Archive for the ‘Sonstiges’ Category

EurAssMus 12/2016 am Kiosk

Freitag, Dezember 2nd, 2016

EurAssMus 12//2016

wondermag von fgbraun.de

Das Risiko-Management Online-Magazin EurAssMus richtet in der Ausgabe Dezember 2016 den Fokus auf Risiken rund um die Digitalisierung bis zu einer Lösung um absolut sicher vor digitaler Spionage zu kommunizieren.

DiVana #10 – Risiko, Luxus, Philosophie – Be wonderful! Read your copy

Montag, Oktober 24th, 2016

DiVana #10

wondermag von fgbraun.de

Risiken unserer Zeit sind nur teilweise neu. Vieles was uns im Alltag begegnet ist zu handhaben. Wo lassen Sie denken? Es lohnt sich selber nachzudenken und zu reflektieren, was wahr oder unwahr, was richtig und was falsch ist. Roboter arbeiten noch steuerfrei, zahlen keine Sozialversicherung, aber hat das Folgen?

Digital kann analog ergänzt werden

Montag, Juni 6th, 2016

Die neue Bitkom-Studie zeigt, dass die Digitalisierung der Finanzwelt nicht zu stoppen ist. Die einzige Lösung mit einer soliden Zukunft scheint die Kombination von Online- und Offline-Service zu sein.

Analog und Digital ergänzt sich

Digitalisierung hilft bei der Information, den Durchblick bringt ein sehr guter persönlicher Service © contrastwerkstatt – Fotolia.com

2016-06-06 (db finanzwelt) Ob Kfz-Finanzierung oder Haftpflicht-Police: Deutsche Verbraucher werden künftig vermehrt im Internet Kredite aufnehmen oder Versicherungen abschließen. Auch weitere innovative Online-Finanzprodukte und Online-Finanzdienstleistungen haben großes Potenzial. Das zeigt eine repräsentative Befragung, die der Digitalverband Bitkom in Auftrag gegeben hat.

Bereits jeder Zehnte kauft Assekuranz online
Befragt wurden 1007 Verbraucher ab 14 Jahren, darunter 814 Internetnutzer. Demnach haben bereits 12 Prozent der Internetnutzer online eine Versicherung abgeschlossen, weitere 22 Prozent können sich vorstellen, dies künftig zu tun.

Jeder Vierte schließt Online Kreditvertrag ab
Zudem kann sich ein Viertel der Internetnutzer (25 Prozent) vorstellen, online einen Kredit aufzunehmen, 7 Prozent haben das schon getan. Letztere haben diese Option dem Gang in die Filiale vorgezogen, weil sie die Beantragung des Kredits im Internet bequemer fanden (39 Prozent) und weil die Kreditvergabe schneller erfolgte (36 Prozent).
Rund jeder fünfte Online-Kreditnehmer (21 Prozent) hat sich außerdem wegen besserer Kreditkonditionen für diese Form der Kreditaufnahme entschieden, und 16 Prozent, weil sie bei einem anderen Kreditinstitut abgelehnt worden waren.

„Nahezu alle Finanzgeschäfte können heute bequem, sicher und schnell im Internet erledigt werden. Treiber dieser Entwicklung sind neben etablierten Banken auch Fintech‘s – also junge Unternehmen aus dem Technologiesektor, die im Finanzbereich aktiv sind. Ihre innovativen Angebote werden unseren Umgang mit Geld grundlegend verändern“, sagt Ulrich Dietz, Bitkom-Vizepräsident.

Zwei Drittel bevorzugen Online-Banking
Laut der Befragung führen 70 Prozent der Internetnutzer Bankgeschäfte online durch. Dabei rufen sie vor allem ihren Kontostand ab (100 Prozent) und tätigen Überweisungen (96 Prozent). Außerdem werden im Rahmen des Online-Banking zum Beispiel neue Debit- oder Kreditkarten angefordert (13 Prozent), Prepaid-Handykarten aufgeladen (9 Prozent), persönliche Finanzberatungen in Anspruch genommen (6 Prozent) oder ausländische Währungen für den Urlaub bestellt (3 Prozent).

Fast ein Drittel der Nutzer von Online-Banking (30 Prozent) erledigt seine Bankgeschäfte ausschließlich via Web und besucht überhaupt keine Filiale mehr. Zwei Drittel der Online-Banking-Nutzer gehen zusätzlich hin und wieder noch zum Schalter.

Mehr als die Hälfte der Befragten aus dieser Gruppe (52 Prozent) war innerhalb der letzten drei Monate in einer Bankfiliale. Bei 20 Prozent ist der letzte Besuch etwa drei bis sechs Monate her, bei 12 Prozent liegt er sechs bis zwölf Monate zurück, und bei immerhin 14 Prozent sogar länger als ein Jahr.

„Häufig ist ein Besuch in einer Bankfiliale nicht mehr nötig. Selbst Beratungsgespräche können heute schon per Videochat geführt werden, auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten. Diese Angebote müssen noch weiter ausgebaut und bekannter gemacht werden“, so Dietz.

Banking per Handy oder Laptop
Wer seine Bankgeschäfte im Internet erledigt, verwendet dafür schon in vielen Fällen sein Smartphone. So erklärt gut jeder dritte Nutzer von Online-Banking, dass er dafür sein Handy einsetzt (36 Prozent, Vorjahr: 34 Prozent). 61 Prozent verwenden den Laptop, im Vorjahr waren es 57 Prozent. Jeder Zweite (50 Prozent) nutzt den Desktop-PC, 2015 lag der Wert noch bei 62 Prozent. Damit hat der Laptop den Desktop-PC erstmals als beliebtestes Gerät zum Online-Banking überholt.

Zum Tablet Computer greifen 42 Prozent der Nutzer von Online-Banking (Vorjahr: 39 Prozent). „Der Trend beim Online-Banking geht weg vom Desktop-PC und hin zu mobilen Geräten. Dabei wird das Smartphone noch weiter an Bedeutung gewinnen, vor allem dank innovativer Apps, die Online-Banking auf dem Mobilgerät immer intuitiver und unkomplizierter machen“, sagt Dietz. Wer heute Smartphone-Banking betreibt, checkt in vielen Fällen ausschließlich den Kontostand (67 Prozent), immerhin 13 Prozent tätigen aber auch Überweisungen per Smartphone. Fast jeder Dritte (30 Prozent) verwendet für das Online-Banking per Smartphone eine App.

Crowd-Finanzierung macht Banken zu schaffen
Über das klassische Online-Banking sowie Online-Kredite oder -Versicherungen hinaus entstehen im Internet derzeit auch eine Reihe von plattformbasierten Modellen wie die Peer-to-Peer-Finanzierung. Beim Peer-to-Peer- bzw. Crowd-Lending treten Privatverbraucher selbst als Kreditgeber auf. 2 Prozent der Internetnutzer haben sich bisher auf diesem Wege Geld geliehen, 9 Prozent können sich das vorstellen. Beim Crowd-Investing schließen sich viele Personen zusammen, um sich gemeinsam an einem Unternehmen zu beteiligen. Die Investoren können einen Betrag ihrer Wahl anlegen und erhalten im Gegenzug eine Beteiligung an den Erträgen und den Wertsteigerungen des Start-ups. 2 Prozent der Internetnutzer geben an, schon einmal auf diese Weise Geld investiert zu haben, 4 Prozent sind aufgeschlossen dafür.

Google könnte eine Bank werden
Viele Deutsche können sich außerdem vorstellen, großen Internetunternehmen ihr Geld anzuvertrauen. Fast ein Drittel (32 Prozent) ist offen dafür, Bankgeschäfte wie Überweisungen über Internetunternehmen zu tätigen.

Digital-Rabatt begeistert Autofahrer
Fast ein Viertel (22 Prozent) hat außerdem Interesse an Versicherungsverträgen, die mithilfe digitaler Technologien exakt auf das individuelle Verhalten zugeschnitten sind. Im Falle einer Kfz-Versicherung würde hierfür beispielsweise das individuelle Fahrverhalten aufgezeichnet und bei der Versicherungspolice berücksichtigt.

Roboter machen Bankverkäufer Konkurrenz
Die Bankberatung durch einen Roboter finden 15 Prozent der Internetnutzer interessant. Dabei gibt der Roboter zum Beispiel Empfehlungen für die Geldanlage, die er mithilfe von Algorithmen generiert. Bankberater werden nur in Einzelfällen oder auf Wunsch des Kunden hinzugezogen. Empfehlungen für Finanzprodukte auf der Grundlage von Daten aus sozialen Netzwerken sind für 5 Prozent der Deutschen interessant. Hierbei wäre zum Beispiel denkbar, dass ein Kredit automatisch angeboten wird, wenn sich der Beziehungsstatus im Sozialen Netzwerk auf „verheiratet“ ändert.

„Neue und innovative Modelle für das Banking, die Finanzberatung, die Kreditvergabe oder die Geldanlage sind oft bequemer und kundenfreundlicher als herkömmliche Verfahren und können finanziell hochinteressant sein. Genauso wie das Online-Banking werden sie sich mittelfristig bei den Verbrauchern durchsetzen“, so Dietz.

Allerdings seien die Deutschen in Geldfragen traditionell eher vorsichtig und wüssten zudem noch wenig über die neuen Angebote.

Tatsächlich sagen 66 Prozent der Befragten: „Ich verstehe viele digitale Angebote rund um Banking und Bezahlen nicht.“ 67 Prozent erklären zudem: „Ich verstehe die Finanzwelt immer weniger.“ Dietz: „Banken und Fintech‘s müssen jetzt Aufklärungsarbeit leisten und Vertrauen aufbauen.“

Fazit: Die Digitalisierung ändert einiges in der Finanzwelt. Die Zeit für Bankverkäufer und die klassischen Versicherungsvertreter werden härter. Die einzige Chance für die Assekuranz und Banken liegen neben der digitalen Information der Zielgruppen im analogen Service, der individuellen Bedarfs- und Risikoanalyse, sowie der Ausarbeitung von nachhaltigen persönlichen Lösungen.

Dietmar Braun

Millionen für Fintech- und Insuretech-Gründer

Montag, April 25th, 2016

Wer mehrere Millionen Euro braucht um ein Fintech-Unternehmen zu finanzieren muss nicht lange suchen. Den Startups für digitale Angebote von Apps für Assekuranz und Banken helfen Investoren.

Geldregen für Fintech-StartUps © Franz Metelec

Geldregen für Fintech-StartUps © Franz Metelec

2016-04-25 (db) In London, Dublin, Hong Kong und New York steht das Unternehmen FinTech Innovation Lab, von Accenture, den Fintech-Startups als Finanzierungspartner zur Verfügung. Das Unternehmen vermittelt für die jungen Unternehmen die Kontakte zu Investoren wie HSBC, Bank of America, Meryll Lynch, Goldman Sachs, Royal Bank of Scotland und der Citigroup Bank. Die jeweils auf ein Quartal angelegten Programme sind darauf ausgelegt nationale Gründer mit den Fintech-Investoren zusammenzubringen und auf den globalen Markt im Internet und mit Apps vorzubereiten.

In der Schweiz wartet in Zurich das Unternehmen Kickstart auf die Anfragen der Firmengründer. Der Vorteil von Kickstart ist, dass die Investoren die Startups ohne die Übernahme von Geschäftsanteilen fördern. Die Fintech-Gründer bleiben unabhängig und können aber als Mehrwert kostenfrei mit eigenen Büroflächen vom Finanzplatz Zürich aus international operieren.

In Deutschland wartet FinLeap auf Anfragen der Startups. Nach eigenen Angaben gründet und fördert das Unternehmen aus Berlin Fintech-Unternehmen „am Fließband“.

In London erwartet mit Level39 ein Unternehmen der Canary Wharf Group auf die Gründer. Ebenfalls in London (aber auch in Singapur und New York) wartet Startupbootcamp auf die Gründer um sie mit den millionenschweren Investoren zusammenzubringen.

Fazit: Es ist nicht schwer Kontakte und Millionen für ein Fintech-Unternehmen zu bekommen. Wichtig ist nur: einen einigermaßen beeindruckenden Geschäftsplan aufzustellen, eine gute Präsentation vorzubereiten und sich was Hübsches anzuziehen. Die Chance ist nicht minder gering als früher in der Welle des „Neuen Marktes“. Also wann surfen Sie auf der „Fintech-Welle“?

Dietmar Braun

Allianz wird jünger, weiblicher und erfahrener

Donnerstag, März 10th, 2016

Der Allianz SE ist erneut ein Coup bei ihren Top-Managern gelungen. Mit Jaqueline Hunt wurde eine Top-Managerin an die Spitze des Erstversicherers berufen, die globale Management-Erfahrung hat.

2016 Allianz SE Jaqueline Hunt kl

Neu im Vorstand der Allianz SE ist Jacqueline Hunt (47), bis vor kurzem für das Versicherungsgeschäft von Prudential in Großbritannien, Europa und Afrika zuständig. Die Managerin Hunt ist neben Helga Jung die zweite Frau in dem Führungsgremium, bereits ab Juli 2016 wird sie die Nachfolgerin von Jay Ralph (57).

Es gibt in der Assekuranz nicht viele vom Kaliber der neuen Allianz Top-Managerin. Hunt hat sich die letzten 25 Jahre in der Branche als herausragende Finanzexpertin erwiesen. Kein Wunder, dass sie nach ihrem Weggang von Prudential im vergangenen November von vielen Seiten umworben wurde. Am Ende entschied sich die gebürtige Südafrikanerin für die Allianz, wo sie ab Juli 2016 für das Asset Management und das Lebensversicherungsgeschäft in den USA zuständig sein wird.

Hunt, die in Johannesburg Wirtschaft studierte und ihre berufliche Karriere bei Deloitte & Touche begann, kennt die Finanz- und Versicherungsbranche von Grund auf. Die Managerin hat globale Erfahrung im Management, sie hat in Südafrika, Neuseeland, den USA und Europa gearbeitet, war Finanzchefin bei Aviva, bei Norwich Union und Standard Life, und hat bei Prudential zwei Jahre lang erfolgreich das Versicherungsgeschäft in Großbritannien, Europa und Afrika geleitet.

Mitarbeiter und Geschäftspartner hoben anfänglich ihre ruhige, zurückhaltende Art hervor, in der einige Kommentatoren zu Beginn ihrer Karriere mangelnde Durchsetzungsfähigkeit erkennen wollten. Sie wurden bald eines Besseren belehrt.

„Ich liefere lieber Ergebnisse, als dass ich für große Ankündigungen bekannt bin, die ich dann nicht erfüllen kann“, sagt Hunt, die ursprünglich den Beruf einer Geologin ausüben wollte.

Die neue Top-Managerin der Allianz SE weiß, was es heißt, als Frau in einer Männerdomäne zu bestehen.

„Ich kenne das Gefühl, wenn man sich als eine von vielleicht drei Frauen in einem Versammlungssaal mit Hunderten von Männern befindet. Einerseits ist es eine Ehre, eine Art Vorreiterrolle für Frauen zu übernehmen, aber man steht auch viel stärker unter Beobachtung. Es ist eine große Verantwortung“, sagt die heute 47-Jährige Managerin. Und sie kennt auch den Druck, den diese Position unweigerlich mit sich bringt, die Erwartungen, die damit verbunden sind, die besondere Aufmerksamkeit, die sie, die Frau im Vorstand, auch in den Medien erfährt.

Die Opernliebhaberin, die mit ihrer Familie gern auf Reisen geht, hat sich ihren Erfolg mit Können und Ausdauer hart erarbeitet. Die, die sie kennen, bescheinigen ihr eine „stille Unnachgiebigkeit“, wenn es darum geht, ein Ziel zu verfolgen. Sie selbst beschreibt sich als rational, zielorientiert und überlegt.

„Doch rational bedeutet nicht, dass man kein Einfühlungsvermögen besitzt“, sagt Hunt, und wer mit ihr redet, merkt sehr schnell, dass sie beides auf überzeugende Weise miteinander verbindet.

Zum Beispiel, wenn sie auf die Probleme zu sprechen kommt, mit denen berufstätige Mütter im Alltag zu kämpfen haben.

„Ich habe das alles selbst mitgemacht“, sagt die Mutter eines 17jährigen Sohns und einer 14jährigen Tochter.
Dass sie trotz Kindern Karriere gemacht hat, lag neben ihrer herausragenden Qualifikation auch an der Unterstützung durch ihren Ehemann und die Schwiegereltern. Doch sie weiß: Nicht immer können berufstätige Frauen auf solche Hilfe bauen. Ihre Sache liegt Hunt besonders am Herzen.

„Aber es geht nicht nur um Frauen. Es geht auch um Männer, die mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen wollen. Es geht um Menschen, die ihre Angehörigen pflegen. Wir müssen das Thema von Beruf und Familie viel weiter fassen“, fordert die neue Allianz-Managerin.

Mit Jackie Hunt, die künftig für Asset Management und das Lebensversicherungsgeschäft in den USA zuständig sein wird, holt sich die Allianz eine ausgewiesene Fachfrau ins Unternehmen. Und wie es aussieht, nicht nur eine, die in der Vermögensverwaltung etwas bewegen kann.

Dietmar Braun

MLP AG will erst 2017 Gewinne machen

Donnerstag, Februar 25th, 2016

2016-02-25 (db) Die MLP AG aus Wiesloch bei Heidelberg meldet heute für das Geschäftsjahr 2015 in nahezu allen Beratungsfeldern Zuwächse. Offensichtlich hat MLP, im Kerngeschäft der Finanzberatung akademischer Berufe, die Strategie erfolgreich umgesetzt, die Umsatzbasis in der Zielgruppe deutlich zu verbreitern, um marktbedingte Rückgänge in der privaten Altersvorsorge abzufedern.

Die Gesamterlöse der Heidelberger stiegen um 4,9 Prozent von auf 557,2 Millionen Euro. Das um Akquisitionen bereinigte EBIT sank von 39,0 auf 32,5 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Anorganisches Wachstum aus Erwerb der Domcura
Unterstellt man den Erwerb des neuen Tochterunternehmens, dem Assekuradeur Domcura, rückwirkend zum 1. Januar 2015, sank das Konzernergebnis nur von 29,0 auf 23,3 Millionen Euro. Die MLP AG hatte den Assekuradeur Domcura im Juli 2015 erworben, ist aber bereits rückwirkend zum Jahresbeginn 2015 gewinnberechtigt.

Auf Basis des Konzernergebnisses für 2015 schlägt der Vorstand eine Senkung der Dividende pro Aktie von 17 auf 12 Cent vor.

MLP setzt weiter auf Re-Strukturierung
Um unter den weiterhin schwierigen Marktbedingungen in der privaten Altersvorsorge das Niveau im Ergebnis nachhaltig zu erhöhen, wird MLP den strategischen Umbau der vergangenen Jahre weiter beschleunigen. Das Unternehmen prüft weitere Chancen und Möglichkeiten für ein weiteres anorganisches Wachstum, die Erfahrung mit Domcura hat da beflügelt. Außerdem wird MLP das Kostenmanagement der vergangenen Jahre weiter straffen.

Vorstand und Aufsichtsrat wollen nicht in 2016, sondern erst im kommenden Jahr 2017 von den reduzierten Kosten profitieren, so dass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ab 2017 wieder deutlich steigen soll.

„MLP hat auch 2015 solide Gewinne erwirtschaftet. Das ist alles andere als selbstverständlich, wenn man sich die sehr schwierige Lage vor allem im Markt für Altersvorsorge ansieht. Dennoch sind wir mit diesem Ergebnisniveau natürlich nicht zufrieden. Aber unsere Berater und Mitarbeiter haben auch 2015 das erreicht, was unter diesen Marktbedingungen möglich ist. Wir haben MLP in den vergangenen zehn Jahren neu ausgerichtet. Dazu haben wir das Kostenniveau um rund 60 Millionen Euro gesenkt und unser strategisches Portfolio deutlich ausgeweitet. Unter anderem haben wir andere Geschäftsfelder wie das Vermögensmanagement und die Sachversicherung ausgebaut und neue Beratungsfelder wie die Immobilienvermittlung etabliert. Das Geschäftsjahr 2015 ist mit breit angelegten Zuwächsen ein weiterer Beleg, dass dies richtig ist. Diesen strategischen Umbau werden wir weiter beschleunigen, um auch im nach wie vor rückläufigen Markt für Altersvorsorge das Ergebnisniveau nachhaltig zu steigern“, so Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender MLP AG.

Gesamterlöse bei einer halben Milliarde Euro
Im Geschäftsjahr 2015 stiegen die Gesamterlöse von 531,1 auf 557,2 Millionen Euro. Die Aufteilung zeige Zuwächse in nahezu allen Beratungsfeldern. Mit Erlösen von 166,0 nach 147,0 Millionen Euro und einem Anstieg der betreuten Vermögen 27,5 auf 29,0 Milliarden Euro erzielte die MLP Gruppe neue Höchststände im Vermögensmanagement. Zu dieser Entwicklung hat das vermögensverwaltende Tochterunternehmen FERI AG, ein Erwerb der MLP vor Domcura, als auch das eigene Geschäft einen wichtigen Beitrag geleistet.

MLP-Tochter Domcura liefert kräftigen Gewinn
In der Sachversicherung stiegen, dank dem Erwerb des Assekuradeur Domcura, die Erlöse von 34,6 auf 54,9 Millionen Euro; dieses Ergebnis beinhaltet ab dem 1. August 2015 die Erlöse des neuen Tochterunternehmens Domcura in Höhe von 19,2 Millionen Euro.

In der Sparte Private Krankenversicherung wuchs MLP in einem nach wie vor schwierigen Markt um 5,5 Prozent von 43,5 auf 45,9 Millionen Euro.

Niedrigzinsen sorgen für Immobilen und Baufinanzierungs-Boom
Hoch sei auch die Nachfrage im Sektor Immobilien. Vor diesem Hintergrund stiegen die Erlöse aus der Baufinanzierung um 19,1 Prozent von 13,6 auf 16,2 Millionen. Die übrigen Maklervergütungen, die die Vermittlung von Immobilien beinhalten, haben sich von 8,4 auf 15,6 Millionen Euro nahezu verdoppelt.

Lebensversicherung macht Sorgen
In der Altersvorsorge konnte sich die MLP nicht von der Branchenentwicklung abkoppeln. Das Geschäft in der privaten Altersvorsorge wird nach wie vor dominiert von den Diskussionen über Lebensversicherer und ihre Produkte. Vor diesem Hintergrund brachen die Erlöse von 239,7 auf 215,7 Millionen Euro um über zehn Prozent ein. Besondere im vierten Quartal 2015, wo früher ein „Jahresendgeschäft“ lief, gingen die Erlöse von 106,6 auf 87,8 Millionen Euro deutlich im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Gewinnung von neuen Kunden stagniert
Im Jahr 2015 hat MLP brutto 27.500 Neukunden gewonnen, im Vorjahr waren es noch 27.900. Die Beraterzahl stieg zum Jahresende leicht von 1.914 auf 1.935, ein Zeichen dass die Gewinnung von Nachwuchs voran kommt und die Verluste aus Alterung und Abwanderung ausgeglichen werden.

Ausblick: EBIT-Niveau soll ab 2017 wieder deutlich steigen
Auf Basis der eingeleiteten Kostenmaßnahmen soll das EBIT erst ab dem Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zu 2015 erkennbar profitieren.

„MLP wird auch in den kommenden Jahren in schwierigen Märkten unterwegs sein. Unser Anspruch ist es, auch in diesem Umfeld das Ergebnisniveau wieder zu steigern. Bereits 2017 wird MLP in vollem Umfang von den weiteren Effizienzmaßnahmen profitieren“, sagt Reinhard Loose, Finanzvorstand MLP.

Fazit: Ein komplettes laufendes Geschäftsjahr auszublenden, das kann sich wohl nur ein Spezial-Vertrieb für Akademiker und deren Nachwuchs erlauben. Die MLP AG will erst wieder 2017 Gewinne machen, ja dann. Das bisherige Wachstum durch die Zukäufe des Vermögensverwalters FERI AG und des Assekuradeurs Domcura lenken von der Management-Leistung im Kerngeschäft der MLP ab. Ein Spaßvogel könnte die Theorie entwickeln, wenn die MLP AG die Allianz Versicherungen kauft wird sie sogar Marktführer, aber da wird eher umgekehrt ein solider Heidelberger Schuh draus.

Dietmar Braun

Riskante Anlage-Alternativen für Lebensversicherer

Sonntag, März 8th, 2015

In Europa hat Geld keinen Preis mehr. Die Tugend des Konsumverzichts und die Kultur des Vorsorgesparens soll ausgerottet werden. Wir leben in einem von der Europäischen Zentralbank (EZB) gesteuerten Markt.

Jetzt kommt auch noch ausgerechnet die europäische Versicherungsaufsicht und animiert Versicherungskonzerne zu Investitionen in umstrittene Kreditverbriefungen. Diese „Asset Backed Securities“ (ABS) waren übrigens der toxische Auslöser der letzten Banken- und Finanzkrise.

Mit den neuen Regeln für die Kapitalanlage der Versicherer können die Aufsichtsbehörden Kapital in eine politisch erwünschte Richtung steuern. Die EZB signalisierte, dass sie jetzt bereit sei ABS-Papiere anzukaufen. Das Ziel scheint zu sein, Banken von Lasten zu befreien, welche die Wertverluste bei ABS-Kreditverbriefungen verursachen können.

Die Entscheidung der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) erleichtert auch der Assekuranz den Ankauf von ABS. Für Versicherer ist es leichter möglich Kreditverbriefungen als Kapitalanlage zu kaufen, weil die dafür erforderliche Unterlegung mit Eigenmitteln abgesenkt wurde.

Die eigentliche Pflicht der Versicherungsaufsicht wäre es Lebensversicherer zu kontrollieren, ob die Versicherer ihre Leistungsversprechen gegenüber den Versicherten auch jederzeit sicher einlösen können. Aktuell erweisen sich die Regeln für Eigenkapital-Unterlegung in der Assekuranz seitens der „Aufseher“ als kontraproduktiv und ermöglichen sehr riskante Investitionen.
Werden Staatsschulden und Bank-Risiken auf Sparer abgewälzt?

Die Aufgabe der Rechenmodelle und Szenarien von Solvency II sind praxisnahe Abbildung der Risiken der Versicherer. Je weiter die Marktzinsen sanken, wurden marktferne Annahmen in die Modelle eingebaut, um noch akzeptable Solvenz-Quoten zu erreichen. In den Szenarien wird ein über die Zeit risikoloser Zins von vier Prozent unterstellt, obwohl es aktuell im Markt für zehnjährige deutsche Staatsanleihen weniger als einen halben Prozentpunkt Zins gibt.

„Die Kunden müssen sich sicherlich 2015 auf gleichbleibende oder sinkende Renditen einstellen“, sagt Elke König, Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), noch bis Mai 2015. Die Chefin der Aufsicht glaubt an eine lang andauernde Niedrigzinsphase.
Der Durchschnittswert der Verzinsung bei Lebensversicherungen liegt, nach einer Studie der Rating-Agentur Assekurata, mit 3,2 Prozent um 0,2 Prozentpunkte niedriger als noch in 2014.

Die Suche nach sicheren Kapitalanlagen gehört zum Geschäftsmodell der Lebensversicherung, sie ist ein Teil des Risikoausgleichs in der Zeit.

Einige Lebensversicherer haben alternative Modelle
Erste Anbieter, wie der Marktführer Allianz SE und oder die Ergo Versicherungsgruppe AG, ein Erstversicherer der Munich Re AG, haben erfolgreich den Vertrieb von Policen mit alternativen Garantie-Modellen begonnen. Anbieter, wie der Beamtenversicherer Debeka Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit oder die Generali Deutschland AG, fordern einen langsamen Aufbau der Zinszusatzreserve, um eine Überforderung mit der ab 2016 umgesetzten Solvency II zu vermeiden.

Die von der Versicherungsaufsicht angewandte Formel für den „Stresstest“ wird von einigen Mathematikern als fehlerhaft kritisiert. Der Referenzzins sollte nach Meinung dieser Experten stärker auf die tatsächliche Kapitalanlage abgestimmt werden. Die (Zins-)Zusatzreserve sollte ein Teil der Eigenmittel der Versicherer sein, ist von den Aktuaren zu hören. Das verwundert, handelt es sich hier nicht um „versicherungstechnisches Fremdkapital“ und „dessen Erträge“?

Für die Versicherten können auf Dauer die Erträge wegen der künstlichen EZB-Niedrigzinspolitik sinken. Hier sollen Bankrisiken und Staatsschulden zu Lasten der Vorsorgesparer abgebaut werden. Die EZB-Politik habe die deutschen Vorsorgesparer seit 2010 etwa 23 Milliarden Euro gekostet, laut dem „Weltvermögensbericht 2014“ der Allianz Deutschland AG.

Verschärfte Eigenkapital-Regeln für Lebensversicherer ab 2016
Die Aufsicht BaFin hat die deutschen Lebensversicherer zur Eigenmittelsituation unter Solvency II-Bedingungen getestet. Der Assekuranz half beim Test noch eine Übergangszeit von 16 Jahren und Toleranzen in der Modell-Formel.

Wenige Versicherer mit einem gemeinsamen Marktanteil von unter ein Prozent konnten keine ausreichenden Eigenmittel nachweisen. Diese Ausreißer müssen jetzt innerhalb einer Frist nachbessern. Ohne Übergangsmaßnahmen lägen allerdings die Eigenmittel bei jedem vierten Lebensversicherer, die gemeinsam auf einen Marktanteil von zehn Prozent haben, unterhalb der aufsichtsrechtlichen Anforderungen.

Die BaFin schätzt, dass den deutschen Lebensversicherern ohne Anwendung der zurzeit gültigen Übergangsmaßnahmen bereits 15 Milliarden Euro in den Eigenmitteln fehlen würden.
Zusätzliche Reserven für garantierten Leistungen

Die „klassische“ deutsche Lebensversicherung bietet traditionell Verträge mit mittel- und langfristigen Zinsgarantien. Unter der Bewertung von Solvency II-Regeln werden Risiken sichtbar, welche (Zins-)Garantien mit sich bringen.

Den Lebensversicherern steht als bewährtes versicherungsmathematisches Instrument die sogenannte Anpassung der Volatilität zur Verfügung. Es handelt sich hierbei um einen kalkulierten Aufschlag auf die Zinskurve, um Schwankungen in den Ergebnissen aufgrund von Über- oder Untertreibungen im Markt über die Zeit zu glätten. Die deutschen Lebensversicherer müssen sich die Anwendung solcher Maßnahmen von der BaFin genehmigen lassen. Die konkrete Höhe des Zuschlages legt die EIOPA fest.

Die BaFin hatte die Lebensversicherer bereits im Jahr 2011 per Rundschreiben aufgefordert, eine Zinszusatzreserve aufzubauen. Ziel ist die Sicherung der Alt-Garantien von 4,0 und 3,5 Prozent die den Bestandskunden gutgeschrieben werden müssen. Seit 2014 sank durch fallende Marktzinsen der Referenzzins für die risikofreie Anlage in Staatsanleihen bester Bonität aus dem Euroraum auf unter 3,25 Prozent.

Einige Lebensversicherer müssen aktuell Verträge mit den Versicherten nachreservieren, die noch vor wenigen Jahren mit 3,25 Prozent Garantiezins angeboten wurden. Der Garantiezins liegt 2015 bei 1,25 Prozent und soll nach den Vorschlägen der Aktuare auch für 2016 konstant gehalten werden.

Die Zinszusatzreserve hat aktuell ein Volumen von über 20 Milliarden Euro erreicht. Das Geld fließt in Deckungsrückstellungen der Lebensversicherer. Die Mittel im Deckungsstock sind für Investitionen in riskante Kapitalanlagen aufsichtsrechtlich reguliert.

Vorsorgesparer sind die Verlierer beim EZB-Deal
„Den Deutschen seien seit 2008 hunderte Milliarden Euro entgangen – im Vergleich zu den Zinsen, die vor Ausbruch der Finanzkrise erzielt wurden. Da kommen Jahr für Jahr 60 bis 70 Milliarden Euro zusammen, Tendenz gleichbleibend“, sagt der Ökonom Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. in München

Die Lebensversicherer haben den Versicherten langfristig in vielen Tarif-Kollektiven 3,1 Prozent Garantiezins zugesagt. Nur mit traditionellen Zinspapieren, wie den aktuellen Staatsanleihen, ist diese Marge kaum zu erzielen.

Allerdings haben viele Versicherer noch Papiere mit einer zufriedenstellenden Duration in den Portfolien. Als Alternative könnte die Aktienquote in den Anlage-Portfolien steigen. Seit die Assekuranz im Jahr 2000 jedoch von schnell fallenden Börsenkursen überrascht wurde, ging die Aktienquote auf durchschnittlich drei Prozent zurück. Eine Alternative wären auch fondsgebundene Lebensversicherungen, da trägt aber der Versicherte allein das Anlagerisiko. Ist da die Kapitalanlage nichts mehr wert, dann ist wäre auch die Rente futsch.

Fazit:
Viele deutsche Versicherer sehen die Anlage in Aktien als riskante Anlageform. Aber selbst bei einer Aktienquote von 25 Prozent, die in der deutschen Versicherungswirtschaft fern jeder Realität ist, lassen sich anhaltende Niedrigzinsen kaum kompensieren. Dauerhaft niedrige Marktzinsen können zu Leistungskürzungen führen.

Eine Alternative kann über Infrastruktur-Investitionen mit staatlichen Garantien entstehen.

Wegen der biometrischen Herausforderung gilt aber, Lebensversicherung lohnt sich.

Der Grund ist sehr einfach: Keine andere Lösung ermöglicht in der Altersvorsorge den Risikoausgleich über das Kollektiv und den Ausgleich von Marktrisiken in der Zeit. Das Vorsorgesparen durch Konsumverzicht führt zu einer lebenslangen Rente. Allerdings hatten es Vorsorgesparer schon leichter als die verschuldeten Politiker und Banker noch nicht auf die privaten „Ersparnisse“ scharf waren.

Dietmar Braun

Aquaplaning bedeutet Wasserski mit dem Auto

Mittwoch, August 13th, 2014

In der Beratung von Kunden in der Kraftfahrt-Versicherung sollten Versicherungsmakler und Versicherungsvermittler auf regelmäßige Informationen als Service achten. So wird die Wechselgefahr zum Jahresende wegen ein paar Euro Prämie deutlich reduziert.

2014-08-13 (db) Unwetter ziehen über Deutschland. Oft sind sie begleitet von extremen Regenfällen, die nicht nur Keller überfluten. Wer da mit dem Auto unterwegs ist, kann leicht die Schrecken des Aquaplanings erleben. Nach Auskunft des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) verhindert dabei das Wasser auf der Straße den Kontakt zwischen Reifen und Fahrbahn, besonders bei höherem Tempo. Die Räder schwimmen auf.
Das Auto fährt praktisch „Wasserski“ und lässt sich nicht mehr lenken.

Bei Fahrzeugen mit Frontantrieb äußert sich Aquaplaning durch Aufheulen des Motors, also das Durchdrehen der Vorderräder.
Autofahrer sollen bei starkem Regen besonders vorsichtig fahren. Also Fuß vom Gaspedal und die Geschwindigkeit verringern. Schwimmt das Fahrzeug trotzdem einmal auf, hilft nur Auskuppeln und Lenkrad gerade stellen. So kann das Auto bei erneutem Bodenkontakt wieder geradeaus fahren.
Aquaplaning kann schon bei weniger als 60 km/h entstehen.

Besonders groß ist die Gefahr, wenn die Reifen abgefahren sind, da sie das Wasser nicht mehr durch die Profilrillen verdrängen können. Vorsicht ist auch bei Fahrbahnvertiefungen oder Spurrillen geboten. Hier sammelt sich Wasser und lässt die Reifen schneller aufschwimmen.
Spritzfontänen vorausfahrender Autos sind ein sicherer Hinweis für eine drohende Gefahr von Aquaplaning. Spätestens jetzt heißt es sofort für informierte Autofahrer: Runter vom Gas.

Die Fahrer von Fahrzeugen mit All-Rad-Antrieb fühlen sich sicherer. Diese Sicherheit hat durchaus ihre Berechtigung bei geringerer Geschwindigkeit. Die Gefahr des Aufschwimmens der Reifen wird hier besser durch den Ausgleich über die Einzelrad-Steuerung ausgeglichen. Aber auch hier gilt: Runter vom Gaspedal schafft mehr Sicherheit.

Dietmar Braun, freier Fachjournalist

Der Kraftfahrer-Schutz e.V. (KS) ist mit rund 500.000 Mitgliedern der drittgrößte Automobilclub in Deutschland. Die Auxilia Rechtsschutz-Versicherungs-AG und KS Versicherungs-AG sind verbundene Tochterunternehmen die eine umfassende Palette an Club- und Versicherungsleistungen, von der Beihilfe bei Wildschaden über den KS-Notfall-Service bis hin zu preiswerten Rechtsschutz- und Schutzbriefversicherungen bieten. Im Verhältnis von Leistungen und Prämie haben die Angebote in vielen Rankings und Tarifvergleichen in den letzten Jahren überzeugen können. In der Münchner Zentrale und in acht Bezirksdirektionen sind rund 170 Mitarbeiter beschäftigt. Der Jahresumsatz der KS-Gruppe liegt bei 100 Millionen Euro. Der Vertrieb erfolgt über 10.000 Versicherungsmakler und freie Versicherungsvermittler.

Aquaplaning

Wildschaden

Offline-Show über Online-Vertrieb für Makler

Dienstag, August 12th, 2014

Vor Ort „Offline“ informieren um „Online“ verkaufen zu können. Getreu diesem Motto ist die Fonds Finanz Maklerservice GmbH auf Deutschland-Tournee. Für Teilnehmer die Makler werden wollen und für Makler gibt es vor Ort alle Infos rund um das Verkaufen übers Internet.

2014-08-12 (db) „Online zum Kunden“, so lautet das Motto der diesjährigen Fonds Finanz Spezial-Roadshow 2014. Vom 7. Oktober bis 20. November 2014 wird das Experten-Team in Feldafing, Leipzig, Nürnberg und Mannheim vor Ort zu erleben sein.

Wo suchen die Menschen heute Erstinformation über Versicherungen und Finanzprodukte? Was werden diese Interessenten tun, wenn sie diese Flut an Informationen, Halbwahrheiten und Laienmeinungen überfordert? Wo werden die potentiellen Kunden nach einem kompetenten Ansprechpartner suchen, welche die Informationsflut für sie ordnet, bewertet und sie am Ende zu einem erfolgreichen Abschluss führt? Die Antworten darauf finden sich in aktuellen Studien:

Über zwei Drittel aller Menschen in Deutschland ab dem 10. Lebensjahr nutzen das Internet.

88 Prozent verschaffen sich über das Netz Informationen über Waren und Dienstleistungen.
W
o sollte ein Versicherungsmakler heute folglich aktiv sein, damit er unabhängig von Zeit und Raum neue Kunden gewinnen und seine bestehenden Kunden langfristig an sich binden kann? Idealerweise da, wo sich die künftigen Kunden informieren, und das ist zumeist das Internet. Neben dem Internet spielt die Empfehlung von Familie, Freunden, Kollegen und Bekannten eine große Rolle. Aber auch die nutzen zur Erstinformation zumeist das Internet.

Auf der Spezial-Roadshow „Online zum Kunden“ zeigen Experten, wie Versicherungsmakler den Umsatz steigern und sich gleichzeitig neue zeitliche Freiheiten verschaffen können, indem Sie Ihre Kunden online akquirieren und betreuen. Erfahrene Referenten zeigen wie Bestands- und Neukunden über das Internet noch effektiver beraten und betreut werden können.

Die Themenschwerpunkte der Spezial-Roadshow 2014:
– Grundlagen der Online-Beratung
– Notwendige Investitionen und worauf Sie verzichten können
– Neukundengewinnung mit Leads
– In drei Schritten zum Online-Makler
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Debeka versus Handelsblatt

Dienstag, Dezember 17th, 2013

Der Debeka Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Debeka) kann die für sein Vertriebsmodell kritischen Medienberichte mit einstweiligen Verfügungen stoppen. Das wird allerdings auf Dauer nicht so einfach sein, da die traditionell als „Vertrauensfrauen“ und „Vertrauensmänner“ bezeichneten Vertriebskontakte, unter den öffentlich Bediensteten und Beamten, vielleicht nicht nur „Tippgeber“ sind und waren.

2013-12-17 (db) Der Gesetzgeber spricht klar von Vermittlern und Vermittlung „beim Hinwirken auf einen Versicherungsabschluss“. Nebenberufliche Empfehlungsgeber sind gleichfalls Vermittler „wenn diese auf den Abschluss einer Versicherung hinwirken“. Die Signal-Iduna, die Württembergische Gemeindeversicherung (WGV) und viele andere Versicherer mit „Tippgebern“ und „Vertrauensleuten“ werden die weitere Entwicklung gespannt beobachten.

Zur Sache teilte die Debeka heute mit:

Die Debeka hat am 13. Dezember 2013 vor dem Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen das Handelsblatt erwirkt. Diese Verfü¬gung untersagt dem Handelsblatt sinngemäß die Erweckung des Ein¬drucks die Debeka unterhalte ein „geheimes System von Zuträgern“ in der Beamtenschaft. Darüber hinaus darf die Zeitung nicht mehr den Eindruck erwecken, die Debeka zahle im Vorfeld eines Vertragsabschlusses für ei¬nen „bloßen Tipp“ 50 Euro.

Zudem darf das Handelsblatt nicht weiter ver¬breiten, die Tippgeber würden von der Debeka zu einer vom rheinland-pfäl¬zischen Ministerium abgemahnten Gewinnerzielung „angestachelt“. Das Blatt darf ferner nicht mehr verbreiten, das hessische Innenministerium habe die mit Provisionen honorierten Tätigkeiten der Beamten als „Tippge¬ber“ am 20. Dezember 2010 in einem Erlass als „illegal“ bezeichnet.

In der Berichterstattung des Handelsblatts wurde einzelnen Mitarbeitern vorgeworfen, illegal mit Adressen gehandelt zu haben. Dadurch geriet die Debeka in die Kritik. Aufgrund einer unzutreffenden Vermischung von Sachverhalten wurde im Zuge dessen auch die legale und seit Jahrzehnten bekannte Vertriebsunterstützung durch nebenberuflich tätige „Empfehlungs¬geber“, so genannte „Tippgeber“, fälschlicher Weise skandalisiert.

Richtig ist:

Bei „Tippgebern“ handelt es sich um aktive Vereinsmitglieder der Debeka,

die ausschließlich dann eine Provision erhalten,

wenn die von ihnen emp¬fohlenen Interessenten einen Versicherungsvertrag abschließen.

Diese Vergütung ist ein steuerpflichtiges Nebeneinkommen.

Die Tippgeber han¬deln offen und transparent. Sie dürfen aufgrund gesetzlicher Vorschriften selbst keine Verträge mit Interessenten abschließen und müssen dabei datenschutzrechtliche Vorgaben einhalten, auf die sie von der Debeka vor Aufnahme ihrer Tätigkeit umfassend hingewiesen werden.

Kommentar (Anm. des Autors):
Entscheidend ist nicht, wer den Abschluss vornimmt, sondern vor allem, wer auf diesen hinwirkt. Eine Provision ist definiert, als eine Vergütung für die Akquisition, Beratung und den Abschluss.