Archive for the ‘Sachwerte’ Category

Schweizer Rückversicherer warnt vor Mobilfunk

Mittwoch, Januar 15th, 2014

2014-01-15 (DB) Der Rückversicherer Swiss-RE stuft Mobilfunkstrahlung als höchstes Risiko ein. Swiss-Re befürchtet Schadensersatzansprüche. Man sieht sie nicht, man hört sie nicht, man spürt sie in der Regel auch nicht: Elektromagnetische Felder. Wahrscheinlich ein Grund, warum die meisten Menschen die Gefahr ignorieren, die von ihnen ausgeht. Nun ordnet einer der weltgrößten Rückversicherer, die Swiss-RE, den Mobilfunk in die höchste Risikostufe ein. Panikmache oder eine ernst zu nehmende Gefahr?

Die Swiss-RE bei der sich die Erstversicherer rückversichern können, unterscheidet bei neu auftauchenden Risiken zwischen potentiell niedrigen, potentiell mittleren und potentiell hohen Risiken.

Elektromagnetische Felder, die von Sendeanlagen und Mobiltelefonen ausgehen, werden nun unter den potentiell höchsten Risiken eingereiht und befinden sich in der Bewertung von den zu versicherten Risiken auf gleicher Risikostufe wie die Nanotechnologie und chemische, als EDC (endocrine disrupting chemicals) bezeichnete Substanzen, die vorwiegend in der Textilbranche eingesetzt werden.

Eine Kohlenstoffauflage, angebracht an Wänden und Dächern, reduziert die von außen kommenden hochfrequenten Strahlungen und niederfrequenten elektrischen Wechselfelder innerhalb des Hauses um bis zu 99 Prozent. Die verbleibende ein Prozent Reststrahlung reicht dabei völlig aus, um mit dem Mobiltelefon von zu Hause aus zu telefonieren. Ein spezielles Forschungsteam mit Elektrosmogmesstechnikern und Baubiologen prüft vor jedem Einzug die Gesundheitsqualität des Gebäudes.
Vorsorge besser als Nachsorge

„Die Eingruppierung der Mobilfunkstrahlung als ‚potentiell hohes Risiko‘ durch eine bedeutende Versicherung müsste all jenen Politikern zu denken geben, die immer noch versichern, dass alles sicher sei,“ kommentiert Jörn Gutbier, Vorstandsvorsitzender der Verbraucherschutzorganisation Diagnose-Funk e.V. und fordert: „Es ist Zeit, dass die Verbraucher, vor allem Smart Phone und Tablet PC-Nutzer über Risiken aufgeklärt und vor allem Kinder, die WLAN-Spiele nutzen, nachhaltig geschützt werden. Eine Vorsorgepolitik ist unerlässlich.“

Eine Antwort auf diese Problematik gibt das innovative Ökohaus-Unternehmen Baufritz, welches sich seit mehr als einem Jahrzehnt mit den gesundheitsbelastenden Strahlen durch Elektrosmog auseinandersetzt.

„Wenn uns die verantwortlichen Politiker nicht vor Elektrosmog schützen, müssen wir eine Lösung gegen die Strahlenbelastung in Bürogebäuden und Häusern finden. Sonst wohnen wir uns krank,“ sagt Baufritz Geschäftsführerin Dagmar Fritz-Kramer.

Das Allgäuer Familienunternehmen integriert eine Strahlenschutzhülle namens „XundE“ ohne Aufpreis in jedes seiner Gebäude. Die Platte aus Naturgips mit einer dünnen Kohlenstoffauflage, angebracht an Wänden und Dächern, reduziert die von außenkommenden hochfrequenten Strahlungen und niederfrequenten elektrischen Wechselfelder innerhalb des Hauses um bis zu 99 Prozent.

Die verbleibende ein Prozent Reststrahlung reicht dabei völlig aus, um mit dem Mobiltelefon von zu Hause aus zu telefonieren. Ein spezielles Forschungsteam mit Elektrosmog-Messtechnikern und Baubiologen prüft vor jedem Einzug die Gesundheitsqualität des Gebäudes.

„Die bessere Lösung wäre natürlich, auf WLAN im eigenen Haus zu verzichten und nicht gepulste Schnurlos-Haustelefone mit ECO-Mode oder das kabelgebundene Telefon zu nutzen. Dies würde den selbst produzierten Elektrosmog stark reduziere,“ so die Expertin Fritz-Kramer.

Studien sind nur schwer durchzuführen

Bereits 2011 hat die Weltgesundheitsorganisation die extrem niederfrequenten magnetischen Felder und die hochfrequenten elektromagnetischen Felder, wie sie Mobiltelefone ausstrahlen, als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft. „Hochfrequente gepulste Strahlung erzeugt vermehrt oxidativen Stress in den Zellen“, bestätigt die Umweltmedizin.

Den Zellen fehlt zunehmend Energie, freie Radikale werden überproduziert und sogenannter oxidativer Zellstress entsteht. Dieser Zellstress führt vor allem zur Alterung von Körperzellen und verursacht chronische degener ative Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Parkinson. Die Umwelt- und Verbraucherorganisation Diagnose-Funk erläutert in ihrem Forschungsbericht im Juli 2013 die Zusammenhänge zwischen der Einwirkung von Mobilfunkstrahlung auf die Zellen und den Symptomen des Burnout-Syndroms.

Dennoch sind Studien nur schwer durchzuführen: Längsschnittstudien und Trendstudien seien laut der Swiss-RE aufgrund der relativ kurzen Zeit der Verbreitung der drahtlosen Technologie inkonsistent.

„Falls ein direkter Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern und menschlichen Gesundheitsbeschwerden hergestellt werden kann, würde dies Tür und Tor für neue Schadensersatzansprüche öffnen“, so die Experten vom Schweizer Rückversicherer Swiss-RE.

Verluste im Bereich der Produkthaftpflichtversicherung müssten mit erhöhten Versicherungsprämien für die Haftpflicht ausgeglichen werden

Leserservice von Finanz- und Geldwissen: Studie als Download

Unter dem Titel „Unvorhersehbare Folgen elektromagnetischer Felder“ warnt die Swiss-RE, als erfahrene Rückversicherungsgesellschaft, ihre Kunden vor Risiken, die ihnen Mobiltelefone und Sendeanlagen bescheren könnten.

Dietmar Braun, freier Fachjournalist Assekuranz und Banken

Dietmar Braun

Keine „Vogel Strauß-Politik“ beim Verbraucherschutz

Mittwoch, Dezember 18th, 2013

Das Verbraucherschutzministerium ist in der neuen Regierung in das Bundesministerium der Justiz integriert. Die Staatssekretäre dort sind keine Freunde von Assekuranz und Banken. Die Zeit einer „Vogel Strauß-Politik“ im Verbraucherschutz ist vorbei, die Neuen „stecken den Kopf nicht in den Sand“.

Vogel Strauß © Dietmar Braun

Vogel Strauß © Dietmar Braun

2013-12-18 (db) In Sachen Verbraucherschutz in der Branche der Assekuranz, Banken und Finanzdienstleistungen weht in der neuen Bundesregierung „ein neuer Wind“. So wird sich beispielsweise um die Anwendung des § 34f Gewerbeordnung und dem möglichen Ausbau einer Honorarberatung in Zukunft der Bundesminister für Justiz und Verbraucherschutz Heiko Maas (SPD) kümmern. Die Neuordnung, Verbraucherschutz vom Agrarministerium ins Justizministerium zu verlegen, beschleunigt Gesetzesvorlagen, die sich auf die Assekuranz, Banken oder deren Vertriebskanäle auswirken.

Lobby wird Teil der Regierung

Im Thema Verbraucherschutz wird dem Saarländer Maas der bisherige Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbz) und oberster Repräsentant der Lobby für Verbraucherschützer, Gerd Billen, als beamteter Staatssekretär zur Seite stehen und den Bundesminister in allen Verbraucherfragen unterstützen. Als Parlamentarischer Staatssekretär wurde Ulrich Kelber (SPD) berufen. Diese Personalien sind bedrohlich oder zumindest spannend für die deutsche Assekuranz, Banken und Finanzdienstleister.

Das im Jahr 2013 noch unter Bundesministerin Ilse Aigner beschlossene Honorarberatergesetz ist ein Begriffsschutz und reguliert bis jetzt die Honorarberatung nur für Finanzprodukte und Finanzdienstleistungen, die durch das Wertpapierhandelsgesetz oder das Vermögensanlagegesetz abgedeckt werden. Das sind nach jetzigem Recht die Wertpapiere wie Zertifikate sowie offene und geschlossene Fonds.

Die Regelung für Honorarberater schließt jedoch Versicherungen, Spareinlagen, Bausparverträge und Kredite vom Provisionsverbot aus. Gerd Billen kritisierte noch in der Rolle als oberster Chef der Verbraucherschützer, dass der Gesetzgeber es verpasst habe, „für Transparenz im Provisionsmodell zu sorgen.“ Die Legitimation des Verbraucherschutzes als „Marktwächter“ ist ein Ziel von Billen.

Der neue parlamentarische Staatssekretär Ulrich Kelber ist seit 2005 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und war dort unter anderem Verbraucherschutzthemen verantwortlich. „Die fortschreitende Digitalisierung, global agierende Konzerne und liberalisierte Märkte machen eine massive Stärkung der Verbraucherinnen und Verbraucher nötig“, sagt Kelber zum Antritt seiner neuen Verantwortung. „Ich will dazu beitragen, dass gesunder Menschenverstand und ein Mindestmaß an Grundwissen ausreichen, damit sich Verbraucherinnen und Verbraucher sicher und unbeschwert in der Gesellschaft bewegen können.“

Beratung gegen Honorar oder Provision?

„Wir werden die Einführung der Honorarberatung als Alternative zu einer Beratung auf Provisionsbasis vorantreiben und hohe Anforderungen an die Qualität der Beratung festlegen“, heißt es im Koalitionsvertrag. Die Verbraucherzentralen hatten sich in der Vergangenheit stets für die Honorarberatung als „Alternative zur provisionsbasierten Finanzberatung“ ausgesprochen. Das Beratungsprotokoll und die Dokumentation soll laut Koalitionsvertrag auf seine „praktikable Handhabung überprüft und mit Verbesserungen für Anleger weiterentwickelt“ werden.

Effiziente Finanzaufsicht

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) soll die Möglichkeit übertragen werden, den Vertrieb komplexer und intransparenter Finanzprodukte zu beschränken oder zu verbieten. Voraussetzung hierfür wäre, dass diese Angebote die Finanzmarktstabilität gefährden oder unverhältnismäßige Risiken für Anleger bergen. Ab wann die Finanzmarktstabilität als gefährdet gesehen wird oder die Risiken für Anleger unverhältnismäßig hoch sind, werden im Koalitionsvertrag keine Kriterien und Regeln genannt.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Dietmar Braun

Informationsportal oder Vermittler?

Montag, Dezember 9th, 2013

2013-12-09 (db) Welche Rolle übernehmen Internetriesen wie Amazon, Apple oder Google künftig in der Finanzwelt? Vieles weist darauf hin dass diese mehr lukrative Aufgaben als Finanzdienstleister an sich ziehen wollen.

Experimente und Patentanmeldungen wie „Google Wallet“, das „Payment-System“ von Amazon oder das „Ad-hoc-Cash-Dispensing-Network“ von Apple scheinen zu bestätigen, dass hier mächtige Konkurrenz in Form neuer Vertriebswege antreten könnte.

Zu diesen Projekten zählten auch die Vergleichsportale für Versicherungen, welche Google in mehreren Ländern bereits erfolgreich lancierte – so zuerst in den USA und in Großbritannien.

Frankreich-Start von Google ist vorerst beendet

Allerdings gab der Internet-Gigant Google aktuell sein Versicherungs-Vergleichsportal in Frankreich schon wieder auf – nach nur drei Monaten. Google startete in Frankreich im Sommer 2013 mit einem Vergleich für Autoversicherungen. Völlig überraschend ist damit nun Schluss. Google habe bereits Ende Oktober 2013 die Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Versicherungen beendet. Das Vergleichs-Portal hat seine Pforten geschlossen, berichtete das französische Versicherungsportal „l’argus de l’assurance“ bereits Anfang November 2013.

Wirft man einen Blick auf das französische Vergleichsportal, dann erfährt der Nutzer dort, dass der Vergleichsdienst vorübergehend nicht verfügbar sei. „Wir haben unseren KFZ-Versicherungsvergleich vorübergehend ausgesetzt“, steht dort. Auf Mediennachfrage nennt Google „strategische Gründe“. Der Konzern wolle sich zunächst auf den angelsächsischen Markt konzentrieren.

Deutschland-Start von Google ist verschoben

In Deutschland hätte ein solches Preisvergleichs-Internetportal für Autoversicherungen bereits im September 2013 starten sollen. Hier scheint die Sache für den Internet-Gigant sehr komplex zu sein. Google wolle den Start seines Vergleichsportals „Compare“ auf 2014 verschieben, heißt es aus Versicherungskreisen. Allerdings ist auch bekannt, dass Google mit dem Allianz-Konzern Gespräche geführt hat. Dessen Vorstandschef beruhigte in den Medien mit den Worten: „Es ist normal, dass sich Marktführer unterhalten.“

Fazit: Eine wichtige Rolle als Informationsportal und Plattform für Kundenerfahrungen und deren Bewertungen haben die Marktführer im Internet bereits heute. Viele Nutzer informieren sich über die Angebote von der Assekuranz und Banken auch im Internet. Bei der individuellen Beratung, dem Verkauf, der Haftung und im Service „menschelt“ es aber gewaltig. Hier dominiert noch das Gespräch von Mensch zu Mensch über dem Monolog zwischen Mensch und Maschine.

Dietmar Braun

Verfügbarkeit verführt

Dienstag, November 26th, 2013

2013-11-26 (db) Zinsen sind der Preis für ein Darlehen. Die Gefahr bei den aktuellen Niedrigzinsen ist, dass falsche Preise auch zu falschen Entscheidungen führen.

Durch das künstlich niedrig gehaltene Zinsniveau geht die Steuerungsfunktion des Zinses in der Kreditwirtschaft verloren. Schnelle Entscheidungen beim Kauf von Wohneigentum und bei den Finanzierung von Immobilien, können sich mittel- und langfristig als teures Risiko entpuppen. Immer wieder glauben die Käufer der Immobilien, dass eine Finanzierung gänzlich ohne Eigenkapital zu stemmen sei.

Walter Weiler, Leiter Kollektivmanagement bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall machte diesen Monat auf der Fachtagung „Private Vorsorge in der Niedrigzinsphase“ in München deutlich, dass Verbraucher mit Bausparen die Risiken bei der Baufinanzierung erheblich reduzieren und gleichzeitig Eigenkapital bilden können. Da beim Bausparen die Zinsen über die gesamte Laufzeit festgeschrieben sind, „sichert sich der Verbraucher gegen steigende Zinsen ab und macht sich unabhängig von der Entwicklung am Kapitalmarkt.“

Viele Menschen haben aktuell vor allem die leichte und günstige Verfügbarkeit von Geld in Form von Krediten im Visier. Ob eine Baufinanzierung tatsächlich über die gesamte Zeit bis zur Tilgung der Schulden tragbar sei, gerate dabei häufig aus dem Blickfeld. Vor allem die Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Makler- und Notargebühren, Umzugs- oder Renovierungskosten werden schnell übersehen. Zu einer soliden Immobilienfinanzierung gehört als Grundstock eine Eigenkapitalquote von 20 bis 30 Prozent.

Index 2013 für den Besitz der Bundesbürger

Donnerstag, September 12th, 2013

(db) Die Studie „Besitzindex 2013“ der Generali Deutschland ergibt, dass die eigenen vier Wände der wichtigste Besitz der Bundesbürger sind. Basis für den Besitzindex ist eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstitut forsa unter 1.002 Bundesbürgern. Zu 70 Prozent nannten zwei Drittel der Befragten ein Haus oder eine Wohnung als ihren wichtigsten persönlichen Besitz. Diese Antwort war unabhängig davon, ob das eigene Heim bereits im Eigentum oder zur Miete genutzt wird.

Die eigenen vier Wände liegen, wie in der Studie aus 2012 erneut auf Platz 1.  Bei der ersten Umfrage im Jahr 2012 waren es noch 10 Prozent weniger, die sich für das Eigenheim als Favorit und Traum entschieden hatten. Insbesondere in kleineren Orten sind Haus oder Wohnung bei den Bewohnern von hoher Bedeutung. In Orten mit weniger als 20.000 Einwohnern gaben 73 Prozent der Befragten dies als ihren wichtigsten persönlichen Besitz an. In Orten mit über 20.000 Einwohnern waren es nur 68 Prozent.

Auf Rang zwei ist alles Fahrbare

Auf Platz 2 liegt wie bei der Umfrage im Vorjahr alles was sich fahren lässt. Das Auto, Motor- und Fahrräder sind zu 48 Prozent der deutschen liebste Besitztümer. Hier zeigt sich ein Trend zu mehr Mobilität in kleineren Ortschaften, wo die Bedeutung des fahrbaren Untersatzes höher ist. In Orten mit weniger als 20.000 Einwohnern gaben 53 Prozent der Befragten das Auto, Motor- oder Fahrrad als wichtigsten persönlichen Besitz an. In Orten mit mehr als 20.000 Einwohnern waren es nur 45 Prozent. Auf dem dritten Platz landen mit 36 Prozent die Inneneinrichtung und Möbel.

In der Skala der Beliebtheit folgen für 29 Prozent die Elektro- und Unterhaltungsgeräte, für 28 Prozent Kleidung und Schuhe, für 20 Prozent eigene Hobby- und Sportgeräte und 12 Prozent nannten Haushaltsgeräte.

Beim Eigentum schlägt Qualität den Preis

Beim Erwerb des persönlichen Besitzes legen die Bundesbürger Wert auf die Beschaffenheit und die Qualität. Drei Viertel der Befragten erklärten, dass Qualität für sie der wichtigste Aspekt ist. Der Kaufpreis landete mit 55 Prozent nur auf dem zweiten Platz. 38 Prozent achten bereits auf die Umweltverträglichkeit. Ein persönlicher Ansprechpartner für Beratung und Service ist für 29 Prozent wichtig, eine Empfehlung durch Freunde, Bekannte oder Verwandte spielt für 26 Prozent eine Rolle und für 19 Prozent ein Angebot, das speziell auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Weniger wichtig ist dagegen die Möglichkeit des Online-Erwerbs oder die Marke. Lediglich elf Prozent gaben an auf die Marke zu achten und nur für acht Prozent war der Name der Marke wichtig.

Größte Gefahr ist Einbruch oder Diebstahl

Als stärkste Bedrohung für ihren persönlichen Besitz sehen die Befragten Einbruch oder Diebstahl. Für rund die Hälfte der Bevölkerung stellt mit 46 Prozent der Befragten dies das größte Risiko für eine Schädigung oder Verlust des persönlichen Besitzes dar. 37 Prozent fürchten Unfälle, zum Beispiel mit dem Pkw oder im Haushalt, 32 Prozent einen Wohnungs- oder Hausbrand, sowie 31 Prozent sorgen sich um Schäden in Folge von Unwetter wie Sturm, Hagel, Überschwemmungen. Dahinter folgen zu 26 Prozent Schäden die Zerstörungswut oder dem Vandalismus zuzuordnen sind. Interne Faktoren wie eigene Gedankenlosigkeit und mangelnde Sorgfalt gaben zu 25 Prozent nur ein Viertel der Befragten an. Gedankenlosigkeit und mangelnde Sorgfalt anderer befürchten 23 Prozent.

Ältere sorgen sich mehr um ihren Besitz

Die Studie zeigt dass ältere Menschen ihren persönlichen Besitz tendenziell stärker als bedroht sehen wie Jüngere: Einbruch oder Diebstahl befürchten von den Befragten über 45 Jahre 52 Prozent. Bei den unter 45-Jährigen sind es nur 38 Prozent. Unwetter stellt für 35 Prozent der über 45-Jährigen eine Bedrohung dar,  27 Prozent fürchten Vandalismus.

Eine Ausnahme stellt Unachtsamkeit dar. 34 Prozent der unter 45-Jährigen sehen in der eigenen Gedankenlosigkeit und mangelnden Sorgfalt eine Bedrohung ihres persönlichen Besitzes. Bei den Älteren sind dies nur 18 Prozent. Bei Gedankenlosigkeit und mangelnder Sorgfalt Dritter ist dies zu 33 Prozent bei den Jüngeren und nur zu 17 Prozent bei den Älteren der Fall.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

2013 Geldanlagen

 

Eurokrise: Gewinner und Verlierer

Montag, Juli 15th, 2013

Die Eurokrise ist ein Sparmodell für Konzerne und verschuldete Staaten. Die Zeche zahlen die Sparer bei Banken und die Vorsorgekunden der Versicherer. Es gibt aber Alternativen.

2013-07-15 (db) Seit die Notenbanken die Finanzmärkte mit Geld überschwemmen, sinken vielerorts die Zinsen. Dadurch verbilligen sich nicht nur Verbraucherkredite. Große Konzerne kommen günstig an Geld – und sparen so milliardenhohe Zinszahlungen.

Vom niedrigen Zinsniveau profitieren neben „Häuslebauern“ und dem Staat laut einer Studie auch führende deutsche Unternehmen. So sparen die Autohersteller Volkswagen AG, Daimler AG und BMW AG sowie BASF AG, Linde AG, SAP AG und HeidelbergerCement AG durch die Begebung von Anleihen im Jahr 2012, die niedriger verzinst sind als im Krisenvorjahr 2007, insgesamt 580 Millionen Euro pro Jahr an Zinszahlungen. Das geht aus einer Erhebung des Zentrums für Bilanzierung und Prüfung (CBP) an der Universität des Saarlandes im Auftrag der „Wirtschaftswoche“ hervor. Über die gesamte Laufzeit der Anleihen summierten sich die Ersparnisse auf mindestens 2,1 Milliarden Euro.

Den sieben untersuchten Konzernen gelinge dies, indem sie 2012 neue Anleihen zum durchschnittlichen Zinssatz von 2,37 Prozent statt 4,45 Prozent im Jahr 2007 begeben konnten. Sollten die niedrigen Zinsen wie bereits von der Europäischen Zentralbank (EZB) angekündigt noch längere Zeit anhalten und würden die sieben Unternehmen alle ihre Anleihen entsprechend umschulden, könnten sie nach Schätzung von CBP-Chef Karlheinz Küting jährlich zusammen mehr als 3,5 Milliarden Euro an Zinszahlungen sparen.

Die Untersuchung beschränkte sich laut „Wirtschaftswoche“ wegen der Vergleichbarkeit auf festverzinsliche Anleihen sowie auf Dax-Konzerne, die sowohl 2007 als auch 2012 derartige Schuldverschreibungen begeben haben. Zusammen mit den Unternehmen, die auf andere Weise umschuldeten, dürften die Ersparnisse der deutschen Konzerne durch die niedrigen Zinsen im Zuge der Euro-Schuldenkrise wesentlich höher ausfallen.

Wo es Gewinner gibt, da gibt es auch Verlierer. Die Zeche zahlen die Sparer mit Zinsen weit unter der Inflationsrate. Der durch die schleichende Geldentwertung verursachte Schwund an Kaufkraft, lässt die Ersparnisse in Rekordtempo, wie Eis in der Sonne „dahinschmelzen“. Nicht wesentlich besser ergeht es den Vorsorgekunden der Versicherer. Ausgenommen sind nur Altkunden die vertraglich garantierte Zinsen über die gesamte Laufzeit haben.

Fazit: Die hoch verschuldeten Staaten schieben großen Konzernen Geschenke in Milliardenhöhe zu und refinanzieren dies über eine gegen Sparer gerichtete Politik niedriger Zinsen. Doch wo Schatten ist, da gibt es auch Licht. Die Finanzierung von eigenen Wohnungen und Häusern ist sehr günstig geworden und die dafür notwendigen Anteile an Eigenkapital könnten aus Ersparnissen kommen. Eine kluge Geldanlage ist auch die Investition in die eigene Gesundheitsvorsorge oder in die eigene Pflegeabsicherung. Eine Königsklasse ist die Investition in Ausbildung und Studium der Kinder.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken
Dietmar Braun

Übergangsregelung für Vermittler endet diesen Monat

Dienstag, Juni 18th, 2013

2013-06-18 (db) Am 01. Juli 2013 läuft die Übergangsfrist zur Beantragung der § 34f GewO-Lizenz ab.

Für Inhaber der bisherigen Erlaubnis nach § 34c bedeutet dies, dass für die Vermittlung von Vermögensanlagen und Investmentfonds bis einschließlich zum 30. Juni 2013 die Erlaubnis nach § 34f GewO beantragt werden muss.

Bei Nicht-Einhaltung dieser Übergangsfrist, erlischt ein wesentlicher Teil der Erlaubnis nach § 34c Absatz 1 Nr.2 GewO. Diese Vermittler werden dann ab dem 01. Juli 2013 in den unter 34f GewO definierten Bereichen ohne Erlaubnis tätig. Die Vermittlungstätigkeit ohne Erlaubnis stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro bewehrt wird.

Bausparförderung auch für Modernisierung

Freitag, Juni 7th, 2013

Die privaten Bausparkassen begrüßen die von der Regierungskoalition angeregten und jetzt vom Vermittlungsausschuss beschlossenen Verbesserungen bei der Eigenheimrente.

2013-06-07 (db) „Der Eigenheimbau, der die tragende Säule des Wohnungsbaus ist, wird dadurch zusätzliche Impulse bekommen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Andreas J. Zehnder. Die Entscheidung bringe eine Reihe von wichtigen Erleichterungen mit sich.

„Dazu zählt“, so Zehnder, „insbesondere die Einbeziehung des alters- und behindertengerechten Umbaus in die Förderung.“

Auch die Verlängerung der förderunschädlichen Re-Investitionsfrist bei einer zwischenzeitlichen Aufgabe der Selbstnutzung des Wohneigentums werde ausdrücklich begrüßt. Sie trage den Anforderungen an die vom Arbeitsmarkt geforderte berufliche Mobilität Rechnung. Von Vorteil für den künftigen Bauherrn sei zudem, sich nicht nur zum Renteneintritt, sondern auch noch später für eine Einmalversteuerung entscheiden zu können.

Hochbetrieb bei Hochwasserhilfe

Donnerstag, Juni 6th, 2013

2013-06-06 (db) Dauereinsatz für Geschädigte und die Minderung der Schäden in Folge des Hochwassers auch beim Versicherer des Genossenschaftsverbunds und dessen Schadensdienstleister. Eine nützliche Checkliste soll Betroffenen helfen.

Rund 2.000 Schäden haben Kunden der R+V Versicherung inzwischen gemeldet – und es ist kein Ende in Sicht. In der Wiesbadener R+V-Zentrale werden alle Einsatzkräfte koordiniert, Schadenregulierer aus dem gesamten Bundesgebiet unterstützen die Versicherungsteams in den Überschwemmungsgebieten.

„Noch sind die Ausmaße dieser Hochwasser-Katastrophe nicht absehbar“, sagt Dr. Norbert Rollinger, Vorstand der R+V Schaden- und Unfallversicherung. „Oberste Priorität hat jetzt erst einmal die zügige Schadenaufnahme, damit wir den betroffenen Kunden schnellstmöglich helfen können.“

Partner der R+V im Dauereinsatz

Die Kfz-Sachverständigen des R+V-Tochterunternehmen carexpert klären Schäden an Autos, die Spezialisten der KRAVAG Umweltschutz und Sicherheitstechnik GmbH (KUSS) mobilisieren externe Partnerfirmen, die R+V-Kunden bei den Aufräumungsarbeiten helfen. Professionelle Unterstützung bei der Schadenbeseitigung leistet auch die Dienstleistungstochter Sprint Sanierung GmbH, die mit rund 1.100 Mitarbeitern und Europas größtem Trocknungsgeräte-Park von über 13.000 Maschinen im Einsatz ist.

Erste Maßnahmen für eine schnelle Schadenregulierung

Kunden mit einer Elementarschadenversicherung sollten den Schaden schnellstmöglich unter der rund um die Uhr erreichbaren und kostenfreien

R+V-Hochwasserschaden-Hotline 0800-533-1111

melden oder sich an Ansprechpartner direkt vor Ort wenden.

Wenn das Wasser abgelaufen ist, ist es ratsam, dass eine Fachfirma zügig Entfeuchtungs- oder Trocknungsgeräte aufstellt. Hochwassergeschädigte sollten Kostenvoranschläge für erforderliche Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten einholen. Wer beschädigte Gegenstände vor der Entsorgung fotografiert und eine Liste mit Anschaffungspreisen vorbereitet, beschleunigt auch damit die Schadenregulierung.

Checkliste: So vermeiden Sie Gefahr für Haus und Leben

  • Kehren Sie nur in Ihr Haus zurück, wenn keine Einsturzgefahr besteht.
  • Begehen Sie Ihr Haus im Dunkeln nur mit Taschenlampen – offenes Feuer oder Licht könnte ausgetretenes Gas entzünden.
  • Beginnen Sie erst mit dem Auspumpen der Räume, wenn der Wasserstand außen sinkt, da sonst Unterspülung oder Aufschwemmung drohen und Risse im Mauer-werk entstehen können. Im schlimmsten Fall beeinträchtigt es die Statik des Gebäudes.
  • Getrockneter Schlamm ist hart wie Beton. Spülen Sie beim Rückgang des Hoch-wassers die Schlamm- und Schmutzablagerungen vor dem Antrocknen aus.
  • Arbeiten an elektrischen Installationen sind erst möglich, wenn sich kein Wasser mehr im Haus oder in der Wohnung befindet. Lassen Sie Strom- und Gasleitungen sowie elektrische Geräte zunächst trocknen – es können Kurzschlüsse in nassen Bereichen drohen. Ziehen Sie Fachleute hinzu.
  • Nehmen Sie vor einer fachmännischen Prüfung kein Elektrogerät in Betrieb. Lassen Sie die elektrische Grundversorgung durch einen Fachmann prüfen.
  • Sind größere Mengen Heizöl ausgetreten? Rufen Sie bitte sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 zur Hilfe. Schäden durch Heizöl müssen der Wasser-behörde beim Umweltamt gemeldet werden. Verseuchte Böden und Gegenstände sind Sondermüll und gehören auf geeignete Deponien.
  • Tragen Sie wasserfeste Kleidung und vermeiden Sie Hautkontakt mit dem Flut-wasser und Schlamm. Reinigen Sie Ihre Hände immer gründlich.
  • Verzehren Sie keine kontaminierten Lebensmittel. Entsorgen Sie diese als Sonder-müll. Spülen Sie Trinkwasserleitungen gründlich und kochen Sie Leitungswasser vorsorglich 5 Minuten ab. Nutzen Sie zunächst lieber Mineralwasser zum Kochen und Trinken. Desinfizieren Sie Besteck und Geschirr und waschen Sie Wäsche über 60 °C.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Allianz fordert Ausbau des Hochwasser-Schutz

Mittwoch, Juni 5th, 2013

2013-06-05 (db) Nach den Regenfällen beruhigt sich heute vielerorts die Lage in den vom Hochwasser und Überschwemmung betroffenen Regionen in Mitteleuropa. In einigen Gebieten schwellen die Flüsse noch immer an.

Nachdem die Schaden-Hotlines in den letzten Tagen ohne Unterbrechung heiß liefen, fahren jetzt nach Angaben der Allianz SE hunderte Allianz Schadenregulierer in die betroffenen Gebiete, um Privat- und Geschäftskunden aufzusuchen und ihnen zu helfen, so schnell wie möglich wieder zum Alltag kehren zu können.

„Mit Naturkatastrophen wie diesen sind immer auch sehr persönliche Schicksale verbunden; und unsere Gedanken sind bei all den Betroffenen. Wie sorgen dafür, dass wir professionelle Schadensachverständige in die Überschwemmungsgebiete schicken, die unseren Kunden schnell helfen können“. so Clem Booth, Mitglied des Vorstands der Allianz SE.

Clem Booth, Vorstandsmitglied Allianz SE © Allianz SE

Clem Booth, Vorstand Allianz SE © Allianz SE

„Wir können das gar nicht oft genug wiederholen, aber Menschen in harten Zeiten wie diesen zu unterstützen, das ist die Aufgabe der Versicherer. Auch wenn einige schon das Ausmaß der Schäden berechnen, enthält sich die Allianz jeglicher Schätzung. Es wird noch eine Weile dauern, bis der volle Umfang der Schäden bekannt ist“, so Booth weiter.

Die Situation spitzt sich mancherorts noch zu

Wenn man sieht, wie die Menschen in Sachsen, der österreichischen Wachau oder in Prag gegen die Wassermassen kämpfen, erinnert dies an die großen Überschwemmungen im Jahr 2002.

„Viele Menschen sehen eine Parallele zu 2002. Wir können allerdings bis jetzt noch nicht dasselbe Ausmaß an Schäden feststellen“, erläutert Booth. „Ein Grund dafür ist unter anderem, dass zwei Ereignisse nie vollständig identisch sind, was Extremwetterszenarien betrifft. Außerdem hat man seit der letzten Überschwemmung vor 11 Jahren Etliches unternommen. So wurde beispielsweise in Prag dieses Mal die U-Bahn rechtzeitig abgeriegelt und der Zoo evakuiert. Die historische Altstadt wird durch Hochwasserbarrieren vor dem Schlimmsten bewahrt.“

Leider bleibt die Lage auch in den kommenden Tagen noch unklar. In vielen Gegenden haben die Flüsse ihren Scheitelpunkt noch nicht erreicht. Auch die Wetterberichte können bezüglich der Entwicklungen der nächsten Tage noch keine völlige Entwarnung geben, da am Wochenende möglicherweise erneut Regen fällt.

Booth: „In Prag wurden die U-Bahn rechtzeitig abgeriegelt und der Zoo evakuiert. Die historische Altstadt wird durch Hochwasserbarrieren vor dem Schlimmsten bewahrt.“

Hochwasserbarriere in Prag © Allianz SE

Hochwasserbarriere in Prag © Allianz SE

Widerstandsfähiger Hochwasserschutz erforderlich

Bezogen auf die Zukunft wünscht sich die Allianz, dass man nicht nur dem Hochwasserschutz größere Aufmerksamkeit schenkt, wie durch den Bau und Ausbau von Dämmen oder die geeignete Versicherungsdeckung – sondern auch der Widerstandsfähigkeit gegenüber Hochwasser. Diese verringert Schäden durch Überschwemmungen, beispielsweise wenn Gebäude so konstruiert werden, dass sie zwar nicht unbedingt vor den Fluten geschützt sind, wohl aber deren Auswirkungen minimiert werden.

„So umfangreich die Vorbereitungen auch sein mögen, kein Ort ist vor Naturkatastrophen gefeit“, betont Booth. „Die Berücksichtigung des Hochwasserschutzes bei neuen Entwicklungsprojekten wird für den zukünftigen Umgang mit Überschwemmungen ausschlaggebend sein.“

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Allianz SE