Swiss Re ohne SoftBank

Swiss Re Zentrale
Die Swiss Re Zentrale wirkt bescheiden, das passt zum Stil der Schweizer Rückversicherer. /Foto: Swiss Re

Die Swiss Re weist SoftBank als Aktionär zurück. Eine Zusammenarbeit mit Töchtern der Japaner sei aber denkbar. Der Rückversicherer kauft lieber eigene Aktien in Höhe einer Milliarde im Markt zurück.

(db) Die Versicherungsgruppe Swiss Re steigerte in 2018 die gebuchten Bruttoprämien bereits im ersten Quartal 2018 auf 9.900 Millionen Euro dank Prämienwachstum in allen Geschäftssegmenten. Die Gruppe hatte im Geschäftsjahr 2017 einen globalen Umsatz von 33.705 Milliarden US-Dollar gemeldet. Swiss Re hat die Risikopools, in welche die Gruppe investiert, sorgfältig ausgewählt und ihre disziplinierte Underwriting-Strategie und Prämienpolitik konsequent umgesetzt. Bei konstanten Wechselkursen belief sich die Steigerung auf 6,8 Prozent.

Swiss Re ist leistungsstark

Wie am Investors‘ Day vom 4. April 2018 dargelegt, bleibt Swiss Re mit einer Solvabilität der Gruppe von 269 Prozent nach dem Schweizer Solvenz-Test (SST) sehr stark kapitalisiert.

Zur Erhöhung der Vergleichbarkeit hat die Gruppe auch eine Schätzung der Solvency II-Quote erstellt. Diese liegt bei über 310 Prozent.

Swiss Re startete am 7. Mai 2018 ihr öffentliches Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu einer Milliarde Schweizer Franken.  

Dies widerspiegelt die Strategie der Gruppe, Überschusskapital an Aktionäre zurückzuführen, sofern Überschusskapital vorhanden ist und keine anderen Investitionsmöglichkeiten die anspruchsvollen internen Rentabilitätskriterien erfüllen. Den Aktienrückkauf hatten die Aktionäre von Swiss Re am 20. April 2018 genehmigt.

SoftBank als Investor abgelehnt

Interne Kriterien sind nach Angaben der Gruppe, in einer heutigen Medienmitteilung, der Grund, dass der in Asien sehr erfolgreiche Versicherer die milliardenschwere Beteiligung des japanischen Konzerns Softbanks zurückweist.

Swiss Re und SoftBank Group Corp. (Softbank) sind übereingekommen, die Gespräche über eine Minderheitsbeteiligung von SoftBank an Swiss Re zu beenden. Swiss Re wird ihre Technologie-Strategie weiterhin konsequent vorantreiben – sowohl mit internen Entwicklungen als auch in Zusammenarbeit mit externen Partnern. In diesem Zusammenhang wird Swiss Re auch mögliche Kooperationsideen zwischen ihren Geschäftseinheiten und Tochter-Unternehmen im Netzwerk von SoftBank prüfen.

Solide Versicherungs-Aktien  

Der fachjournalistische Blog Finanz- und Geldwissen empfiehlt als Aktie eines Rückversicherers die Aktien von Swiss Re und Munich Re ins Auge zu fassen. Die beiden Konzerne gehören seit über einem Jahrhundert zu den erfolgreichsten Rückversicherer der Welt und pflegen heute sehr zeitgemäß ihre Aktienkurse auch durch Rückkaufprogramme.       

Dietmar Braun (db finanzwelt)

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