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Allianz ist ein Fels in der Brandung

Freitag, August 4th, 2017

Allianz - Schildkröte und Fels

Allianz ist wie ein Schildkröten-Panzer, über 125 Jahre und ein Fels in der Brandung. /Foto: db Media Dietmar Braun


Die Allianz wird in Großbritannien drittgrößter Versicherer in der Personenversicherung und kooperiert in der Sachversicherung. Das erste Halbjahr 2017 lief für die Allianz SE sehr gut. Die Allianz verwaltet fast 2 Billionen Euro an Vermögen. Das ist mehr als ein Fintech hat. Wer eine Allianz Aktie hat darf sich freuen. Wer keine hat, sollte jetzt darüber nachdenken.

Die Allianz SE hat im zweiten Quartal 2017 sehr gute Ergebnisse erzielt. Der Gesamtumsatz stieg um 2,0 Prozent auf 30,0 Milliarden Euro (zweites Quartal 2016: 29,4 Milliarden Euro).

Alle Geschäftsbereiche trugen zum Wachstum bei, überwiegend der Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung. Das operative Ergebnis betrug 2,9 (2,3) Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 22,9 Prozent, der von allen Geschäftsbereichen, insbesondere vom Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft, erwirtschaftet wurde.

Der auf Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss stieg um 83,4 Prozent auf 2,0 (1,1) Milliarden Euro. Dies ist sowohl auf das höhere operative Ergebnis als auch auf ein verbessertes nicht-operatives Ergebnis zurückzuführen. Das nicht-operative Ergebnis des Vorjahres wurde durch die negative Auswirkung des Geschäfts in Südkorea belastet.
Das Ergebnis je Aktie (Basic Earnings per Share, EPS) betrug 4,45 (2,39) Euro. Die annualisierte Eigenkapitalrendite lag bei 13,4 Prozent (Gesamtjahr 2016: 12,3 Prozent). Annualisierte Zahlen stellen keine Prognose für das Gesamtjahr dar. Die Solvency-II-Kapitalquote stieg auf 219 Prozent zum Ende des zweiten Quartals, im Vergleich zu 212 Prozent zum Ende des ersten Quartals 2017, hauptsächlich gestützt durch das günstige Marktumfeld.

Der Gesamtumsatz hat sich in den ersten sechs Monaten des Jahres in allen Geschäftsbereichen gesteigert. Das operative Ergebnis wuchs im ersten Halbjahr um 15,7 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Dieser Anstieg lag deutlich über dem avisierten Ertragsziel für das Gesamtjahr.

Im Laufe des ersten Halbjahres 2017 stieg der auf Anteilseigner entfallende Periodenüberschuss um beachtliche 17,9 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro.

Das stärkste Wachstum hat das Personenversicherungsgeschäft in den Erträgen erzielt, dessen auf Aktionäre entfallender Periodenüberschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 78 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro stieg. Wenn Medien berichten die Lebensversicherung sei tot und die private Krankenversicherung brauchge eine Bürgerversicherung, dann sprechen die Allianz Fakten und Zahlen eine andere Sprache.

Ebenso wichtig war ein Anstieg im Geschäftsbereich Asset Management in Höhe von 19,5 Prozent auf 700 Millionen Euro, der Sektor Schaden- und Unfallversicherung steigerte den auf Anteilseigner entfallenden Periodenüberschuss um 7,7 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro.

Allianz CEO im Plan und auf Kurs trotz Niedrigzinsen

Allianz kann Assekuranz

Allianz ist global ein Fels in der Brandung. /Grafik: Allianz

„Wir sind nun in der Halbzeit unserer dreijährigen Renewal Agenda angelangt, und an diesem Punkt wird klar, dass diese Maßnahmen für alle unsere Stakeholder Früchte tragen. Wir hatten ein sehr gutes Halbjahr mit einem zweistelligen Zuwachs des operativen Ergebnisses und Nettogewinns. Dieser Erfolg zeigt, dass unser diversifizierter Ansatz, über Geschäftsfelder und Regionen hinweg, deutlich positive Ergebnisse liefern kann. Unsere starke Kapitalisierung unterstreicht die Wiederstands- und Anpassungsfähigkeit, für die die Allianz bekannt ist. Wir können nun sagen, dass wir mit einem operativen Ergebnis für 2017 am oberen Endes der Zielspanne von 10,8 Milliarden Euro, plus oder minus 500 Millionen Euro, rechnen können“, sagte Oliver Bäte, CEO und Vorstandsvorsitzender der Allianz SE.

Allianz hat PIMCO final integriert

Die Allianz-Gruppe hat als Vermögensverwalter die anfänglichen Herausforderungen auf dem amerikanischen Markt fest im Griff. Generell ist die Allianz als Bank und Vermögensverwalter bestens global unterwegs.

„PIMCO verzeichnete Nettomittelzuflüsse in Höhe von 33 Milliarden Euro über einen breiten Kundenstamm und ein Einzelmandat in Höhe von 19 Milliarden Euro. Daraus resultierte im Quartal ein Rekordanstieg der gesamten Nettomittelzuflüsse Dritter bei PIMCO von 52 Milliarden Euro. PIMCO hat sich wieder zu einem starken Antrieb der Ergebnisse der Allianz Gruppe entwickelt“, sagte Allianz-Finanzchef Dieter Wemmer.

Im ersten Halbjahr 2017 stiegen die operativen Erträge um 10,1 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro, was vor allem auf das stark gestiegene durchschnittliche für Dritte verwaltete Vermögen zurückzuführen ist. Da operative Aufwendungen nur um 4,9 Prozent gestiegen sind, sank das Aufwand-Ertrag-Verhältnis um 3,2 Prozentpunkte auf 62,9 Prozent.

Die Nettomittelzuflüsse Dritter und positive Markteffekte glätteten die negativen Fremdwährungseffekte.

Dies resultierte nach aktuellen Angaben der Allianz in einem gesamten verwalteten Vermögen in Höhe von von fast zwei Billionen Euro (1.915 Milliarden Euro) und einem Anstieg in Höhe von 44 Milliarden Euro im Vergleich zum Jahresende 2016.

Fazit: Wenn einige Journalisten jeden Fintech oder Insuretech feiern der eine Million oder zwei Millionen Kapital verwaltet, sollten sie immer auch die Allianz betrachten, bevor sie berichten, dass die kleinen StartUps als Insuretech oder Fintech demnächst Marktführer seien. Dies gilt vor allem für die Fragen der Risiko-Tragfähigkeit, der Kollektive und der Rückstellungen. (db)

Hoffentlich Allianz versichert – oder Aktionär

Donnerstag, Juli 27th, 2017

Gute Aktien für die Sicherheit

André Kostolany lehrte Dietmar Braun „die beste Sicherheit sind gute Aktien“. /Foto: © db media Dietmar Braun


Allianz hebt ihre Ziele für dieses Jahr an. Der Marktführer erwartet Kunden und Aktionäre erfreuen zu können. Selbst wer nicht Kunde ist, sollte über die Allianz Aktie nachdenken.

Die Allianz Gruppe hat im zweiten Quartal 2017, basierend auf den vorläufigen Zahlen, ein operatives Ergebnis von 2,9 Milliarden Euro nach 2,4 Milliarden Euro im Vergleichsquartal des Vorjahres erzielt. Das entspricht einem Anstieg von satten 23 Prozent.

Der Gesamtumsatz stieg im zweiten Quartal 2017 um 2,0 Prozent um eine halbe Milliarde Euro, von 29.402 auf 29.994 Millionen Euro. Der auf die Allianz-Aktionäre entfallende Quartalsüberschuss stieg um 83,4 Prozent von 1,1 auf 2,0 Milliarden Euro. Der Steuersatz sank auf 27 Prozent von 33 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Die Geschäftsergebnisse verbesserten sich beim Marktführer nach den vorgelegten Trends und Zahlen im zweiten Quartal 2017 über alle Segmente hinweg.

Bonität macht Sachversicherer vertrauenswürdig

In der Schaden- und Unfallversicherung stieg das operative Ergebnis um 28,0 Prozent von 1,1 auf 1,4 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz erhöhte sich im zweiten Quartal 2017 um 0,6 Prozent auf 11,685 (11,611) Milliarden Euro.

Die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) verbesserte sich von 96,4 auf 93,7 Prozent.

Der Anteil an Schäden aus Naturkatastrophen betrug ein Prozent nach 4,4 Prozent im zweiten Quartal letztes Jahr.

Die Allianz ist Partner und Kümmerer für Versicherte

Die Abwicklungsquote fiel von 6,5 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 3,8 Prozent im zweiten Quartal 2017, während sich die zugrunde liegende Schadenquote um 1,7 Prozentpunkte verbesserte.

Von wegen die Lebensversicherung ist tot

In der Lebens- und Krankenversicherung erhöhte sich das operative Ergebnis um 12,0 Prozent von 1,0 auf 1,1 Milliarden Euro. Der Barwert der neuen laufenden Bruttoprämien stieg um 2,8 Prozent von 13.240 auf 13.606 Millionen Euro. Die Neugeschäftsmarge erhöhte sich im zweiten Quartal 2017 auf hoher Basis von 2,6 auf 3,4 Prozent.

Risiko-Manager als Vermögensverwalter

Im Bereich Asset Management stieg das operative Ergebnis um 16,8 Prozent von einer halben Milliarde Euro auf 584 Millionen Euro. Das für Dritte verwaltete Vermögen erhöhte sich bis zum Ende des zweiten Quartals 2017 im Vergleich zum zweiten Quartal 2016 um 7,6 Prozent auf 1.406 Milliarden Euro. Die Nettomittelzuflüsse Dritter erreichten 55 Milliarden Euro im zweiten Quartal 2017.

Für das Gesamtjahr erwartet die Allianz nun, dass das operative Ergebnis am oberen Ende der Zielspanne von 10,8 Milliarden Euro, plus oder minus 500 Millionen Euro, liegen wird, vorbehaltlich unvorhergesehener Ereignisse, Krisen oder Naturkatastrophen.
Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund einer aktualisierten Definition des operativen Ergebnisses und einer Rechnungslegungsänderung, wie bereits im ersten Quartal des Jahres geschildert, angepasst.

Die Allianz macht es spannend

Die Allianz wird weitere Details zum Geschäftsverlauf im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr 2017, wie angekündigt, am 4. August 2017 veröffentlichen. Darauf werden nicht die Allianz Aktionäre blicken, sondern auch die Branche, deren Ergebnisse wie Rundungsziffern wirken.

Fazit: Wer noch einen Versicherer für das Depot sucht, sollte über die Allianz nachdenken. Für die Fans der Automobil-Branche sollten sich die Gedanken um die Daimler Bank drehen, das könnte ein neuer Stern am internationalen Banken-Himmel werden. Die Daimler Bank ist zwar nicht die Deutsche Bank, aber vielleicht gerade deswegen immer eine Alternative. (db)

Allianz stärkt Assekuranz-Marktführung

Samstag, Juni 24th, 2017
Allianz verkauft Bank

Die Allianz konzentriert sich auf Versicherte als Kunden. /Foto: © Andrea Danti – Fotolia.com

(db 24.6.2017) Die Allianz Deutschland AG, eine Tochter der Allianz SE, verkauft ihre Beteiligung in Höhe von 90,2 Prozent an der Oldenburgische Landesbank AG (OLB). Bereits am 27. September 2016 wurde über einen gegebenenfalls anstehenden Verkauf der OLB informiert. Käufer ist die Bremer Kreditbank AG.

Die BKB Gruppe ist eine deutschlandweit tätige Bankengruppe mit kombinierten Bilanzsumme von vier Milliarden Euro und einem Fokus auf dem mittelständischen Firmenkundengeschäft, der gewerblichen Immobilienfinanzierung sowie der Akquisitionsfinanzierung. Über die Privatbank Neelmeyer bietet die BKB Gruppe darüber hinaus eine umfassende Beratung von gehobenen Privatkunden und Unternehmern, insbesondere in der Vermögensverwaltung.
Am 23. Juni 2017 wurde ein entsprechender Vertrag unterzeichnet. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden. Der vereinbarte Kaufpreis für die veräußerte Beteiligung beträgt 300 Millionen Euro.

„Die Allianz Deutschland konzentriert sich im Rahmen ihrer Erneuerungsagenda noch stärker auf ihr Kerngeschäft der Versicherung und Vermögensanlage. Vor diesem Hintergrund ist der Verkauf der OLB-Anteile ein konsequenter Schritt. Nach wie vor sind Banken für uns als Versicherer jedoch ein wichtiger Vertriebsweg. Daher besteht die Kooperation zum Vertrieb von Versicherungen mit der OLB unverändert fort“, sagt Dr. Manfred Knof, Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland AG.

Die OLB ist aktuell gemessen an Bilanzsumme, Mitarbeiterzahl und Standortnetz die größte private Regionalbank in Deutschland. Ihr Geschäftsgebiet erstreckt sich auf das Gebiet Weser-Ems. Die Anteile an der Bank befinden sich bereits seit 2001 im Besitz der Allianz Gruppe. (db finanzwelt)

Neustart in der Allianz bKV-Deckung

Dienstag, April 26th, 2016

Der private Krankenversicherer der Allianz SE hat die Bedingungen und den Leistungskatalog der betrieblichen Krankenversicherung überarbeitet. Das neue Deckungskonzept ist ab Mai im Markt.

Allianz bKV-Deckungskonzept

Neues bKV-Deckungskonzept der Allianz am Start © Sergey Nivens

2016-04-26 (db) Die Allianz Private Krankenversicherung (APKV) verbessert ihr Angebot in der betrieblichen Krankenversicherung (bKV). Das ab Mai 2016 erhältliche Deckungskonzept und in den Leistungen erweiterte bKV-Vorsorgetarif enthält zahlreiche, auf die Lebenssituationen und Interessen von Mitarbeitern abgestimmte neue Leistungen und spricht damit noch mehr Versicherte an. Die Prämie in Höhe von 8,61 Euro pro Monat und Mitarbeiter zeigt, dass gute Vorsorge nicht teuer sein muss. Mitarbeiter von Unternehmen, die den bisherigen bKV-Vorsorgetarif bereits abgeschlossen hatten, können die neuen Leistungen als kostenfreies Upgrade ebenfalls nutzen.

Um mit der neuen Tariflösung möglichst viele Kunden anzusprechen, hat die Allianz über 2.000 Arbeitnehmer sowie Mediziner nach ihren Vorstellungen einer idealen betrieblichen Vorsorge befragt.

„Arbeitgeber können sicher sein: Unser Baustein kommt bei den Mitarbeitern wirklich an. Denn ihre Meinungen und Interessen waren bei der Produktgestaltung maßgeblich“, so Jan Esser, Vorstand der APKV, zum Mehrwert dieser umfangreichen Marktforschung.

Für jeden Mitarbeiter ist das Richtige dabei: Sportler können beispielsweise ihre Lungenfunktion oder ihren Laktatwert testen lassen und sich optimal auf Training oder Wettkämpfe einstellen.
Für werdende Mütter gibt es ein umfangreiches Schwangeren-Vorsorgeprogramm.
Ältere Mitarbeiter profitieren dagegen besonders von der erweiterten Krebsvorsorge und von regelmäßigen Gesundheitschecks des Herzens, der Gefäße oder der Knochen.
So trägt der Vorsorgebaustein dazu bei, Krankheiten früh zu erkennen und gegenzusteuern. Darüber hinaus bietet die bKV-Lösung der Allianz Arbeitnehmern einen zusätzlichen Service: Damit sie ihre Leistungen auch kennen und wirklich in Anspruch nehmen, bekommen die Mitarbeiter eine entsprechende Checkliste. Mit der Checkliste können Versicherte zum Arzt ihres Vertrauens gehen und die Untersuchungen, für deren Kosten die Allianz leistet, besprechen – Vorsorge wird so zur Selbstverständlichkeit. Sämtliche Untersuchungen können in jedem Alter alle zwei Jahre durchgeführt werden.

bKV als effizientes Personalinstrument
Die betriebliche Krankenversicherung ist angesichts des spürbaren Fachkräftemangels in vielen Branchen für Firmen eine wichtige Möglichkeit, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.

„Die bKV bietet einen effizienten Hebel, um den größten personalpolitischen Herausforderungen von heute zu begegnen – qualifizierte Mitarbeiter zu finden, zu binden und zu motivieren“, ergänzt Jan Esser. „Sie gehört aus Arbeitnehmersicht zu den Top drei der monetären Zusatzleistungen und ist von diesen mit Abstand die Günstigste.“

Leistungsübersicht in Stichpunkten:
• ERWEITERTE KREBSVORSORGE:
Mammographie und Ultraschalluntersuchung der Brust (Frau), PSA-Test (Mann), verschiedene Ultraschalluntersuchungen, Darmkrebs-Screening, Harnblasenkrebs-Screening und Hautkrebs-Screening
• HERZ-UND GEFÄSSCHECK:
Gesundheitscheck: Großes Blutbild inklusive Cholesterin-Test, Ultraschall zur Untersuchung von Nieren und Leber, Herzcheck und Gefäßcheck
• ERGÄNZENDE GESUNDHEITSUNTERSUCHUNGEN:
Osteoporose-Check, Glaukom-Screening und Sportlervorsorge
• ERWEITERTE SCHWANGEREN-VORSORGE:
Triple-Test und Feinultraschall

Dietmar Braun

Allianz wird jünger, weiblicher und erfahrener

Donnerstag, März 10th, 2016

Der Allianz SE ist erneut ein Coup bei ihren Top-Managern gelungen. Mit Jaqueline Hunt wurde eine Top-Managerin an die Spitze des Erstversicherers berufen, die globale Management-Erfahrung hat.

2016 Allianz SE Jaqueline Hunt kl

Neu im Vorstand der Allianz SE ist Jacqueline Hunt (47), bis vor kurzem für das Versicherungsgeschäft von Prudential in Großbritannien, Europa und Afrika zuständig. Die Managerin Hunt ist neben Helga Jung die zweite Frau in dem Führungsgremium, bereits ab Juli 2016 wird sie die Nachfolgerin von Jay Ralph (57).

Es gibt in der Assekuranz nicht viele vom Kaliber der neuen Allianz Top-Managerin. Hunt hat sich die letzten 25 Jahre in der Branche als herausragende Finanzexpertin erwiesen. Kein Wunder, dass sie nach ihrem Weggang von Prudential im vergangenen November von vielen Seiten umworben wurde. Am Ende entschied sich die gebürtige Südafrikanerin für die Allianz, wo sie ab Juli 2016 für das Asset Management und das Lebensversicherungsgeschäft in den USA zuständig sein wird.

Hunt, die in Johannesburg Wirtschaft studierte und ihre berufliche Karriere bei Deloitte & Touche begann, kennt die Finanz- und Versicherungsbranche von Grund auf. Die Managerin hat globale Erfahrung im Management, sie hat in Südafrika, Neuseeland, den USA und Europa gearbeitet, war Finanzchefin bei Aviva, bei Norwich Union und Standard Life, und hat bei Prudential zwei Jahre lang erfolgreich das Versicherungsgeschäft in Großbritannien, Europa und Afrika geleitet.

Mitarbeiter und Geschäftspartner hoben anfänglich ihre ruhige, zurückhaltende Art hervor, in der einige Kommentatoren zu Beginn ihrer Karriere mangelnde Durchsetzungsfähigkeit erkennen wollten. Sie wurden bald eines Besseren belehrt.

„Ich liefere lieber Ergebnisse, als dass ich für große Ankündigungen bekannt bin, die ich dann nicht erfüllen kann“, sagt Hunt, die ursprünglich den Beruf einer Geologin ausüben wollte.

Die neue Top-Managerin der Allianz SE weiß, was es heißt, als Frau in einer Männerdomäne zu bestehen.

„Ich kenne das Gefühl, wenn man sich als eine von vielleicht drei Frauen in einem Versammlungssaal mit Hunderten von Männern befindet. Einerseits ist es eine Ehre, eine Art Vorreiterrolle für Frauen zu übernehmen, aber man steht auch viel stärker unter Beobachtung. Es ist eine große Verantwortung“, sagt die heute 47-Jährige Managerin. Und sie kennt auch den Druck, den diese Position unweigerlich mit sich bringt, die Erwartungen, die damit verbunden sind, die besondere Aufmerksamkeit, die sie, die Frau im Vorstand, auch in den Medien erfährt.

Die Opernliebhaberin, die mit ihrer Familie gern auf Reisen geht, hat sich ihren Erfolg mit Können und Ausdauer hart erarbeitet. Die, die sie kennen, bescheinigen ihr eine „stille Unnachgiebigkeit“, wenn es darum geht, ein Ziel zu verfolgen. Sie selbst beschreibt sich als rational, zielorientiert und überlegt.

„Doch rational bedeutet nicht, dass man kein Einfühlungsvermögen besitzt“, sagt Hunt, und wer mit ihr redet, merkt sehr schnell, dass sie beides auf überzeugende Weise miteinander verbindet.

Zum Beispiel, wenn sie auf die Probleme zu sprechen kommt, mit denen berufstätige Mütter im Alltag zu kämpfen haben.

„Ich habe das alles selbst mitgemacht“, sagt die Mutter eines 17jährigen Sohns und einer 14jährigen Tochter.
Dass sie trotz Kindern Karriere gemacht hat, lag neben ihrer herausragenden Qualifikation auch an der Unterstützung durch ihren Ehemann und die Schwiegereltern. Doch sie weiß: Nicht immer können berufstätige Frauen auf solche Hilfe bauen. Ihre Sache liegt Hunt besonders am Herzen.

„Aber es geht nicht nur um Frauen. Es geht auch um Männer, die mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen wollen. Es geht um Menschen, die ihre Angehörigen pflegen. Wir müssen das Thema von Beruf und Familie viel weiter fassen“, fordert die neue Allianz-Managerin.

Mit Jackie Hunt, die künftig für Asset Management und das Lebensversicherungsgeschäft in den USA zuständig sein wird, holt sich die Allianz eine ausgewiesene Fachfrau ins Unternehmen. Und wie es aussieht, nicht nur eine, die in der Vermögensverwaltung etwas bewegen kann.

Dietmar Braun

Allianz SE mit Umsatzrekord

Mittwoch, Mai 15th, 2013

Die Allianz Gruppe hat ihre erfolgreiche Entwicklung des Jahres 2012 mit einem historisch starken ersten Quartal 2013 fortgesetzt. Vorstandschef Diekmann begrüßt die Expansion in der Türkei.

2013-05-15 (db) Mit 32 Milliarden Euro erzielte die Allianz SE den höchsten Gesamtumsatz ihrer Geschichte in einem Quartal, ein Anstieg von 6,6 Prozent im Vergleich zu 30,1 Milliarden Euro im ersten Quartal 2012. Das operative Ergebnis hat sich um 19,9 Prozent von 2,3 auf 2,8 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft profitierte die Gruppe in den meisten Regionen von anziehenden Preisen und einem verbesserten technischen Ergebnis sowie von einer geringen Anzahl von Naturkatastrophen.

In den Sparten Lebens- und Krankenversicherung legte besonders das Lebensversicherungsgeschäft in den Allianz Kernmärkten Deutschland, Frankreich und Italien bei Umsatz und Ergebnis zu.

Die Solvabilitätsquote ging um 14 Prozentpunkte von 197 Prozent zum 31. Dezember 2012 auf 183 Prozent zum 31. März 2013 zurück, liegt aber deutlich über dem Durchschnitt der Branche. Ohne Berücksichtigung des negativen Effekts aus der Änderung des Rechnungslegungsstandards für Pensionen hätte sich die Solvabilitätsquote im Vergleich zum Jahresende um zwei Prozentpunkte verbessert.

Unternehmensrating wurde bestätigt und der Ausblick angehoben

Im Berichtszeitraum erhöhte sich das Eigenkapital um 3,1 Prozent von 50.388 auf 51.950 Millionen Euro. Unter Verweis auf die gute Kapitalausstattung der Allianz hat die Ratingagentur Standard & Poor’s im März 2013 das „AA“-Rating bestätigt und den Ausblick auf „stabil“ von „negativ“ angehoben.

Das nicht-operative Ergebnis sank auf minus 119 Millionen Euro nach minus 88 Millionen Euro im gleichen Zeitraum 2012. Das Vorjahresergebnis hatte von positiven Bewertungseffekten für Optionsscheine auf The Hartford profitiert. Die Steueraufwendungen erhöhten sich auf 877 Millionen Euro von 794 Millionen Euro. Die effektive Steuerquote betrug im ersten Quartal des Jahres 33 Prozent, nach 35 Prozent im Vorjahresquartal. Der auf Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss erreichte 1,7 Milliarden Euro im ersten Quartal 2013, ein Anstieg von 24,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert von 1,4 Milliarden Euro.

„Das ist ein vielversprechender Jahresauftakt. Alle Segmente lieferten starke Ergebnisse, dank unserer Anstrengungen der vergangenen Jahre. Davon profitieren auch unsere Kunden, die im ersten Quartal 25 Milliarden Euro an Versicherungsleistungen erhielten“, sagte Dieter Wemmer, Mitglied des Vorstands der Allianz SE.

Expansion in der Türkei stärkt Allianz SE

„Wir sind gut aufgestellt, um zu wachsen – intern wie auch extern. Zum Beispiel erwarten wir durch den vereinbarten Kauf des türkischen Versicherers Yapı Kredi Sigorta eine deutliche Stärkung unserer Stellung in diesem wichtigen Zukunftsmarkt“, sagte Michael Diekmann, CEO und Vorstandsvorsitzender der Allianz SE.

Michael Dieckman, Vorstandsvorsitzender Allianz Se © Allianz

Michael Dieckmann, Vorstandsvorsitzender Allianz SE © Allianz

„Wir sind zuversichtlich, dass wir auch im weiteren Verlauf des Jahres 2013 profitabel wachsen werden. Es wäre jedoch angesichts der bestehenden Marktrisiken und einer möglichen steigenden Anzahl an Naturkatastrophen unangebracht, das aktuelle operative Ergebnis auf das Jahr hochzurechnen. Daher bestätigen wir den Ausblick für unser operatives Ergebnis für 2013 von 9,2 Milliarden Euro, plus/minus 0,5 Milliarden Euro.“

Die Schaden- und Unfallversicherung boomt

Das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft erzielte im ersten Quartal 2013 einen Umsatz von 15,2 Milliarden Euro, ein Anstieg um 2,7 Prozent von 14,8 Milliarden Euro im ersten Quartal des Vorjahres. Diese Entwicklung sei hauptsächlich eine Folge von positiven Preiseffekten innerhalb vieler Märkte und Produktlinien. Einen Großteil des Wachstums steuerten Deutschland, die Türkei, Allianz Worldwide Partners und Lateinamerika bei.

Das operative Ergebnis erreichte 1,3 Milliarden Euro und lag damit 11,5 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals von 1,2 Milliarden Euro. Das technische Ergebnis stieg auf 540 Millionen Euro von 333 Millionen Euro, gestützt durch eine verbesserte Geschäftsjahres-Schadenquote und durch eine günstige Preisentwicklung.

Mit einem Wert von 94,3 Prozent verbesserte sich die Schaden-Kosten-Quote des Quartals um 1,9 Prozentpunkte von 96,2 Prozent im vergangenen Jahr. Die Schaden-Kosten-Quoten lagen in den meisten Märkten deutlich unter 100 Prozent, auch dank geringer Schäden aus Naturkatastrophen. Die Schadenquote verbesserte sich auf 66,1 Prozent von 68,3 Prozent im Vorjahresquartal. Die Kostenquote lag bei 28,2 Prozent und damit leicht über dem Vergleichswert von 27,9 Prozent.

Vor allem höhere Kosten in Folge der Übernahme des französischen Versicherers Gan Eurocourtage im letzten Jahr, eine Reduzierung des Ernteausfallgeschäfts in den USA mit einer geringeren Kostenquote und eine regulatorische Gebührenänderung in Brasilien seien für diese Entwicklung verantwortlich.

 „Das erste Quartal war für die Schaden- und Unfallversicherung eines der besten Quartale seit einigen Jahren. Wir waren sowohl in unseren Kernmärkten in den Industrieländern als auch in den Wachstumsmärkten erfolgreich. Das Ausbleiben schwerer Naturkatastrophen hat gewiss geholfen, aber auch in sehr wettbewerbsintensiven Märkten wie Italien und Spanien haben wir hervorragende Ergebnisse erzielt“, erläutert Wemmer.

Lebens- und Krankenversicherung wächst bei Umsatz und Ergebnis

Der Umsatz in der Lebens- und Krankenversicherung stieg im ersten Quartal 2013 um 8,3 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro von 13,7 Milliarden Euro im Vergleichsquartal 2012.

Das Umsatzwachstum stammte hauptsächlich von fondsgebundenen Produkten. Trotz eines intensiven Wettbewerbs und des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes erhöhten sich die Beitragseinnahmen in den meisten Kernmärkten zweistellig, insbesondere in Deutschland, Frankreich, Italien und der Region Asien-Pazifik. Dagegen sanken die Einnahmen sowohl in den USA, aufgrund von Produkt- und Provisionsanpassungen im Jahr 2012 bei indexgebundenen und „Variable-Annuity“-Rentenprodukten, als auch in Polen aufgrund von Änderungen in der Regulierung.

Das operative Ergebnis lag im Berichtszeitraum bei 855 Millionen Euro; ein Anstieg von 3,6 Prozent verglichen mit 825 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis wurde einerseits durch ein niedrigeres operatives Investmentergebnis beeinflusst und profitierte andererseits von geringeren Abschluss- und Verwaltungskosten.

Die Allianz hat eine Neugeschäftsmarge von 1,8 Prozent erzielt, nahe dem Niveau des Vorjahresquartals von 1,9 Prozent. Der Neugeschäftswert stieg von 223 auf 238 Millionen.

„Das Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft steht weiterhin vor Herausforderungen. Wir gehen davon aus, dass die Märkte angesichts niedriger Zinsen schwierig bleiben, die sowohl Sparer als auch Investoren betreffen. Trotzdem haben wir in diesem Quartal Umsatz und Ergebnis gesteigert. Das spiegelt den Wert unserer Produkte und Erträge für unsere Kunden wider“, betonte Wemmer.

Asset Management der Gruppe trotz Niedrigzinsen weiter erfolgreich

Das Allianz Asset Management erzielte erneut ein herausragendes Quartal. Der Umsatz erhöhte sich im ersten Quartal 2013 auf 1,9 Milliarden Euro von 1,4 Milliarden Euro, ein Anstieg um 32,8 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2012.

Das operative Ergebnis erreichte 900 Millionen Euro, ein Plus von 46,8 Prozent nach 613 Millionen Euro im Vorjahresquartal, aufgrund gestiegener erfolgsabhängiger Provisionen, einem höheren verwalteten Vermögen und größerer Margen. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich weiter auf 52,9 Prozent von 57,4 Prozent.

Die gesamten verwalteten Anlagen stiegen auf 1.934 Milliarden Euro zum Ende des ersten Quartals von 1.653 Milliarden Euro zum Ende des Vorjahresquartals, ein Plus von 17,0 Prozent. Die für Dritte verwalteten Anlagen erhöhten sich auf 1.517 Milliarden Euro von 1.266 Milliarden Euro. Die Nettomittelzuflüsse Dritter stiegen auf 42,6 Milliarden Euro. Im Vorjahresquartal hatten sie 23,5 Milliarden Euro betragen.

„Unser Asset Management war auch im ersten Quartal 2013 Garant für wachsende Erträge für unsere Kunden, unsere Aktionäre und die Allianz Gruppe“, sagte Wemmer. „Die Ergebnisse der Allianz Gruppe bestätigen unsere Strategie einer breiten Aufstellung über die Geschäftssegmente und die Regionen der Welt hinweg.“

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken
Dietmar Braun