Archive for the ‘Karriere’ Category

Wüstenrot wächst weiter

Freitag, August 11th, 2017

Wüstenrot setzt auf das Eigenheim

Wüstenrot setzt auf seine Kern-Marke und Kompetenz rund um das Eigenheim /Foto: © db media Dietmar Braun


Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) meldet ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2017. Die Gruppe konnte in den ersten sechs Monaten den Konzernüberschuss nach Steuern deutlich um 28 Prozent von 121,0 auf 154,9 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhen.

Auf Basis dieser Entwicklung hat der Vorstand der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) seine Erwartungen für das laufende Jahr nach oben revidiert und rechnet nun beim Jahresüberschuss mit einer erkennbaren Überschreitung des Vorjahreswertes von 235 Millionen Euro. Für Anleger und Investoren lohnt es sich über die Aktie nachzudenken.

„Wir verbessern unser Geschäft momentan in nahezu allen Bereichen. Diese Entwicklung im ersten Halbjahr ist alles andere als selbstverständlich. Sie ist einerseits hart erarbeitet, andererseits das erste Ergebnis unserer Maßnahmen, um unseren Konzern deutlich kundenorientierter auszurichten. Was in der W&W-Gruppe steckt, zeigen diese ersten Effekte. Es ist allerdings zu früh, dies bereits als stabilen Trend zu bezeichnen. Wir haben noch einen langen Weg zu gehen. Klar ist: Der W&W-Konzern verfügt über allerbeste Voraussetzungen, in den kommenden Jahren zu einem der Gewinner des erkennbaren Branchenumbruchs zu werden“, sagt Jürgen A. Junker, CEO und Vorstandsvorsitzender der W&W AG.

„Den Rückenwind bei den Ergebnissen können wir gut gebrauchen. Er sichert uns nicht zuletzt Handlungsspielraum, um die erforderlichen hohen Investitionen im Zuge der Digitalisierung aus eigener Kraft zu realisieren“, sagt der Nachfolger seines bald auch als Präsident des GDV scheidenden Vorgängers, an dessen früheren Basis, der grundsoliden Wüstenrot-Gruppe in Ludwigsburg.

Bauspar Bank behauptet sich
Die Wüstenrot Bausparkasse aus Ludwigsburg konnte im Netto-Neugeschäft (eingelöstes Geschäft) mit 5,76 Milliarden Euro Bausparsumme annähernd das Vorjahresniveau erreichen (- 4,8 Prozent). Sie entwickelte sich damit deutlich besser als der Markt insgesamt.
Mit einem Marktanteil von knapp 14 Prozent konnte Wüstenrot die Stellung als zweitgrößte private deutsche Bausparkasse somit weiter festigen. Das Brutto-Neugeschäft nach Bausparsumme lag mit 7,01 Milliarden Euro unter dem sehr hohen Vorjahreswert (7,64 Milliarden Euro), der von den Sondereffekten eines Tarifwechsels positiv beeinflusst worden war.

In der Baufinanzierung erhöhte sich konzernweit das Neugeschäft an vermittelten Krediten um 8,2 Prozent auf 2,76 Milliarden Euro nach 2,56 Milliarden im Vorjahreszeitraum.

Die im Frühjahr 2017 erfolgte Übertragung des Baufinanzierungs- und Pfandbriefgeschäfts der Wüstenrot Bank auf die Wüstenrot Bausparkasse sowie die Übertragung der Spar- und Anlageprodukte steigerten die interne Effizienz durch jetzt einheitliche Prozesse, Systeme und attraktive Produktlösungen rund um das Eigenheim. Zum anderen verfügt die Bausparkasse jetzt über deutlich breitere Refinanzierungsmöglichkeiten. Beide Effekte wirken sich positiv auf die Ertragslage der Bausparkasse aus und eröffnen zudem Wachstumsspielräume rund um das Thema Eigenheim, Wohnen und Vorsorge.

Ausblick auf das Gesamtjahr 2017
Angesichts des anhaltenden Immobilienbooms in Deutschland rechnet der W&W-Konzern mit Wachstumsimpulsen beim Bausparen und der Baufinanzierung.

Für das Versicherungsgeschäft, insbesondere die Sparte Schadens- und Unfallversicherung, bleibt der Vorsorge-Konzern optimistisch. im Personenversicherungsgeschäft ist noch viel Potential, hier gilt es die Vororge-Themen Leben, Pflege und Gesundheit stärker mit dem Kerngeschäft rund um das Eigenheim zu bündeln.

Die hohen Investitionen in die Digitalisierung im Rahmen des „W&W@2020“-Programms, aber auch in den klassischen Vor-Ort-Vertrieb, werden beibehalten. Sie sollen einen Grundstein für künftiges Wachstum legen.

Der Konzern-Vorstand zeigt sich für das Gesamtjahr 2017 zuversichtlich und bestätigt seine bisherigen Aussagen. Neben den Zuwächsen im Neugeschäft und der günstigen Entwicklung im Segment Schaden-/Unfallversicherung könnte auch ein Einmaleffekt aus einem Portfolioverkauf sich auswirken.

Fazit und Kommentar
Drei positive Entwicklungen könnten aus Sicht der Kenner des Konzerns eine größere Rolle spielen:

Erstens tut die Stärkung des traditionellen Eigenheim-Gedankens mit dem Markenkern Wüstenrot dem gesamten Konzern wieder sehr gut.

Zweitens interessieren sich laut den Meldungen der Süddeutschen Zeitung amerikanisch-österreichische Investoren wie Cerberus Capital Management für gemeinsame Entwicklungen im digitalen Vertrieb und mit der Marke Südwestbank auch Sekoren wie Vermögensverwaltung und Kapitalanlagen.

Drittens wird neben dem Bekenntnis zum exklusiven Eigenvertrieb auch die Partnerschaft und Kooperation mit Banken und Maklern wieder auf Augenhöhe betrieben. Letzteres paart sich mit einem ehrlichen Respekt vor Mitarbeitern und Partnern, die frühere Phase scheint wohl vorbei. Das hat der Konzern mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wohl leidvoll gemeinsam, der die teilweise etwas abgehobene Phase demnächst auch beendet.

Sprichwort: „Wer ein (Eigen-)Heim bauen oder sichern will, sollte lange am Fundament verweilen.“

Dietmar Braun (db)

Agilität bei Munich Re

Mittwoch, August 9th, 2017

Agiliät statt Aussitzen

Assekuranz braucht Agilität – statt nur die Rast und Ruh am Schwanensee /Foto: © db media Dietmar Braun


Es läuft mit einer klugen Preispolitik und einem exzellenten Risiko-Management. Das neue Management der Munich Re gilt als agiler als das seiner Vorgänger. Es lohnt sich für Anleger über Aktienanteile der Rückversicherer nachzudenken. Mit Markus Rieß kommt auch ERGO voran.

Für Rückversicherer herrschen schwierige Rahmenbedingungen. Neben der Munich Re Gruppe meldet auch der Mitbewerber Swiss Re dass das Geschäft der Rückversicherer kein Selbstläufer ist. Das sollte die Risiko-Manager nicht entmutigen, sondern daran erinnern, dass Rückversicherung noch größeren Schwankungen im Volumen ausgesetzt ist, als bei den Erstversicherern. Mut und Weitsicht sind ein Teil des Geschäftsmodells.

Der Anteil des Geschäftsfelds Rückversicherung am Konzernergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr von 991 auf 629 Millionen Euro. Von Januar bis Juni 2017 steuerte die Rückversicherung 1.095 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei. Das operative Ergebnis betrug im 2. Quartal 896 Millionen Euro.

„Wir sehen Potential für profitables Wachstum, nicht nur durch innovative Lösungen oder neue digitale Geschäftsmodelle, sondern auch im traditionellen Bereich. Die Versicherungslücke ist selbst in entwickelten Märkten gewaltig. Entsprechend bestehen auch im derzeitigen Marktumfeld Chancen, profitables Geschäft zu zeichnen“, sagte Finanzchef Torsten Jeworrek, Vorstandsmitglied von Munich Re.

Da das Ergebnis im 2. Quartal hinter den Erwartungen zurückblieb, unter anderem aufgrund der Ablöse eines verlustreichen Vertrags, dem weitere folgen könnten, senkt die Gruppe ihre Schätzung für das Gesamtjahr von bisher 450 auf 400 Millionen Euro.

Der Ergebnisbeitrag der Schaden- und Unfallrückversicherung verringerte sich im 2. Quartal von 778 auf 517 Millionen Euro. Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich von 99,8 auf 93,9 Prozent der verdienten Nettobeiträge. Damit liegt sie auf einem guten Niveau, um das angestrebte Ziel von rund 97 Prozent für das Gesamtjahr 2017 zu erreichen.
Da die Schadenmeldungen für die sogenannten Basisschäden früherer Jahre insgesamt weiterhin spürbar unter dem erwarteten Niveau liegen, konnten im 2. Quartal Rückstellungen in Höhe von 240 Millionen Euro aufgelöst werden. Dies entspricht 5,7 Prozentpunkten der Schaden-Kosten-Quote des 2. Quartals. Munich Re strebt im Risiko-Management an, Rückstellungen für neu auftretende Schäden insgesamt am oberen Rand angemessener Einschätzungsspielräume festzusetzen, so dass spätere Gewinne aus der Auflösung eines Teils dieser Rückstellungen möglich sind.

In der Erneuerungsrunde (Schaden/Unfall) zum 1. Juli 2017 stand Vertragsgeschäft aus den USA, Australien und Lateinamerika sowie von globalen Kunden mit einem Vorjahresgeschäftsvolumen von 2,2 Milliarden Euro zur Erneuerung an. Die Preise gaben bei der Juli-Erneuerung leicht nach. Der Preisrückgang betrug jedoch wie im Vorjahr -0,4Prozent. In einzelnen Märkten konnten selektiv Chancen genutzt werden, daher stieg das Prämienvolumen auf 2,6 Milliarden Euro an.

ERGO erholt sich langsam aber sicher
Das Konzernergebnis des Erstversicherer ERGO Group stieg im 2. Quartal auf 104 Millionen Euro. Das über den Erwartungen liegende Ergebnis wurde durch eine Steuergutschrift begünstigt. Von Januar bis Juni verzeichnete ERGO einen Gewinn von 195 Millionen Euro.

Alle drei Segmente – Leben/Gesundheit Deutschland, Schaden/Unfall Deutschland und International – konnten ihr Halbjahres-Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr stark verbessern. Das operative Ergebnis des Geschäftsfelds ERGO für die Monate April bis Juni sank jedoch von 463 auf 260 Millionen Euro.

„Das vor rund einem Jahr gestartete ERGO Strategieprogramm entwickelt sich gut. Wir liegen im Plan bei der Umsetzung der Maßnahmen wie auch bei der angestrebten Ergebnissteigerung. ERGO bleibt auf das Ziel verpflichtet, zum Abschluss des Strategieprogramms im Jahr 2021 einen nachhaltigen Ergebnisbeitrag von mehr als 600 Mio. € jährlich zum Konzernergebnis beizusteuern“, sagte Risiko-Manager und CEO Markus Rieß, Vorstandsvorsitzender von ERGO und Vorstandsmitglied von Munich Re.

Munich Re erwartet 2017 bis 2,4 Milliarden Euro Gewinn
Munich Re rechnet für das Geschäftsjahr 2017 weiterhin mit gebuchten Bruttobeiträgen zwischen 48 und 50 Milliarden Euro und strebt unverändert ein Konzernergebnis in einer Spanne von 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro an.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Die Fintech-Show ist vorbei – Zeit zu liefern

Dienstag, August 8th, 2017

Fintech müssen liefern

Die Träume sind vorbei – jetzt müssen die digitalen Boten endlich liefern. /Foto: db media Dietmar Braun


Einige Zeit wedelte der Schwanz mit dem Hund. Insure- und FinTechs wollten die etablierten Versicherer aus dem Markt drängen. Ein Unternehmer aus Berlin erklärte sogar, dass er mit Clark & Co Startups „am Fließband produziere“, die globale Giganten in der Assekuranz werden würden. Mit den Forderungen der Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen (BaFin) an die Rückstellungen und Risiko-Management für Leistungen kehrte Realität ein. Zeigen was wirklich geht ist gilt es jetzt, nicht nur beschreiben was gehen könnte, sondern Versprechen einlösen.

Die Realität und ein nüchterner Blick auf digitale Prozesse und Startup als Dienstleister haben vor allem die Rückversicherer der Assekuranz. Der Chef des weltgrößten Rückversicherers sieht die Chancen und Grenzen. „Insurtech ist eine Facette der Digitalisierung: ein Trend, der die Art und Weise, wie man Versicherungsgeschäft betreibt, wie der Kunde Versicherung erlebt, und wie Versicherungslösungen zum Kunden gelangen, grundlegend verändern wird”, sagt Joachim Wenning, CEO und Vorstandsvorsitzender der Munich Re, im Fachmagazin des Unternehmens.

Auch bei einigen Erstversicherern kehrt die Realität nach den überzogenen Shows und Forderungen für Investoren-Millionen der jungen Unternehmer von Fintech und Insuretech-Unternehmen die sehr in ihrer Art bei den Pitch dem früheren Neuen Markt ähnelten.

Oliver Bäte, Chef der Allianz SE, sagte aus der Sicht des Marktführers der Erstversicherer: „Im Fokus unserer Aktivitäten stehen unsere Versicherten und die Bedürfnisse der Kunden besser zu erkennen und zu bedienen. Digitale Prozesse können dabei helfen.“

So sagte im exklusiven Gespräch in Stuttgart der Vorstandsvorsitzende des Alte Leipziger-Hallesche Konzern Dr. Walter Botermann: „Sicher werden wir dem Vertrieb und den Kunden mehr Apps für Information und Kommunikation zur Verfügung stellen, aber unser Fokus liegt auf der langfristigen Verlässlichkeit und der Sicherung des Vertrauens unserer Versicherten auf ihre Kollektive.“ Die Aktuarin Wiltrud Pekarek ergänzte: „Wir verstehen uns als Kümmerer für Kunden, nicht nur als Abwickler im Schadens- oder Leistungsfall, sondern weit im Vorfeld über Prävention und Mehrwerte in der Beratungsfunktion als Versicherer, als Partner der Versicherungsmakler und des eigenen Außendienstes.“

Die Münchener Versicherer haben sich von dem Spezialversicherer die Bayerische bis zur Allianz als Marktführer zu einem Versicherungs-Hub zusammengefunden, der die Assekuranz mit den neuen digitalen Hilfsmitteln umbauen soll. Der bayerische Freistaat will einen solchen Hub unterstützen. Im Raum Stuttgart zeichnet sich ein Bausparkassen-Banken-Versicherungs-Hub ab, der digitale Banken nutzen will um Versicherungsleistungen rund ums Eigenheim nebst Vorsorge für die Bewohner zu bieten.

Der Botschafter für das Eigenheim, als Sprecher der ARGE der privaten Bausparkassen Bernd Hertweck, im Hauptberuf Vorstandsvorsitzender der Bausparkasse Wüstenrot sagte: „Vorsorge rund um das Eigenheim, vom lebenslangen Wohnrecht, Pflege bis zu einer zufriedenstellenden Rente, das wurde früher als Spießertum bezeichnet, heute nennen wir es Sicherheit und Vorsorge rund um das eigene Heim.“

Fazit: Es tut gut, dass nach langem Zögern die Besonnenheit der erfahrenen Risiko-Manager sich mit den Jungunternehmern der Digitalbranche zusammenschließt, um die Zukunft der Assekuranz und ihrer Versicherungskollektive gemeinsam zu sichern. Das entspricht dem Vertrauen der Versicherten in die Kompetenz und Verlässlichkeit der Branche. Versicherungskunden wollen sich nicht wirklich mit Versicherungsschutz und Bedingungen befassen oder diese gar vergleichen, wie selbsternannte Verbraucherschützer das immer wieder behaupten, Kunden wollen ihre Ängste und Sorgen gegen Prämie bei den Versicherern abladen und dafür im Bedarf solide Sicherheit für den Fall des Eintritt von Risiken oder Schäden. Einfach machen durch einfach machen – nicht mehr und nicht weniger.

Dietmar Braun (db)

Allianz ist ein Fels in der Brandung

Freitag, August 4th, 2017

Allianz - Schildkröte und Fels

Allianz ist wie ein Schildkröten-Panzer, über 125 Jahre und ein Fels in der Brandung. /Foto: db Media Dietmar Braun


Die Allianz wird in Großbritannien drittgrößter Versicherer in der Personenversicherung und kooperiert in der Sachversicherung. Das erste Halbjahr 2017 lief für die Allianz SE sehr gut. Die Allianz verwaltet fast 2 Billionen Euro an Vermögen. Das ist mehr als ein Fintech hat. Wer eine Allianz Aktie hat darf sich freuen. Wer keine hat, sollte jetzt darüber nachdenken.

Die Allianz SE hat im zweiten Quartal 2017 sehr gute Ergebnisse erzielt. Der Gesamtumsatz stieg um 2,0 Prozent auf 30,0 Milliarden Euro (zweites Quartal 2016: 29,4 Milliarden Euro).

Alle Geschäftsbereiche trugen zum Wachstum bei, überwiegend der Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung. Das operative Ergebnis betrug 2,9 (2,3) Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 22,9 Prozent, der von allen Geschäftsbereichen, insbesondere vom Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft, erwirtschaftet wurde.

Der auf Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss stieg um 83,4 Prozent auf 2,0 (1,1) Milliarden Euro. Dies ist sowohl auf das höhere operative Ergebnis als auch auf ein verbessertes nicht-operatives Ergebnis zurückzuführen. Das nicht-operative Ergebnis des Vorjahres wurde durch die negative Auswirkung des Geschäfts in Südkorea belastet.
Das Ergebnis je Aktie (Basic Earnings per Share, EPS) betrug 4,45 (2,39) Euro. Die annualisierte Eigenkapitalrendite lag bei 13,4 Prozent (Gesamtjahr 2016: 12,3 Prozent). Annualisierte Zahlen stellen keine Prognose für das Gesamtjahr dar. Die Solvency-II-Kapitalquote stieg auf 219 Prozent zum Ende des zweiten Quartals, im Vergleich zu 212 Prozent zum Ende des ersten Quartals 2017, hauptsächlich gestützt durch das günstige Marktumfeld.

Der Gesamtumsatz hat sich in den ersten sechs Monaten des Jahres in allen Geschäftsbereichen gesteigert. Das operative Ergebnis wuchs im ersten Halbjahr um 15,7 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Dieser Anstieg lag deutlich über dem avisierten Ertragsziel für das Gesamtjahr.

Im Laufe des ersten Halbjahres 2017 stieg der auf Anteilseigner entfallende Periodenüberschuss um beachtliche 17,9 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro.

Das stärkste Wachstum hat das Personenversicherungsgeschäft in den Erträgen erzielt, dessen auf Aktionäre entfallender Periodenüberschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 78 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro stieg. Wenn Medien berichten die Lebensversicherung sei tot und die private Krankenversicherung brauchge eine Bürgerversicherung, dann sprechen die Allianz Fakten und Zahlen eine andere Sprache.

Ebenso wichtig war ein Anstieg im Geschäftsbereich Asset Management in Höhe von 19,5 Prozent auf 700 Millionen Euro, der Sektor Schaden- und Unfallversicherung steigerte den auf Anteilseigner entfallenden Periodenüberschuss um 7,7 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro.

Allianz CEO im Plan und auf Kurs trotz Niedrigzinsen

Allianz kann Assekuranz

Allianz ist global ein Fels in der Brandung. /Grafik: Allianz

„Wir sind nun in der Halbzeit unserer dreijährigen Renewal Agenda angelangt, und an diesem Punkt wird klar, dass diese Maßnahmen für alle unsere Stakeholder Früchte tragen. Wir hatten ein sehr gutes Halbjahr mit einem zweistelligen Zuwachs des operativen Ergebnisses und Nettogewinns. Dieser Erfolg zeigt, dass unser diversifizierter Ansatz, über Geschäftsfelder und Regionen hinweg, deutlich positive Ergebnisse liefern kann. Unsere starke Kapitalisierung unterstreicht die Wiederstands- und Anpassungsfähigkeit, für die die Allianz bekannt ist. Wir können nun sagen, dass wir mit einem operativen Ergebnis für 2017 am oberen Endes der Zielspanne von 10,8 Milliarden Euro, plus oder minus 500 Millionen Euro, rechnen können“, sagte Oliver Bäte, CEO und Vorstandsvorsitzender der Allianz SE.

Allianz hat PIMCO final integriert

Die Allianz-Gruppe hat als Vermögensverwalter die anfänglichen Herausforderungen auf dem amerikanischen Markt fest im Griff. Generell ist die Allianz als Bank und Vermögensverwalter bestens global unterwegs.

„PIMCO verzeichnete Nettomittelzuflüsse in Höhe von 33 Milliarden Euro über einen breiten Kundenstamm und ein Einzelmandat in Höhe von 19 Milliarden Euro. Daraus resultierte im Quartal ein Rekordanstieg der gesamten Nettomittelzuflüsse Dritter bei PIMCO von 52 Milliarden Euro. PIMCO hat sich wieder zu einem starken Antrieb der Ergebnisse der Allianz Gruppe entwickelt“, sagte Allianz-Finanzchef Dieter Wemmer.

Im ersten Halbjahr 2017 stiegen die operativen Erträge um 10,1 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro, was vor allem auf das stark gestiegene durchschnittliche für Dritte verwaltete Vermögen zurückzuführen ist. Da operative Aufwendungen nur um 4,9 Prozent gestiegen sind, sank das Aufwand-Ertrag-Verhältnis um 3,2 Prozentpunkte auf 62,9 Prozent.

Die Nettomittelzuflüsse Dritter und positive Markteffekte glätteten die negativen Fremdwährungseffekte.

Dies resultierte nach aktuellen Angaben der Allianz in einem gesamten verwalteten Vermögen in Höhe von von fast zwei Billionen Euro (1.915 Milliarden Euro) und einem Anstieg in Höhe von 44 Milliarden Euro im Vergleich zum Jahresende 2016.

Fazit: Wenn einige Journalisten jeden Fintech oder Insuretech feiern der eine Million oder zwei Millionen Kapital verwaltet, sollten sie immer auch die Allianz betrachten, bevor sie berichten, dass die kleinen StartUps als Insuretech oder Fintech demnächst Marktführer seien. Dies gilt vor allem für die Fragen der Risiko-Tragfähigkeit, der Kollektive und der Rückstellungen. (db)

EurAssMus 08/2017 ist da

Dienstag, August 1st, 2017

EURASSMUS 08/2017

wondermag von fgbraun.de

Das Magazin für Risiko-Management, Gesundheit, Philosophie und Leben. Aus der Praxis für die Praxis. Experinnen und Experten der Assekuranz berichten über Trends und aktuelle Herausforderungen.

Dialog mit Maklern – Mehrwert für Versicherte

Dienstag, August 1st, 2017

Neue Biometrie-Lösungen

Neue Lösungen für Makler – himmlische Mehrwerte sind zu entdecken. /Foto: db media Dietmar Braun


Die Dialog sieht den Dialog mit Versicherungsmaklern als ein Forum, der das Kerngeschäft Risiko-Management und Kümmerer für Kunden unterstützt und das gegenseitige Vertrauen stärkt.

Die Dialog Lebensversicherungs-AG, der Spezialversicherer für biometrische Risiken der Generali Deutschland AG, hat Versicherungsmaklern die neue Berufsunfähigkeitsversicherung SBU-professional Vitality vorgestellt.

Auf den „Sommer-Biometrie-Tagen 2017“ präsentierte der Maklerversicherer Dialog in mehreren deutschen Großstädten Versicherungsmaklern die Vorteile und Mehrwert der Berufsunfähigkeitsversicherung SBU-professional in Kombination mit dem Gesundheitsprogramm Generali Vitality.

Als erster deutscher Maklerversicherer fördert die Dialog mit dem BU-Schutz und den Risikolebensversicherungen RISK-vario® Vitality als Kümmerer das gesundheitsbewusste Verhalten der Versicherten.

Wer sich körperlich betätigt, gesund ernährt und regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen geht, wird mit attraktiven Prämienrabatten und exklusiv rabattierten Einkaufsmöglichkeiten bei Kooperationspartnern in den Bereichen Sportartikel, Reisen oder Kaufhäuser belohnt. Zu diesem Zweck sammelt der Versicherte Punkte, die ihn in seinem Vitality-Status von Bronze über Silber und Gold bis hin zu Platin mit steigenden Rabatten führen.

„Unsere Risikolebensversicherungen ebenso wie unsere Berufsunfähigkeitsversicherung stellen in der Kombination mit Generali Vitality einen idealen Türöffner für Makler dar, um gesundheitsbewusste Kunden anzusprechen. Gerade junge Menschen sind von Sport und gesunder Lebensführung begeistert und somit eine ideale Zielgruppe – auch für das Cross-Selling“, sagt Hartwig Haas, Leiter Produkt- und Vertriebsmanagement der Dialog.

Risiko-Management und Praxisempfehlungen
Auf den Veranstaltungen stellte Peter Stockhammer, Geschäftsführer der Generali Vitality GmbH, das einzigartige Gesundheitsprogramm der Generali vor.

Maklerbetreuer der Dialog präsentierten im Anschluss das neue Produkt SBU-professional Vitality, das vor kurzem von der Agentur Franke und Bornberg mit der Spitzennote „Hervorragend“ ausgezeichnet wurde.

Versicherungs-Fachanwalt Stephan Michaelis von der Kanzlei Michaelis behandelte die häufig diskutierte Frage des Datenschutzes. Bei der Generali wurde die klare Regelung getroffen, dass alle Kundendaten aus dem Gesundheitsprogramm bei einer unabhängigen Gesellschaft gesammelt werden und dem Versicherer lediglich der Status des Versicherten übermittelt wird. Michaelis ging darüber hinaus auf rechtliche Rahmenbedingungen ein und gab wertvolle Hinweise, wie Fallstricke in der Versicherungsvermittlung zu vermeiden sind.

Zum Abschluss präsentierten Dialog-Maklerbetreuer wichtige Verkaufsargumente und überzeugende Behandlungen von Einwänden „in 60 Sekunden“ für die Beratungspraxis.

Über 200 Makler besuchten die Sommer-Biometrie-Tage 2017 und nahmen die Informationen und die beratungsbezogenen Hinweise und Empfehlungen für ihr Geschäft mit Interesse auf. Auf die Präsentationen folgte jedes Mal eine intensive Diskussion.

Die Auswertung der anschließend ausgeführten schriftlichen Befragung der Anwesenden ergab zwei wichtige Hauptergebnisse:

• 62 Prozent der Teilnehmer sind grundsätzlich von der Kombination eines Dialog-Versicherungsprodukts mit Generali Vitality überzeugt.

• 63 Prozent der Teilnehmer sind zuversichtlich, mit der Kombination aus Dialog-Versicherungsprodukt und Generali Vitality neue Zielgruppen zu erschließen und zu begeistern.

Die Dialog sieht den Dialog mit Maklern als ein Forum, der das Kerngeschäft Risiko-Management und Kümmerer für Kunden unterstützt und das gegenseitige Vertrauen stärkt.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Allianz als Kümmerer – im Kampf gegen Stress

Dienstag, August 1st, 2017

Die Allianz hat ihr Angebot für die betriebliche Krankenversicherung (bKV) verbessert. Eine aktuelle Studie zeigt den Bedarf auf. Arbeitnehmer brauchen Hilfe und Beratung bei Stress.

Eine Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland leidet unter Stress in ihrem Job. Laut einer aktuellen Studie im Auftrag der Allianz Deutschland AG sind Alarmierende 71 Prozent. Die Mehrheit der Beschäftigten kennen aus dem Berufsalltag das Gefühl, größerer psychischer Belastung ausgesetzt zu sein, als dies gesundheitlich gut für sie wäre. Das bestätigt die aktuelle Ipsos-Umfrage. Befragt wurden 1000 Arbeitnehmer im Alter von 18 bis 65 Jahren.

Hauptursachen für die Belastung sind für alle Befragten ein hohes Arbeitsaufkommen und die Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten. Auffällig sind die Unterschiede zwischen der Gruppe der jungen und der älteren Arbeitnehmern. Die Älteren gehen deutlich gelassener mit Stress um.

Ältere kompensieren Druck mit Gelassenheit und Routine
Tatsächlich fühlen sich junge Arbeitnehmer durch ihren Job gestresster als ihre älteren Kollegen. Die psychische Belastung ist bei vielen jungen Beschäftigten so hoch, dass 53 Prozent schon einmal in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt waren. Bei den Älteren sind es „nur“ 46 Prozent. Kein Wunder also, dass bereits 56 Prozent der Jungen mit dem Gedanken spielten, die Arbeitszeit zu reduzieren oder den Arbeitgeber zu wechseln, bei den Älteren sind es mit 39 Prozent deutlich weniger.

„Stress ist auch ein Zeichen einer beschleunigten Lebenswelt, und das betrifft verstärkt die junge Generation. Auch das Privatleben bietet oft keine Entspannung mehr, denn dank Facebook, WhatsApp und Co. sind viele permanent auf Abruf“, sagt die Studienautorin, Ärztin und Psychotherapeutin Dr. med. Nilufar Heydari.

Die Allianz als Kümmerer will hier den Versicherten helfen.

Permanent auf Abruf: Jüngere Berufstätige tun sich schwerer als ältere, mal abzuschalten – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.

Allianz als Kümmerer

Stress am Arbeitsplatz – Allianz als Versicherer und Kümmerer will helfen. /Foto: Allianz istockphoto/fizkes

„Vielen fällt es heutzutage zwar generell schwer, abzuschalten. Die ältere Generation lässt sich aber nicht so schnell aus der Ruhe bringen“, so Allianz Expertin Heydari.

Das erklärt wohl auch, dass 50 Prozent der jungen Beschäftigten wegen zu hoher Belastung im Job schlechter schlafen. Bei den Älteren betrifft das mit 38 Prozent sehr viel weniger Arbeitnehmer.
Allianz Expertin Heydari weiß, dass ältere Arbeitnehmer privat deutlicher Prioritäten setzen, was ihnen in ihrer Freizeit wirklich wichtig ist und wo sie vielleicht nicht unbedingt „dabei sein“ müssen. Außerdem helfen ihnen Routine und Erfahrungen, die Belastungen im Job zu kompensieren.

Chefs können ihren Mitarbeitern helfen, gesund zu bleiben
Ältere Arbeitnehmer sind zwar gelassener als ihre jüngeren Kollegen, Stress und psychische Belastungen im Job betreffen aber alle Altersgruppen. Die große Herausforderung für Unternehmen ist, dies zu erkennen, um dem Betroffenen zu helfen, denn nur 26 Prozent der befragten Arbeitnehmer vertrauen sich ihrem Chef an.

Allianz Expertin Heydari empfiehlt Unternehmen, offen für die Probleme ihrer Mitarbeiter zu sein. Unternehmen müssten sich bewusst sein, dass ihre Mitarbeiter stärkeren psychischen Belastungen ausgesetzt sind als noch vor 20 Jahren. Wer als Chef diese Tatsachen im Hinterkopf habe und Hilfsangebote macht, trage schon viel zur Gesundheit in seinem Betrieb bei.

Auch eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) kann Chefs dabei helfen, sich für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu engagieren. Unterstützung bei seelischen Belastungen bietet etwa der Tarifbaustein „Vorsorge Extra“ der Allianz: Diese Versicherung leistet bei beruflichem Stress oder bei privaten Problemen einmal pro Jahr die Kosten für ein dreimonatiges telefonisches Coaching durch einen Spezialisten. Die psychologische Begleitung ist für den Mitarbeiter kostenlos und absolut vertraulich.

Weitere Infos zu einer „Krankenversicherung vom Chef“, die unter anderem bei psychischen Problemen helfen kann, findet man zum Beispiel auf der Website allianz.de.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

App für betriebliche Gesundheitsvorsorge

Dienstag, Juli 25th, 2017

Betriebliche Gesundsvorsorge mit App

Kompetenz in einem Boot über Dienstleister für die betriebliche Gesundheitsvorsorge. /Foto: db Media Dietmar Braun


Eine 2,2 Millionen Series B-Finanzierungsrunde haben die machtfit GmbH und Seventure Partners vereinbart. Die Dr. Becker Klinikgruppe, der von der IBB Beteiligungsgesellschaft verwaltete VC Fonds Technologie Berlin und PHS Capital beteiligen sich. Die Lösung der machtfit GmbH ist die führende Plattform für Betriebliche Gesundheitsförderung in Deutschland.

Die 2011 gegründete machtfit GmbH bietet eine Online-Plattform und Smartphone-App zur betrieblichen Gesundheitsförderung an. Teilnehmende Unternehmen bezuschussen ihren Mitarbeitern darüber regionale Fitness- und Gesundheitsangebote mit bis zu 500 Euro lohnsteuerfrei pro Jahr und Mitarbeiter.

Die komplette Koordination, Kommunikation und Administration zwischen allen Parteien übernimmt dabei machtfit. Zu den derzeit über 100 Firmenkunden der machtfit GmbH gehören die Vattenfall Europe AG, DB Vertrieb GmbH, N24 und die TOTAL Deutschland GmbH.
Seit 2011 hat das Unternehmen kontinuierlich seine Position im Markt ausgebaut und die machtfit-Plattform zur führenden Lösung für digitales BGM gemacht.

Im Rahmen der aktuellen Finanzierungsrunde wird Oxana Kukhaneva, Seventure Partners, Beiratsmitglied der machtfit GmbH.

„Gesundheit und Wellness ist ein Geschäftsbereich welcher massiv von digitalen Innovationen profitieren wird. Mit dem neuen Investment kann machtfit seine Spitzenposition im wachsenden und dynamischen Umfeld der Prävention und Wellness in Europa stärken und ausbauen“, sagt Isabelle de Cremoux, CEO von Seventure Partners.

„Der Markt für Betriebliche Gesundheit gewinnt weiterhin an Bedeutung, das neue Präventionsgesetz sorgt für spürbar mehr Dynamik, machtfit ist hier in einer exzellenten Ausgangsposition. PHS ist stolz darauf, mit machtfit zu arbeiten und sie zu unterstützen. Wir sind beeindruckt wie sie es geschafft haben, den noch jungen Bereich der digitalen Betrieblichen Gesundheit zu erobern und zur führenden Plattform auf diesem Gebiet zu werden“, ergänzt Daniel Steffen, Investment Manager der IBB Beteiligungsgesellschaft. Stephen Seuntjens, Partner bei PHS Capital.

Die machtfit GmbH arbeitet bundesweit mit mehr als 4.500 Gesundheitspartnern zusammen. Die Angebote stammen aus den Kategorien Bewegung, Stress, Ernährung und Suchtentwöhnung.

„Viele moderne Unternehmen haben bereits erkannt, dass Gesundheitsmanagement eine Notwendigkeit ist. Es mangelt jedoch an mitarbeiterfreundlichen Angeboten, die mehr als nur einen Bruchteil der Mitarbeiter aktivieren. Durch das vielfältige Angebot vom regionalen Fitnessstudio, zertifizierten Online-Stress-Coachings bis hin zu Apps wie Freeletics oder Weight Watchers und den nutzerfreundlichen digitalen Zugang über die Plattform, erreicht machtfit mehr Mitarbeiter als Unternehmen auf dem herkömmlichen Weg“, so Dr. Petra Becker, Dr. Becker-Klinikgruppe, über den aktuellen Stand der Branche.

Mit der digitalen Gesundheitsplattform „machtfit“ erreichen Unternehmen Mitarbeiter an allen Standorten, im Schicht- und Außendienst oder auch Home-Office und digitalisiert gleichzeitig die administrativen Prozesse in HR-Abteilungen. (db)

Allianz-Managerin wechselt zur ERGO

Montag, Juli 17th, 2017

Managerin wechselt von Allianz zu ERGO

Allianz-Managerin Ursula Clara Deschka wird dreifach Vorstandsmitglied bei ERGO Direkt. /Foto: ERGO


Ursula Clara Deschka wechselt von der Allianz zu den ERGO Direkt Versicherungen und wird die Vorstände zum 1. November 2017 verstärken. Sie war bisher für die Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG tätig.

Die Managerin Ursula Clara Deschka (38) soll ab November in die drei Vorstandsgremien der Gesellschaften ERGO Direkt Lebensversicherung AG, ERGO Direkt Krankenversicherung AG und ERGO Direkt Versicherung AG berufen werden. Die gebürtige Österreicherin und studierte Betriebswirtin wird Produkte & Services verantworten. Zuletzt war sie als Direktorin für das Spezialisten- und Produktmanagement der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG verantwortlich.

ERGO Direkt, eine Tochter der ERGO Group, wird im Zuge des ERGO Strategieprogramms zum Kompetenz-Zentrum Online für ERGO in Deutschland ausgebaut. ERGO Direkt ist Teil der ERGO Digital Ventures AG, in der alle Digital- und Direktaktivitäten der Gruppe gebündelt sind. Die Gesellschaft nimmt eine Treiberrolle für Innovation und digitale Transformation ein.

Erneut hat Dr. Markus Rieß, CEO und Vorstandsvorsitzender des ERGO-Konzerns, Mitglied des Vorstands der Munich Re, ein Talent für das Risiko-Management und Vertrieb aus der Assekuranz für seinen Konzern gewinnen können.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Aufmerksamkeit für die Finanzwelt

Donnerstag, Juli 13th, 2017

Die Generation Global denkt anders /Foto: © db Media Dietmar Braun


(db finanzwelt 2017-07-13) Der Megatrend Globalisierung ist unaufhaltsam und unumkehrbar. Das hat die heutige Generation Global bereits verinnerlicht. Eine Generation, die sich durch eine neue Haltung auszeichnet und bereits 4,4 Millionen Menschen in Deutschland umfasst.

Die Forscher für Trends und Zukunft Lena Papasabbas und Tristan Horx geben im neuen Trend Report der Zukunftsinstitut GmbH von Matthias Horx und Team einen Einblick, wie diese Generation auf die Welt schaut und sich eine neue Globalität mit Lokalität etabliert.

Darüber haben die Experten mit dem jüngsten Außenminister der Welt, Sebastian Kurz, und dem Philosophen Richard David Precht gesprochen.

Unser Blick auf die Welt sei von Krisen und Angst geblendet. Als populäre Sündenböcke dienen die Globalisierung und die Chancenverteilung zwischen Arm und Reich, als eine Folge weltweit wirkender Konzentration von Macht und Einfluss.

„Wenn man die Fakten betrachtet, ist Globalisierung jedoch mehr Frohbotschaft als Drohbotschaft. Die Welt, die immer mehr zusammenrückt, wird besser – zwar langsam, aber stetig besser. Es ist daher dringend notwendig, unser Bild und den Diskurs über Globalisierung neu auszurichten“, erklärt Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts, die Beweggründe für den neuen Trend Report. Die Publikation versteht sich als Wegbereiter eines neuen, fairen Diskurses zur Globalisierung.
Erkenne die Generation Global

Der Report des Zukunftsinstituts eröffnet einen reflektierten Einblick in die gedankliche Welt der Generation Global. Einer Gruppe junger Menschen zwischen 18 und 35 Jahren, die heute schon mehr von der Welt gesehen hat, als ihre Großeltern in ihrem ganzen Leben. Eine junge und offene Generation, die sich der Welt zugehörig fühlt, und nicht Nationen.

„Bereits jeder vierte Deutsche in dieser Altersgruppe gehört zur Generation Global. Der große Unterschied zu all den anderen Generationen davor ist, dass sie weltweit vernetzt ist“, sagt Lena Papasabbas.

Die junge Nachwuchsgeneration sei gekennzeichnet durch ein völlig neues Selbstverständnis von Weltbürgertum, Nachhaltigkeit und Postmaterialismus.

„Sie entwickelt ein neues Verständnis vom unmittelbaren Einfluss ins lokale wirtschaftliche und gesellschaftliche Geschehen. Damit sorgt sie für die Revitalisierung der ‚Denke global, handle lokal‘-Idee“, so die Expertin Papasabbas.

Zur besseren Einordnung der Wertvorstellungen hat das Autorenteam ein „Manifest der Generation Global“ verfasst und mit Global Leaders gesprochen, die eine Vorbildrolle unter den neuen Kosmopoliten einnehmen.

Eine Anti-These zum jetzigen System
Globalisierung bedeutet Wechselwirkung, Vernetzung, Diversifizierung. Aber auch gleichzeitig Homogenisierung und Standardisierung.

„Diese Prozesse sind unaufhaltsam. Die sozialen, kulturellen oder ökonomischen Aspekte der Globalisierung sind nicht rückgängig zu machen. Selbst Globalisierungsgegner organisieren sich in eben den globalisierten Strukturen, gegen die sie ankämpfen“, warnt Tristan Horx.

Insbesondere im politischen Feld wird diese Entwicklung durch den verstärkten Einfluss der Generation Global deutlich sichtbar. Die großen Herausforderungen unserer Zeit, seien sie digitaler, ökonomischer oder ökologischer Natur, haben die Kompetenzen einzelner Staaten längst überschritten.

„Das bedeutet nicht, dass lokale Politik unwichtig wird, aber es braucht eine Synthese aus Global und Lokal, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Lokale Politik muss global gedacht werden“, so Horx.

Am Beispiel von Bewegungen wie dem ‚Globales Parlament der Bürgermeister‘, wo sich lokale Bürgermeister in großen weltweiten Netzwerken zusammenschließen, um pragmatisch agieren und voneinander lernen zu können, werden diese Umbrüche sichtbar.

Fazit: Es lohnt sich die Studie zu lesen. Nicht nur für Risiko-Manager und Sicherheits-Strategen, sondern für die Menschen, die sich eine Wertschätzung für Natur und Menschen wünschen.

Dietmar Braun (db finanzwelt)