Archive for the ‘Risiko-Management’ Category

Rückversicherer an der Versicherungsbörse

Freitag, Juli 21st, 2017

Hannover re kauft Lloyd's Syndikat

Hannover Re ist global der drittgrößte Rückversicherer /Foto: E+S


Der global drittgrößte Rückversicherer Hannover RE verschafft sich durch die Übernahme eines Lloyd’s Syndikat einen Zugang zum globalen Versicherungsmarkt. Eine kluge Entscheidung trotz oder gerade wegen des BREXIT.

Der Erwerb der britischen Gesellschaft Argenta Holdings Limited, zu der neben Argenta Syndicate Management, Argenta Private Capital und anteilig das Lloyd’s Syndikat Argenta „Syndicate 2121“ gehören, ist gestern erfolgreich abgeschlossen worden. Die Hannover Rück SE hatte im März 2017 eine Vereinbarung über ihren Erwerb der Argenta Holdings bekanntgegeben.

Die Übernahme erfolgt mit Wirkung vom 20. Juli 2017.

Die Hannover Rück hat mit dieser Akquisition einen weiteren Zugang zu internationalem Geschäft sowie zum Londoner Markt erhalten und unterstützt den Wachstumskurs von Argenta. Für das Geschäftsjahr 2016 vereinnahmte das Syndikat 2121 eine Bruttoprämie von 280 Mio. GBP.

Die deutsche Hannover Rück ist mit 16,4 Milliarden Einnahmen an Bruttoprämien der drittgrößte Rückversicherer der Welt. Der Versicherer betreibt alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung und ist mit 2.900 Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Gegründet 1966, umfasst die Hannover RE heute mehr als 100 Tochtergesellschaften, Niederlassungen und Repräsentanzen weltweit. Das Deutschland-Geschäft wird von der Tochtergesellschaft E+S Rück betrieben.

Die für die Versicherungswirtschaft wichtigen Ratingagenturen haben sowohl Hannover Rück als auch E+S Rück AA- „Very Strong“ (Standard & Poor’s)und A+ „Superior“ (A.M. Best) zuerkannt.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Direktversicherer hat Vorteile

Dienstag, Juli 18th, 2017

Ohne Werbung Versicherungen verkaufen

Beratung- und Werbverzicht senkt Kosten. /Foto: © db media Dietmar Braun


Wer auf persönliche Beratung vor Ort, Kompetenz, Betreuung und Haftung verzichten kann, der wird von Direktversicherer kostengünstig bedient. Die Kosten für Beratungsaufwand und Akquise machen sich bemerkbar. In digitalen Zeiten gibt das Direktversicherer zusätzlichen Aufwind.

Die Cosmos Lebensversicherungs-AG, als Direktversicherer der Generali Group, hat sich in diesem Jahr erneut der Beurteilung durch die unabhängige Rating-Agentur ASSEKURATA gestellt. Für die Bewertung wurde nicht-öffentliches Datenmaterial des Unternehmens herangezogen.

Die Ergebnisse zu den wichtigen Teilqualitäten Sicherheit, Erfolg, Kundenorientierung und Wachstum/Attraktivität im Markt spiegeln laut ASSEKURATA die aus Kundensicht zentralen Qualitätsanforderungen an das Unternehmen wider. Zum 12. Mal in Folge erhält die Cosmos Lebensversicherungs-AG die Bestnote A++.

Exzellente Sicherheiten
Die Cosmos Lebensversicherungs-AG erhält in drei von vier Teilqualitäten das Prädikat „exzellent“: Sicherheit, Erfolg und Kundenorientierung. Bei der Teilqualität Erfolg verbessert sich das Unternehmen von „sehr gut“ auf „exzellent“.

Maßgebend für das Ergebnis ist auch der Geschäftsmix mit starker Fokussierung auf die Absicherung biometrischer Risiken. Durch die bewusste Unternehmensentscheidung, das Einmalbeitragsgeschäft deutlich zu reduzieren, ändert sich das Ergebnis im Bereich Wachstum/Attraktivität im Markt von „sehr gut“ auf „gut“.

Laut ASSEKURATA zeichnet sich die Cosmos Lebensversicherungs-AG durch eine „exzellente“ Kundenorientierung und Sicherheitslage aus.

Die aufsichtsrechtliche Bedeckung der Sicherheits-Anforderungen gemäß den Bestimmungen Solvency II erfüllt die Cosmos Lebensversicherungs-AG zum 31.12.2016 zu 542 Prozent.
Aufgrund der Einbindung in die Generali Group profitiert der deutsche Direktversicherer beim Risikomanagement in einem hohen Maße vom Know-how einer international aufgestellten Versicherungsgruppe.

Fazit: Trotz einem hohen Aufwand für Marketing und Werbung erweisen sich Direktversicherer als sehr robust. Das ist leider ein Hinweis, dass die Vertriebskosten und Aufwendungen für die vor Ort persönliche beratene Alternativen zu hoch sein könnten. Die Vorschläge von Maklerverbänden und Versicherungsmaklern die Courtage für den Erstabschluss zu senken und die Betreuungs-Courtage zu erhöhen macht da Sinn.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Information zur Generali Group

Allianz-Managerin wechselt zur ERGO

Montag, Juli 17th, 2017

Managerin wechselt von Allianz zu ERGO

Allianz-Managerin Ursula Clara Deschka wird dreifach Vorstandsmitglied bei ERGO Direkt. /Foto: ERGO


Ursula Clara Deschka wechselt von der Allianz zu den ERGO Direkt Versicherungen und wird die Vorstände zum 1. November 2017 verstärken. Sie war bisher für die Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG tätig.

Die Managerin Ursula Clara Deschka (38) soll ab November in die drei Vorstandsgremien der Gesellschaften ERGO Direkt Lebensversicherung AG, ERGO Direkt Krankenversicherung AG und ERGO Direkt Versicherung AG berufen werden. Die gebürtige Österreicherin und studierte Betriebswirtin wird Produkte & Services verantworten. Zuletzt war sie als Direktorin für das Spezialisten- und Produktmanagement der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG verantwortlich.

ERGO Direkt, eine Tochter der ERGO Group, wird im Zuge des ERGO Strategieprogramms zum Kompetenz-Zentrum Online für ERGO in Deutschland ausgebaut. ERGO Direkt ist Teil der ERGO Digital Ventures AG, in der alle Digital- und Direktaktivitäten der Gruppe gebündelt sind. Die Gesellschaft nimmt eine Treiberrolle für Innovation und digitale Transformation ein.

Erneut hat Dr. Markus Rieß, CEO und Vorstandsvorsitzender des ERGO-Konzerns, Mitglied des Vorstands der Munich Re, ein Talent für das Risiko-Management und Vertrieb aus der Assekuranz für seinen Konzern gewinnen können.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Aufmerksamkeit für die Finanzwelt

Donnerstag, Juli 13th, 2017

Die Generation Global denkt anders /Foto: © db Media Dietmar Braun


(db finanzwelt 2017-07-13) Der Megatrend Globalisierung ist unaufhaltsam und unumkehrbar. Das hat die heutige Generation Global bereits verinnerlicht. Eine Generation, die sich durch eine neue Haltung auszeichnet und bereits 4,4 Millionen Menschen in Deutschland umfasst.

Die Forscher für Trends und Zukunft Lena Papasabbas und Tristan Horx geben im neuen Trend Report der Zukunftsinstitut GmbH von Matthias Horx und Team einen Einblick, wie diese Generation auf die Welt schaut und sich eine neue Globalität mit Lokalität etabliert.

Darüber haben die Experten mit dem jüngsten Außenminister der Welt, Sebastian Kurz, und dem Philosophen Richard David Precht gesprochen.

Unser Blick auf die Welt sei von Krisen und Angst geblendet. Als populäre Sündenböcke dienen die Globalisierung und die Chancenverteilung zwischen Arm und Reich, als eine Folge weltweit wirkender Konzentration von Macht und Einfluss.

„Wenn man die Fakten betrachtet, ist Globalisierung jedoch mehr Frohbotschaft als Drohbotschaft. Die Welt, die immer mehr zusammenrückt, wird besser – zwar langsam, aber stetig besser. Es ist daher dringend notwendig, unser Bild und den Diskurs über Globalisierung neu auszurichten“, erklärt Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts, die Beweggründe für den neuen Trend Report. Die Publikation versteht sich als Wegbereiter eines neuen, fairen Diskurses zur Globalisierung.
Erkenne die Generation Global

Der Report des Zukunftsinstituts eröffnet einen reflektierten Einblick in die gedankliche Welt der Generation Global. Einer Gruppe junger Menschen zwischen 18 und 35 Jahren, die heute schon mehr von der Welt gesehen hat, als ihre Großeltern in ihrem ganzen Leben. Eine junge und offene Generation, die sich der Welt zugehörig fühlt, und nicht Nationen.

„Bereits jeder vierte Deutsche in dieser Altersgruppe gehört zur Generation Global. Der große Unterschied zu all den anderen Generationen davor ist, dass sie weltweit vernetzt ist“, sagt Lena Papasabbas.

Die junge Nachwuchsgeneration sei gekennzeichnet durch ein völlig neues Selbstverständnis von Weltbürgertum, Nachhaltigkeit und Postmaterialismus.

„Sie entwickelt ein neues Verständnis vom unmittelbaren Einfluss ins lokale wirtschaftliche und gesellschaftliche Geschehen. Damit sorgt sie für die Revitalisierung der ‚Denke global, handle lokal‘-Idee“, so die Expertin Papasabbas.

Zur besseren Einordnung der Wertvorstellungen hat das Autorenteam ein „Manifest der Generation Global“ verfasst und mit Global Leaders gesprochen, die eine Vorbildrolle unter den neuen Kosmopoliten einnehmen.

Eine Anti-These zum jetzigen System
Globalisierung bedeutet Wechselwirkung, Vernetzung, Diversifizierung. Aber auch gleichzeitig Homogenisierung und Standardisierung.

„Diese Prozesse sind unaufhaltsam. Die sozialen, kulturellen oder ökonomischen Aspekte der Globalisierung sind nicht rückgängig zu machen. Selbst Globalisierungsgegner organisieren sich in eben den globalisierten Strukturen, gegen die sie ankämpfen“, warnt Tristan Horx.

Insbesondere im politischen Feld wird diese Entwicklung durch den verstärkten Einfluss der Generation Global deutlich sichtbar. Die großen Herausforderungen unserer Zeit, seien sie digitaler, ökonomischer oder ökologischer Natur, haben die Kompetenzen einzelner Staaten längst überschritten.

„Das bedeutet nicht, dass lokale Politik unwichtig wird, aber es braucht eine Synthese aus Global und Lokal, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Lokale Politik muss global gedacht werden“, so Horx.

Am Beispiel von Bewegungen wie dem ‚Globales Parlament der Bürgermeister‘, wo sich lokale Bürgermeister in großen weltweiten Netzwerken zusammenschließen, um pragmatisch agieren und voneinander lernen zu können, werden diese Umbrüche sichtbar.

Fazit: Es lohnt sich die Studie zu lesen. Nicht nur für Risiko-Manager und Sicherheits-Strategen, sondern für die Menschen, die sich eine Wertschätzung für Natur und Menschen wünschen.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Hannover Re nutzt Risiko-Transfers

Mittwoch, Juli 12th, 2017

Hannover Re platziert Risiko-Transfers

Jürgen Gräber, Vorstand Hannover Rück SE /Foto: db media © Hannover Re


(db finanzwelt 2017-07-12) Der drittgrößte deutsche Rückversicherer Hannover Rück SE (Hannover Re) hat im Rahmen ihrer Insurance-Linked Securities (ILS)-Aktivitäten drei Transaktionen abgeschlossen.

Der weltweit tätige Rückversicherer Hannover Re gehört zur Gruppe der Talanx AG. Die Hannoveraner unterstreichen damit ihre langjährige Erfahrung und ihr Know-how auf dem Gebiet des alternativen Risikotransfers.

„Wir freuen uns, dass wir mit den drei jüngsten Transaktionen sowohl bestehende Partnerschaften fortführen als auch einen neuen Kunden hinzugewinnen konnten. In den vergangenen Jahren konnten wir mit zusätzlich platzierten Haftungen von über 2,5 Milliarden US-Dollar unseren Marktanteil für das Transformer-Geschäft deutlich ausbauen“, sagt Jürgen Gräber, Vorstand der Hannover Re.

Durch ihre ILS-Aktivitäten könne die Hannover Rück SE risikoarme und gleichzeitig attraktive Margen generieren.

Für die American Integrity Insurance Company of Florida (AIIC) hat die Hannover Rück erstmalig Sturm- und Gewitterrisiken an Kapitalmarktinvestoren transferiert. Die Höhe des von institutionellen Investoren dafür bereitgestellten Kapitals beträgt 210 Millionen US-Dollar. Die Laufzeit liegt bei drei Jahren.

In zwei weiteren Transaktionen hat die Hannover Rück mit der Texas Windstorm Insurance Association (TWIA) und der Massachusetts Property Insurance Underwriting Association (MPIUA) erneut Risiken an Kapitalmarktinvestoren gegeben. Das Volumen der Katastrophenanleihe für die TWIA beträgt 400 Millionen US-Dollar, für die MPIUA 350 Millionen US-Dollar. Die Laufzeiten liegen ebenfalls bei circa drei Jahren.

Für die Strukturierung und Platzierung der drei Transaktionen des Rückversicherers ist die GC Securities alleinig verantwortlich, eine Division der MMC Securities LLC, verantwortlich.

Seit der Platzierung der ersten Risikoverbriefung durch die Hannover Rück im Jahr 1994 nutzt das Unternehmen die gesamte Bandbreite des ILS-Markts. Neben dem genannten Risikotransfer für Kunden sichert sie zudem eigene Risiken über den Kapitalmarkt ab. Darüber hinaus tritt das Unternehmen selbst als Investor in Katastrophenanleihen auf.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Conti und Mannheimer im Aufwind

Mittwoch, Juli 12th, 2017
Conti auf Erfolgskurs

Dr. Christoph Helmich /Foto: db media © Continentale

(db finanzwelt 2017-07-12) Der Gegenseitigkeitsversicherer Continentale hat sich als privater Gesundheitsversorger mit der jungen Mannheimer Krankenversicherung verschmolzen. Die Mannheimer ist zudem vor allem in der Sachversicherung als Maklerversicherer und mit Marken-Produkten erfolgreich. Der Direktversicherer EUROPA wächst mit Risiko-Lebensversicherungen.

Der Continentale Versicherungsverbund wuchs 2016 insgesamt besser als der Markt. Die Prämieneinnahmen im selbst abgeschlossenen Geschäft stiegen um 3,5 Prozent auf 3,67 Milliarden Euro, während sie in der Branche mit einem geringfügigen Plus von 0,2 Prozent nahezu stagnierten.

„Auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen steht unser Verbund wirtschaftlich stabil und solide da. Im Sinne unserer Mitglieder, der Versicherten, sind wir auch im vergangenen Jahr ertragreich gewachsen. Kunden, Vertriebspartnern und Mitarbeitern bieten wir weiterhin Sicherheit und Verlässlichkeit“, sagt Dr. Christoph Helmich, als CEO und Vorstandsvorsitzender des Continentale Verbundes die Konzern-Entwicklung.

Alle Verbundunternehmen des Versicherungskonzerns bestehen die Solvency II-Anforderungen ohne Übergangsmaßnahmen. Die Lebensversicherer weisen bei allen Quoten hohe Überdeckungen aus.

Der Konzern erzielte 2016 ein Rohergebnis von 480 Millionen Euro, nach 551 Millionen Euro im Jahr 2015. Die Differenz zum Vorjahr erkläre sich im Wesentlichen aus der erheblichen Aufstockung der Zinszusatzreserve in der Lebensversicherung. Den maßgeblichen Teil des Rohergebnis – fast 90 Prozent – reservierte die Unternehmensgruppe erneut für ihre Versicherten, zum Beispiel in der Krankenversicherung für Beitragsrückerstattungen und die Beitragsentlastung im Alter.

Der Konzern erhöhte das Eigenkapital um des Verbunds um 54 Millionen Euro. Insgesamt beläuft sich das Eigenkapital damit auf 1.055 Millionen Euro. Das Kapitalanlagevolumen nahm um 3,5 Prozent auf 21 Milliarden Euro zu. Die Kapitalerträge erhöhten sich um 2,5 Prozent auf 796,8 Millionen Euro.

Continentale und Mannheimer vereint
Die Verschmelzung der Mannheimer Krankenversicherung die gesellschaftsrechtliche Integration der Mannheimer Versicherungen in den Verbund konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Die Gruppe konnte so, neben der Personenversicherung, die Kompetenz für das Sachversicherungen stärken.
Als finaler Schritt des gesellschaftsrechtlichen Prozesses der Integration erfolgte bereits rückwirkend zum 1. Januar 2016 die Vermögensübertragung der Mannheimer Krankenversicherung AG auf die Continentale Krankenversicherung a.G.

Die Prämieneinnahmen der Continentale stiegen durch die Vermögensübertragung um 9,1 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro.
In der Vollversicherung für Krankheitskosten, dem Kerngeschäft der Continentale, erhöhte sich der Versichertenbestand infolge der Vermögensübertragung der jungen Mannheimer Versicherung um 21.159 Personen beziehungsweise 5,4 Prozent.

Lebensversicherung erholt sich
Im Geschäftsfeld Lebensversicherung setzte sich der Verbund deutlich vom Branchentrend ab. Die Prämieneinnahmen stiegen um 5,7 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro. Dagegen schrumpfte der Markt weiter – im Jahr 2016 um 1,5 Prozent. So meldete die Branche ein Minus von 0,3 Prozent bei den laufenden Prämieneinnahmen und 4,4 Prozent bei den Einmalbeiträgen.

Bei der Continentale Lebensversicherung AG stiegen die Prämieneinnahmen insgesamt um 5,4 Prozent auf 734 Millionen Euro. Hierbei wuchsen die Versicherungen gegen laufenden Beitrag um 4,4 Prozent und gegen Einmalbeitrag um 12,7 Prozent. Einmalbeiträge haben bei der Continentale nur einen geringen Anteil an den gesamten Prämien. Ende 2016 lag der Anteil an Einmalbeiträgen bei 13,1 Prozent, im Markt sogar bei 28,9 Prozent. Die Gesellschaft bietet weiterhin ihre gesamte Produktpalette mit klassischer Lebensversicherung an. Im Geschäftsjahr 2016 stiegen die Marktanteile im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung. Hier zählt die Continentale zu den erfahrensten und erfolgreichsten Anbietern auf dem deutschen Markt.

Direkt-Versicherer verkauft Risiko-Deckungen
Die EUROPA Lebensversicherung AG setzte sich wiederum von der Marktentwicklung ab. Der Direktversicherer weist Ende 2016 Prämieneinnahmen von 354 Millionen Euro aus. Dies ist eine marktüberdurchschnittliche Steigerung von 6,1 Prozent. Wie in den vergangenen Jahren weitete das Unternehmen insbesondere sein Kerngeschäft Risikolebensversicherung aus.

Schaden- und Unfallversicherung legen zu
Die drei Sachversicherer des Verbundes steigerten ihre Prämieneinnahmen stärker als der Markt. Sie erreichten zusammen ein Beitragsplus von 6,3 Prozent auf 992 Millionen Euro. Im Vergleich lag das durchschnittliche Prämien-Wachstum im Markt der Schaden- und Unfallversicherer in Deutschland bei 2,8 Prozent.

Bei der Continentale Sachversicherung AG erhöhten sich die Prämieneinnahmen um 5,3 Prozent auf 471 Millionen Euro. Die kräftigste Prämieneinnahme verbuchte die EUROPA Versicherung AG. Sie erzielte ein Wachstum von 16,1 Prozent auf 183 Millionen Euro. Am höchsten war die Zuwachsrate erneut in der Kraftfahrtversicherung, die bei dem Direktversicherer einen wesentlichen Anteil der Gesamtbeiträge ausmacht.

Mannheimer kann Zielgruppen
Die Beitragseinnahmen der Mannheimer Versicherung AG wuchsen um 2,8 Prozent auf 338 Millionen Euro. Der Versicherer legte im Bereich Markenprodukte für Zielgruppen zu.

Schadensversicherung im Plus
Bei den drei Schaden- und Unfallversicherern war das starke Wachstum auch in 2016 von einer erfreulichen Ertragsentwicklung begleitet: Die Combined Ratio – die Brutto-Schaden-Kosten-Quote nach Abwicklung – in diesem Geschäftsfeld verbesserte sich von 94,3 auf 93,5 Prozent.
Dietmar Braun (db finanzwelt)

Botschafter für Eigenheimkultur

Mittwoch, Juni 28th, 2017

Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender Wüstenrot Bausparkasse AG, © Andy Ridder, Portraits Wüstenrot Ludwigsburg

Wohnen und Eigenheim sind ein menschliches Grundbedürfnis. Den Traum von den eigenen vier Wänden haben vor allem Baden-Württemberger realisiert. Das eigene Heim dient dem Wohlgefühl.

(db finanzwelt) Den aktuellen Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen (ARGE) übernimmt ab Juli 2017 Bernd Hertweck. Hertweck ist Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Bausparkasse AG mit der Firmenzentrale in Ludwigsburg, der zweitgrößten privaten Bausparkasse in Deutschland.

Botschafter im Bauspar-Musterland
Der ARGE gehören neben der Wüstenrot Bausparkasse AG die Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, die Deutsche Bausparkasse Badenia AG und die LBS Landesbausparkasse Südwest an. Nicht ohne Grund sind diese Marktführer des deutschen Bausparens im Südwesten der Bundesrepublik beheimatet: Baden-Württemberg ist das Bauspar-Musterland. Hier lebt die Hälfte aller Bausparer in Deutschland und mit der höchsten abgeschlossenen durchschnittlichen Bausparsumme liegen die Baden-Württemberger klar an der Spitze aller Bundesländer.

Gemessen an wesentlichen Kenngrößen wie Neugeschäft, Vertragsbestand und Zahl der Kunden erreichen die Bausparkassen im Ländle als Gruppe bei den Marktanteilen bundesweit jeweils mehr als 50 Prozent und spielen somit quasi in einer eigenen Liga. Anders formuliert: Die vier in der Arbeitsgemeinschaft der Baden-Württembergischen Bausparkassen organisierten Institute bringen mehr Neugeschäft und Kundenbestand auf die Waage als die anderen 16 privaten und öffentlich-rechtlichen Bausparkassen in Deutschland zusammen. Mit dieser Bedeutung sind die Institute ein integraler Bestandteil des Finanzplatzes Stuttgart.

Wohnen und Eigenheim als Kernthema
Die Arbeitsgemeinschaft steht im Dialog mit allen gesellschaftlich relevanten Gruppen – unter anderem der Politik – zu Themen, die unmittelbar oder mittelbar für die Schaffung von Wohneigentum als Baustein eines soliden Vermögensaufbaus, einer sicheren privaten Altersvorsorge und für gesellschaftliche Stabilität relevant sind. Dabei behandelt sie Fragen des zeitgemäßen Wohnungsbaus, des demografischen Wandels und der privaten Vorsorge ebenso wie der energetischen und altersgerechten Immobilienmodernisierung.

Breite Anerkennung gefunden haben die Initiativen und Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft zu verschiedenen Themenstellungen im Bereich Bauen, Leben und Wohnen sowie das Format „Bausparkassen-Lounge“ unterstützt von Stuttgart Financial im Rahmen der Finanzwoche Stuttgart. (db)

Die bayerische Basis-Rente

Montag, Mai 29th, 2017
Neue Rentenlösungen für Rürup-Rente

(vlnr) Sandra Kaiser (die Bayrische) und Roman Felix Szeliga © db media Dietmar Braun

Die Versicherungsgruppe die Bayerische erweitert ihr Angebot an den Lösungen für die private Altersvorsorge und startet die neue „Basis-Rente Aktiv“. Kern der neuen biometrischen Lebensversicherung sind die Sicherheit bei der Ruhestandsplanung für Versicherte, Chancen auf eine hohe Rendite und eine bisher nicht gekannte Flexibilität in der Gestaltung.

„Unser neues Produkt bietet Selbständigen oder besserverdienenden Angestellten gerade in der jetzigen Nullzinsphase optimale Renditechancen, je nach persönlicher Lebenssituation lassen sich maßgeschneiderte Konzepte mit einzigartigen Vorteilen verbinden“, erläutert Martin Gräfer, Vorstand der Bayerischen.

Gerade bei der Hinterbliebenenrente biete die neue Lösung für Basisrenten bei der Bayerischen entscheidende Mehrwerte. Anders als bei vielen Mitbewerbern im Markt wird in der Lösung mit den Rechnungsgrundlagen kalkuliert, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültig waren. Eine Besonderheit ist die Leistung für Hinterbliebene, wo bei Tod eines Elternteils in der Ansparphase wird das vorhandene Guthaben in Form einer abgekürzten Leibrente vollständig an die Kinder ausgezahlt.

Bei vielen Rürup-Lösungen im Markt berechnet sich die Hinterbliebenenrente lediglich aus den bis dahin einbezahlten Prämien. Die Bayerische dagegen garantiert stets eine Berechnung aus dem höheren Guthaben – entweder mit den bis dahin einbezahlten Beträgen oder dem Gesamtguthaben inklusive Werteentwicklung.
Krankheit, Arbeitslosigkeit oder berufliche Veränderungen – die Bayerische geht mit ihrem neuen Versicherungslösung besonders auf nicht planbare Lebenssituationen ein. Versicherte haben das Recht und die Option zu pausieren und erhalten auch nach einer Unterbrechung in der Zahlung von Prämien den garantierten Rentenfaktor. Zudem können Versicherte sich entscheiden, ob sie bis zum maximal geförderten Betrag Zuzahlungen leisten wollen. In diesen Fällen werden die ursprünglichen Rechnungsgrundlagen verwendet.

Die neue Basisrente ist eine Fondsrente mit variablen Anlagemöglichkeiten. Versicherte haben die Option mit frei wählbaren Fonds ihre eigenen Vorstellungen beim Investment zu bestimmen. Sie können dabei zwischen drei Tarif-Angeboten entscheiden: Chance, Wachstum oder Sicherheit.

Die Fonds bestehen aus jeweils drei vermögensverwaltenden Fonds Flossbach von Storch und Black Rock, fünf Indexfonds von Dimensional sowie 14 ETF und acht gemanagten Fonds unterschiedlicher strategischer Ausrichtung. Für Versicherte eine Auswahl der aktuell führenden Kapitalbildungen im Markt der Vermögensverwaltung.
Den Tarif und das Bedingungswerk mitentwickelt hat Joachim Haid. Held ist ein Riester- und Rürup-Experte der genau die Wünsche und Anregungen umgesetzt hat, die Vermittler und Makler bei einer Umfrage für eine solche Versicherungslösung für ihre Kunden vorgeschlagen hatten.

Die Bayerische setzt so ihre Initiative fort, am Kunden orientierte Versicherungslösungen für die Versicherte zu gestalten, die Experten des Marktes, Versicherungsmakler und Vermögensverwalter empfehlen und für fair halten. Mehr Verbraucherschutz bereits in der Gestaltung geht nicht. (db)

Neues DiVana online

Montag, März 13th, 2017

DiVana 03/2017

wondermag von fgbraun.de

Ist das Leben durch die Hilfsmittel der digitalen Technik nur noch ein Schaufenster? Ja und Nein. Mehr Möglichkeiten liefern Risiken und Chancen. DiVana zeigt was geht und was zu meiden ist.

EurAssMus 12/2016 am Kiosk

Freitag, Dezember 2nd, 2016

EurAssMus 12//2016

wondermag von fgbraun.de

Das Risiko-Management Online-Magazin EurAssMus richtet in der Ausgabe Dezember 2016 den Fokus auf Risiken rund um die Digitalisierung bis zu einer Lösung um absolut sicher vor digitaler Spionage zu kommunizieren.