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Daimler Bank – bescheiden und sehr erfolgreich

Montag, Juli 31st, 2017

CEO Klaus Entenmann, Vorstandsvorsitzender der Daimler Financial AG /Foto: db media Daimler


Wer in einem halben Jahr eine Milliarde Euro Gewinn einstreicht, der macht einiges sehr gut. Die Schwaben von Daimler geben solche Ergebnisse bescheiden bekannt, wie immer.

Erstmals in der Firmenhistorie hat Daimler Financial Services AG seinen Halbjahresgewinn auf über 1.000 Millionen Euro steigern können. Die eine Milliarde Euro Gewinn stammt aus den Geschäftsfeldern Finanzdienstleistung und Mobilitätsdienste der Töchter Mercedes-Benz Financial Services, car2go, mytaxi und moovel.

Bei einem weltweiten Wachstum des Neugeschäfts im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 19 Prozent auf 34,7 Milliarden Euro betrug das EBIT 1,046 Milliarden Euro (+15 Prozent).

„Wir finanzieren jedes zweite Fahrzeug des Daimler-Konzerns weltweit. Mit knapp einer Million neuer Leasing- und Finanzierungsverträge in den ersten sechs Monaten steuern wir auf ein erneutes Rekordjahr zu. Ausschlaggebend hierfür sind weiterhin die guten Absatzentwicklungen der automobilen Geschäftsfelder, insbesondere Mercedes-Benz Cars“, sagt Klaus Entenmann, Vorstandsvorsitzender der Daimler Financial Services AG.

Zweistelliges Wachstum im Leasing und Finanzierung
Das Portfolio weltweit finanzierter und verleaster Fahrzeuge stieg um 17 Prozent von 3,9 auf 4,6 Millionen Einheiten, was einem Volumen von 134 Milliarden Euro entspricht.

Daimler Financial Services erwartet für das Jahr 2017 einen deutlichen Anstieg beim Neugeschäft und weiteres Wachstum beim Vertragsvolumen. Ausschlaggebend für die Ergebnisverbesserung ist das gestiegene Vertragsvolumen bei einer weiteren Verbesserung der Risikokostensituation. Gegenläufig wirkte sich das leicht gestiegene Zinsniveau aus.

Mobilitätsdienste verdoppelt – jede Sekunde ein Ticket
Daimler Financial Services konnte weltweit die Zahl der Kunden mehr als verdoppeln. Die digitale Mobilitätsdienstleistungen wie car2go (globaler Marktführer im free-floating Carsharing), mytaxi (Marktführer in Europa) oder moovel sind Publikums-Renner. 14,5 Millionen Kunden nutzen diese Dienstleistungen, das sind 116 Prozent Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

„Damit bauen wir unsere führende Position als Anbieter digitaler Mobilitätsdienstleistungen weiter konsequent aus. Die für diesen Wachstumskurs nötige Finanzkraft haben wir“, so Entenmann.

Zum starken Wachstum der Mobilitätsdienstleistungen beigetragen haben unter anderem die Übernahmen von Clever Taxi (Rumänien) und Taxibeat (Griechenland/Peru). Mit 8,2 Millionen Nutzern ist mytaxi die Nummer eins der Taxi-App-Anbieter in Europa. Auch car2go steigert seine Kundenzahlen und ist mit 2,6 Millionen Nutzern weltweit Marktführer im Carsharing-Segment. Die moovel-App, das Betriebssystem für Mobilität aus dem Hause Daimler, verkauft jede Sekunde ein Ticket und zählt 2,9 Millionen Kunden, die sich auf Standorte in Europa und Nordamerika verteilen. (db)

Hoffentlich Allianz versichert – oder Aktionär

Donnerstag, Juli 27th, 2017

Gute Aktien für die Sicherheit

André Kostolany lehrte Dietmar Braun „die beste Sicherheit sind gute Aktien“. /Foto: © db media Dietmar Braun


Allianz hebt ihre Ziele für dieses Jahr an. Der Marktführer erwartet Kunden und Aktionäre erfreuen zu können. Selbst wer nicht Kunde ist, sollte über die Allianz Aktie nachdenken.

Die Allianz Gruppe hat im zweiten Quartal 2017, basierend auf den vorläufigen Zahlen, ein operatives Ergebnis von 2,9 Milliarden Euro nach 2,4 Milliarden Euro im Vergleichsquartal des Vorjahres erzielt. Das entspricht einem Anstieg von satten 23 Prozent.

Der Gesamtumsatz stieg im zweiten Quartal 2017 um 2,0 Prozent um eine halbe Milliarde Euro, von 29.402 auf 29.994 Millionen Euro. Der auf die Allianz-Aktionäre entfallende Quartalsüberschuss stieg um 83,4 Prozent von 1,1 auf 2,0 Milliarden Euro. Der Steuersatz sank auf 27 Prozent von 33 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Die Geschäftsergebnisse verbesserten sich beim Marktführer nach den vorgelegten Trends und Zahlen im zweiten Quartal 2017 über alle Segmente hinweg.

Bonität macht Sachversicherer vertrauenswürdig

In der Schaden- und Unfallversicherung stieg das operative Ergebnis um 28,0 Prozent von 1,1 auf 1,4 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz erhöhte sich im zweiten Quartal 2017 um 0,6 Prozent auf 11,685 (11,611) Milliarden Euro.

Die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) verbesserte sich von 96,4 auf 93,7 Prozent.

Der Anteil an Schäden aus Naturkatastrophen betrug ein Prozent nach 4,4 Prozent im zweiten Quartal letztes Jahr.

Die Allianz ist Partner und Kümmerer für Versicherte

Die Abwicklungsquote fiel von 6,5 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 3,8 Prozent im zweiten Quartal 2017, während sich die zugrunde liegende Schadenquote um 1,7 Prozentpunkte verbesserte.

Von wegen die Lebensversicherung ist tot

In der Lebens- und Krankenversicherung erhöhte sich das operative Ergebnis um 12,0 Prozent von 1,0 auf 1,1 Milliarden Euro. Der Barwert der neuen laufenden Bruttoprämien stieg um 2,8 Prozent von 13.240 auf 13.606 Millionen Euro. Die Neugeschäftsmarge erhöhte sich im zweiten Quartal 2017 auf hoher Basis von 2,6 auf 3,4 Prozent.

Risiko-Manager als Vermögensverwalter

Im Bereich Asset Management stieg das operative Ergebnis um 16,8 Prozent von einer halben Milliarde Euro auf 584 Millionen Euro. Das für Dritte verwaltete Vermögen erhöhte sich bis zum Ende des zweiten Quartals 2017 im Vergleich zum zweiten Quartal 2016 um 7,6 Prozent auf 1.406 Milliarden Euro. Die Nettomittelzuflüsse Dritter erreichten 55 Milliarden Euro im zweiten Quartal 2017.

Für das Gesamtjahr erwartet die Allianz nun, dass das operative Ergebnis am oberen Ende der Zielspanne von 10,8 Milliarden Euro, plus oder minus 500 Millionen Euro, liegen wird, vorbehaltlich unvorhergesehener Ereignisse, Krisen oder Naturkatastrophen.
Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund einer aktualisierten Definition des operativen Ergebnisses und einer Rechnungslegungsänderung, wie bereits im ersten Quartal des Jahres geschildert, angepasst.

Die Allianz macht es spannend

Die Allianz wird weitere Details zum Geschäftsverlauf im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr 2017, wie angekündigt, am 4. August 2017 veröffentlichen. Darauf werden nicht die Allianz Aktionäre blicken, sondern auch die Branche, deren Ergebnisse wie Rundungsziffern wirken.

Fazit: Wer noch einen Versicherer für das Depot sucht, sollte über die Allianz nachdenken. Für die Fans der Automobil-Branche sollten sich die Gedanken um die Daimler Bank drehen, das könnte ein neuer Stern am internationalen Banken-Himmel werden. Die Daimler Bank ist zwar nicht die Deutsche Bank, aber vielleicht gerade deswegen immer eine Alternative. (db)

Luxus zeitgemäß versichern

Mittwoch, Juli 26th, 2017

Uhren sofort digital versicherbar

Dr. Jürg Schiltknecht, CEO der Basler Versicherungen /Foto: © Basler


Die Basler Versicherung hat eine neue Uhren-Versicherung auf den Markt gebracht. Der Kunde soll seine Armbanduhr künftig mittels Foto-Erkennung versichern können. Der Schutz der Uhr am Handgelenk ist gegen die Risiken Diebstahl oder Beschädigung möglich.

Die Foto-Erkennung selbst wurde von zwei Insurtechs entwickelt. Die Spezialversicherung soll online abschließbar sein. Während das Start-Up Kasko sich für die IT-Implementierung verantwortlich zeichnet, entwickelte das Start-up Snapsure die Foto-Erkennungssoftware.

Dabei handelt es sich nach einer Medienmitteilung der Basler Versicherungen um eine intelligente Software, die selbstlernend und permanent neue Uhrenmarken und -modelle erkennt. Zu Beginn sollen zunächst die gängigsten Uhrenmodelle erkannt werden. Mit jedem Foto erweitert die Software automatisch ihre Datenbank.

Dabei soll der Kunde direkt nach Zahlung per Kreditkarte oder PayPal seinen individuellen Versicherungsschein erhalten, auf dem sogar das Bild der Uhr abgedruckt sei. Versichert ist die Uhr dann gegen einfachen Diebstahl, Bruch und Zerstörung.

„Versicherungen basierend auf Foto-Erkennung sind ein Schritt in die Zukunft. Bisher war der Versicherungsprozess nie emotional – wir versuchen das mit der Foto-Erkennung sowie einem unterhaltsamen Verkaufsprozess zu ändern“, sagt zu der neuen Police Dr. Jürg Schiltknecht, CEO und Vorstandsvorsitzender der Basler Versicherungen Deutschland.

Der Produktstart der innovativen Versicherung speziell für wertvolle Armbanduhren ist eingebettet in eine Reihe weiterer Aktivitäten zur Umsetzung der Strategie der Basler-Gruppe und der Etablierung digitaler Initiativen in Deutschland. Anfang Juli 2017 wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Asset Management die Robo Advisor-Plattform Baloise Monviso gestartet. (db)

Rückversicherer an der Versicherungsbörse

Freitag, Juli 21st, 2017

Hannover re kauft Lloyd's Syndikat

Hannover Re ist global der drittgrößte Rückversicherer /Foto: E+S


Der global drittgrößte Rückversicherer Hannover RE verschafft sich durch die Übernahme eines Lloyd’s Syndikat einen Zugang zum globalen Versicherungsmarkt. Eine kluge Entscheidung trotz oder gerade wegen des BREXIT.

Der Erwerb der britischen Gesellschaft Argenta Holdings Limited, zu der neben Argenta Syndicate Management, Argenta Private Capital und anteilig das Lloyd’s Syndikat Argenta „Syndicate 2121“ gehören, ist gestern erfolgreich abgeschlossen worden. Die Hannover Rück SE hatte im März 2017 eine Vereinbarung über ihren Erwerb der Argenta Holdings bekanntgegeben.

Die Übernahme erfolgt mit Wirkung vom 20. Juli 2017.

Die Hannover Rück hat mit dieser Akquisition einen weiteren Zugang zu internationalem Geschäft sowie zum Londoner Markt erhalten und unterstützt den Wachstumskurs von Argenta. Für das Geschäftsjahr 2016 vereinnahmte das Syndikat 2121 eine Bruttoprämie von 280 Mio. GBP.

Die deutsche Hannover Rück ist mit 16,4 Milliarden Einnahmen an Bruttoprämien der drittgrößte Rückversicherer der Welt. Der Versicherer betreibt alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung und ist mit 2.900 Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Gegründet 1966, umfasst die Hannover RE heute mehr als 100 Tochtergesellschaften, Niederlassungen und Repräsentanzen weltweit. Das Deutschland-Geschäft wird von der Tochtergesellschaft E+S Rück betrieben.

Die für die Versicherungswirtschaft wichtigen Ratingagenturen haben sowohl Hannover Rück als auch E+S Rück AA- „Very Strong“ (Standard & Poor’s)und A+ „Superior“ (A.M. Best) zuerkannt.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Direktversicherer hat Vorteile

Dienstag, Juli 18th, 2017

Ohne Werbung Versicherungen verkaufen

Beratung- und Werbverzicht senkt Kosten. /Foto: © db media Dietmar Braun


Wer auf persönliche Beratung vor Ort, Kompetenz, Betreuung und Haftung verzichten kann, der wird von Direktversicherer kostengünstig bedient. Die Kosten für Beratungsaufwand und Akquise machen sich bemerkbar. In digitalen Zeiten gibt das Direktversicherer zusätzlichen Aufwind.

Die Cosmos Lebensversicherungs-AG, als Direktversicherer der Generali Group, hat sich in diesem Jahr erneut der Beurteilung durch die unabhängige Rating-Agentur ASSEKURATA gestellt. Für die Bewertung wurde nicht-öffentliches Datenmaterial des Unternehmens herangezogen.

Die Ergebnisse zu den wichtigen Teilqualitäten Sicherheit, Erfolg, Kundenorientierung und Wachstum/Attraktivität im Markt spiegeln laut ASSEKURATA die aus Kundensicht zentralen Qualitätsanforderungen an das Unternehmen wider. Zum 12. Mal in Folge erhält die Cosmos Lebensversicherungs-AG die Bestnote A++.

Exzellente Sicherheiten
Die Cosmos Lebensversicherungs-AG erhält in drei von vier Teilqualitäten das Prädikat „exzellent“: Sicherheit, Erfolg und Kundenorientierung. Bei der Teilqualität Erfolg verbessert sich das Unternehmen von „sehr gut“ auf „exzellent“.

Maßgebend für das Ergebnis ist auch der Geschäftsmix mit starker Fokussierung auf die Absicherung biometrischer Risiken. Durch die bewusste Unternehmensentscheidung, das Einmalbeitragsgeschäft deutlich zu reduzieren, ändert sich das Ergebnis im Bereich Wachstum/Attraktivität im Markt von „sehr gut“ auf „gut“.

Laut ASSEKURATA zeichnet sich die Cosmos Lebensversicherungs-AG durch eine „exzellente“ Kundenorientierung und Sicherheitslage aus.

Die aufsichtsrechtliche Bedeckung der Sicherheits-Anforderungen gemäß den Bestimmungen Solvency II erfüllt die Cosmos Lebensversicherungs-AG zum 31.12.2016 zu 542 Prozent.
Aufgrund der Einbindung in die Generali Group profitiert der deutsche Direktversicherer beim Risikomanagement in einem hohen Maße vom Know-how einer international aufgestellten Versicherungsgruppe.

Fazit: Trotz einem hohen Aufwand für Marketing und Werbung erweisen sich Direktversicherer als sehr robust. Das ist leider ein Hinweis, dass die Vertriebskosten und Aufwendungen für die vor Ort persönliche beratene Alternativen zu hoch sein könnten. Die Vorschläge von Maklerverbänden und Versicherungsmaklern die Courtage für den Erstabschluss zu senken und die Betreuungs-Courtage zu erhöhen macht da Sinn.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Information zur Generali Group

Conti und Mannheimer im Aufwind

Mittwoch, Juli 12th, 2017
Conti auf Erfolgskurs

Dr. Christoph Helmich /Foto: db media © Continentale

(db finanzwelt 2017-07-12) Der Gegenseitigkeitsversicherer Continentale hat sich als privater Gesundheitsversorger mit der jungen Mannheimer Krankenversicherung verschmolzen. Die Mannheimer ist zudem vor allem in der Sachversicherung als Maklerversicherer und mit Marken-Produkten erfolgreich. Der Direktversicherer EUROPA wächst mit Risiko-Lebensversicherungen.

Der Continentale Versicherungsverbund wuchs 2016 insgesamt besser als der Markt. Die Prämieneinnahmen im selbst abgeschlossenen Geschäft stiegen um 3,5 Prozent auf 3,67 Milliarden Euro, während sie in der Branche mit einem geringfügigen Plus von 0,2 Prozent nahezu stagnierten.

„Auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen steht unser Verbund wirtschaftlich stabil und solide da. Im Sinne unserer Mitglieder, der Versicherten, sind wir auch im vergangenen Jahr ertragreich gewachsen. Kunden, Vertriebspartnern und Mitarbeitern bieten wir weiterhin Sicherheit und Verlässlichkeit“, sagt Dr. Christoph Helmich, als CEO und Vorstandsvorsitzender des Continentale Verbundes die Konzern-Entwicklung.

Alle Verbundunternehmen des Versicherungskonzerns bestehen die Solvency II-Anforderungen ohne Übergangsmaßnahmen. Die Lebensversicherer weisen bei allen Quoten hohe Überdeckungen aus.

Der Konzern erzielte 2016 ein Rohergebnis von 480 Millionen Euro, nach 551 Millionen Euro im Jahr 2015. Die Differenz zum Vorjahr erkläre sich im Wesentlichen aus der erheblichen Aufstockung der Zinszusatzreserve in der Lebensversicherung. Den maßgeblichen Teil des Rohergebnis – fast 90 Prozent – reservierte die Unternehmensgruppe erneut für ihre Versicherten, zum Beispiel in der Krankenversicherung für Beitragsrückerstattungen und die Beitragsentlastung im Alter.

Der Konzern erhöhte das Eigenkapital um des Verbunds um 54 Millionen Euro. Insgesamt beläuft sich das Eigenkapital damit auf 1.055 Millionen Euro. Das Kapitalanlagevolumen nahm um 3,5 Prozent auf 21 Milliarden Euro zu. Die Kapitalerträge erhöhten sich um 2,5 Prozent auf 796,8 Millionen Euro.

Continentale und Mannheimer vereint
Die Verschmelzung der Mannheimer Krankenversicherung die gesellschaftsrechtliche Integration der Mannheimer Versicherungen in den Verbund konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Die Gruppe konnte so, neben der Personenversicherung, die Kompetenz für das Sachversicherungen stärken.
Als finaler Schritt des gesellschaftsrechtlichen Prozesses der Integration erfolgte bereits rückwirkend zum 1. Januar 2016 die Vermögensübertragung der Mannheimer Krankenversicherung AG auf die Continentale Krankenversicherung a.G.

Die Prämieneinnahmen der Continentale stiegen durch die Vermögensübertragung um 9,1 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro.
In der Vollversicherung für Krankheitskosten, dem Kerngeschäft der Continentale, erhöhte sich der Versichertenbestand infolge der Vermögensübertragung der jungen Mannheimer Versicherung um 21.159 Personen beziehungsweise 5,4 Prozent.

Lebensversicherung erholt sich
Im Geschäftsfeld Lebensversicherung setzte sich der Verbund deutlich vom Branchentrend ab. Die Prämieneinnahmen stiegen um 5,7 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro. Dagegen schrumpfte der Markt weiter – im Jahr 2016 um 1,5 Prozent. So meldete die Branche ein Minus von 0,3 Prozent bei den laufenden Prämieneinnahmen und 4,4 Prozent bei den Einmalbeiträgen.

Bei der Continentale Lebensversicherung AG stiegen die Prämieneinnahmen insgesamt um 5,4 Prozent auf 734 Millionen Euro. Hierbei wuchsen die Versicherungen gegen laufenden Beitrag um 4,4 Prozent und gegen Einmalbeitrag um 12,7 Prozent. Einmalbeiträge haben bei der Continentale nur einen geringen Anteil an den gesamten Prämien. Ende 2016 lag der Anteil an Einmalbeiträgen bei 13,1 Prozent, im Markt sogar bei 28,9 Prozent. Die Gesellschaft bietet weiterhin ihre gesamte Produktpalette mit klassischer Lebensversicherung an. Im Geschäftsjahr 2016 stiegen die Marktanteile im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung. Hier zählt die Continentale zu den erfahrensten und erfolgreichsten Anbietern auf dem deutschen Markt.

Direkt-Versicherer verkauft Risiko-Deckungen
Die EUROPA Lebensversicherung AG setzte sich wiederum von der Marktentwicklung ab. Der Direktversicherer weist Ende 2016 Prämieneinnahmen von 354 Millionen Euro aus. Dies ist eine marktüberdurchschnittliche Steigerung von 6,1 Prozent. Wie in den vergangenen Jahren weitete das Unternehmen insbesondere sein Kerngeschäft Risikolebensversicherung aus.

Schaden- und Unfallversicherung legen zu
Die drei Sachversicherer des Verbundes steigerten ihre Prämieneinnahmen stärker als der Markt. Sie erreichten zusammen ein Beitragsplus von 6,3 Prozent auf 992 Millionen Euro. Im Vergleich lag das durchschnittliche Prämien-Wachstum im Markt der Schaden- und Unfallversicherer in Deutschland bei 2,8 Prozent.

Bei der Continentale Sachversicherung AG erhöhten sich die Prämieneinnahmen um 5,3 Prozent auf 471 Millionen Euro. Die kräftigste Prämieneinnahme verbuchte die EUROPA Versicherung AG. Sie erzielte ein Wachstum von 16,1 Prozent auf 183 Millionen Euro. Am höchsten war die Zuwachsrate erneut in der Kraftfahrtversicherung, die bei dem Direktversicherer einen wesentlichen Anteil der Gesamtbeiträge ausmacht.

Mannheimer kann Zielgruppen
Die Beitragseinnahmen der Mannheimer Versicherung AG wuchsen um 2,8 Prozent auf 338 Millionen Euro. Der Versicherer legte im Bereich Markenprodukte für Zielgruppen zu.

Schadensversicherung im Plus
Bei den drei Schaden- und Unfallversicherern war das starke Wachstum auch in 2016 von einer erfreulichen Ertragsentwicklung begleitet: Die Combined Ratio – die Brutto-Schaden-Kosten-Quote nach Abwicklung – in diesem Geschäftsfeld verbesserte sich von 94,3 auf 93,5 Prozent.
Dietmar Braun (db finanzwelt)

Allianz stärkt Assekuranz-Marktführung

Samstag, Juni 24th, 2017
Allianz verkauft Bank

Die Allianz konzentriert sich auf Versicherte als Kunden. /Foto: © Andrea Danti – Fotolia.com

(db 24.6.2017) Die Allianz Deutschland AG, eine Tochter der Allianz SE, verkauft ihre Beteiligung in Höhe von 90,2 Prozent an der Oldenburgische Landesbank AG (OLB). Bereits am 27. September 2016 wurde über einen gegebenenfalls anstehenden Verkauf der OLB informiert. Käufer ist die Bremer Kreditbank AG.

Die BKB Gruppe ist eine deutschlandweit tätige Bankengruppe mit kombinierten Bilanzsumme von vier Milliarden Euro und einem Fokus auf dem mittelständischen Firmenkundengeschäft, der gewerblichen Immobilienfinanzierung sowie der Akquisitionsfinanzierung. Über die Privatbank Neelmeyer bietet die BKB Gruppe darüber hinaus eine umfassende Beratung von gehobenen Privatkunden und Unternehmern, insbesondere in der Vermögensverwaltung.
Am 23. Juni 2017 wurde ein entsprechender Vertrag unterzeichnet. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden. Der vereinbarte Kaufpreis für die veräußerte Beteiligung beträgt 300 Millionen Euro.

„Die Allianz Deutschland konzentriert sich im Rahmen ihrer Erneuerungsagenda noch stärker auf ihr Kerngeschäft der Versicherung und Vermögensanlage. Vor diesem Hintergrund ist der Verkauf der OLB-Anteile ein konsequenter Schritt. Nach wie vor sind Banken für uns als Versicherer jedoch ein wichtiger Vertriebsweg. Daher besteht die Kooperation zum Vertrieb von Versicherungen mit der OLB unverändert fort“, sagt Dr. Manfred Knof, Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland AG.

Die OLB ist aktuell gemessen an Bilanzsumme, Mitarbeiterzahl und Standortnetz die größte private Regionalbank in Deutschland. Ihr Geschäftsgebiet erstreckt sich auf das Gebiet Weser-Ems. Die Anteile an der Bank befinden sich bereits seit 2001 im Besitz der Allianz Gruppe. (db finanzwelt)

Gesundheitsversorger ist Top-fit

Freitag, Februar 3rd, 2017
Alte Leipziger- Hallesche im Aufwind

Lebensversicherer quicklebendig und Gesundheitsvorsorge top fit – die Alte Leipziger und Hallesche ©-nd3000 – Fotolia.com

Die Lebensversicherung ist eine quicklebendige Vorsorge für das Alter und eine servicestarke private Krankenversicherung ist machbar, so lautet die positive Bilanz des Alte Leipziger-Hallesche Konzerns.

2017-02-02 (db finanzwelt) Die Prämieneinnahmen und Mittelzuflüsse der Alte Leipziger-Hallesche blieben im Geschäftsjahr 2016 stabil und erreichten wie im Geschäftsjahr 2015 4,4 Milliarden Euro. Mit satten 3,5 Milliarden Euro entfiel ein Großteil der Umsätze auf die beiden Muttergesellschaften des Gleichordnungskonzerns, Alte Leipziger Lebensversicherung a.G. aus Oberursel und Hallesche Krankenversicherung a.G. aus Stuttgart.

Lebensversicherer hat sich gut behauptet
Nach vorläufigen Zahlen erhöhten sich die gebuchten Beitragseinnahmen um 0,7 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Damit konnte der Lebensversicherer aus Oberursel das hervorragende Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 nochmals steigern. Der Lebensversicherer bezeichnet diese Entwicklung als sehr zufriedenstellend. In einem leicht rückläufigen Marktumfeld hat sich die Alte Leipziger gut behauptet und ihren Platz unter den zehn größten Lebensversicherern in Deutschland gefestigt.
Das Neugeschäft entwickelte sich, besonders vor dem Hintergrund des Niedrigzinsumfelds, sehr erfreulich. Es wird leicht über dem Vorjahr (2015: 912 Millionen Euro) liegen.

Der Zinszusatzreserve wurden 400 Millionen Euro zugeführt, das erhöht die nachhaltige Sicherheit der Versprechen für die Versicherten deutlich. Trotz dieser hohen Reserve ist vorgesehen, das Eigenkapital mit zusätzlichen 40 Millionen Euro zu dotieren. Die Eigenmittel des Lebensversicherers werden dann bei mehr als 840 Millionen Euro liegen.

Hallesche sichert die Gesundheitsvorsorge
Nach einer stabilen Geschäftsentwicklung 2015 kann die Hallesche Krankenversicherung, als die private Gesundheitskasse, im Geschäftsjahr 2016 einen starken Anstieg ihrer Neugeschäftsprämien (inkl. gesetzlichem Zuschlag) verzeichnen. Sie stiegen von 2,4 auf 3,8 Millionen Euro Monatsprämie an. Neben dem Gewinn neuer Versicherten in der Krankheitskosten-Vollversicherung wurde der Zuwachs von 57 Prozent auch in Deckungen für Beihilfeablöseversicherungen erzielt.

Die versicherungstechnische Ergebnisquote stieg auf 16,5 Prozent. Die Bruttoprämieneinnahmen nahmen deutlich zu und stiegen von 1.140 auf 1.149 Millionen Euro.

Es wird ein Bruttoüberschuss von über 220 Millionen Euro erwartet. Das ermöglicht eine hohe Zuführung zur erfolgsabhängigen Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB), um die Mittel für dauerhafte Beitragslimitierungen und ‑rückerstattungen bei Leistungsfreiheit zu stärken.
Das Eigenkapital wird weiter aufgebaut und erhöht sich von 309 auf 337 Millionen Euro.

Positive Prognose für 2017
Mit dem Rückenwind eines erfolgreichen Geschäftsjahres 2016 und der Vorstellung des neuen flexiblen Rentenversicherungstarifs AL Rente Flex in einer Veranstaltungsreihe für Makler und Vermittlungsunternehmer ist der Konzern erfolgreich in das neue Jahr gestartet.

Neue Deckung für private Rente
Die Versicherungslösung AL Rente Flex vereint die Vorteile der fondsgebundenen und der klassischen Rentenversicherungen. Versicherte, denen vor allem Sicherheit und Garantien beim Aufbau der Altersvorsorge wichtig sind, können einen Teil oder die gesamten Beiträge in die klassische Anlage, d.h. das Sicherungsvermögen der Alten Leipziger, investieren. Wer von den Chancen des Aktienmarktes profitieren möchte, zahlt in Fonds ein. Es kann monatlich neu festgelegt werden, in welche Anlage die Beiträge fließen. Informationen zur Entwicklung der eigenen Rentenversicherung können Kunden über eine neu entwickelte App abrufen.

Auf Solvency II vorbereitet
Mit ihrer seit vielen Jahren sicherheitsorientierten Geschäftspolitik, einer sehr guten Ausstattung mit Eigenmitteln und einer hohen Risikotragfähigkeit kann die Alte Leipziger Lebensversicherung die Eigenmittelvorgaben von Solvency II ohne Stützung durch Übergangsmaßnahmen und ohne Volatility Adjustment einhalten.

Hallesche setzt auf bestmöglichen Service und Kooperation
Die Ratingagentur Assekurata bestätigte der Hallesche als Gesundheitsversicherer im 19. Rating in Folge die Bewertung „sehr gut“. Der Stuttgarter Krankenversicherer Hallesche weise eine exzellente Prämienstabilität, Sicherheitslage und einen exzellenten Unternehmenserfolg aus. Ergänzend zur bewährten Vollversicherung setzt der Gesundheitsversicherer verstärkt auch auf Zusatz- und Gruppenversicherungen. Beispielsweise wurde die neue Zahn-Zusatzversicherung DENT bereits mehrfach wegen seiner Leistungen ausgezeichnet. In der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) soll der noch junge Markt in Kooperation mit der gesetzlichen Betriebskrankenkasse mhplus BKK weiter erschlossen werden.

Dietmar Braun

EurAssMus 12/2016 am Kiosk

Freitag, Dezember 2nd, 2016

EurAssMus 12//2016

wondermag von fgbraun.de

Das Risiko-Management Online-Magazin EurAssMus richtet in der Ausgabe Dezember 2016 den Fokus auf Risiken rund um die Digitalisierung bis zu einer Lösung um absolut sicher vor digitaler Spionage zu kommunizieren.

DiVana – digital, verbal, analog – Risiko und Luxus

Dienstag, Oktober 11th, 2016

DiVana #09

wondermag von fgbraun.de

DiVana #9 ist das Magazin für den alltäglichen Umgang mit Risiken. Das Risiko eines Pflegefalls wird aus der Sicht eines Betroffenen gezeigt mit Hinweisen aus einer Studie zu den Pflegeberufen. Risiken von Manipulationen sind ein anderes Thema, weil Techniken der Manipulation nicht nur auf uns wirken sondern auch von uns ausgehen. Be wonderful! – Digital, verbal und analog – DiVana-Spirit.