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„Ausgezeichnete“ bAV-Experten

Dienstag, Oktober 28th, 2014

2014-10-28 (db) Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH (IVFP) hat zum dritten Mal die Kompetenz von Spezialisten für die Betriebliche Altersvorsorge (bAV) detailliert untersucht.

Die Bewertungskriterien im „bAV“-Servicetest

Der IVFP-Ratingprozess umfasste insgesamt 86 Einzelkriterien. Die Unterteilung erfolgte in vier Segmente: Beratung und Haftung mit einem Anteil von jeweils 30 Prozent sowie Service und Verwaltung mit einem Anteil von jeweils 20 Prozent an der Gesamtnote.

Im Teilbereich Beratung haben die Experten des IVFP die gesamten Abläufe von der Kontaktaufnahme mit dem Arbeitgeber bis hin zur regelmäßigen Betreuung des Kunden unter die Lupe genommen.

Bei der Analyse zur Haftung wurde unter anderem geprüft, ob der Anbieter eine detaillierte Prüfung durchführt und über die verschiedenen Zusage Arten aufklärt.

Beim Teilbereich Service wurde untersucht, ob die Anbieter ein echtes Ansprechpartner-Konzept pflegen oder einen besonderen Informationsservice für Arbeitnehmer zur Verfügung stellen.
Im Teilsegment Verwaltung wurde unter anderem die Größe des bAV-Bestandes, mögliche Abrechnungserleichterungen im Kollektivgeschäft und der Informationsfluss zwischen Arbeitgeber und Anbieter analysiert.

Die Sieger im Test (in alphabetischer Reihenfolge):

Aachen Münchener Lebensversicherung AG
Allianz Lebensversicherungs-AG
Alte Leipziger Lebensversicherung a.G.
AXA Lebensversicherung AG
Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG
Generali Lebensversicherung AG
HDI Lebensversicherung AG
HUK-Coburg-Lebensversicherung AG
Nürnberger Lebensversicherung AG
Saarland Versicherungen AG
Stuttgarter Lebensversicherung a.G. (Versicherer ohne Wikipedia-Link)
SV Sparkassen-Versicherung Lebensversicherung AG
Swiss Life AG
Württembergische Lebensversicherung AG
Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG

Fazit und Ausblick des Instituts

Im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Ratings zeigt sich, dass sich die Anbieter mit den Verbesserungsvorschlägen intensiv auseinandersetzen: Unterlagen sowie Prozesse wurden nachgebessert und optimiert.

„Ein Beleg für uns, dass unser Verfahren anerkannt und akzeptiert wird“, sagt Prof. Dr. Thomas Dommermuth, Vorsitzender des fachlichen Beirats des IVFP, „daher wundert es nicht, dass die Versicherer insgesamt besser abgeschnitten haben.“
Wird in einem Unternehmen ein betriebliches Versorgungssystem eingeführt, ist das kein einmaliger Umstand – die bAV begleitet Mitarbeiter und Unternehmen ein Leben lang.

„Umso wichtiger ist es, sich einen fachkundigen Partner mit an Bord zu holen“, sagt Dommermuth. Die bAV wird als zusätzlicher Baustein im Rahmen der Altersvorsorge immer wichtiger. Viele Versicherer gehen hier abseits vom Produktverkauf einen besonderen Weg. Hierzu Dommermuth: „Anbieter stellen z.B. ganze Seiten im Intranet der Kunden im eigens auf Firmen zugeschnittenen Layout mit ausführlichen Informationen zur bAV und der Möglichkeit, selbst Angebote zu berechnen, zur Verfügung. Arbeitnehmer können sich so individuell informieren.“

In der Verwaltung fällt auf, dass 50 Prozent der Anbieter für besonders von einem Geschlecht geprägte Berufszweige individuelle „bAV-Unisex-Tarifkalkulationen“ anbieten.

Dietmar Braun