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Basler – Frachtführer besser gesichert

Dienstag, August 15th, 2017

Der siebte Gang für Frachtführer

Ein neues Sicherheitspaket für Frachtführer hilft der Schaltzentrale und den Fahrern. /Foto: © db Media Dietmar Braun


Wer gewerbsmäßig den Transport von fremden Gütern mit Fahrzeugen des eigenen Betriebes durchführt, ist auch während der Beförderung für die Güter verantwortlich. Bei Schäden oder Verlusten haftet der Frachtführer im Umfang der rechtlichen Bestimmungen.

Die Basler Versicherungen sind mit einer aktualisierten Frachtführer-Haftpflichtversicherung seit Juli 2017 am Markt vertreten. Zahlreiche neue Leistungsbestandteile als Mehrwert charakterisieren den neuen Deckungsumfang.

Ein Muss – richtig gestalten
Für Unternehmen mit Fahrzeugen über 3,5 t ist die Frachtführer-Haftpflichtversicherung Pflicht und deshalb ein Muss für diese Betriebe. Gut, wenn man auf einen umfassenden Versicherungsschutz zurückgreifen kann.

Größter Vorteil des neuen Deckungskonzepts für Frachtführer ist die für alle bestehenden Verträge integrierte Leistungs-Update-Garantie. Werden die Versicherungsbedingungen der Basler zukünftig verbessert, gelten diese Verbesserungen automatisch für den nach jetzigen Bedingungen abgeschlossenen Vertrag. Vermittlungsunternehmer und Versicherungsmakler als Einkäufer profitieren hier von einer haftungssicheren Beratung und Versicherte erhalten stets den aktuellsten Versicherungsschutz.

Wird Versicherungsschutz für Schäden an fremden Ladungseinheiten benötigt, so steht ab sofort eine Deckungssumme bis zu 50.000 EUR je Schaden zur Verfügung. Optional kann bei Bedarf eine Pakethaftung bis 520 EUR je Paket in den Versicherungsschutz aufgenommen werden.

Fahrzeug-Entsorgung und Fahrer-Betreuung
Für besondere Bedürfnisse können weitere Leistungen optional vereinbart werden – die sogenannten Sicherheits-Plus-Bausteine. Mit dem Carrier Unfall-Schutz z.B. übernimmt die Basler Versicherung die Kosten für das Abschleppen und die Miete für ein gleichwertiges Ersatzfahrzeug. Außerdem werden die Übernachtungs- und Rückreisekosten des Fahrers erstattet. Bei schweren Unfällen werden auch die Kosten für eine psychologische Betreuung ersetzt.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Die Fintech-Show ist vorbei – Zeit zu liefern

Dienstag, August 8th, 2017

Fintech müssen liefern

Die Träume sind vorbei – jetzt müssen die digitalen Boten endlich liefern. /Foto: db media Dietmar Braun


Einige Zeit wedelte der Schwanz mit dem Hund. Insure- und FinTechs wollten die etablierten Versicherer aus dem Markt drängen. Ein Unternehmer aus Berlin erklärte sogar, dass er mit Clark & Co Startups „am Fließband produziere“, die globale Giganten in der Assekuranz werden würden. Mit den Forderungen der Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen (BaFin) an die Rückstellungen und Risiko-Management für Leistungen kehrte Realität ein. Zeigen was wirklich geht ist gilt es jetzt, nicht nur beschreiben was gehen könnte, sondern Versprechen einlösen.

Die Realität und ein nüchterner Blick auf digitale Prozesse und Startup als Dienstleister haben vor allem die Rückversicherer der Assekuranz. Der Chef des weltgrößten Rückversicherers sieht die Chancen und Grenzen. „Insurtech ist eine Facette der Digitalisierung: ein Trend, der die Art und Weise, wie man Versicherungsgeschäft betreibt, wie der Kunde Versicherung erlebt, und wie Versicherungslösungen zum Kunden gelangen, grundlegend verändern wird”, sagt Joachim Wenning, CEO und Vorstandsvorsitzender der Munich Re, im Fachmagazin des Unternehmens.

Auch bei einigen Erstversicherern kehrt die Realität nach den überzogenen Shows und Forderungen für Investoren-Millionen der jungen Unternehmer von Fintech und Insuretech-Unternehmen die sehr in ihrer Art bei den Pitch dem früheren Neuen Markt ähnelten.

Oliver Bäte, Chef der Allianz SE, sagte aus der Sicht des Marktführers der Erstversicherer: „Im Fokus unserer Aktivitäten stehen unsere Versicherten und die Bedürfnisse der Kunden besser zu erkennen und zu bedienen. Digitale Prozesse können dabei helfen.“

So sagte im exklusiven Gespräch in Stuttgart der Vorstandsvorsitzende des Alte Leipziger-Hallesche Konzern Dr. Walter Botermann: „Sicher werden wir dem Vertrieb und den Kunden mehr Apps für Information und Kommunikation zur Verfügung stellen, aber unser Fokus liegt auf der langfristigen Verlässlichkeit und der Sicherung des Vertrauens unserer Versicherten auf ihre Kollektive.“ Die Aktuarin Wiltrud Pekarek ergänzte: „Wir verstehen uns als Kümmerer für Kunden, nicht nur als Abwickler im Schadens- oder Leistungsfall, sondern weit im Vorfeld über Prävention und Mehrwerte in der Beratungsfunktion als Versicherer, als Partner der Versicherungsmakler und des eigenen Außendienstes.“

Die Münchener Versicherer haben sich von dem Spezialversicherer die Bayerische bis zur Allianz als Marktführer zu einem Versicherungs-Hub zusammengefunden, der die Assekuranz mit den neuen digitalen Hilfsmitteln umbauen soll. Der bayerische Freistaat will einen solchen Hub unterstützen. Im Raum Stuttgart zeichnet sich ein Bausparkassen-Banken-Versicherungs-Hub ab, der digitale Banken nutzen will um Versicherungsleistungen rund ums Eigenheim nebst Vorsorge für die Bewohner zu bieten.

Der Botschafter für das Eigenheim, als Sprecher der ARGE der privaten Bausparkassen Bernd Hertweck, im Hauptberuf Vorstandsvorsitzender der Bausparkasse Wüstenrot sagte: „Vorsorge rund um das Eigenheim, vom lebenslangen Wohnrecht, Pflege bis zu einer zufriedenstellenden Rente, das wurde früher als Spießertum bezeichnet, heute nennen wir es Sicherheit und Vorsorge rund um das eigene Heim.“

Fazit: Es tut gut, dass nach langem Zögern die Besonnenheit der erfahrenen Risiko-Manager sich mit den Jungunternehmern der Digitalbranche zusammenschließt, um die Zukunft der Assekuranz und ihrer Versicherungskollektive gemeinsam zu sichern. Das entspricht dem Vertrauen der Versicherten in die Kompetenz und Verlässlichkeit der Branche. Versicherungskunden wollen sich nicht wirklich mit Versicherungsschutz und Bedingungen befassen oder diese gar vergleichen, wie selbsternannte Verbraucherschützer das immer wieder behaupten, Kunden wollen ihre Ängste und Sorgen gegen Prämie bei den Versicherern abladen und dafür im Bedarf solide Sicherheit für den Fall des Eintritt von Risiken oder Schäden. Einfach machen durch einfach machen – nicht mehr und nicht weniger.

Dietmar Braun (db)

Bürgerversicherung als Risiko

Montag, August 7th, 2017

Bürgerversicherung – klingt gut. Aber für wen – und wer bezahlt? /Foto: db


Für die privaten Krankenversicherer (PKV) lief das Geschäftsjahr 2016 in Summe besser als im Vorjahr. Das erzielte Ergebnis aus Kapitalanlagen stieg um 600 Millionen Euro auf über neun Milliarden Euro an.

Nach Einschätzung der brancheneigenen Agentur Assekurata dürfte sich die Gewinnsituation 2017 weiter verbessern, da mit der Beitragsanpassung mit versicherungstechnisch positiven Ergebnissen zu rechnen ist.

In der Krankheitskosten-Vollversicherung als Alternative zu den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) konnten die PKV-Unternehmen 2016 marktweit den Bestandsabrieb mit netto 14.600 Personen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich reduzieren.

Mit einem Rückgang um 0,2 Prozent haben die Gesundheitsversorger ein durchaus zufriedenstellendes Jahr hinter sich. Ursächlich hierfür ist der verbesserte Saldo zwischen Wechslern aus der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die PKV und umgekehrt. Hatten 2015 die Abgänge zur GKV die Zugänge noch um 19.500 Personen übertroffen, ist der Saldo 2016 mit -1.100 nahezu ausgeglichen.
Dies ist insofern bemerkenswert, als der PKV-Verband bereits Ende September 2016 und damit genau zum Jahresendgeschäft prognostiziert hatte, dass auf rund zwei Drittel der Privatversicherten spürbare Beitragsanpassungen im zweistelligen Bereich zukommen würden.

Im Ergänzungsschutz zur GKV und in den Zusatzversicherungen konnte die PKV auch im abgelaufenen Geschäftsjahr eine positive Entwicklung verzeichnen. Die Zahl der Zusatzversicherungsverträge stieg jedoch lediglich um 1,3 Prozent, so dass die Zuwachsrate geringer ausfiel als 2015 mit noch 1,75 Prozent.
Die Pflegeergänzungs- und die Zahnzusatzversicherung sind und bleiben der Wachstumstreiber in diesem Geschäftsfeld.

Betriebliche Gesundheitsvorsorge hat Potential
Hingegen wartet die von einigen Marktteilnehmern zum Hoffnungsträger auserkorene betriebliche Krankenversicherung (bKV) vertriebsseitig immer noch auf den Durchbruch. Nach Angaben des PKV-Verbandes stieg die Zahl der versicherten Personen in diesem Geschäftsfeld 2016 gerade mal um 31.800 auf 606.800. Die Ursache dürfte vor allem auch in der Art der Vergütung für den Vertrieb liegen.

Im Zehnjahresvergleich 2007-2017 haben sich im Durchschnitt, laut Assekurata, die Bestandsbeiträge im Normalgeschäft um 53 Prozent erhöht, was einer jährlichen Anpassungsrate von 4,2 Prozent entspricht.
Das beitragsstabilste Unternehmen kommt auf einen Wert von 32 Prozent beziehungsweise 2,9 Prozent pro Jahr.

Zum Vergleich: Der GKV-Höchstbeitrag (inklusive Zusatzbeitrag) ist in den vergangenen zehn Jahren zwar „nur“ um knapp 30 Prozent beziehungsweise 2,8 Prozent pro Jahr gestiegen, absolut gesehen liegt die GKV mit einem Beitragsanstieg von insgesamt 156 Euro jedoch rund 17 Euro über dem Durchschnitt.

Gleichzeitig senken die gesetzlichen Kassen ihre Leistungen und muten den Versicherten immer mehr Eigenleistungen zu. Dieser Trend zum Leistungsabbau dürfte sich bei einer Bürgerversicherung massiv verstärken, da ja dann kein Wettbewerb der Systeme dies mehr verhindert. Unabhängig von diesem Leistungsabbau in der gesetzlichen Krankenkasse, hätten bei Einführung der Bürgerversicherung die bis dahin privat Versicherten ein lebenslanges Verbleibrecht in der PKV bei besseren und vor allem oft lebenserhaltenden Leistungen.

Fazit: Die privaten Gesundheitsversorger sind zukunftssicher und durch einen Sicherheitsaufschlag von zehn Prozent des Beitrags auch nachhaltig aufgestellt. Die Befürworter der Bürgerversicherung müssen erst einmal erklären, wie sie es finanzieren wollen beihilfeberechtigte Beamte in die gesetzlichen Kassen zu überführen. Noch problematischer wird es mit den Selbstständigen die sich weder den Beitrag zu den gesetzlichen Kassen oder den privaten Gesundheitsversorgern leisten können.

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles hat ganz schnell die Pläne einer gesetzlichen Bürgerversicherung in der Rentenversicherung fallen lassen, als die Fachleute ihr die Zahlen vorgelegt hatten. Alternativen in der biometrischen Versorgung für Gesundheit, Rente und Pflege wird es daher in Deutschland noch lange geben. Die Befürworter der Bürgerversicherung werden angesichts der Fakten zur Demografie und der Beitrags- oder Leistungsentwicklung deutlich leiser. (db)

EurAssMus 12/2016 am Kiosk

Freitag, Dezember 2nd, 2016

EurAssMus 12//2016

wondermag von fgbraun.de

Das Risiko-Management Online-Magazin EurAssMus richtet in der Ausgabe Dezember 2016 den Fokus auf Risiken rund um die Digitalisierung bis zu einer Lösung um absolut sicher vor digitaler Spionage zu kommunizieren.

Continentale für Fairness ausgezeichnet

Mittwoch, Oktober 26th, 2016
Continental erhält Service-Award

Fairness Award 2016

2016-10-26 (db finanzwelt) Die Continentale Versicherung gehört zu den drei fairsten Versicherern Deutschlands. Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) und n-tv vergaben den Deutschen Fairness-Preis jetzt zum dritten Mal – und zum dritten Mal gehörte die Continentale zu den Siegern.

Im Fokus Prämie-Leistung, Zuverlässigkeit und Transparenz

Im Mittelpunkt des DISQ-Tests standen die Bewertungen der Verbraucher zu den Bereichen Preis-Leistungs-Verhältnis, Zuverlässigkeit und Transparenz. Dabei beurteilten die Verbraucher, ob Preis und Leistung der angebotenen Produkte beziehungsweise der angebotenen Dienstleistungen in einem für sie fairen Verhältnis zueinander stehen.

Hinzu kamen die Aspekte, wie es um die Verbindlichkeit von Unternehmensaussagen und die Einhaltung von Absprachen und versprochenen Leistungen – auch hinsichtlich von Produkt- oder Vertragsleistungen – bestellt ist.

Letztendlich beurteilten die Kunden, ob bei Problemen und Beschwerden fair reagiert wird, ob Preise sowie Vertragsleistungen transparent und verständlich sind und es zum Beispiel keine versteckten Kosten gibt. In das Gesamtergebnis flossen die Ergebnisse der Zufriedenheit mit den Teilbereichen mit folgenden Gewichtungen ein: Preis-Leistungs-Verhältnis 40 Prozent, Zuverlässigkeit 30 Prozent und Transparenz 30 Prozent.

Mehr als 40.000 Kunden befragt

Insgesamt holte das Institut mehr als 40.000 Kundenmeinungen ein. Die Verbraucher konnten die Fairness jeweils eines Unternehmens pro Branche beurteilen, zu dem sie in den letzten zwölf Monaten Kontakt hatten oder für dessen Produkte sie sich entschieden hatten.

DiVana #10 – Risiko, Luxus, Philosophie – Be wonderful! Read your copy

Montag, Oktober 24th, 2016

DiVana #10

wondermag von fgbraun.de

Risiken unserer Zeit sind nur teilweise neu. Vieles was uns im Alltag begegnet ist zu handhaben. Wo lassen Sie denken? Es lohnt sich selber nachzudenken und zu reflektieren, was wahr oder unwahr, was richtig und was falsch ist. Roboter arbeiten noch steuerfrei, zahlen keine Sozialversicherung, aber hat das Folgen?

DiVana – digital, verbal, analog – Risiko und Luxus

Dienstag, Oktober 11th, 2016

DiVana #09

wondermag von fgbraun.de

DiVana #9 ist das Magazin für den alltäglichen Umgang mit Risiken. Das Risiko eines Pflegefalls wird aus der Sicht eines Betroffenen gezeigt mit Hinweisen aus einer Studie zu den Pflegeberufen. Risiken von Manipulationen sind ein anderes Thema, weil Techniken der Manipulation nicht nur auf uns wirken sondern auch von uns ausgehen. Be wonderful! – Digital, verbal und analog – DiVana-Spirit.  

Makler sind als Menschen der Trend

Freitag, April 22nd, 2016

Die VEMA-Tage der Maklergenossenschaft VEMA in Fulda bilden sehr gut die Trends in deutschen Maklerunternehmen ab. So war das auch wieder dieses Jahr. Die Megatrends: Analog und Digital.

2016-04-22 (db) Deutschlands größte Maklergenossenschaft VEMA e.G. tagte diese Woche am 20./21. April 2016 zum vorletzten Mal in Fulda. Nur noch für das Jubiläumsjahr 2017 sei sich die Makler-Genossenschaft sicher, dass die Tagung an diesem Standort stattfinden könne. Der Grund sei das Wachstum der Organisation, dem die vorhandenen Tagungs- und Raumkapazitäten nicht mehr entsprächen.

Dieses Jahr waren 1.258 Versicherungsmakler auf dem Jahrestreffen und die Abendveranstaltung war mit 1.015 Gästen bis auf den letzten Platz ausgebucht. Auch die 265 Austeller mussten mit ihren 450 Experten und Mitarbeitern die Fragen der Fachbesucher auf engstem Raum beantworten.
Analog und digital sind gleichermaßen Megatrends

„Seit 17 Jahren befassen wir uns jetzt schon mit der Digitalisierung“, sagte VEMA-Vorstandschef Hermann Hübner. Sein Maklerkollege und VEMA-Vertriebsvorstand Andreas Brunner ergänzte: „Ich bin mir als Unternehmer nicht sicher, ob ich noch vor meinem Eintritt in den Ruhestand, an den Nachwuchs einen komplett digitalisierten Maklerbetrieb übergeben kann.“

Auf der Pressekonferenz wurde bekannt, dass die VEMA an die angeschlossenen Maklerunternehmer 11.500 haptische Kundenordner verkauft hat und aktuell weitere 2.500 Exemplare vorbestellt sind.
„Die über 13.000 klassischen Kundenordner werden von den Maklern eingesetzt, weil Mandanten auch gerne ihre Deckungskonzepte zur Hand und in der Hand haben“, kommentiert Hübner diesen Trend zur Haptik und der greifbaren Übersicht.

Versicherer fehlt eine klare Strategie zur Digitalisierung
In der Podiumsdiskussion zum Thema „Digitalisierung“ brachte es Alexander Kern von der BIPRO e.V. auf den Punkt:

„Viele Versicherer haben keine klare Strategie für die Digitalisierung. Das sei in der Praxis etwa so, als stehe man vor einem großen dunklen Wald mit sehr vielen Bäumen. Desto tiefer ein Versicherer in diesen Wald blicke, desto dunkler wird es. Jetzt geben einige Versicherer einen Schuss in den Wald ab und hoffen dass eine App von einem Baum fällt, die alles kann und alles löst.“

Der Technologie und IT-Vorstand Stefan Sommerer sagt: „Die De-Materialisierung ist das Merkmal der Digitalisierung. Allerdings sind wir noch weit davon entfernt, dass das ‚Beamen‘ und der Transfer zu hundert Prozent klappt.“ Im Spaß nutzte Sommerer auf der Bühne als Auskunftei über die digitale Zukunft eine gläserne Wahrsager-Kugel.

2016 DB Stefan Sommerer, VEMA IT-Vorstand, mit Wahrsager-Glaskugel 1025

Maklerunternehmer Karl-Ulrich Bürkle fordert: „Die Digitalisierung der Assekuranz braucht vor allem eine einheitliche Sprache und klare Normen.“

VEMA-Sprecher Hübner bremst die hohen Erwartungen an digitale Projekte: „Die Wirtschaftlichkeit der Digitalisierung wird völlig überbewertet. Es sei schon ein Problem, wenn Du aus dem Fenster springen sollst, während andere erst planen unten das Sprungtuch aufzuspannen.“

Weiterbildung wird über digitale Kanäle befördert
In der Weiterbildung sei die Digitalisierung in Form von Online-Tagungen, Mediathek und digitalem Fernsehen ein Renner. Allein an neun Tagungen in den neuen Medienkanälen der VEMA hätten über 600 Teilnehmer teilgenommen. Die gefragtesten Themen seien bei der Maklergenossenschaft die Vorträge zur gewerblichen Inhaltsversicherung und gewerblichen Haftpflichtdeckungen.

Bei den Mandanten seien zwar digitale Erstinformationen für die Gesprächsvorbereitung von Nutzen, die entscheidenden Fragen werden dann aber immer noch klassisch im persönlichen Gespräch beantwortet.

„Die individuelle Beratung, handschriftliche Erläuterungen und der haptische Versicherungsordner haben ihren Stellenwert behalten“, sagt Hübner. „Wer Risiken und Deckungen richtig ordnet ist gefragt“, so Hübner weiter, „und wer schreibt der bleibt, das gelte auch in digitalen Zeiten.“

Wer die Maklerunternehmerinnen und Unternehmer in Fulda erlebt hat, ist überzeugt, der Megatrend „Mensch Makler“ ist der Renner aus Sicht der Mandanten. „Schade ist da wirklich nur“, merkt Vertriebsvorstand und Maklerunternehmer Brunner an, „dass uns die Regulierung und deren Anforderung an Verwaltungsarbeiten zu viel Zeit raubt, die eigentlich unseren Mandanten gehört.“

Dietmar Braun