Finanzierte Tipps zur PKV

PKV-Anbieter finanzieren Tipp-Portal
Kostenfreie Tipps und hausgemachte Vergleiche im Internet ohne Kaufangebot, Haftung und Beratung. Sind das veraltete Angebote? /Foto: Dietmar Braun

Wie lassen sich die Betriebskosten eines Tippgebers für die PKV-Auswahl finanzieren? Statt sich über die Nutzer zu finanzieren, lässt sich KV-Pro das Portal „KV-Fux“ als Tippgeber von einigen Anbietern bezahlen.

(db) Die Weiterentwicklung von digitalen Prozessen sorgt für eine Fülle an veralteten Angeboten im Internet. Wer interessiert sich heute noch für unverbindliche Tipps und Vergleiche ohne Beratung, Kauf und Haftung? Eine aktuelle Meldung zeigt, dass noch alte und gewohnte Systeme zu vermarkten sind.

Mit der Süddeutsche Krankenversicherung a.G. (SDK), einem Versicherer der Volks- und Raiffeisenbanken im Vertrieb nutze, kann der Freiburger Software-Anbieter KVpro.de seit dem 01. April 2018 eine weitere namhafte Unterstützung für sein Online-Tippgeber-Portal „KV-Fux“ für die Private Krankenversicherung (PKV) und Beihilfe-Tarife für den öffentlichen Dienst vermelden.

Das Internet-Portal KV-Fux würde im Gegensatz zu Vergleichsportalen nicht als Maklerportal und ohne finanzielles Interesse auf Versicherungsabschlüsse betrieben. Die KVpro.de GmbH erhält keine Vergütungen für die Weitergabe von Suchanfragen und keine Courtagen oder Provisionen. Weitere Private Krankenversicherer, die die festgelegte Bewertungs- und Selektionsmethodik sowie die Philosophie des transparenten, für Verbraucher kostenlosen Portals unterstützen wollen, können dem Initiatoren-Kreis beitreten und sich an den Betriebskosten des Portals beteiligen.

Bisher unterstützen folgende Anbieter das Portal bei den laufenden Betriebskosten: die ALTE OLDENBURGER Krankenversicherung AG, VGH Provinzial Krankenversicherung Hannover AG, Concordia Krankenversicherungs-AG, der Debeka Krankenversicherungsverein a.G., die HUK-COBURG-Krankenversicherung AG, die PAX-Familienfürsorge AG und seit 1.4.2018 neu die Süddeutsche Krankenversicherung a.G. (SDK).

Anbieter bezahlen für Transparenz

Die SDK sende mit ihrer Unterstützung nach Ansicht von Gerd Güssler, Gründer und Geschäftsführer der KVpro.de GmbH aus Freiburg, ein Zeichen, dass sie von der Idee und dem Mehrwert  des Online-Tippgeber-Portals überzeugt sei. Der Anbieter unterstütze die Zielsetzung des privaten Portals, interessierten Nutzern sachliche Informationen rund um die Themen Private Krankenversicherung und Beihilfe kostenfrei im Internet zu bieten, die komplexen Zusammenhänge, Auswirkungen von Änderungen, aktuellen Entwicklungen und möglichen Reformen, leicht verständlich zu erklären und offene Fragen zu beantworten.

„Als verbraucherorientiertes und unabhängiges Analysehaus, das auf Grundlage eigener Qualitätsmaßstäbe regelmäßig die Tarife aller Krankenversicherer bewertet  und vergleichbar macht, war es uns besonders wichtig mit dem KV-Fux einen wertvollen Beitrag zur Transparenz im PKV-Markt zu liefern. Wir haben den KV-Fux deshalb zusammen mit den Erstinitiatoren als transparentes Tippgeberportal konzipiert, das alle Interessierte ohne die Eingabe personenbezogener Daten (die i.d.R. ein Angebot eines Maklers oder Vertreters nach sich zieht) online, kostenfrei und unverbindlich über Leistungen und Beiträge aller großen Krankenversicherer informiert  und so einen ehrlichen und lückenlosen PKV-Tarifvergleich ermöglicht. Das unterscheidet den KV-Fux auf dem Markt der provisionsgetragenen Vergleichsportale und macht ihn so besonders“, beschreibt Unternehmer Gerd Güssler die Geschäftsidee seines Internet-Portals.

Derzeit vergleiche der KV-Fux, nach eigenen Angaben, anhand einer hauseigenen Bewertungs- und Vergleichsmethodik, in vier Leistungskategorien 31 führende PKV-Anbieter, die einen Marktanteil von über 98 Prozent repräsentieren.

„Für uns als mitgliederorientierten Gesundheitsspezialisten, dessen oberstes Gebot Fairness gegenüber den Kunden ist, war die Beteiligung am KV-Fux ein naheliegender Schritt“, sagt Benno Schmeing, Vorstand bei der SDK für die Bereiche Versicherungstechnik, Betrieb und Kapitalanlage.

„Mit unserer Beteiligung leisten wir einen wichtigen Beitrag in Sachen Transparenz und Verbraucherschutz. Eine individuelle Beratung kann und soll jedoch nicht durch den KV-Fux ersetzt werden, vielmehr soll er für Interessierte Orientierung bieten. Für alle weiterführenden Informationen und Hintergründe sind nach wie vor unsere Außendienstpartner die richtige Adresse“, ergänzt Vertriebsvorstand Olaf Engemann.

Makler haften für Kauf der PKV

Versicherungsmakler kaufen für ihre Mandanten passende individuelle Lösungen in der privaten Krankenversicherung ein. Die Makler nutzen Vergleichsprogramme, mit integrierter Dokumentation der Vergleichskriterien, der Maklerpools und ihrer Einkaufsgenossenschaften, die den gesamten Markt der Anbieter abbilden. Das Tippgeber-Angebot aus Freiburg gilt unter Maklern als nicht tauglich, da für eine Beratung im Sektor PKV aus Haftungs-, Verbraucher- und Datenschutzgründen eine integrierte Dokumentation nicht nur gesetzlich vorgeschrieben ist.

Nur Tipps aus dem Internet seien zwar ein nettes spielerisches Angebot, würden heute aber eine individuelle Beratung für den Kauf einer oft lebenslang begleitenden privaten Krankenversicherung nicht ersetzen.  

Dietmar Braun (db)

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