Archive for the ‘Gesundheit’ Category

Durch Schaden klüger – billiger Schutz zahlt nicht

Freitag, Juli 28th, 2017

Nur Elementarschaden hilft bei Starkregen

Briefkasten trocken – Keller unter Wasser. Was jetzt? Billig versichert – oder richtig gesichert? /Foto: db media Dietmar Braun


Billigen Versicherungsrat oder billige Versicherungsdeckungen gibt es nicht. Wenn es brennt oder das Eigenheim unter Wasser steht zählt nur die Kompetenz der Kümmerer.

Der Stark- und Dauerregen der vergangenen Tage hat in Niedersachsen und anderen Teilen Deutschlands für überschwemmte Altstädte und unter Wasser stehende Keller gesorgt. Binnen 24 Stunden ist in vielen Regionen mehr Regen heruntergekommen als normalerweise im ganzen Monat Juli.

Stark-Regen hinterlässt Chaos
Durch Unwetter können an Industrieanlagen, Häusern, Hausrat und Autos hohe Schäden entstehen. Nicht selten stehen Hausbesitzer, oder Mieter nach dem Unwetter vor einem großen Chaos. Es stellt sich nicht nur die Frage, wie das Gebäude schnellst- und bestmöglich wieder instand gesetzt werden kann, sondern auch wer die Kosten dafür trägt. Wer also zahlt in diesen Fällen?

Essentieller Elementarschutz
Wohngebäude- und Hausratversicherung als Standarddeckung sehen nicht Lösungen zur Entschädigung für alle Naturereignisse vor. Wie immer bei Versicherungen, entscheidet hier die Kompetenz des Versicherungsmakler oder Vermittler, ob das Konzept die Risiken deckt.

„Für Schäden, die beispielsweise durch Überschwemmungen und Starkregen entstehen, ist jeweils eine zusätzliche Elementardeckung nötig. Nur dann übernimmt die Versicherung Kosten für Reparaturarbeiten am Wohngebäude wie etwa eine Gebäudetrocknung oder Instandsetzung des Mauerwerks“, sagt Dr. Harald Neugebauer, Leiter der Schadenabteilung bei den Gothaer Versicherungen.

Eine Elementar-Zusatzdeckung in der Hausratversicherung kommt für beschädigtes oder zerstörtes Wohnungsinventar auf – ersetzt wird der Wiederbeschaffungswert.
60 Prozent der deutschen Immobilien bei Natur-Risiken ungeschützt

„Eine Elementarversicherung sollte immer zusätzlich zu einer Gebäude- oder Hausratversicherung abgeschlossen werden“, so der Experte Neugebauer in der Nachschau zu eingetretenen Wasserschäden.

Nur so seien beispielsweise auch Schäden durch Unwetter und Rückstaus in der Kanalisation gedeckt.

Genau dieser Teil des Versicherungsschutzes fehle laut Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) etwa 60 Prozent der Deutschen für ihr Eigenheim oder den gewerblichen Kunden für ihre Betriebe. Das ist logisch, da diese Risiken ja ein erhöhtes Risiko für den Versicherer als Risikoträger darstellen.

Wie sollten sich Versicherte im Schadenfall verhalten?

Den Schaden sofort melden!
Versicherungsnehmer sollten ihre Versicherung so schnell wie möglich über einen Schadenfall zu informieren. Eine detaillierte Schadenaufstellung kann später nachgereicht werden.

Folgeschäden vermeiden!
Versicherungsnehmer sollten alles Zumutbare tun, um den Schaden so gering wie möglich zu halten – zum Beispiel beschädigte Dachfenster mit einer Plane abdecken, Wasser abpumpen oder Einrichtungsgegenstände aus dem Keller, sofern ohne Gefährdung möglich, in Sicherheit bringen.

Dokumentieren!
Versicherungsnehmer sollten Schäden in Fotos und Videos genau festhalten.

Rücksprache!
Bevor Versicherungsnehmer eine Reparatur in Auftrag geben, sollten sie unbedingt Rücksprache mit dem Versicherer halten.

Archivieren!
Quittungen, beispielsweise von Reparaturarbeiten, für die Steuererklärung aufheben.

Fazit: Sorgen Sie nicht nur für die umfassende Risiko-Deckung in Zusammenarbeit mit dem Versicherungsmakler ihres Vertrauens oder kompetenten Versicherungsberater, sondern sammeln sie auch Belege über ihr Eigentum und Eigenheim, um im Schadensfall alle Werte belegen zu können. (db)

Honorar als Vergütung für Risiko-Management

Freitag, Juli 28th, 2017

Mehr Auswahl bei Beratungsvergütung

(vlnr.) Christina Ott, Amela Turkmanovic, Prof.Dr. Matthias Beenken, Gerald Archangeli und Dietmar Braun diskutieren über Vergütung in der Assekuranz /Foto: db media Dietmar Braun


Honorarberatung ist ab 2018 kein Monopol mehr. Jeder Vermittlungsunternehmer kann gegen Honorar arbeiten. Die Kompetenz als Kümmerer wird entscheiden. Das ist fair und gut.

Mit der Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD wird ab 2018 für aktive Versicherungsmakler und Vermittler der Weg in die umfassende Honorarberatung geebnet. Kunden und Versicherte haben ab dem Jahr 2018 bei der Vergütung für ihre Beratung und Betreuung die Auswahl zwischen der Vereinbarung einer Honorarvergütung oder Refinanzierung über Courtagen bzw. Provision. Die Honorarberatung bietet allen Beteiligten klare wirtschaftliche Vorteile – für den Berater wird die Haftung auf das Honorar begrenzt und der Kunde kann über die Höhe verhandeln.

Die Perspektive der Risikoträger, die Flexibilität der Deckungskonzepte und Nachhaltigkeit der Lösungen spielen in der Honorarberatung eine Rolle. Hier werden Nischenlösungen der Insuretech-Anbieter oder traditionelle Konzepte der Versicherer auf ihre Zukunftsfähigkeit in der Praxis getestet. Die Rolle der Vermittlungsunternehmen als Kümmerer für Kunden und Manager für Risiken wird durch die Wahl der Vergütung gemäß der IDD-Richtlinie gestärkt.

Die Gewinner sind die Verbraucher, da sie Honorare dauerhaft nur für kompetenten Rat bezahlen, das ist in den steuerberatenden, juristischen oder medizinischen Berufen nicht anders. Allerdings kann sich nicht jeder Kunde die Honorare für alle Dienstleistungen leisten.

Professionelles Risiko-Management mit der richtigen Auswahl von den für die Risiken exakt passenden Versicherungsdeckungen wird gefördert. Das ist auch gut so. (db)

App für betriebliche Gesundheitsvorsorge

Dienstag, Juli 25th, 2017

Betriebliche Gesundsvorsorge mit App

Kompetenz in einem Boot über Dienstleister für die betriebliche Gesundheitsvorsorge. /Foto: db Media Dietmar Braun


Eine 2,2 Millionen Series B-Finanzierungsrunde haben die machtfit GmbH und Seventure Partners vereinbart. Die Dr. Becker Klinikgruppe, der von der IBB Beteiligungsgesellschaft verwaltete VC Fonds Technologie Berlin und PHS Capital beteiligen sich. Die Lösung der machtfit GmbH ist die führende Plattform für Betriebliche Gesundheitsförderung in Deutschland.

Die 2011 gegründete machtfit GmbH bietet eine Online-Plattform und Smartphone-App zur betrieblichen Gesundheitsförderung an. Teilnehmende Unternehmen bezuschussen ihren Mitarbeitern darüber regionale Fitness- und Gesundheitsangebote mit bis zu 500 Euro lohnsteuerfrei pro Jahr und Mitarbeiter.

Die komplette Koordination, Kommunikation und Administration zwischen allen Parteien übernimmt dabei machtfit. Zu den derzeit über 100 Firmenkunden der machtfit GmbH gehören die Vattenfall Europe AG, DB Vertrieb GmbH, N24 und die TOTAL Deutschland GmbH.
Seit 2011 hat das Unternehmen kontinuierlich seine Position im Markt ausgebaut und die machtfit-Plattform zur führenden Lösung für digitales BGM gemacht.

Im Rahmen der aktuellen Finanzierungsrunde wird Oxana Kukhaneva, Seventure Partners, Beiratsmitglied der machtfit GmbH.

„Gesundheit und Wellness ist ein Geschäftsbereich welcher massiv von digitalen Innovationen profitieren wird. Mit dem neuen Investment kann machtfit seine Spitzenposition im wachsenden und dynamischen Umfeld der Prävention und Wellness in Europa stärken und ausbauen“, sagt Isabelle de Cremoux, CEO von Seventure Partners.

„Der Markt für Betriebliche Gesundheit gewinnt weiterhin an Bedeutung, das neue Präventionsgesetz sorgt für spürbar mehr Dynamik, machtfit ist hier in einer exzellenten Ausgangsposition. PHS ist stolz darauf, mit machtfit zu arbeiten und sie zu unterstützen. Wir sind beeindruckt wie sie es geschafft haben, den noch jungen Bereich der digitalen Betrieblichen Gesundheit zu erobern und zur führenden Plattform auf diesem Gebiet zu werden“, ergänzt Daniel Steffen, Investment Manager der IBB Beteiligungsgesellschaft. Stephen Seuntjens, Partner bei PHS Capital.

Die machtfit GmbH arbeitet bundesweit mit mehr als 4.500 Gesundheitspartnern zusammen. Die Angebote stammen aus den Kategorien Bewegung, Stress, Ernährung und Suchtentwöhnung.

„Viele moderne Unternehmen haben bereits erkannt, dass Gesundheitsmanagement eine Notwendigkeit ist. Es mangelt jedoch an mitarbeiterfreundlichen Angeboten, die mehr als nur einen Bruchteil der Mitarbeiter aktivieren. Durch das vielfältige Angebot vom regionalen Fitnessstudio, zertifizierten Online-Stress-Coachings bis hin zu Apps wie Freeletics oder Weight Watchers und den nutzerfreundlichen digitalen Zugang über die Plattform, erreicht machtfit mehr Mitarbeiter als Unternehmen auf dem herkömmlichen Weg“, so Dr. Petra Becker, Dr. Becker-Klinikgruppe, über den aktuellen Stand der Branche.

Mit der digitalen Gesundheitsplattform „machtfit“ erreichen Unternehmen Mitarbeiter an allen Standorten, im Schicht- und Außendienst oder auch Home-Office und digitalisiert gleichzeitig die administrativen Prozesse in HR-Abteilungen. (db)

Allianz-Managerin wechselt zur ERGO

Montag, Juli 17th, 2017

Managerin wechselt von Allianz zu ERGO

Allianz-Managerin Ursula Clara Deschka wird dreifach Vorstandsmitglied bei ERGO Direkt. /Foto: ERGO


Ursula Clara Deschka wechselt von der Allianz zu den ERGO Direkt Versicherungen und wird die Vorstände zum 1. November 2017 verstärken. Sie war bisher für die Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG tätig.

Die Managerin Ursula Clara Deschka (38) soll ab November in die drei Vorstandsgremien der Gesellschaften ERGO Direkt Lebensversicherung AG, ERGO Direkt Krankenversicherung AG und ERGO Direkt Versicherung AG berufen werden. Die gebürtige Österreicherin und studierte Betriebswirtin wird Produkte & Services verantworten. Zuletzt war sie als Direktorin für das Spezialisten- und Produktmanagement der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG verantwortlich.

ERGO Direkt, eine Tochter der ERGO Group, wird im Zuge des ERGO Strategieprogramms zum Kompetenz-Zentrum Online für ERGO in Deutschland ausgebaut. ERGO Direkt ist Teil der ERGO Digital Ventures AG, in der alle Digital- und Direktaktivitäten der Gruppe gebündelt sind. Die Gesellschaft nimmt eine Treiberrolle für Innovation und digitale Transformation ein.

Erneut hat Dr. Markus Rieß, CEO und Vorstandsvorsitzender des ERGO-Konzerns, Mitglied des Vorstands der Munich Re, ein Talent für das Risiko-Management und Vertrieb aus der Assekuranz für seinen Konzern gewinnen können.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Aufmerksamkeit für die Finanzwelt

Donnerstag, Juli 13th, 2017

Die Generation Global denkt anders /Foto: © db Media Dietmar Braun


(db finanzwelt 2017-07-13) Der Megatrend Globalisierung ist unaufhaltsam und unumkehrbar. Das hat die heutige Generation Global bereits verinnerlicht. Eine Generation, die sich durch eine neue Haltung auszeichnet und bereits 4,4 Millionen Menschen in Deutschland umfasst.

Die Forscher für Trends und Zukunft Lena Papasabbas und Tristan Horx geben im neuen Trend Report der Zukunftsinstitut GmbH von Matthias Horx und Team einen Einblick, wie diese Generation auf die Welt schaut und sich eine neue Globalität mit Lokalität etabliert.

Darüber haben die Experten mit dem jüngsten Außenminister der Welt, Sebastian Kurz, und dem Philosophen Richard David Precht gesprochen.

Unser Blick auf die Welt sei von Krisen und Angst geblendet. Als populäre Sündenböcke dienen die Globalisierung und die Chancenverteilung zwischen Arm und Reich, als eine Folge weltweit wirkender Konzentration von Macht und Einfluss.

„Wenn man die Fakten betrachtet, ist Globalisierung jedoch mehr Frohbotschaft als Drohbotschaft. Die Welt, die immer mehr zusammenrückt, wird besser – zwar langsam, aber stetig besser. Es ist daher dringend notwendig, unser Bild und den Diskurs über Globalisierung neu auszurichten“, erklärt Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts, die Beweggründe für den neuen Trend Report. Die Publikation versteht sich als Wegbereiter eines neuen, fairen Diskurses zur Globalisierung.
Erkenne die Generation Global

Der Report des Zukunftsinstituts eröffnet einen reflektierten Einblick in die gedankliche Welt der Generation Global. Einer Gruppe junger Menschen zwischen 18 und 35 Jahren, die heute schon mehr von der Welt gesehen hat, als ihre Großeltern in ihrem ganzen Leben. Eine junge und offene Generation, die sich der Welt zugehörig fühlt, und nicht Nationen.

„Bereits jeder vierte Deutsche in dieser Altersgruppe gehört zur Generation Global. Der große Unterschied zu all den anderen Generationen davor ist, dass sie weltweit vernetzt ist“, sagt Lena Papasabbas.

Die junge Nachwuchsgeneration sei gekennzeichnet durch ein völlig neues Selbstverständnis von Weltbürgertum, Nachhaltigkeit und Postmaterialismus.

„Sie entwickelt ein neues Verständnis vom unmittelbaren Einfluss ins lokale wirtschaftliche und gesellschaftliche Geschehen. Damit sorgt sie für die Revitalisierung der ‚Denke global, handle lokal‘-Idee“, so die Expertin Papasabbas.

Zur besseren Einordnung der Wertvorstellungen hat das Autorenteam ein „Manifest der Generation Global“ verfasst und mit Global Leaders gesprochen, die eine Vorbildrolle unter den neuen Kosmopoliten einnehmen.

Eine Anti-These zum jetzigen System
Globalisierung bedeutet Wechselwirkung, Vernetzung, Diversifizierung. Aber auch gleichzeitig Homogenisierung und Standardisierung.

„Diese Prozesse sind unaufhaltsam. Die sozialen, kulturellen oder ökonomischen Aspekte der Globalisierung sind nicht rückgängig zu machen. Selbst Globalisierungsgegner organisieren sich in eben den globalisierten Strukturen, gegen die sie ankämpfen“, warnt Tristan Horx.

Insbesondere im politischen Feld wird diese Entwicklung durch den verstärkten Einfluss der Generation Global deutlich sichtbar. Die großen Herausforderungen unserer Zeit, seien sie digitaler, ökonomischer oder ökologischer Natur, haben die Kompetenzen einzelner Staaten längst überschritten.

„Das bedeutet nicht, dass lokale Politik unwichtig wird, aber es braucht eine Synthese aus Global und Lokal, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Lokale Politik muss global gedacht werden“, so Horx.

Am Beispiel von Bewegungen wie dem ‚Globales Parlament der Bürgermeister‘, wo sich lokale Bürgermeister in großen weltweiten Netzwerken zusammenschließen, um pragmatisch agieren und voneinander lernen zu können, werden diese Umbrüche sichtbar.

Fazit: Es lohnt sich die Studie zu lesen. Nicht nur für Risiko-Manager und Sicherheits-Strategen, sondern für die Menschen, die sich eine Wertschätzung für Natur und Menschen wünschen.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Conti und Mannheimer im Aufwind

Mittwoch, Juli 12th, 2017
Conti auf Erfolgskurs

Dr. Christoph Helmich /Foto: db media © Continentale

(db finanzwelt 2017-07-12) Der Gegenseitigkeitsversicherer Continentale hat sich als privater Gesundheitsversorger mit der jungen Mannheimer Krankenversicherung verschmolzen. Die Mannheimer ist zudem vor allem in der Sachversicherung als Maklerversicherer und mit Marken-Produkten erfolgreich. Der Direktversicherer EUROPA wächst mit Risiko-Lebensversicherungen.

Der Continentale Versicherungsverbund wuchs 2016 insgesamt besser als der Markt. Die Prämieneinnahmen im selbst abgeschlossenen Geschäft stiegen um 3,5 Prozent auf 3,67 Milliarden Euro, während sie in der Branche mit einem geringfügigen Plus von 0,2 Prozent nahezu stagnierten.

„Auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen steht unser Verbund wirtschaftlich stabil und solide da. Im Sinne unserer Mitglieder, der Versicherten, sind wir auch im vergangenen Jahr ertragreich gewachsen. Kunden, Vertriebspartnern und Mitarbeitern bieten wir weiterhin Sicherheit und Verlässlichkeit“, sagt Dr. Christoph Helmich, als CEO und Vorstandsvorsitzender des Continentale Verbundes die Konzern-Entwicklung.

Alle Verbundunternehmen des Versicherungskonzerns bestehen die Solvency II-Anforderungen ohne Übergangsmaßnahmen. Die Lebensversicherer weisen bei allen Quoten hohe Überdeckungen aus.

Der Konzern erzielte 2016 ein Rohergebnis von 480 Millionen Euro, nach 551 Millionen Euro im Jahr 2015. Die Differenz zum Vorjahr erkläre sich im Wesentlichen aus der erheblichen Aufstockung der Zinszusatzreserve in der Lebensversicherung. Den maßgeblichen Teil des Rohergebnis – fast 90 Prozent – reservierte die Unternehmensgruppe erneut für ihre Versicherten, zum Beispiel in der Krankenversicherung für Beitragsrückerstattungen und die Beitragsentlastung im Alter.

Der Konzern erhöhte das Eigenkapital um des Verbunds um 54 Millionen Euro. Insgesamt beläuft sich das Eigenkapital damit auf 1.055 Millionen Euro. Das Kapitalanlagevolumen nahm um 3,5 Prozent auf 21 Milliarden Euro zu. Die Kapitalerträge erhöhten sich um 2,5 Prozent auf 796,8 Millionen Euro.

Continentale und Mannheimer vereint
Die Verschmelzung der Mannheimer Krankenversicherung die gesellschaftsrechtliche Integration der Mannheimer Versicherungen in den Verbund konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Die Gruppe konnte so, neben der Personenversicherung, die Kompetenz für das Sachversicherungen stärken.
Als finaler Schritt des gesellschaftsrechtlichen Prozesses der Integration erfolgte bereits rückwirkend zum 1. Januar 2016 die Vermögensübertragung der Mannheimer Krankenversicherung AG auf die Continentale Krankenversicherung a.G.

Die Prämieneinnahmen der Continentale stiegen durch die Vermögensübertragung um 9,1 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro.
In der Vollversicherung für Krankheitskosten, dem Kerngeschäft der Continentale, erhöhte sich der Versichertenbestand infolge der Vermögensübertragung der jungen Mannheimer Versicherung um 21.159 Personen beziehungsweise 5,4 Prozent.

Lebensversicherung erholt sich
Im Geschäftsfeld Lebensversicherung setzte sich der Verbund deutlich vom Branchentrend ab. Die Prämieneinnahmen stiegen um 5,7 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro. Dagegen schrumpfte der Markt weiter – im Jahr 2016 um 1,5 Prozent. So meldete die Branche ein Minus von 0,3 Prozent bei den laufenden Prämieneinnahmen und 4,4 Prozent bei den Einmalbeiträgen.

Bei der Continentale Lebensversicherung AG stiegen die Prämieneinnahmen insgesamt um 5,4 Prozent auf 734 Millionen Euro. Hierbei wuchsen die Versicherungen gegen laufenden Beitrag um 4,4 Prozent und gegen Einmalbeitrag um 12,7 Prozent. Einmalbeiträge haben bei der Continentale nur einen geringen Anteil an den gesamten Prämien. Ende 2016 lag der Anteil an Einmalbeiträgen bei 13,1 Prozent, im Markt sogar bei 28,9 Prozent. Die Gesellschaft bietet weiterhin ihre gesamte Produktpalette mit klassischer Lebensversicherung an. Im Geschäftsjahr 2016 stiegen die Marktanteile im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung. Hier zählt die Continentale zu den erfahrensten und erfolgreichsten Anbietern auf dem deutschen Markt.

Direkt-Versicherer verkauft Risiko-Deckungen
Die EUROPA Lebensversicherung AG setzte sich wiederum von der Marktentwicklung ab. Der Direktversicherer weist Ende 2016 Prämieneinnahmen von 354 Millionen Euro aus. Dies ist eine marktüberdurchschnittliche Steigerung von 6,1 Prozent. Wie in den vergangenen Jahren weitete das Unternehmen insbesondere sein Kerngeschäft Risikolebensversicherung aus.

Schaden- und Unfallversicherung legen zu
Die drei Sachversicherer des Verbundes steigerten ihre Prämieneinnahmen stärker als der Markt. Sie erreichten zusammen ein Beitragsplus von 6,3 Prozent auf 992 Millionen Euro. Im Vergleich lag das durchschnittliche Prämien-Wachstum im Markt der Schaden- und Unfallversicherer in Deutschland bei 2,8 Prozent.

Bei der Continentale Sachversicherung AG erhöhten sich die Prämieneinnahmen um 5,3 Prozent auf 471 Millionen Euro. Die kräftigste Prämieneinnahme verbuchte die EUROPA Versicherung AG. Sie erzielte ein Wachstum von 16,1 Prozent auf 183 Millionen Euro. Am höchsten war die Zuwachsrate erneut in der Kraftfahrtversicherung, die bei dem Direktversicherer einen wesentlichen Anteil der Gesamtbeiträge ausmacht.

Mannheimer kann Zielgruppen
Die Beitragseinnahmen der Mannheimer Versicherung AG wuchsen um 2,8 Prozent auf 338 Millionen Euro. Der Versicherer legte im Bereich Markenprodukte für Zielgruppen zu.

Schadensversicherung im Plus
Bei den drei Schaden- und Unfallversicherern war das starke Wachstum auch in 2016 von einer erfreulichen Ertragsentwicklung begleitet: Die Combined Ratio – die Brutto-Schaden-Kosten-Quote nach Abwicklung – in diesem Geschäftsfeld verbesserte sich von 94,3 auf 93,5 Prozent.
Dietmar Braun (db finanzwelt)

Die bayerische Basis-Rente

Montag, Mai 29th, 2017
Neue Rentenlösungen für Rürup-Rente

(vlnr) Sandra Kaiser (die Bayrische) und Roman Felix Szeliga © db media Dietmar Braun

Die Versicherungsgruppe die Bayerische erweitert ihr Angebot an den Lösungen für die private Altersvorsorge und startet die neue „Basis-Rente Aktiv“. Kern der neuen biometrischen Lebensversicherung sind die Sicherheit bei der Ruhestandsplanung für Versicherte, Chancen auf eine hohe Rendite und eine bisher nicht gekannte Flexibilität in der Gestaltung.

„Unser neues Produkt bietet Selbständigen oder besserverdienenden Angestellten gerade in der jetzigen Nullzinsphase optimale Renditechancen, je nach persönlicher Lebenssituation lassen sich maßgeschneiderte Konzepte mit einzigartigen Vorteilen verbinden“, erläutert Martin Gräfer, Vorstand der Bayerischen.

Gerade bei der Hinterbliebenenrente biete die neue Lösung für Basisrenten bei der Bayerischen entscheidende Mehrwerte. Anders als bei vielen Mitbewerbern im Markt wird in der Lösung mit den Rechnungsgrundlagen kalkuliert, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültig waren. Eine Besonderheit ist die Leistung für Hinterbliebene, wo bei Tod eines Elternteils in der Ansparphase wird das vorhandene Guthaben in Form einer abgekürzten Leibrente vollständig an die Kinder ausgezahlt.

Bei vielen Rürup-Lösungen im Markt berechnet sich die Hinterbliebenenrente lediglich aus den bis dahin einbezahlten Prämien. Die Bayerische dagegen garantiert stets eine Berechnung aus dem höheren Guthaben – entweder mit den bis dahin einbezahlten Beträgen oder dem Gesamtguthaben inklusive Werteentwicklung.
Krankheit, Arbeitslosigkeit oder berufliche Veränderungen – die Bayerische geht mit ihrem neuen Versicherungslösung besonders auf nicht planbare Lebenssituationen ein. Versicherte haben das Recht und die Option zu pausieren und erhalten auch nach einer Unterbrechung in der Zahlung von Prämien den garantierten Rentenfaktor. Zudem können Versicherte sich entscheiden, ob sie bis zum maximal geförderten Betrag Zuzahlungen leisten wollen. In diesen Fällen werden die ursprünglichen Rechnungsgrundlagen verwendet.

Die neue Basisrente ist eine Fondsrente mit variablen Anlagemöglichkeiten. Versicherte haben die Option mit frei wählbaren Fonds ihre eigenen Vorstellungen beim Investment zu bestimmen. Sie können dabei zwischen drei Tarif-Angeboten entscheiden: Chance, Wachstum oder Sicherheit.

Die Fonds bestehen aus jeweils drei vermögensverwaltenden Fonds Flossbach von Storch und Black Rock, fünf Indexfonds von Dimensional sowie 14 ETF und acht gemanagten Fonds unterschiedlicher strategischer Ausrichtung. Für Versicherte eine Auswahl der aktuell führenden Kapitalbildungen im Markt der Vermögensverwaltung.
Den Tarif und das Bedingungswerk mitentwickelt hat Joachim Haid. Held ist ein Riester- und Rürup-Experte der genau die Wünsche und Anregungen umgesetzt hat, die Vermittler und Makler bei einer Umfrage für eine solche Versicherungslösung für ihre Kunden vorgeschlagen hatten.

Die Bayerische setzt so ihre Initiative fort, am Kunden orientierte Versicherungslösungen für die Versicherte zu gestalten, die Experten des Marktes, Versicherungsmakler und Vermögensverwalter empfehlen und für fair halten. Mehr Verbraucherschutz bereits in der Gestaltung geht nicht. (db)

Neues DiVana online

Montag, März 13th, 2017

DiVana 03/2017

wondermag von fgbraun.de

Ist das Leben durch die Hilfsmittel der digitalen Technik nur noch ein Schaufenster? Ja und Nein. Mehr Möglichkeiten liefern Risiken und Chancen. DiVana zeigt was geht und was zu meiden ist.

Gesundheitsversorger ist Top-fit

Freitag, Februar 3rd, 2017
Alte Leipziger- Hallesche im Aufwind

Lebensversicherer quicklebendig und Gesundheitsvorsorge top fit – die Alte Leipziger und Hallesche ©-nd3000 – Fotolia.com

Die Lebensversicherung ist eine quicklebendige Vorsorge für das Alter und eine servicestarke private Krankenversicherung ist machbar, so lautet die positive Bilanz des Alte Leipziger-Hallesche Konzerns.

2017-02-02 (db finanzwelt) Die Prämieneinnahmen und Mittelzuflüsse der Alte Leipziger-Hallesche blieben im Geschäftsjahr 2016 stabil und erreichten wie im Geschäftsjahr 2015 4,4 Milliarden Euro. Mit satten 3,5 Milliarden Euro entfiel ein Großteil der Umsätze auf die beiden Muttergesellschaften des Gleichordnungskonzerns, Alte Leipziger Lebensversicherung a.G. aus Oberursel und Hallesche Krankenversicherung a.G. aus Stuttgart.

Lebensversicherer hat sich gut behauptet
Nach vorläufigen Zahlen erhöhten sich die gebuchten Beitragseinnahmen um 0,7 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Damit konnte der Lebensversicherer aus Oberursel das hervorragende Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 nochmals steigern. Der Lebensversicherer bezeichnet diese Entwicklung als sehr zufriedenstellend. In einem leicht rückläufigen Marktumfeld hat sich die Alte Leipziger gut behauptet und ihren Platz unter den zehn größten Lebensversicherern in Deutschland gefestigt.
Das Neugeschäft entwickelte sich, besonders vor dem Hintergrund des Niedrigzinsumfelds, sehr erfreulich. Es wird leicht über dem Vorjahr (2015: 912 Millionen Euro) liegen.

Der Zinszusatzreserve wurden 400 Millionen Euro zugeführt, das erhöht die nachhaltige Sicherheit der Versprechen für die Versicherten deutlich. Trotz dieser hohen Reserve ist vorgesehen, das Eigenkapital mit zusätzlichen 40 Millionen Euro zu dotieren. Die Eigenmittel des Lebensversicherers werden dann bei mehr als 840 Millionen Euro liegen.

Hallesche sichert die Gesundheitsvorsorge
Nach einer stabilen Geschäftsentwicklung 2015 kann die Hallesche Krankenversicherung, als die private Gesundheitskasse, im Geschäftsjahr 2016 einen starken Anstieg ihrer Neugeschäftsprämien (inkl. gesetzlichem Zuschlag) verzeichnen. Sie stiegen von 2,4 auf 3,8 Millionen Euro Monatsprämie an. Neben dem Gewinn neuer Versicherten in der Krankheitskosten-Vollversicherung wurde der Zuwachs von 57 Prozent auch in Deckungen für Beihilfeablöseversicherungen erzielt.

Die versicherungstechnische Ergebnisquote stieg auf 16,5 Prozent. Die Bruttoprämieneinnahmen nahmen deutlich zu und stiegen von 1.140 auf 1.149 Millionen Euro.

Es wird ein Bruttoüberschuss von über 220 Millionen Euro erwartet. Das ermöglicht eine hohe Zuführung zur erfolgsabhängigen Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB), um die Mittel für dauerhafte Beitragslimitierungen und ‑rückerstattungen bei Leistungsfreiheit zu stärken.
Das Eigenkapital wird weiter aufgebaut und erhöht sich von 309 auf 337 Millionen Euro.

Positive Prognose für 2017
Mit dem Rückenwind eines erfolgreichen Geschäftsjahres 2016 und der Vorstellung des neuen flexiblen Rentenversicherungstarifs AL Rente Flex in einer Veranstaltungsreihe für Makler und Vermittlungsunternehmer ist der Konzern erfolgreich in das neue Jahr gestartet.

Neue Deckung für private Rente
Die Versicherungslösung AL Rente Flex vereint die Vorteile der fondsgebundenen und der klassischen Rentenversicherungen. Versicherte, denen vor allem Sicherheit und Garantien beim Aufbau der Altersvorsorge wichtig sind, können einen Teil oder die gesamten Beiträge in die klassische Anlage, d.h. das Sicherungsvermögen der Alten Leipziger, investieren. Wer von den Chancen des Aktienmarktes profitieren möchte, zahlt in Fonds ein. Es kann monatlich neu festgelegt werden, in welche Anlage die Beiträge fließen. Informationen zur Entwicklung der eigenen Rentenversicherung können Kunden über eine neu entwickelte App abrufen.

Auf Solvency II vorbereitet
Mit ihrer seit vielen Jahren sicherheitsorientierten Geschäftspolitik, einer sehr guten Ausstattung mit Eigenmitteln und einer hohen Risikotragfähigkeit kann die Alte Leipziger Lebensversicherung die Eigenmittelvorgaben von Solvency II ohne Stützung durch Übergangsmaßnahmen und ohne Volatility Adjustment einhalten.

Hallesche setzt auf bestmöglichen Service und Kooperation
Die Ratingagentur Assekurata bestätigte der Hallesche als Gesundheitsversicherer im 19. Rating in Folge die Bewertung „sehr gut“. Der Stuttgarter Krankenversicherer Hallesche weise eine exzellente Prämienstabilität, Sicherheitslage und einen exzellenten Unternehmenserfolg aus. Ergänzend zur bewährten Vollversicherung setzt der Gesundheitsversicherer verstärkt auch auf Zusatz- und Gruppenversicherungen. Beispielsweise wurde die neue Zahn-Zusatzversicherung DENT bereits mehrfach wegen seiner Leistungen ausgezeichnet. In der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) soll der noch junge Markt in Kooperation mit der gesetzlichen Betriebskrankenkasse mhplus BKK weiter erschlossen werden.

Dietmar Braun

EurAssMus 12/2016 am Kiosk

Freitag, Dezember 2nd, 2016

EurAssMus 12//2016

wondermag von fgbraun.de

Das Risiko-Management Online-Magazin EurAssMus richtet in der Ausgabe Dezember 2016 den Fokus auf Risiken rund um die Digitalisierung bis zu einer Lösung um absolut sicher vor digitaler Spionage zu kommunizieren.