Archive for the ‘Gesundheit’ Category

125 Jahre Conti – München feiert

Montag, August 14th, 2017

125 Jahre Conti

Dr Helmut Hofmeier, Vorstand des Versicherer Continentale Leben /Foto: Conti db media


Aus einer Selbsthilfeorganisation der Münchener Stadt- und Marktschreiber ist bis heute ein großer und substanzstarker Lebensversicherer geworden. Kein Krieg oder Finanzkrise konnte das verhindern oder behindern. Die Continentale ist verlässlich und hat in 125 Jahren das Vertrauen verdient.

Die Continentale Lebensversicherung feiert heute in der Weltstadt der Herzen ihr 125-jähriges Jubiläum. Am 14. August 1892 wurde sie in München von den Stadt- und Marktschreibern als „Pensionsverein“ mit 193 Mitgliedern aus der Taufe gehoben. Heute ist sie eine substanzstarke, feste Größe im deutschen Versicherungsmarkt mit heute 750.000 Verträgen.

Die Continentale Lebensversicherung bot als einer der ersten Versicherer die Berufsunfähigkeitsversicherung und setzte zeitig auf fondsgebundene Lebensversicherungen mit einer großen Auswahl an Publikumsfonds. Heute ist die Continentale einer der wenigen Lebensversicherer, die nach wie vor Lösungen in der Sparte Leben mit im Marktvergleich hohen und nicht veränderbaren Garantien anbieten.

In der betrieblichen Altersversorgung (bAV) ist sie ein zuverlässiger Partner mit ausgezeichneten Lösungen und umfassenden Service-Angeboten für Unternehmen und Belegschaft.

6,9 Milliarden Euro an Kapitalanlagen insgesamt, 881 Millionen Euro Leistungen für die Versicherten und eine große Substanzstärke, die durch verschiedene Kennzahlen belegt wird, das zeichnet den Jubilar aus München aus.

„Schon die Tatsache, als Lebensversicherer so lange zu bestehen, ist ein Grund zur Freude. Wir aber blicken gleichzeitig auf eine sehr positive Geschäftsentwicklung.“ Denn in den vergangenen Jahren ist das Unternehmen stets stärker gewachsen als die Branche. Ich bin stolz darauf, dass uns dies durch Geschäft gegen laufenden Beitrag mit nachhaltig und verlässlich kalkulierten Produkten gelungen ist. Dies macht uns zu einem zuverlässigen Partner für Kunden und Vermittler“, erläutert Dr. Helmut Hofmeier, Vorstand Leben im Continentale Versicherungsverbund.

Kriege und Finanzkrisen überlebt
Nach einer durch zwei Weltkriege und eine verheerende Wirtschaftskrise geprägten schwierigen Anfangszeit wuchs der Pensionsverein seit den frühen 50er Jahren kontinuierlich. Früh bewiesen die Verantwortlichen Weitblick und schlossen 1952 einen Organisationsvertrag mit der Continentale Krankenversicherung a.G. Gemeinsam bildeten die beiden Versicherungsvereine die Basis für den Continentale Versicherungsverbund. Bis heute ist die Lebensversicherung eine tragende Säule des Konzerns, die ihre Innovationskraft aus der Verknüpfung von Tradition und Fortschritt gewinnt.

In der Sparte Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Continentale Lebensversicherung eines der wesentlichen Unternehmen – mit einem Marktanteil von mehr als 6 Prozent im Neugeschäft.

Das Wachstum beruht auf nachhaltig kalkulierten biometrischen Lösungen zu angemessenen Prämien.

„In mehr als 60 Jahren mussten wir die eingangs kalkulierten Nettobeiträge kein einziges Mal erhöhen. Auch 2017 sind die Beiträge stabil geblieben, obwohl der Rechnungszins gesenkt wurde“, betont Dr. Hofmeier. Kaum ein Risikomanager oder Aktuar der Lebensversicherer kann das Gleiche so heute aussagen.

Noch ein Anbieter mit vollständiger Produktpalette
Verbunden mit ihrer ausgeprägten Substanzstärke gehört die Continentale Lebensversicherung zu den wenigen Versicherern im deutschen Markt, die nach wie vor eine vollständige Produktpalette anbieten. Die Substanzstärke wird unter anderem dadurch belegt, dass das Unternehmen die Solvency II-Anforderungen bei Weitem übererfüllt – auch ohne Übergangsmaßnahmen.

„Wir sind sehr gut aufgestellt und gehen unseren Weg konsequent weiter: Ab dem 1. September 2017 erweitern wir unser Angebot um eine transparente und marktfähige kapitaleffiziente Klassik“, so Dr. Hofmeier mit Blick auf die verbleibenden Monate im Jubiläums-Jahr 2017. Die Branche der Lebensversicher lebt.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Wüstenrot wächst weiter

Freitag, August 11th, 2017

Wüstenrot setzt auf das Eigenheim

Wüstenrot setzt auf seine Kern-Marke und Kompetenz rund um das Eigenheim /Foto: © db media Dietmar Braun


Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) meldet ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2017. Die Gruppe konnte in den ersten sechs Monaten den Konzernüberschuss nach Steuern deutlich um 28 Prozent von 121,0 auf 154,9 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhen.

Auf Basis dieser Entwicklung hat der Vorstand der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) seine Erwartungen für das laufende Jahr nach oben revidiert und rechnet nun beim Jahresüberschuss mit einer erkennbaren Überschreitung des Vorjahreswertes von 235 Millionen Euro. Für Anleger und Investoren lohnt es sich über die Aktie nachzudenken.

„Wir verbessern unser Geschäft momentan in nahezu allen Bereichen. Diese Entwicklung im ersten Halbjahr ist alles andere als selbstverständlich. Sie ist einerseits hart erarbeitet, andererseits das erste Ergebnis unserer Maßnahmen, um unseren Konzern deutlich kundenorientierter auszurichten. Was in der W&W-Gruppe steckt, zeigen diese ersten Effekte. Es ist allerdings zu früh, dies bereits als stabilen Trend zu bezeichnen. Wir haben noch einen langen Weg zu gehen. Klar ist: Der W&W-Konzern verfügt über allerbeste Voraussetzungen, in den kommenden Jahren zu einem der Gewinner des erkennbaren Branchenumbruchs zu werden“, sagt Jürgen A. Junker, CEO und Vorstandsvorsitzender der W&W AG.

„Den Rückenwind bei den Ergebnissen können wir gut gebrauchen. Er sichert uns nicht zuletzt Handlungsspielraum, um die erforderlichen hohen Investitionen im Zuge der Digitalisierung aus eigener Kraft zu realisieren“, sagt der Nachfolger seines bald auch als Präsident des GDV scheidenden Vorgängers, an dessen früheren Basis, der grundsoliden Wüstenrot-Gruppe in Ludwigsburg.

Bauspar Bank behauptet sich
Die Wüstenrot Bausparkasse aus Ludwigsburg konnte im Netto-Neugeschäft (eingelöstes Geschäft) mit 5,76 Milliarden Euro Bausparsumme annähernd das Vorjahresniveau erreichen (- 4,8 Prozent). Sie entwickelte sich damit deutlich besser als der Markt insgesamt.
Mit einem Marktanteil von knapp 14 Prozent konnte Wüstenrot die Stellung als zweitgrößte private deutsche Bausparkasse somit weiter festigen. Das Brutto-Neugeschäft nach Bausparsumme lag mit 7,01 Milliarden Euro unter dem sehr hohen Vorjahreswert (7,64 Milliarden Euro), der von den Sondereffekten eines Tarifwechsels positiv beeinflusst worden war.

In der Baufinanzierung erhöhte sich konzernweit das Neugeschäft an vermittelten Krediten um 8,2 Prozent auf 2,76 Milliarden Euro nach 2,56 Milliarden im Vorjahreszeitraum.

Die im Frühjahr 2017 erfolgte Übertragung des Baufinanzierungs- und Pfandbriefgeschäfts der Wüstenrot Bank auf die Wüstenrot Bausparkasse sowie die Übertragung der Spar- und Anlageprodukte steigerten die interne Effizienz durch jetzt einheitliche Prozesse, Systeme und attraktive Produktlösungen rund um das Eigenheim. Zum anderen verfügt die Bausparkasse jetzt über deutlich breitere Refinanzierungsmöglichkeiten. Beide Effekte wirken sich positiv auf die Ertragslage der Bausparkasse aus und eröffnen zudem Wachstumsspielräume rund um das Thema Eigenheim, Wohnen und Vorsorge.

Ausblick auf das Gesamtjahr 2017
Angesichts des anhaltenden Immobilienbooms in Deutschland rechnet der W&W-Konzern mit Wachstumsimpulsen beim Bausparen und der Baufinanzierung.

Für das Versicherungsgeschäft, insbesondere die Sparte Schadens- und Unfallversicherung, bleibt der Vorsorge-Konzern optimistisch. im Personenversicherungsgeschäft ist noch viel Potential, hier gilt es die Vororge-Themen Leben, Pflege und Gesundheit stärker mit dem Kerngeschäft rund um das Eigenheim zu bündeln.

Die hohen Investitionen in die Digitalisierung im Rahmen des „W&W@2020“-Programms, aber auch in den klassischen Vor-Ort-Vertrieb, werden beibehalten. Sie sollen einen Grundstein für künftiges Wachstum legen.

Der Konzern-Vorstand zeigt sich für das Gesamtjahr 2017 zuversichtlich und bestätigt seine bisherigen Aussagen. Neben den Zuwächsen im Neugeschäft und der günstigen Entwicklung im Segment Schaden-/Unfallversicherung könnte auch ein Einmaleffekt aus einem Portfolioverkauf sich auswirken.

Fazit und Kommentar
Drei positive Entwicklungen könnten aus Sicht der Kenner des Konzerns eine größere Rolle spielen:

Erstens tut die Stärkung des traditionellen Eigenheim-Gedankens mit dem Markenkern Wüstenrot dem gesamten Konzern wieder sehr gut.

Zweitens interessieren sich laut den Meldungen der Süddeutschen Zeitung amerikanisch-österreichische Investoren wie Cerberus Capital Management für gemeinsame Entwicklungen im digitalen Vertrieb und mit der Marke Südwestbank auch Sekoren wie Vermögensverwaltung und Kapitalanlagen.

Drittens wird neben dem Bekenntnis zum exklusiven Eigenvertrieb auch die Partnerschaft und Kooperation mit Banken und Maklern wieder auf Augenhöhe betrieben. Letzteres paart sich mit einem ehrlichen Respekt vor Mitarbeitern und Partnern, die frühere Phase scheint wohl vorbei. Das hat der Konzern mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wohl leidvoll gemeinsam, der die teilweise etwas abgehobene Phase demnächst auch beendet.

Sprichwort: „Wer ein (Eigen-)Heim bauen oder sichern will, sollte lange am Fundament verweilen.“

Dietmar Braun (db)

Urlaub mit Hund – Haftung für Tiere

Donnerstag, August 10th, 2017

Die beste Tierversicherung

Darüber reden seit 2015 die Hunde – wie sind wir versichert? /Foto: db Media Dietmar Braun


Die Gothaer Versicherungen melden heute aktuell in der Urlaubszeit eine forsa-Umfrage im Auftrag der Gothaer Versicherung aus dem Jahr 2015.

Vor über zwei Jahren ergab die Studie der Gothaer Versicherungen dass 40 Prozent der Hundebesitzer ihren Hund grundsätzlich mit in den Urlaub nehmen. 22 Prozent nehmen ihr Tier manchmal mit, 28 Prozent lassen es grundsätzlich zu Hause.

Beliebte Reiseziele sind beispielsweise Nord- und Ostsee: 56 Prozent der Hundebesitzer, die ihren Hund mit in den Urlaub nehmen, bevorzugen Strandurlaub im Norden, 37 Prozent zieht es in die Berge. Deutlich weniger, nämlich 19 Prozent, buchen einen Strandurlaub im Süden. Klar, denn die lange Anreise und die hohen Temperaturen machen den Vierbeinern zu schaffen.

Hat die zwei Jahre alte Umfrage, welche die Gothaer über zwei Jahre später zum Inhalt einer aktuellen Medienmitteilung Ende 2017 macht, noch einen aktuellen Wert? Vermutlich schon.

Die Menschen gehen nach wie vor in den Sommerferien in Urlaub und einige nehmen ihren Hund mit.

Ungewohnte Umgebung – ungewohntes Verhalten?
Mit großem Abstand ist die Ferienwohnung die beliebteste Unterkunft bei den Hundebesitzern. Rund 65 Prozent entscheiden sich für diese Variante. Aber was, wenn der Hund sich in der ungewohnten Umgebung ungewöhnlich verhält? Wenn der sonst so gehorsame Vierbeiner beispielsweise nicht mehr auf die Kommandos seines Herrchens hört?

Jeder zehnte Hundebesitzer sorgte sich im Jahr 2015 darum, dass sein Hund aggressiv gegenüber fremden Personen oder anderen Hunden wird bzw. dass ihr Hund Schäden oder Verunreinigungen in der Unterkunft verursacht. Das könnte laut der aktuellen Medienmitteilung der Gothaer auch über zwei Jahre später nach der forsa-Umfrage noch der Fall sein. So vermuten es zumindest Ende 2017 die Mitarbeiter in der Gothaer Pressestelle.

Halter haftet für Schäden, die der Hund anrichtet
Die Haftung muss stets der Tierhalter übernehmen. Der Hundehalter muss für sämtliche Schäden aufkommen, die das Tier anrichtet – auch im Ausland. Wer mit seinem Hund in den Urlaub fährt, sollte also gut versichert sein. Da reicht die normale Privathaftpflicht nicht aus.

„Egal, ob ein Hund einen Badegast verletzt, sich von der Leine losreißt und einen Verkehrsunfall verursacht oder das Sofa in der Ferienwohnung zerkratzt – in all diesen Fällen muss letztlich der Tierhalter für die Kosten aufkommen. Allein bei Schäden an der Einrichtung kann schnell ein Betrag in vierstelliger Höhe zusammenkommen“, sagt zu dem Thema Markus Wulfert, ein Mitarbeiter der Gothaer, in der aktuellen Medienmitteilung.

70 Prozent haben eine Tierhalterhaftpflicht
Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) sind nur 70 Prozent der sieben Millionen Hunde in Deutschland haftpflichtversichert. Insgesamt würden die Vierbeiner rund 100.000 Schäden im Jahr mit einem Schadenaufwand von etwa 80 Millionen Euro verursachen.

Dietmar Braun (db)

Die Fintech-Show ist vorbei – Zeit zu liefern

Dienstag, August 8th, 2017

Fintech müssen liefern

Die Träume sind vorbei – jetzt müssen die digitalen Boten endlich liefern. /Foto: db media Dietmar Braun


Einige Zeit wedelte der Schwanz mit dem Hund. Insure- und FinTechs wollten die etablierten Versicherer aus dem Markt drängen. Ein Unternehmer aus Berlin erklärte sogar, dass er mit Clark & Co Startups „am Fließband produziere“, die globale Giganten in der Assekuranz werden würden. Mit den Forderungen der Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen (BaFin) an die Rückstellungen und Risiko-Management für Leistungen kehrte Realität ein. Zeigen was wirklich geht ist gilt es jetzt, nicht nur beschreiben was gehen könnte, sondern Versprechen einlösen.

Die Realität und ein nüchterner Blick auf digitale Prozesse und Startup als Dienstleister haben vor allem die Rückversicherer der Assekuranz. Der Chef des weltgrößten Rückversicherers sieht die Chancen und Grenzen. „Insurtech ist eine Facette der Digitalisierung: ein Trend, der die Art und Weise, wie man Versicherungsgeschäft betreibt, wie der Kunde Versicherung erlebt, und wie Versicherungslösungen zum Kunden gelangen, grundlegend verändern wird”, sagt Joachim Wenning, CEO und Vorstandsvorsitzender der Munich Re, im Fachmagazin des Unternehmens.

Auch bei einigen Erstversicherern kehrt die Realität nach den überzogenen Shows und Forderungen für Investoren-Millionen der jungen Unternehmer von Fintech und Insuretech-Unternehmen die sehr in ihrer Art bei den Pitch dem früheren Neuen Markt ähnelten.

Oliver Bäte, Chef der Allianz SE, sagte aus der Sicht des Marktführers der Erstversicherer: „Im Fokus unserer Aktivitäten stehen unsere Versicherten und die Bedürfnisse der Kunden besser zu erkennen und zu bedienen. Digitale Prozesse können dabei helfen.“

So sagte im exklusiven Gespräch in Stuttgart der Vorstandsvorsitzende des Alte Leipziger-Hallesche Konzern Dr. Walter Botermann: „Sicher werden wir dem Vertrieb und den Kunden mehr Apps für Information und Kommunikation zur Verfügung stellen, aber unser Fokus liegt auf der langfristigen Verlässlichkeit und der Sicherung des Vertrauens unserer Versicherten auf ihre Kollektive.“ Die Aktuarin Wiltrud Pekarek ergänzte: „Wir verstehen uns als Kümmerer für Kunden, nicht nur als Abwickler im Schadens- oder Leistungsfall, sondern weit im Vorfeld über Prävention und Mehrwerte in der Beratungsfunktion als Versicherer, als Partner der Versicherungsmakler und des eigenen Außendienstes.“

Die Münchener Versicherer haben sich von dem Spezialversicherer die Bayerische bis zur Allianz als Marktführer zu einem Versicherungs-Hub zusammengefunden, der die Assekuranz mit den neuen digitalen Hilfsmitteln umbauen soll. Der bayerische Freistaat will einen solchen Hub unterstützen. Im Raum Stuttgart zeichnet sich ein Bausparkassen-Banken-Versicherungs-Hub ab, der digitale Banken nutzen will um Versicherungsleistungen rund ums Eigenheim nebst Vorsorge für die Bewohner zu bieten.

Der Botschafter für das Eigenheim, als Sprecher der ARGE der privaten Bausparkassen Bernd Hertweck, im Hauptberuf Vorstandsvorsitzender der Bausparkasse Wüstenrot sagte: „Vorsorge rund um das Eigenheim, vom lebenslangen Wohnrecht, Pflege bis zu einer zufriedenstellenden Rente, das wurde früher als Spießertum bezeichnet, heute nennen wir es Sicherheit und Vorsorge rund um das eigene Heim.“

Fazit: Es tut gut, dass nach langem Zögern die Besonnenheit der erfahrenen Risiko-Manager sich mit den Jungunternehmern der Digitalbranche zusammenschließt, um die Zukunft der Assekuranz und ihrer Versicherungskollektive gemeinsam zu sichern. Das entspricht dem Vertrauen der Versicherten in die Kompetenz und Verlässlichkeit der Branche. Versicherungskunden wollen sich nicht wirklich mit Versicherungsschutz und Bedingungen befassen oder diese gar vergleichen, wie selbsternannte Verbraucherschützer das immer wieder behaupten, Kunden wollen ihre Ängste und Sorgen gegen Prämie bei den Versicherern abladen und dafür im Bedarf solide Sicherheit für den Fall des Eintritt von Risiken oder Schäden. Einfach machen durch einfach machen – nicht mehr und nicht weniger.

Dietmar Braun (db)

Bürgerversicherung als Risiko

Montag, August 7th, 2017

Bürgerversicherung – klingt gut. Aber für wen – und wer bezahlt? /Foto: db


Für die privaten Krankenversicherer (PKV) lief das Geschäftsjahr 2016 in Summe besser als im Vorjahr. Das erzielte Ergebnis aus Kapitalanlagen stieg um 600 Millionen Euro auf über neun Milliarden Euro an.

Nach Einschätzung der brancheneigenen Agentur Assekurata dürfte sich die Gewinnsituation 2017 weiter verbessern, da mit der Beitragsanpassung mit versicherungstechnisch positiven Ergebnissen zu rechnen ist.

In der Krankheitskosten-Vollversicherung als Alternative zu den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) konnten die PKV-Unternehmen 2016 marktweit den Bestandsabrieb mit netto 14.600 Personen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich reduzieren.

Mit einem Rückgang um 0,2 Prozent haben die Gesundheitsversorger ein durchaus zufriedenstellendes Jahr hinter sich. Ursächlich hierfür ist der verbesserte Saldo zwischen Wechslern aus der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die PKV und umgekehrt. Hatten 2015 die Abgänge zur GKV die Zugänge noch um 19.500 Personen übertroffen, ist der Saldo 2016 mit -1.100 nahezu ausgeglichen.
Dies ist insofern bemerkenswert, als der PKV-Verband bereits Ende September 2016 und damit genau zum Jahresendgeschäft prognostiziert hatte, dass auf rund zwei Drittel der Privatversicherten spürbare Beitragsanpassungen im zweistelligen Bereich zukommen würden.

Im Ergänzungsschutz zur GKV und in den Zusatzversicherungen konnte die PKV auch im abgelaufenen Geschäftsjahr eine positive Entwicklung verzeichnen. Die Zahl der Zusatzversicherungsverträge stieg jedoch lediglich um 1,3 Prozent, so dass die Zuwachsrate geringer ausfiel als 2015 mit noch 1,75 Prozent.
Die Pflegeergänzungs- und die Zahnzusatzversicherung sind und bleiben der Wachstumstreiber in diesem Geschäftsfeld.

Betriebliche Gesundheitsvorsorge hat Potential
Hingegen wartet die von einigen Marktteilnehmern zum Hoffnungsträger auserkorene betriebliche Krankenversicherung (bKV) vertriebsseitig immer noch auf den Durchbruch. Nach Angaben des PKV-Verbandes stieg die Zahl der versicherten Personen in diesem Geschäftsfeld 2016 gerade mal um 31.800 auf 606.800. Die Ursache dürfte vor allem auch in der Art der Vergütung für den Vertrieb liegen.

Im Zehnjahresvergleich 2007-2017 haben sich im Durchschnitt, laut Assekurata, die Bestandsbeiträge im Normalgeschäft um 53 Prozent erhöht, was einer jährlichen Anpassungsrate von 4,2 Prozent entspricht.
Das beitragsstabilste Unternehmen kommt auf einen Wert von 32 Prozent beziehungsweise 2,9 Prozent pro Jahr.

Zum Vergleich: Der GKV-Höchstbeitrag (inklusive Zusatzbeitrag) ist in den vergangenen zehn Jahren zwar „nur“ um knapp 30 Prozent beziehungsweise 2,8 Prozent pro Jahr gestiegen, absolut gesehen liegt die GKV mit einem Beitragsanstieg von insgesamt 156 Euro jedoch rund 17 Euro über dem Durchschnitt.

Gleichzeitig senken die gesetzlichen Kassen ihre Leistungen und muten den Versicherten immer mehr Eigenleistungen zu. Dieser Trend zum Leistungsabbau dürfte sich bei einer Bürgerversicherung massiv verstärken, da ja dann kein Wettbewerb der Systeme dies mehr verhindert. Unabhängig von diesem Leistungsabbau in der gesetzlichen Krankenkasse, hätten bei Einführung der Bürgerversicherung die bis dahin privat Versicherten ein lebenslanges Verbleibrecht in der PKV bei besseren und vor allem oft lebenserhaltenden Leistungen.

Fazit: Die privaten Gesundheitsversorger sind zukunftssicher und durch einen Sicherheitsaufschlag von zehn Prozent des Beitrags auch nachhaltig aufgestellt. Die Befürworter der Bürgerversicherung müssen erst einmal erklären, wie sie es finanzieren wollen beihilfeberechtigte Beamte in die gesetzlichen Kassen zu überführen. Noch problematischer wird es mit den Selbstständigen die sich weder den Beitrag zu den gesetzlichen Kassen oder den privaten Gesundheitsversorgern leisten können.

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles hat ganz schnell die Pläne einer gesetzlichen Bürgerversicherung in der Rentenversicherung fallen lassen, als die Fachleute ihr die Zahlen vorgelegt hatten. Alternativen in der biometrischen Versorgung für Gesundheit, Rente und Pflege wird es daher in Deutschland noch lange geben. Die Befürworter der Bürgerversicherung werden angesichts der Fakten zur Demografie und der Beitrags- oder Leistungsentwicklung deutlich leiser. (db)

Beste Krankenversicherung – AOK holt auf

Donnerstag, August 3rd, 2017

Die gesetzlichen Krankenkassen versorgen 90 Prozent der Bevölkerung. Da sich durch die gesetzliche Regelung der Leistungen wenige Unterschiede ergeben, läuft der Wettbewerb über zufriedene Versicherte, Service und zum Teil über Zusatzbeiträge und Extraleistungen.

(db finanzwelt 2017-08-03) Unbeirrt von unterschiedlichen Zusatzbeiträgen bescheinigen die Deutschen den gesetzlichen Krankenversicherungen gute Arbeit. Das ist das Ergebnis der Studie „Kundenloyalität bei Krankenkassen: Jede Interaktion ist eine Chance“ der internationalen Managementberatung Bain & Company.

Für die Studie hat Bain 3.300 gesetzlich Versicherte bei 18 großen Krankenkassen befragt. Danach legte die mit dem Net Promoter® Score (NPS®) messbare Loyalität in der Branche um 3 Prozentpunkte zu – auf plus 13 Prozent.

Die Zahl besonders loyaler Kunden, sprich der Promotoren, überstieg damit deutlich die der Kritiker. Allerdings gibt es teils große Unterschiede zwischen den Anbietern.

An der Spitze aus Sicht der Versicherten liegt die Techniker Krankenkasse (TK) mit einem NPS von 43,5 Prozent, trotz Einbußen gegenüber der letzten Studie aus dem Jahr 2013.

Danach folgt die AOK Plus, die ihren NPS auf 42 Prozent mehr als verdoppeln konnte.

Rang drei belegen die Knappschaft-Krankenkassen mit immerhin noch 34,5 Prozent.

Rangfolge der gesetlichen Krankenkassen /Grafik: Bain

„Die Anstrengungen vieler Krankenkassen, ihren Service auszubauen und die Digitalisierung voranzutreiben, zahlen sich aus. Loyale Kunden fördern wie kaum ein anderer Faktor das Wachstum der Versicherer“, sagt Dr. Christian Kinder, Bain-Partner und Co-Autor der Studie.

So basiert bei jedem Fünften ein Anbieterwechsel auf dem Rat eines Freunds oder Bekannten. Zudem empfehlen Promotoren ihre Krankenkasse fünf Mal häufiger weiter wie das die Kritiker tun. Insgesamt sind derzeit 20 Prozent, also nur noch jeder fünfte Versicherte, der gesetzlich Versicherten wechselbereit. 2013 waren es gut 25 Prozent, da war noch jeder Vierte bereit zum Wechsel.

Leistung als ein Loyalitätstreiber
Ein wesentlicher Auslöser für einen Kassenwechsel ist nach wie vor der Beitragssatz. Die Treiber für Kundenbegeisterung, und damit Loyalität zu einer Krankenkasse, sind hingegen insbesondere regelmäßige Interaktionen und Innovationen. Es folgen die Reputation des Anbieters und dessen Leistungen. Erst danach kommt die Höhe des Beitragssatzes mit dem Zusatzbeitrag.

Angesichts dieser Ergebnisse stehen die Krankenkassen vor drei Paradigmenwechseln:

1. Regelmäßige Interaktion zahlt sich aus
2. Kunden erwarten mehr digitale Services
3. Der Gesundheitsplattform gehört die Zukunft

Welchen Stellenwert regelmäßige Interaktionen haben, verdeutlicht ein weiteres Studienergebnis.
Einem durchschnittlichen NPS von 20,9 Prozent bei einem Kontakt in den vergangenen drei Monaten steht ein Wert von minus 12,6 Prozent gegenüber, wenn es mehr als zwei Jahre keine Berührungspunkte gab.

„Die Frequenz und auch der Anlass von Interaktionen haben entscheidenden Einfluss auf die Loyalität. Dank digitaler Kanäle verfügen die Krankenkassen nun über erheblich mehr Möglichkeiten für regelmäßige und wertschaffende Interaktionen als früher“, sagt Mareike Steingröver, Bain-Partnerin und Co-Autorin der Studie.

Digitale Kommunikation allein reicht nicht aus
Nur digitale Kommunikation wird den Versicherten auf Dauer jedoch nicht genügen. Schon heute erwarten jeweils mehr als 40 Prozent, dass sie Anträge und Rechnungen online einreichen, Bonusprogramme und Online-Dienste zu nutzen sowie Arztrechnungen einsehen können.

Darüber hinaus interessieren sie sich für Dienstleistungen wie einen Apotheken-Navigator oder Onlineterminvereinbarungen mit Ärzten.
Zudem würden mehr als die Hälfte den Aufbau einer zentralen Gesundheitsplattform begrüßen, die sämtliche Informationen bündelt – von Angaben zu geeigneten Ärzten und Apotheken über Bonusprogramme bis hin zur elektronischen Patientenakte. Nach Überzeugung von rund 70 Prozent der Befragten sind die gesetzlichen Krankenversicherer dafür die besten Betreiber.

Was Kunden sich digital wünschen

Was Kunden sich als digitalen Service wünschen. /Grafik: Bain

„Die Krankenkassen decken schon heute einen Teil der Anforderungen an eine Gesundheitsplattform ab. Zudem überschneidet sich ihre digitale Roadmap mit den Wünschen der Kunden“, so Bain-Versicherungsexpertin Steingröver.

Auf beiden Agenden stehen unter anderem die E-Akte, Telemedizin und die Nutzung vernetzter Geräte für die Diagnose und die Pflege in den eigenen vier Wänden.

Loyalität fördern, Wachstum steigern und Effizienz erhöhen
„Die gesetzlichen Krankenversicherer sind auf dem richtigen Weg. Nun geht es darum, die Chancen der Digitalisierung noch besser zu nutzen. Auf diese Weise können die Krankenkassen die Loyalität ihrer Kunden fördern, damit ihr Wachstum steigern sowie ihre Effizienz erhöhen – und so gleich in dreifacher Hinsicht profitieren. Das sollte sich kein Anbieter entgehen lassen“, ist Bain-Partner Kinder überzeugt.

Dazu dienen vor allem die Schaffung regelmäßiger Kontaktpunkte mit einem für den Kunden spürbaren Mehrwert, verstärkte Investitionen in die digitale Transformation und die richtige Balance zwischen mehr Service und angemessenem Preis.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

EurAssMus 08/2017 ist da

Dienstag, August 1st, 2017

EURASSMUS 08/2017

wondermag von fgbraun.de

Das Magazin für Risiko-Management, Gesundheit, Philosophie und Leben. Aus der Praxis für die Praxis. Experinnen und Experten der Assekuranz berichten über Trends und aktuelle Herausforderungen.

Dialog mit Maklern – Mehrwert für Versicherte

Dienstag, August 1st, 2017

Neue Biometrie-Lösungen

Neue Lösungen für Makler – himmlische Mehrwerte sind zu entdecken. /Foto: db media Dietmar Braun


Die Dialog sieht den Dialog mit Versicherungsmaklern als ein Forum, der das Kerngeschäft Risiko-Management und Kümmerer für Kunden unterstützt und das gegenseitige Vertrauen stärkt.

Die Dialog Lebensversicherungs-AG, der Spezialversicherer für biometrische Risiken der Generali Deutschland AG, hat Versicherungsmaklern die neue Berufsunfähigkeitsversicherung SBU-professional Vitality vorgestellt.

Auf den „Sommer-Biometrie-Tagen 2017“ präsentierte der Maklerversicherer Dialog in mehreren deutschen Großstädten Versicherungsmaklern die Vorteile und Mehrwert der Berufsunfähigkeitsversicherung SBU-professional in Kombination mit dem Gesundheitsprogramm Generali Vitality.

Als erster deutscher Maklerversicherer fördert die Dialog mit dem BU-Schutz und den Risikolebensversicherungen RISK-vario® Vitality als Kümmerer das gesundheitsbewusste Verhalten der Versicherten.

Wer sich körperlich betätigt, gesund ernährt und regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen geht, wird mit attraktiven Prämienrabatten und exklusiv rabattierten Einkaufsmöglichkeiten bei Kooperationspartnern in den Bereichen Sportartikel, Reisen oder Kaufhäuser belohnt. Zu diesem Zweck sammelt der Versicherte Punkte, die ihn in seinem Vitality-Status von Bronze über Silber und Gold bis hin zu Platin mit steigenden Rabatten führen.

„Unsere Risikolebensversicherungen ebenso wie unsere Berufsunfähigkeitsversicherung stellen in der Kombination mit Generali Vitality einen idealen Türöffner für Makler dar, um gesundheitsbewusste Kunden anzusprechen. Gerade junge Menschen sind von Sport und gesunder Lebensführung begeistert und somit eine ideale Zielgruppe – auch für das Cross-Selling“, sagt Hartwig Haas, Leiter Produkt- und Vertriebsmanagement der Dialog.

Risiko-Management und Praxisempfehlungen
Auf den Veranstaltungen stellte Peter Stockhammer, Geschäftsführer der Generali Vitality GmbH, das einzigartige Gesundheitsprogramm der Generali vor.

Maklerbetreuer der Dialog präsentierten im Anschluss das neue Produkt SBU-professional Vitality, das vor kurzem von der Agentur Franke und Bornberg mit der Spitzennote „Hervorragend“ ausgezeichnet wurde.

Versicherungs-Fachanwalt Stephan Michaelis von der Kanzlei Michaelis behandelte die häufig diskutierte Frage des Datenschutzes. Bei der Generali wurde die klare Regelung getroffen, dass alle Kundendaten aus dem Gesundheitsprogramm bei einer unabhängigen Gesellschaft gesammelt werden und dem Versicherer lediglich der Status des Versicherten übermittelt wird. Michaelis ging darüber hinaus auf rechtliche Rahmenbedingungen ein und gab wertvolle Hinweise, wie Fallstricke in der Versicherungsvermittlung zu vermeiden sind.

Zum Abschluss präsentierten Dialog-Maklerbetreuer wichtige Verkaufsargumente und überzeugende Behandlungen von Einwänden „in 60 Sekunden“ für die Beratungspraxis.

Über 200 Makler besuchten die Sommer-Biometrie-Tage 2017 und nahmen die Informationen und die beratungsbezogenen Hinweise und Empfehlungen für ihr Geschäft mit Interesse auf. Auf die Präsentationen folgte jedes Mal eine intensive Diskussion.

Die Auswertung der anschließend ausgeführten schriftlichen Befragung der Anwesenden ergab zwei wichtige Hauptergebnisse:

• 62 Prozent der Teilnehmer sind grundsätzlich von der Kombination eines Dialog-Versicherungsprodukts mit Generali Vitality überzeugt.

• 63 Prozent der Teilnehmer sind zuversichtlich, mit der Kombination aus Dialog-Versicherungsprodukt und Generali Vitality neue Zielgruppen zu erschließen und zu begeistern.

Die Dialog sieht den Dialog mit Maklern als ein Forum, der das Kerngeschäft Risiko-Management und Kümmerer für Kunden unterstützt und das gegenseitige Vertrauen stärkt.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Allianz als Kümmerer – im Kampf gegen Stress

Dienstag, August 1st, 2017

Die Allianz hat ihr Angebot für die betriebliche Krankenversicherung (bKV) verbessert. Eine aktuelle Studie zeigt den Bedarf auf. Arbeitnehmer brauchen Hilfe und Beratung bei Stress.

Eine Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland leidet unter Stress in ihrem Job. Laut einer aktuellen Studie im Auftrag der Allianz Deutschland AG sind Alarmierende 71 Prozent. Die Mehrheit der Beschäftigten kennen aus dem Berufsalltag das Gefühl, größerer psychischer Belastung ausgesetzt zu sein, als dies gesundheitlich gut für sie wäre. Das bestätigt die aktuelle Ipsos-Umfrage. Befragt wurden 1000 Arbeitnehmer im Alter von 18 bis 65 Jahren.

Hauptursachen für die Belastung sind für alle Befragten ein hohes Arbeitsaufkommen und die Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten. Auffällig sind die Unterschiede zwischen der Gruppe der jungen und der älteren Arbeitnehmern. Die Älteren gehen deutlich gelassener mit Stress um.

Ältere kompensieren Druck mit Gelassenheit und Routine
Tatsächlich fühlen sich junge Arbeitnehmer durch ihren Job gestresster als ihre älteren Kollegen. Die psychische Belastung ist bei vielen jungen Beschäftigten so hoch, dass 53 Prozent schon einmal in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt waren. Bei den Älteren sind es „nur“ 46 Prozent. Kein Wunder also, dass bereits 56 Prozent der Jungen mit dem Gedanken spielten, die Arbeitszeit zu reduzieren oder den Arbeitgeber zu wechseln, bei den Älteren sind es mit 39 Prozent deutlich weniger.

„Stress ist auch ein Zeichen einer beschleunigten Lebenswelt, und das betrifft verstärkt die junge Generation. Auch das Privatleben bietet oft keine Entspannung mehr, denn dank Facebook, WhatsApp und Co. sind viele permanent auf Abruf“, sagt die Studienautorin, Ärztin und Psychotherapeutin Dr. med. Nilufar Heydari.

Die Allianz als Kümmerer will hier den Versicherten helfen.

Permanent auf Abruf: Jüngere Berufstätige tun sich schwerer als ältere, mal abzuschalten – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.

Allianz als Kümmerer

Stress am Arbeitsplatz – Allianz als Versicherer und Kümmerer will helfen. /Foto: Allianz istockphoto/fizkes

„Vielen fällt es heutzutage zwar generell schwer, abzuschalten. Die ältere Generation lässt sich aber nicht so schnell aus der Ruhe bringen“, so Allianz Expertin Heydari.

Das erklärt wohl auch, dass 50 Prozent der jungen Beschäftigten wegen zu hoher Belastung im Job schlechter schlafen. Bei den Älteren betrifft das mit 38 Prozent sehr viel weniger Arbeitnehmer.
Allianz Expertin Heydari weiß, dass ältere Arbeitnehmer privat deutlicher Prioritäten setzen, was ihnen in ihrer Freizeit wirklich wichtig ist und wo sie vielleicht nicht unbedingt „dabei sein“ müssen. Außerdem helfen ihnen Routine und Erfahrungen, die Belastungen im Job zu kompensieren.

Chefs können ihren Mitarbeitern helfen, gesund zu bleiben
Ältere Arbeitnehmer sind zwar gelassener als ihre jüngeren Kollegen, Stress und psychische Belastungen im Job betreffen aber alle Altersgruppen. Die große Herausforderung für Unternehmen ist, dies zu erkennen, um dem Betroffenen zu helfen, denn nur 26 Prozent der befragten Arbeitnehmer vertrauen sich ihrem Chef an.

Allianz Expertin Heydari empfiehlt Unternehmen, offen für die Probleme ihrer Mitarbeiter zu sein. Unternehmen müssten sich bewusst sein, dass ihre Mitarbeiter stärkeren psychischen Belastungen ausgesetzt sind als noch vor 20 Jahren. Wer als Chef diese Tatsachen im Hinterkopf habe und Hilfsangebote macht, trage schon viel zur Gesundheit in seinem Betrieb bei.

Auch eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) kann Chefs dabei helfen, sich für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu engagieren. Unterstützung bei seelischen Belastungen bietet etwa der Tarifbaustein „Vorsorge Extra“ der Allianz: Diese Versicherung leistet bei beruflichem Stress oder bei privaten Problemen einmal pro Jahr die Kosten für ein dreimonatiges telefonisches Coaching durch einen Spezialisten. Die psychologische Begleitung ist für den Mitarbeiter kostenlos und absolut vertraulich.

Weitere Infos zu einer „Krankenversicherung vom Chef“, die unter anderem bei psychischen Problemen helfen kann, findet man zum Beispiel auf der Website allianz.de.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Durch Schaden klüger – billiger Schutz zahlt nicht

Freitag, Juli 28th, 2017

Nur Elementarschaden hilft bei Starkregen

Briefkasten trocken – Keller unter Wasser. Was jetzt? Billig versichert – oder richtig gesichert? /Foto: db media Dietmar Braun


Billigen Versicherungsrat oder billige Versicherungsdeckungen gibt es nicht. Wenn es brennt oder das Eigenheim unter Wasser steht zählt nur die Kompetenz der Kümmerer.

Der Stark- und Dauerregen der vergangenen Tage hat in Niedersachsen und anderen Teilen Deutschlands für überschwemmte Altstädte und unter Wasser stehende Keller gesorgt. Binnen 24 Stunden ist in vielen Regionen mehr Regen heruntergekommen als normalerweise im ganzen Monat Juli.

Stark-Regen hinterlässt Chaos
Durch Unwetter können an Industrieanlagen, Häusern, Hausrat und Autos hohe Schäden entstehen. Nicht selten stehen Hausbesitzer, oder Mieter nach dem Unwetter vor einem großen Chaos. Es stellt sich nicht nur die Frage, wie das Gebäude schnellst- und bestmöglich wieder instand gesetzt werden kann, sondern auch wer die Kosten dafür trägt. Wer also zahlt in diesen Fällen?

Essentieller Elementarschutz
Wohngebäude- und Hausratversicherung als Standarddeckung sehen nicht Lösungen zur Entschädigung für alle Naturereignisse vor. Wie immer bei Versicherungen, entscheidet hier die Kompetenz des Versicherungsmakler oder Vermittler, ob das Konzept die Risiken deckt.

„Für Schäden, die beispielsweise durch Überschwemmungen und Starkregen entstehen, ist jeweils eine zusätzliche Elementardeckung nötig. Nur dann übernimmt die Versicherung Kosten für Reparaturarbeiten am Wohngebäude wie etwa eine Gebäudetrocknung oder Instandsetzung des Mauerwerks“, sagt Dr. Harald Neugebauer, Leiter der Schadenabteilung bei den Gothaer Versicherungen.

Eine Elementar-Zusatzdeckung in der Hausratversicherung kommt für beschädigtes oder zerstörtes Wohnungsinventar auf – ersetzt wird der Wiederbeschaffungswert.
60 Prozent der deutschen Immobilien bei Natur-Risiken ungeschützt

„Eine Elementarversicherung sollte immer zusätzlich zu einer Gebäude- oder Hausratversicherung abgeschlossen werden“, so der Experte Neugebauer in der Nachschau zu eingetretenen Wasserschäden.

Nur so seien beispielsweise auch Schäden durch Unwetter und Rückstaus in der Kanalisation gedeckt.

Genau dieser Teil des Versicherungsschutzes fehle laut Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) etwa 60 Prozent der Deutschen für ihr Eigenheim oder den gewerblichen Kunden für ihre Betriebe. Das ist logisch, da diese Risiken ja ein erhöhtes Risiko für den Versicherer als Risikoträger darstellen.

Wie sollten sich Versicherte im Schadenfall verhalten?

Den Schaden sofort melden!
Versicherungsnehmer sollten ihre Versicherung so schnell wie möglich über einen Schadenfall zu informieren. Eine detaillierte Schadenaufstellung kann später nachgereicht werden.

Folgeschäden vermeiden!
Versicherungsnehmer sollten alles Zumutbare tun, um den Schaden so gering wie möglich zu halten – zum Beispiel beschädigte Dachfenster mit einer Plane abdecken, Wasser abpumpen oder Einrichtungsgegenstände aus dem Keller, sofern ohne Gefährdung möglich, in Sicherheit bringen.

Dokumentieren!
Versicherungsnehmer sollten Schäden in Fotos und Videos genau festhalten.

Rücksprache!
Bevor Versicherungsnehmer eine Reparatur in Auftrag geben, sollten sie unbedingt Rücksprache mit dem Versicherer halten.

Archivieren!
Quittungen, beispielsweise von Reparaturarbeiten, für die Steuererklärung aufheben.

Fazit: Sorgen Sie nicht nur für die umfassende Risiko-Deckung in Zusammenarbeit mit dem Versicherungsmakler ihres Vertrauens oder kompetenten Versicherungsberater, sondern sammeln sie auch Belege über ihr Eigentum und Eigenheim, um im Schadensfall alle Werte belegen zu können. (db)