Archive for the ‘Gesundheit’ Category

Wondermags EurAssMus September 2016

Mittwoch, September 21st, 2016

EurAssMus 09/2016

wondermag von fgbraun.de

EURASSMUS berichtet in dieser Ausgabe über die riskante Lotterie im Erbfall bei den Lebensversicherungen, die Herausforderungen durch Roboter und digitale Prozesse in der Arbeitswelt. Nichts ist spannender wie Wirtschaft und Risiken. 

EurAssMus August 2016 – Magazin für Risiko-Management

Dienstag, August 2nd, 2016

EurAssMus 07/2016

wondermag von fgbraun.de

Die neue Ausgabe von EurAssMus berichtet über die Veränderung der Assekuranz und Banken durch Big Data und die Digitalisierung.
Kritisch werden Fintech und Insuretech angesprochen, aber auch die Risiken im Vertrieb der Banken analysiert.

Digital kann analog ergänzt werden

Montag, Juni 6th, 2016

Die neue Bitkom-Studie zeigt, dass die Digitalisierung der Finanzwelt nicht zu stoppen ist. Die einzige Lösung mit einer soliden Zukunft scheint die Kombination von Online- und Offline-Service zu sein.

Analog und Digital ergänzt sich

Digitalisierung hilft bei der Information, den Durchblick bringt ein sehr guter persönlicher Service © contrastwerkstatt – Fotolia.com

2016-06-06 (db finanzwelt) Ob Kfz-Finanzierung oder Haftpflicht-Police: Deutsche Verbraucher werden künftig vermehrt im Internet Kredite aufnehmen oder Versicherungen abschließen. Auch weitere innovative Online-Finanzprodukte und Online-Finanzdienstleistungen haben großes Potenzial. Das zeigt eine repräsentative Befragung, die der Digitalverband Bitkom in Auftrag gegeben hat.

Bereits jeder Zehnte kauft Assekuranz online
Befragt wurden 1007 Verbraucher ab 14 Jahren, darunter 814 Internetnutzer. Demnach haben bereits 12 Prozent der Internetnutzer online eine Versicherung abgeschlossen, weitere 22 Prozent können sich vorstellen, dies künftig zu tun.

Jeder Vierte schließt Online Kreditvertrag ab
Zudem kann sich ein Viertel der Internetnutzer (25 Prozent) vorstellen, online einen Kredit aufzunehmen, 7 Prozent haben das schon getan. Letztere haben diese Option dem Gang in die Filiale vorgezogen, weil sie die Beantragung des Kredits im Internet bequemer fanden (39 Prozent) und weil die Kreditvergabe schneller erfolgte (36 Prozent).
Rund jeder fünfte Online-Kreditnehmer (21 Prozent) hat sich außerdem wegen besserer Kreditkonditionen für diese Form der Kreditaufnahme entschieden, und 16 Prozent, weil sie bei einem anderen Kreditinstitut abgelehnt worden waren.

„Nahezu alle Finanzgeschäfte können heute bequem, sicher und schnell im Internet erledigt werden. Treiber dieser Entwicklung sind neben etablierten Banken auch Fintech‘s – also junge Unternehmen aus dem Technologiesektor, die im Finanzbereich aktiv sind. Ihre innovativen Angebote werden unseren Umgang mit Geld grundlegend verändern“, sagt Ulrich Dietz, Bitkom-Vizepräsident.

Zwei Drittel bevorzugen Online-Banking
Laut der Befragung führen 70 Prozent der Internetnutzer Bankgeschäfte online durch. Dabei rufen sie vor allem ihren Kontostand ab (100 Prozent) und tätigen Überweisungen (96 Prozent). Außerdem werden im Rahmen des Online-Banking zum Beispiel neue Debit- oder Kreditkarten angefordert (13 Prozent), Prepaid-Handykarten aufgeladen (9 Prozent), persönliche Finanzberatungen in Anspruch genommen (6 Prozent) oder ausländische Währungen für den Urlaub bestellt (3 Prozent).

Fast ein Drittel der Nutzer von Online-Banking (30 Prozent) erledigt seine Bankgeschäfte ausschließlich via Web und besucht überhaupt keine Filiale mehr. Zwei Drittel der Online-Banking-Nutzer gehen zusätzlich hin und wieder noch zum Schalter.

Mehr als die Hälfte der Befragten aus dieser Gruppe (52 Prozent) war innerhalb der letzten drei Monate in einer Bankfiliale. Bei 20 Prozent ist der letzte Besuch etwa drei bis sechs Monate her, bei 12 Prozent liegt er sechs bis zwölf Monate zurück, und bei immerhin 14 Prozent sogar länger als ein Jahr.

„Häufig ist ein Besuch in einer Bankfiliale nicht mehr nötig. Selbst Beratungsgespräche können heute schon per Videochat geführt werden, auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten. Diese Angebote müssen noch weiter ausgebaut und bekannter gemacht werden“, so Dietz.

Banking per Handy oder Laptop
Wer seine Bankgeschäfte im Internet erledigt, verwendet dafür schon in vielen Fällen sein Smartphone. So erklärt gut jeder dritte Nutzer von Online-Banking, dass er dafür sein Handy einsetzt (36 Prozent, Vorjahr: 34 Prozent). 61 Prozent verwenden den Laptop, im Vorjahr waren es 57 Prozent. Jeder Zweite (50 Prozent) nutzt den Desktop-PC, 2015 lag der Wert noch bei 62 Prozent. Damit hat der Laptop den Desktop-PC erstmals als beliebtestes Gerät zum Online-Banking überholt.

Zum Tablet Computer greifen 42 Prozent der Nutzer von Online-Banking (Vorjahr: 39 Prozent). „Der Trend beim Online-Banking geht weg vom Desktop-PC und hin zu mobilen Geräten. Dabei wird das Smartphone noch weiter an Bedeutung gewinnen, vor allem dank innovativer Apps, die Online-Banking auf dem Mobilgerät immer intuitiver und unkomplizierter machen“, sagt Dietz. Wer heute Smartphone-Banking betreibt, checkt in vielen Fällen ausschließlich den Kontostand (67 Prozent), immerhin 13 Prozent tätigen aber auch Überweisungen per Smartphone. Fast jeder Dritte (30 Prozent) verwendet für das Online-Banking per Smartphone eine App.

Crowd-Finanzierung macht Banken zu schaffen
Über das klassische Online-Banking sowie Online-Kredite oder -Versicherungen hinaus entstehen im Internet derzeit auch eine Reihe von plattformbasierten Modellen wie die Peer-to-Peer-Finanzierung. Beim Peer-to-Peer- bzw. Crowd-Lending treten Privatverbraucher selbst als Kreditgeber auf. 2 Prozent der Internetnutzer haben sich bisher auf diesem Wege Geld geliehen, 9 Prozent können sich das vorstellen. Beim Crowd-Investing schließen sich viele Personen zusammen, um sich gemeinsam an einem Unternehmen zu beteiligen. Die Investoren können einen Betrag ihrer Wahl anlegen und erhalten im Gegenzug eine Beteiligung an den Erträgen und den Wertsteigerungen des Start-ups. 2 Prozent der Internetnutzer geben an, schon einmal auf diese Weise Geld investiert zu haben, 4 Prozent sind aufgeschlossen dafür.

Google könnte eine Bank werden
Viele Deutsche können sich außerdem vorstellen, großen Internetunternehmen ihr Geld anzuvertrauen. Fast ein Drittel (32 Prozent) ist offen dafür, Bankgeschäfte wie Überweisungen über Internetunternehmen zu tätigen.

Digital-Rabatt begeistert Autofahrer
Fast ein Viertel (22 Prozent) hat außerdem Interesse an Versicherungsverträgen, die mithilfe digitaler Technologien exakt auf das individuelle Verhalten zugeschnitten sind. Im Falle einer Kfz-Versicherung würde hierfür beispielsweise das individuelle Fahrverhalten aufgezeichnet und bei der Versicherungspolice berücksichtigt.

Roboter machen Bankverkäufer Konkurrenz
Die Bankberatung durch einen Roboter finden 15 Prozent der Internetnutzer interessant. Dabei gibt der Roboter zum Beispiel Empfehlungen für die Geldanlage, die er mithilfe von Algorithmen generiert. Bankberater werden nur in Einzelfällen oder auf Wunsch des Kunden hinzugezogen. Empfehlungen für Finanzprodukte auf der Grundlage von Daten aus sozialen Netzwerken sind für 5 Prozent der Deutschen interessant. Hierbei wäre zum Beispiel denkbar, dass ein Kredit automatisch angeboten wird, wenn sich der Beziehungsstatus im Sozialen Netzwerk auf „verheiratet“ ändert.

„Neue und innovative Modelle für das Banking, die Finanzberatung, die Kreditvergabe oder die Geldanlage sind oft bequemer und kundenfreundlicher als herkömmliche Verfahren und können finanziell hochinteressant sein. Genauso wie das Online-Banking werden sie sich mittelfristig bei den Verbrauchern durchsetzen“, so Dietz.

Allerdings seien die Deutschen in Geldfragen traditionell eher vorsichtig und wüssten zudem noch wenig über die neuen Angebote.

Tatsächlich sagen 66 Prozent der Befragten: „Ich verstehe viele digitale Angebote rund um Banking und Bezahlen nicht.“ 67 Prozent erklären zudem: „Ich verstehe die Finanzwelt immer weniger.“ Dietz: „Banken und Fintech‘s müssen jetzt Aufklärungsarbeit leisten und Vertrauen aufbauen.“

Fazit: Die Digitalisierung ändert einiges in der Finanzwelt. Die Zeit für Bankverkäufer und die klassischen Versicherungsvertreter werden härter. Die einzige Chance für die Assekuranz und Banken liegen neben der digitalen Information der Zielgruppen im analogen Service, der individuellen Bedarfs- und Risikoanalyse, sowie der Ausarbeitung von nachhaltigen persönlichen Lösungen.

Dietmar Braun

Neustart in der Allianz bKV-Deckung

Dienstag, April 26th, 2016

Der private Krankenversicherer der Allianz SE hat die Bedingungen und den Leistungskatalog der betrieblichen Krankenversicherung überarbeitet. Das neue Deckungskonzept ist ab Mai im Markt.

Allianz bKV-Deckungskonzept

Neues bKV-Deckungskonzept der Allianz am Start © Sergey Nivens

2016-04-26 (db) Die Allianz Private Krankenversicherung (APKV) verbessert ihr Angebot in der betrieblichen Krankenversicherung (bKV). Das ab Mai 2016 erhältliche Deckungskonzept und in den Leistungen erweiterte bKV-Vorsorgetarif enthält zahlreiche, auf die Lebenssituationen und Interessen von Mitarbeitern abgestimmte neue Leistungen und spricht damit noch mehr Versicherte an. Die Prämie in Höhe von 8,61 Euro pro Monat und Mitarbeiter zeigt, dass gute Vorsorge nicht teuer sein muss. Mitarbeiter von Unternehmen, die den bisherigen bKV-Vorsorgetarif bereits abgeschlossen hatten, können die neuen Leistungen als kostenfreies Upgrade ebenfalls nutzen.

Um mit der neuen Tariflösung möglichst viele Kunden anzusprechen, hat die Allianz über 2.000 Arbeitnehmer sowie Mediziner nach ihren Vorstellungen einer idealen betrieblichen Vorsorge befragt.

„Arbeitgeber können sicher sein: Unser Baustein kommt bei den Mitarbeitern wirklich an. Denn ihre Meinungen und Interessen waren bei der Produktgestaltung maßgeblich“, so Jan Esser, Vorstand der APKV, zum Mehrwert dieser umfangreichen Marktforschung.

Für jeden Mitarbeiter ist das Richtige dabei: Sportler können beispielsweise ihre Lungenfunktion oder ihren Laktatwert testen lassen und sich optimal auf Training oder Wettkämpfe einstellen.
Für werdende Mütter gibt es ein umfangreiches Schwangeren-Vorsorgeprogramm.
Ältere Mitarbeiter profitieren dagegen besonders von der erweiterten Krebsvorsorge und von regelmäßigen Gesundheitschecks des Herzens, der Gefäße oder der Knochen.
So trägt der Vorsorgebaustein dazu bei, Krankheiten früh zu erkennen und gegenzusteuern. Darüber hinaus bietet die bKV-Lösung der Allianz Arbeitnehmern einen zusätzlichen Service: Damit sie ihre Leistungen auch kennen und wirklich in Anspruch nehmen, bekommen die Mitarbeiter eine entsprechende Checkliste. Mit der Checkliste können Versicherte zum Arzt ihres Vertrauens gehen und die Untersuchungen, für deren Kosten die Allianz leistet, besprechen – Vorsorge wird so zur Selbstverständlichkeit. Sämtliche Untersuchungen können in jedem Alter alle zwei Jahre durchgeführt werden.

bKV als effizientes Personalinstrument
Die betriebliche Krankenversicherung ist angesichts des spürbaren Fachkräftemangels in vielen Branchen für Firmen eine wichtige Möglichkeit, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.

„Die bKV bietet einen effizienten Hebel, um den größten personalpolitischen Herausforderungen von heute zu begegnen – qualifizierte Mitarbeiter zu finden, zu binden und zu motivieren“, ergänzt Jan Esser. „Sie gehört aus Arbeitnehmersicht zu den Top drei der monetären Zusatzleistungen und ist von diesen mit Abstand die Günstigste.“

Leistungsübersicht in Stichpunkten:
• ERWEITERTE KREBSVORSORGE:
Mammographie und Ultraschalluntersuchung der Brust (Frau), PSA-Test (Mann), verschiedene Ultraschalluntersuchungen, Darmkrebs-Screening, Harnblasenkrebs-Screening und Hautkrebs-Screening
• HERZ-UND GEFÄSSCHECK:
Gesundheitscheck: Großes Blutbild inklusive Cholesterin-Test, Ultraschall zur Untersuchung von Nieren und Leber, Herzcheck und Gefäßcheck
• ERGÄNZENDE GESUNDHEITSUNTERSUCHUNGEN:
Osteoporose-Check, Glaukom-Screening und Sportlervorsorge
• ERWEITERTE SCHWANGEREN-VORSORGE:
Triple-Test und Feinultraschall

Dietmar Braun

Makler sind als Menschen der Trend

Freitag, April 22nd, 2016

Die VEMA-Tage der Maklergenossenschaft VEMA in Fulda bilden sehr gut die Trends in deutschen Maklerunternehmen ab. So war das auch wieder dieses Jahr. Die Megatrends: Analog und Digital.

2016-04-22 (db) Deutschlands größte Maklergenossenschaft VEMA e.G. tagte diese Woche am 20./21. April 2016 zum vorletzten Mal in Fulda. Nur noch für das Jubiläumsjahr 2017 sei sich die Makler-Genossenschaft sicher, dass die Tagung an diesem Standort stattfinden könne. Der Grund sei das Wachstum der Organisation, dem die vorhandenen Tagungs- und Raumkapazitäten nicht mehr entsprächen.

Dieses Jahr waren 1.258 Versicherungsmakler auf dem Jahrestreffen und die Abendveranstaltung war mit 1.015 Gästen bis auf den letzten Platz ausgebucht. Auch die 265 Austeller mussten mit ihren 450 Experten und Mitarbeitern die Fragen der Fachbesucher auf engstem Raum beantworten.
Analog und digital sind gleichermaßen Megatrends

„Seit 17 Jahren befassen wir uns jetzt schon mit der Digitalisierung“, sagte VEMA-Vorstandschef Hermann Hübner. Sein Maklerkollege und VEMA-Vertriebsvorstand Andreas Brunner ergänzte: „Ich bin mir als Unternehmer nicht sicher, ob ich noch vor meinem Eintritt in den Ruhestand, an den Nachwuchs einen komplett digitalisierten Maklerbetrieb übergeben kann.“

Auf der Pressekonferenz wurde bekannt, dass die VEMA an die angeschlossenen Maklerunternehmer 11.500 haptische Kundenordner verkauft hat und aktuell weitere 2.500 Exemplare vorbestellt sind.
„Die über 13.000 klassischen Kundenordner werden von den Maklern eingesetzt, weil Mandanten auch gerne ihre Deckungskonzepte zur Hand und in der Hand haben“, kommentiert Hübner diesen Trend zur Haptik und der greifbaren Übersicht.

Versicherer fehlt eine klare Strategie zur Digitalisierung
In der Podiumsdiskussion zum Thema „Digitalisierung“ brachte es Alexander Kern von der BIPRO e.V. auf den Punkt:

„Viele Versicherer haben keine klare Strategie für die Digitalisierung. Das sei in der Praxis etwa so, als stehe man vor einem großen dunklen Wald mit sehr vielen Bäumen. Desto tiefer ein Versicherer in diesen Wald blicke, desto dunkler wird es. Jetzt geben einige Versicherer einen Schuss in den Wald ab und hoffen dass eine App von einem Baum fällt, die alles kann und alles löst.“

Der Technologie und IT-Vorstand Stefan Sommerer sagt: „Die De-Materialisierung ist das Merkmal der Digitalisierung. Allerdings sind wir noch weit davon entfernt, dass das ‚Beamen‘ und der Transfer zu hundert Prozent klappt.“ Im Spaß nutzte Sommerer auf der Bühne als Auskunftei über die digitale Zukunft eine gläserne Wahrsager-Kugel.

2016 DB Stefan Sommerer, VEMA IT-Vorstand, mit Wahrsager-Glaskugel 1025

Maklerunternehmer Karl-Ulrich Bürkle fordert: „Die Digitalisierung der Assekuranz braucht vor allem eine einheitliche Sprache und klare Normen.“

VEMA-Sprecher Hübner bremst die hohen Erwartungen an digitale Projekte: „Die Wirtschaftlichkeit der Digitalisierung wird völlig überbewertet. Es sei schon ein Problem, wenn Du aus dem Fenster springen sollst, während andere erst planen unten das Sprungtuch aufzuspannen.“

Weiterbildung wird über digitale Kanäle befördert
In der Weiterbildung sei die Digitalisierung in Form von Online-Tagungen, Mediathek und digitalem Fernsehen ein Renner. Allein an neun Tagungen in den neuen Medienkanälen der VEMA hätten über 600 Teilnehmer teilgenommen. Die gefragtesten Themen seien bei der Maklergenossenschaft die Vorträge zur gewerblichen Inhaltsversicherung und gewerblichen Haftpflichtdeckungen.

Bei den Mandanten seien zwar digitale Erstinformationen für die Gesprächsvorbereitung von Nutzen, die entscheidenden Fragen werden dann aber immer noch klassisch im persönlichen Gespräch beantwortet.

„Die individuelle Beratung, handschriftliche Erläuterungen und der haptische Versicherungsordner haben ihren Stellenwert behalten“, sagt Hübner. „Wer Risiken und Deckungen richtig ordnet ist gefragt“, so Hübner weiter, „und wer schreibt der bleibt, das gelte auch in digitalen Zeiten.“

Wer die Maklerunternehmerinnen und Unternehmer in Fulda erlebt hat, ist überzeugt, der Megatrend „Mensch Makler“ ist der Renner aus Sicht der Mandanten. „Schade ist da wirklich nur“, merkt Vertriebsvorstand und Maklerunternehmer Brunner an, „dass uns die Regulierung und deren Anforderung an Verwaltungsarbeiten zu viel Zeit raubt, die eigentlich unseren Mandanten gehört.“

Dietmar Braun

Mangelnde Kompetenz gefährdet die Gesundheit

Montag, April 18th, 2016

Gesundheits-Ratgeber im Internet haben Mängel. Einige stellen sogar eine reale Gefahr dar. Ein Krankenversicherer und eine Hochschule warnen Nutzer vor mangelnder Gesundheitskompetenz.

Rotes Stethoskop auf schwarzer Tastatur

2016-04-18 (db) Das Gesundheitsbewusstsein der deutschen Bevölkerung ist nicht besonders ausgeprägt, obwohl auch aufgrund der Kosten-Entwicklung im Gesundheitssystems der Einzelne künftig noch mehr Eigenverantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen muss. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Gesundheitsökonomie an der Steinbeis-Hochschule in Berlin.

25 Prozent der befragten PKV-Versicherten gaben im Rahmen einer aktuellen Studie an, Schwierigkeiten bei der individuellen Beurteilung zu haben, welche Alltagsgewohnheiten mit der Gesundheit zusammenhängen würden.

„Gesundheitskompetenz ist deshalb ein entscheidender Faktor für die individuelle Gesundheit. Ein gesundheits-kompetenter Bürger sollte Hinweise zur Selbstversorgung verstehen, Anpassungen seines persönlichen Lebensstils planen und umsetzen, an gesundheitsfördernden Maßnahmen teilnehmen und ausreichend fundierte Entscheidungen hinsichtlich seiner Gesundheit treffen“, sagt Professor Dr. Bernd Brüggenjürgen von der Steinbeis-Hochschule Berlin.

„Neben der Bereitschaft zu einem gesunden Verhalten bedarf es auch eines umfassenden Gesundheitswissens und der Fähigkeit, mit Informationen zielgerichtet umgehen zu können“, sagt Ralf Kantak, Vorstandsvorsitzender der Süddeutschen Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit (SDK).

Der Versicherungsmanager weist auf die oftmals mangelnde medizinische Informations-Qualität vieler elektronischer Medien und Web-Seiten mit Apps oder Fitness-Trackern hin. Diese würden den Nutzer oftmals mehr verunsichern, als dass er zielgerichtete Hilfe erfahre.

Internet-Service ist potentiell gesundheitsgefährdend

Technische Mängel, Anwendungsfehler oder falsche Schlussfolgerungen könnten bei den Informationsdiensten zum Thema Gesundheit im Internet sogar potentielle Quellen für Gefahren sein. Indem sich ein Nutzer und Anwender in falscher Sicherheit wiege, nehme dieser möglicherweise eine sinnvolle Vorsorgeuntersuchung nicht wahr. Schwierig sei vor allem die Beurteilung, welche Informationen in den Medien vertrauenswürdig seien. Bislang fehle es an entsprechenden Qualitätsstandards.

„Die Ergebnisse zum Thema Gesundheitskompetenz und unsere strategische Ausrichtung als Gesundheitsspezialist sind für uns Verpflichtung, dem Bereich der Prävention mehr Gewicht einzuräumen“, so Kantak.

Gesundheitsbewusstes Verhalten sei eine Investition in die Zukunft, die die Lebensqualität sichern helfe. Die SDK sehe sich als Gesundheitsspezialist in der Verantwortung, ihre Versicherten bei Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit zu unterstützen und entsprechende Maßnahmen anzubieten.

Dazu zählen Präventionskurse, die gezielt dabei helfen, drohenden Krankheiten wie beispielsweise chronischen Rückenleiden vorzubeugen. Durch die regelmäßige Teilnahme an Gesundheitskursen haben die Versicherten die Chance, fit und aktiv zu bleiben.

Der Vorsorgetarif der SDK („Vorsorge privat“) sei die ideale Ergänzung für alle, die mehr wollten als die medizinische Grundversorgung. Zu dem Leistungsangebot gehören Vorsorgeuntersuchungen und Präventionsmaßnahmen zur Früherkennung und Vorbeugung von Krankheiten, medizinische Vorsorgeleistungen und Schutzimpfungen inkl. der Grippeschutzimpfung ohne Altersbeschränkung, Tollwut und FSME (Zeckenschutz).

Ebenso biete der Versicherer Leistungen für Präventionskurse wie Yoga oder Kurse zur Gewichtsreduktion. Für psychologische Hilfestellungen steht ein Beratungstelefon zur Verfügung. Eine Vielzahl weiterer zertifizierter Kursangebote reicht von der Bewegung über die Entspannung bis hin zur Ernährung. Bei chronischen Erkrankungen kommen spezielle Gesundheitsprogramme zum Einsatz. Früherkennung und Verhinderung von Krankheiten durch Vorsorgeuntersuchungen, Präventionsleistungen und ein Gesundheitstelefon sind ebenfalls wichtige Angebote im Rahmen der betrieblichen Krankenversicherung (bKV).

Dietmar Braun

Solide und sicher – die Alte Leipziger Hallesche

Donnerstag, April 7th, 2016

Sicherheit versprechen und nachhaltig dafür sorgen dass dies auch für die Versicherten funktioniert. Das ist für einen Versicherer ein hoher ethischer Anspruch. Ein deutscher Versicherer hat das als Ziel.

2015 pekarek wiltrud hallesche kl

2016-04-07 (fw/db) Die Alte Leipziger-Hallesche meldet ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015. Der Gesamtumsatz erhöhte sich deutlich um 7,1 Prozent von 4,2 auf 4,5 Milliarden Euro.

Entgegen Branchentrend viel Leben in Leben
Der Neuzugang der Alte Leipziger Lebensversicherung kletterte zweistellig um 11,2 Prozent von 820 auf 912 Millionen Euro. 40 Prozent dieses Neuzugangs entfiel auf die Betriebliche Altersversorgung.

Hier nimmt der Versicherer aus Oberursel eine Spitzenstellung im Markt ein und ist als langjähriger und besonders erfahrener Anbieter anerkannt. Die übrigen 60 Prozent des Neuzugangs kamen aus dem Privatkundengeschäft, in dem die Produktbereiche „Berufsunfähigkeitsversicherung“ und „Private Rentenversicherung“ in der klassischen und fondsgebundenen Variante dominierten.

Die nachhaltige Sicherheit für Versicherte im Fokus
Strategischer Schwerpunkt war auch 2015 die Stärkung der Risikotragfähigkeit, die um 103 Millionen Euro auf aktuell 2.500 Millionen Euro erhöht wurde. Diese Reserve dient dazu, die vertraglich vereinbarten Garantien der Versicherten mit Verträgen meist über lange Vertragslaufzeiten abzusichern. Die Verwaltungs- und die Abschlusskostenquote waren rückläufig.

Gesunde Entwicklung in der Privaten Krankenversicherung
Entwicklung von Beiträgen und Neugeschäft 2015 waren die Wachstumsimpulse bei Krankheitskosten-Vollversicherungen insgesamt gering. Die Hallesche aus Stuttgart behauptete sich in diesem Markt mit einem Neugeschäft auf Vorjahresniveau in Höhe von 2,4 Millionen Euro (Monats-Soll-Beitrag). Ebenfalls stabil waren die Prämieneinnahmen von 1.140 Millionen Euro (Vorjahr: 1.141 Millionen Euro). Die Bruttoprämien spiegeln die sehr geringen Beitragserhöhungen sowie Auswirkungen von Tarifwechseln im Bestand der Hallesche wider.
Für das neue Geschäftsfeld „betriebliche Krankenversicherung“ hat das Unternehmen ein eigenes Kompetenzcenter eingerichtet.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016
Auch im laufenden Jahr hat die Stärkung der Risikotragfähigkeit weiter Priorität, um so das Vertrauen der Versicherten in die Sicherheit der Unternehmen zu festigen. Die Anforderungen von Solvency II an die Eigenmittelausstattung werden von den Konzernunternehmen erfüllt.
Die Alte Leipziger Leben erwartet aufgrund ihrer anerkannten Versicherungslösungen und ihrer äußerst soliden Finanzkraft eine weiterhin rege Nachfrage in ihren angestammten Geschäftsfeldern Berufsunfähigkeit sowie Betriebliche und Private Altersversorgung.

Die Hallesche wird sich weiter auf die Vollversicherung fokussieren und die Stärken von betrieblicher Kranken- und Pflegeversicherung ausbauen. Auch 2016 wird sie die Beiträge überwiegend stabil halten.

Dietmar Braun

MLP AG will erst 2017 Gewinne machen

Donnerstag, Februar 25th, 2016

2016-02-25 (db) Die MLP AG aus Wiesloch bei Heidelberg meldet heute für das Geschäftsjahr 2015 in nahezu allen Beratungsfeldern Zuwächse. Offensichtlich hat MLP, im Kerngeschäft der Finanzberatung akademischer Berufe, die Strategie erfolgreich umgesetzt, die Umsatzbasis in der Zielgruppe deutlich zu verbreitern, um marktbedingte Rückgänge in der privaten Altersvorsorge abzufedern.

Die Gesamterlöse der Heidelberger stiegen um 4,9 Prozent von auf 557,2 Millionen Euro. Das um Akquisitionen bereinigte EBIT sank von 39,0 auf 32,5 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Anorganisches Wachstum aus Erwerb der Domcura
Unterstellt man den Erwerb des neuen Tochterunternehmens, dem Assekuradeur Domcura, rückwirkend zum 1. Januar 2015, sank das Konzernergebnis nur von 29,0 auf 23,3 Millionen Euro. Die MLP AG hatte den Assekuradeur Domcura im Juli 2015 erworben, ist aber bereits rückwirkend zum Jahresbeginn 2015 gewinnberechtigt.

Auf Basis des Konzernergebnisses für 2015 schlägt der Vorstand eine Senkung der Dividende pro Aktie von 17 auf 12 Cent vor.

MLP setzt weiter auf Re-Strukturierung
Um unter den weiterhin schwierigen Marktbedingungen in der privaten Altersvorsorge das Niveau im Ergebnis nachhaltig zu erhöhen, wird MLP den strategischen Umbau der vergangenen Jahre weiter beschleunigen. Das Unternehmen prüft weitere Chancen und Möglichkeiten für ein weiteres anorganisches Wachstum, die Erfahrung mit Domcura hat da beflügelt. Außerdem wird MLP das Kostenmanagement der vergangenen Jahre weiter straffen.

Vorstand und Aufsichtsrat wollen nicht in 2016, sondern erst im kommenden Jahr 2017 von den reduzierten Kosten profitieren, so dass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ab 2017 wieder deutlich steigen soll.

„MLP hat auch 2015 solide Gewinne erwirtschaftet. Das ist alles andere als selbstverständlich, wenn man sich die sehr schwierige Lage vor allem im Markt für Altersvorsorge ansieht. Dennoch sind wir mit diesem Ergebnisniveau natürlich nicht zufrieden. Aber unsere Berater und Mitarbeiter haben auch 2015 das erreicht, was unter diesen Marktbedingungen möglich ist. Wir haben MLP in den vergangenen zehn Jahren neu ausgerichtet. Dazu haben wir das Kostenniveau um rund 60 Millionen Euro gesenkt und unser strategisches Portfolio deutlich ausgeweitet. Unter anderem haben wir andere Geschäftsfelder wie das Vermögensmanagement und die Sachversicherung ausgebaut und neue Beratungsfelder wie die Immobilienvermittlung etabliert. Das Geschäftsjahr 2015 ist mit breit angelegten Zuwächsen ein weiterer Beleg, dass dies richtig ist. Diesen strategischen Umbau werden wir weiter beschleunigen, um auch im nach wie vor rückläufigen Markt für Altersvorsorge das Ergebnisniveau nachhaltig zu steigern“, so Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender MLP AG.

Gesamterlöse bei einer halben Milliarde Euro
Im Geschäftsjahr 2015 stiegen die Gesamterlöse von 531,1 auf 557,2 Millionen Euro. Die Aufteilung zeige Zuwächse in nahezu allen Beratungsfeldern. Mit Erlösen von 166,0 nach 147,0 Millionen Euro und einem Anstieg der betreuten Vermögen 27,5 auf 29,0 Milliarden Euro erzielte die MLP Gruppe neue Höchststände im Vermögensmanagement. Zu dieser Entwicklung hat das vermögensverwaltende Tochterunternehmen FERI AG, ein Erwerb der MLP vor Domcura, als auch das eigene Geschäft einen wichtigen Beitrag geleistet.

MLP-Tochter Domcura liefert kräftigen Gewinn
In der Sachversicherung stiegen, dank dem Erwerb des Assekuradeur Domcura, die Erlöse von 34,6 auf 54,9 Millionen Euro; dieses Ergebnis beinhaltet ab dem 1. August 2015 die Erlöse des neuen Tochterunternehmens Domcura in Höhe von 19,2 Millionen Euro.

In der Sparte Private Krankenversicherung wuchs MLP in einem nach wie vor schwierigen Markt um 5,5 Prozent von 43,5 auf 45,9 Millionen Euro.

Niedrigzinsen sorgen für Immobilen und Baufinanzierungs-Boom
Hoch sei auch die Nachfrage im Sektor Immobilien. Vor diesem Hintergrund stiegen die Erlöse aus der Baufinanzierung um 19,1 Prozent von 13,6 auf 16,2 Millionen. Die übrigen Maklervergütungen, die die Vermittlung von Immobilien beinhalten, haben sich von 8,4 auf 15,6 Millionen Euro nahezu verdoppelt.

Lebensversicherung macht Sorgen
In der Altersvorsorge konnte sich die MLP nicht von der Branchenentwicklung abkoppeln. Das Geschäft in der privaten Altersvorsorge wird nach wie vor dominiert von den Diskussionen über Lebensversicherer und ihre Produkte. Vor diesem Hintergrund brachen die Erlöse von 239,7 auf 215,7 Millionen Euro um über zehn Prozent ein. Besondere im vierten Quartal 2015, wo früher ein „Jahresendgeschäft“ lief, gingen die Erlöse von 106,6 auf 87,8 Millionen Euro deutlich im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Gewinnung von neuen Kunden stagniert
Im Jahr 2015 hat MLP brutto 27.500 Neukunden gewonnen, im Vorjahr waren es noch 27.900. Die Beraterzahl stieg zum Jahresende leicht von 1.914 auf 1.935, ein Zeichen dass die Gewinnung von Nachwuchs voran kommt und die Verluste aus Alterung und Abwanderung ausgeglichen werden.

Ausblick: EBIT-Niveau soll ab 2017 wieder deutlich steigen
Auf Basis der eingeleiteten Kostenmaßnahmen soll das EBIT erst ab dem Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zu 2015 erkennbar profitieren.

„MLP wird auch in den kommenden Jahren in schwierigen Märkten unterwegs sein. Unser Anspruch ist es, auch in diesem Umfeld das Ergebnisniveau wieder zu steigern. Bereits 2017 wird MLP in vollem Umfang von den weiteren Effizienzmaßnahmen profitieren“, sagt Reinhard Loose, Finanzvorstand MLP.

Fazit: Ein komplettes laufendes Geschäftsjahr auszublenden, das kann sich wohl nur ein Spezial-Vertrieb für Akademiker und deren Nachwuchs erlauben. Die MLP AG will erst wieder 2017 Gewinne machen, ja dann. Das bisherige Wachstum durch die Zukäufe des Vermögensverwalters FERI AG und des Assekuradeurs Domcura lenken von der Management-Leistung im Kerngeschäft der MLP ab. Ein Spaßvogel könnte die Theorie entwickeln, wenn die MLP AG die Allianz Versicherungen kauft wird sie sogar Marktführer, aber da wird eher umgekehrt ein solider Heidelberger Schuh draus.

Dietmar Braun

Pflegefall kann das Familien-Vermögen kosten

Donnerstag, August 14th, 2014

2014-08-14 (db) Die Bundesregierung will die staatlichen Pflegeleistungen verbessern. Das sind eigentlich gute Nachrichten für Pflegebedürftige und ihre Familien – doch kein Grund, auf die private Vorsorge zu verzichten. Denn trotzdem kann künftig ein Pflegefall für die betroffenen Familien teuer werden, sagen die Experten der Deutschen Bank AG.

Drei von vier Frauen und jeder zweite Mann werden im Laufe ihres Lebens pflegebedürftig. Aktuell müssen rund 2,5 Millionen Pflegefälle versorgt werden und das Bundesgesundheitsministerium rechnet damit, dass diese Zahl bis 2050 auf knapp 4,4 Millionen steigt. Grund dafür ist vor allem die steigende Lebenserwartung: Heute hat ein 60-jähriger Mann in Deutschland im Schnitt noch 21 Jahre zu leben, eine gleichaltrige Frau 25 Jahre – Tendenz steigend.

Doch gute Pflege, sei es im Heim oder im eigenen Zuhause, kostet sehr viel Geld und Zeit. Mit einer großen Pflegereform will die Bundesregierung deshalb von 2015 an die Lage der Pflegebedürftigen verbessern. Konkret sollen die Leistungen im Pflegefall um bis zu 4 Prozent angehoben werden, die Pflegestufen sollen von heute drei auf fünf erweitert und besser auf unter Demenz Leidende abgestimmt werden. Für die Betreuung sollen zudem mehr Fachkräfte zur Verfügung stehen und pflegende Familienmitglieder können sich auf mehr Entlastung freuen – etwa durch ambulante Dienste, wenn die Familie Urlaub machen möchte.

Die Pflege-Versorgungslücke bleibt

Die durchschnittlichen Pflegekosten in der höchsten Pflegestufe III („schwerste Pflegebedürftigkeit“) betragen rund 3.300 Euro monatlich. Die gesetzliche Pflegeversicherung leistet derzeit aber nur 1.550 Euro – für die Differenz von 1.750 Euro im Monat müssen die Betroffenen selbst aufkommen. Ein angespartes Vermögen von 100.000 Euro ist so in weniger als fünf Jahren aufgebraucht. Werden die gesetzlichen Leistungen wie geplant um vier Prozent angehoben, reicht das Ersparte gerade einmal zwei Monate länger.
Dazu kommt, dass neben dem Sparkonto unter Umständen auch das Eigenheim herangezogen werden kann, um die Pflegekosten zu decken. Reicht das immer noch nicht aus, sind sogar Kinder und andere Verwandte in gerader Linie unterhaltspflichtig. „Ein langjähriger Pflegefall kann somit nicht nur das Vermögen des Pflegebedürftigen, sondern auch das der nächsten Generation aufzehren“, warnt Stephan Moltzen, Vorsorge-Experte der Deutschen Bank.

Flexible Lösungen für eine private Pflege-Absicherung

Die private Vorsorge für den Pflegefall bleibt daher auch zukünftig ein Muss. Eine private Pflegeversicherung bietet flexible Möglichkeiten der Absicherung, denn die Kunden können ganz nach ihrem Bedarf eine Pflegerente in individueller Höhe für die unterschiedlichen Pflegestufen vereinbaren. Neben der klassischen Pflegeversicherung mit laufender Beitragszahlung gibt es dafür auch innovative Konzepte gegen Einmalbeitrag. So können auch Ruheständler, die im Alter über einen höheren Geldbetrag verfügen, noch für den Pflegefall vorsorgen. Eine staatliche Förderung ist unter bestimmten Bedingungen möglich.

„Die private Pflegevorsorge ist ein flexibles Instrument für jeden Lebensabschnitt, um finanzielle Risiken im Alter abzusichern“, so Moltzen. „Die Versicherungsnehmer können so ihr eigenes Vermögen und ihren Immobilienbesitz schützen. Und nicht zuletzt haben sie mit einer privaten Vorsorge das gute Gefühl, ihren Angehörigen im Alter finanziell nicht zur Last zu fallen.“

Dietmar Braun, freier Fachjournalist

Haftungsprivileg bei Schulkindern – Fuß vom Gas

Mittwoch, August 13th, 2014

In der Beratung von Kunden in der Kraftfahrt-Versicherung sollten Autofahrer und Eltern von Schulanfängern vor allem bei Schuljahrbeginn informiert werden. Eltern die noch nicht Kunde sind, könnten es werden.

2014-08-13 (db) Die großen Ferien sind in einigen Bundesländern schon wieder vorbei. Die Schule beginnt: Zig-tausende von Schülern machen sich täglich auf den Schulweg und der birgt Risiken: Fast 22.000 Kinder waren im vergangenen Jahr in Verkehrsunfälle verwickelt.

Besonders häufig verunglücken Kinder am frühen Morgen, zwischen 7 und 8 Uhr, sowie ab Mittag, wenn die Schule aus ist. Der Weg zur Schule sollte also nicht der kürzeste, sondern der sicherste sein. Ein kleiner Umweg kann sich lohnen, wenn dafür Ampeln oder Schülerlotsen das Überqueren der Straße sicher machen.

Schulweg planen und mit den Kindern mehrfach ablaufen

Die HUK-COBURG Versicherungsgruppe rät Eltern von Schulanfängern, die Route zusammen mit ihren Kindern zu planen und mehrfach abzulaufen. Außerdem sollten die Übungsläufe möglichst zu Zeiten stattfinden, zu denen auch der Nachwuchs auf dem Weg in die Schule sein wird. Zudem sollten Eltern beim Üben Wert darauf legen, dass ein Kind am Bordstein stehen bleibt, Blickkontakt zum Fahrer eines Fahrzeugs sucht und die eigene Absicht deutlich macht, bevor es die Straße wirklich überquert.

Haftungsprivileg
soll Kinder schützen

Doch der Gesetzgeber weiß, dass Kinder trotz aller Vorsichtsmaßnahmen oftmals überfordert sind, wenn sie die Gefahren im motorisierten Straßenverkehr erkennen sollen. Dies gilt besonders für die Einschätzung von Geschwindigkeiten und Entfernungen. Darum haften Kinder für Schäden, die sie einem Dritten bei einem Verkehrsunfall fahrlässig zufügen, erst ab ihrem zehnten Geburtstag.

Autofahrer, die in einen Unfall mit einem nicht-deliktsfähigen Kind verwickelt werden, haften also unabhängig von der Schuldfrage. Ob ältere Kinder über zehn Jahren tatsächlich für einen Unfall und seine Folgen einstehen müssen, hängt von ihrer allgemeinen Einsichtsfähigkeit ab – ob sie also die eigene Verantwortung und die Konsequenzen ihrer Handlungen generell richtig einschätzen können. Die Praxis zeigt, dass viele Kinder über zehn Jahren dazu durchaus in der Lage sind. Gleichzeitig kommt es aber auch noch auf das individuelle Verschulden in der konkreten Situation an und auf die Frage, ob von einem Kind dieses Alters korrektes Verhalten überhaupt erwartet werden konnte.
Durch die Haftungsprivilegierung von Kindern unter zehn Jahren müssen Autofahrer zudem stets damit rechnen, dass Kinder sich im Straßenverkehr nicht regelkonform verhalten.

Augen auf, Gas weg, vor Schulen und Kindergärten

Wer Kinder sieht, muss vorsichtig fahren: Also beide Straßenseiten im Auge behalten und so fahren, dass man jederzeit bremsen kann. Dies gilt in besonderem Maße in verkehrsberuhigten Zonen sowie vor Kindergärten und Schulen.

Dietmar Braun, freier Fachjournalist

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