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Wild auf Allianz-Versicherte

Montag, August 21st, 2017

Allianz verzeichnet alle 17 Minuten einen Wildschaden

Wer Wild im Scheinwerfer sieht, sollte das Licht abblenden und ausweichen. /Foto: iStockphoto/Philipp83


85-mal pro Tag, also alle 17 Minuten, kommt es zu einem Zusammenstoß zwischen Wild und einem bei der Allianz versicherten Fahrzeug. Im Jahr 2016 waren es insgesamt 31.250 Wildschäden mit einem Gesamtschaden von 71,44 Millionen Euro.

Im Freistaat Bayern verzeichnete die Allianz Deutschland AG am häufigsten Haarwildschäden. Hier kam es in 9100 Fällen zu Zusammenstößen. Das ist fast jeder dritte deutsche Wildunfall (29 Prozent).

In deutlichem Abstand folgen Niedersachsen mit 2900 (9,1 Prozent), Baden-Württemberg mit 2600 (8,3 Prozent), und Sachsen-Anhalt mit knapp 2500 (7,8 Prozent) Fällen.

Versicherte Fahrzeuge in Bremen (40 Fälle/0,1 Prozent), Hamburg (97 Fälle/0,3 Prozent) und Berlin (175 Fälle/0,6 Prozent) blieben weitgehend von Haarwildschäden verschont, obwohl vor allem die deutsche Hauptstadt unter der Zunahme von Wildsäuen im Stadtgebiet leidet.

Im Schnitt über 2.000 Euro Schadenshöhe
Wildunfälle verursachen einen durchschnittlichen Sachschaden von 2.300 Euro. Wobei die Reparaturkosten in Hamburg mit 2.650 Euro pro Fahrzeug am höchsten ausfallen, während sie in Nordrhein-Westfalen mit 2.125 Euro zu Buche schlagen. Im Ausland wird es meist deutlich teurer. Hier liegt der Schaden bei 2.970 Euro pro Unfall.

Der teuerste Schaden im vergangenen Jahr wurde in Bayern durch Rotwild verursacht. An der betroffenen Zugmaschine entstand ein Schaden von 52.000 Euro.

Keine Hauptsaison für Wildwechsel
Auch wenn es im Jahresverlauf Zeiten mit erhöhtem Risiko gibt, müssen Autofahrer rund ums Jahr auf der Hut sein. Wildunfälle sind eine häufig unterschätzte Gefahr, eine einzige „Hauptsaison“ gibt es nicht. Verstärkte Aktivitätsphasen des Wildes sind beispielsweise im April/Mai mit Beginn der austreibenden Vegetation zu verzeichnen. Rehe und Hirsche sind nun verstärkt auf Nahrungssuche und queren dabei oftmals Straßen.

Einen weiteren Schwerpunkt stellen die Paarungszeiten dar. Diese sind beim Rotwild zum Beispiel im September/Oktober, bei den Rehen bereits im Juli/August. Die paarungswilligen Tiere sind auf der Suche nach Partnern „blind vor Liebe“ und verlieren dabei oft den Blick für die ihnen drohenden Gefahren.

Statistisch gesehen passieren die meisten Unfälle zwischen 5 und 8 Uhr am Morgen sowie zwischen 17 Uhr und Mitternacht.

„Da die Tiere vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung unterwegs sind, liegen hier tendenziell die Gefahrenschwerpunkte. Sofern diese Zeiten auch noch mit dem Hauptberufsverkehr zusammenfallen und die Straßen stärker befahren sind, ist das Risiko entsprechend erhöht“, sagt David Rosenbach, Diplom-Forstwirt und Allianz Experte für Waldversicherungen.

Etwa 80 Prozent der Schadenfälle sind auf Rehe zurückzuführen. Danach folgen mit etwa zehn Prozent Wildschweine. Die restlichen zehn Prozent sind kleinere Tiere wie Füchse oder Hasen.

„Das liegt vor allem daran, dass sie flächenmäßig am weitesten verbreitet sind. Damwild, Rotwild oder auch Wildschweine kommen dagegen nicht in allen Regionen vor“, sagt Experte Rosenbach.

Was ist beim Wildunfall zu tun?
Zunächst muss die Unfallstelle abgesichert werden. Hier gilt: Warnblinklicht einschalten, Sicherheitsweste anlegen, Warndreieck aufstellen. Anschließend um mögliche Verletzte kümmern und Polizei sowie gegebenenfalls Rettungswagen rufen.

„Vor dem Hintergrund des Tierschutzes muss der Unfall auf jeden Fall gemeldet werden. Wenn das Tier nach dem Zusammenstoß wegläuft, wird der zuständige Jäger eine sogenannte Nachsuche organisieren. Speziell ausgebildete Jagdhunde nehmen mit ihrem Führer dabei die Fährte auf, um festzustellen ob das Wild schwerer verletzt ist und ihm gegebenenfalls unnötiges Leid zu ersparen“, so Forstexperte Rosenbach.

Liegt ein Tier verletzt auf der Straße, sollte man es auf gar keinen Fall anfassen.

„Es könnte sich bedroht fühlen, ausschlagen oder beißen. Liegt das Tier tot auf der Straße und besteht keine Eigengefährdung, dann kann man den Kadaver (mit Schutzhandschuhen) vorsichtig an den Straßenrand ziehen. Das Mitnehmen der Tiere ist verboten, das wäre Wilderei und somit eine Straftat“, warnt Rosenbach.

Der Unfall muss außerdem unbedingt dokumentiert werden. Polizei oder Jagdpächter können eine Wildschadenbestätigung ausstellen.

Anschließend sollte so schnell wie möglich die Versicherung kontaktiert werden und – ganz wichtig: Unfallspuren am Fahrzeug erst nach der Begutachtung durch die Versicherung entfernen.

Fazit: Die Hinweise des Marktführers Allianz treffen natürlich für Versicherte anderer Assekuranz Unternehmen genauso zu. Die Allianz steht jedoch im Ruf einer schnellen und kundenorientierten Regulierung der Schäden. Zum Abschluss noch der kürzeste Witz rund um tragische Unfälle im Wald: Jäger trifft Jäger.

Dietmar Braun (db)

AOK verkauft Allianz

Donnerstag, August 17th, 2017

AOK verkauft Allianz

Der Allianz Deutschland AG-Chef Manfred Knof liefert prompt Oliver Bäte. /Foto: Allianz db Media


Die Allianz Deutschland AG ist in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 erneut in allen Geschäftsbereichen gewachsen. Der Umsatz legte insgesamt um 7,8 Prozent auf 18,2 Milliarden Euro zu. Im Gegensatz zur Mutter Allianz SE rechnet die Tochter mit der Stabilität des Geschäfts.

„Dieses gute Ergebnis zeigt, dass unsere Produkte die Bedürfnisse unserer Kunden ansprechen. Wir sind auf dem richtigen Weg, um noch besser zu werden. Unser Ziel ist, in den Lebenswelten der Kunden relevant zu sein. Wir wollen mehr sein als ein Versicherer, der Rechnungen bezahlt“, sagt Risiko-Manger und CEO Manfred Knof, Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland AG an die Adresse der deutschen Versicherten und liefert ein exzellentes Ergebnis mit fast 25 Prozent Wachstum in der Sparte Leben.

Die Allianz entwickelt den Umbau hin zu einer kundenorientierten Organisation weiter und nutzt die Chancen von sinnvoller Digitalisierung der Prozesse eines Versicherers.

Im ersten Halbjahr 2017 wurden 21 neue Leistungs- und Service-Ideen getestet und dazu rund 5.000 Versicherte befragt. Im digitalen Direktangebot der Allianz können die Versicherungslösungen der Allianz vollständig digital abgeschlossen werden. Die Nutzerzahlen der Angebote im Internet steigen stetig, ebenso die Online-Abschlüsse.

Bei der Risikolebensversicherung legten die Online-Abschlüsse um 44 Prozent zu. Auf jeden Abschluss im Internet kommen zehn weitere Nutzer, die über die Website zu einem Vermittler gelangen und sich bei diesem versichern.

„Auch im Zeitalter der Digitalisierung vertrauen unsere Kunden auf die hervorragende persönliche Beratung durch unsere Vertreter. Uns ist es daher wichtig, den Übergang für die Kunden von der Internetseite zu einem unserer Vertreter so einfach wie möglich zu gestalten“, sagt Knof.

Erfolg im Firmen- und Gewerbegeschäft
Die Bruttoprämien in der Schaden- und Unfallversicherung nahmen um 1,8 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro zu. Die modulare Firmen- und Gewerbe-Deckungen stießen auf große Nachfrage bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. In dieser Zielgruppe sieht die Allianz Deutschland zusätzliches Wachstumspotenzial für die 2016 eingeführte Deckung für das Cyber-Risiko.

Allianz kündigt neue Kraftfahrtversicherung an
Die AllSecur ist mittlerweile der drittgrößte Direktanbieter im deutschen Kfz-Versicherungsmarkt.

Der Verkaufserfolg des Telematik-Tarifs Bonus Drive übertraf mit 31.500 versicherten Fahrzeugen seit Start im Mai 2016 die Erwartungen. Eine Ausweitung auf weitere Altersgruppen wird derzeit geprüft. Weiterhin wird die Allianz im Herbst ihre neue Autoversicherung in Deutschland einführen.

Leben mit Garantien ist beliebt
In der Lebensversicherung stiegen die Beitragseinnahmen um 13,2 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro an. Ebenso legten die Neubeiträge mit einem Plus von 24,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. In all ihren Altersvorsorge-Produkten bietet die Allianz eine Garantie der Höhe der Prämie als bewährtes Sicherheitselement an und orientiert sich damit an den Wünschen ihrer Versicherten. Denn selbst bei kapitalmarktnahen Lebens- oder Rentenversicherungen setzen drei von vier Kunden auf 100-prozentigen Beitragserhalt, wie eine Auswertung von 50.000 Verträgen zeigt.

„Die Kunden möchten Sicherheit für ihr eingezahltes Geld, sich aber gleichzeitig Chancen am Kapitalmarkt offenhalten“, sagt Knof.

Für mehr Planungssicherheit in der Altersvorsorge können Versicherte jetzt unter Angabe weniger Daten einen Überblick über die eigene Vorsorgesituation gewinnen: Der sogenannte Rentenscore zeigt, welcher Teil der angestrebten Rentenhöhe bereits durch die bestehende Vorsorge abgedeckt ist. Besitzern eines Amazon Echo hilft Alexa bei der Ermittlung des Rentenscore.

AOK als erfolgreicher Außendienst der Allianz
Die Beitragseinnahmen der Krankenversicherung erhöhten sich um 1,8 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Dabei legte sowohl der Umsatz mit Vollversicherungen als mit Zusatzversicherungen zu. Letzterer aufgrund der erfolgreichen Kooperation mit der AOK Baden-Württemberg.

Sehr gut bei den Kunden kamen dabei die neuen Zahntarife Dental Plus und Dental Best an und sorgten dafür, dass sich der Verkauf von Zahntarifen im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 57 Prozent steigerte. Ende Juni 2017 waren insgesamt 2,6 Millionen Personen bei der Allianz krankenversichert, 35.000 mehr als vor einem Jahr.

Kapitalanlagen mit neuem Risikoprofil klappt
Seit Ende 2016 bewerten Allianz Leben und die Allianz Private Krankenversicherung neben der Langfristigkeit und Stabilität auch die Nachhaltigkeit aller getätigten Kapitalanlagen. Mit dem sogenannten ESG-Scoring werden Aspekte des Umweltschutzes (E), des Sozialen (S) sowie der guten Unternehmensführung (G) abgedeckt und damit das Risikoprofil des investierten Kapitals verbessert. Die verwalteten Kapitalanlagen stiegen zum 30. Juni 2017 um 1,9 Prozent auf 289,6 Milliarden Euro.

Das Kapitalanlagenergebnis sank um 0,5 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Hier überwogen Verluste aus Zinsabsicherungen gegenüber geringeren Abschreibungen auf Kapitalanlagen.

Operatives Ergebnis legt zu
Das operative Ergebnis lag mit 1,2 Milliarden Euro um 3,6 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums. Das Ergebnis wuchs um 4,8 Prozent auf 910 Millionen Euro, das sind fast fünf Prozent, auf der Basis von Milliarden Euro ist das ein sehr hohes Niveau.

Ausblick 2017 – Allianz sichert Marktführung Leben
Vorausgesetzt, dass sowohl die Entwicklung an den Kapitalmärkten als auch Naturkatastrophen und Großschäden das Ergebnis nur moderat beeinflussen, geht der Vorstand der Allianz Deutschland AG für das Gesamtjahr von einer stabilen Geschäftsentwicklung aus.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Die Fintech-Show ist vorbei – Zeit zu liefern

Dienstag, August 8th, 2017

Fintech müssen liefern

Die Träume sind vorbei – jetzt müssen die digitalen Boten endlich liefern. /Foto: db media Dietmar Braun


Einige Zeit wedelte der Schwanz mit dem Hund. Insure- und FinTechs wollten die etablierten Versicherer aus dem Markt drängen. Ein Unternehmer aus Berlin erklärte sogar, dass er mit Clark & Co Startups „am Fließband produziere“, die globale Giganten in der Assekuranz werden würden. Mit den Forderungen der Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen (BaFin) an die Rückstellungen und Risiko-Management für Leistungen kehrte Realität ein. Zeigen was wirklich geht ist gilt es jetzt, nicht nur beschreiben was gehen könnte, sondern Versprechen einlösen.

Die Realität und ein nüchterner Blick auf digitale Prozesse und Startup als Dienstleister haben vor allem die Rückversicherer der Assekuranz. Der Chef des weltgrößten Rückversicherers sieht die Chancen und Grenzen. „Insurtech ist eine Facette der Digitalisierung: ein Trend, der die Art und Weise, wie man Versicherungsgeschäft betreibt, wie der Kunde Versicherung erlebt, und wie Versicherungslösungen zum Kunden gelangen, grundlegend verändern wird”, sagt Joachim Wenning, CEO und Vorstandsvorsitzender der Munich Re, im Fachmagazin des Unternehmens.

Auch bei einigen Erstversicherern kehrt die Realität nach den überzogenen Shows und Forderungen für Investoren-Millionen der jungen Unternehmer von Fintech und Insuretech-Unternehmen die sehr in ihrer Art bei den Pitch dem früheren Neuen Markt ähnelten.

Oliver Bäte, Chef der Allianz SE, sagte aus der Sicht des Marktführers der Erstversicherer: „Im Fokus unserer Aktivitäten stehen unsere Versicherten und die Bedürfnisse der Kunden besser zu erkennen und zu bedienen. Digitale Prozesse können dabei helfen.“

So sagte im exklusiven Gespräch in Stuttgart der Vorstandsvorsitzende des Alte Leipziger-Hallesche Konzern Dr. Walter Botermann: „Sicher werden wir dem Vertrieb und den Kunden mehr Apps für Information und Kommunikation zur Verfügung stellen, aber unser Fokus liegt auf der langfristigen Verlässlichkeit und der Sicherung des Vertrauens unserer Versicherten auf ihre Kollektive.“ Die Aktuarin Wiltrud Pekarek ergänzte: „Wir verstehen uns als Kümmerer für Kunden, nicht nur als Abwickler im Schadens- oder Leistungsfall, sondern weit im Vorfeld über Prävention und Mehrwerte in der Beratungsfunktion als Versicherer, als Partner der Versicherungsmakler und des eigenen Außendienstes.“

Die Münchener Versicherer haben sich von dem Spezialversicherer die Bayerische bis zur Allianz als Marktführer zu einem Versicherungs-Hub zusammengefunden, der die Assekuranz mit den neuen digitalen Hilfsmitteln umbauen soll. Der bayerische Freistaat will einen solchen Hub unterstützen. Im Raum Stuttgart zeichnet sich ein Bausparkassen-Banken-Versicherungs-Hub ab, der digitale Banken nutzen will um Versicherungsleistungen rund ums Eigenheim nebst Vorsorge für die Bewohner zu bieten.

Der Botschafter für das Eigenheim, als Sprecher der ARGE der privaten Bausparkassen Bernd Hertweck, im Hauptberuf Vorstandsvorsitzender der Bausparkasse Wüstenrot sagte: „Vorsorge rund um das Eigenheim, vom lebenslangen Wohnrecht, Pflege bis zu einer zufriedenstellenden Rente, das wurde früher als Spießertum bezeichnet, heute nennen wir es Sicherheit und Vorsorge rund um das eigene Heim.“

Fazit: Es tut gut, dass nach langem Zögern die Besonnenheit der erfahrenen Risiko-Manager sich mit den Jungunternehmern der Digitalbranche zusammenschließt, um die Zukunft der Assekuranz und ihrer Versicherungskollektive gemeinsam zu sichern. Das entspricht dem Vertrauen der Versicherten in die Kompetenz und Verlässlichkeit der Branche. Versicherungskunden wollen sich nicht wirklich mit Versicherungsschutz und Bedingungen befassen oder diese gar vergleichen, wie selbsternannte Verbraucherschützer das immer wieder behaupten, Kunden wollen ihre Ängste und Sorgen gegen Prämie bei den Versicherern abladen und dafür im Bedarf solide Sicherheit für den Fall des Eintritt von Risiken oder Schäden. Einfach machen durch einfach machen – nicht mehr und nicht weniger.

Dietmar Braun (db)

Allianz als Kümmerer – im Kampf gegen Stress

Dienstag, August 1st, 2017

Die Allianz hat ihr Angebot für die betriebliche Krankenversicherung (bKV) verbessert. Eine aktuelle Studie zeigt den Bedarf auf. Arbeitnehmer brauchen Hilfe und Beratung bei Stress.

Eine Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland leidet unter Stress in ihrem Job. Laut einer aktuellen Studie im Auftrag der Allianz Deutschland AG sind Alarmierende 71 Prozent. Die Mehrheit der Beschäftigten kennen aus dem Berufsalltag das Gefühl, größerer psychischer Belastung ausgesetzt zu sein, als dies gesundheitlich gut für sie wäre. Das bestätigt die aktuelle Ipsos-Umfrage. Befragt wurden 1000 Arbeitnehmer im Alter von 18 bis 65 Jahren.

Hauptursachen für die Belastung sind für alle Befragten ein hohes Arbeitsaufkommen und die Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten. Auffällig sind die Unterschiede zwischen der Gruppe der jungen und der älteren Arbeitnehmern. Die Älteren gehen deutlich gelassener mit Stress um.

Ältere kompensieren Druck mit Gelassenheit und Routine
Tatsächlich fühlen sich junge Arbeitnehmer durch ihren Job gestresster als ihre älteren Kollegen. Die psychische Belastung ist bei vielen jungen Beschäftigten so hoch, dass 53 Prozent schon einmal in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt waren. Bei den Älteren sind es „nur“ 46 Prozent. Kein Wunder also, dass bereits 56 Prozent der Jungen mit dem Gedanken spielten, die Arbeitszeit zu reduzieren oder den Arbeitgeber zu wechseln, bei den Älteren sind es mit 39 Prozent deutlich weniger.

„Stress ist auch ein Zeichen einer beschleunigten Lebenswelt, und das betrifft verstärkt die junge Generation. Auch das Privatleben bietet oft keine Entspannung mehr, denn dank Facebook, WhatsApp und Co. sind viele permanent auf Abruf“, sagt die Studienautorin, Ärztin und Psychotherapeutin Dr. med. Nilufar Heydari.

Die Allianz als Kümmerer will hier den Versicherten helfen.

Permanent auf Abruf: Jüngere Berufstätige tun sich schwerer als ältere, mal abzuschalten – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.

Allianz als Kümmerer

Stress am Arbeitsplatz – Allianz als Versicherer und Kümmerer will helfen. /Foto: Allianz istockphoto/fizkes

„Vielen fällt es heutzutage zwar generell schwer, abzuschalten. Die ältere Generation lässt sich aber nicht so schnell aus der Ruhe bringen“, so Allianz Expertin Heydari.

Das erklärt wohl auch, dass 50 Prozent der jungen Beschäftigten wegen zu hoher Belastung im Job schlechter schlafen. Bei den Älteren betrifft das mit 38 Prozent sehr viel weniger Arbeitnehmer.
Allianz Expertin Heydari weiß, dass ältere Arbeitnehmer privat deutlicher Prioritäten setzen, was ihnen in ihrer Freizeit wirklich wichtig ist und wo sie vielleicht nicht unbedingt „dabei sein“ müssen. Außerdem helfen ihnen Routine und Erfahrungen, die Belastungen im Job zu kompensieren.

Chefs können ihren Mitarbeitern helfen, gesund zu bleiben
Ältere Arbeitnehmer sind zwar gelassener als ihre jüngeren Kollegen, Stress und psychische Belastungen im Job betreffen aber alle Altersgruppen. Die große Herausforderung für Unternehmen ist, dies zu erkennen, um dem Betroffenen zu helfen, denn nur 26 Prozent der befragten Arbeitnehmer vertrauen sich ihrem Chef an.

Allianz Expertin Heydari empfiehlt Unternehmen, offen für die Probleme ihrer Mitarbeiter zu sein. Unternehmen müssten sich bewusst sein, dass ihre Mitarbeiter stärkeren psychischen Belastungen ausgesetzt sind als noch vor 20 Jahren. Wer als Chef diese Tatsachen im Hinterkopf habe und Hilfsangebote macht, trage schon viel zur Gesundheit in seinem Betrieb bei.

Auch eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) kann Chefs dabei helfen, sich für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu engagieren. Unterstützung bei seelischen Belastungen bietet etwa der Tarifbaustein „Vorsorge Extra“ der Allianz: Diese Versicherung leistet bei beruflichem Stress oder bei privaten Problemen einmal pro Jahr die Kosten für ein dreimonatiges telefonisches Coaching durch einen Spezialisten. Die psychologische Begleitung ist für den Mitarbeiter kostenlos und absolut vertraulich.

Weitere Infos zu einer „Krankenversicherung vom Chef“, die unter anderem bei psychischen Problemen helfen kann, findet man zum Beispiel auf der Website allianz.de.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Hoffentlich Allianz versichert – oder Aktionär

Donnerstag, Juli 27th, 2017

Gute Aktien für die Sicherheit

André Kostolany lehrte Dietmar Braun „die beste Sicherheit sind gute Aktien“. /Foto: © db media Dietmar Braun


Allianz hebt ihre Ziele für dieses Jahr an. Der Marktführer erwartet Kunden und Aktionäre erfreuen zu können. Selbst wer nicht Kunde ist, sollte über die Allianz Aktie nachdenken.

Die Allianz Gruppe hat im zweiten Quartal 2017, basierend auf den vorläufigen Zahlen, ein operatives Ergebnis von 2,9 Milliarden Euro nach 2,4 Milliarden Euro im Vergleichsquartal des Vorjahres erzielt. Das entspricht einem Anstieg von satten 23 Prozent.

Der Gesamtumsatz stieg im zweiten Quartal 2017 um 2,0 Prozent um eine halbe Milliarde Euro, von 29.402 auf 29.994 Millionen Euro. Der auf die Allianz-Aktionäre entfallende Quartalsüberschuss stieg um 83,4 Prozent von 1,1 auf 2,0 Milliarden Euro. Der Steuersatz sank auf 27 Prozent von 33 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Die Geschäftsergebnisse verbesserten sich beim Marktführer nach den vorgelegten Trends und Zahlen im zweiten Quartal 2017 über alle Segmente hinweg.

Bonität macht Sachversicherer vertrauenswürdig

In der Schaden- und Unfallversicherung stieg das operative Ergebnis um 28,0 Prozent von 1,1 auf 1,4 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz erhöhte sich im zweiten Quartal 2017 um 0,6 Prozent auf 11,685 (11,611) Milliarden Euro.

Die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) verbesserte sich von 96,4 auf 93,7 Prozent.

Der Anteil an Schäden aus Naturkatastrophen betrug ein Prozent nach 4,4 Prozent im zweiten Quartal letztes Jahr.

Die Allianz ist Partner und Kümmerer für Versicherte

Die Abwicklungsquote fiel von 6,5 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 3,8 Prozent im zweiten Quartal 2017, während sich die zugrunde liegende Schadenquote um 1,7 Prozentpunkte verbesserte.

Von wegen die Lebensversicherung ist tot

In der Lebens- und Krankenversicherung erhöhte sich das operative Ergebnis um 12,0 Prozent von 1,0 auf 1,1 Milliarden Euro. Der Barwert der neuen laufenden Bruttoprämien stieg um 2,8 Prozent von 13.240 auf 13.606 Millionen Euro. Die Neugeschäftsmarge erhöhte sich im zweiten Quartal 2017 auf hoher Basis von 2,6 auf 3,4 Prozent.

Risiko-Manager als Vermögensverwalter

Im Bereich Asset Management stieg das operative Ergebnis um 16,8 Prozent von einer halben Milliarde Euro auf 584 Millionen Euro. Das für Dritte verwaltete Vermögen erhöhte sich bis zum Ende des zweiten Quartals 2017 im Vergleich zum zweiten Quartal 2016 um 7,6 Prozent auf 1.406 Milliarden Euro. Die Nettomittelzuflüsse Dritter erreichten 55 Milliarden Euro im zweiten Quartal 2017.

Für das Gesamtjahr erwartet die Allianz nun, dass das operative Ergebnis am oberen Ende der Zielspanne von 10,8 Milliarden Euro, plus oder minus 500 Millionen Euro, liegen wird, vorbehaltlich unvorhergesehener Ereignisse, Krisen oder Naturkatastrophen.
Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund einer aktualisierten Definition des operativen Ergebnisses und einer Rechnungslegungsänderung, wie bereits im ersten Quartal des Jahres geschildert, angepasst.

Die Allianz macht es spannend

Die Allianz wird weitere Details zum Geschäftsverlauf im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr 2017, wie angekündigt, am 4. August 2017 veröffentlichen. Darauf werden nicht die Allianz Aktionäre blicken, sondern auch die Branche, deren Ergebnisse wie Rundungsziffern wirken.

Fazit: Wer noch einen Versicherer für das Depot sucht, sollte über die Allianz nachdenken. Für die Fans der Automobil-Branche sollten sich die Gedanken um die Daimler Bank drehen, das könnte ein neuer Stern am internationalen Banken-Himmel werden. Die Daimler Bank ist zwar nicht die Deutsche Bank, aber vielleicht gerade deswegen immer eine Alternative. (db)

Allianz-Managerin wechselt zur ERGO

Montag, Juli 17th, 2017

Managerin wechselt von Allianz zu ERGO

Allianz-Managerin Ursula Clara Deschka wird dreifach Vorstandsmitglied bei ERGO Direkt. /Foto: ERGO


Ursula Clara Deschka wechselt von der Allianz zu den ERGO Direkt Versicherungen und wird die Vorstände zum 1. November 2017 verstärken. Sie war bisher für die Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG tätig.

Die Managerin Ursula Clara Deschka (38) soll ab November in die drei Vorstandsgremien der Gesellschaften ERGO Direkt Lebensversicherung AG, ERGO Direkt Krankenversicherung AG und ERGO Direkt Versicherung AG berufen werden. Die gebürtige Österreicherin und studierte Betriebswirtin wird Produkte & Services verantworten. Zuletzt war sie als Direktorin für das Spezialisten- und Produktmanagement der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG verantwortlich.

ERGO Direkt, eine Tochter der ERGO Group, wird im Zuge des ERGO Strategieprogramms zum Kompetenz-Zentrum Online für ERGO in Deutschland ausgebaut. ERGO Direkt ist Teil der ERGO Digital Ventures AG, in der alle Digital- und Direktaktivitäten der Gruppe gebündelt sind. Die Gesellschaft nimmt eine Treiberrolle für Innovation und digitale Transformation ein.

Erneut hat Dr. Markus Rieß, CEO und Vorstandsvorsitzender des ERGO-Konzerns, Mitglied des Vorstands der Munich Re, ein Talent für das Risiko-Management und Vertrieb aus der Assekuranz für seinen Konzern gewinnen können.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Allianz stärkt Assekuranz-Marktführung

Samstag, Juni 24th, 2017
Allianz verkauft Bank

Die Allianz konzentriert sich auf Versicherte als Kunden. /Foto: © Andrea Danti – Fotolia.com

(db 24.6.2017) Die Allianz Deutschland AG, eine Tochter der Allianz SE, verkauft ihre Beteiligung in Höhe von 90,2 Prozent an der Oldenburgische Landesbank AG (OLB). Bereits am 27. September 2016 wurde über einen gegebenenfalls anstehenden Verkauf der OLB informiert. Käufer ist die Bremer Kreditbank AG.

Die BKB Gruppe ist eine deutschlandweit tätige Bankengruppe mit kombinierten Bilanzsumme von vier Milliarden Euro und einem Fokus auf dem mittelständischen Firmenkundengeschäft, der gewerblichen Immobilienfinanzierung sowie der Akquisitionsfinanzierung. Über die Privatbank Neelmeyer bietet die BKB Gruppe darüber hinaus eine umfassende Beratung von gehobenen Privatkunden und Unternehmern, insbesondere in der Vermögensverwaltung.
Am 23. Juni 2017 wurde ein entsprechender Vertrag unterzeichnet. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden. Der vereinbarte Kaufpreis für die veräußerte Beteiligung beträgt 300 Millionen Euro.

„Die Allianz Deutschland konzentriert sich im Rahmen ihrer Erneuerungsagenda noch stärker auf ihr Kerngeschäft der Versicherung und Vermögensanlage. Vor diesem Hintergrund ist der Verkauf der OLB-Anteile ein konsequenter Schritt. Nach wie vor sind Banken für uns als Versicherer jedoch ein wichtiger Vertriebsweg. Daher besteht die Kooperation zum Vertrieb von Versicherungen mit der OLB unverändert fort“, sagt Dr. Manfred Knof, Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland AG.

Die OLB ist aktuell gemessen an Bilanzsumme, Mitarbeiterzahl und Standortnetz die größte private Regionalbank in Deutschland. Ihr Geschäftsgebiet erstreckt sich auf das Gebiet Weser-Ems. Die Anteile an der Bank befinden sich bereits seit 2001 im Besitz der Allianz Gruppe. (db finanzwelt)

Allianz wird jünger, weiblicher und erfahrener

Donnerstag, März 10th, 2016

Der Allianz SE ist erneut ein Coup bei ihren Top-Managern gelungen. Mit Jaqueline Hunt wurde eine Top-Managerin an die Spitze des Erstversicherers berufen, die globale Management-Erfahrung hat.

2016 Allianz SE Jaqueline Hunt kl

Neu im Vorstand der Allianz SE ist Jacqueline Hunt (47), bis vor kurzem für das Versicherungsgeschäft von Prudential in Großbritannien, Europa und Afrika zuständig. Die Managerin Hunt ist neben Helga Jung die zweite Frau in dem Führungsgremium, bereits ab Juli 2016 wird sie die Nachfolgerin von Jay Ralph (57).

Es gibt in der Assekuranz nicht viele vom Kaliber der neuen Allianz Top-Managerin. Hunt hat sich die letzten 25 Jahre in der Branche als herausragende Finanzexpertin erwiesen. Kein Wunder, dass sie nach ihrem Weggang von Prudential im vergangenen November von vielen Seiten umworben wurde. Am Ende entschied sich die gebürtige Südafrikanerin für die Allianz, wo sie ab Juli 2016 für das Asset Management und das Lebensversicherungsgeschäft in den USA zuständig sein wird.

Hunt, die in Johannesburg Wirtschaft studierte und ihre berufliche Karriere bei Deloitte & Touche begann, kennt die Finanz- und Versicherungsbranche von Grund auf. Die Managerin hat globale Erfahrung im Management, sie hat in Südafrika, Neuseeland, den USA und Europa gearbeitet, war Finanzchefin bei Aviva, bei Norwich Union und Standard Life, und hat bei Prudential zwei Jahre lang erfolgreich das Versicherungsgeschäft in Großbritannien, Europa und Afrika geleitet.

Mitarbeiter und Geschäftspartner hoben anfänglich ihre ruhige, zurückhaltende Art hervor, in der einige Kommentatoren zu Beginn ihrer Karriere mangelnde Durchsetzungsfähigkeit erkennen wollten. Sie wurden bald eines Besseren belehrt.

„Ich liefere lieber Ergebnisse, als dass ich für große Ankündigungen bekannt bin, die ich dann nicht erfüllen kann“, sagt Hunt, die ursprünglich den Beruf einer Geologin ausüben wollte.

Die neue Top-Managerin der Allianz SE weiß, was es heißt, als Frau in einer Männerdomäne zu bestehen.

„Ich kenne das Gefühl, wenn man sich als eine von vielleicht drei Frauen in einem Versammlungssaal mit Hunderten von Männern befindet. Einerseits ist es eine Ehre, eine Art Vorreiterrolle für Frauen zu übernehmen, aber man steht auch viel stärker unter Beobachtung. Es ist eine große Verantwortung“, sagt die heute 47-Jährige Managerin. Und sie kennt auch den Druck, den diese Position unweigerlich mit sich bringt, die Erwartungen, die damit verbunden sind, die besondere Aufmerksamkeit, die sie, die Frau im Vorstand, auch in den Medien erfährt.

Die Opernliebhaberin, die mit ihrer Familie gern auf Reisen geht, hat sich ihren Erfolg mit Können und Ausdauer hart erarbeitet. Die, die sie kennen, bescheinigen ihr eine „stille Unnachgiebigkeit“, wenn es darum geht, ein Ziel zu verfolgen. Sie selbst beschreibt sich als rational, zielorientiert und überlegt.

„Doch rational bedeutet nicht, dass man kein Einfühlungsvermögen besitzt“, sagt Hunt, und wer mit ihr redet, merkt sehr schnell, dass sie beides auf überzeugende Weise miteinander verbindet.

Zum Beispiel, wenn sie auf die Probleme zu sprechen kommt, mit denen berufstätige Mütter im Alltag zu kämpfen haben.

„Ich habe das alles selbst mitgemacht“, sagt die Mutter eines 17jährigen Sohns und einer 14jährigen Tochter.
Dass sie trotz Kindern Karriere gemacht hat, lag neben ihrer herausragenden Qualifikation auch an der Unterstützung durch ihren Ehemann und die Schwiegereltern. Doch sie weiß: Nicht immer können berufstätige Frauen auf solche Hilfe bauen. Ihre Sache liegt Hunt besonders am Herzen.

„Aber es geht nicht nur um Frauen. Es geht auch um Männer, die mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen wollen. Es geht um Menschen, die ihre Angehörigen pflegen. Wir müssen das Thema von Beruf und Familie viel weiter fassen“, fordert die neue Allianz-Managerin.

Mit Jackie Hunt, die künftig für Asset Management und das Lebensversicherungsgeschäft in den USA zuständig sein wird, holt sich die Allianz eine ausgewiesene Fachfrau ins Unternehmen. Und wie es aussieht, nicht nur eine, die in der Vermögensverwaltung etwas bewegen kann.

Dietmar Braun

Allianz Leben deklariert für 2013 hohe Verzinsung

Donnerstag, Dezember 5th, 2013

Die rund zehn Millionen Kunden der Allianz Lebensversicherungs-AG (Allianz Leben) dürfen sich freuen. Sie erhalten eine attraktive Verzinsung ihrer Altersvorsorge. Die gesamte Verzinsung liegt 2013 bei mindestens 4,2 Prozent (Vorjahr: 4,5 Prozent). Sie setzt sich zusammen aus der laufenden Verzinsung von 3,6 Prozent sowie dem Schlussüberschuss und einem Sockelbetrag für die Beteiligung an den Bewertungsreserven der Kollektive von zusammen 0,6 Prozent.

2013-12-05 (db) Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) seit Jahren verfolgte expansive Geldpolitik bestimmt weiterhin das niedrige Zinsniveau festverzinslicher Wertpapiere. Diese gehören aufgrund ihrer hohen Sicherheit zu den bestimmenden Kapitalanlageklassen der Lebensversicherer. Eine nachhaltige Zinssteigerung bei festverzinslichen Wertpapieren ist vor dem Hintergrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik der EZB sowie der Wirtschaftsprognosen nicht zu erwarten.

„Dank unserer Finanzstärke sowie der langfristig ausgerichteten und breit gestreuten Kapitalanlagen können wir unseren Kunden weiterhin eine sehr attraktive Verzinsung bieten“, sagt Markus Faulhaber, Vorstandsvorsitzender und Aktuar der Allianz Leben.

Markus Faulhaber Allianz AG

Gerade in der aktuellen Phase niedriger Marktzinsen zeigten sich die Vorteile eines effizienten Risikomanagement, einer professionellen, weltweit ausgerichtete Kapitalanlagepolitik von einem Lebensversicherer der über eine hohe Ertragskraft verfüge, stellt der Vorstandsvorsitzende selbstbewusst fest.

„Davon profitieren unsere Lebensversicherungskunden. Sie können gegenwärtig bei anderen sicheren Anlageformen keine bessere Rendite erzielen“, ist sich Faulhaber sicher.

Zur laufenden Verzinsung von 3,6 Prozent in 2013 (2012: 4,0 Prozent) kommen 0,6 Prozent (2012: 0,5 Prozent) aus dem Schlussüberschuss und dem Sockelbetrag für die Beteiligung an den Bewertungsreserven hinzu. Beide Komponenten werden während der Vertragslaufzeit angespart und bei Vertragsablauf ausgezahlt. Dieses versicherungstechnische Fremdkapital ermöglicht die Spielräume für eine chancenorientierte Kapitalanlage – zu Gunsten der versicherten Kunden. Für das Jahr 2013 ergibt sich bei der Allianz eine gesamte Verzinsung der Sparanteile von mindestens 4,2 Prozent (2012: 4,5 Prozent).

Hinzu kommt eine zusätzliche Verzinsung auf Basis des bei Vertragsablauf aktuellen Niveaus der Bewertungsreserven.

Faulhaber stellt vor dem Hintergrund der verbraucherpolitischen Diskussion um die Altersvorsorge klar: „Um die Sicherheit der Lebensversicherung muss sich niemand Sorgen machen. Lebensversicherungen ermöglichen auch in Zeiten niedriger Kapitalmarktzinsen und hoher Marktunsicherheiten eine verlässliche und attraktive Vorsorge. Gleichwohl müssen wir aber in der neuen Normalität nach der Finanzkrise akzeptieren, dass die in der Vergangenheit erzielten Renditen nicht als Maßstab für künftige Zinserträge gelten können.“

Finanz- und Geldwissen über den Begriff „Gesamtleistung“

Kunden einer Lebensversicherung haben Anspruch auf garantierte Versicherungsleistungen. Um diese garantierten Leistungen zu finanzieren, werden Deckungsrückstellungen gebildet. Für deren Berechnung legt der Gesetzgeber den sogenannten Höchstrechnungszins fest. Dieser beträgt gegenwärtig 1,75 Prozent.

Altverträge haben eine höhere Verzinsung

Verträge, die vor 2012 abgeschlossen wurden, erhalten je nach Abschlusstermin weiterhin einen garantierten Zinssatz von bis zu vier Prozent. Bei Allianz Leben beträgt die im Durchschnitt aller Verträge gewährte Garantieverzinsung 3,1 Prozent.
Die Mittel für die Garantien erwirtschaften die Lebensversicherer insbesondere mit ihren Kapitalanlagen.

Da die Unternehmen bei der Kapitalanlage mehr Erträge erzielen als für die den Kunden garantierten Leistungen erforderlich sind, entstehen Überschüsse. An diesen Überschüssen beteiligen die Lebensversicherer ihre Kunden traditionell über die laufende Überschussbeteiligung, die jährlich zugeteilt wird, sowie gegebenenfalls über einen Schlussüberschuss und einen Sockelbetrag, die während der Laufzeit des Vertrages angespart und bei Vertragsfälligkeit oder Kündigung ausbezahlt werden.

Die versicherten Kunden werden, wie im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) vorgesehen, an den Bewertungsreserven beteiligt. Die Bewertungsreserven ergeben sich aus dem Unterschied zwischen Zeitwert und Buchwert der zu Anschaffungskosten bewerteten Kapitalanlagen. Sie orientieren sich an der Höhe und der Anlagedauer des vom Kunden zur Verfügung gestellten Kapitals.

Allianz Leben stellt bei speziellen Verträgen gegen Einmalbeitrag durch eine auf die längerfristige Bindung des Kunden ausgerichtete Überschussbeteiligung sicher, dass es nicht zu einer unangemessenen Benachteiligung des übrigen Versicherungsbestandes kommt. Bei diesen Verträgen werden für die Anfangsjahre, in der Regel in den ersten drei Jahren, eigene Überschussanteilsätze deklariert.

Dietmar Braun, freier Fachjournalist

Sicher in die digitale Zukunft

Mittwoch, Juli 10th, 2013

Gegenüber steigender Internetkriminalität reicht normale IT-Sicherheit nicht aus. Ein ganzheitlicher Ansatz für das Risikomanagement ist gefordert. Eine neue Police bietet umfassenden Schutz gegen Gefahren aus dem Netz.

2013-07-10 (db) Unternehmen drohen Schäden in Millionenhöhe und Imageverluste, wenn Kriminelle über das Internet Daten stehlen, Schadprogramme in Netzwerke einschleusen oder Server mit Denial-of-Service-Attacken lahmlegen.

Mit der neuen Versicherungslösung „Allianz Cyber Protect“ der Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) können sich Unternehmen künftig umfassend gegen Gefahren aus dem Netz absichern. Gedeckt sind vielfältige Eigen- und Drittschäden, die Unternehmen als Opfer von Internetkriminalität selbst erleiden oder für die sie von ihren Kunden haftbar gemacht werden können.

„Unsere neue Cyberversicherung kombiniert Bausteine aus der Sach-, Haftpflicht- und Vermögensschadenversicherung und bietet so einen umfassenden Schutz gegen die wachsenden Gefahren aus dem Netz. Unser Ziel war es, ein transparentes Versicherungsprodukt zu entwickeln, das unkompliziert abzuschließen ist und sich an die jeweiligen Bedürfnisse eines Unternehmens anpassen lässt“, erklärt Hartmut Mai als verantwortliches AGCS-Vorstandsmitglied und Chief Underwriting Officer Corporate Lines.

Unternehmen sind ein Angriffsziel

Die Kriminalität aus dem Netz ist auf dem Vormarsch. Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen sind im Fadenkreuz. 2012 wurden allein in Deutschland 60.000 Internetstraftaten registriert (BKA); jedoch gehen Experten davon aus, dass nur einer von 1.000 Cybercrime-Fällen überhaupt aktenkundig wird. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft schätzt den Schaden durch Internetkriminalität für die deutsche Wirtschaft auf 50 Mrd. Euro jährlich.

Zugleich wird der Datenschutz durch Vorschriften wie die Novelle des Bundesdatenschutzgesetzes 2009 oder die geplante EU-weite Meldepflicht von Hackerangriffen weiter gestärkt. Dies bedeutet für Unternehmen, dass sie immer mehr Datenschutz-Vorschriften einhalten müssen, um Bußgelder oder Haftungsfälle zu vermeiden.

Mit Blick auf die steigenden Risiken werden sich Cyberversicherungen nach Ansicht von AGCS in den kommenden Jahren auch in deutschen Großunternehmen etablieren. In den USA sind sie bereits fester Bestandteil im Versicherungsportfolio von Firmen und erzielen ein Prämienvolumen von rund 1,3 Milliarden US-Dollar (990 Millionen Euro), (Betterley Report 2013).

„In Deutschland und Europa besteht eindeutig Aufholbedarf. Wir sind überzeugt, dass sich Cyberversicherungen auch hierzulande zu einer eigenständigen Produktgattung in der Industrieversicherung entwickeln werden. Wir wollen dieses neue Marktsegment aktiv besetzen und mit gestalten“, sagt Mai. In Europa könnte der Markt für Cyberversicherungen nach AGCS-Berechnungen bis 2018 ein Prämienvolumen von 700-900 Millionen Euro erreichen.

Deckung in drei Varianten

„Allianz Cyber Protect“ ersetzt einerseits eigene Schäden, die bei einem versicherten Unternehmen entstehen, das Opfer von Internetkriminalität wird.  Diese beinhalten beispielsweise Aufwendungen für die Benachrichtigung von Kunden, für IT-forensische Untersuchungen, für die Wiederherstellung von geschädigten oder zerstörten Daten oder für Ertragsausfälle durch Betriebsstörungen. Ein weiterer Baustein ist die Übernahme der Kosten für Krisenkommunikation zum Reputationsschutz. Andererseits kommt die Police für Haftpflichtschäden auf, die Kunden des versicherten Unternehmens infolge von Hackerangriffen, Denial-of-Service-Attacken, Datenschutzverletzungen oder fehlerhafter digitaler Kommunikation erleiden. Mit einer Deckungssumme bis 10 Millionen Euro bietet „Allianz Cyber Protect“ somit einen breiten Schutz gegen alle wichtigen Cyberrisiken, erfordert aber nur eine schlanke Risikoprüfung vor Vertragszeichnung.

Neben dieser Standarddeckung gibt es „Allianz Cyber Protect“ noch in zwei weiteren Varianten, nämlich „Premium“ und „Premium plus“.

„Unsere Kunden können den Cyberschutz wählen, der ihrem Risikoprofil entspricht. Je nach Geschäftsmodell und IT-Anwendungen ist das Angriffsrisiko höher oder niedriger“, erklärt Joachim Albers, der die spartenübergreifende Entwicklung des neuen Produkts koordiniert hat.

Bei den Premium-Varianten handelt es um individuell maßgeschneiderte Lösungen mit bis zu 50 Millionen Euro Versicherungssumme und einem erweiterten Deckungsumfang, der auch von einem Unternehmen selbst verschuldete Prozessschwächen oder Mitarbeiterfehler als Auslöser für IT-Ausfälle oder Datenpannen einschließt. Die Premium-Modelle beinhalten eine ausführliche Vorabprüfung der IT-Prozesse des Unternehmens durch spezialisierte Risikoingenieure von AGCS.

Prüfung des IT-Reifegrads von Unternehmen

„Dabei verschaffen wir uns einen Eindruck von der Qualität der IT-Systeme und der Risikokultur in dem Unternehmen und begleiten unseren Kunden in der Verbesserung seines Risikomanagements. Wichtig ist, dass Prävention und eine kontinuierliche Verbesserung der eigenen Schwachstellen Vorrang haben“, erklärt AGCS-Risikoingenieur José Fidalgo.

Die Kosten für einen möglichst sicheren Datenaustausch seien immer geringer als der Schaden, der durch Datendiebstahl, Datenverlust oder ein negatives Image entstehe. „Allianz Cyber Protect“ wird mittelfristig die IT-Versicherung Global Net & ESI Net ablösen, die AGCS seit 2004 ausgewählten Großkunden nur in Deutschland angeboten hatte.

„Wir haben einen ordentlichen Kundenstamm aufgebaut und wertvolle Erfahrungen gesammelt“, erläutert Mai. „Mit Allianz Cyber Protect haben wir nun ein Produkt für den weltweiten Einsatz entwickelt.“

Die IT-Police, die zuerst in Deutschland eingeführt wird, soll in diesem Jahr auch noch in Österreich, der Schweiz, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Australien und Neuseeland angeboten werden. Nächstes Jahr will AGCS die Cyberversicherung in ausgewählten asiatischen Märkten einführen.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Dietmar Braun