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Mai 2012
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Archiv der Kategorie Gesundheit

Neues Internetportal “Weisse Liste” hilft bei der Arztsuche und Bewertung

Ab heute können rund 37 Millionen Menschen ihre Erfahrungen beim Arztbesuch online im Internetportal “Weisse Liste” mitteilen. Das sind mehr als die Hälfte aller gesetzlich Versicherten. Zugleich startet die Online-Beurteilung von Zahnärzten; denn auch bei der Zahnarztsuche möchten die Organisatoren der “Weissen Liste” Patienten Orientierung bieten.

Mit der “Weißen Liste” ist seit 2011 eine Arztsuche für Verbraucher im Internet online abrufbar. In dem Portal können die Versicherten auch ihre Haus- und Fachärzte beurteilen. Das Angebot wurde in einem gemeinsamen Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen, in Kooperation mit den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) und der Barmer GEK entwickelt. Ab heute beteiligt sich die Techniker Krankenkasse als weiterer Partner an dem Projekt und startet die Befragung ihrer Versicherten.

Bis jetzt sind bundesweit bereits rund 150.000 Beurteilungen zu Haus- und Fachärzten abgegeben worden. Die Ergebnisse werden zusammengeführt und zu jedem einzelnen Arzt veröffentlicht. Sie werden jedoch erst freigeschaltet, wenn mindestens zehn Beurteilungen für den jeweiligen Arzt vorliegen. “Flächendeckende Ergebnisse sind”, laut Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann-Stiftung, “erst in einigen Monaten zu erwarten, das sei den Organisatoren aber von Beginn an bewusst gewesen.”

Bislang zeigt sich, dass die Patienten insgesamt zufrieden mit ihren Ärzten sind. Jedoch gibt es teilweise deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Ärzten. Auch zwischen den ärztlichen Fachrichtungen gibt es ein Gefälle: So schneiden nach einer aktuellen Auswertung Hausärzte besser ab als Fachärzte. Ob Ärzte weiterempfohlen werden, hängt vor allem davon ab, wie zufrieden die Patienten mit deren Kommunikationsverhalten sind.

Katerfrühstück, frische Luft und Hände weg vom Auto

Ob Fasching, Karneval oder Fasnet: Wer beim Feiern der fünften Jahreszeit zu viel Alkohol konsumiert, hat häufig am nächsten Morgen mit unangenehmen Folgen wie Kopfschmerzen, Unwohlsein und der Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit zu kämpfen. Die Württembergische Krankenversicherung AG aus der schwäbischen Hauptstadt Stuttgart meldet Empfehlungen, wie man bei einem Kater schnell wieder einen klaren Kopf bekommt.

Das klassische Katerfrühstück besteht aus viel Flüssigkeit, eiweißhaltiger Kost mit vielen Nährstoffen und natürlichen Fetten. Beliebt und bewährt sind Variationen aus gerührtem Ei, Fisch, Salziges oder Saures, wie Laugengebäck, Rollmöpse, saure Gurken oder Heringssalat. Fisch und Saures wirkt deshalb gut, weil beides zu einem verstärkten Durstgefühl führt, sodass der Betroffene trinkt und seinem Körper somit die benötigte Flüssigkeit zuführt.

Kommt es aufgrund des Alkoholgenusses zu einer leichten Unterzuckerung, kann regelrechter Heißhunger auf Würziges und Deftiges auftreten. Ergänzend sind zuckerhaltige Getränke wie zum Beispiel Saftschorlen empfehlenswert. Um dem Körper die notwendigen Elektrolyte zuzuführen, sind Obst und Gemüse sehr hilfreich. Bringt man jedoch keinen Bissen herunter, so sollte man sich zum Essen nicht zwingen. Bei anhaltender Übelkeit ist es ratsamer, eine würzige Gemüsesuppe zu essen.

Frische Luft um die Nase hilft

Sauerstoff ist ebenfalls ein wirkungsvolles Mittel gegen den Kater. Ein Spaziergang an der frischen Luft ist wohltuend und unterstützt den Körper bei der notwendigen Erholung. Auch eine erfrischende Dusche kann gut tun und helfen. Von Leistungssport sollte abgesehen werden, da dies den Körper unnötig anstrengt. Wenn möglich sollten auch keine Schmerzmittel eingenommen werden. Falls es jedoch nicht anders geht, ist eine Kopfschmerztablette mit Vitamin C zu empfehlen – immer unter der Voraussetzung, dass dies vertragen wird.

Von weiterem Alkoholkonsum ist gänzlich abzuraten, da eine weitere Aufnahme von Alkohol zu einer noch stärkeren Entwässerung des Körpers führt. Zudem werden die typischen Symptome eines Katers nur auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Besser ist es also, die Wasser- und Mineralstoffzufuhr zu erhöhen und der strapazierten Leber ausreichend Zeit zur Erholung zu geben.

Hände weg vom Steuer wegen Restalkohol

Wer sich nach dem Katerfrühstück wieder besser und frischer fühlt, sollte berücksichtigen, dass Alkohol im Körper nur sehr langsam abgebaut wird und sich pro Stunde gerade einmal um rund 0,1 Promille reduziert. Daher sollte man am Tag nach einer feuchtfröhlichen Faschingsfeier gegebenenfalls nicht am aktiven Straßenverkehr teilnehmen.

Günstige Versicherung für den Öffentlichen Dienst

“Euro am Sonntag” hat in der Ausgabe 4/2012 einen umfangreichen Test von Beihilfetarifen für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst und deren Angehörigen in der Krankenversicherung durchgeführt. Untersucht wurden insgesamt 55 Tarife von 40 Anbietern.

Nürnberg 2012-02-08 Die Universa Krankenversicherung aus Nürnberg meldet, dass sie als Versicherer im Test als einziges Unternehmen im Gesamtergebnis viermal mit der Note 1 ausgezeichnet wurde. Der Anbieter aus Nürnberg sei im zweiten Jahr in Folge als Gesamt-Testsieger bei Männern und Frauen ausgezeichnet worden. Unterschiede spiegeln sich nach Meinung der Tester von “Euro am Sonntag” nicht nur im Preis, sondern vor allem im Kleingedruckten des Versicherungsvertrages wider.

Hilfreich für einen Vergleich sei dabei ein umfangreiches Leistungsrating von Euro am Sonntag. Hier kamen insgesamt 26 für die Beihilfe-Restkostenpolicen wesentliche Leistungspunkte auf den Prüfstand. Die Beihilfetarife der ältesten privaten Krankenversicherung Deutschlands schnitten hier sehr gut ab: In 24 Einzeldisziplinen erreichte die Universa die volle Punktzahl und landete im Gesamtergebnis jeweils auf Platz 1. Wer eine Top-Bewertung im Preis-Leistungs-Verhältnis erreichen wollte, musste nach den Testkriterien einen leistungsstarken Tarif zu günstigen Prämien anbieten. Das beste Ergebnis erzielte auch hier die Universa als Anbieter und gewann das Preis-Leistungs-Rating sowohl bei Männern als auch Frauen.

Neue Pflegerente für die Generation 40-Plus vorgestellt

Aktuell sind in Deutschland etwa 2,4 Millionen Menschen pflegebedürftig, 2030 werden es voraussichtlich rund 3,4 Millionen sein. Das bedeutet, dass praktisch jede zweite Frau und jeder dritte Mann im Alter damit rechnen muss, pflegebedürftig zu werden. Je nach Pflegestufe können auf einen Pflegebedürftigen monatliche Zusatzkosten von etwa 2.000 Euro und mehr zukommen, je nach Vorleistung durch die gesetzliche Pflegeversicherung. Alternativ gibt es die private Pflegerente. Für Menschen ab dem 40. Lebensjahr stellte der Versicherer Swiss Life ein neues Produkt vor.

München 2012-02-06 Die Swiss Life AG stellt erstmals ein Vorsorgeprodukt im Pflegesegment vor. Die neue Pflegerente mit einer “Geld-Zurück-Garantie” leistet auch bei Demenz, garantiert die Beitragsstabilität und im Pflegefall eine frei verfügbare Rente. Der Pflege- und Vermögensschutz wird als “Sofortschutz” und in einer “Aufbauplan”-Variante über zehn Jahre angeboten. Die Höhe des Pflegeschutzes lässt sich flexibel gestalten. Zur Auswahl stehen die Varianten “Komfort” und “Premium” mit unterschiedlicher Leistungsstaffel, die man um die Zahlung einer einmaligen Leistung ergänzen kann. Die Ratingagentur Morgen & Morgen hat die Variante “Sofortschutz” mit der Note “ausgezeichnet” (5 Sterne) bewertet.

Der “Aufbauplan” steht als Privatschutz Menschen ab dem 40. Lebensjahr offen, die Variante hat stark vereinfachte Gesundheitsfragen und leistet nach einer mindestens zehnjährigen leistungsfreien Zeit (Aufschubphase). Im Gegensatz zu marktüblichen Pflege-Optionstarifen garantiert der “Aufbauplan” ein festes Leistungsniveau bereits ab Vertragsbeginn. Sollte man tatsächlich während der Aufschubphase pflegebedürftig werden, zahlt der Versicherer die vereinbarte Pflegerente nach Ablauf der leistungsfreien Zeit. Bei vergleichbaren Produkten leisten Wettbewerber häufig nur, wenn innerhalb einer vereinbarten Wartezeit eine unfallbedingte Pflegebedürftigkeit eintritt oder es werden lediglich die eingezahlten Beiträge zurückerstattet.

Bei der Variante “Sofortschutz” kann man sich ab dem 40. Lebensjahr versichern. Man erwirbt einen sofortigen und lebenslangen Versicherungsschutz ohne Warte- oder Karenzzeiten. Zur Finanzierung eignet sich das Kapital aus ablaufenden Lebensversicherungen. Statt die Ablaufgelder auf Tages- oder Festgeldkonten gegen Niedrigzinsen zu parken, können diese beim Angebot der Swiss Life ganz gezielt zur Absicherung des Pflegefallrisikos eingesetzt werden.

“Unsere Pflegerente verstehen wir als ideale Lösung für unsere Kunden, um verschiedene Ziele gleichzeitig zu erreichen”, erläutert Matthias Jacobi, Vertriebschef Swiss Life in Deutschland. “Die finanziellen Folgen der Pflegebedürftigkeit sind abgesichert – ebenso wie die Familie, denn mit dem zusätzlich versicherbaren lebenslangen Todesfallschutz fließt das nicht für Pflegeleistungen verbrauchte Kapital zurück an die Angehörigen. Die häufige Sorge, dass der Versicherte oder seine Angehörigen leer ausgehen, ist damit unbegründet.”

Weitere Kundenvorteile einer Swiss Life Pflegerente:
Der Kunde kann jederzeit auf das in der Police gebundene Kapital zugreifen, um es anderweitig einzusetzen. Eine wertvolle Flexibilität, die private Krankenversichererungen in ihren Angeboten nicht bieten. Falls der Versicherte stirbt, ohne pflegebedürftig geworden zu sein, werden 90 Prozent der eingezahlten Prämie und die dem Vertrag zugeteilten Überschussanteile an die Angehörigen ausbezahlt. Das gilt auch für einen Versicherten, der bereits eine Pflegerente bezieht, wobei in diesem Fall dann zuvor geleistete Renten bei der Auszahlung abgezogen werden.

Eine Demenz führt schon ab “Schweregrad 5″ (Reisberg-Skala) zur Einstufung in die Pflegestufe II, wie vier Punkte nach dem ADL-Modell (”activities of daily living”), das neben den §§ 14 und 15 SGB XI zur Beurteilung der Pflegebedürftigkeit herangezogen wird. Im Leistungsfall gilt für den Kunden immer die jeweils günstigste Regelung.

Hat ein Versicherungsnehmer mindestens 18 Monate ununterbrochen eine Rente der Pflegestufe III bezogen, verzichtet Swiss Life auf die Herabsetzung der Pflegerente, sofern die Einstufung in eine geringere Pflegestufe erfolgt oder die Pflegebedürftigkeit entfällt.

Privatgesetzlich: Scheidung von KKH und Allianz Ende 2012

Hannover, München, 30. Januar 2012 – KKH-Allianz und Allianz Private Krankenversicherung haben entschieden, ihre Kooperation zum 31. Dezember dieses Jahres einvernehmlich zu beenden. Dies gaben beide Unternehmen heute in Hannover und München bekannt. Die gegenseitigen Erwartungen der Kooperationspartner haben sich angesichts der bestehenden rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen nur teilweise erfüllt.

Private Krankenversicherung muss 2012 nicht teurer werden

Wechselrecht. Die Private Krankenversicherung (PKV) bietet 2012 auch Alternativen zur Beitragserhöhung. Versicherte müssen ab 1. Januar 2012 nicht unbedingt mehr bezahlen. Das Wechselrecht innerhalb der eigenen Gesellschaft ist wenig bekannt.

Die monatlichen Beiträge können teilweise um bis zu 40 Prozent in der Spitze steigen. So steht es in den Bescheiden, die kurz vor dem Weihnachtsfest, den versicherten Kunden eine unangenehme Bescherung bereiten.

Besonders hart trifft es im nächsten Jahr die Kunden der Central Krankenversicherung. Mit den durchschnittlichen Erhöhungen von 12,9 Prozent liegt die Central Krankenversicherung deutlich über dem Marktdurchschnitt, der auf fünf bis sieben Prozent jährlich geschätzt wird. Nach erheblichen Umstrukturierungen im Unternehmen, die im Verkauf der gesamten Maklersparte gipfelten, wurden die Beitragsanpassungen für 2012 besonders hoch angesetzt.

Die meisten privat Krankenversicherte verfügen aber über Wahlmöglichkeiten und Alternativen. Versicherte haben nach Paragraph 204 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) das Recht, jederzeit in einen günstigeren Tarif innerhalb der verschiedenen Angebote des eigenen Anbieters zu wechseln. Unter voller Anrechnung der über die Jahre aufgebauten Altersrückstellungen kann dies eine sinnvolle und sehr günstige Alternative sein. Versicherungsmakler und unabhängige Versicherungsberater helfen interessierten Verbrauchern.

Verbraucher sollten trotz der zum Teil exorbitanten Beitragssteigerungen, als erste Reaktion, nicht den Wechsel zu einem anderen Versicherer einleiten. Bei einem unüberlegten Wechsel zu einer anderen Gesellschaft geht eine großer Teil der jahrelang angesparten Altersrückstellungen verloren. Vernünftiger ist es da eine andere Alternative zu wählen. Versicherte sparen viel Geld, wenn sie innerhalb der eigenen Versicherungsgesellschaft in einen günstigeren Tarif wechseln. Das Leistungsniveau bleibt zumeist gleich oder wird in Einzelfällen sogar besser, eine erneute Gesundheitsprüfung ist selten notwendig und Kündigungsfristen bleiben unangetastet. Auch hier helfen spezialisierte Versicherungsmakler und erfahrene Experten in der privaten Krankenversicherung weiter.

BKK AXEL SPRINGER und DAK fusionieren, eine andere BKK ist pleite

Unruhe bei den gesetzlich Versicherten. Während einzelne Kassen zu immer größeren Einheiten fusionieren, gehen andere Anbieter pleite. Die DAk-Gesundheit wird zum Jahreswechsel größer und die BKK für Heilberufe wird durch das Bundesversicherungsamt geschlossen.

Die von der Bundesregierung beschlossene Gesundheitsreform, mit dem Ziel mehr Wettbewerb unter den gesetzlichen Kassen zu schaffen, führt vor allem zu Fusionen oder auch zu Kassenpleiten.

Bei der Vereinigung der DAK mit der BKK Gesundheit kommt es zum Zusammenschluss mit einer weiteren Betriebskrankenkasse. Die DAK-Gesundheit wird so zu einem der größten Anbietern gesetzlicher Krankenversicherung in Deutschland. Sie wird 5,1 Millionen Mitglieder und 6,6 Millionen Versicherte haben. Im Januar 2012 soll sich der neue Verwaltungsrat konstituieren und den Haushalt für 2012 beschließen. Der Haushalt der neuen Kasse wird im Jahr 2012 knapp 20 Milliarden Euro umfassen.

“Auch mit der aktuellen Fusion setzen wir unseren strategischen Ansatz fort, ein neues Geschäftsmodell zu entwickeln. Es soll die Stärken einer flächendeckend in Deutschland präsenten Ersatzkasse mit denen der betrieblichen Krankenversicherung verknüpfen”, kommentiert DAK-Chef Herbert Rebscher die Entscheidung.

Christa Lemke, Vorstand der BKK AXEL SPRINGER, betont: „Mit der Fusion schaffen wir einen echten Mehrwert für unsere Versicherten, denn wir kombinieren unser Know-how im betrieblichen Gesundheitsmanagement mit der bundesweiten Betreuung der DAK.“ Die BKK AXEL SPRINGER ist eine geschlossene Betriebskrankenkasse, bei der nur Mitarbeiter der Axel-Springer AG versichert sind. Sie hat zur Zeit knapp 12 000 Versicherte.

Ab 1. April 2012 soll, laut DAK-Vorstand Rebscher, der aktuelle Mehrbeitrag für die Kunden von acht Euro monatlich, wieder entfallen. Allerdings betonte auf Anfrage das Bundesversicherungsamt, dass über die Abschaffung des Zusatzbeitrags noch nicht endgültig entschieden sei.

Kassensterben geht weiter
Während die einen fusionieren, müssen andere gesetzliche Krankenkassen schließen. Das Bundesversicherungsamt hat mit Bescheid vom 02.11.2011 nach § 153 SGB V in Verbindung mit § 46 Abs. 5 SGB XI entschieden:

“Die BKK für Heilberufe und die BKK für Heilberufe-Pflegekasse werden zum 01.01.2012 (mit Ablauf des 31.12.2011) geschlossen.”

Die großen finanziellen Schwierigkeiten der BKK für Heilberufe und die Erkenntnis, dass die Leistungsfähigkeit der BKK für Heilberufe zu einer vertretbaren Belastung der Versicherten beziehungsweise Mitglieder auf Dauer nicht zu gewährleisten ist, haben das Bundesversicherungsamt veranlasst, die BKK für Heilberufe zu schließen. Die Schließung tritt mit Ablauf des 31.12.2011 in Kraft.

Urteil: Krankenversicherungspflicht verbietet Versicherer die Kündigung

Gemäß § 206 Absatz 1 Satz 1 VVG ist jede Kündigung einer Krankheitskostenvollversicherung, die eine Pflicht nach § 193 Absatz 3 Satz 1 erfüllt, durch den Versicherer ausgeschlossen.

Das Oberlandesgericht Hamm (OLG Hamm, 06.05.2011 - 20 U 153/10) lässt in seinem Urteil (anders als das OLG Celle, 24.02.2011 - 8 U 157/10) keinerlei Zweifel aufkommen, dass diese Vorschrift klar und eindeutig formuliert ist. Sie erfasst nach Ansicht des OLG deshalb alle Arten einer Kündigung, also gleichermaßen die ordentliche wie auch die außerordentliche Kündigung.

Eine irgendwie geartete Differenzierung zwischen den verschiedenen Arten einer außerordentlichen Kündigung, etwa zwischen solchen wegen Prämienverzuges einerseits und anderen wegen Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung, ist in dieser Vorschrift gerade nicht enthalten (”jede Kündigung”). § 206 Absatz 1 Satz 1 VVG stellt deshalb ein absolutes Kündigungsverbot dar.

Das OLG betont auch, dass die Abwägung der im Fall einer außerordentlichen Kündigung widerstreitenden Interessen nicht allein zwischen denjenigen des Versicherten und denjenigen des Versicherers erfolgen, denn die Versicherungspflicht bestehe ja gerade auch im Interesse der Allgemeinheit, nicht für die Kosten der Behandlung des Einzelnen aufkommen zu müssen.

Studie: Die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit

München, 11.10.2011  – Der deutsche Sozialstaat sieht ab 2012 vor, dass die Menschen mindestens bis zum 67. Lebensjahr arbeiten sollen und erst dann in Rente gehen. Das Berufsleben kann aber unverhofft ein jähes Ende nehmen – durch Krankheit oder Unfall. “Mir passiert schon nichts”, denken viele Deutsche. Die Realität sieht leider anders aus, denn jeder vierte Arbeitnehmer muss seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.

Welche Gründe bei den Versicherten von Swiss Life zu einer Berufsunfähigkeit (BU) geführt haben, hat der Lebensversicherer in einer Studie untersucht. Da der Versicherer selbst über einen großen Zahl an gegen Berufsunfähigkeit versicherte Kunden verfügt, konnten hier eigene Daten untersucht werden.

Schon seit Anfang der 90er-Jahre seien Erkrankungen der Wirbelsäule und der Gelenke für 29 Prozent der Versicherten der Hauptgrund für das Aus im Job. In den letzten Jahren hätten jedoch mit einem Anteil von 29 Prozent psychische Störungen wie Depressionen und Burnout deutlich aufgeholt

Arbeitnehmer scheinen vermehrt dem Stress am Arbeitsplatz nicht mehr gewachsen zu sein. Aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen müssen sich bereits elf Prozent aus dem Berufsleben verabschieden, acht Prozent würden durch Krebserkrankungen berufsunfähig werden und fünf Prozent der Betroffenen leiden an sonstige Krankheiten. Lediglich in 13 Prozent der Fälle ist ein Unfall der Grund, warum die Betroffenen nicht mehr arbeiten können.

Die Mehrzahl der Erwerbstätigen ist sei für Berufsunfähigkeit nicht privat abgesichert. Dies könne schnell ins finanzielle Abseits führen. Darum sei es wichtig, rechtzeitig und in aller Ruhe frühzeitig die richtige Vorsorgemaßnahme zu treffen. Wer mit einer Versicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit finanziell vorsorgt, wird auch im Fall der Fälle seinen Lebensstandard halten können.

Die Swiss Life gehöre zu den erfahrensten BU-Versicherer, Kunden könnten sich bereits seit 1894 für den Fall einer Berufsunfähigkeit absichern. Im Laufe der Jahrzehnte habe der Münchner Anbieter reichlich Erfahrung in puncto intelligenter Vorsorgekonzepte gesammelt.

Die Angebote der Swiss Life sind auch über Versicherungsmakler verfügbar.  Makler können die Bedingungen in puncto Kundenfreundlichkeit vergleichen und das Preis- und Leistungsverhältnis gegenüber anderen Anbietern überprüfen.

Die Swiss Life gehört zu den Spitzenanbietern, siehe Artikel Die besten BU-Versicherer

Neue Krankenkasse ab 2012: Die DAK-Gesundheit

Krankenkassenfusion um Kosten zu senken. Die DAK und die BKK Gesundheit fusionieren mit dem Jahreswechsel zur neuen DAK-Gesundheit. Die neue Kasse verbindet die Vorteile beider Geschäftsmodelle. In bundesweit rund 850 Servicezentren berät sie ihre Kunden. Gleichzeitig ist sie in vielen großen Betrieben verankert und bietet dort einen maßgeschneiderten Service für die Belegschaften.

“Mit dieser Verbindung zweier Stärken wird sich die DAK-Gesundheit deutlich von ihren Mitbewerbern abheben”, kommentiert DAK-Chef Herbert Rebscher die Entscheidung der Verwaltungsräte. Thomas Bodmer, Vorstand der BKK Gesundheit, betont: „Der Zusammenschluss der größten Betriebskrankenkasse und der drittgrößten Ersatzkasse bündelt die besondere Kompetenz beider Partner und bringt für die Kunden deutliche Vorteile. Die DAK-Gesundheit wird im Bereich der betrieblichen Gesundheitsangebote führend sein. Bei der Behandlung vieler Krankheiten profitieren die Versicherten von einer Vielzahl medizinischer Spezialistennetzwerke”.

Mit der neuen DAK-Gesundheit entsteht eine der größten Kassen in Deutschland. Sie wird für 5,1 Millionen Mitglieder und 6,6 Millionen Versicherte zuständig sein. Die neue Kasse wird dem Verband der Ersatzkassen (vdek) angehören und ihren Sitz in Hamburg haben. Der Haushalt der neuen Kasse wird im Jahr 2012 voraussichtlich rund 20 Milliarden Euro betragen.

Für die Kunden der beiden Kassen entsteht durch die Fusion kein zusätzlicher Aufwand. Alle Krankenversicherungskarten gelten weiter, alle Behandlungen können ohne Einschränkungen fortgesetzt werden. Auch die Zusatzversicherungen mit ihren Vorzugskonditionen bleiben weiter bestehen.

Starke Synergieeffekte erwartet

Durch den Zusammenschluss wollen die beiden Partner deutliche Synergieeffekte nutzen. Die beiden Kassen bündeln ihr Vertragsmanagement sowie ihre Versorgungsangebote. Beide Unternehmen stellen zurzeit ihre Informationstechnologie auf die neue GKV Standardsoftware iskv 21c um. Diese neue Software schafft Lösungen für effiziente und kundenorientierte Prozesse.

Ziel der Modernisierung und Zusammenlegung sei die Senkung der Verwaltungskosten. Darauf hoffen die Versicherten beider Kassen, da sie momentan Zusatzbeiträge bezahlen müssen. Gelingt der neuen DAK-Gesundheit die Kosteneinsparung, dann könnte der lästige Zusatzbeitrag wieder entfallen.