Neues ab 1. Juli 2013

Das zweite Halbjahr 2013 bringt wieder einige gesetzliche und regulatorische Veränderungen in Deutschland. Von klassischen Lebensversicherungen bis zu Handy-Gebühren im Ausland.

2013-07-01 (db) Die klassische Lebensversicherung gibt es in neuen Varianten. Seit Jahrzehnten ist sie das Lieblingsprodukt der deutschen Sparer für die Altersvorsorge – schließlich garantiert sie feste Zinsen für Jahrzehnte. Neue Varianten sehen statt einem Garantiezins höhere Renditeversprechen vor.
Die Ergo bringt ab 1. Juli 2013 als erster Versicherer eine Lebensversicherung ohne Garantiezins auf den Markt. Der Name: Ergo Rente Garantie. Marktführer Allianz will seine Pläne zu neuen Tarif-Varianten in den kommenden Tagen bekannt geben.
Der Konzern preist derweil das neue Modell mit dem Namen „Perspektive“ als „Win-win-Situation“ für Versicherungskunden und Unternehmen (und damit auch Aktionäre). Indem die Gesellschaft kein lebenslanges Zinsversprechen mehr gibt, muss sie weniger Eigenkapital vorhalten. Die Rechnung der Allianz: Kunden profitierten durch höhere Renditen, und Aktionäre durch weniger Risikokapital.

Wohnriester noch flexibler

Weite Teile des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes treten zum 1. Juli in Kraft. Es gibt detaillierte Vorschriften zu Produktinformationsblättern für zertifizierte Produkte. Damit soll Altersvorsorge für die Verbraucher transparenter und besser vergleichbar werden.
Geringere Stornokosten: Bei der Riester-Rente wird bei einem Anbieterwechsel die Abschlusskosten-Bezugsgröße auf die Hälfte des übertragenen geförderten Kapitals begrenzt und werden Stornokosten bei 150 Euro gedeckelt.
Bei der Eigenheimrente „Wohnriester“ darf angespartes Riester-Guthaben künftig jederzeit entnommen und für den Kauf einer Immobilie, für Sondertilgungen oder zur kompletten Entschuldung eingesetzt werden. Außerdem darf das Ersparte leichter für alters- und behindertengerechte Umbaumaßnahmen in der Wohnung genutzt werden.

Handy-Telefonieren im Ausland

Handy-Telefonate sowie mobiles Internetsurfen im Ausland sind ab 1. Juli 2013 billiger. Auf Druck der EU-Kommission müssen die Anbieter ihre Roaming-Gebühren erneut senken und neue Preisgrenzen einhalten. Ein Anruf aus dem europäischen Ausland kostet ab Juli 2013 maximal 24 statt bisher 29 Cent pro Minute (ohne Mehrwertsteuer), teilte die EU-Behörde mit.

Deutsche Kunden zahlen inklusive Steuer höchstens 28,6 Cent pro Minute und für die Annahme eines Anrufs maximal 8,3 Cent (bisher 9,5 Cent). Für eine SMS dürfen als Endpreis nur noch 9,5 statt bislang 10,7 Cent berechnet werden. Für ankommende SMS zahlt der Verbraucher weiterhin nichts.

Datendownloads kosten im Ausland künftig maximal 53,5 Cent statt 83,3 Cent pro Megabyte Datenvolumen. Ohne Mehrwertsteuer sind es 45 statt 70 Cent. Ab Juli 2014 sinken die maximal erlaubten Werte erneut. Die EU-Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, dass das Telefonieren per Handy im EU-Ausland schon bald nicht mehr teurer sein soll als daheim. Einen entsprechenden Vorschlag zur Abschaffung der Roaming-Gebühren will die Behörde im September 2013 präsentieren.

Dietmar Braun

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