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Mai 2012
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Studie: Eigenheim, Gold und etwas mehr Altersvorsorge

Studie. Die Deutschen setzen in der Vorsorge verstärkt auf das Eigeneim, investieren auch alternativ in physisches Gold und in die betriebliche Altersvorsorge. Ältere haben Angst vor Armut und die Jungen haben zur Hälfte noch keinen Plan für die Zukunft.

Jeder fünfte Berufstätige ab 50 Jahre glaube im Alter seinen Lebensunterhalt nicht aus eigenen Mitteln bestreiten zu können. Dies sei der höchste Wert, der in der jährlichen Studie “Altersvorsorge in Deutschland” der Postbank AG seit 2006 je gemessen wurde.

Die Postbank-Studie “Altersvorsorge in Deutschland” ist in diesem Jahr bereits zum neunten Mal in Folge seit 2003 in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach erstellt worden. Für die Studie wurden in einer repräsentativen Umfrage in diesem Jahr 1.771 in Deutschland lebende Bürger ab 16 Jahre befragt.

Erschreckend sei dass nur etwa die Hälfte der jungen Berufstätigen unter 30 Jahren noch einen Ausbau der eigenen privaten Altersvorsorge plane. Das sei ein Negativrekord seit 2003 meinen die Autoren der Studie.

Klaren Favorit in der Altersvorsorge sei laut der Studie das Eigenheim. Jeder Dritte der an privater Vorsorge interessierte Berufstätigen plane den Bau oder Kauf der eigenen vier Wände. Ein neuer Trend sind mehr Berufstätige die zur Altersvorsorge in Goldmünzen oder Goldbarren investieren als Alternative zu einer privaten Riester-Rente.

Verschuldung in Europa verunsichert Deutsche

Laut Postbank-Studie betrifft die größte Sorge der Bundesbürger eine Entwertung von Ersparnissen durch Inflation. Jeder dritte Deutsche befürchtet dies aktuell. Dass durch Zahlungen Deutschlands an andere Länder Geld für die staatliche Rentenkasse fehlt, beunruhigt 30 Prozent der Bundesbürger.

Wie nachhaltig die Verunsicherung ist, zeigt ein weiteres Ergebnis der Studie: 43 Prozent aller Berufstätigen fragen sich “welche private Anlageform überhaupt noch Sinn macht”. Jeder Dritte hat auch stärkere Zweifel an der Sicherheit der privaten Altersvorsorge.

Geringer Ausbau der Altersvorsorge in Deutschland

Mit der wachsenden Unsicherheit erlahmt der Ausbau privater Altersvorsorge in Deutschland. Fast vier von zehn Berufstätigen geben aktuell an, keinen Ausbau mehr zu planen. Bei der Gruppe die vorsorgt, hat sich die Höhe ihrer monatlichen Beiträge um sechs Prozent gegenüber 2010 auf derzeit 188 Euro im Monat reduziert.

Auffällig ist das Verhalten der jungen Berufstätigen im Alter von 16 bis 29 Jahren. Unter ihnen will nur rund die Hälfte noch weiter privat vorsorgen. Zum Vergleich: Vor dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 waren es noch 65 Prozent.

Ein Viertel der jungen Berufstätigen sagt jetzt ausdrücklich, nicht weiter vorsorgen zu wollen - ein Rekordwert in den Messungen der Postbank-Studien seit 2003 und eine Verdopplung allein gegenüber dem Jahr 2010.

Gold schlägt in der Gunst aktuell die Riester-Rente

Die Suche nach einer vermeintlich sicheren Altersvorsorge lässt das Interesse an Goldbarren und Goldmünzen stark ansteigen. Mit 13 Prozent plant mehr als jeder achte Berufstätige, der seine private Vorsorge noch ausbauen will, einen Goldkauf. Eine private Riester-Rente kommt hier auf nur zwölf Prozent.

Spiegelbildlich ist dazu die Einschätzung, welche Anlageform als “besonders sicher” gesehen wird. Hier kommt das Gold auf 39 Prozent und die private Riester-Rente auf nur 21 Prozent.

Der “Wohn-Riester” für die Anschaffung eines Eigenheims erreicht gar nur sieben Prozent der Nennungen. Allerdings: Vier von zehn Berufstätigen hörten in der diesjährigen Postbank-Befragung “jetzt zum ersten Mal vom Angebot Wohn-Riester”.

Immobilien und die betriebliche Altersvorsorge sind Gewinner

Jeder dritte Berufstätige, der seine Altersvorsorge noch erweitern will, plant den Erwerb einer eigenen Wohnung oder eines eigenen Hauses. Dies sind gut 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Wertschätzung des Eigenheims als “ideale Vorsorgeform” ist bei jungen Berufstätigen unter 30 und bei Berufstätigen in Ostdeutschland gewachsen. Hier schließen die Ostdeutschen mit 64 Prozent nun erstmals fast auf das Niveau im Westen auf, wo der Wert bei 68 Prozent liegt.

Die Zahl der erteilten Baugenehmigungen im ersten Halbjahr 2011 stieg gegenüber dem Vorjahr, nach den Daten des Statistische Bundesamt, um gut 25 Prozent. Es wurden damit bereits fast zwei Drittel des Gesamtvolumens von 2010 erreicht. Bei steigendem Interesse und niedrigen Zinskonditionen für die Finanzierung könnte ein Aufwärtstrends im Immobilienbereich erwartet werden.

Neben Sachwerten gibt es noch eine Vorsorgeform, die 2011 in allen Bereichen zulegen kann: Die Betriebliche Altersvorsorge (bAV). Als “Ideale Form der Alterssicherung” wird sie aktuell mit 48 Prozent der Befragten von jedem Zweiten genannt. Glatt verdoppelt hat sich gegenüber dem Vorjahr auch die Zahl derer, die hierin jetzt vermehrt investieren wollen.

Dr. Michael Meyer, Retailvorstand der Postbank AG, gab heute bei der Vorstellung der Postbank-Studie zur “Altersvorsorge in Deutschland 2011/2012″ folgende Empfehlungen:

1. Angebote zur privaten Altersvorsorge müssen stärker motivieren!
“Das Vorziehen staatlicher Förderung, etwa als attraktive “Sofort-Prämien” bei Riester-Produkten gleich zu Beginn der Vertragslaufzeit, könnte verstärkte Anreize schaffen, insbesondere für berufstätige Frauen mit niedrigeren Einkommen, wo die Vorsorgeanstrengungen noch zu gering sind.”

2. Angebote zur betrieblichen Altersvorsorge ausweiten!
“Vermehrte Beratung in den Unternehmen aber auch eine breitere Palette von Angeboten sind hier erforderlich, die auf unterschiedliche Einkommens- und Familiensituationen individueller eingehen.”

3. Die positive Stimmung zum Immobilienerwerb nutzen!
“Das Förderangebot des Wohn-Riesters ist kompliziert. Eine einfachere und schneller fühlbare Förderung könnte wie beim Ur-Produkt Riester-Rente hier deutlich höhere Nutzungszahlen bewirken.”

GDV: Deutliches Nord-Süd-Gefälle im Kfz-Diebstahl

Berlin. Der Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft (GDV) teilt mit dass im Jahr 2010 in Deutschland insgesamt 36.551 Kraftfahrzeuge gestohlen wurden. Das sind 3,7 Prozent weniger als 2009. Die Gesamtentschädigungssumme stieg denoch um 10,5 Prozent auf rund 348 Millionen Euro.

Im Jahr 2010 wurden insgesamt 19.503 kaskoversicherte Pkw gestohlen. Damit nimmt die Anzahl der Autodiebstähle in Deutschland im zweiten Jahr seit 1993 wieder zu.

“Der Anstieg hat im Vergleich zu 2009 zwar abgenommen, ist aber dennoch sehr ärgerlich”, so Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der GDV-Hauptgeschäftsführung. “Von den Diebstahlzahlen Anfang der 90er-Jahre, als weit mehr als 100.000 Pkw jährlich gestohlen wurden, sind wir aber weit entfernt.” In den Jahren von 1993 bis 2008 waren die gemeldeten Diebstähle in der Kaskoversicherung noch um bis zu 20 Prozent (2006) zurückgegangen. Die Häufigkeit der Diebstähle kann über die Tarifmerkmale der Typklasse und der Regionalklasse auch die Höhe der Prämie in der Kaskoversicherung beeinflussen.

Das geringste Diebstahlrisiko haben Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Hier wurden durchschnittlich nur 0,2 von 1.000 Pkw gestohlen. Bundesweit lag die Diebstahlrate pro 1.000 kaskoversicherter Fahrzeuge dreimal so hoch bei 0,6 (2009: 0,5).

Den Zahlen der jährlichen Untersuchung zum Autodiebstahl der Deutschen Versicherer zufolge, schlagen die Autodiebe auch in 2010 in Berlin am schlimmsten zu: In der Hauptstadt wurden 2010 pro 1.000 zugelassenen Fahrzeugen 3,7 gestohlen. Insgesamt wurden in Berlin 3.290 Pkw geklaut – 8,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch die Großstädte Sachsens sind vom Anstieg der Autodiebstähle besonders betroffen: Hier gab es einen Anstieg von 20,1 Prozent in Dresden und 13,8 Prozent in Leipzig. In Bremen dagegen ist der PKW-Diebstahl nochmals um 21,2 Prozent zurückgegangen. Auch im Saarland gab es 2010 14 Prozent weniger Autodiebstahl als 2009, in Baden-Württemberg 9,2 Prozent weniger.

Eine dramatische Zunahme von Autodiebstählen auch in einige Großstädten Nordrhein-Westfalens. So gab es in der Stadt Bielefeld nahezu 70 Prozent mehr Autodiebstähle als im Jahr 2009. In Dortmund wurden 53,8 Prozent mehr Autos gestohlen, in Köln 33,9 Prozent. Auch in den Zulassungsbezirken Wuppertal Stadt (43,8 %), Essen Stadt (24,7 %), Detmold (37,2 %) und Arnsberg (27,4 %) stieg die Anzahl der gestohlenen PKW deutlich. Insgesamt wurden in Nordrhein-Westfalen 4.063 Autos gestohlen – 14,7 Prozent mehr als 2009.

Wie im vergangenen Jahr liegt der Toyota Lexus RX400 Hybrid (HXU3A) an der Spitze der Diebstahlliste. Er wurde am häufigsten gestohlen. Insgesamt 21,2 pro 1.000 versicherter Fahrzeuge dieses Typs wechselten ungewollt den Besitzer. Auf Platz zwei folgt der BMW M390 (M3 Coupe) mit 18,8 gestohlenen Exemplaren pro 1.000. Der VW 7DZ (T4 Caravelle, Multivan 2.5 TDI) folgt mit 15 gestohlenen Fahrzeugen pro 1.000 auf Platz drei.

Das höchste Diebstahlrisiko der Automarken hatte 2010 die Marke Porsche mit 1,7 gestohlenen Fahrzeugen pro 1.000 versicherter Fahrzeuge. Auf Platz zwei die Marke Audi (1,3 von 1.000) und auf drei General Motors (1,2 von 1.000), gefolgt auf Rang 4 von BMW (1,1 von 1.000) und Rang 5 VW (1,0 von 1.000).

Diebstahl von Zweirädern rückläufig
Bei den Zweirädern sind die Diebstahlzahlen insgesamt zurückgegangen. Bei Mofas und Mopeds ist sogar ein Rückgang von 23,7 Prozent zu verzeichnen, bei Leichtkrafträdern und Motorroller um 15,5 Prozent. Bei Krafträdern und Motorroller waren es 7 Prozent weniger Diebstähle. 6.451 Mofas und Mopeds, 3.957 Krafträder und Motorroller sowie 1.230 Leichtkrafträder und Motorroller wurden gestohlen.

Deutsche Sicherheitsnorm in Spanien geadelt

Spanische Behörden fordern für Alarmanlagen künftig Euronorm-Konformität. Der Nachweis muss mittels Zertifizierung von speziell ausgewählten Prüfstellen erfolgen – darunter auch die von der deutschen Assekuranz unterstützte VdS (Vertrauen durch Sicherheit).

Köln, 7. Oktober 2011. In einem bisher einmaligen Vorgang hat König Juan Carlos per Dekret für ganz Spanien die Umsetzung von Europäischen Normen für Alarmanlagen verordnet.

Jetzt müssen alle in Spanien in Verkehr gebrachten Produkte die Anforderungen der Euronorm (EN) 50131 (für Einbruch- und Überfallmeldeanlagen), EN 50132 (für Videoüberwachungsanlagen), EN 50133 (für Zutrittskontrollanlagen) oder EN 50136 (bei Installationen in auf Alarm-Empfangsstellen aufgeschaltete Anlagen) erfüllen.

Den iberischen Sicherheitsverantwortlichen reicht es aber nicht aus, dass eine hierfür akkreditierte europäische Prüf- und Zertifizierungsstelle (PÜZ-Stelle) die Konformität mit den neuesten Ausgaben der Normen feststellt. Nur speziell ausgewählte PÜZ-Stellen werden von den spanischen Behörden akzeptiert – Voraussetzung ist ein nachgewiesen hoher Qualitätsstandard. Eines dieser wenigen akzeptierten Institute ist VdS.

„Das unterstreicht eindrucksvoll unsere Reputation in Europa“, erklärt Günter Grundmann, Leiter der VdS-Laboratorien für Sicherungstechnik. „Unsere Kunden wissen: Wenn sie ihre Produkte bei VdS prüfen und zertifizieren lassen, ist das eine sichere Investition für einen globalen Marktzugang. Die länderübergreifende Anerkennung für unsere Prüfleistungen ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil und reiht sich in die zahlreichen Alleinstellungsmerkmale der VdS-Laboratorien ein.“

Wohnfinanzierung in Deutschland bleibt konstant

130 Milliarden Euro an Darlehen zur Wohnungsfinanzierung haben die deutschen Kreditinstitute und Lebensversicherungen in 2010 an ihre Kunden ausgereicht. Das Volumen entspricht dem Ergebnis im Vorjahr. Die Rangliste in der Baufinanzierung:

Stärkste Institutsgruppe sind mit 42,1 Milliarden Euro und einem Marktanteil von 32,5 Prozent die Sparkassen.

Den zweiten Platz nehmen die 23 deutschen privaten Bausparkassen ein. Sie zahlten Baugelder in Höhe von 30,2 Milliarden Euro aus und kommen damit auf einen Marktanteil von 23,3 Prozent. Innerhalb der Bausparbranche entfallen drei Viertel der Auszahlungen auf die privaten Bausparkassen.

Auf dem dritten Rang folgen die Genossenschaftsbanken mit Auszahlungen von 24,2 Milliarden Euro und einem Marktanteil von 18,7 Prozent. Diese Angaben machte heute der Verband der Privaten Bausparkassen.

Auf vierte Rang liegen die Kreditbanken mit 20,5 Milliarden Euro und einem Marktanteil von 15,8 Prozent.

Mit großem Abstand folgen dann die Realkreditinstitute (private Hypothekenbanken und öffentlich-rechtliche Grundkreditanstalten), die 6,8 Milliarden Euro ausgezahlt haben und auf einen Marktanteil von 5,2 Prozent kommen.

Die Lebensversicherungen belegen mit 5,0 Milliarden Euro und einem Marktanteil von 3,9 Prozent den vorletzten Platz.

Am Ende der Skala rangieren die Landesbanken mit 0,8 Milliarden Euro und einem Marktanteil von 0,6 Prozent.

Die Wohnfinanzierung  profitiert von der Entwicklung im Eigenheimbau

Von Januar bis Juni 2011 wurde in Deutschland der Bau von 108 600 neuen Wohnungen genehmigt. Laut den aktuellen Zahlen des Statistische Bundesamt (Destatis) für das erste Halbjahr 2011,  waren das 27,9 % oder 23 700 Wohnungen mehr als im Vergleichshalbjahr 2010. Es verstärkte sich der bereits im Jahr 2010 beobachtete positive Trend (+ 5,5 % gegenüber 2009) bei den Genehmigungen im Wohnungsbau.
 
In Wohngebäuden wurden im ersten Halbjahr 2011 insgesamt 94 900 Neubauwohnungen genehmigt, das waren 28,9 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Von dieser Zunahme profitierte vor allem der Bau von Wohnungen in Einfamilienhäusern (+ 30,4 %) und in Mehrfamilienhäusern (+ 30,2 %), während der Anstieg von Baugenehmigungen für Wohnungen in Zweifamilienhäusern (+ 16,5 %) weniger stark ausfiel.
 
Der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude stieg von Januar bis Juni 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,3 % auf 96,2 Millionen Kubikmeter. Diese Entwicklung wurde allein von steigenden Genehmigungen für nichtöffentliche Bauherren getragen, die um 13,5 % auf 88,2 Millionen Kubikmeter zunahmen.

Die öffentlichen Bauherren hingegen senkten ihr genehmigtes Bauvolumen um 22,5 %, auf 8,0 Millionen Kubikmeter. Bezogen auf die Gebäudeart wurde vor allem der Bau von Fabrik- und Werkstattgebäuden (+ 40,7 %) sowie von Büro- und Verwaltungsgebäuden (+ 26,3 %) deutlich öfter genehmigt als im Vorjahreszeitraum.

Urteil: Mietzahlungen als außergewöhnliche Belastungen

Die Ausgaben für die Miete sind rechtlich gesehen grundsätzlich als Kosten der normalen Lebensführung anzusehen und können daher nicht als außergewöhnliche Belastungen im Sinne des Einkommensteuerrechts anerkannt werden. Es gibt aber Ausnahmen.

Nach Angaben der Wüstenrot Bausparkasse AG kommt in der Regel also keine Steuerermäßigung in Betracht. Etwas anderes gilt, so das Urteil, wenn die bisher selbstgenutzte Eigentumswohnung unbewohnbar wird und Mietkosten für eine Ersatzwohnung entstehen.
Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 21.04.2010 (Az.: VI R 62/08) entschieden. In dem betreffenden Fall waren die Mietzahlungen nach Meinung des Klägers zwangsläufig entstanden, da seine Eigentumswohnung nach Feststellungen der Baubehörde wegen erheblicher Einsturzgefahr für das Gebäude nicht mehr nutzbar war. Realisierbare Ersatzansprüche gegen Dritte waren nicht gegeben. Die Mietzahlungen für die Ersatzwohnung seien außergewöhnlich und daher nicht mehr der normalen Lebensführung zuzurechnen, so der BFH.

Aus der Begründung zu dem Urteil ist laut Wüstenrot zu schließen, dass die Miete für die Ersatzwohnung nur für eine bestimmte Dauer steuerlich berücksichtigt werden kann, und zwar für den Zeitraum, der erforderlich ist, um die eigentlich genutzte Eigentumswohnung wieder in einen bewohnbaren Zustand zu versetzen.

Alternative Sachwertpolice der Assekuranz

Ökonomen prognostizieren einen Anstieg der Inflation. Anleger flüchten in Sachwerte. Die Sachwertpolice der Lebensversicherung von 1871 a. G. München (LV 1871) soll die Vorteile der Sachwerte mit eine fondsgebundenen Lebensversicherung kombinieren.

Rolf Schünemann, Vertriebschef der LV 1871 meint: „Die gefühlte Inflation beim Kunden fällt wesentlich höher aus als die gemessene.“ Die LV 1871 habe einen Bedarf im Markt erkannt und reagiert. Das neue Fondspolicen-Angebot konzentriere sich ausschließlich auf Sachwerte. Dazu gehören Bodenschätze (Gold) und landwirtschaftliche Rohstoffe genauso wie Beteiligungen an Immobilien oder Unternehmen.

Steuerfrei und staatlich gefördert
Der Vorteil der Sachwertpolice: Kapitaleinkünfte bleiben während der Laufzeit steuerfrei. Entsprechend höher fällt der Zinseszinseffekt aus. Am Vertragsende können Kunden von der hälftigen Steuerfreiheit der Erträge profitieren oder von der günstigen Ertragsanteilbesteuerung. Wer die Sachwertpolice im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge oder als Riester- oder Basisrente abschließt, erhält zusätzlich staatliche Förderung. Die neue Sachwertpolice gibt es ab einer monatlichen Prämie von 25 Euro.

Strategisch investieren
Für die Anlage in Sachwerte stehen zwei Strategiefonds der Warburg Invest zur Wahl. Beide investieren weltweit in Sachwerte. Dabei strebt der Strategiefonds Warburg Sachwerte Global eine reale Rendite von mindestens vier Prozent über der offiziellen deutschen Inflationsrate an. Damit eignet er sich ideal für die Vorsorge. Für die Einmalanlage bestimmt ist der Strategiefonds Warburg Sachwerte Global Defensiv. Er peilt eine Realrendite von mindestens zwei Prozent über der Inflationsrate an – unabhängig von der Entwicklung der Kapitalmärkte.

Dietmar Braun

Wüstenrot als “Beste Bausparkasse 2011″ ausgezeichnet

Der Fernsehsender n-tv und die FMH-Finanzberatung hat die Bauspartarife von privaten und öffentlich-rechtlichen Bausparkassen unter die Lupe genommen. In vier Modellfällen wurden die Leistungen der Anbieter verglichen.

Die Bausparkasse Wüstenrot belegt in den vier Modellfällen zweimal den ersten und zweimal den zweiten Platz und erreicht damit nach Bewertung der Platzierungen den Gesamtsieg unter allen Testteilnehmern.

Doppelter Testsieger wurde Wüstenrot in der Kategorie „Soforteinzahlung von Bausparverträgen“.

Im ersten Modellfall dieser Kategorie untersuchten die Tester die Höhe der benötigten Soforteinzahlung, um sich innerhalb eines festgelegten Zeitraums von fünf Jahren eine Bausparsumme von 100.000 Euro zu sichern. Gleichzeitig sollte die Rückzahlungsrate 500 Euro nicht übersteigen.

Mit einer Einmalzahlung von nur 36.480 Euro stellt der Tarif “Ideal-Bausparen” von Wüstenrot das mit Abstand attraktivste Angebot für den Kunden dar. Zum Vergleich: Beim Testletzten beträgt diese Summe 48.500 Euro beziehungsweise 12.000 Euro mehr.

Im zweiten Modellfall in der Kategorie „Soforteinzahlung“ sollte nach vorgegebenen Kriterien (Soforteinzahlung von 100.000 Euro; Bau/Kauf in 48 Monaten; Rückzahlungsrate maximal 1.200 Euro) eine möglichst hohe Bausparsumme zugeteilt werden.

Hier liegt Wüstenrot mit 246.000 Euro über 45.000 Euro vor dem Schlusslicht der Tabelle.

Bei den Bauspartarifen mit “Regelsparraten” belegte Wüstenrot in den vorgegebenen Modellfällen mit minimalem Rückstand auf den Testsieger jeweils den zweiten Platz.

„Die Ergebnisse der Untersuchung von FMH und n-tv sind für uns aus zweierlei Gründen sehr erfreulich“, kommentiert Bernd Hertweck, Vertriebsvorstand von Wüstenrot, das Ergebnis. „Die Spitzenplätze unterstreichen zum einen die hohe Attraktivität der Wüstenrot-Finanzierungstarife für den Kunden im steigenden Zinsumfeld. Dies ist für angehende Bauherren derzeit besonders wichtig. Zum zweiten belegt der Gesamtsieg aus der Addition der verschiedenen Modellfälle, dass die Philosophie von Wüstenrot - attraktive Produkte zu fairen Konditionen passend für die jeweilige Zielgruppe zu bieten - keinen Marktvergleich scheuen muss. Es ist daher kein Zufall, dass sich die Testsiege von Wüstenrot in den letzten Jahren häufen“.

Wie bei den mehrfach ausgezeichneten Wohn-Riester-Tarifen hat die Bausparkasse Wüstenrot auch bei der Produktentwicklung von “normalen” Bausparverträgen von Anfang an auf Kundenfreundlichkeit und marktgerechte Bedingungen geachtet.

„Der Testsieg bei n-tv und FMH bestätigt diesen Weg, der auch immer mehr Kunden von unseren Produkten und Leistungen überzeugt“, erläutert Hertweck das Ergebnis.

Wüstenrot erreichte im Jahr 2010 einen überproportionalen Anstieg des abgeschlossenen Geschäfts um über 33 Prozent auf eine Brutto-Bausparsumme von 14,7 Milliarden Euro. Dies sei mit Abstand der beste Wert in der fast 90-jährigen Unternehmensgeschichte. Auch im ersten Quartal 2011 erzielte Wüstenrot, nach eigenen Angaben, ein Wachstum von 31 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro im Brutto-Neugeschäfts nach Bausparsumme .

Strom vom Dach und nachhaltige Geldanlagen

Wer gerne in alternative Energien, wie Solaranlagen investiert, sollte den direkten Weg über das eigene Dach wählen. Aufbau und Betrieb von Photovoltaik-Anlagen sind heute einfach umzusetzen. Sieben bis acht Prozent Rendite können Hausbesitzer über diese Investition erzielen.

Wer kein eigenes Dach hat kann über den Aktienmarkt investieren. Hersteller und Betreibern wie Yingli Green Energy, Centrotec und Solarworld (Solar), Nordex und Vestas (Windanlagen) stehen den Investoren offen.

Wer weder ein Dach besitzt noch Aktien wegen ihren Kursschwankungen haben will, kann in Anleihen und Genussrechte investieren. Renditen über sechs Prozent sind möglich. Konkret verzinste Solarworld seine Anleihen mit 6,125 Prozent jährlich. Die Anleihe von Windreich bietet sogar 6,5 Prozent Zinsen. Die Nürnberger Umweltbank bietet alternativen Investoren zahlreiche Genussscheine, die mit rund sechs bis sieben Prozent rentieren und und überschaubar zehn Jahre lang laufen.

EU: Spielregeln in der Baufinanzierung sind Ländersache

In einem EU-Richtlinienentwurf überlässt es die EU den Mitgliedstaaten, ob sie Abschlagszahlungen bei einer vorzeitigen Kündigung eines Darlehens künftig begrenzen.
Deutsche Kunden dürfen in der Baufinanzierung hoffen, dass es nicht dazu kommt.

Die Europäische Kommission hat vergangene Woche einen Entwurf für eine neue EU-Richtlinie in der Baufinanzierung vorgelegt. Darin fordert die EU zwar, wie von Verbraucherschützer gefordert, eine Neuregelung von Vorfälligkeitsentschädigungen. Die konkrete Umsetzung in die Praxis überlässt die Behörde aber dem nationalen Gesetzgeber.

Die deutsche Bundesregierung hätte jetzt zwei Optionen: Entweder sie begrenzt den Betrag, den Kunden künftig bei einer vorzeitigen Kündigung eines Kredits zahlen müssen. Oder sie belässt es im Wesentlichen bei der bisherigen Praxis, bei der die Höhe der Entschädigung individuell zwischen Bank und Kunde festgelegt wird.

Auf den ersten Blick scheint die erste Option vorteilhafter für Verbraucher. Denn sie könnten während ihrer laufenden Finanzierung den Anbieter ohne oder mit deutlich verringerten Vorfälligkeitsentschädigungen wechseln.

Aber: „Einschränkungen der Vorfälligkeitsentschädigungen bedeuten auch, dass es für Verbraucher an anderer Stelle teurer würde“, erläutert Christian Stief, Leiter Finanzierung beim unabhängigen Finanz- und Vermögensberater MLP AG. Denn die Banken könnten bei lang laufenden Verträgen schlechter kalkulieren und müssten diese Unsicherheit in ihrer Zinskalkulation berücksichtigen. „Der deutsche Gesetzgeber ist deshalb gut beraten, es bei der bisherigen Praxis zu belassen – alles andere bedeutet einen Pyrrhus-Sieg für den Verbraucher“, meint Stief.

Die Richtlinie ist binnen zwei Jahren nach ihrem Inkrafttreten von den Mitgliedstaaten umzusetzen.

Innovative Produkte verbinden Flexibilität mit Teilabsicherung
Im Markt würde die Einschränkung von Vorfälligkeitsentschädigungen auch dazu führen,
dass Banken verstärkt Darlehen mit variablen Zinsen anbieten. „Der Kunde nimmt dabei
aber jede Veränderung des Zinses voll mit“, sagt Stief. „Das birgt ein schwer kalkulierbares Risiko.“

Eine gute Alternative stellen dagegen schon heute innovative Produkte dar, die Flexibilität mit Teilabsicherungen verbinden. Solche so genannten Cap-Darlehen kommen vor allem bei gewerblichen Finanzierungen zum Einsatz.

Das Prinzip ist einfach: Über den im Zeitverlauf schwankenden Zins wird ein Korridor gelegt. Ab einer Obergrenze („Cap“) von beispielsweise 6 Prozent ist der Kunde abgesichert; er zahlt nur bis zu dieser Höhe Zinsen. Verbunden ist diese Absicherung allerdings mit einer Gebühr, die zu Beginn der Laufzeit fällig wird; am Markt sind es bei 10-jährigen Darlehen derzeit rund 4 Prozent der Gesamtsumme. Zusätzlich möglich ist auch ein so genannter Floor als Ergänzung, beispielsweise bei 3 Prozent. Der Kunde würde dann immer mindestens Zinsen in dieser Höhe zahlen, auch wenn der Marktzins darunter liegt. Dies bringt der Bank eine zusätzliche Sicherheit – und dem Kunden eine verminderte Cap-Gebühr.

Unabhängig von der konkreten Umsetzung der EU-Richtlinie hierzulande gilt: „Wer plant, in absehbarer Zeit eine Immobilie zu kaufen, sollte das nicht auf die lange Bank schieben“, sagt Stief. Denn auch wenn die Zinsen für Baugeld seit kurzem wieder anziehen, erhalten Immobilienkäufer derzeit immer noch sehr günstige Konditionen. Mit 4,39 Prozent für 20-jährige und 3,98 Prozent für 10-jährige Darlehen bundesweit (bei 45 Prozent Eigenkapital) liegen die Finanzierungszinsen nur knapp über dem früheren Tiefstand aus dem September 2005.

Ökologischer Fond erhält Auszeichnung für Transparenz

Die Investmentgesellschaft Ökoworld erhält das europäische Transparenz-Logo vom Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. für  die Fonds Ökovision Classic und Ökovision Europe.

Das offizielle Transparenz-Logo des Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. wurde für die Fonds Ökovision Classic und Ökoworld Ökovision-Europe verliehen. Ökoworld Lux S.A. als Anbieter von ökologischen Spezialfonds gehört zu den Unterzeichnern der Europäischen Leitlinien für  Transparenz und setzt im eigenen Haus ein transparentes Management in ausschließlich nachhaltigen Investments um.

Das Europäische Transparenz-Logo für nachhaltige Publikumsfonds steht für mehr Transparenz im nachhaltigen Anlagemarkt und stellt einen wichtigen Schritt für die Qualitätssicherung nachhaltiger Geldanlagen und die Förderung des Vertrauens in diese besondere Form von Investments dar.

Ökoworld Ökovision Classic gibt es seit 15 Jahren und er ist ein weltweit anlegender Aktienfonds, der alle Branchen berücksichtigt und auf eine breite Risikostreuung setzt.
Investiert wird in Unternehmen, die mit ihren Produkten und Technologien einen schonenden und nachhaltigen Umgang mit Menschen und Ressourcen möglich machen.
Der getrennte Investmentprozess ist nach eigenen Angaben einzigartig. Für die Titelauswahl dient den Fondsmanagern ein vom Research-Team und dem unabhängigen Anlageausschuss nach strengen Kriterien definiertes Anlageuniversum.

Das offizielle Transparenz-Logo gilt als ein wichtiges Merkmal zur Identifizierung des Europäischen Transparenz Kodex für nachhaltige Publikumsfonds.

Das Europäische Transparenz-Logo für Nachhaltigkeitsfonds erhält die Fondsgesellschaft dafür, dass sich das Fondsmanagement verpflichtet hat, korrekt, angemessen und rechtzeitig geeignete Informationen zur Verfügung zu stellen, um Interessierten, insbesondere Kunden, die Möglichkeit zu geben, die Ansätze und Methoden der nachhaltigen Geldanlage des jeweiligen Fonds auch nachvollziehen zu können.