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Eigenheim gefragt – Wüstenrot setzt auf Makler

Mittwoch, Juli 19th, 2017

Wüstenrot setzt auf Makler

Wüstenrot setzt rund ums Eigenheim auf Makler /Foto: © db media Dietmar Braun


Trotz Knappheit der Angebote im Immobilien-Markt hat die Wüstenrot Immobilien GmbH (WI), die bundesweite Immobilienmaklergesellschaft der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W AG), ihre Leistung im ersten Halbjahr 2017 gesteigert.

Im Kerngeschäft Immobilienvermittlung stieg das Volumen der verkauften und vermitelten Obkekte um 36 Millionen Euro auf 203 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 21,5 Prozent und ist zugleich das höchste jemals erzielte Halbjahresergebnis.

Deutliche Zuwächse gab es bei Finanzdienstleistungslösungen die im Rahmen der Immobilien-Verkäufe den Käufern angeboten wurden.
Bei den Baufinanzierungen, erhöhte sich das Vermittlungsvolumen um neun Millionen Euro auf die neue Bestmarke von 29 Millionen Euro. Die Provisionserlöse der gesamten Vermittlungstätigkeit betrugen knapp 8,9 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 17 Prozent.

Neue Vertriebswege helfen

Die positive Geschäftsentwicklung profitierte besonders vom 2016 eingeleiteten Ausbau der Vertriebswege. Besonders der Ausbau der Immobilien-Makler und die Kooperation mit Pools und Versicherungsmakler-Organisationen tragen Früchte und werden zukünftig gestärkt.

„Wer im hart umkämpften Markt wachsen will, muss neue Potenziale erschließen. Mit rein organischem Wachstum ist das nicht zu schaffen“, sagt Jochen Dörner, Geschäftsführer der WI.

Die WI hat 2016 damit begonnen, ihr Maklergeschäft in den Außendienst der Württembergischen Versicherungen als eigenen Vertriebsweg zu integrieren. Die Maklerorganisation ist auf 160 Maklerinnen und Makler gewachsen, was einem Plus von rund 13 Prozent entspricht. Der Ausbau fand zunächst im Vertrieb der Württembergischen Versicherungen statt. Bis Mitte 2017 wurden 27 neue Makler gewonnen, die dem Vertrieb der Württembergischen zugeordnet sind. 133 der 160 Makler gehören zum Vertrieb von Wüstenrot.
Die 27 Makler im Versicherungs-Außendienst der Württembergischen sind auf gleicher Vertragsbasis wie die Wüstenrot-Makler tätig und haben bereits in der Einarbeitungsphase einen ersten Wachstumsbeitrag geliefert: Das vermittelte Objektvolumen stieg von Null auf 17 Millionen Euro.

Mitte 2016 wurde auch der Bereich „Neubau/Bauträger und Investoren“ zu einem eigenen Vertriebsweg installiert. Hier sind alle vertrieblichen Aktivitäten rund um Neubauverkäufe für Bauträger und Investorengeschäfte gebündelt. Im ersten Halbjahr 2017 wurden Immobilien im Wert von 39 Millionen Euro vermittelt. Eine große Vermittlung eines Wohn- und Geschäftshauses in Berlin mit einem Volumen von 21 Millionen Euro ragt dabei besonders heraus.

Start von drei weiteren Kooperationen

Zudem sind 2017 drei neue Kooperationen gestartet. Damit verfolgt die WI weiter konsequent das Ziel, neue Potenziale für das Maklergeschäft zu erschließen.

So wurden die seit längeren bestehenden beiden Kooperationen der Wüstenrot Bausparkasse mit dem dbb Vorsorgewerk in Berlin und dem Finanz- und Vermögensberater Plansecur aus Kassel auf das Gebiet der Immobilienvermittlung der WI ausgedehnt.
Rund 1,3 Millionen Mitglieder des dbb Beamtenbund und Tarifunion und 60.000 Kunden von Plansecur haben künftig einen Zugang zum bundesweiten Immobilienangebot der WI. Kunden und Ansprechpartner werden regional vor Ort von den WI-Maklern betreut.

Außerdem werden mit der Zustifter-Rente der kirchlich gemeinnützigen Stiftung Liebenau zukünftig gezielt Seniorenhaushalte angesprochen, die ihre Immobilie zu Lebzeiten verrenten möchten. Die Stiftung ist Träger zahlreicher Einrichtungen und Dienste der Alten- und Behindertenhilfe und bietet seit 15 Jahren Verrentungen an.

Neue Berufszulassungsregeln bringen wenig

Von den neuen staatlichen Berufszulassungsregeln ist WI-Chef Dörner enttäuscht. Statt eine fachliche Eignung abzulegen, müssen sich Immobilienmakler nun alle drei Jahre für 20 Stunden fortbilden.

„Die Hoffnungen auf einen Qualitätssprung der Maklerbranche haben sich leider durch den Wegfall des Sachkundenachweises nicht erfüllt. Die neuen, deutlich abgespeckten Anforderungen erfüllen nicht die Ansprüche an ein professionelles Makler-Berufsbild“, so Dörner.

Für die WI ist das Grund und Ansporn zugleich weiter auf Fortbildung zu setzen. Aufbauend auf dem Lehrgang Immobilienvermittler (IHK) gibt es Fachmaklerlehrgänge, die sich am konkreten Kundenbedarf orientieren. So werden zum Beispiel die Themen Immobilienvererbung, -verrentung und Neubau über das Europäische Bildungszentrum der Wohnungs-und Immobilienwirtschaft (EBZ) gelehrt und geprüft.

Positive Prognose fürs Eigenheim

Die WI geht für das Gesamtjahr 2017 von einem deutlichen Umsatzwachstum aus. Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist bei den Deutschen weiterhin ungebrochen.
Niedrige Zinsen begünstigen trotz der gestiegenen Preise weiter den Erwerb. Voraussetzung für die positive Prognose ist, dass sich die Rahmenbedingungen nicht wesentlich verschlechtern.
Von der Zusammensetzung der zukünftigen Bundesregierung wird abhängen, ob Regulierung oder Wachstumsanreize im Fokus stehen. Die Förderung des Wohnungsbaus in der nächsten Legislaturperiode ist aber aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes grundsätzlich zu erwarten.

Der Vorstandsvorsitzende der Wüstenrot Bausparkasse Bernd Hertweck, brachte die Gemeinsamkeit zwischen Immobilien-Makler, Versicherungsbedarf und Leistungen einer Bausparbank zusammen auf einen Punkt: „Für die Menschen zählt alles rund ums Eigenheim und dort lebenslang leben zu können als die Vorsorge für das Alter schlechthin.“

Hertweck ist als Sprecher der ARGE der Bausparkassen in Baden-Württemberg ein ehrenamtlicher Botschafter für den Eigenheim-Gedanken und dessen Förderung. In der ARGE bündeln sowohl die öffentlich-rechtlichen, die genossenschaftlichen und die privaten Bausparbanken ihre Interessen und werden dabei von verbundenen Versicherern unterstützt.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Botschafter für Eigenheimkultur

Mittwoch, Juni 28th, 2017

Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender Wüstenrot Bausparkasse AG, © Andy Ridder, Portraits Wüstenrot Ludwigsburg

Wohnen und Eigenheim sind ein menschliches Grundbedürfnis. Den Traum von den eigenen vier Wänden haben vor allem Baden-Württemberger realisiert. Das eigene Heim dient dem Wohlgefühl.

(db finanzwelt) Den aktuellen Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen (ARGE) übernimmt ab Juli 2017 Bernd Hertweck. Hertweck ist Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Bausparkasse AG mit der Firmenzentrale in Ludwigsburg, der zweitgrößten privaten Bausparkasse in Deutschland.

Botschafter im Bauspar-Musterland
Der ARGE gehören neben der Wüstenrot Bausparkasse AG die Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, die Deutsche Bausparkasse Badenia AG und die LBS Landesbausparkasse Südwest an. Nicht ohne Grund sind diese Marktführer des deutschen Bausparens im Südwesten der Bundesrepublik beheimatet: Baden-Württemberg ist das Bauspar-Musterland. Hier lebt die Hälfte aller Bausparer in Deutschland und mit der höchsten abgeschlossenen durchschnittlichen Bausparsumme liegen die Baden-Württemberger klar an der Spitze aller Bundesländer.

Gemessen an wesentlichen Kenngrößen wie Neugeschäft, Vertragsbestand und Zahl der Kunden erreichen die Bausparkassen im Ländle als Gruppe bei den Marktanteilen bundesweit jeweils mehr als 50 Prozent und spielen somit quasi in einer eigenen Liga. Anders formuliert: Die vier in der Arbeitsgemeinschaft der Baden-Württembergischen Bausparkassen organisierten Institute bringen mehr Neugeschäft und Kundenbestand auf die Waage als die anderen 16 privaten und öffentlich-rechtlichen Bausparkassen in Deutschland zusammen. Mit dieser Bedeutung sind die Institute ein integraler Bestandteil des Finanzplatzes Stuttgart.

Wohnen und Eigenheim als Kernthema
Die Arbeitsgemeinschaft steht im Dialog mit allen gesellschaftlich relevanten Gruppen – unter anderem der Politik – zu Themen, die unmittelbar oder mittelbar für die Schaffung von Wohneigentum als Baustein eines soliden Vermögensaufbaus, einer sicheren privaten Altersvorsorge und für gesellschaftliche Stabilität relevant sind. Dabei behandelt sie Fragen des zeitgemäßen Wohnungsbaus, des demografischen Wandels und der privaten Vorsorge ebenso wie der energetischen und altersgerechten Immobilienmodernisierung.

Breite Anerkennung gefunden haben die Initiativen und Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft zu verschiedenen Themenstellungen im Bereich Bauen, Leben und Wohnen sowie das Format „Bausparkassen-Lounge“ unterstützt von Stuttgart Financial im Rahmen der Finanzwoche Stuttgart. (db)

EZB beschleunigt schleichende Enteignung der Sparer

Freitag, Januar 23rd, 2015

Die Politik der EZB richte sich gegen die Bürger um marode Banken und Schuldenstaaten zu retten. Wenn die Menschen sich das Sparen sparen, gerät alles ins Wanken, warnt der Verband der privaten Bausparkassen.

Wer von A bis Z die Volkswirtschaft und sozialstaatliche Elemente ruinieren will, muss solche Entscheidungen treffen wie die Europäische Zentralbank (EZB). Das gilt von A, wie Altersvorsorge statt Altersarmut, bis Z, wie Zinsen für Zukunft in den Sektoren Lebensversicherung, Bausparen und Rente. Wer mit Gewalt Banken und Schuldenstaaten auf Kosten der Sparer und Bürger retten will, beschwört eine viel größere Gefahr herauf, den Verlust an Vertrauen der Bürger in Wert des Euro.

Der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der privaten Bausparkassen, Andreas J. Zehnder, sagt zur heutigen Entscheidung der Europäischen Zentralbank

„Mit dem massenhaften Ankauf von Staatsanleihen wird die schleichende Enteignung der Sparer beschleunigt. Wer sein Geld sicher anlegen will, bekommt seit längerem einen Zins unterhalb der Inflationsrate. Er verliert real Geld. ‚Es gibt kein Recht auf positive Zinsen‘, wird einem mitunter entgegengehalten. Und hinzugefügt: Solche Phasen habe es schon öfter gegeben. Das mag für kurzfristige Geldanlagen gelten – nicht aber für langfristige Sparanlagen.

Die schleichende Enteignung sicherheitsorientierter Sparer sollte uns allen Sorgen machen. Denn sie untergräbt den Willen der Menschen, privat für ihr Alter vorzusorgen, und entwertet die bestehende Absicherung. Wenn die Menschen sich aber das Sparen sparen, wird es für den Staat richtig teuer – erst recht in einer alternden Gesellschaft. Bei allem Verständnis für die Motive und Zwänge der EZB: Sie wäre gut beraten gewesen, die schädlichen Nebenwirkungen ihrer Niedrigzinspolitik stärker im Auge zu behalten. Diese Nebenwirkungen sind keine Nebensächlichkeiten. Sie erschüttern das Grundvertrauen der Menschen in die Früchte ihrer Lebensleistung.“

Dietmar Braun

Verfügbarkeit verführt

Dienstag, November 26th, 2013

2013-11-26 (db) Zinsen sind der Preis für ein Darlehen. Die Gefahr bei den aktuellen Niedrigzinsen ist, dass falsche Preise auch zu falschen Entscheidungen führen.

Durch das künstlich niedrig gehaltene Zinsniveau geht die Steuerungsfunktion des Zinses in der Kreditwirtschaft verloren. Schnelle Entscheidungen beim Kauf von Wohneigentum und bei den Finanzierung von Immobilien, können sich mittel- und langfristig als teures Risiko entpuppen. Immer wieder glauben die Käufer der Immobilien, dass eine Finanzierung gänzlich ohne Eigenkapital zu stemmen sei.

Walter Weiler, Leiter Kollektivmanagement bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall machte diesen Monat auf der Fachtagung „Private Vorsorge in der Niedrigzinsphase“ in München deutlich, dass Verbraucher mit Bausparen die Risiken bei der Baufinanzierung erheblich reduzieren und gleichzeitig Eigenkapital bilden können. Da beim Bausparen die Zinsen über die gesamte Laufzeit festgeschrieben sind, „sichert sich der Verbraucher gegen steigende Zinsen ab und macht sich unabhängig von der Entwicklung am Kapitalmarkt.“

Viele Menschen haben aktuell vor allem die leichte und günstige Verfügbarkeit von Geld in Form von Krediten im Visier. Ob eine Baufinanzierung tatsächlich über die gesamte Zeit bis zur Tilgung der Schulden tragbar sei, gerate dabei häufig aus dem Blickfeld. Vor allem die Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Makler- und Notargebühren, Umzugs- oder Renovierungskosten werden schnell übersehen. Zu einer soliden Immobilienfinanzierung gehört als Grundstock eine Eigenkapitalquote von 20 bis 30 Prozent.