Archive for the ‘Sonstiges’ Category

Debeka versus Handelsblatt

Dienstag, Dezember 17th, 2013

Der Debeka Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Debeka) kann die für sein Vertriebsmodell kritischen Medienberichte mit einstweiligen Verfügungen stoppen. Das wird allerdings auf Dauer nicht so einfach sein, da die traditionell als „Vertrauensfrauen“ und „Vertrauensmänner“ bezeichneten Vertriebskontakte, unter den öffentlich Bediensteten und Beamten, vielleicht nicht nur „Tippgeber“ sind und waren.

2013-12-17 (db) Der Gesetzgeber spricht klar von Vermittlern und Vermittlung „beim Hinwirken auf einen Versicherungsabschluss“. Nebenberufliche Empfehlungsgeber sind gleichfalls Vermittler „wenn diese auf den Abschluss einer Versicherung hinwirken“. Die Signal-Iduna, die Württembergische Gemeindeversicherung (WGV) und viele andere Versicherer mit „Tippgebern“ und „Vertrauensleuten“ werden die weitere Entwicklung gespannt beobachten.

Zur Sache teilte die Debeka heute mit:

Die Debeka hat am 13. Dezember 2013 vor dem Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen das Handelsblatt erwirkt. Diese Verfü¬gung untersagt dem Handelsblatt sinngemäß die Erweckung des Ein¬drucks die Debeka unterhalte ein „geheimes System von Zuträgern“ in der Beamtenschaft. Darüber hinaus darf die Zeitung nicht mehr den Eindruck erwecken, die Debeka zahle im Vorfeld eines Vertragsabschlusses für ei¬nen „bloßen Tipp“ 50 Euro.

Zudem darf das Handelsblatt nicht weiter ver¬breiten, die Tippgeber würden von der Debeka zu einer vom rheinland-pfäl¬zischen Ministerium abgemahnten Gewinnerzielung „angestachelt“. Das Blatt darf ferner nicht mehr verbreiten, das hessische Innenministerium habe die mit Provisionen honorierten Tätigkeiten der Beamten als „Tippge¬ber“ am 20. Dezember 2010 in einem Erlass als „illegal“ bezeichnet.

In der Berichterstattung des Handelsblatts wurde einzelnen Mitarbeitern vorgeworfen, illegal mit Adressen gehandelt zu haben. Dadurch geriet die Debeka in die Kritik. Aufgrund einer unzutreffenden Vermischung von Sachverhalten wurde im Zuge dessen auch die legale und seit Jahrzehnten bekannte Vertriebsunterstützung durch nebenberuflich tätige „Empfehlungs¬geber“, so genannte „Tippgeber“, fälschlicher Weise skandalisiert.

Richtig ist:

Bei „Tippgebern“ handelt es sich um aktive Vereinsmitglieder der Debeka,

die ausschließlich dann eine Provision erhalten,

wenn die von ihnen emp¬fohlenen Interessenten einen Versicherungsvertrag abschließen.

Diese Vergütung ist ein steuerpflichtiges Nebeneinkommen.

Die Tippgeber han¬deln offen und transparent. Sie dürfen aufgrund gesetzlicher Vorschriften selbst keine Verträge mit Interessenten abschließen und müssen dabei datenschutzrechtliche Vorgaben einhalten, auf die sie von der Debeka vor Aufnahme ihrer Tätigkeit umfassend hingewiesen werden.

Kommentar (Anm. des Autors):
Entscheidend ist nicht, wer den Abschluss vornimmt, sondern vor allem, wer auf diesen hinwirkt. Eine Provision ist definiert, als eine Vergütung für die Akquisition, Beratung und den Abschluss.

Dienstreise ins Ausland richtig absichern

Dienstag, Dezember 10th, 2013

Mit zunehmender Globalisierung der Wirtschaft gehören Dienstreisen ins Ausland immer häufiger zum Geschäftsalltag. Unternehmen sind ihren Mitarbeitern auf diesen Reisen gesetzlich zu einer besonderen Fürsorge verpflichtet. Eine Lösung sind spezielle Versicherungen für die Unternehmen.

2012-12-10 (db) Im Jahr 2012 gab es in Deutschland 9,4 Millionen Geschäftsreisende. Ein großer Teil davon reiste ins Ausland. Der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) meldete 17 Millionen Auslandsübernachtungen. Die Aufgaben der Arbeitnehmer jenseits der deutschen Landesgrenzen sind vielfältig. Die Teilnahme an Konferenzen und Messen, die Betreuung von Standorten bis zu Montagetätigkeiten auf den Großbaustellen. Mitarbeiter sind oft wochen- oder monatelang am Auslandsstandort im Einsatz.

Gesetzliche Krankenkassen haben Leistungen abgebaut

Arbeitgeber haben laut Sozialgesetzbuch gegenüber ihren Mitarbeitern auf Dienstreisen eine besondere Führsorgepflicht (§17 SGB). Danach müssen Unternehmen zum Beispiel Kosten für ärztliche Behandlungen, Medikamente und Rücktransporte verunfallter oder kranker Mitarbeiter übernehmen. Die gesetzlichen Krankenkassen tragen seit Anfang 2013 solche Kosten nicht mehr oder nur noch eingeschränkt.

Die HDI-Gerling Industrie Versicherung bietet als eine bedarfsgerechte Versicherungslösung für Auslandsreisen die Dienstreiseversicherung „Travel Insurance for Business“ (TriB).

„Damit unsere Kunden die auf Auslandsreisen entstehenden Risiken ihrer Mitarbeiter zielgenau absichern können, haben wir die Dienstreiseversicherung konzipiert“, sagt Manfred Wittkowski, verantwortlicher Produktmanager bei HDI-Gerling Industrie. „Wir bieten mit unserer neuen Versicherungslösung mehrere Bausteine, die es auf dem Markt in dieser Qualität oder Form bisher nicht gab.“ So entfallen beim neuen Produkt von HDI-Gerling mehrere Beschränkungen, die bei anderen Dienstreiseversicherungen oft üblich sind. Eine Anmeldepflicht für einzelne Dienstreisen entfällt ebenso wie eine Einschränkung auf bestimmte Länder. Auch eine Limitierung der Reisetage entfällt. Es gilt lediglich die gesetzliche Obergrenze von sechs Monaten.

Unterstützung weltweit rund um die Uhr

Die Dienstreisenden erhalten über den Einschluss von Unterstützungsleistungen (Assistance) in aller Welt rund um die Uhr höchste Sicherheit bei Notfällen: HDI-Gerling unterstützt erkrankte oder verunfallte Mitarbeiter dabei, vor Ort Zugang zu den besten Krankenhäusern und Fachärzten zu finden. Wann immer gewünscht und möglich wird die Rückkehr in heimische Kliniken sichergestellt. Sollte dies aus medizinischen Gründen nicht möglich sein, sorgen deutsche Fachärzte auch vor Ort für die bestmögliche Heilbehandlung.
Arbeitgeber können mit der neuen Police auch Krankheitskosten abdecken, die nicht durch einen Unfall verursacht wurden. Zusätzlich zum Ersatz der Heilkosten lässt sich zudem ein Tagesgeld versichern.

Länderspezifische Risiken versicherbar

Unternehmen sind heute auch dazu verpflichtet, Mitarbeiter hinsichtlich spezifischer Risiken eines Reiselandes zu beraten und abzusichern. Dazu gehören eine Impfberatung und eine Gesundheitsprophylaxe, aber auch Hinweise auf politische Gefahren (innere Unruhen) und wirtschaftliche Risiken wie die Haftung bei schuldhaftem Handeln. Zum Leistungsangebot von HDI-Gerling gehört deshalb auch die Absicherung länderspezifischer Risiken.

„Diese Leistungen werden immer wichtiger, da eine Missachtung dieser Pflichten zukünftig strafrechtliche Konsequenzen für das Unternehmen haben kann“, betont Wittkowski. Er verweist dazu beispielhaft auf den „Homicide and Manslaughter Act“ in Großbritannien. Danach können Arbeitgeber und Vorgesetzte im Falle von Pflichtverletzungen bei verletzten oder erkrankten Arbeitnehmern auch strafrechtlich verfolgt werden.

Die Leistungen der Dienstreise-Police lassen sich zum größten Teil über eine Mehrprämie auf inländische Dienstreisen innerhalb Deutschlands übertragen.

Informationsportal oder Vermittler?

Montag, Dezember 9th, 2013

2013-12-09 (db) Welche Rolle übernehmen Internetriesen wie Amazon, Apple oder Google künftig in der Finanzwelt? Vieles weist darauf hin dass diese mehr lukrative Aufgaben als Finanzdienstleister an sich ziehen wollen.

Experimente und Patentanmeldungen wie „Google Wallet“, das „Payment-System“ von Amazon oder das „Ad-hoc-Cash-Dispensing-Network“ von Apple scheinen zu bestätigen, dass hier mächtige Konkurrenz in Form neuer Vertriebswege antreten könnte.

Zu diesen Projekten zählten auch die Vergleichsportale für Versicherungen, welche Google in mehreren Ländern bereits erfolgreich lancierte – so zuerst in den USA und in Großbritannien.

Frankreich-Start von Google ist vorerst beendet

Allerdings gab der Internet-Gigant Google aktuell sein Versicherungs-Vergleichsportal in Frankreich schon wieder auf – nach nur drei Monaten. Google startete in Frankreich im Sommer 2013 mit einem Vergleich für Autoversicherungen. Völlig überraschend ist damit nun Schluss. Google habe bereits Ende Oktober 2013 die Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Versicherungen beendet. Das Vergleichs-Portal hat seine Pforten geschlossen, berichtete das französische Versicherungsportal „l’argus de l’assurance“ bereits Anfang November 2013.

Wirft man einen Blick auf das französische Vergleichsportal, dann erfährt der Nutzer dort, dass der Vergleichsdienst vorübergehend nicht verfügbar sei. „Wir haben unseren KFZ-Versicherungsvergleich vorübergehend ausgesetzt“, steht dort. Auf Mediennachfrage nennt Google „strategische Gründe“. Der Konzern wolle sich zunächst auf den angelsächsischen Markt konzentrieren.

Deutschland-Start von Google ist verschoben

In Deutschland hätte ein solches Preisvergleichs-Internetportal für Autoversicherungen bereits im September 2013 starten sollen. Hier scheint die Sache für den Internet-Gigant sehr komplex zu sein. Google wolle den Start seines Vergleichsportals „Compare“ auf 2014 verschieben, heißt es aus Versicherungskreisen. Allerdings ist auch bekannt, dass Google mit dem Allianz-Konzern Gespräche geführt hat. Dessen Vorstandschef beruhigte in den Medien mit den Worten: „Es ist normal, dass sich Marktführer unterhalten.“

Fazit: Eine wichtige Rolle als Informationsportal und Plattform für Kundenerfahrungen und deren Bewertungen haben die Marktführer im Internet bereits heute. Viele Nutzer informieren sich über die Angebote von der Assekuranz und Banken auch im Internet. Bei der individuellen Beratung, dem Verkauf, der Haftung und im Service „menschelt“ es aber gewaltig. Hier dominiert noch das Gespräch von Mensch zu Mensch über dem Monolog zwischen Mensch und Maschine.

Dietmar Braun

Versichert im Ehrenamt?

Donnerstag, Dezember 5th, 2013

2013-12-05 (db) Jährlich am 05.12., dem Tag des Ehrenamtes, wird international der Einsatz von bürgerschaftlich Engagierten gewürdigt. Viele bürgerschaftlich Engagierte wissen nicht, ob und wie sie bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit versichert sind.

Der Unfallversicherungsschutz, so teilt die VBG Berufsgenossenschaft mit, ist im Ehrenamt besonders vielfältig: Ein Kirchenchormitglied ist gesetzlich unfallversichert, der ehrenamtliche Schiedsrichter oder der Schriftführer eines Fastnachtsvereins hingegen nicht. Für diese hat der Gesetzgeber die Möglichkeit einer freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen Unfallversicherung geschaffen.

Das Wichtigste zum gesetzlichen Versicherungsschutz im Ehrenamt in Kürze:

• Für viele ehrenamtlich Tätige besteht gesetzlicher Unfallversicherungsschutz im Rahmen ihres Engagements. Wer sich ehrenamtlich z. B. in der Kirche oder im Bildungswesen engagiert, steht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Dies gilt z. B. für Ministranten, Mitglieder des Kirchenchors, gewählte Elternvertreter und ehrenamtlich Lehrende.

• Ein anderer Teil der ehrenamtlich Tätigen ist nicht automatisch gesetzlich unfallversichert, wie z. B. beauftragte Ehrenamtsträger in einem Heimatverein oder gewählte Kassen- oder Platzwarte im Sportverein. Sie können sich bei der VBG versichern und sich hier im Internet direkt bei der Unfallversicherung anmelden. Vorteil ist, dass sie damit den gleichen Versicherungsschutz und die gleichen Leistungen wie Arbeitnehmer durch die gesetzliche Unfallversicherung erhalten.

Die VBG ist eine gesetzliche Unfallversicherung mit rund 34 Millionen Versicherungsverhältnissen in Deutschland. Versicherte der VBG sind Arbeitnehmer, freiwillig versicherte Unternehmer, bürgerschaftlich Engagierte und viele mehr. Zur VBG zählen über eine Million Unternehmen aus mehr als 100 Branchen – vom Architekturbüro bis zum Zeitarbeitsunternehmen.

Informationen zur gesetzlichen Unfallversicherung erhalten Interessierte hier im Internet.
Dietmar Braun

Reichtum und Schulden

Mittwoch, August 28th, 2013

Erläuterungen zur Reichtums- und Schuldenuhr (2. Version)

Die Zahlen zur Entwicklung des Nettoprivatvermögens in Deutschland beruhen auf der vom Statistischen Bundesamt und der Bundesbank gemeinsam herausgegebenen Veröffentlichung Sektorale und gesamtwirtschaftliche Vermögensbilanzen 1991 – 2011, und zwar auf den Angaben für das Reinvermögen der Privaten Haushalte und Privaten Organisationen ohne Erwerbszweck. (Vgl. https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/VGR/Vermoegensrechnung/Vermoegensrechnung.html). Es umfasst im Wesentlichen Produktionsanlagen, Bauten, Bauland und Geldvermögen inklusive Wertpapiere und Beteiligungen, abzüglich Kredite, ohne Gebrauchsvermögen privater Haushalte. Für die Uhr wird der durchschnittliche Zuwachs vom 31.12.2001 bis 31.12.2011 mit konstanten Raten fortgeschrieben.

Die Zahlen zum Anteil der Reichsten am Gesamtvermögen beruhen auf den Berechnungen, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung 2010 auf Grundlage des Sozioökonomischen Panels unter Hinzuschätzung des Vermögens der Millionäre auf der Basis der Liste der 300 reichsten Deutschen des Manager-Magazins für 2007 vorgenommen hat. Daraus ergibt sich eine höhere Vermögenskonzentration als aus den offiziellen Statistiken, in denen die sehr Reichen systematisch untererfasst sind. Die so ermittelten Zahlen stimmen auch recht gut mit denen der gesamtwirtschaftlichen Vermögensbilanzen zusammen. (Zur Methodik vgl. DIW Berlin, Aufkommens- und Verteilungswirkungen einer Grünen Vermögensabgabe, Kapitel 3.5, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0084-diwkompakt_2010-0595). Danach betrug 2007 der Anteil des reichsten Prozents am Gesamtvermögen 35,7 Prozent. Das waren die Personen ab einem Nettovermögen von etwa 800.000 Euro. Da die Vermögen seit 2007 deutlich gestiegen sind, kann man heute grob sagen, es handelt sich um die Millionäre. Da es keine besseren und aktuelleren Zahlen für die Verteilung der Vermögen gibt, haben wir diesen Anteil konstant gesetzt und auf die laufenden Vermögenszahlen angewendet.

Die Zahlen zur Staatsverschuldung beruhen auf den Angaben des Statistischen Bundesamtes zu den Schulden der öffentlichen Haushalte zum 30.12.2012 in Höhe von 2072 Milliarden Euro. (Vgl. https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/OeffentlicheFinanzenSteuern/OeffentlicheFinanzen/Schulden/Schulden.html) Da die staatliche Neuverschuldung sich seit 2011 stark verlangsamt hat und weiter verlangsamen soll, ist eine Fortschreibung auf Grundlage des durchschnittlichen Schuldenzuwachses der Vergangenheit hier nicht sinnvoll. Wir haben daher einen jährlichen Zuwachs der Schulden von Bund, Ländern und Gemeinden von 20 Milliarden Euro angesetzt, so wie es von der Bundesregierung für das Jahr 2013 eingeplant ist. (Vgl. http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2012/12/2012-12-03-PM79-Anlage.pdf?__blob=publicationFile&v=1)

Die Vermögenszahlen dieser Uhr unterscheiden sich deutlich von denen der Reichtumsuhr, die auf Berechnungen des DGB Hessen-Thüringen und ver.di Hessen beruht. Das liegt an den unterschiedlichen Datenquellen. Vgl. http://hessen-thueringen.dgb.de/themen/++co++7eae137e-e4ed-11e0-598f-00188b4dc422/@@index.html?k:list=Politik%20%26%20Gesellschaft

Handy-App erleichtert Blinden den Alltag

Freitag, Juli 12th, 2013

mytaxi integriert VoiceOver und TalkBack in die Fahrgast-App und gibt Blinden und Sehbehinderten eine Hilfestellung bei der täglichen Mobilität.

2013-07-12 (db) Ab sofort steht eine neue Version der Fahrgast-App für Blinde und Sehbehinderte von mytaxi im App Store und Google Play Store zur Verfügung. In der Android Version wurde die Funktion TalkBack vollständig integriert, in der iOS Version wurden Teile der bereits bestehenden Funktion VoiceOver überarbeitet. Beide Programme ermöglichen Blinden und Sehbehinderten Smartphones mit Touchscreens zu bedienen. Die neuen Versionen von mytaxi tragen zur Barrierefreiheit im Alltag bei.

Von vielen Sehbehinderten wird vorausgesetzt, dass sie der Außenwelt bedingungslos vertrauen, da sie nicht selten auf fremde Hilfe angewiesen sind.

Mit mytaxi erlangen die Nutzer ein Stück Unabhängigkeit, indem die Taxi-App eine Hilfestellung für die tägliche Fortbewegung liefert. Durch die integrierte Software VoiceOver und TalkBack können sehbehinderte Menschen die gesamte mytaxi App navigieren: Angefangen bei der automatischen Lokalisierung des eigenen Standortes, über den integrierten Fahrpreisrechner bis zur Möglichkeit, seinen Fahrer und dessen Taxi durch Vergabe von Sternen zu bewerten.

Ein besonderer Vorteil für Blinde liegt vor allem darin, vertraute Fahrer in einer Favoritenliste zu speichern und diese bei zukünftigen Bestellungen bevorzugt anzufragen. Auch mytaxi Payment funktioniert uneingeschränkt. Das mobile Bezahlsystem von mytaxi ermöglicht einen direkten Abrechnungsprozess von Smartphone zu Smartphone im Taxi, den der Fahrgast mittels Eingabe seiner PIN bestätigt.

Aber nicht nur mytaxi erleichtert sehbehinderten Menschen den Alltag. Weitere Beispiele sind unter anderem die App Codecheck, um Barcodes im Supermarkt zu scannen und damit Inhaltsstoffe und Preise zu ermitteln. Die App ColorVisor wiederum kann dem Nutzer die Farben von Gegenständen ansagen und ist damit eine Hilfe bei alltäglichen Dingen wie der Auswahl der eigenen Kleidung.

Durch die ständige Optimierung von Apps wird Sehbehinderten verstärkt die Welt der Sehenden eröffnet und sie haben dadurch die Möglichkeit, ihren Alltag selbständig zu bewältigen. Auch wenn Apps momentan Führhunde noch nicht ersetzen können, so stellen sie bereits jetzt eine sinnvolle Ergänzung und Erleichterung im täglichen Leben dar.

Mindestens 1,2 Millionen Menschen in Deutschland sind sehbehindert oder blind. Mithilfe des technischen Fortschrittes und des wertvollen Feedbacks von sehbehinderten Nutzern können Apps wie mytaxi verbessert werden und einen barrierefreien Alltag fördern.

Über mytaxi:

mytaxi ist ein Produkt der Intelligent Apps GmbH und wurde im Juni 2009 von den beiden Gründern Niclaus Mewes und Sven Külper ins Leben gerufen. Das Hamburger Startup ist Pionier und Marktführer und beschäftigt über 160 Mitarbeiter in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Spanien, Polen und den USA. Die Taxibestell-App ermöglicht eine direkte Verbindung zwischen dem Taxifahrer und dem Fahrgast. Die App wurde sieben Millionen Mal heruntergeladen und ist in 40 Städten mit über 35.000 angeschlossenen Taxis verfügbar. Investoren sind unter anderem T-Venture Holding GmbH (Deutsche Telekom AG), Car2Go (Daimler Mobility Services GmbH), KfW Bankengruppe, e42 GmbH und Lars Hinrichs (Cinco Capital GmbH).

Eisenhut-Awards verliehen

Donnerstag, Mai 23rd, 2013

Zum 14. Mal wurden für Vertriebs-Software die Eisenhut-Awards verliehen. Es wurden dieses Jahr zweimal „Platin“, zweimal „Gold“, dreimal „Silber“ verliehen, sowie Anerkennung und Auszeichnungen für professionelle Vertriebs-Tools ausgesprochen.

2013-05-23 (db) Im Kaisersaal des historischen Rathauses der Stadt Rothenburg ob der Tauber wurden die zwölf Preisträger in sieben Kategorien ausgezeichnet. Der Eisenhut-Award wird jährlich von den Fachzeitschriften Versicherungsmagazin und Bankmagazin, beide aus dem Wiesbadener Springer Gabler Verlag, sowie vom Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) und KuBI e.V. verliehen.

Bei der Preisverleihung wies BVK-Vizepräsident Ulrich Zander erneut auf die Bedeutung des Awards für die Branche hin, denn nur eine professionelle Software könne Versicherungsvermittler zuverlässig und haftungssicher unterstützen.

Platin Awards für Impuls AG und Sparkasse Witten
Nach den Award-Regeln erhält ein Preisträger, der schon zum dritten Mal in Folge den „Award in Gold“ holte, automatisch den „Platin-Award“. Danach darf er sich mindestens zwei Jahre lang nicht am Wettbewerb um den Eisenhut-Award bewerben. In diesem Jahr traf dies in der Kategorie „Altersvorsorgeberatung“ auf die Impuls AG zu. Ihren Platin-Award verteidigt hat die Sparkasse Witten.

Zum zweiten Mal den Gold-Award gab es in der Kategorie „Gewerbeberatung“ für die Softwarefirma VirmCC. „Gold“ gab es außerdem für die IWM Software AG und ihr Maklersystem. Schließlich erhielt der BGV/Badische Versicherungen „Silber“ für das Makler-Portal. „Silber“ gab es für die Gothaer Versicherungen in der Rubrik „Ganzheitliche Beratung“ sowie für Genodata in der Kategorie „CRM“. Eine lobende Anerkennung gab es für die Nationale Suisse bei den Makler-Portalen.

Alle Preisträger des Eisenhut-Awards „Vertriebssoftware“:

Der diesjährigen Fach- Jury für die Vergabe des Award gehörten an: Thomas Burdack (Provinzial Nord West), Dr. Wolfgang Drols (Versicherungsvorstand im Ruhestand), Stefanie Hüthig (stellvertretende Chefredakteurin Bankmagazin), Frank Jühe (Vermittler), Dr. Stephan Kaufmann (Geschäftsführer AWD), Margret Kisters-Kölkes (Rechtsanwältin und Steuerberaterin), Joachim Kober (Unternehmensberater), Michael Lange (Rechtsanwalt), Bernhard Rudolf (Chefredakteur Versicherungsmagazin), Dr. Bernhard Schareck (GDV-Präsident im Ruhestand), Werner Schmidt (Vorstand LVM), Csaba Szabo (Vermittler) und Georg Wiora (Executive IT-Architect, IBM).

Studie: Übernachten ohne Bezahlen nimmt zu

Donnerstag, Mai 16th, 2013

Jedes sechste Hotel in Deutschland wurde von Nichtzahlern geprellt. Über 5.800 Hotelzimmer wurden nach einer aktuellen Studie 2012 nicht bezahlt.

2013-05-16 (db) Das Hotelbuchungsportal „hotelreservierung.de“ errechnete und meldet den durch Einmietbetrug in der Hotellerie verursachten Schaden in 2012. So verursachten die sogenannten „Mietnomaden“ in Hotels und Pensionen im Jahr 2012 einen Schaden von über 1,6 Millionen Euro.

Jedes sechste Hotel in Deutschland ist von solchen „Zechprellern“ betroffen, beziehungsweise über 5.800 Hotelzimmer wurden nicht bezahlt. Basis hierfür ist eine polizeiliche Tatort-Sonderauswertung für das Portal. In Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt von Baden-Württemberg, konnte anhand der Auswertung von sogenannten „Tatörtlichkeiten“ eine Grundlage zur Berechnung der Einmietbetrügereien in Hotels, Pensionen und Gasthöfen in Deutschland geschaffen werden.

Laut dieser Sonderauswertung gab es im Jahr 2012 insgesamt 4.699 bei der Polizei gemeldete Einmietbetrugsfälle in deutschen Hotels und Pensionen. Rechnet man die von Frank Hofmann, Direktor „hotelreservierung.de“, auf Basis von Erfahrungswerten aus der Hotellerie geschätzte Dunkelziffer nicht angezeigter Delikte von rund 25 Prozent hinzu, ergibt sich eine Deliktanzahl von über 5.800 nicht bezahlter Hotelzimmer. Bei aktuell rund 35.600 Beherbergungsbetrieben, laut Statistischem Bundesamt, ist somit fast jeder sechste Betrieb betroffen.

Durchschnittlich verbringen Gäste, nach Angaben des Statischen Bundesamtes, drei Tage im Hotel mit einem Durchschnittspreis pro Nacht von rund 95 Euro. Daraus ergibt sich ein Schaden von über 1,6 Millionen Euro für die deutschen Hoteliers – allein im Jahr 2012.

Die 4.699 gemeldeten Delikte bilden 47 Prozent aller bei der Polizei gemeldeten Einmietbetrugsfälle im Jahr 2012. 53 Prozent betreffen Einmietbetrügereien bei Mietverhältnissen von Wohnungen und Häusern.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Aktie des Deutschen Meister im Fokus

Montag, September 3rd, 2012

50 Jahre nach der Gründung ist der Fußball in Deutschland ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor – mit Milliardenumsätzen.

So mancher Unternehmer träumt von den hohen Wachstumsraten der höchsten deutschen Spielklasse. In der ersten Spielzeit 1963/64 brachten die gut sechs Millionen Zuschauer den damals 16 Klubs rund 20 Millionen D-Mark an Gesamteinnahmen ein. Rund 200 mal soviel waren es am Ende der abgelaufenen Saison 2011/12. Die inzwischen auf 18 Klubs aufgestockte Liga verbuchte laut dem Präsident der Profi-Liga Reinhard Rauball rund zwei Milliarden Euro Umsatz aus TV-Geldern, Werbeeinnahmen und Ticketerlösen.

Die Umsätze der Bundesliga wirken sich auf die gesamte Volkswirtschaft aus: Laut einer Studie, die die Deutsche Fußball Liga (DFL) in Auftrag gegeben hat, stehen rund 110.000 Jobs in Deutschland im Zusammenhang mit dem Profifußball. Er erzeugt jährlich eine Wertschöpfung von fünf Milliarden Euro. Dem Staat fließen jährlich Abgaben und Steuern in Höhe von 1,5 Milliarden Euro zu.

So betrachtet verwundert es nicht, wenn nun plötzlich auch wieder Aktien von Fußballclubs bei Anlegern beliebt sind. Sogar Großinvestor George Soros ist mit einer riesigen Summe beim der in London börsennotierten Manchester United eingestiegen.

Unter diesem Aspekt ist es sinnvoll auch die Aktien von Borussia Dortmund zu fokussieren und zu beobachten.

Autofahrer-Studie: Bremswege unterschätzt

Donnerstag, Juni 14th, 2012

Eine aktuelle Studie deckt Wissenslücken beim Thema Verkehrssicherheit und Bremsweg auf. Die Faustregel „Halber Tachoabstand“ ist nur bedingt anwendbar. Der Sicherheitsfaktor Stoßdämpfer ist nur jedem zweiten Fahrer bekannt

Bei der Führerscheinprüfung ist die Berechnung des Bremswegs eine Standardfrage. Trotzdem herrscht zum Teil große Ahnungslosigkeit auf deutschen Straßen. So weiß nur Einer von Vier deutschen Autofahrern wie man den Bremsweg richtig kalkuliert.

Das ergab jetzt eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag der ZF Friedrichshafen AG. Dabei wurden 1.025 Personen zwischen 18 und 69 Jahren zu verschiedenen Themen der Verkehrssicherheit befragt.

Die Ergebnisse der Befragung zeigen: Beim Thema Verkehrssicherheit müssen die Deutschen nachsitzen. So schätzen mehr als die Hälfte der Befragten den Bremsweg falsch ein. Nur 23 Prozent sind sich sicher, wie man den Bremsweg überhaupt berechnet. Was viele nicht wissen: Die Faustregel „halber Tachoabstand“ ist eine knappe Angelegenheit. „Bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern erfolgt die Einleitung des Bremsvorgangs – bedingt durch die Reaktionszeit – erst nach ca. 14 Meter. Für den eigentlichen Bremsweg benötigt man zusätzlich nochmals mindestens 10 Meter – bei optimalen Bedingungen“, erklärt Dr. Christoph Pelchen, Leiter Fahrwerk, Gesamtfahrzeug in der Vorentwicklung bei ZF. „Diverse Einflussgrößen wie etwa schlüpfriger Untergrund oder eine spätere Reaktion des Fahrers verlängern den Bremsweg teils erheblich.“

Modernste Technik leistet einen wesentlichen Beitrag zur hohen aktiven und passiven Sicherheit heutiger Fahrzeuge. Besonders das Fahrwerk eines Pkw beeinflusst maßgeblich Fahrkomfort, Fahrdynamik und Fahrsicherheit – also vieles, was Autofahren subjektiv erlebbar und auch sicherer macht. Eine wichtige Einzelkomponente im Fahrwerk ist der Schwingungsdämpfer oder Stoßdämpfer. Dieser ist neben seinem Einfluss auf Dynamik und Komfort wesentlich für die Fahrzeugsicherheit.

Die Studie von ZF zeigt: Nur jeder Zweite weiß von dieser wichtigen Rolle der Stoßdämpfer. Aber Stoßdämpfer ist nicht gleich Stoßdämpfer: Während herkömmliche Stoßdämpfer eine fest eingestellte Dämpfungshärte haben, passt sich das Echtzeit-Dämpfungssystem Continuous Damping Control (CDC) von ZF schnell an das jeweilige Fahrverhalten an. Innerhalb weniger Millisekunden wird die optimale Dämpfungshärte justiert – und zwar individuell für jedes einzelne Rad: Bei Bremsmanövern beispielsweise vermindert eine harte Dämpfung an der Vorderachse das typische „nach-vorne-Nicken“ des Fahrzeugs und erhöht somit die Fahrsicherheit.