Archive for the ‘Studien’ Category

Deutsche Bahn ist freundlicher als Versicherer

Montag, Februar 29th, 2016

Eine Emnid-Studie bescheinigt der Deutschen Bahn AG weit mehr Kundenfreundlichkeit als bei den deutschen Versicherern. Sogar die deutschen Behörden sind kundenfreundlicher als die Assekuranz.

2016-02-29 (db) Knapp die Hälfte der Erwerbstätigen in Deutschland (44,4 Prozent) findet, dass die Versicherungsbranche im Vergleich zu anderen Branchen am wenigsten kundenfreundlich ist. Das ergab eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS-Emnid.

Den zweiten und dritten Platz der Top 10 der kundenunfreundlichsten Branchen belegen der öffentliche Dienst (44,1 Prozent) und Telekommunikationsanbieter (42,2 Prozent). Am besten schneidet unter den Befragten die Deutsche Bahn ab (29,5 Prozent).

Rangliste der Anbieter in Deutschland die zu Kunden besonders unfreundlich sind:

1. Versicherer 44,4 Prozent

2. Öffentliche Ämter 44,1 Prozent

3. Telekommunikationsanbieter 42,2 Prozent

4. Banken/Finanzinstitute 40,7 Prozent

5. Ärzte/Krankenhäuser 40,5 Prozent

6. Vermieter/Hausverwaltungen 38,7 Prozent

7. Autohändler 37,2 Prozent

8. Strom-/Gasanbieter 36,8 Prozent

9. Handwerker 33,7 Prozent

10. Deutsche Bahn 29,5 Prozent

Jüngere und Männer empfinden die Assekuranz als unfreundlich
Je jünger die Befragten, desto kritischer die Antworten: Während bei den über 60-Jährigen auf die Frage „Was glauben Sie, wo geht es besonders kundenunfreundlich zu?“ jeder Dritte (36,1 Prozent) den Versicherungsbereich angibt, ist es bei den 14- bis 29-Jährigen sogar jeder Zweite (50,1 Prozent). Dabei ist der Wert in Berlin am höchsten (64,2%) und in Baden-Württemberg am niedrigsten (27,8 Prozent). Insgesamt ist die Unzufriedenheit im Osten etwas höher (46,3 Prozent) als im Westen (44,0 Prozent). Auch hinsichtlich der Geschlechter lassen sich Unterschiede feststellen: So halten mehr Männer (48,9 Prozent) als Frauen (39,2 Prozent), die Versicherungsbranche für kundenunfreundlich.

Dietmar Braun

„Ausgezeichnete“ bAV-Experten

Dienstag, Oktober 28th, 2014

2014-10-28 (db) Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH (IVFP) hat zum dritten Mal die Kompetenz von Spezialisten für die Betriebliche Altersvorsorge (bAV) detailliert untersucht.

Die Bewertungskriterien im „bAV“-Servicetest

Der IVFP-Ratingprozess umfasste insgesamt 86 Einzelkriterien. Die Unterteilung erfolgte in vier Segmente: Beratung und Haftung mit einem Anteil von jeweils 30 Prozent sowie Service und Verwaltung mit einem Anteil von jeweils 20 Prozent an der Gesamtnote.

Im Teilbereich Beratung haben die Experten des IVFP die gesamten Abläufe von der Kontaktaufnahme mit dem Arbeitgeber bis hin zur regelmäßigen Betreuung des Kunden unter die Lupe genommen.

Bei der Analyse zur Haftung wurde unter anderem geprüft, ob der Anbieter eine detaillierte Prüfung durchführt und über die verschiedenen Zusage Arten aufklärt.

Beim Teilbereich Service wurde untersucht, ob die Anbieter ein echtes Ansprechpartner-Konzept pflegen oder einen besonderen Informationsservice für Arbeitnehmer zur Verfügung stellen.
Im Teilsegment Verwaltung wurde unter anderem die Größe des bAV-Bestandes, mögliche Abrechnungserleichterungen im Kollektivgeschäft und der Informationsfluss zwischen Arbeitgeber und Anbieter analysiert.

Die Sieger im Test (in alphabetischer Reihenfolge):

Aachen Münchener Lebensversicherung AG
Allianz Lebensversicherungs-AG
Alte Leipziger Lebensversicherung a.G.
AXA Lebensversicherung AG
Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG
Generali Lebensversicherung AG
HDI Lebensversicherung AG
HUK-Coburg-Lebensversicherung AG
Nürnberger Lebensversicherung AG
Saarland Versicherungen AG
Stuttgarter Lebensversicherung a.G. (Versicherer ohne Wikipedia-Link)
SV Sparkassen-Versicherung Lebensversicherung AG
Swiss Life AG
Württembergische Lebensversicherung AG
Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG

Fazit und Ausblick des Instituts

Im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Ratings zeigt sich, dass sich die Anbieter mit den Verbesserungsvorschlägen intensiv auseinandersetzen: Unterlagen sowie Prozesse wurden nachgebessert und optimiert.

„Ein Beleg für uns, dass unser Verfahren anerkannt und akzeptiert wird“, sagt Prof. Dr. Thomas Dommermuth, Vorsitzender des fachlichen Beirats des IVFP, „daher wundert es nicht, dass die Versicherer insgesamt besser abgeschnitten haben.“
Wird in einem Unternehmen ein betriebliches Versorgungssystem eingeführt, ist das kein einmaliger Umstand – die bAV begleitet Mitarbeiter und Unternehmen ein Leben lang.

„Umso wichtiger ist es, sich einen fachkundigen Partner mit an Bord zu holen“, sagt Dommermuth. Die bAV wird als zusätzlicher Baustein im Rahmen der Altersvorsorge immer wichtiger. Viele Versicherer gehen hier abseits vom Produktverkauf einen besonderen Weg. Hierzu Dommermuth: „Anbieter stellen z.B. ganze Seiten im Intranet der Kunden im eigens auf Firmen zugeschnittenen Layout mit ausführlichen Informationen zur bAV und der Möglichkeit, selbst Angebote zu berechnen, zur Verfügung. Arbeitnehmer können sich so individuell informieren.“

In der Verwaltung fällt auf, dass 50 Prozent der Anbieter für besonders von einem Geschlecht geprägte Berufszweige individuelle „bAV-Unisex-Tarifkalkulationen“ anbieten.

Dietmar Braun

Studie: Neukunden in der BU vergleichen gerne

Freitag, August 8th, 2014

Seit der Umstellung in der gesetzlichen Rentenversicherung von Berufsunfähigkeitsrente auf die schwache Erwerbsminderungsrente ist eine private Rente für den Fall der Berufsunfähigkeit sehr wichtig. Eine aktuelle Studie zeigt wie die Zielgruppe für diese Deckung denkt.

2014-08-04 (db) Da die staatlichen Leistungen bei einer Berufsunfähigkeit inzwischen sehr gering ausfallen, raten sogar, die sonst mit Versicherungen nicht so vertrauten Verbraucherschützer zum Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Im Durchschnitt ist der Neukunde einer BU 31 Jahre alt, rund die Hälfte von ihnen ist ledig und verfügt über ein Haushaltsnettoeinkommen von rund 3000 Euro monatlich. So die aktuelle Studie, die mit dem Target Report Assekuranz des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts You Gov erstellt wurde. Mit dem TargetReport sind jederzeit individuelle Zielgruppenuntersuchungen zu verschiedensten Themen möglich.

Jeder zweite aus der Zielgruppe für Berufsunfähigkeits-Policen (51 Prozent) holt sich vor dem Abschluss einer BU-Versicherung meist nur ein oder zwei Angebote ein, bei den Gesamtbefragten tun dies allerdings 63 Prozent. Auch sind BU-Neukunden deutlich kritischer. Bevor eine Police abgeschlossen wird, denken 73 Prozent meist gründlich über diese Entscheidung nach. Nur rund jeder Vierte (27 Prozent) entscheidet sich aus dem Bauch heraus. Beim Bedürfnis nach Sicherheit unterscheiden sich die BU-Neukunden aber nicht vom durchschnittlichen Versicherungsnehmer. Rund sieben von zehn Befragten fühlen sich nur wohl, wenn sie rundum gut abgesichert sind. Bei denen, die bereits länger eine BU besitzen, ist das Bedürfnis nach Sicherheit noch höher (80 Prozent).

Geht es um konkrete Leistungserwartungen der BU-Neukunden an allgemeine Versicherungspolicen, so sticht hier besonders der Einschluss aller relevanten Risiken und Leistungen beim Abschluss hervor. 36 Prozent der Befragten ist dieser Aspekt sogar so wichtig, dass sie dafür etwas höhere Prämien bezahlen würden. Unter den Gesamtbefragten ist es rund jeder Fünfte (22 Prozent). Ebenfalls ist eine schnelle und unbürokratische Hilfe im Leistungsfall von Bedeutung: 21 Prozent würden hierfür höhere Prämien für die BU-Deckung in Kauf nehmen, bei Versicherungsnehmer für sonstige Policen sind es lediglich 13 Prozent.

Einen Trend gibt es auch bei den Einkommensgruppen, die eine BU abschließen. Im Zeitraum 2011 bis 2013 lag das durchschnittliche monatliche Haushalts-Nettoeinkommen der Neukunden bei 3.084 Euro. Das sind 17 Prozent mehr bei den Neukunden der Jahre 2008 bis 2010 und 27 Prozent mehr als im Zeitraum 2005-2007. Die Marktforscher geben zum Vergleich die Gesamtstichprobe an, das ist der Durchschnitt aller Befragten, also mit und ohne BU. Deren mittleres Einkommen von 2.424 Euro wurde von den neu in der Sparte Berufsunfähigkeit Versicherten um 27 Prozent übertroffen.
Der Anteil der Antragsteller mit einem Einkommen bis 1.500 Euro ging in dem Beobachtungszeitraum vom 19 über 13 auf zuletzt neun Prozent zurück. Gleichzeitig wuchs der Neugeschäftsanteil der Einkommensgruppe über 3.500 Euro von 19 über 27 auf nun 32 Prozent. Besserverdienende interessieren sich zunehmend für die Absicherung ihres Lohns im Fall einer Berufsunfähigkeit.

„Für Versicherer und Vermittler gilt es, potenzielle Kunden für eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Sachen Verhalten schon vor dem ersten Beratungsgespräch gründlich unter die Lupe zu nehmen“ weiß Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzmarktforschung bei YouGov. „So können sich diese optimal an deren Bedürfnissen orientieren und so die Wahrscheinlichkeit eines Abschlusses steigern“, so Dr. Gaedeke weiter.

Für die Studie wurden über 80.000 Versicherungs(mit)entscheider in den Jahren 2005-2013 befragt. Speziell bei den BU-Neukunden sind fast 800 Personen über die letzten neun Jahre befragt worden.

Dietmar Braun, freier Fachjournalist

Studie: Riester-Rente lohnt sich

Montag, April 7th, 2014

2014-04-07 (db) Die Riester-Förderung macht Versicherungslösungen attraktiv. Eine aktuelle Studie des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) kommt zu dem Ergebnis, das gelte auch in der aktuellen Niedrigzinsphase. In seinem Rating zu Riester-Rentenversicherungen hat das IVFP laut einer Pressemitteilung in diesem Jahr 73 Tarife von 54 Versicherungsunternehmen anhand von 83 Kriterien geprüft.

Die Einteilung der Tarife erfolgte in der Studie marktkonform in klassische und fondsgebundene Produkte mit einer Garantie zur Beitragssicherung sowie in die Kategorie „Komfort“. Beim Vergleich der aktuellen Ergebnisse der Analyse mit denen des Vorjahres, zeige sich laut den Autoren der Studie um IVFP-Geschäftsführer Frank Nobis, dass jetzt mehr Anbieter von klassischen Riester-Policen die Gesamtkostenquote ausweisen. 2013 war es noch ein Drittel, aktuell in 2014 sind es bereits 43 Prozent. Bei den fondsgebundenen Tarifen festige sich ein leichter Anstieg in der Offenlegung der Gesamtkostenquote als Branchentrend.

Keine Veränderungen, bezogen auf die monatliche Sparrate, gäbe es bei der Darstellung der monatlichen Abschluss- und Vertriebskosten. Wie im vergangenen Jahr liege hier die Quote unverändert bei 28 Prozent. Ähnlich verhalte es sich mit den Kosten für eine Zuzahlung von 1.000 Euro. Ein geringer Anstieg des Betrags von 79 auf 81 Euro sei festzustellen. Prozentual hat sich wenig im Markt verändert. 16 Prozent der Anbieter verlangen maximal 50 Euro und zehn Prozent der Anbieter verlangen mehr als 110 Euro. Eine leichte Verbesserung zeigte sich bei der Darstellung der Kosten für Zuzahlungen. Bei zwei Prozent mehr als im Vorjahr (2013: 60 Prozent) zeige sich dies deutlich.

Die besten Riester-Versicherer

Zu den führenden Anbietern im Riester-Renten-Rating 2014 zählen neben HUK Coburg, Allianz, Alte Leipziger und Stuttgarter auch Debeka, R+V, Hanse Merkur 24, Hannoversche sowie die Postbank Versicherung.

Link zur Riester-Renten Studie 2014

Dietmar Braun, freier Fachjournalist Assekuranz und Banken

Besseres Rating für Deutschland und Österreich

Samstag, März 1st, 2014

2014-03-01 (db) Die Konsolidierung der Staatshaushalte sind die Ursache für ein besseres Kreditwürdigkeitszeugnis der Ratingagentur Moody’s für Deutschland und Österreich. Positiv wirkt sich auch die Sanierung des deutschen Bankensystems auf die deutsche Bonität aus.

Die Ratingagentur hat den Ausblick für die Bonität Deutschlands von Aaa „negativ“ auf „stabil“ angehoben. Die Einstufung „Aaa“ bleibt ansonsten unverändert. Die Experten der Agentur verweisen auf das verminderte Risiko, dass Deutschland für andere Länder in der Eurozone, wie Italien oder Spanien, tragen muss. Zudem habe die deutsche Regierung Fortschritte bei der fiskalischen Konsolidierung erreicht, wie dies sich in den nahezu ausgeglichenen Haushalten für 2012 und 2013 zeige. Auch die Risiken im deutschen Bankensystem seien gesunken. Für Ende 2016 prognostiziert Moody’s eine Verschuldung von 70 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP).

Auch der Ausblick für die Bonität Österreichs wurde von Aaa „negativ“ auf „stabil“ angehoben. Die grundsätzliche Einstufung bleibt auch hier bei „Aaa“. Wie bei Deutschland verweist die Agentur im Fall von Österreich auf die sinkenden Risiken innerhalb der Eurozone sowie die Fortschritte bei der Konsolidierung des Staatshaushalts.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Studie: Extremsportler unterschätzen ihr Risiko

Donnerstag, August 22nd, 2013

Extremsportarten wie Mountainbiking, Tauchen, Klettern oder Bungee-Jumping sind gerade wegen der Gefahr und des damit verbundenen Nervenkitzels beliebt. Häufig werden sie nur einmalig ausgeübt, aber für viele sportlich Aktive gehören sie auch regelmäßig zum Freizeit-Programm.

2013-08-22 (db) Eine aktuelle Unfallstudie der SV SparkassenVersicherung (SV) zeigt, dass viele Extremsportler ihr Hobby als ungefährlich ansehen und nicht wissen, ob sie über ihre private Unfallversicherung abgesichert sind.

„Wer einen Extremsport in seiner Freizeit betreibt, sollte wissen, dass die gesetzliche Unfallversicherung bei Unfällen nicht einspringt“, erklärt Nicolai Auer, Hauptabteilungsleiter Privatkunden der SV. Diese bezahlt nur bei Unfällen während der Arbeit oder auf dem Weg zum Arbeitsplatz und zurück. 80 Prozent der Unfälle passieren in der Freizeit und die meisten davon beim Sport.

„Privat vorzusorgen ist für Hobbysportler daher besonders wichtig“, rät Experte Auer, „sonst besteht die Gefahr, dass der Sportler auf hohen Behandlungskosten sitzenbleibt oder bei schwerer Invalidität keinen Anspruch auf eine Rente hat.“

Freizeitsportler können Sportunfälle über eine private Unfallversicherung in der Regel gut absichern. Viele Extremsportler machen dies bereits. 70 Prozent der befragten Extremsportler besitzen eine, was weit über der deutschlandweiten Versicherungsdichte von rund 40 Prozent liegt.

Große Unsicherheit besteht allerdings darüber, ob die eigene Unfallversicherung für Sportunfälle aufkommt. Über 80 Prozent der Befragten verneinen dies oder wissen es nicht genau.

Berufs-, Luft- und Motorsportler brauchen Extraschutz

Die private Unfallversicherung deckt in der Regel neben den gängigen Sportarten wie Fußball, Handball oder Leichtathletik auch Sportarten wie Mountainbiking, Klettern, River-Rafting, Bungee-Jumping, Skifahren und Marathon ab. Und zwar egal wie regelmäßig der Sport betrieben und wo er ausgeübt wird, solange es ein Hobby ist.

Um zu prüfen inwieweit und ob für die ausgeübte Sportart Versicherungsschutz besteht, ist ein Blick in das bestehende Bedingungswerk ratsam. Denn nicht jede Police deckt auch alle Extremsportarten gleich mit ab. Je nach Anbieter und Vertrag variiert der Schutz und kann zu teilweisen Ausschlüssen oder Risikozuschlägen führen.

„Vergewissern Sie sich, ob ihre Sportart versichert ist und setzen Sie sich direkt mit dem Anbieter in Verbindung“, rät Auer.

Flugsportarten, für die in Deutschland ein Schein benötigt wird wie Segelfliegen, Fallschirmspringen, Drachenfliegen oder Paragliding müssen zusätzlich versichert werden. Gleiches gilt für Motorrennen und bei den Trainings dafür. Berufssportler können ihren Sport in der Regel gegen Risikozuschläge einschließen. Auer erklärt: „Über die private Unfallversicherung abgedeckt ist aber beispielsweise ein Tandemsprung mit dem Fallschirm oder ein Paraglider-Tandem im Urlaub.“

Eigenes Risiko wird als gering eingeschätzt

Wie wichtig private Vorsorge ist, zeigt die Statistik: Rund 1,2 Millionen Freizeitsportler verletzen sich pro Jahr so schwer, dass sie einen Arzt aufsuchen müssen. Unabhängig von ihrer Schwere, geschehen die meisten Unfälle beim Fußball, Volleyball, Handball, Reiten, Skifahren sowie beim Inlineskaten. Das Risiko extremer Verletzungen mit schweren Folgen ist bei den Luft-, Rad-, Motor- und Wassersportarten entsprechend größer.

Die SV Unfallstudie zeigt, dass jeder zweite Extremsportler seine ausgeübte Sportart als ungefährlich einstuft. „Wir raten aber immer zur Vorsicht“, so der Unfallexperte Auer.

Häufig sind Einsteiger von Sportunfällen betroffen, die ihre Kraft und Kondition überschätzen. Wer sich untrainiert stundenlange Kraftanstrengung etwa beim Mountainbiking oder Klettern zumutet, fordert eine Verletzung heraus. Daher ist neben regelmäßigen Training, auch das Aufwärmen und die Ausrüstung entscheidend.

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Die Studien-Ergebnisse kurz und knapp

Die Fans extremer Sportarten sind überwiegend zwischen 20 und 49 Jahre alt.

Extremsport ist überwiegend eine männliche Domäne.

Extremsportarten werden überwiegend einmalig ausgeübt.

Montainbiken, Skifahren oder Marathon werden hingegen regelmäßig ausgeübt.

Mehr als die Hälfte der Extremsportler (55 %) stuft ihre Sportart als ungefährlich ein.

69 Prozent der Extremsportler haben eine private Unfallversicherung.

70 Prozent der versicherten Extremsportler wissen nicht, ob ihre Unfallversicherung ihren Sport abdeckt, 12,3 Prozent verneinen dies sogar.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Was sich BU-Makler wünschen

Donnerstag, Juli 25th, 2013

Biometrische Versicherungslösungen zählen zu den Hoffnungsträgern der Lebensversicherer und Versicherungsmakler in Deutschland. Was vom Biometrie-Markt aus Maklersicht zu erwarten ist, wurde in einer aktuellen Studie erforscht.

2013-07-25 (db) Das Marktforschungs- und Beratungsinstituts „Heute und Morgen“ aus Köln untersuchte in einer aktuellen Studie biometrische Lösungen für das Risiko der Berufsunfähigkeit und schwerer Erkrankungen.  Im Fokus standen relevante Marktentwicklungen, Produkt- und Anbieterpräferenzen, Bedingungswerke und die Auswahlkriterien im Bereich Berufsunfähigkeit, schwere Erkrankungen und funktionelle Invaliditätsabsicherung.

Laut den Autoren der Studie vermitteln Makler schwerpunktmäßig die selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU). Nur die SBU-Tarife würde den Kunden aus ihrer Sicht ein erstklassiges Leistungsspektrum bieten. Reine Risiko-Policen aus dem biometrischen Alternativmarkt – wie Dread Disease oder funktionelle Invaliditätsabsicherung – würden hingegen nicht als reale Alternativen zur BU eingestuft. Vielmehr diene diese als Ersatz oder Zusatzlösung für den Fall, dass sich die Kunden eine SBU finanziell nicht leisten können oder von den Anbietern aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt werden.

In der Studie wurden 30 hauptberufliche Versicherungsmakler mit unterschiedlicher Umsatzgröße und auch verschiedener regionaler Herkunft mit Vermittlungsschwerpunkt im Bereich biometrische Risiken im Juni 2013 im Rahmen der neuen Studienreihe „Klartext Assekuranz: Marktperspektiven aus Maklersicht“ ausführlich befragt.

Mehr Transparenz bei der BU-Risikoprüfung gefordert

Wie die Autoren der Studie berichten, fordern die Makler mehrheitlich eine größere Transparenz der Produktgeber bei ihrer BU-Risikoprüfung sowie mehr Transparenz über Entscheidungsparameter beim Prüfverfahren, um die Kunden noch besser und gezielter beraten zu können. Kritisch betrachtet werde zudem die häufig wechselnde oder ausgeweitete Berufsgruppeneinteilung in den BU-Bedingungswerken der Versicherer. Eine klare Orientierung werde dadurch erschwert.

Insgesamt würden die Makler Verbesserungen in den Bedingungen, in Klauseln und höhere Leistungsstandards bei den BU-Policen in den letzten Jahren erkennen, was ihrer Meinung nach auf den wachsenden Wettbewerbs zurückzuführen sei. Dennoch verbleiben aus Maklersicht bei den Anbietern noch zu viele Fallstricke oder Aushebelungen im Kleingedruckten bestehen.

Generell beobachten die Makler eine restriktive Annahmepolitik seitens der Versicherer. Viele Makler suchen auch eine Lösung für Zielgruppen, die eine BU dringlich brauchen, sich diese aber zumeist aufgrund sehr hoher Risikomehrbeiträge nicht leisten können. Aus Maklersicht gilt es hier, zusätzliche Stellschrauben und flexible Bedingungswerke zu entwickeln, die zur Folge haben, dass der Beitrag sinkt.

Kriterien und Präferenzen der Makler bei der Produktwahl

Für Makler sei das wichtigste Kriterium bei der Auswahl der für den einzelnen Kunden geeigneten BU das Bedingungswerk, das letztlich über die Produkt-Qualität entscheiden würde. Um die einzelnen Bedingungen der jeweiligen Tarife und Anbieter in der BU vergleichbar zu machen, nutzen alle befragten Makler mindestens eine Vergleichssoftware – derzeit am häufigsten die vom Analysehaus Morgen & Morgen, gefolgt von Softfair sowie Franke und Bornberg. Neben weiteren Kriterien wie berufsgruppenspezifische Angeboten, Anbieter-Expertise, Maklerbetreuung sowie Erfahrungen mit der Schadenabwicklung und Prozess-Quote, würde zunehmend auch die Finanzkraft der Produktgeber eine Rolle spielen, da nur dadurch ein nachhaltiger Versicherungsschutz garantiert werden könne.

Die Kunden gehen heute informierter als früher in das Beratungsgespräch. Nicht selten würden potentielle Kunden auch Rankings oder Tests aus Publikums- oder Fachzeitschriften mitbringen. Zugleich bleibe ihr Wissen im Thema, nach Maklermeinung, zumeist oberflächlich und lückenhaft.

Zu den beliebtesten und vergleichsweise am häufigsten vermittelten BU-Anbietern im Maklermarkt zählen laut Studie derzeit Alte Leipziger, Nürnberger, Swiss Life und Volkswohl Bund. Aber auch der Marktführer Allianz, der Versicherungsverbund Continentale und die Talanx-Konzerntochter HDI zählen zum maklerseitigen Favoritenkreis.

„Unsere Expertenbefragung zeigt, dass sich die Makler in der Regel ein differenziertes Bild von den Stärken und Qualitäten der einzelnen Anbieter und deren Angeboten machen, und dann je nach Bedarf im Einzelfall aus einem Portfolio von etwa fünf bis sieben Produktgebern auswählen“, sagt Heute-und-Morgen-Geschäftsführerin Tanja Höllger. „Die Möglichkeiten der Anbieter biometrischer Produkte, sich vom Wettbewerb zu differenzieren werden gleichzeitig enger und spezifischer. Daher lohnt ein genaues Hinschauen auf den wichtigen und starken unabhängigen Vertriebskanal in diesem beratungsintensiven Produktsegment.“

Biometrischer Alternativmarkt wird unterschiedlich beurteilt

Zum vergleichsweise noch jungen biometrischen Alternativmarkt zeigt die Maklerbefragung deutlich, dass es vielen Maklern derzeit noch schwer fällt, sich vom Konzept des Komplettschutzes der BU zu lösen.

Neue Biometrie-Produkte wie Dread Disease, funktionelle Invaliditätsabsicherung und weitere Alternativen – die das Risiko einer Berufsunfähigkeit nur partiell beziehungsweise auslösespezifisch absichern – haben im Maklermarkt daher längst kein so positives Image wie die hochangesehene SBU. Im Gegenteil: „Notprodukte“, „zweitklassige Lösung“ oder „Nischenprodukte“ sind laut der Studie die häufig zur Beschreibung gewählte Begriffe. Bereits mit den „sperrigen“ Produktbegriffen könnten sich viele Makler nur wenig identifizieren. Viele Makler wünschen sich eher Weiterentwicklungen und bedarfsorientierte zielgruppenspezifische Differenzierungen innerhalb der etablierten BU als im Bereich neuer alternativer Biometrie-Produkte.

Gleichzeitig werde aber auch deutlich, dass sich die Makler mit den neuen Biometrie-Produkten und deren Chancen bei weitem noch nicht so intensiv wie mit der BU auseinandergesetzt haben und diese im Maklermarkt erst schrittweise ankommen. In der Öffentlichkeit beziehungsweise bei den Kunden sind diese Biometrie-Produkte aus Maklersicht bisher kaum bekannt, was ein zusätzliches Hemmnis in der Vermittlung darstellt.

Daher müsse es wichtige Aufgabe der Produktgeber bleiben, den Maklern – wie auch der Öffentlichkeit – die neuen biometrischen Versicherungs-Produkte transparent und möglichst verständlich zu gestalten. Positiv wäre aus Maklersicht, wenn bessere Einstiegshilfen in das Thema geboten würden. Hierzu wünschen sich die Makler kurze faktenorientierte Produkt-Steckbriefe mit den Hauptvorteilen deutlich mehr als ausführliche, stärker am Anbietermarketing orientierte Produkt-Broschüren. Auch produktbezogene Schulungen, Roadshows und Webinare würden gern von den Maklern genutzt.

Als aktuelle Top-Anbieter im Bereich Dread Disease sehen die Makler insbesondere Canada Life, mit Abstand gefolgt von Gothaer und Skandia. Bei funktionellen Invaliditätsabsicherungen würden vor allem Axa und Janitos zu den wichtigsten Anbietern aus Maklersicht zählen, daneben auch Allianz und Barmenia.

„Auffällig ist, dass die Marktführer aus der BU im biometrischen Alternativmarkt unter den im Maklermarkt bevorzugten Anbietern kaum auftauchen. Gerade für etablierte BU-Versicherer mit gutem Ruf in der Maklerschaft könnte ein stärkerer Einstieg in den biometrischen Alternativmarkt erfolgsversprechend sein“, sagt Christina Barschewski, die Senior Projektleiterin bei Heute und Morgen.

Ist Versicherung ein Markenprodukt?

Donnerstag, Juli 25th, 2013

Den größten Einfluss auf einen Versicherungsabschluss haben die affektive und die kognitive Markenwahrnehmung. Dies bedeutet, dass die Entscheidung eine Versicherung abzuschließen sowohl auf der Gefühls- sowie auf der Verstandesebene gefällt wird.

2013-07-25 (db) Bei den affektiven Erlebnissen sehen deutsche Kunden die größten Unterschiede hinsichtlich der Modernität von Versicherer-Marken. Insbesondere Direktanbieter wie ASSTEL, DA Direkt oder Direct Line erscheinen moderne Marken, jedoch können sich auch AXA und ERGO als Agenturversicherer modern darstellen.

Dies ist das Ergebnis der Studie „Markenbarometer Assekuranz“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, für die rund 2.000 Entscheider in Versicherungsangelegenheiten zu über 30 Versicherer-Marken repräsentativ befragt wurden. Für die Studie wurden folgende Versicherer-Marken untersucht: Allianz, ARAG, Asstel, AXA, Barmenia, Concordia, Cosmos Direkt, DA Direkt, DEVK Versicherungen, Debeka, Die Continentale, Direct Line, ERGO, ERGO Direkt, Generali, Gothaer Allgemeine Versicherung AG, Hanse Merkur, Hannoversche, HDI, HUK24, HUK-Coburg, LVM-Versicherungen, Mecklenburgische Versicherungsgruppe, Nürnberger, Provinzial, R+V Versicherung, Rheinland Versicherungsgruppe, Signal Iduna Gruppe, Versicherungsgruppe Hannover VGH, Volksfürsorge, Wüstenrot + Württembergische, Zurich.

Preiswertigkeit steht im Fokus

Unter den kognitiven Markenerlebnissen differenziert sich der Markt am stärksten beim Preis-Leistungs- Verhältnis. Durch Analyse von Interaktionen kann die YouGov Brand Engine das ideale Markenerlebnis je Kontaktpunkt identifizieren.

„Trotz der hohen Bedeutung des Preis-Leistungs-Verhältnisses stellen sich für Premium-Anbieter affektive Inhalte wie z. B. Pflichtbewusstsein als wirksame Proposition dar, die sogar von einer hohen Preiswahrnehmung unterstützt wird. Damit wird deutlich, wie wichtig für Premium-Anbieter eine kontinuierliche Qualitätskommunikation ist, um werbeerzeugten Preisvergleichen zu trotzen“, interpretiert Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzmarktforschung bei YouGov Deutschland.

Die Bedeutung der Markenprägnanz wird durch die zunehmende Kommunikationsvielfalt wichtig. Auch die von vielen Versicherern verfolgte ganzheitliche Kundenanbindung braucht eine Marke, die eine möglichst breite Kompetenzanmutung für viele Versicherungsprodukte vermittelt.

Laut den Ergebnissen der Studie werden den Marken DA Direkt, Direct Line, HDI, HUK24 und HUK-Coburg am meisten Kompetenz in Sachen Kraftfahrt-Versicherungen zugeschrieben.

Bei privaten Krankenversicherungen stehen Barmenia, Debeka und Hanse Merkur und in der Lebensversicherung stehen Allianz, Debeka, Hannoversche, Nürnberger und Provinzial mit der höchsten Kompetenzanmutung im Ranking.

Fernsehwerbung stärkt die Marke am meisten

Die Kompetenz ist von hoher Wichtigkeit, aber auch die nötige öffentliche Wahrnehmung: Über alle Kommunikationskanäle hinweg ist TV-Werbung der Kanal mit dem höchsten werblichen Erfolg. Hier dominieren die Allianz, Cosmos Direkt, ERGO, ERGO Direkt und HUK-Coburg. Durch die intensive TV-Werbung hat sich die ERGO auf die zweitbeste ungestützte Bekanntheit von 35 Prozent nach der Allianz und eine gestützte Bekanntheit von 76 Prozent auf Rang drei nach Allianz und HUK-Coburg hochgearbeitet. Der Kontakt über Print-Werbung ist branchenübergreifend etwas höher als über Online-Werbung, beziehungsweise der Kontakt in einem Vergleichsportal.

In einer detaillierten Potenzial-Analyse untersuchten die Autoren der Studie, wie groß der Anteil der Prospects (Markenkenner, die die Marke ins Relevant Set aufnehmen) im Wettbewerbsvergleich und relativ zur Markenbekanntheit ist. Danach sind Direct Line, ERGO, ERGO Direkt, HUK24, HUK Coburg und R+V Versicherung die effizientesten Marken für die Neukundengewinnung.

Dietmar Braun, Fachjournalist für Assekuranz und Banken

Eurokrise: Gewinner und Verlierer

Montag, Juli 15th, 2013

Die Eurokrise ist ein Sparmodell für Konzerne und verschuldete Staaten. Die Zeche zahlen die Sparer bei Banken und die Vorsorgekunden der Versicherer. Es gibt aber Alternativen.

2013-07-15 (db) Seit die Notenbanken die Finanzmärkte mit Geld überschwemmen, sinken vielerorts die Zinsen. Dadurch verbilligen sich nicht nur Verbraucherkredite. Große Konzerne kommen günstig an Geld – und sparen so milliardenhohe Zinszahlungen.

Vom niedrigen Zinsniveau profitieren neben „Häuslebauern“ und dem Staat laut einer Studie auch führende deutsche Unternehmen. So sparen die Autohersteller Volkswagen AG, Daimler AG und BMW AG sowie BASF AG, Linde AG, SAP AG und HeidelbergerCement AG durch die Begebung von Anleihen im Jahr 2012, die niedriger verzinst sind als im Krisenvorjahr 2007, insgesamt 580 Millionen Euro pro Jahr an Zinszahlungen. Das geht aus einer Erhebung des Zentrums für Bilanzierung und Prüfung (CBP) an der Universität des Saarlandes im Auftrag der „Wirtschaftswoche“ hervor. Über die gesamte Laufzeit der Anleihen summierten sich die Ersparnisse auf mindestens 2,1 Milliarden Euro.

Den sieben untersuchten Konzernen gelinge dies, indem sie 2012 neue Anleihen zum durchschnittlichen Zinssatz von 2,37 Prozent statt 4,45 Prozent im Jahr 2007 begeben konnten. Sollten die niedrigen Zinsen wie bereits von der Europäischen Zentralbank (EZB) angekündigt noch längere Zeit anhalten und würden die sieben Unternehmen alle ihre Anleihen entsprechend umschulden, könnten sie nach Schätzung von CBP-Chef Karlheinz Küting jährlich zusammen mehr als 3,5 Milliarden Euro an Zinszahlungen sparen.

Die Untersuchung beschränkte sich laut „Wirtschaftswoche“ wegen der Vergleichbarkeit auf festverzinsliche Anleihen sowie auf Dax-Konzerne, die sowohl 2007 als auch 2012 derartige Schuldverschreibungen begeben haben. Zusammen mit den Unternehmen, die auf andere Weise umschuldeten, dürften die Ersparnisse der deutschen Konzerne durch die niedrigen Zinsen im Zuge der Euro-Schuldenkrise wesentlich höher ausfallen.

Wo es Gewinner gibt, da gibt es auch Verlierer. Die Zeche zahlen die Sparer mit Zinsen weit unter der Inflationsrate. Der durch die schleichende Geldentwertung verursachte Schwund an Kaufkraft, lässt die Ersparnisse in Rekordtempo, wie Eis in der Sonne „dahinschmelzen“. Nicht wesentlich besser ergeht es den Vorsorgekunden der Versicherer. Ausgenommen sind nur Altkunden die vertraglich garantierte Zinsen über die gesamte Laufzeit haben.

Fazit: Die hoch verschuldeten Staaten schieben großen Konzernen Geschenke in Milliardenhöhe zu und refinanzieren dies über eine gegen Sparer gerichtete Politik niedriger Zinsen. Doch wo Schatten ist, da gibt es auch Licht. Die Finanzierung von eigenen Wohnungen und Häusern ist sehr günstig geworden und die dafür notwendigen Anteile an Eigenkapital könnten aus Ersparnissen kommen. Eine kluge Geldanlage ist auch die Investition in die eigene Gesundheitsvorsorge oder in die eigene Pflegeabsicherung. Eine Königsklasse ist die Investition in Ausbildung und Studium der Kinder.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken
Dietmar Braun

Zukunftsfond veröffentlicht Jahresbericht

Mittwoch, Mai 29th, 2013

Potenziale der Älteren fördern, gemeinsames Wirken vorantreiben und so den demografischen Wandel gestalten – das sind die Kernziele des Generali Zukunftsfonds, der heute seinen Jahresbericht 2012 veröffentlicht.

2013-05-29 (db) Die Generali Gruppe Deutschland meldet ihr Zukunftsfond habe sich schwerpunktmäßig dafür eingesetzt, die gesellschaftlichen Akteure zum demografischen Wandel stärker untereinander zu vernetzen, ganz im Sinne des „Collective Impact“-Ansatzes. Dieses gemeinsame Wirken beschreibt, wie Bündnisse örtlicher Akteure aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft erfolgreich sein können, wenn Staat oder Stiftungen allein kaum noch Wirkung erzielen.

Unter dem Leitthema „Der demografische Wandel – unsere gemeinsame Herausforderung“ bündelt die Generali Deutschland Holding AG seit 2008 die Aktivitäten ihres gesellschaftlichen Engagements im Generali Zukunftsfonds. Der Generali Zukunftsfonds steht unter der Leitung von Christoph Zeckra, Uwe Amrhein sowie Loring Sittler und unterstützt jährlich mehr als 30 Projekte mit dem Schwerpunkt „Förderung des Engagements von und für die Generation 55plus“. Darüber hinaus ist der Zukunftsfonds als Change-Manager, Vernetzer und Initiator im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements tätig. Wurden in der Aufbauphase besonders wirksame Best-Practice-Initiativen gefördert, erfolgen heute zunehmend Investitionen in die Infrastruktur von Freiwilligenarbeit.

Das „4. Generali Zukunftssymposium 2012“ stand mit dem Leitthema „Vernetzt denken, vernetzt handeln“ im Zeichen der Bündelung gesellschaftlicher Kräfte. Die etablierte jährliche Konferenz des Generali Zukunftsfonds für bürgerschaftliches Engagement und demografischen Wandel erreicht mittlerweile einen großen Teil der Fachöffentlichkeit.

Ein Höhepunkt im Jahr 2012 war die Veröffentlichung der Generali Altersstudie. Diese in Form und Tiefe einzigartige Erhebung hat unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit erstmals Einblicke in das Leben, Denken und Engagement der heute 15,24 Millionen 65- bis 85-Jährigen in Deutschland ermöglicht. Die Generali Altersstudie wurde vom Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Generali Zukunftsfonds durchgeführt und erfasst repräsentativ die Generation der 65- bis 85-Jährigen in Deutschland.

“Die Studie soll einen funktionstüchtigen Kompass für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik liefern. Ihr Wert liegt vor allem darin, dass sie mit dem bisherigen negativen Altersbild auf empirischer Basis aufräumt“, erklärt Dietmar Meister, Vorstandsvorsitzender der Generali Deutschland Holding.

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Dietmar Meister, Vorstandsvorsitzender Generali Deutschland © Generali

„Die Ergebnisse belegen eindrücklich, dass die Gesellschaft gut daran tut, dieses Potenzial zur Bewältigung des demografischen Wandels besser zu nutzen“, so der Generali-Chef.

Das „5. Generali Zukunftssymposium“ findet am 20. und 21. Juni 2013 in Köln statt. Das diesjährige Programm findet sich hier im Internet. Da die Anmeldephase bereits abgeschöossen ist, gibt es Restplätze nur noch auf Anfrage.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Der Jahresbericht 2012 des Generali Zukunftsfonds gibt es hier im Internet als Download