Brandrisiko in der Wintersaison

Draußen Schnee und im Eigenheim das Brandrisiko
Die Wintersaison bringt draußen Schnee und im warmen Eigenheim das Brandrisiko. /Foto: db Media Dietmar Braun

Das Brandrisiko ist von Advent über Weihnachten bis zum Jahreswechsel im Eigenheim am größten. Versicherer warnen davor die Risiken zu unterschätzen und raten zu Sorgfalt mit Strom und Feuer.  

Draußen Schnee und im warmen eigenen Heim oder Wohnung schlummert das Risiko. Winterdekoration, Lichterketten und Kerzen sorgen zuhause im Winter und in der Adventszeit für Weihnachtsstimmung. Trotz der vermehrten Nutzung elektrischer LED-Lichterketten kommt es in der Weihnachtszeit und am Jahreswechsel alle Jahre wieder zu einem beachtlichen Anstieg von Brandschäden.

Brandrisiko in Haushalten

Unachtsamkeit im Umgang mit Kerzen oder nicht ausreichend gesicherten Lichterketten können fatale Folgen haben. Die Gothaer Schadenstatistik zeigt, dass es vor allem im Dezember und Januar deutlich häufiger in den deutschen Wohnzimmern brennt.

„In diesen Monaten ist das Brandrisiko durch fahrlässiges Verhalten bis zu drei Mal so hoch wie in den restlichen Monaten des Jahres. 2016 sind bei der Gothaer beispielsweise mehr als 25 Prozent aller gemeldeten Brandschäden in der Hausratversicherung, die durch Fahrlässigkeit verursacht werden, auf Dezember und Januar entfallen“, sagt Stefan Benz vom Schaden Controlling der Gothaer Versicherungen.

Dazu zählen allerdings nur die gemeldeten Brände in der Hausratversicherung. Kleinere Schäden werden meist nicht gemeldet – etwa wenn Adventskränze, Kerzen oder Lichterketten rechtzeitig selbst gelöscht werden. Die Dunkelziffer der Brandschäden ist vermutlich entsprechend höher.

Brandrisiko managen

Potenzielle Gefahrenherde kann man unter Beachtung einiger Regeln und Sicherheitstipps leicht minimieren. Es mag vielleicht eine wärmere Stimmung verbreiten, doch den Weihnachtsbaum sollte man idealerweise mit sicherheitskonformen Lichterketten und nicht mit echten Kerzen beleuchten. Wer jedoch gar nicht auf echten Kerzenschein verzichten kann, sollte den Baum täglich gießen, in sicherer Entfernung zu Gardinen aufstellen und nicht auf brennbarem Untergrund platzieren.

Hausratversicherung deckt Brandrisiko

Wenn doch etwas passiert, hilft die Hausratversicherung. Sie trägt durch Feuer entstandene Schäden, wenn beispielsweise der Weihnachtsbaum abbrennt und Vorhänge, Möbel und sonstiges Inventar zerstört werden. Sollte eine Renovierung des verrußten Mobiliars erforderlich sein, ist dies ebenfalls abgedeckt. Ersetzt werden darüber hinaus alle Schäden, die das Löschwasser an Einrichtungsgegenständen verursacht – Weihnachtsgeschenke inklusive.

Wird das Gebäude durch den Brand beschädigt, muss dafür die Wohngebäudeversicherung des Eigentümers aufkommen.

Finanz- und Geldwissen Tipp: Es ist besser die Wohngebäudeversicherung und die Deckung für den Hausrat beim gleichen Versicherer als Risikoträger zu führen. Das vermeidet die oft schwierige Abgrenzung welcher Versicherer für Brandschäden zuständig ist und welchen Schaden erstattet.    

Dietmar Braun           

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