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Urlaub mit Hund – Haftung für Tiere

Donnerstag, August 10th, 2017

Die beste Tierversicherung

Darüber reden seit 2015 die Hunde – wie sind wir versichert? /Foto: db Media Dietmar Braun


Die Gothaer Versicherungen melden heute aktuell in der Urlaubszeit eine forsa-Umfrage im Auftrag der Gothaer Versicherung aus dem Jahr 2015.

Vor über zwei Jahren ergab die Studie der Gothaer Versicherungen dass 40 Prozent der Hundebesitzer ihren Hund grundsätzlich mit in den Urlaub nehmen. 22 Prozent nehmen ihr Tier manchmal mit, 28 Prozent lassen es grundsätzlich zu Hause.

Beliebte Reiseziele sind beispielsweise Nord- und Ostsee: 56 Prozent der Hundebesitzer, die ihren Hund mit in den Urlaub nehmen, bevorzugen Strandurlaub im Norden, 37 Prozent zieht es in die Berge. Deutlich weniger, nämlich 19 Prozent, buchen einen Strandurlaub im Süden. Klar, denn die lange Anreise und die hohen Temperaturen machen den Vierbeinern zu schaffen.

Hat die zwei Jahre alte Umfrage, welche die Gothaer über zwei Jahre später zum Inhalt einer aktuellen Medienmitteilung Ende 2017 macht, noch einen aktuellen Wert? Vermutlich schon.

Die Menschen gehen nach wie vor in den Sommerferien in Urlaub und einige nehmen ihren Hund mit.

Ungewohnte Umgebung – ungewohntes Verhalten?
Mit großem Abstand ist die Ferienwohnung die beliebteste Unterkunft bei den Hundebesitzern. Rund 65 Prozent entscheiden sich für diese Variante. Aber was, wenn der Hund sich in der ungewohnten Umgebung ungewöhnlich verhält? Wenn der sonst so gehorsame Vierbeiner beispielsweise nicht mehr auf die Kommandos seines Herrchens hört?

Jeder zehnte Hundebesitzer sorgte sich im Jahr 2015 darum, dass sein Hund aggressiv gegenüber fremden Personen oder anderen Hunden wird bzw. dass ihr Hund Schäden oder Verunreinigungen in der Unterkunft verursacht. Das könnte laut der aktuellen Medienmitteilung der Gothaer auch über zwei Jahre später nach der forsa-Umfrage noch der Fall sein. So vermuten es zumindest Ende 2017 die Mitarbeiter in der Gothaer Pressestelle.

Halter haftet für Schäden, die der Hund anrichtet
Die Haftung muss stets der Tierhalter übernehmen. Der Hundehalter muss für sämtliche Schäden aufkommen, die das Tier anrichtet – auch im Ausland. Wer mit seinem Hund in den Urlaub fährt, sollte also gut versichert sein. Da reicht die normale Privathaftpflicht nicht aus.

„Egal, ob ein Hund einen Badegast verletzt, sich von der Leine losreißt und einen Verkehrsunfall verursacht oder das Sofa in der Ferienwohnung zerkratzt – in all diesen Fällen muss letztlich der Tierhalter für die Kosten aufkommen. Allein bei Schäden an der Einrichtung kann schnell ein Betrag in vierstelliger Höhe zusammenkommen“, sagt zu dem Thema Markus Wulfert, ein Mitarbeiter der Gothaer, in der aktuellen Medienmitteilung.

70 Prozent haben eine Tierhalterhaftpflicht
Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) sind nur 70 Prozent der sieben Millionen Hunde in Deutschland haftpflichtversichert. Insgesamt würden die Vierbeiner rund 100.000 Schäden im Jahr mit einem Schadenaufwand von etwa 80 Millionen Euro verursachen.

Dietmar Braun (db)

Durch Schaden klüger – billiger Schutz zahlt nicht

Freitag, Juli 28th, 2017

Nur Elementarschaden hilft bei Starkregen

Briefkasten trocken – Keller unter Wasser. Was jetzt? Billig versichert – oder richtig gesichert? /Foto: db media Dietmar Braun


Billigen Versicherungsrat oder billige Versicherungsdeckungen gibt es nicht. Wenn es brennt oder das Eigenheim unter Wasser steht zählt nur die Kompetenz der Kümmerer.

Der Stark- und Dauerregen der vergangenen Tage hat in Niedersachsen und anderen Teilen Deutschlands für überschwemmte Altstädte und unter Wasser stehende Keller gesorgt. Binnen 24 Stunden ist in vielen Regionen mehr Regen heruntergekommen als normalerweise im ganzen Monat Juli.

Stark-Regen hinterlässt Chaos
Durch Unwetter können an Industrieanlagen, Häusern, Hausrat und Autos hohe Schäden entstehen. Nicht selten stehen Hausbesitzer, oder Mieter nach dem Unwetter vor einem großen Chaos. Es stellt sich nicht nur die Frage, wie das Gebäude schnellst- und bestmöglich wieder instand gesetzt werden kann, sondern auch wer die Kosten dafür trägt. Wer also zahlt in diesen Fällen?

Essentieller Elementarschutz
Wohngebäude- und Hausratversicherung als Standarddeckung sehen nicht Lösungen zur Entschädigung für alle Naturereignisse vor. Wie immer bei Versicherungen, entscheidet hier die Kompetenz des Versicherungsmakler oder Vermittler, ob das Konzept die Risiken deckt.

„Für Schäden, die beispielsweise durch Überschwemmungen und Starkregen entstehen, ist jeweils eine zusätzliche Elementardeckung nötig. Nur dann übernimmt die Versicherung Kosten für Reparaturarbeiten am Wohngebäude wie etwa eine Gebäudetrocknung oder Instandsetzung des Mauerwerks“, sagt Dr. Harald Neugebauer, Leiter der Schadenabteilung bei den Gothaer Versicherungen.

Eine Elementar-Zusatzdeckung in der Hausratversicherung kommt für beschädigtes oder zerstörtes Wohnungsinventar auf – ersetzt wird der Wiederbeschaffungswert.
60 Prozent der deutschen Immobilien bei Natur-Risiken ungeschützt

„Eine Elementarversicherung sollte immer zusätzlich zu einer Gebäude- oder Hausratversicherung abgeschlossen werden“, so der Experte Neugebauer in der Nachschau zu eingetretenen Wasserschäden.

Nur so seien beispielsweise auch Schäden durch Unwetter und Rückstaus in der Kanalisation gedeckt.

Genau dieser Teil des Versicherungsschutzes fehle laut Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) etwa 60 Prozent der Deutschen für ihr Eigenheim oder den gewerblichen Kunden für ihre Betriebe. Das ist logisch, da diese Risiken ja ein erhöhtes Risiko für den Versicherer als Risikoträger darstellen.

Wie sollten sich Versicherte im Schadenfall verhalten?

Den Schaden sofort melden!
Versicherungsnehmer sollten ihre Versicherung so schnell wie möglich über einen Schadenfall zu informieren. Eine detaillierte Schadenaufstellung kann später nachgereicht werden.

Folgeschäden vermeiden!
Versicherungsnehmer sollten alles Zumutbare tun, um den Schaden so gering wie möglich zu halten – zum Beispiel beschädigte Dachfenster mit einer Plane abdecken, Wasser abpumpen oder Einrichtungsgegenstände aus dem Keller, sofern ohne Gefährdung möglich, in Sicherheit bringen.

Dokumentieren!
Versicherungsnehmer sollten Schäden in Fotos und Videos genau festhalten.

Rücksprache!
Bevor Versicherungsnehmer eine Reparatur in Auftrag geben, sollten sie unbedingt Rücksprache mit dem Versicherer halten.

Archivieren!
Quittungen, beispielsweise von Reparaturarbeiten, für die Steuererklärung aufheben.

Fazit: Sorgen Sie nicht nur für die umfassende Risiko-Deckung in Zusammenarbeit mit dem Versicherungsmakler ihres Vertrauens oder kompetenten Versicherungsberater, sondern sammeln sie auch Belege über ihr Eigentum und Eigenheim, um im Schadensfall alle Werte belegen zu können. (db)