Archive for the ‘Wissen’ Category

Rückversicherer an der Versicherungsbörse

Freitag, Juli 21st, 2017

Hannover re kauft Lloyd's Syndikat

Hannover Re ist global der drittgrößte Rückversicherer /Foto: E+S


Der global drittgrößte Rückversicherer Hannover RE verschafft sich durch die Übernahme eines Lloyd’s Syndikat einen Zugang zum globalen Versicherungsmarkt. Eine kluge Entscheidung trotz oder gerade wegen des BREXIT.

Der Erwerb der britischen Gesellschaft Argenta Holdings Limited, zu der neben Argenta Syndicate Management, Argenta Private Capital und anteilig das Lloyd’s Syndikat Argenta „Syndicate 2121“ gehören, ist gestern erfolgreich abgeschlossen worden. Die Hannover Rück SE hatte im März 2017 eine Vereinbarung über ihren Erwerb der Argenta Holdings bekanntgegeben.

Die Übernahme erfolgt mit Wirkung vom 20. Juli 2017.

Die Hannover Rück hat mit dieser Akquisition einen weiteren Zugang zu internationalem Geschäft sowie zum Londoner Markt erhalten und unterstützt den Wachstumskurs von Argenta. Für das Geschäftsjahr 2016 vereinnahmte das Syndikat 2121 eine Bruttoprämie von 280 Mio. GBP.

Die deutsche Hannover Rück ist mit 16,4 Milliarden Einnahmen an Bruttoprämien der drittgrößte Rückversicherer der Welt. Der Versicherer betreibt alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung und ist mit 2.900 Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Gegründet 1966, umfasst die Hannover RE heute mehr als 100 Tochtergesellschaften, Niederlassungen und Repräsentanzen weltweit. Das Deutschland-Geschäft wird von der Tochtergesellschaft E+S Rück betrieben.

Die für die Versicherungswirtschaft wichtigen Ratingagenturen haben sowohl Hannover Rück als auch E+S Rück AA- „Very Strong“ (Standard & Poor’s)und A+ „Superior“ (A.M. Best) zuerkannt.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Eigenheim gefragt – Wüstenrot setzt auf Makler

Mittwoch, Juli 19th, 2017

Wüstenrot setzt auf Makler

Wüstenrot setzt rund ums Eigenheim auf Makler /Foto: © db media Dietmar Braun


Trotz Knappheit der Angebote im Immobilien-Markt hat die Wüstenrot Immobilien GmbH (WI), die bundesweite Immobilienmaklergesellschaft der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W AG), ihre Leistung im ersten Halbjahr 2017 gesteigert.

Im Kerngeschäft Immobilienvermittlung stieg das Volumen der verkauften und vermitelten Obkekte um 36 Millionen Euro auf 203 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 21,5 Prozent und ist zugleich das höchste jemals erzielte Halbjahresergebnis.

Deutliche Zuwächse gab es bei Finanzdienstleistungslösungen die im Rahmen der Immobilien-Verkäufe den Käufern angeboten wurden.
Bei den Baufinanzierungen, erhöhte sich das Vermittlungsvolumen um neun Millionen Euro auf die neue Bestmarke von 29 Millionen Euro. Die Provisionserlöse der gesamten Vermittlungstätigkeit betrugen knapp 8,9 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 17 Prozent.

Neue Vertriebswege helfen

Die positive Geschäftsentwicklung profitierte besonders vom 2016 eingeleiteten Ausbau der Vertriebswege. Besonders der Ausbau der Immobilien-Makler und die Kooperation mit Pools und Versicherungsmakler-Organisationen tragen Früchte und werden zukünftig gestärkt.

„Wer im hart umkämpften Markt wachsen will, muss neue Potenziale erschließen. Mit rein organischem Wachstum ist das nicht zu schaffen“, sagt Jochen Dörner, Geschäftsführer der WI.

Die WI hat 2016 damit begonnen, ihr Maklergeschäft in den Außendienst der Württembergischen Versicherungen als eigenen Vertriebsweg zu integrieren. Die Maklerorganisation ist auf 160 Maklerinnen und Makler gewachsen, was einem Plus von rund 13 Prozent entspricht. Der Ausbau fand zunächst im Vertrieb der Württembergischen Versicherungen statt. Bis Mitte 2017 wurden 27 neue Makler gewonnen, die dem Vertrieb der Württembergischen zugeordnet sind. 133 der 160 Makler gehören zum Vertrieb von Wüstenrot.
Die 27 Makler im Versicherungs-Außendienst der Württembergischen sind auf gleicher Vertragsbasis wie die Wüstenrot-Makler tätig und haben bereits in der Einarbeitungsphase einen ersten Wachstumsbeitrag geliefert: Das vermittelte Objektvolumen stieg von Null auf 17 Millionen Euro.

Mitte 2016 wurde auch der Bereich „Neubau/Bauträger und Investoren“ zu einem eigenen Vertriebsweg installiert. Hier sind alle vertrieblichen Aktivitäten rund um Neubauverkäufe für Bauträger und Investorengeschäfte gebündelt. Im ersten Halbjahr 2017 wurden Immobilien im Wert von 39 Millionen Euro vermittelt. Eine große Vermittlung eines Wohn- und Geschäftshauses in Berlin mit einem Volumen von 21 Millionen Euro ragt dabei besonders heraus.

Start von drei weiteren Kooperationen

Zudem sind 2017 drei neue Kooperationen gestartet. Damit verfolgt die WI weiter konsequent das Ziel, neue Potenziale für das Maklergeschäft zu erschließen.

So wurden die seit längeren bestehenden beiden Kooperationen der Wüstenrot Bausparkasse mit dem dbb Vorsorgewerk in Berlin und dem Finanz- und Vermögensberater Plansecur aus Kassel auf das Gebiet der Immobilienvermittlung der WI ausgedehnt.
Rund 1,3 Millionen Mitglieder des dbb Beamtenbund und Tarifunion und 60.000 Kunden von Plansecur haben künftig einen Zugang zum bundesweiten Immobilienangebot der WI. Kunden und Ansprechpartner werden regional vor Ort von den WI-Maklern betreut.

Außerdem werden mit der Zustifter-Rente der kirchlich gemeinnützigen Stiftung Liebenau zukünftig gezielt Seniorenhaushalte angesprochen, die ihre Immobilie zu Lebzeiten verrenten möchten. Die Stiftung ist Träger zahlreicher Einrichtungen und Dienste der Alten- und Behindertenhilfe und bietet seit 15 Jahren Verrentungen an.

Neue Berufszulassungsregeln bringen wenig

Von den neuen staatlichen Berufszulassungsregeln ist WI-Chef Dörner enttäuscht. Statt eine fachliche Eignung abzulegen, müssen sich Immobilienmakler nun alle drei Jahre für 20 Stunden fortbilden.

„Die Hoffnungen auf einen Qualitätssprung der Maklerbranche haben sich leider durch den Wegfall des Sachkundenachweises nicht erfüllt. Die neuen, deutlich abgespeckten Anforderungen erfüllen nicht die Ansprüche an ein professionelles Makler-Berufsbild“, so Dörner.

Für die WI ist das Grund und Ansporn zugleich weiter auf Fortbildung zu setzen. Aufbauend auf dem Lehrgang Immobilienvermittler (IHK) gibt es Fachmaklerlehrgänge, die sich am konkreten Kundenbedarf orientieren. So werden zum Beispiel die Themen Immobilienvererbung, -verrentung und Neubau über das Europäische Bildungszentrum der Wohnungs-und Immobilienwirtschaft (EBZ) gelehrt und geprüft.

Positive Prognose fürs Eigenheim

Die WI geht für das Gesamtjahr 2017 von einem deutlichen Umsatzwachstum aus. Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist bei den Deutschen weiterhin ungebrochen.
Niedrige Zinsen begünstigen trotz der gestiegenen Preise weiter den Erwerb. Voraussetzung für die positive Prognose ist, dass sich die Rahmenbedingungen nicht wesentlich verschlechtern.
Von der Zusammensetzung der zukünftigen Bundesregierung wird abhängen, ob Regulierung oder Wachstumsanreize im Fokus stehen. Die Förderung des Wohnungsbaus in der nächsten Legislaturperiode ist aber aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes grundsätzlich zu erwarten.

Der Vorstandsvorsitzende der Wüstenrot Bausparkasse Bernd Hertweck, brachte die Gemeinsamkeit zwischen Immobilien-Makler, Versicherungsbedarf und Leistungen einer Bausparbank zusammen auf einen Punkt: „Für die Menschen zählt alles rund ums Eigenheim und dort lebenslang leben zu können als die Vorsorge für das Alter schlechthin.“

Hertweck ist als Sprecher der ARGE der Bausparkassen in Baden-Württemberg ein ehrenamtlicher Botschafter für den Eigenheim-Gedanken und dessen Förderung. In der ARGE bündeln sowohl die öffentlich-rechtlichen, die genossenschaftlichen und die privaten Bausparbanken ihre Interessen und werden dabei von verbundenen Versicherern unterstützt.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Neue App für Autos – BGV testet Mehrwerte

Montag, Juli 17th, 2017

BGV testet KfZ-App

Ob auf Reisen, beruflich oder privat hilft KFZ-App. /Foto: © db media


Die Versicherungsgruppe BGV / Badische Versicherungen hat mit dem Münchner Start-up ThinxNet eine Kooperation geschlossen, um neue Tariflösungen für die moderne Kraftfahrtversicherung zu testen.

Als Teil der digitalen Agenda öffnet die Versicherungsgruppe BGV / Badische Versicherungen aus Karlsruhe mit dem Angebot TankTaler der ThinxNet GmbH für ihre Kunden den Weg in Richtung mit dem Versicherer verbundenem Fahrzeug. Mit dem TankTaler-Stecker und der mitgelieferten App wird fast jedes Fahrzeug zum Connected Car.

BGV-Versicherte profitieren durch die Kooperation zukünftig unter anderem von Funktionen wie einem automatischen Notruf oder einer integrierten Schadensmeldung.

Beide Unternehmen schauen gespannt auf die gemeinsame Zukunft. Oliver Götz, Executive Chairman der ThinxNet GmbH, sieht die Kooperation als „Wiege der Innovation, welche Versicherungen revolutionieren wird”.

„Die Ziele unserer Unternehmen passen sehr gut zusammen: Wir wollen die Verkehrssicherheit und ökologisches Fahren fördern. Gemeinsam mit ThinxNet wollen wir neue Maßstäbe in der Mobilität und in der Kfz-Versicherung setzen“, sagt Raimund Herrmann, Vorstandsmitglied des BGV, zur neuen Kooperation.

Neues nutzungsorientiertes Angebot
Der BGV möchte dazu im kommenden Jahr eine an der Fahrzeugnutzung orientierte Lösung auf den Markt bringen. Der Versicherte kann dabei die Höhe der Versicherungsprämie selbst bestimmen – einfach durch die Menge an Kilometern, die er monatlich mit einem Fahrzeug fährt. Dadurch wird er finanziell belohnt, wenn er dieses Auto stehen lässt.

„Das ist in etwa so wie bei der Handyrechnung: Es gibt einen monatlichen Sockelbeitrag. Der Rest richtet sich ausschließlich nach dem Verbrauch, also danach, wie viel der Kunde fährt“, erklärt Herrmann. Natürlich bezieht sich diese Aussage nur auf ein einziges Handy oder ein Fahrzeug.

Der faire und flexible Kfz-Versicherungstarif wird mit den von der ThinxNet GmbH erfassten Daten möglich. Die Innovation „Pay per Use” stellt die Bedürfnisse der Kunden in den Fokus.
Der Datenschutz nach den strengen deutschen Datenschutzgesetzen sei dabei die Devise des Münchner Start-ups.

„Wir wollen ausdrücklich keinen Tarif, der die Fahrweise sanktioniert, denn wir wollen keinerlei Daten über das Fahrverhalten sammeln“, betont Herrmann.
Das Fahrverhalten habe ja in der Realität etwas mit den Fahrern zu tun und nicht mit den genutzten Fahrzeugen. Außerdem könne ein und dasselbe Fahrzeug von mehreren Fahrern genutzt werden.

Das Produkt TankTaler der ThinxNet GmbH verwandelt mit der gleichnamigen App und einem OBD2-Stecker jedes Auto in ein Fahrzeug mit Mehrwerten bei der Ortung, im Konsum von Sprit und im Schadensfall.

Aus den gelieferten Informationen wird eine Vielzahl von Funktionen rund um das Auto angeboten. Neben Fahrzeugstandort, gefahrene Strecken und ausgewerteten Fahrstatistiken in der App sparen TankTaler-Nutzer durch das Sammeln von TankTalern beim Tanken an ausgewählten Tankstellen und vielen weiteren Aktionen. Außerdem ist das Bezahlen mit dem Smartphone direkt an der Zapfsäule mit der TankTaler App binnen Sekunden möglich.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Aufmerksamkeit für die Finanzwelt

Donnerstag, Juli 13th, 2017

Die Generation Global denkt anders /Foto: © db Media Dietmar Braun


(db finanzwelt 2017-07-13) Der Megatrend Globalisierung ist unaufhaltsam und unumkehrbar. Das hat die heutige Generation Global bereits verinnerlicht. Eine Generation, die sich durch eine neue Haltung auszeichnet und bereits 4,4 Millionen Menschen in Deutschland umfasst.

Die Forscher für Trends und Zukunft Lena Papasabbas und Tristan Horx geben im neuen Trend Report der Zukunftsinstitut GmbH von Matthias Horx und Team einen Einblick, wie diese Generation auf die Welt schaut und sich eine neue Globalität mit Lokalität etabliert.

Darüber haben die Experten mit dem jüngsten Außenminister der Welt, Sebastian Kurz, und dem Philosophen Richard David Precht gesprochen.

Unser Blick auf die Welt sei von Krisen und Angst geblendet. Als populäre Sündenböcke dienen die Globalisierung und die Chancenverteilung zwischen Arm und Reich, als eine Folge weltweit wirkender Konzentration von Macht und Einfluss.

„Wenn man die Fakten betrachtet, ist Globalisierung jedoch mehr Frohbotschaft als Drohbotschaft. Die Welt, die immer mehr zusammenrückt, wird besser – zwar langsam, aber stetig besser. Es ist daher dringend notwendig, unser Bild und den Diskurs über Globalisierung neu auszurichten“, erklärt Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts, die Beweggründe für den neuen Trend Report. Die Publikation versteht sich als Wegbereiter eines neuen, fairen Diskurses zur Globalisierung.
Erkenne die Generation Global

Der Report des Zukunftsinstituts eröffnet einen reflektierten Einblick in die gedankliche Welt der Generation Global. Einer Gruppe junger Menschen zwischen 18 und 35 Jahren, die heute schon mehr von der Welt gesehen hat, als ihre Großeltern in ihrem ganzen Leben. Eine junge und offene Generation, die sich der Welt zugehörig fühlt, und nicht Nationen.

„Bereits jeder vierte Deutsche in dieser Altersgruppe gehört zur Generation Global. Der große Unterschied zu all den anderen Generationen davor ist, dass sie weltweit vernetzt ist“, sagt Lena Papasabbas.

Die junge Nachwuchsgeneration sei gekennzeichnet durch ein völlig neues Selbstverständnis von Weltbürgertum, Nachhaltigkeit und Postmaterialismus.

„Sie entwickelt ein neues Verständnis vom unmittelbaren Einfluss ins lokale wirtschaftliche und gesellschaftliche Geschehen. Damit sorgt sie für die Revitalisierung der ‚Denke global, handle lokal‘-Idee“, so die Expertin Papasabbas.

Zur besseren Einordnung der Wertvorstellungen hat das Autorenteam ein „Manifest der Generation Global“ verfasst und mit Global Leaders gesprochen, die eine Vorbildrolle unter den neuen Kosmopoliten einnehmen.

Eine Anti-These zum jetzigen System
Globalisierung bedeutet Wechselwirkung, Vernetzung, Diversifizierung. Aber auch gleichzeitig Homogenisierung und Standardisierung.

„Diese Prozesse sind unaufhaltsam. Die sozialen, kulturellen oder ökonomischen Aspekte der Globalisierung sind nicht rückgängig zu machen. Selbst Globalisierungsgegner organisieren sich in eben den globalisierten Strukturen, gegen die sie ankämpfen“, warnt Tristan Horx.

Insbesondere im politischen Feld wird diese Entwicklung durch den verstärkten Einfluss der Generation Global deutlich sichtbar. Die großen Herausforderungen unserer Zeit, seien sie digitaler, ökonomischer oder ökologischer Natur, haben die Kompetenzen einzelner Staaten längst überschritten.

„Das bedeutet nicht, dass lokale Politik unwichtig wird, aber es braucht eine Synthese aus Global und Lokal, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Lokale Politik muss global gedacht werden“, so Horx.

Am Beispiel von Bewegungen wie dem ‚Globales Parlament der Bürgermeister‘, wo sich lokale Bürgermeister in großen weltweiten Netzwerken zusammenschließen, um pragmatisch agieren und voneinander lernen zu können, werden diese Umbrüche sichtbar.

Fazit: Es lohnt sich die Studie zu lesen. Nicht nur für Risiko-Manager und Sicherheits-Strategen, sondern für die Menschen, die sich eine Wertschätzung für Natur und Menschen wünschen.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Hannover Re nutzt Risiko-Transfers

Mittwoch, Juli 12th, 2017

Hannover Re platziert Risiko-Transfers

Jürgen Gräber, Vorstand Hannover Rück SE /Foto: db media © Hannover Re


(db finanzwelt 2017-07-12) Der drittgrößte deutsche Rückversicherer Hannover Rück SE (Hannover Re) hat im Rahmen ihrer Insurance-Linked Securities (ILS)-Aktivitäten drei Transaktionen abgeschlossen.

Der weltweit tätige Rückversicherer Hannover Re gehört zur Gruppe der Talanx AG. Die Hannoveraner unterstreichen damit ihre langjährige Erfahrung und ihr Know-how auf dem Gebiet des alternativen Risikotransfers.

„Wir freuen uns, dass wir mit den drei jüngsten Transaktionen sowohl bestehende Partnerschaften fortführen als auch einen neuen Kunden hinzugewinnen konnten. In den vergangenen Jahren konnten wir mit zusätzlich platzierten Haftungen von über 2,5 Milliarden US-Dollar unseren Marktanteil für das Transformer-Geschäft deutlich ausbauen“, sagt Jürgen Gräber, Vorstand der Hannover Re.

Durch ihre ILS-Aktivitäten könne die Hannover Rück SE risikoarme und gleichzeitig attraktive Margen generieren.

Für die American Integrity Insurance Company of Florida (AIIC) hat die Hannover Rück erstmalig Sturm- und Gewitterrisiken an Kapitalmarktinvestoren transferiert. Die Höhe des von institutionellen Investoren dafür bereitgestellten Kapitals beträgt 210 Millionen US-Dollar. Die Laufzeit liegt bei drei Jahren.

In zwei weiteren Transaktionen hat die Hannover Rück mit der Texas Windstorm Insurance Association (TWIA) und der Massachusetts Property Insurance Underwriting Association (MPIUA) erneut Risiken an Kapitalmarktinvestoren gegeben. Das Volumen der Katastrophenanleihe für die TWIA beträgt 400 Millionen US-Dollar, für die MPIUA 350 Millionen US-Dollar. Die Laufzeiten liegen ebenfalls bei circa drei Jahren.

Für die Strukturierung und Platzierung der drei Transaktionen des Rückversicherers ist die GC Securities alleinig verantwortlich, eine Division der MMC Securities LLC, verantwortlich.

Seit der Platzierung der ersten Risikoverbriefung durch die Hannover Rück im Jahr 1994 nutzt das Unternehmen die gesamte Bandbreite des ILS-Markts. Neben dem genannten Risikotransfer für Kunden sichert sie zudem eigene Risiken über den Kapitalmarkt ab. Darüber hinaus tritt das Unternehmen selbst als Investor in Katastrophenanleihen auf.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Conti und Mannheimer im Aufwind

Mittwoch, Juli 12th, 2017
Conti auf Erfolgskurs

Dr. Christoph Helmich /Foto: db media © Continentale

(db finanzwelt 2017-07-12) Der Gegenseitigkeitsversicherer Continentale hat sich als privater Gesundheitsversorger mit der jungen Mannheimer Krankenversicherung verschmolzen. Die Mannheimer ist zudem vor allem in der Sachversicherung als Maklerversicherer und mit Marken-Produkten erfolgreich. Der Direktversicherer EUROPA wächst mit Risiko-Lebensversicherungen.

Der Continentale Versicherungsverbund wuchs 2016 insgesamt besser als der Markt. Die Prämieneinnahmen im selbst abgeschlossenen Geschäft stiegen um 3,5 Prozent auf 3,67 Milliarden Euro, während sie in der Branche mit einem geringfügigen Plus von 0,2 Prozent nahezu stagnierten.

„Auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen steht unser Verbund wirtschaftlich stabil und solide da. Im Sinne unserer Mitglieder, der Versicherten, sind wir auch im vergangenen Jahr ertragreich gewachsen. Kunden, Vertriebspartnern und Mitarbeitern bieten wir weiterhin Sicherheit und Verlässlichkeit“, sagt Dr. Christoph Helmich, als CEO und Vorstandsvorsitzender des Continentale Verbundes die Konzern-Entwicklung.

Alle Verbundunternehmen des Versicherungskonzerns bestehen die Solvency II-Anforderungen ohne Übergangsmaßnahmen. Die Lebensversicherer weisen bei allen Quoten hohe Überdeckungen aus.

Der Konzern erzielte 2016 ein Rohergebnis von 480 Millionen Euro, nach 551 Millionen Euro im Jahr 2015. Die Differenz zum Vorjahr erkläre sich im Wesentlichen aus der erheblichen Aufstockung der Zinszusatzreserve in der Lebensversicherung. Den maßgeblichen Teil des Rohergebnis – fast 90 Prozent – reservierte die Unternehmensgruppe erneut für ihre Versicherten, zum Beispiel in der Krankenversicherung für Beitragsrückerstattungen und die Beitragsentlastung im Alter.

Der Konzern erhöhte das Eigenkapital um des Verbunds um 54 Millionen Euro. Insgesamt beläuft sich das Eigenkapital damit auf 1.055 Millionen Euro. Das Kapitalanlagevolumen nahm um 3,5 Prozent auf 21 Milliarden Euro zu. Die Kapitalerträge erhöhten sich um 2,5 Prozent auf 796,8 Millionen Euro.

Continentale und Mannheimer vereint
Die Verschmelzung der Mannheimer Krankenversicherung die gesellschaftsrechtliche Integration der Mannheimer Versicherungen in den Verbund konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Die Gruppe konnte so, neben der Personenversicherung, die Kompetenz für das Sachversicherungen stärken.
Als finaler Schritt des gesellschaftsrechtlichen Prozesses der Integration erfolgte bereits rückwirkend zum 1. Januar 2016 die Vermögensübertragung der Mannheimer Krankenversicherung AG auf die Continentale Krankenversicherung a.G.

Die Prämieneinnahmen der Continentale stiegen durch die Vermögensübertragung um 9,1 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro.
In der Vollversicherung für Krankheitskosten, dem Kerngeschäft der Continentale, erhöhte sich der Versichertenbestand infolge der Vermögensübertragung der jungen Mannheimer Versicherung um 21.159 Personen beziehungsweise 5,4 Prozent.

Lebensversicherung erholt sich
Im Geschäftsfeld Lebensversicherung setzte sich der Verbund deutlich vom Branchentrend ab. Die Prämieneinnahmen stiegen um 5,7 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro. Dagegen schrumpfte der Markt weiter – im Jahr 2016 um 1,5 Prozent. So meldete die Branche ein Minus von 0,3 Prozent bei den laufenden Prämieneinnahmen und 4,4 Prozent bei den Einmalbeiträgen.

Bei der Continentale Lebensversicherung AG stiegen die Prämieneinnahmen insgesamt um 5,4 Prozent auf 734 Millionen Euro. Hierbei wuchsen die Versicherungen gegen laufenden Beitrag um 4,4 Prozent und gegen Einmalbeitrag um 12,7 Prozent. Einmalbeiträge haben bei der Continentale nur einen geringen Anteil an den gesamten Prämien. Ende 2016 lag der Anteil an Einmalbeiträgen bei 13,1 Prozent, im Markt sogar bei 28,9 Prozent. Die Gesellschaft bietet weiterhin ihre gesamte Produktpalette mit klassischer Lebensversicherung an. Im Geschäftsjahr 2016 stiegen die Marktanteile im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung. Hier zählt die Continentale zu den erfahrensten und erfolgreichsten Anbietern auf dem deutschen Markt.

Direkt-Versicherer verkauft Risiko-Deckungen
Die EUROPA Lebensversicherung AG setzte sich wiederum von der Marktentwicklung ab. Der Direktversicherer weist Ende 2016 Prämieneinnahmen von 354 Millionen Euro aus. Dies ist eine marktüberdurchschnittliche Steigerung von 6,1 Prozent. Wie in den vergangenen Jahren weitete das Unternehmen insbesondere sein Kerngeschäft Risikolebensversicherung aus.

Schaden- und Unfallversicherung legen zu
Die drei Sachversicherer des Verbundes steigerten ihre Prämieneinnahmen stärker als der Markt. Sie erreichten zusammen ein Beitragsplus von 6,3 Prozent auf 992 Millionen Euro. Im Vergleich lag das durchschnittliche Prämien-Wachstum im Markt der Schaden- und Unfallversicherer in Deutschland bei 2,8 Prozent.

Bei der Continentale Sachversicherung AG erhöhten sich die Prämieneinnahmen um 5,3 Prozent auf 471 Millionen Euro. Die kräftigste Prämieneinnahme verbuchte die EUROPA Versicherung AG. Sie erzielte ein Wachstum von 16,1 Prozent auf 183 Millionen Euro. Am höchsten war die Zuwachsrate erneut in der Kraftfahrtversicherung, die bei dem Direktversicherer einen wesentlichen Anteil der Gesamtbeiträge ausmacht.

Mannheimer kann Zielgruppen
Die Beitragseinnahmen der Mannheimer Versicherung AG wuchsen um 2,8 Prozent auf 338 Millionen Euro. Der Versicherer legte im Bereich Markenprodukte für Zielgruppen zu.

Schadensversicherung im Plus
Bei den drei Schaden- und Unfallversicherern war das starke Wachstum auch in 2016 von einer erfreulichen Ertragsentwicklung begleitet: Die Combined Ratio – die Brutto-Schaden-Kosten-Quote nach Abwicklung – in diesem Geschäftsfeld verbesserte sich von 94,3 auf 93,5 Prozent.
Dietmar Braun (db finanzwelt)

Die bayerische Basis-Rente

Montag, Mai 29th, 2017
Neue Rentenlösungen für Rürup-Rente

(vlnr) Sandra Kaiser (die Bayrische) und Roman Felix Szeliga © db media Dietmar Braun

Die Versicherungsgruppe die Bayerische erweitert ihr Angebot an den Lösungen für die private Altersvorsorge und startet die neue „Basis-Rente Aktiv“. Kern der neuen biometrischen Lebensversicherung sind die Sicherheit bei der Ruhestandsplanung für Versicherte, Chancen auf eine hohe Rendite und eine bisher nicht gekannte Flexibilität in der Gestaltung.

„Unser neues Produkt bietet Selbständigen oder besserverdienenden Angestellten gerade in der jetzigen Nullzinsphase optimale Renditechancen, je nach persönlicher Lebenssituation lassen sich maßgeschneiderte Konzepte mit einzigartigen Vorteilen verbinden“, erläutert Martin Gräfer, Vorstand der Bayerischen.

Gerade bei der Hinterbliebenenrente biete die neue Lösung für Basisrenten bei der Bayerischen entscheidende Mehrwerte. Anders als bei vielen Mitbewerbern im Markt wird in der Lösung mit den Rechnungsgrundlagen kalkuliert, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültig waren. Eine Besonderheit ist die Leistung für Hinterbliebene, wo bei Tod eines Elternteils in der Ansparphase wird das vorhandene Guthaben in Form einer abgekürzten Leibrente vollständig an die Kinder ausgezahlt.

Bei vielen Rürup-Lösungen im Markt berechnet sich die Hinterbliebenenrente lediglich aus den bis dahin einbezahlten Prämien. Die Bayerische dagegen garantiert stets eine Berechnung aus dem höheren Guthaben – entweder mit den bis dahin einbezahlten Beträgen oder dem Gesamtguthaben inklusive Werteentwicklung.
Krankheit, Arbeitslosigkeit oder berufliche Veränderungen – die Bayerische geht mit ihrem neuen Versicherungslösung besonders auf nicht planbare Lebenssituationen ein. Versicherte haben das Recht und die Option zu pausieren und erhalten auch nach einer Unterbrechung in der Zahlung von Prämien den garantierten Rentenfaktor. Zudem können Versicherte sich entscheiden, ob sie bis zum maximal geförderten Betrag Zuzahlungen leisten wollen. In diesen Fällen werden die ursprünglichen Rechnungsgrundlagen verwendet.

Die neue Basisrente ist eine Fondsrente mit variablen Anlagemöglichkeiten. Versicherte haben die Option mit frei wählbaren Fonds ihre eigenen Vorstellungen beim Investment zu bestimmen. Sie können dabei zwischen drei Tarif-Angeboten entscheiden: Chance, Wachstum oder Sicherheit.

Die Fonds bestehen aus jeweils drei vermögensverwaltenden Fonds Flossbach von Storch und Black Rock, fünf Indexfonds von Dimensional sowie 14 ETF und acht gemanagten Fonds unterschiedlicher strategischer Ausrichtung. Für Versicherte eine Auswahl der aktuell führenden Kapitalbildungen im Markt der Vermögensverwaltung.
Den Tarif und das Bedingungswerk mitentwickelt hat Joachim Haid. Held ist ein Riester- und Rürup-Experte der genau die Wünsche und Anregungen umgesetzt hat, die Vermittler und Makler bei einer Umfrage für eine solche Versicherungslösung für ihre Kunden vorgeschlagen hatten.

Die Bayerische setzt so ihre Initiative fort, am Kunden orientierte Versicherungslösungen für die Versicherte zu gestalten, die Experten des Marktes, Versicherungsmakler und Vermögensverwalter empfehlen und für fair halten. Mehr Verbraucherschutz bereits in der Gestaltung geht nicht. (db)

Neues DiVana online

Montag, März 13th, 2017

DiVana 03/2017

wondermag von fgbraun.de

Ist das Leben durch die Hilfsmittel der digitalen Technik nur noch ein Schaufenster? Ja und Nein. Mehr Möglichkeiten liefern Risiken und Chancen. DiVana zeigt was geht und was zu meiden ist.

EurAssMus 12/2016 am Kiosk

Freitag, Dezember 2nd, 2016

EurAssMus 12//2016

wondermag von fgbraun.de

Das Risiko-Management Online-Magazin EurAssMus richtet in der Ausgabe Dezember 2016 den Fokus auf Risiken rund um die Digitalisierung bis zu einer Lösung um absolut sicher vor digitaler Spionage zu kommunizieren.

Continentale für Fairness ausgezeichnet

Mittwoch, Oktober 26th, 2016
Continental erhält Service-Award

Fairness Award 2016

2016-10-26 (db finanzwelt) Die Continentale Versicherung gehört zu den drei fairsten Versicherern Deutschlands. Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) und n-tv vergaben den Deutschen Fairness-Preis jetzt zum dritten Mal – und zum dritten Mal gehörte die Continentale zu den Siegern.

Im Fokus Prämie-Leistung, Zuverlässigkeit und Transparenz

Im Mittelpunkt des DISQ-Tests standen die Bewertungen der Verbraucher zu den Bereichen Preis-Leistungs-Verhältnis, Zuverlässigkeit und Transparenz. Dabei beurteilten die Verbraucher, ob Preis und Leistung der angebotenen Produkte beziehungsweise der angebotenen Dienstleistungen in einem für sie fairen Verhältnis zueinander stehen.

Hinzu kamen die Aspekte, wie es um die Verbindlichkeit von Unternehmensaussagen und die Einhaltung von Absprachen und versprochenen Leistungen – auch hinsichtlich von Produkt- oder Vertragsleistungen – bestellt ist.

Letztendlich beurteilten die Kunden, ob bei Problemen und Beschwerden fair reagiert wird, ob Preise sowie Vertragsleistungen transparent und verständlich sind und es zum Beispiel keine versteckten Kosten gibt. In das Gesamtergebnis flossen die Ergebnisse der Zufriedenheit mit den Teilbereichen mit folgenden Gewichtungen ein: Preis-Leistungs-Verhältnis 40 Prozent, Zuverlässigkeit 30 Prozent und Transparenz 30 Prozent.

Mehr als 40.000 Kunden befragt

Insgesamt holte das Institut mehr als 40.000 Kundenmeinungen ein. Die Verbraucher konnten die Fairness jeweils eines Unternehmens pro Branche beurteilen, zu dem sie in den letzten zwölf Monaten Kontakt hatten oder für dessen Produkte sie sich entschieden hatten.