollen sich möglichst schnell mit ihrem Versicherer in Verbindung setzen, um zu klären, was als Nächstes zu tun ist. Hierfür stehen Hotlines bei den Versicherern zur Verfügung. Wichtig: Schäden durch Hochwasser und Überschwemmungen sind über die Elementarschadendeckung versichert.

Jeder dritte Deutsche ist gegen Hochwasser versichert

Gemeinsam mit der Politik führte die Versicherungswirtschaft in fünf Bundesländern seit Längerem Aufklärungskampagnen durch – darunter auch in den jetzt betroffenen Regionen Bayern und Sachsen. Ziel war und ist es, die Menschen auf die Hochwassergefahr aufmerksam zu machen und sie über den notwendigen Versicherungsschutz aufzuklären.

32 Prozent der Haushalte haben aktuell die notwendige Elementarschadenversicherung.

„Viele Menschen haben die Notwendigkeit dieses finanziellen Schutzes erkannt und sich in den letzten Jahren versichert. Aber es sind noch zu Wenige. Über 99 Prozent aller Haushalte in Deutschland können wir problemlos gegen Hochwasser und Überschwemmung versichern“, so von Fürstenwerth.

In hochgefährdeten Gebieten konnte in den 99 Prozent der Fälle Versicherungsschutz gewährt werden, nachdem der Versicherer sich das Gebäude angesehen und eine individuelle Risikoprüfung durchgeführt hat. Allerdings musste dies zuvor beraten, beantragt und eingerichtet werden. Dies haben vor Ort die Versicherungsvermittler getan.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

frühere Fachartikel:

Hochwasserschäden begrenzen (mit Checkliste)

Stadt, Land, Fluss und Klimawandel

Erste Hochrechnung Hochwasserschäden

Montag, Juni 3rd, 2013

Die SV Sparkassen Versicherung erstellte die erste Prognose zu Hochwasserschäden in Baden-Württemberg und Thüringen.

2013-06-03 (db) In vielen Regionen hat der Dauerregen der letzten Tage zu Hochwasser und schweren Überschwemmungen geführt. Zahlreiche Gebäude wurden überflutet. Besonders betroffen sind auch die Bundesländer Thüringen und Baden-Württemberg.

Besonders stark betroffen sind in Thüringen: Altenburger Land, Saalfeld-Rudolstadt, Ilm-Kreis, Saale-Orla-Kreis, Gera, Greiz und Jena sowie Sömmerda und Erfurt.

Die SV Sparkassen Versicherung (SV)  als führender Gebäudeversicherer in diesen Regionen rechnet hier nach ersten vorläufigen Prognosen mit 5.000 Schäden und einem Schadenaufwand von 25 Millionen Euro. Wegen des hohen Wasserstands sind bisher noch keine präziseren Angaben möglich.

In Baden-Württemberg sind besonders betroffen: Enzkreis, Landkreise Sigmaringen, Reutlingen, Tuttlingen, Karlsruhe, Zolleralbkreis und Ortenau. Nach ersten vorläufigen Prognosen rechnet die SV hier mit 2.500 beschädigten Gebäuden und einem Schadenaufwand von 12,5 Millionen Euro. Die Schadenregulierer und Partnerfirmen der SV sind bereits vor Ort unterwegs.

Hausbesitzer müssen Schäden melden

Die Schadenexperten der SV bitten betroffene Hausbesitzer, ihre Schäden umgehend zu melden. Schadenmeldungen nehmen der Außendienst der SV und jede Sparkasse entgegen. Für eine reibungslose und schnelle Kontaktaufnahme sollten die Kunden Versicherungsnummer, die Adresse des Objekts und eine Telefonnummer angeben, unter der sie erreichbar sind.

Um die Schadenregulierung so einfach und schnell wie möglich durchführen zu können, sollten die Kunden die Schäden fotografieren und nach dem Ablaufen des Wassers erste Schaden mindernde Maßnahmen umgehend veranlassen, wie zum Beispiel das Leerpumpen und Trocknen der vom Wasser beschädigten Räume. Die hierfür erforderlichen Kosten werden von der SV im vertraglichen Rahmen übernommen.

Zusätzlich zum Telefonat mit dem regionalen Betreuer der SV gibt es die Möglichkeit der Schadenmeldung per E-Mail sowie Online.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

SV Sparkassen Versicherung (SV)