Neue digitale Welten in 2018

Digitale Ängerung
Super 2018 – Musik, Zahlen und Spass haben, alles in Echtzeit. Wenig Zeit Fehler zu meiden. /Foto: db Media Dietmar Braun

Schneller, flexibler und globaler beim Zahlen, Nutzen und Daten verwalten. Die digitale Kontrolle über Daten soll 2018 besser werden, wenn sich Nutzer kümmern. Echtzeit gilt aber auch für die Verantwortung.

In 2018 gibt es für digitale Angebote neue Regeln und Rechte. Der Digitalverband Bitkom meldet wichtige Neuerungen. Finanz- und Geldwissen empfiehlt Daten und Vorgänge vor der Veranlassung nochmals auf Richtigkeit zu kontrollieren, da auch alle Fehler ab 2018 in Echtzeit ausgeführt werden.

Digitale Medien-Abos global nutzen

Wer in Deutschland kostenpflichtige Dienste für Musik, Videos oder Fernsehangebote abonniert hat, konnte diese bislang nur innerhalb Deutschlands abrufen. Ab April 2018 kann jeder Nutzer seinen abonnierten Online-Dienst ohne Zusatzgebühren für einen beschränkten Zeitraum auch im EU-Ausland nutzen – beispielsweise im Urlaub oder während eines Auslandssemesters. Bezahldienste sind dann verpflichtet, dies möglich zu machen. Für kostenlose Online-Angebote besteht dazu keine Pflicht.

Digitale Zahlvorgänge in Echtzeit

Mit der Einführung von „SEPA-Instant Payments“ können Überweisungen in Echtzeit abgewickelt werden. Zahlungsempfänger in der gesamten Euro-Zone bekommen ihre Zahlungen innerhalb von zehn Sekunden gutgeschrieben – und das auch sonn- und feiertags rund um die Uhr. Erste Banken bieten diesen Service bereits seit dem 21. November 2017 an. Echtzeitzahlungen werden sowohl von Privatperson zu Privatperson als auch im E-Commerce möglich sind. Bankkunden können vor Ort an den Ladenkassen in Echtzeit zahlen, etwa per Smartphone-App im Supermarkt. Die Instant Payments sollen damit ein Zahlverfahren ermöglichen, das an allen Bezahlpunkten einsetzbar ist und direkt mit dem jeweiligen Girokonto in Verbindung steht.

Digitale Zahlungen ohne Gebühren

Ob beim Online-Shoppen oder im Laden: Ab kommendem Jahr entfallen europaweit die Gebühren beim Bezahlen mit Kreditkarte. Händler dürfen somit in vielen Fällen keine gesonderten Gebühren für Kartenzahlungen, Überweisungen und Lastschriften mehr berechnen. Für Bargeldabhebungen im Ausland können Banken weiterhin Entgelte verlangen.

Beschwerden in sozialen Netzwerken

Ab dem 1. Januar 2018 gelten alle Pflichten des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (kurz: NetzDG), mit dem rechtswidrige Inhalte auf sozialen Netzwerken besser bekämpft werden sollen. Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Youtube müssen es ihren Nutzern ermöglichen, sich über verbotene Inhalte beschweren zu können. So sollen sie Verbotenes direkt bei den jeweiligen sozialen Netzwerken melden können. Diese Inhalte werden dann vom Netzwerk überprüft und gelöscht, wenn ein Verstoß gegen Gesetze festgestellt wird. Strafbar sind nach dem NetzDG etwa Beleidigungen, aber auch wenn Nutzer verbotene Symbole wie ein Hakenkreuz posten oder den Holocaust leugnen.

Neue Datenschutzgrundverordnung

Ab 25. Mai 2018 gilt für Unternehmen die neue Datenschutzgrundverordnung, die EU-weit die Nutzung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten regelt. Diese Verordnung stärkt unter anderem auch Verbraucherrechte. Nutzer können von Unternehmen dann verlangen, über ihre personenbezogenen Daten informiert zu werden, diese zu berichtigen und zu löschen. Darüber hinaus können sie erwirken, dass ihre Daten von einem Anbieter zu einem anderen Anbieter (oder an sie selbst) übertragen werden. Dies muss in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format erfolgen.

Verbraucher erhalten ab 2018 umfangreiche Informations-, Auskunfts- und Widerspruchsrechte, wenn Anbieter von ihnen Nutzerprofile erstellen oder automatisierte Entscheidungen zu ihren Nutzerdaten treffen.

Dietmar Braun (db)

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