Posts Tagged ‘Gesundheit’

Universa erweitert PKV-Versicherungslösungen

Montag, Oktober 10th, 2016

Das Universum an wählbaren Lösungen und Leistungsvarianten in der privaten Krankenversicherung ist groß. Natürlich kostet oder spart Auswahl auch Prämie. Das ist bei Standard-Lösungen einfacher.

2016-10-10 (db finanzwelt) Die Universa Versicherungen als Nürnberger Krankenversicherer haben zum 1. Oktober 2016 das Angebot an Versicherungslösungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) ausgebaut.

Eingeführt wurde eine Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten in der Krankheitskosten-Vollversicherung über zwei neue Ergänzungstarife.

Mit den neuen Angeboten können die Leistungen des Tarifes „uni-intro|Privat 300“ im Zahn- und Krankenhausbereich erhöht werden. Der Tarif beinhaltet bereits wichtige PKV-Kernleistungen, wie Heilpraktiker, Psychotherapie und Leistungen bis zu den Höchstsätzen der Gebührenordnungen für Ärzte und Zahnärzte.

Mit dem neuen Ergänzungstarif „uni-ZZ“ können die Leistungen für Zahnersatz und Kieferorthopädie von 60 auf 80 Prozent aufgestockt werden.

Der stationäre Ergänzungstarif „uni-SZ II plus“ erhöht die versicherten Leistungen im Krankenhaus auf Zweitbettzimmer mit Chefarztbehandlung und ist auch als Zusatzversicherung für gesetzlich Krankenversicherte und Heilfürsorgeberechtigte abschließbar.

Mit den neuen Ergänzungstarifen will die Universa ihre Wettbewerbsposition stärken und die Angebots- und Kombinationsmöglichkeiten im Tarif „uni-intro|Privat 300“ ausbauen.
Ein 30-Jähriger bekommt das Komplettpaket mit beiden Ergänzungstarifen und einer jährlichen Selbstbeteiligung von 300 Euro bereits für 301,77 Euro monatlich.
Darin enthalten sind auch sinnvolle Extras, wie eine Beitragsfreiheit nach Entbindung von bis zu sechs Monaten und garantierte Options- und Wechselrechte innerhalb des Universums an wählbaren Versicherungslösungen der Universa.

Mehrwert ist Lebensqualität - und die hat ihren Preis

Die Auswahl ist ein Vor- und Nachteil in der PKV – Mehrwert kostet © Pixelrohkost – Fotolia.com

Mangelnde Kompetenz gefährdet die Gesundheit

Montag, April 18th, 2016

Gesundheits-Ratgeber im Internet haben Mängel. Einige stellen sogar eine reale Gefahr dar. Ein Krankenversicherer und eine Hochschule warnen Nutzer vor mangelnder Gesundheitskompetenz.

Rotes Stethoskop auf schwarzer Tastatur

2016-04-18 (db) Das Gesundheitsbewusstsein der deutschen Bevölkerung ist nicht besonders ausgeprägt, obwohl auch aufgrund der Kosten-Entwicklung im Gesundheitssystems der Einzelne künftig noch mehr Eigenverantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen muss. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Gesundheitsökonomie an der Steinbeis-Hochschule in Berlin.

25 Prozent der befragten PKV-Versicherten gaben im Rahmen einer aktuellen Studie an, Schwierigkeiten bei der individuellen Beurteilung zu haben, welche Alltagsgewohnheiten mit der Gesundheit zusammenhängen würden.

„Gesundheitskompetenz ist deshalb ein entscheidender Faktor für die individuelle Gesundheit. Ein gesundheits-kompetenter Bürger sollte Hinweise zur Selbstversorgung verstehen, Anpassungen seines persönlichen Lebensstils planen und umsetzen, an gesundheitsfördernden Maßnahmen teilnehmen und ausreichend fundierte Entscheidungen hinsichtlich seiner Gesundheit treffen“, sagt Professor Dr. Bernd Brüggenjürgen von der Steinbeis-Hochschule Berlin.

„Neben der Bereitschaft zu einem gesunden Verhalten bedarf es auch eines umfassenden Gesundheitswissens und der Fähigkeit, mit Informationen zielgerichtet umgehen zu können“, sagt Ralf Kantak, Vorstandsvorsitzender der Süddeutschen Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit (SDK).

Der Versicherungsmanager weist auf die oftmals mangelnde medizinische Informations-Qualität vieler elektronischer Medien und Web-Seiten mit Apps oder Fitness-Trackern hin. Diese würden den Nutzer oftmals mehr verunsichern, als dass er zielgerichtete Hilfe erfahre.

Internet-Service ist potentiell gesundheitsgefährdend

Technische Mängel, Anwendungsfehler oder falsche Schlussfolgerungen könnten bei den Informationsdiensten zum Thema Gesundheit im Internet sogar potentielle Quellen für Gefahren sein. Indem sich ein Nutzer und Anwender in falscher Sicherheit wiege, nehme dieser möglicherweise eine sinnvolle Vorsorgeuntersuchung nicht wahr. Schwierig sei vor allem die Beurteilung, welche Informationen in den Medien vertrauenswürdig seien. Bislang fehle es an entsprechenden Qualitätsstandards.

„Die Ergebnisse zum Thema Gesundheitskompetenz und unsere strategische Ausrichtung als Gesundheitsspezialist sind für uns Verpflichtung, dem Bereich der Prävention mehr Gewicht einzuräumen“, so Kantak.

Gesundheitsbewusstes Verhalten sei eine Investition in die Zukunft, die die Lebensqualität sichern helfe. Die SDK sehe sich als Gesundheitsspezialist in der Verantwortung, ihre Versicherten bei Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit zu unterstützen und entsprechende Maßnahmen anzubieten.

Dazu zählen Präventionskurse, die gezielt dabei helfen, drohenden Krankheiten wie beispielsweise chronischen Rückenleiden vorzubeugen. Durch die regelmäßige Teilnahme an Gesundheitskursen haben die Versicherten die Chance, fit und aktiv zu bleiben.

Der Vorsorgetarif der SDK („Vorsorge privat“) sei die ideale Ergänzung für alle, die mehr wollten als die medizinische Grundversorgung. Zu dem Leistungsangebot gehören Vorsorgeuntersuchungen und Präventionsmaßnahmen zur Früherkennung und Vorbeugung von Krankheiten, medizinische Vorsorgeleistungen und Schutzimpfungen inkl. der Grippeschutzimpfung ohne Altersbeschränkung, Tollwut und FSME (Zeckenschutz).

Ebenso biete der Versicherer Leistungen für Präventionskurse wie Yoga oder Kurse zur Gewichtsreduktion. Für psychologische Hilfestellungen steht ein Beratungstelefon zur Verfügung. Eine Vielzahl weiterer zertifizierter Kursangebote reicht von der Bewegung über die Entspannung bis hin zur Ernährung. Bei chronischen Erkrankungen kommen spezielle Gesundheitsprogramme zum Einsatz. Früherkennung und Verhinderung von Krankheiten durch Vorsorgeuntersuchungen, Präventionsleistungen und ein Gesundheitstelefon sind ebenfalls wichtige Angebote im Rahmen der betrieblichen Krankenversicherung (bKV).

Dietmar Braun

Solide und sicher – die Alte Leipziger Hallesche

Donnerstag, April 7th, 2016

Sicherheit versprechen und nachhaltig dafür sorgen dass dies auch für die Versicherten funktioniert. Das ist für einen Versicherer ein hoher ethischer Anspruch. Ein deutscher Versicherer hat das als Ziel.

2015 pekarek wiltrud hallesche kl

2016-04-07 (fw/db) Die Alte Leipziger-Hallesche meldet ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015. Der Gesamtumsatz erhöhte sich deutlich um 7,1 Prozent von 4,2 auf 4,5 Milliarden Euro.

Entgegen Branchentrend viel Leben in Leben
Der Neuzugang der Alte Leipziger Lebensversicherung kletterte zweistellig um 11,2 Prozent von 820 auf 912 Millionen Euro. 40 Prozent dieses Neuzugangs entfiel auf die Betriebliche Altersversorgung.

Hier nimmt der Versicherer aus Oberursel eine Spitzenstellung im Markt ein und ist als langjähriger und besonders erfahrener Anbieter anerkannt. Die übrigen 60 Prozent des Neuzugangs kamen aus dem Privatkundengeschäft, in dem die Produktbereiche „Berufsunfähigkeitsversicherung“ und „Private Rentenversicherung“ in der klassischen und fondsgebundenen Variante dominierten.

Die nachhaltige Sicherheit für Versicherte im Fokus
Strategischer Schwerpunkt war auch 2015 die Stärkung der Risikotragfähigkeit, die um 103 Millionen Euro auf aktuell 2.500 Millionen Euro erhöht wurde. Diese Reserve dient dazu, die vertraglich vereinbarten Garantien der Versicherten mit Verträgen meist über lange Vertragslaufzeiten abzusichern. Die Verwaltungs- und die Abschlusskostenquote waren rückläufig.

Gesunde Entwicklung in der Privaten Krankenversicherung
Entwicklung von Beiträgen und Neugeschäft 2015 waren die Wachstumsimpulse bei Krankheitskosten-Vollversicherungen insgesamt gering. Die Hallesche aus Stuttgart behauptete sich in diesem Markt mit einem Neugeschäft auf Vorjahresniveau in Höhe von 2,4 Millionen Euro (Monats-Soll-Beitrag). Ebenfalls stabil waren die Prämieneinnahmen von 1.140 Millionen Euro (Vorjahr: 1.141 Millionen Euro). Die Bruttoprämien spiegeln die sehr geringen Beitragserhöhungen sowie Auswirkungen von Tarifwechseln im Bestand der Hallesche wider.
Für das neue Geschäftsfeld „betriebliche Krankenversicherung“ hat das Unternehmen ein eigenes Kompetenzcenter eingerichtet.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016
Auch im laufenden Jahr hat die Stärkung der Risikotragfähigkeit weiter Priorität, um so das Vertrauen der Versicherten in die Sicherheit der Unternehmen zu festigen. Die Anforderungen von Solvency II an die Eigenmittelausstattung werden von den Konzernunternehmen erfüllt.
Die Alte Leipziger Leben erwartet aufgrund ihrer anerkannten Versicherungslösungen und ihrer äußerst soliden Finanzkraft eine weiterhin rege Nachfrage in ihren angestammten Geschäftsfeldern Berufsunfähigkeit sowie Betriebliche und Private Altersversorgung.

Die Hallesche wird sich weiter auf die Vollversicherung fokussieren und die Stärken von betrieblicher Kranken- und Pflegeversicherung ausbauen. Auch 2016 wird sie die Beiträge überwiegend stabil halten.

Dietmar Braun

Unfall: Gleichberechtigung und Bedarf

Mittwoch, August 28th, 2013

Prämien in der privaten Unfallvorsorge sind bei bestehenden alten Verträgen getrennt nach den Geschlechtern für Männer und Frauen günstiger oder teurer. Für neue Verträge ist dies seit Ende 2012 verboten. Die Notwendigkeit einer privaten Unfallversicherung nimmt mit steigendem Alter zu, vor allem in der Absicherung von Einschränkungen der Gesundheit als Unfallfolge.

Erlaubte und verbotene Differenzierung nach dem Geschlecht

In Versicherungsverträgen, die ab dem 21. Dezember 2012 geschlossen werden, darf bei Beiträgen und Leistungen nicht mehr nach dem Geschlecht differenziert werden. Das heißt, Männer und Frauen erhalten grundsätzlich für denselben Beitrag dieselben Leistungen. Diese Regelung ist die Folge eines grundsätzlichen Urteils des Europäischen Gerichtshofes vom 1. März 2011.

In Versicherungsverträgen, die vor dem 21. Dezember 2012 geschlossen worden sind, sind nach wie vor unterschiedliche Beiträge für Männer und Frauen zulässig. Voraussetzung sind statistische Daten, die zeigen, dass das Geschlecht bei ihrer Berechnung ein bestimmender Faktor für die Risikobewertung ist.

Die Differenzierung nach dem Lebensalter ist erlaubt

Unterschiedliche Beiträge und Leistungen nach dem Alter sind weiterhin zulässig, wenn bei der Berechnung „anerkannte Prinzipien risikoadäquater Kalkulation“ und insbesondere entsprechende statistische Erhebungen berücksichtigt werden. Anders als bei der Unterscheidung nach dem Geschlecht gilt das für alle Versicherungsverträge, auch wenn sie nach dem 21. Dezember 2012 geschlossen werden.

Statistik zeigt die Notwendigkeit von Leistungen für Invalidität

Die folgende Grafik des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft (GDV) stellt den sogenannten Statistischen Grundbedarf (das Verhältnis zwischen Schadenaufwand und vereinbarter Versicherungssumme) für die Invaliditätsleistung dar. Die Invaliditätsleistung ist die zentrale Leistungsart in der Unfallversicherung.

Invaliditätsleistungen in der privaten Unfallversicherung nach Alter und Geschlecht

In der Grafik ist deutlich zu erkennen, dass das Geschlecht das Schadengeschehen in der Unfallversicherung maßgeblich mitbestimmt: Männer und Frauen weisen in allen Altersgruppen einen unterschiedlichen Statistischen Grundbedarf auf.

Der Grundbedarf für Unfallschutz nimmt im Alter zu

Der statistische Grundbedarf nimmt mit steigendem Alter deutlich zu. Das liegt nicht zwingend daran, dass Menschen im Alter mehr Unfälle erleiden, sondern dass die Unfallfolgen bei älteren Menschen häufig schwerer sind und die Verletzungen langwieriger ausheilen. Im Durchschnitt führt das zu mehr und höheren Invaliditätsleistungen.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV)

Studie: Extremsportler unterschätzen ihr Risiko

Donnerstag, August 22nd, 2013

Extremsportarten wie Mountainbiking, Tauchen, Klettern oder Bungee-Jumping sind gerade wegen der Gefahr und des damit verbundenen Nervenkitzels beliebt. Häufig werden sie nur einmalig ausgeübt, aber für viele sportlich Aktive gehören sie auch regelmäßig zum Freizeit-Programm.

2013-08-22 (db) Eine aktuelle Unfallstudie der SV SparkassenVersicherung (SV) zeigt, dass viele Extremsportler ihr Hobby als ungefährlich ansehen und nicht wissen, ob sie über ihre private Unfallversicherung abgesichert sind.

„Wer einen Extremsport in seiner Freizeit betreibt, sollte wissen, dass die gesetzliche Unfallversicherung bei Unfällen nicht einspringt“, erklärt Nicolai Auer, Hauptabteilungsleiter Privatkunden der SV. Diese bezahlt nur bei Unfällen während der Arbeit oder auf dem Weg zum Arbeitsplatz und zurück. 80 Prozent der Unfälle passieren in der Freizeit und die meisten davon beim Sport.

„Privat vorzusorgen ist für Hobbysportler daher besonders wichtig“, rät Experte Auer, „sonst besteht die Gefahr, dass der Sportler auf hohen Behandlungskosten sitzenbleibt oder bei schwerer Invalidität keinen Anspruch auf eine Rente hat.“

Freizeitsportler können Sportunfälle über eine private Unfallversicherung in der Regel gut absichern. Viele Extremsportler machen dies bereits. 70 Prozent der befragten Extremsportler besitzen eine, was weit über der deutschlandweiten Versicherungsdichte von rund 40 Prozent liegt.

Große Unsicherheit besteht allerdings darüber, ob die eigene Unfallversicherung für Sportunfälle aufkommt. Über 80 Prozent der Befragten verneinen dies oder wissen es nicht genau.

Berufs-, Luft- und Motorsportler brauchen Extraschutz

Die private Unfallversicherung deckt in der Regel neben den gängigen Sportarten wie Fußball, Handball oder Leichtathletik auch Sportarten wie Mountainbiking, Klettern, River-Rafting, Bungee-Jumping, Skifahren und Marathon ab. Und zwar egal wie regelmäßig der Sport betrieben und wo er ausgeübt wird, solange es ein Hobby ist.

Um zu prüfen inwieweit und ob für die ausgeübte Sportart Versicherungsschutz besteht, ist ein Blick in das bestehende Bedingungswerk ratsam. Denn nicht jede Police deckt auch alle Extremsportarten gleich mit ab. Je nach Anbieter und Vertrag variiert der Schutz und kann zu teilweisen Ausschlüssen oder Risikozuschlägen führen.

„Vergewissern Sie sich, ob ihre Sportart versichert ist und setzen Sie sich direkt mit dem Anbieter in Verbindung“, rät Auer.

Flugsportarten, für die in Deutschland ein Schein benötigt wird wie Segelfliegen, Fallschirmspringen, Drachenfliegen oder Paragliding müssen zusätzlich versichert werden. Gleiches gilt für Motorrennen und bei den Trainings dafür. Berufssportler können ihren Sport in der Regel gegen Risikozuschläge einschließen. Auer erklärt: „Über die private Unfallversicherung abgedeckt ist aber beispielsweise ein Tandemsprung mit dem Fallschirm oder ein Paraglider-Tandem im Urlaub.“

Eigenes Risiko wird als gering eingeschätzt

Wie wichtig private Vorsorge ist, zeigt die Statistik: Rund 1,2 Millionen Freizeitsportler verletzen sich pro Jahr so schwer, dass sie einen Arzt aufsuchen müssen. Unabhängig von ihrer Schwere, geschehen die meisten Unfälle beim Fußball, Volleyball, Handball, Reiten, Skifahren sowie beim Inlineskaten. Das Risiko extremer Verletzungen mit schweren Folgen ist bei den Luft-, Rad-, Motor- und Wassersportarten entsprechend größer.

Die SV Unfallstudie zeigt, dass jeder zweite Extremsportler seine ausgeübte Sportart als ungefährlich einstuft. „Wir raten aber immer zur Vorsicht“, so der Unfallexperte Auer.

Häufig sind Einsteiger von Sportunfällen betroffen, die ihre Kraft und Kondition überschätzen. Wer sich untrainiert stundenlange Kraftanstrengung etwa beim Mountainbiking oder Klettern zumutet, fordert eine Verletzung heraus. Daher ist neben regelmäßigen Training, auch das Aufwärmen und die Ausrüstung entscheidend.

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Die Studien-Ergebnisse kurz und knapp

Die Fans extremer Sportarten sind überwiegend zwischen 20 und 49 Jahre alt.

Extremsport ist überwiegend eine männliche Domäne.

Extremsportarten werden überwiegend einmalig ausgeübt.

Montainbiken, Skifahren oder Marathon werden hingegen regelmäßig ausgeübt.

Mehr als die Hälfte der Extremsportler (55 %) stuft ihre Sportart als ungefährlich ein.

69 Prozent der Extremsportler haben eine private Unfallversicherung.

70 Prozent der versicherten Extremsportler wissen nicht, ob ihre Unfallversicherung ihren Sport abdeckt, 12,3 Prozent verneinen dies sogar.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Allianz und Hawking unterstützen Autismus-Stiftung

Dienstag, Mai 7th, 2013

Die Zahl der von Autismus betroffenen Kinder steigt und hat sich aktuell mehr als verzehnfacht. Professor Stephen Hawking hat bei einer Veranstaltung der Allianz und Stiftung Beyond Autism in London mitgewirkt, mit dem Ziel, das öffentliche Bewusstsein und Wissen über Autismus zu erhöhen.

2013-05-07 (db) Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) hat die Hilfsorganisation Beyond Autism bei einer Veranstaltung im Königlichen Institut in London (British Royal Institution) mit dem international renommierten Wissenschaftler, Professor Stephen Hawking unterstützt.

Studien hätten gezeigt, dass der Anteil der autistischen Kinder steige, mit 1 von 100 Geburten in Großbritannien und 1 zu 88 Geburten in den USA. In den 1980er Jahren war das Verhältnis noch deutlich niedriger, es lag bei etwa einem Kind pro 1.000 Geburten.

Autismus ist aktuell die zweithäufigste neurologische Erkrankung bei Kindern, die verstärkte Forschung in den letzten Jahren habe zu neuen Erkenntnissen im Zusammenhang über Ursachen, Diagnose und Therapie von Autismus geführt.

Professor Hawking hat das erste Mal an der Royal Institution als weltweit herausragende Physiker und Astrophysiker gesprochen. Im Jahr 1963, kurz nach seinem 21. Geburtstag, erkrankte Hawking selbst an ALS, eine Form der Motoneuron-Erkrankung, seine Lebensprognose betrug damals nur noch zwei Jahre.

Doch er setzte dessen unbeachtet seine Karriere als brillanter Forscher an der Universität von Cambridge und Professor am Gonville und Caius Institut fort. Seit 1979 ist er Professor an der Universität Cambridge, er hat dort den Lucasischen Lehrstuhl für Mathematik inne, den der Physiker Isaac Newton im Jahre 1663 begründete. Das berühmteste Zitat von Hawking lautet: „Mein Ziel ist einfach. Es ist ein vollständiges Verständnis des Universums.“ Hawking hat über ein Dutzend Ehrendoktorwürden und erhielt die Ernennung zum britischen Ehrenritter (CBE) im Jahr 1982. Im Laufe seiner Karriere hat er oft über die Herausforderungen in der Kommunikation für an Autismus oder ALS erkrankte Menschen gesprochen.

„Als international führender Versicherer will die AGCS ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und Beyond Autism bei der Wohltätigkeits-Veranstaltung mit Professor Hawking unterstützen. Hawking ist ein ausgezeichnetes Vorbild der Kinder mit Autismus inspirieren kann, und wir hoffen, dass diese Veranstaltung gezeigt hat, welchen großen Beitrag Beyond Autism für Kinder mit Autismus leistet“, begründete Carsten Scheffel, CEO von AGCS UK, das soziale Engagement seines Unternehmens

Professor Hawking erwiderte: „Die Arbeit die Beyond Autism leistet ist von unschätzbarem Wert, hier wird es Kindern mit Autismus ermöglicht, Grenzen zu überwinden und mit der Außenwelt in einer Weise zu kommunizieren, wie sie es sonst in ihrer Situation nicht könnten. Für Betroffene ist es in ihrer Situation das Beste über die wahrgenommene Einschränkungen hinaus zu gehen, es ist sehr wichtig, ich glaube fest an die Bedeutung dieser Wohltätigkeits- und Hilfsorganisation, und es ist toll, dass sie die Unterstützung eines großen Unternehmens wie der Allianz erfährt – vor allem in einer Zeit, wo auch Wohltätigkeitsorganisationen durch Sparmaßnahmen betroffen sind – es ist wichtig Kinder mit Autismus zu unterstützen und ihnen zu ermöglichen über ihre individuellen Grenzen hinaus zu gehen.“

Karen Sorab, Gründerin und CEO von Beyond Autism sagte: „Es ist fantastisch, die Unterstützung eines führenden Unternehmens und des global bekannten Stephen Hawking zu haben. Wir hoffen, dass diese Veranstaltung das Wissen über Autismus erhöht hat, und den Weg frei macht um vielen weiteren betroffenen Kindern zu helfen, ein völlig normales Leben zu führen.“

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

 

Debeka sorgt sich um Gesundheit in Deutschland

Dienstag, April 30th, 2013
Uwe Laue, Vorstandschef Debeka Versicherungen © Debeka

Uwe Laue, Vorstandschef Debeka Versicherungen © Debeka

Die Debeka Versicherungen vereinnahmten 2012 Einnahmen in Höhe von 12,8 Milliarden Euro 2012 und konnten mehr als 6,3 Milliarden Euro Leistungen an die Versicherten auszahlen. Debeka-Chef Laue warnt klar und deutlich, dass ein Zwang zur Bürgerversicherung, das deutsche Gesundheitswesen zerstöre.

2013-04-30 (db) Im Bereich der Privaten Krankenversicherung (PKV) baute die Debeka aus Koblenz ihre Marktführerschaft weiter aus und ist nunmehr nicht nur das mitgliederstärkste, sondern auch nach Beitragseinnahmen wieder das größte PKV-Unternehmen. Hier verbuchte die Debeka eine Einnahmensteigerung um 4,5 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro.

Die Versicherungsunternehmen der Gruppe wuchsen insgesamt um 5,5 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro. Zusammen mit ihrer Bausparkasse, die sogar einen zweistelligen Zuwachs um zehn Prozent verzeichnete, kam die Debeka auf Jahreseinnahmen in Höhe von 12,8 Milliarden Euro.

Die Bilanzsumme der Gruppe wuchs 2012 deutlich um 6,7 Prozent und übersprang erstmals die Marke von 80 Milliarden Euro. Die Kapitalanlagen stiegen insgesamt auf 78,2 Milliarden Euro. Zugunsten der Kunden des Gegenseitigkeitsversicherers stieg der Ertrag im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Aufgrund der über dem Markttrend liegenden Unternehmensentwicklung konnte die Debeka auch 415 neue Arbeitsplätze schaffen. So beschäftigte die Gruppe zum Jahresende 16.713 Angestellte – davon 2.108 Auszubildende. Die Zahl der Mitglieder, Versicherten und Bausparer wuchs im Jahr 2012 um 100.000 Personen auf 6,7 Millionen an.

Die Leistungsbilanz zeigt welche Versicherungsleistungen die Debeka erbringt und welche einzel- und volkswirtschaftliche Bedeutung ihr dabei zukommt. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr sieben Millionen Versicherungsfälle positiv abgeschlossen und dabei 6,3 Milliarden Euro an direkten Leistungen erbracht – zusammen mit den für die Versicherten reservierten Leistungen (wie Überschussbeteiligungen oder Alterungsrückstellungen) sogar 11,9 Milliarden Euro.

Im Bereich der PKV belief sich die Leistungsquote auf 103,4 Prozent. Das heißt, dass die Versicherten an direkten und indirekten Leistungen erhielten, als sie an Beiträgen überwiesen hatten. Ausgezahlt wurden hier 3,4 Milliarden Euro. In der Lebensversicherung kamen den Versicherten insgesamt 2,2 Milliarden Euro zugute. Davon waren es im Bereich der Deckungen für den Eintitt einer Berufsunfähigkeit 5.500 Leistungsfälle mit Versicherungsleistungen in Höhe von 45 Millionen Euro.

Die Debeka Allgemeine, der Schaden- und Unfallversicherer der Gruppe, konnte insgesamt 283.000 Versicherungsfälle abwickeln und Versicherten sowie Geschädigten 294 Millionen Euro auszahlen.

Versicherte verlieren 100 Millionen Euro im Jahr über falsche Verbraucherpolitik

„Wir sind mit den Jahresergebnissen sehr zufrieden“, stellt Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender der Debeka Versicherungen fest. „Betrachtet man die wirtschaftspolitische Lage und das schwierige Marktumfeld, haben wir sogar ein außerordentliches Jahr erlebt. Aufgrund unserer genossenschaftlichen Wurzeln erreichen wir mit kundenfreundlichem Denken und Handeln, das uns sogar Verbraucherschützer bestätigen, solide Ergebnisse, von denen ausschließlich unsere Mitglieder profitieren. Sorgen machen uns aber zunehmend populistische Stimmen, die die Arbeit der Versicherungswirtschaft für ihre Versicherten erheblich erschweren und in ein falsches Licht rücken. So verliert der Großteil unserer Lebensversicherungsmitglieder allein in diesem Jahr 100 Millionen Euro dadurch, dass ein Gesetz wegen angeblicher Klientelpolitik nicht zustande gekommen ist. Diese Klientel, das ist der Großteil unserer Versicherten, muss das nun ausbaden.

Auch die Riester-Rente wird systematisch einer wenig fundierten Kritik ausgesetzt, obwohl sie hohe, lebenslange Leistungen bietet und die Bürger dringend eine zusätzliche Altersvorsorge benötigen. Im Ergebnis werden immer mehr Menschen verunsichert und betreiben keine Altersvorsorge mehr.

Und die Private Krankenversicherung ist neuerdings der ausgemachte Klassenfeind, damit SPD, Grüne und Linke ihr Ziel weiter verfolgen können, wider besseres Wissen eine staatliche Einheitsversicherung einzuführen. Die Folge wäre, dass durch diese fragwürdigen politischen Interessen das hervorragende deutsche Gesundheitswesen zerstört würde. Alles Beispiele, die Versicherte und Bevölkerung nachhaltig verunsichern und schädigen.“      

Für die Debeka erwartet Laue im Jahr 2013 weiterhin ein gutes Unternehmenswachstum. Dies bestätigen die Ergebnisse aus den ersten drei Monaten. Dabei wird auch die neue geförderte Pflege-Zusatzversicherung eine Rolle spielen. Aufgrund des hohen Bedarfs in der Bevölkerung zählt die Debeka seit der Einführung Mitte Februar rund 20.000 neue Verträge. Damit ist abzusehen, dass sich der so genannte Pflege-Bahr zu einer sozialen Erfolgsgeschichte entwickelt wird.

Die neue Unisex-PKV ist die Beste aller Zeiten

Mit der Einführung der neuen Unisex-Tarife präsentierte die Debeka eine „neue Welt der PKV“, mit der man nicht nur deutliche Produktverbesserungen vorge­stellt, sondern auch die wesentlichen „Hausaufgaben“ – die insbesondere Verbraucherschützer der PKV immer wieder zur Verbesserung aufgegeben haben – abgearbeitet hat.

Dazu erläutert der Debeka-Chef Laue: „Von Beitragsexplosionen kann bei der Debeka keine Rede sein. Notwendige Anpassungen bewegen sich in einem Rahmen, der von unseren Mitgliedern akzeptiert wird. Wir haben die Beitragsproblematik im Alter gelöst – hier greifen die vom Gesetzgeber und uns eingeleiteten Maßnahmen.

Dazu gehört ins­besondere die Kapitaldeckung, also der planmäßige Aufbau von Alterungsrückstellungen, die der GKV gänzlich fehlen. Sie sind die beste Antwort auf die demographische Entwicklung. Bei uns gibt es keine Provisionsexzesse, weil wir kostengünstig kalkulieren und arbeiten. Billigtarife mit niedrigen Leistungen hatten wir nie im Angebot. Unseren hohen Leistungskatalog haben wir sogar noch weiter aus­gebaut.

Und den Vorwurf einer „Rosinenpickerei“ bei der Aufnahme von Versicherten sind wir auch angegangen. Wir verweigern keinem Angestellten, der sich erstmals bei der Debeka versichern kann, die Aufnahme.

Mit all diesen Punkten haben wir die beste PKV aller Zeiten geschaffen und auch einen Meilenstein für die Branche gesetzt. Bereits jetzt zeigt sich, dass viele Unternehmen nachziehen. Ich gehe so weit zu sagen, dass wir die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Vollfunktionalität der PKV verwirklicht haben. Wir haben damit den Kritikern die Argumente genommen.“

Wollen SPD, Grüne und Linke das Gesundheitswesen nachhaltig zerstören?

Im Zusammenhang mit den anhaltenden Reformdebatten, insbesondere der Forderung nach Einführung einer Bürgerversicherung, warnt Laue Befürworter dieser Vorschläge eindringlich davor, das funktionierende System zwischen GKV und PKV zu demontieren.

„Eine Bürgerversicherung zerstört das deutsche Gesundheitswesen und gefährdet die gute Versorgung von Millionen von Menschen. Die Pläne von SPD, Grünen und den Linken stellen keine Lösung für die in der Zukunft drohenden Probleme der Krankenkassen dar. Sie sind nur ideologische Werbebotschaften, die die Menschen und vor allem die Wähler auf populistische Weise in die Irre führen sollen. Das sind Luftschlösser, die in der Realität sehr schnell auf dem Boden aufschlagen.

Fakt ist, dass ein System, das mit 90 Prozent der Bevölkerung nicht zukunftsfähig ist, auch mit 100 Prozent nicht besser wird. Wie in der gesetzlichen Rentenversicherung wird es auch in der gesetzlichen Krankenversicherung aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung zu massiven Problemen kommen. Diese werden sich ohne die PKV und den überlebenswichtigen Wettbewerb zweier Systeme noch verstärken“, macht Laue deutlich.

Die PKV leiste mit zehn Milliarden Euro jährlich einen erheblichen, zusätzlichen Beitrag für das gesamte Gesundheitswesen. Nur dadurch seien viele Ärzte und Krankenhäuser wirtschaftlich leistungsfähig, führt Laue aus. Durch die Zahlungen der Privatpatienten würden beispielsweise im Krankenhaus die Allgemeinen Pflegeleistungen finanziell gestützt oder die Anschaffung medizinischer Geräte eher ermöglicht. Damit sichere die PKV auch die Gesundheitsversorgung der gesetzlich Versicherten.

Laue spricht als Versicherungsmanager aus, was Experten für das deutsche Gesundheitssystem längst wissen, aber kaum in Deutschland den Menschen bekannt ist:

„Ein Einheitssystem führt wie in England zu einer staatlich regulierten Einheitsmedizin. Dort warten Patienten zum Beispiel 180 Tage auf eine Hüft-Operation, Selbstzahler dagegen 20 Tage. In Deutschland sind es zum Vergleich heute für GKV-Versicherte 28 Tage, für Privatversicherte 19. Das duale Versicherungssystem hat sich in Deutschland somit grundsätzlich bewährt. Ein überdurchschnittlich hohes Leistungs- und Versorgungsniveau wird mit vergleichsweise niedrigen Kosten erreicht.

Am Ende einer Einheitsversicherung stünde dagegen eine echte Zwei-Klassen-Medizin, denn Wohlhabende erkaufen sich dann erst recht bessere Leistungen. Der Rest der Bevölkerung bleibt damit – pseudosozialistisch einheitlich – auf der Warteliste.“

Fazit: Klare Worte vom Marktführer in der privaten Krankenversicherung. Die Zeiten scheinen vorbei, wo verantwortliche Manager zu politischen Forderungen und parteipolitischen Utopien schweigen. Der Wahlkampf ist in Deutschland längst eröffnet, da gilt es Wahlprüfsteine aufzustellen, das deutsche Gesundheitswesen ist ein wichtiger – Gesundheitspolitik und ihre Folgen betrifft alle Menschen.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken