Hochbetrieb bei Hochwasserhilfe

2013-06-06 (db) Dauereinsatz für Geschädigte und die Minderung der Schäden in Folge des Hochwassers auch beim Versicherer des Genossenschaftsverbunds und dessen Schadensdienstleister. Eine nützliche Checkliste soll Betroffenen helfen.

Rund 2.000 Schäden haben Kunden der R+V Versicherung inzwischen gemeldet – und es ist kein Ende in Sicht. In der Wiesbadener R+V-Zentrale werden alle Einsatzkräfte koordiniert, Schadenregulierer aus dem gesamten Bundesgebiet unterstützen die Versicherungsteams in den Überschwemmungsgebieten.

„Noch sind die Ausmaße dieser Hochwasser-Katastrophe nicht absehbar“, sagt Dr. Norbert Rollinger, Vorstand der R+V Schaden- und Unfallversicherung. „Oberste Priorität hat jetzt erst einmal die zügige Schadenaufnahme, damit wir den betroffenen Kunden schnellstmöglich helfen können.“

Partner der R+V im Dauereinsatz

Die Kfz-Sachverständigen des R+V-Tochterunternehmen carexpert klären Schäden an Autos, die Spezialisten der KRAVAG Umweltschutz und Sicherheitstechnik GmbH (KUSS) mobilisieren externe Partnerfirmen, die R+V-Kunden bei den Aufräumungsarbeiten helfen. Professionelle Unterstützung bei der Schadenbeseitigung leistet auch die Dienstleistungstochter Sprint Sanierung GmbH, die mit rund 1.100 Mitarbeitern und Europas größtem Trocknungsgeräte-Park von über 13.000 Maschinen im Einsatz ist.

Erste Maßnahmen für eine schnelle Schadenregulierung

Kunden mit einer Elementarschadenversicherung sollten den Schaden schnellstmöglich unter der rund um die Uhr erreichbaren und kostenfreien

R+V-Hochwasserschaden-Hotline 0800-533-1111

melden oder sich an Ansprechpartner direkt vor Ort wenden.

Wenn das Wasser abgelaufen ist, ist es ratsam, dass eine Fachfirma zügig Entfeuchtungs- oder Trocknungsgeräte aufstellt. Hochwassergeschädigte sollten Kostenvoranschläge für erforderliche Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten einholen. Wer beschädigte Gegenstände vor der Entsorgung fotografiert und eine Liste mit Anschaffungspreisen vorbereitet, beschleunigt auch damit die Schadenregulierung.

Checkliste: So vermeiden Sie Gefahr für Haus und Leben

  • Kehren Sie nur in Ihr Haus zurück, wenn keine Einsturzgefahr besteht.
  • Begehen Sie Ihr Haus im Dunkeln nur mit Taschenlampen – offenes Feuer oder Licht könnte ausgetretenes Gas entzünden.
  • Beginnen Sie erst mit dem Auspumpen der Räume, wenn der Wasserstand außen sinkt, da sonst Unterspülung oder Aufschwemmung drohen und Risse im Mauer-werk entstehen können. Im schlimmsten Fall beeinträchtigt es die Statik des Gebäudes.
  • Getrockneter Schlamm ist hart wie Beton. Spülen Sie beim Rückgang des Hoch-wassers die Schlamm- und Schmutzablagerungen vor dem Antrocknen aus.
  • Arbeiten an elektrischen Installationen sind erst möglich, wenn sich kein Wasser mehr im Haus oder in der Wohnung befindet. Lassen Sie Strom- und Gasleitungen sowie elektrische Geräte zunächst trocknen – es können Kurzschlüsse in nassen Bereichen drohen. Ziehen Sie Fachleute hinzu.
  • Nehmen Sie vor einer fachmännischen Prüfung kein Elektrogerät in Betrieb. Lassen Sie die elektrische Grundversorgung durch einen Fachmann prüfen.
  • Sind größere Mengen Heizöl ausgetreten? Rufen Sie bitte sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 zur Hilfe. Schäden durch Heizöl müssen der Wasser-behörde beim Umweltamt gemeldet werden. Verseuchte Böden und Gegenstände sind Sondermüll und gehören auf geeignete Deponien.
  • Tragen Sie wasserfeste Kleidung und vermeiden Sie Hautkontakt mit dem Flut-wasser und Schlamm. Reinigen Sie Ihre Hände immer gründlich.
  • Verzehren Sie keine kontaminierten Lebensmittel. Entsorgen Sie diese als Sonder-müll. Spülen Sie Trinkwasserleitungen gründlich und kochen Sie Leitungswasser vorsorglich 5 Minuten ab. Nutzen Sie zunächst lieber Mineralwasser zum Kochen und Trinken. Desinfizieren Sie Besteck und Geschirr und waschen Sie Wäsche über 60 °C.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Dietmar Braun

author,writer,Insurance and Bank,University Heilbronn,State University Baden-Württemberg,Texter,55 Years,married,one child

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