Archive for the ‘Banken’ Category

EurAssMus August 2016 – Magazin für Risiko-Management

Dienstag, August 2nd, 2016

EurAssMus 07/2016

wondermag von fgbraun.de

Die neue Ausgabe von EurAssMus berichtet über die Veränderung der Assekuranz und Banken durch Big Data und die Digitalisierung.
Kritisch werden Fintech und Insuretech angesprochen, aber auch die Risiken im Vertrieb der Banken analysiert.

Be wonderful! – EurAssMus ist erschienen

Freitag, Juni 17th, 2016

EURASSMUS

wondermag von fgbraun.de

Nichts ist spannender wie Risiko. Europäisches Assekuranz Management und Service sind nicht nur in lokalen Märkten unterwegs sondern global im Fluss. Immer nah – immer da. Jeden Monat neue Beispiele aus der Praxis für die Praxis. 

Das neue Magazin EURAssMus ist da

Mittwoch, Juni 8th, 2016

EURASSMUS

wondermag von fgbraun.de

Nichts ist spannender wie Risiko. Europäisches Assekuranz Management und Service sind nicht nur in lokalen Märkten unterwegs sondern global im Fluss. Immer nah – immer da. Jeden Monat neue Beispiele aus der Praxis für die Praxis. 

Digital kann analog ergänzt werden

Montag, Juni 6th, 2016

Die neue Bitkom-Studie zeigt, dass die Digitalisierung der Finanzwelt nicht zu stoppen ist. Die einzige Lösung mit einer soliden Zukunft scheint die Kombination von Online- und Offline-Service zu sein.

Analog und Digital ergänzt sich

Digitalisierung hilft bei der Information, den Durchblick bringt ein sehr guter persönlicher Service © contrastwerkstatt – Fotolia.com

2016-06-06 (db finanzwelt) Ob Kfz-Finanzierung oder Haftpflicht-Police: Deutsche Verbraucher werden künftig vermehrt im Internet Kredite aufnehmen oder Versicherungen abschließen. Auch weitere innovative Online-Finanzprodukte und Online-Finanzdienstleistungen haben großes Potenzial. Das zeigt eine repräsentative Befragung, die der Digitalverband Bitkom in Auftrag gegeben hat.

Bereits jeder Zehnte kauft Assekuranz online
Befragt wurden 1007 Verbraucher ab 14 Jahren, darunter 814 Internetnutzer. Demnach haben bereits 12 Prozent der Internetnutzer online eine Versicherung abgeschlossen, weitere 22 Prozent können sich vorstellen, dies künftig zu tun.

Jeder Vierte schließt Online Kreditvertrag ab
Zudem kann sich ein Viertel der Internetnutzer (25 Prozent) vorstellen, online einen Kredit aufzunehmen, 7 Prozent haben das schon getan. Letztere haben diese Option dem Gang in die Filiale vorgezogen, weil sie die Beantragung des Kredits im Internet bequemer fanden (39 Prozent) und weil die Kreditvergabe schneller erfolgte (36 Prozent).
Rund jeder fünfte Online-Kreditnehmer (21 Prozent) hat sich außerdem wegen besserer Kreditkonditionen für diese Form der Kreditaufnahme entschieden, und 16 Prozent, weil sie bei einem anderen Kreditinstitut abgelehnt worden waren.

„Nahezu alle Finanzgeschäfte können heute bequem, sicher und schnell im Internet erledigt werden. Treiber dieser Entwicklung sind neben etablierten Banken auch Fintech‘s – also junge Unternehmen aus dem Technologiesektor, die im Finanzbereich aktiv sind. Ihre innovativen Angebote werden unseren Umgang mit Geld grundlegend verändern“, sagt Ulrich Dietz, Bitkom-Vizepräsident.

Zwei Drittel bevorzugen Online-Banking
Laut der Befragung führen 70 Prozent der Internetnutzer Bankgeschäfte online durch. Dabei rufen sie vor allem ihren Kontostand ab (100 Prozent) und tätigen Überweisungen (96 Prozent). Außerdem werden im Rahmen des Online-Banking zum Beispiel neue Debit- oder Kreditkarten angefordert (13 Prozent), Prepaid-Handykarten aufgeladen (9 Prozent), persönliche Finanzberatungen in Anspruch genommen (6 Prozent) oder ausländische Währungen für den Urlaub bestellt (3 Prozent).

Fast ein Drittel der Nutzer von Online-Banking (30 Prozent) erledigt seine Bankgeschäfte ausschließlich via Web und besucht überhaupt keine Filiale mehr. Zwei Drittel der Online-Banking-Nutzer gehen zusätzlich hin und wieder noch zum Schalter.

Mehr als die Hälfte der Befragten aus dieser Gruppe (52 Prozent) war innerhalb der letzten drei Monate in einer Bankfiliale. Bei 20 Prozent ist der letzte Besuch etwa drei bis sechs Monate her, bei 12 Prozent liegt er sechs bis zwölf Monate zurück, und bei immerhin 14 Prozent sogar länger als ein Jahr.

„Häufig ist ein Besuch in einer Bankfiliale nicht mehr nötig. Selbst Beratungsgespräche können heute schon per Videochat geführt werden, auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten. Diese Angebote müssen noch weiter ausgebaut und bekannter gemacht werden“, so Dietz.

Banking per Handy oder Laptop
Wer seine Bankgeschäfte im Internet erledigt, verwendet dafür schon in vielen Fällen sein Smartphone. So erklärt gut jeder dritte Nutzer von Online-Banking, dass er dafür sein Handy einsetzt (36 Prozent, Vorjahr: 34 Prozent). 61 Prozent verwenden den Laptop, im Vorjahr waren es 57 Prozent. Jeder Zweite (50 Prozent) nutzt den Desktop-PC, 2015 lag der Wert noch bei 62 Prozent. Damit hat der Laptop den Desktop-PC erstmals als beliebtestes Gerät zum Online-Banking überholt.

Zum Tablet Computer greifen 42 Prozent der Nutzer von Online-Banking (Vorjahr: 39 Prozent). „Der Trend beim Online-Banking geht weg vom Desktop-PC und hin zu mobilen Geräten. Dabei wird das Smartphone noch weiter an Bedeutung gewinnen, vor allem dank innovativer Apps, die Online-Banking auf dem Mobilgerät immer intuitiver und unkomplizierter machen“, sagt Dietz. Wer heute Smartphone-Banking betreibt, checkt in vielen Fällen ausschließlich den Kontostand (67 Prozent), immerhin 13 Prozent tätigen aber auch Überweisungen per Smartphone. Fast jeder Dritte (30 Prozent) verwendet für das Online-Banking per Smartphone eine App.

Crowd-Finanzierung macht Banken zu schaffen
Über das klassische Online-Banking sowie Online-Kredite oder -Versicherungen hinaus entstehen im Internet derzeit auch eine Reihe von plattformbasierten Modellen wie die Peer-to-Peer-Finanzierung. Beim Peer-to-Peer- bzw. Crowd-Lending treten Privatverbraucher selbst als Kreditgeber auf. 2 Prozent der Internetnutzer haben sich bisher auf diesem Wege Geld geliehen, 9 Prozent können sich das vorstellen. Beim Crowd-Investing schließen sich viele Personen zusammen, um sich gemeinsam an einem Unternehmen zu beteiligen. Die Investoren können einen Betrag ihrer Wahl anlegen und erhalten im Gegenzug eine Beteiligung an den Erträgen und den Wertsteigerungen des Start-ups. 2 Prozent der Internetnutzer geben an, schon einmal auf diese Weise Geld investiert zu haben, 4 Prozent sind aufgeschlossen dafür.

Google könnte eine Bank werden
Viele Deutsche können sich außerdem vorstellen, großen Internetunternehmen ihr Geld anzuvertrauen. Fast ein Drittel (32 Prozent) ist offen dafür, Bankgeschäfte wie Überweisungen über Internetunternehmen zu tätigen.

Digital-Rabatt begeistert Autofahrer
Fast ein Viertel (22 Prozent) hat außerdem Interesse an Versicherungsverträgen, die mithilfe digitaler Technologien exakt auf das individuelle Verhalten zugeschnitten sind. Im Falle einer Kfz-Versicherung würde hierfür beispielsweise das individuelle Fahrverhalten aufgezeichnet und bei der Versicherungspolice berücksichtigt.

Roboter machen Bankverkäufer Konkurrenz
Die Bankberatung durch einen Roboter finden 15 Prozent der Internetnutzer interessant. Dabei gibt der Roboter zum Beispiel Empfehlungen für die Geldanlage, die er mithilfe von Algorithmen generiert. Bankberater werden nur in Einzelfällen oder auf Wunsch des Kunden hinzugezogen. Empfehlungen für Finanzprodukte auf der Grundlage von Daten aus sozialen Netzwerken sind für 5 Prozent der Deutschen interessant. Hierbei wäre zum Beispiel denkbar, dass ein Kredit automatisch angeboten wird, wenn sich der Beziehungsstatus im Sozialen Netzwerk auf „verheiratet“ ändert.

„Neue und innovative Modelle für das Banking, die Finanzberatung, die Kreditvergabe oder die Geldanlage sind oft bequemer und kundenfreundlicher als herkömmliche Verfahren und können finanziell hochinteressant sein. Genauso wie das Online-Banking werden sie sich mittelfristig bei den Verbrauchern durchsetzen“, so Dietz.

Allerdings seien die Deutschen in Geldfragen traditionell eher vorsichtig und wüssten zudem noch wenig über die neuen Angebote.

Tatsächlich sagen 66 Prozent der Befragten: „Ich verstehe viele digitale Angebote rund um Banking und Bezahlen nicht.“ 67 Prozent erklären zudem: „Ich verstehe die Finanzwelt immer weniger.“ Dietz: „Banken und Fintech‘s müssen jetzt Aufklärungsarbeit leisten und Vertrauen aufbauen.“

Fazit: Die Digitalisierung ändert einiges in der Finanzwelt. Die Zeit für Bankverkäufer und die klassischen Versicherungsvertreter werden härter. Die einzige Chance für die Assekuranz und Banken liegen neben der digitalen Information der Zielgruppen im analogen Service, der individuellen Bedarfs- und Risikoanalyse, sowie der Ausarbeitung von nachhaltigen persönlichen Lösungen.

Dietmar Braun

Makler sind als Menschen der Trend

Freitag, April 22nd, 2016

Die VEMA-Tage der Maklergenossenschaft VEMA in Fulda bilden sehr gut die Trends in deutschen Maklerunternehmen ab. So war das auch wieder dieses Jahr. Die Megatrends: Analog und Digital.

2016-04-22 (db) Deutschlands größte Maklergenossenschaft VEMA e.G. tagte diese Woche am 20./21. April 2016 zum vorletzten Mal in Fulda. Nur noch für das Jubiläumsjahr 2017 sei sich die Makler-Genossenschaft sicher, dass die Tagung an diesem Standort stattfinden könne. Der Grund sei das Wachstum der Organisation, dem die vorhandenen Tagungs- und Raumkapazitäten nicht mehr entsprächen.

Dieses Jahr waren 1.258 Versicherungsmakler auf dem Jahrestreffen und die Abendveranstaltung war mit 1.015 Gästen bis auf den letzten Platz ausgebucht. Auch die 265 Austeller mussten mit ihren 450 Experten und Mitarbeitern die Fragen der Fachbesucher auf engstem Raum beantworten.
Analog und digital sind gleichermaßen Megatrends

„Seit 17 Jahren befassen wir uns jetzt schon mit der Digitalisierung“, sagte VEMA-Vorstandschef Hermann Hübner. Sein Maklerkollege und VEMA-Vertriebsvorstand Andreas Brunner ergänzte: „Ich bin mir als Unternehmer nicht sicher, ob ich noch vor meinem Eintritt in den Ruhestand, an den Nachwuchs einen komplett digitalisierten Maklerbetrieb übergeben kann.“

Auf der Pressekonferenz wurde bekannt, dass die VEMA an die angeschlossenen Maklerunternehmer 11.500 haptische Kundenordner verkauft hat und aktuell weitere 2.500 Exemplare vorbestellt sind.
„Die über 13.000 klassischen Kundenordner werden von den Maklern eingesetzt, weil Mandanten auch gerne ihre Deckungskonzepte zur Hand und in der Hand haben“, kommentiert Hübner diesen Trend zur Haptik und der greifbaren Übersicht.

Versicherer fehlt eine klare Strategie zur Digitalisierung
In der Podiumsdiskussion zum Thema „Digitalisierung“ brachte es Alexander Kern von der BIPRO e.V. auf den Punkt:

„Viele Versicherer haben keine klare Strategie für die Digitalisierung. Das sei in der Praxis etwa so, als stehe man vor einem großen dunklen Wald mit sehr vielen Bäumen. Desto tiefer ein Versicherer in diesen Wald blicke, desto dunkler wird es. Jetzt geben einige Versicherer einen Schuss in den Wald ab und hoffen dass eine App von einem Baum fällt, die alles kann und alles löst.“

Der Technologie und IT-Vorstand Stefan Sommerer sagt: „Die De-Materialisierung ist das Merkmal der Digitalisierung. Allerdings sind wir noch weit davon entfernt, dass das ‚Beamen‘ und der Transfer zu hundert Prozent klappt.“ Im Spaß nutzte Sommerer auf der Bühne als Auskunftei über die digitale Zukunft eine gläserne Wahrsager-Kugel.

2016 DB Stefan Sommerer, VEMA IT-Vorstand, mit Wahrsager-Glaskugel 1025

Maklerunternehmer Karl-Ulrich Bürkle fordert: „Die Digitalisierung der Assekuranz braucht vor allem eine einheitliche Sprache und klare Normen.“

VEMA-Sprecher Hübner bremst die hohen Erwartungen an digitale Projekte: „Die Wirtschaftlichkeit der Digitalisierung wird völlig überbewertet. Es sei schon ein Problem, wenn Du aus dem Fenster springen sollst, während andere erst planen unten das Sprungtuch aufzuspannen.“

Weiterbildung wird über digitale Kanäle befördert
In der Weiterbildung sei die Digitalisierung in Form von Online-Tagungen, Mediathek und digitalem Fernsehen ein Renner. Allein an neun Tagungen in den neuen Medienkanälen der VEMA hätten über 600 Teilnehmer teilgenommen. Die gefragtesten Themen seien bei der Maklergenossenschaft die Vorträge zur gewerblichen Inhaltsversicherung und gewerblichen Haftpflichtdeckungen.

Bei den Mandanten seien zwar digitale Erstinformationen für die Gesprächsvorbereitung von Nutzen, die entscheidenden Fragen werden dann aber immer noch klassisch im persönlichen Gespräch beantwortet.

„Die individuelle Beratung, handschriftliche Erläuterungen und der haptische Versicherungsordner haben ihren Stellenwert behalten“, sagt Hübner. „Wer Risiken und Deckungen richtig ordnet ist gefragt“, so Hübner weiter, „und wer schreibt der bleibt, das gelte auch in digitalen Zeiten.“

Wer die Maklerunternehmerinnen und Unternehmer in Fulda erlebt hat, ist überzeugt, der Megatrend „Mensch Makler“ ist der Renner aus Sicht der Mandanten. „Schade ist da wirklich nur“, merkt Vertriebsvorstand und Maklerunternehmer Brunner an, „dass uns die Regulierung und deren Anforderung an Verwaltungsarbeiten zu viel Zeit raubt, die eigentlich unseren Mandanten gehört.“

Dietmar Braun

Deutsche Bahn ist freundlicher als Versicherer

Montag, Februar 29th, 2016

Eine Emnid-Studie bescheinigt der Deutschen Bahn AG weit mehr Kundenfreundlichkeit als bei den deutschen Versicherern. Sogar die deutschen Behörden sind kundenfreundlicher als die Assekuranz.

2016-02-29 (db) Knapp die Hälfte der Erwerbstätigen in Deutschland (44,4 Prozent) findet, dass die Versicherungsbranche im Vergleich zu anderen Branchen am wenigsten kundenfreundlich ist. Das ergab eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS-Emnid.

Den zweiten und dritten Platz der Top 10 der kundenunfreundlichsten Branchen belegen der öffentliche Dienst (44,1 Prozent) und Telekommunikationsanbieter (42,2 Prozent). Am besten schneidet unter den Befragten die Deutsche Bahn ab (29,5 Prozent).

Rangliste der Anbieter in Deutschland die zu Kunden besonders unfreundlich sind:

1. Versicherer 44,4 Prozent

2. Öffentliche Ämter 44,1 Prozent

3. Telekommunikationsanbieter 42,2 Prozent

4. Banken/Finanzinstitute 40,7 Prozent

5. Ärzte/Krankenhäuser 40,5 Prozent

6. Vermieter/Hausverwaltungen 38,7 Prozent

7. Autohändler 37,2 Prozent

8. Strom-/Gasanbieter 36,8 Prozent

9. Handwerker 33,7 Prozent

10. Deutsche Bahn 29,5 Prozent

Jüngere und Männer empfinden die Assekuranz als unfreundlich
Je jünger die Befragten, desto kritischer die Antworten: Während bei den über 60-Jährigen auf die Frage „Was glauben Sie, wo geht es besonders kundenunfreundlich zu?“ jeder Dritte (36,1 Prozent) den Versicherungsbereich angibt, ist es bei den 14- bis 29-Jährigen sogar jeder Zweite (50,1 Prozent). Dabei ist der Wert in Berlin am höchsten (64,2%) und in Baden-Württemberg am niedrigsten (27,8 Prozent). Insgesamt ist die Unzufriedenheit im Osten etwas höher (46,3 Prozent) als im Westen (44,0 Prozent). Auch hinsichtlich der Geschlechter lassen sich Unterschiede feststellen: So halten mehr Männer (48,9 Prozent) als Frauen (39,2 Prozent), die Versicherungsbranche für kundenunfreundlich.

Dietmar Braun

MLP AG will erst 2017 Gewinne machen

Donnerstag, Februar 25th, 2016

2016-02-25 (db) Die MLP AG aus Wiesloch bei Heidelberg meldet heute für das Geschäftsjahr 2015 in nahezu allen Beratungsfeldern Zuwächse. Offensichtlich hat MLP, im Kerngeschäft der Finanzberatung akademischer Berufe, die Strategie erfolgreich umgesetzt, die Umsatzbasis in der Zielgruppe deutlich zu verbreitern, um marktbedingte Rückgänge in der privaten Altersvorsorge abzufedern.

Die Gesamterlöse der Heidelberger stiegen um 4,9 Prozent von auf 557,2 Millionen Euro. Das um Akquisitionen bereinigte EBIT sank von 39,0 auf 32,5 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Anorganisches Wachstum aus Erwerb der Domcura
Unterstellt man den Erwerb des neuen Tochterunternehmens, dem Assekuradeur Domcura, rückwirkend zum 1. Januar 2015, sank das Konzernergebnis nur von 29,0 auf 23,3 Millionen Euro. Die MLP AG hatte den Assekuradeur Domcura im Juli 2015 erworben, ist aber bereits rückwirkend zum Jahresbeginn 2015 gewinnberechtigt.

Auf Basis des Konzernergebnisses für 2015 schlägt der Vorstand eine Senkung der Dividende pro Aktie von 17 auf 12 Cent vor.

MLP setzt weiter auf Re-Strukturierung
Um unter den weiterhin schwierigen Marktbedingungen in der privaten Altersvorsorge das Niveau im Ergebnis nachhaltig zu erhöhen, wird MLP den strategischen Umbau der vergangenen Jahre weiter beschleunigen. Das Unternehmen prüft weitere Chancen und Möglichkeiten für ein weiteres anorganisches Wachstum, die Erfahrung mit Domcura hat da beflügelt. Außerdem wird MLP das Kostenmanagement der vergangenen Jahre weiter straffen.

Vorstand und Aufsichtsrat wollen nicht in 2016, sondern erst im kommenden Jahr 2017 von den reduzierten Kosten profitieren, so dass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ab 2017 wieder deutlich steigen soll.

„MLP hat auch 2015 solide Gewinne erwirtschaftet. Das ist alles andere als selbstverständlich, wenn man sich die sehr schwierige Lage vor allem im Markt für Altersvorsorge ansieht. Dennoch sind wir mit diesem Ergebnisniveau natürlich nicht zufrieden. Aber unsere Berater und Mitarbeiter haben auch 2015 das erreicht, was unter diesen Marktbedingungen möglich ist. Wir haben MLP in den vergangenen zehn Jahren neu ausgerichtet. Dazu haben wir das Kostenniveau um rund 60 Millionen Euro gesenkt und unser strategisches Portfolio deutlich ausgeweitet. Unter anderem haben wir andere Geschäftsfelder wie das Vermögensmanagement und die Sachversicherung ausgebaut und neue Beratungsfelder wie die Immobilienvermittlung etabliert. Das Geschäftsjahr 2015 ist mit breit angelegten Zuwächsen ein weiterer Beleg, dass dies richtig ist. Diesen strategischen Umbau werden wir weiter beschleunigen, um auch im nach wie vor rückläufigen Markt für Altersvorsorge das Ergebnisniveau nachhaltig zu steigern“, so Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender MLP AG.

Gesamterlöse bei einer halben Milliarde Euro
Im Geschäftsjahr 2015 stiegen die Gesamterlöse von 531,1 auf 557,2 Millionen Euro. Die Aufteilung zeige Zuwächse in nahezu allen Beratungsfeldern. Mit Erlösen von 166,0 nach 147,0 Millionen Euro und einem Anstieg der betreuten Vermögen 27,5 auf 29,0 Milliarden Euro erzielte die MLP Gruppe neue Höchststände im Vermögensmanagement. Zu dieser Entwicklung hat das vermögensverwaltende Tochterunternehmen FERI AG, ein Erwerb der MLP vor Domcura, als auch das eigene Geschäft einen wichtigen Beitrag geleistet.

MLP-Tochter Domcura liefert kräftigen Gewinn
In der Sachversicherung stiegen, dank dem Erwerb des Assekuradeur Domcura, die Erlöse von 34,6 auf 54,9 Millionen Euro; dieses Ergebnis beinhaltet ab dem 1. August 2015 die Erlöse des neuen Tochterunternehmens Domcura in Höhe von 19,2 Millionen Euro.

In der Sparte Private Krankenversicherung wuchs MLP in einem nach wie vor schwierigen Markt um 5,5 Prozent von 43,5 auf 45,9 Millionen Euro.

Niedrigzinsen sorgen für Immobilen und Baufinanzierungs-Boom
Hoch sei auch die Nachfrage im Sektor Immobilien. Vor diesem Hintergrund stiegen die Erlöse aus der Baufinanzierung um 19,1 Prozent von 13,6 auf 16,2 Millionen. Die übrigen Maklervergütungen, die die Vermittlung von Immobilien beinhalten, haben sich von 8,4 auf 15,6 Millionen Euro nahezu verdoppelt.

Lebensversicherung macht Sorgen
In der Altersvorsorge konnte sich die MLP nicht von der Branchenentwicklung abkoppeln. Das Geschäft in der privaten Altersvorsorge wird nach wie vor dominiert von den Diskussionen über Lebensversicherer und ihre Produkte. Vor diesem Hintergrund brachen die Erlöse von 239,7 auf 215,7 Millionen Euro um über zehn Prozent ein. Besondere im vierten Quartal 2015, wo früher ein „Jahresendgeschäft“ lief, gingen die Erlöse von 106,6 auf 87,8 Millionen Euro deutlich im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Gewinnung von neuen Kunden stagniert
Im Jahr 2015 hat MLP brutto 27.500 Neukunden gewonnen, im Vorjahr waren es noch 27.900. Die Beraterzahl stieg zum Jahresende leicht von 1.914 auf 1.935, ein Zeichen dass die Gewinnung von Nachwuchs voran kommt und die Verluste aus Alterung und Abwanderung ausgeglichen werden.

Ausblick: EBIT-Niveau soll ab 2017 wieder deutlich steigen
Auf Basis der eingeleiteten Kostenmaßnahmen soll das EBIT erst ab dem Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zu 2015 erkennbar profitieren.

„MLP wird auch in den kommenden Jahren in schwierigen Märkten unterwegs sein. Unser Anspruch ist es, auch in diesem Umfeld das Ergebnisniveau wieder zu steigern. Bereits 2017 wird MLP in vollem Umfang von den weiteren Effizienzmaßnahmen profitieren“, sagt Reinhard Loose, Finanzvorstand MLP.

Fazit: Ein komplettes laufendes Geschäftsjahr auszublenden, das kann sich wohl nur ein Spezial-Vertrieb für Akademiker und deren Nachwuchs erlauben. Die MLP AG will erst wieder 2017 Gewinne machen, ja dann. Das bisherige Wachstum durch die Zukäufe des Vermögensverwalters FERI AG und des Assekuradeurs Domcura lenken von der Management-Leistung im Kerngeschäft der MLP ab. Ein Spaßvogel könnte die Theorie entwickeln, wenn die MLP AG die Allianz Versicherungen kauft wird sie sogar Marktführer, aber da wird eher umgekehrt ein solider Heidelberger Schuh draus.

Dietmar Braun

Wirtschaftslage in China ist ein Dauerbrenner

Dienstag, Juli 28th, 2015

Nach dem „schwarzen Montag“ an Chinas Aktienmärkten mit dem höchsten Tagesverlust seit acht Jahren, sind auch die europäischen Märkte nachhaltig unter Druck geraten. Kein Wunder – wenn schon das vergleichsweise unbedeutende Griechenland Europas Börsen in Schach halten kann, dann erst recht die bald größte Volkswirtschaft der Welt.
„Die Krise in China ist kein kurzfristiges Intermezzo, das die Märkte vorübergehend beeinflusst. Die Situation der bald größten Volkswirtschaft der Welt wird die Ertragsperspektiven für Finanzanlagen längerfristig beeinflussen – und könnte somit der Anfang einer längeren Baisseperiode sein“, sagt Dr. Otmar Lang, Chefvolkswirt der TARGOBANK.

Laut Berechnung von Morgan Stanley hat im letzten Jahr die Volksrepublik China 38 Prozent zum Weltwirtschaftswachstum beigetragen. Dabei ist das Wachstum im eigenen Land anhaltend rückläufig: Belastet wird Chinas Konjunktur nicht nur vom Umbau weg von einer Export-abhängigen Wirtschaft hin zu mehr Binnenkonsum. Auch die Umsetzung strengerer Umweltstandards, der Übergang zur Produktion höherwertiger Produkte bei einer gleichzeitig schwelenden Immobilien- und Aktienblase belastet die chinesische Wirtschaft.

Da all diese Ziele jedoch politisch gewollt sind, dürfte es sich um längerfristige Trends handeln. Und das hat Konsequenzen für die restliche Weltwirtschaft: Auch das globale Wachstum wird sich verlangsamen. Insbesondere die Länder Brasilien, Russland und Südkorea könnten verstärkt leiden.

Auch bei der Rohstoffpreisentwicklung muss umgedacht werden. Möglicherweise steht der Markt erst am Anfang einer längeren Baisseperiode, deren Effekte für die Weltwirtschaft nur schwer zu kalkulieren sind. Sie dürfte aber die Inflationsentwicklung fast weltweit in Schach halten.

Konsequenzen für die Anlageentscheidung
Weniger globales Wachstum und möglicherweise niedrigere Inflationsraten sprechen für weltweit niedrige Leitzinsen; die US-Fed müsste also keinen neuen Zinsanhebungszyklus starten. Folglich würden auch die Renditen in den USA und anderen Märkten kaum steigen. Das würde zwar das Verlustpotenzial für Rentenanleger begrenzen, mit deutlichen Korrekturen nach unten müssten sie aber weiter rechnen.

Ähnliches gilt auch für Rohstoffengagements, wo wir – ebenso wie bei Gold – einen Einstieg aktuell als verfrüht ansehen. Auch Aktien erscheinen derzeit weder aus fundamentaler noch aus bewertungstechnischer Sicht besonders attraktiv. Dennoch sieht der Experte der TARGOBANK, in dieser Anlageklasse die besten Chancen, wenngleich die Erwartungen aufgrund mäßiger Gewinnaussichten nicht allzu hoch gesteckt werden dürfen.

EZB beschleunigt schleichende Enteignung der Sparer

Freitag, Januar 23rd, 2015

Die Politik der EZB richte sich gegen die Bürger um marode Banken und Schuldenstaaten zu retten. Wenn die Menschen sich das Sparen sparen, gerät alles ins Wanken, warnt der Verband der privaten Bausparkassen.

Wer von A bis Z die Volkswirtschaft und sozialstaatliche Elemente ruinieren will, muss solche Entscheidungen treffen wie die Europäische Zentralbank (EZB). Das gilt von A, wie Altersvorsorge statt Altersarmut, bis Z, wie Zinsen für Zukunft in den Sektoren Lebensversicherung, Bausparen und Rente. Wer mit Gewalt Banken und Schuldenstaaten auf Kosten der Sparer und Bürger retten will, beschwört eine viel größere Gefahr herauf, den Verlust an Vertrauen der Bürger in Wert des Euro.

Der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der privaten Bausparkassen, Andreas J. Zehnder, sagt zur heutigen Entscheidung der Europäischen Zentralbank

„Mit dem massenhaften Ankauf von Staatsanleihen wird die schleichende Enteignung der Sparer beschleunigt. Wer sein Geld sicher anlegen will, bekommt seit längerem einen Zins unterhalb der Inflationsrate. Er verliert real Geld. ‚Es gibt kein Recht auf positive Zinsen‘, wird einem mitunter entgegengehalten. Und hinzugefügt: Solche Phasen habe es schon öfter gegeben. Das mag für kurzfristige Geldanlagen gelten – nicht aber für langfristige Sparanlagen.

Die schleichende Enteignung sicherheitsorientierter Sparer sollte uns allen Sorgen machen. Denn sie untergräbt den Willen der Menschen, privat für ihr Alter vorzusorgen, und entwertet die bestehende Absicherung. Wenn die Menschen sich aber das Sparen sparen, wird es für den Staat richtig teuer – erst recht in einer alternden Gesellschaft. Bei allem Verständnis für die Motive und Zwänge der EZB: Sie wäre gut beraten gewesen, die schädlichen Nebenwirkungen ihrer Niedrigzinspolitik stärker im Auge zu behalten. Diese Nebenwirkungen sind keine Nebensächlichkeiten. Sie erschüttern das Grundvertrauen der Menschen in die Früchte ihrer Lebensleistung.“

Dietmar Braun

Lohnt sich Lebensversicherung?

Montag, August 11th, 2014

Die klassische deutsche Lebensversicherung ist nach dem Lebensversicherungs-Reformgesetz in der Zukunft mehr als nur ein Spar- oder Kapitalanlageprodukt. Nach der Reform bräuchten die Menschen und die Unternehmen Makler als Facheinkäufer mehr denn je, für Marktvergleiche und Bestands-Sanierungen, so Deutschlands größte Maklergenossenschaft.

2014-08-11 (db) Die VEMA e.G., als größte deutsche Maklergenossenschaft, meldet zum, seit dem 7. August 2014 in Kraft getretenen, Lebensversicherungs-Reformgesetz (LVRG), dass dieses vor allem die private Altersvorsorge über langfristige klassische Kapitallebensversicherung und die private Rentenversicherung wieder stärke.

LVRG stärkt die lebenslange Privatrente

Ein Bank-Sparplan, so die Maklergenossenschaft, sei keine Alternative zur biometrischen Lösung über eine klassische deutsche Lebensversicherung. Ein späterer Entnahmeplan auf eine Bankeinlage könne am Ende sogar dazu führen, dass das Geld im Alter einfach nicht ausreicht. Aus einem Sparplan mit Bankprodukten könne bei Rentenbeginn und später nur so viel entnommen werden, wie zuvor angespart wurde.

Die Lebensversicherer garantieren im Gegensatz dazu eine bestimmte Rente bis ans Lebensende – völlig unabhängig davon, ob der Versicherte nun 80 Jahre, stolze 110 Jahre oder mehr alt wird.
Das Geld reicht für den 365-Tage-Urlaub jedes Jahr auf das Neue. Die private Rente wird zuverlässig Monat für Monat ausbezahlt. Wenn es reicht, dann reicht es, vor allem mit lebenslanger Garantie, so laute die moderne Formel für Wohlstand bis ins hohe Alter.

„Der Gesetzgeber hat in Deutschland mit den staatlich geförderten Vorsorgeprodukten wie Riester- und Rürup-Rente sowie der steuerbegünstigten betrieblichen Altersvorsorge nach § 3 Abs. 63 EStG attraktive Rahmenbedingungen für private Vorsorge geschaffen. Unabhängige Versicherungsmakler helfen bei der optimalen Auswahl, der individuellen Ausgestaltung und kaufen mit Ihren Kunden den besten Versicherungsschutz beim richtigen Versicherer“, erläutert Andreas Brunner, Vorstand der Maklergenossenschaft VEMA e.G. die Bedeutung seines Berufstandes, dem der Versicherungsmakler.

Um ab dem 67. Lebensjahr über eine lebenslange monatliche Zusatzrente von 500 Euro zu verfügen muss ein heute 25jähriger im Durchschnitt bei einer Lebensversicherung nur 90 Euro im Monat investieren. Ein heute 45jähriger muss für eine lebenslange Monatsrente in gleicher Höhe bereits durchschnittlich 270 Euro monatlich investieren. Das wird sich aber lohnen, da diese private Zusatzrente lebenslang geleistet wird – garantiert!

Lebensversicherer investieren sehr nachhaltig

Der Versicherungsexperte Manfred Poweleit (Map-Report) sieht in dem künftig stark veränderten Anlageverhalten der Lebensversicherer die Ursache eines neuen positiven Trends, denn „in den Kapitalanlage-Abteilungen der Lebensversicherer sitzen eigene Profis, die ihren Job können. Statt auf den Bundesschrott deutscher Staatsanleihen zu aktuellen Niedrigzinsen zuzugreifen, wurde in Anleihen anderer Länder und Unternehmen investiert.“ Die Verantwortlichen haben konsequent stärker in Länder investiert, die eine vergleichbare Bonität wie Deutschland, aber auskömmlichere Zinsen ausweisen. Auch der Markt für Unternehmensanleihen ist mit der gebotenen kaufmännischen Vorsicht stärker bedient worden.

Staat stärkt Lebensversicherer, aber Makler-Rat wird notwendiger

„Die klassische Lebensversicherung ist durch die Reform-Gesetze sicherer geworden. Künftig ist es erlaubt Bewertungsreserven zu Gunsten der langfristig Versicherten einzusetzen. Auch das aktuelle BGH-Urteil über die Gültigkeit von älteren Lebenspolicen, weist die Altersvorsorge-Gegner unter den Verbraucherschützern, in die Schranken. Allerdings ist die Auswahl der richtigen Lebensversicherer für das Neugeschäft mit privaten Kunden und Sanierungen betrieblicher Altersvorsorge eine Domäne für Makler, da es auch schwache Anbieter im Markt gibt und geben wird.“, merkt Brunner kritisch an.

Dietmar Braun, freier Fachjournalist