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Mangelnde Kompetenz gefährdet die Gesundheit

Montag, April 18th, 2016

Gesundheits-Ratgeber im Internet haben Mängel. Einige stellen sogar eine reale Gefahr dar. Ein Krankenversicherer und eine Hochschule warnen Nutzer vor mangelnder Gesundheitskompetenz.

Rotes Stethoskop auf schwarzer Tastatur

2016-04-18 (db) Das Gesundheitsbewusstsein der deutschen Bevölkerung ist nicht besonders ausgeprägt, obwohl auch aufgrund der Kosten-Entwicklung im Gesundheitssystems der Einzelne künftig noch mehr Eigenverantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen muss. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Gesundheitsökonomie an der Steinbeis-Hochschule in Berlin.

25 Prozent der befragten PKV-Versicherten gaben im Rahmen einer aktuellen Studie an, Schwierigkeiten bei der individuellen Beurteilung zu haben, welche Alltagsgewohnheiten mit der Gesundheit zusammenhängen würden.

„Gesundheitskompetenz ist deshalb ein entscheidender Faktor für die individuelle Gesundheit. Ein gesundheits-kompetenter Bürger sollte Hinweise zur Selbstversorgung verstehen, Anpassungen seines persönlichen Lebensstils planen und umsetzen, an gesundheitsfördernden Maßnahmen teilnehmen und ausreichend fundierte Entscheidungen hinsichtlich seiner Gesundheit treffen“, sagt Professor Dr. Bernd Brüggenjürgen von der Steinbeis-Hochschule Berlin.

„Neben der Bereitschaft zu einem gesunden Verhalten bedarf es auch eines umfassenden Gesundheitswissens und der Fähigkeit, mit Informationen zielgerichtet umgehen zu können“, sagt Ralf Kantak, Vorstandsvorsitzender der Süddeutschen Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit (SDK).

Der Versicherungsmanager weist auf die oftmals mangelnde medizinische Informations-Qualität vieler elektronischer Medien und Web-Seiten mit Apps oder Fitness-Trackern hin. Diese würden den Nutzer oftmals mehr verunsichern, als dass er zielgerichtete Hilfe erfahre.

Internet-Service ist potentiell gesundheitsgefährdend

Technische Mängel, Anwendungsfehler oder falsche Schlussfolgerungen könnten bei den Informationsdiensten zum Thema Gesundheit im Internet sogar potentielle Quellen für Gefahren sein. Indem sich ein Nutzer und Anwender in falscher Sicherheit wiege, nehme dieser möglicherweise eine sinnvolle Vorsorgeuntersuchung nicht wahr. Schwierig sei vor allem die Beurteilung, welche Informationen in den Medien vertrauenswürdig seien. Bislang fehle es an entsprechenden Qualitätsstandards.

„Die Ergebnisse zum Thema Gesundheitskompetenz und unsere strategische Ausrichtung als Gesundheitsspezialist sind für uns Verpflichtung, dem Bereich der Prävention mehr Gewicht einzuräumen“, so Kantak.

Gesundheitsbewusstes Verhalten sei eine Investition in die Zukunft, die die Lebensqualität sichern helfe. Die SDK sehe sich als Gesundheitsspezialist in der Verantwortung, ihre Versicherten bei Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit zu unterstützen und entsprechende Maßnahmen anzubieten.

Dazu zählen Präventionskurse, die gezielt dabei helfen, drohenden Krankheiten wie beispielsweise chronischen Rückenleiden vorzubeugen. Durch die regelmäßige Teilnahme an Gesundheitskursen haben die Versicherten die Chance, fit und aktiv zu bleiben.

Der Vorsorgetarif der SDK („Vorsorge privat“) sei die ideale Ergänzung für alle, die mehr wollten als die medizinische Grundversorgung. Zu dem Leistungsangebot gehören Vorsorgeuntersuchungen und Präventionsmaßnahmen zur Früherkennung und Vorbeugung von Krankheiten, medizinische Vorsorgeleistungen und Schutzimpfungen inkl. der Grippeschutzimpfung ohne Altersbeschränkung, Tollwut und FSME (Zeckenschutz).

Ebenso biete der Versicherer Leistungen für Präventionskurse wie Yoga oder Kurse zur Gewichtsreduktion. Für psychologische Hilfestellungen steht ein Beratungstelefon zur Verfügung. Eine Vielzahl weiterer zertifizierter Kursangebote reicht von der Bewegung über die Entspannung bis hin zur Ernährung. Bei chronischen Erkrankungen kommen spezielle Gesundheitsprogramme zum Einsatz. Früherkennung und Verhinderung von Krankheiten durch Vorsorgeuntersuchungen, Präventionsleistungen und ein Gesundheitstelefon sind ebenfalls wichtige Angebote im Rahmen der betrieblichen Krankenversicherung (bKV).

Dietmar Braun

Beim Einkauf etwas für die Rente tun

Dienstag, August 12th, 2014

Beim Einkaufen im Internet etwas für die eigene private Rente tun – das ist das neue Konzept welches Versicherungsgruppe „die Bayerische“ erfolgreich ihren Kunden bietet. Der Versicherer aus Bayern legt eine positive Halbzeitbilanz vor.

2014-08-12 (db) Die Versicherungsgruppe „Die Bayerische“ aus München meldet für die erste Jahreshälfte Erfolge in der Personen- und Sachversicherungssparte. Der Absatz in der Sparte Personenversicherung stieg im Segment Lebensversicherungen um 42 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres an, gemessen in der Netto-Beitragssumme (ohne Einmalbeiträge). Auch die neu entwickelten Tarife im Bereich der Schaden-Haftpflicht-Unfall-(SHU)-Versicherungen führten zu einer Steigerung des Neugeschäftes in Höhe von 104 Prozent bezogen auf den Netto-Jahresbeitrag.

„Die sehr gute Entwicklung unserer Gruppe zeigt, dass die eingeschlagene Wachstumsstrategie der Bayerischen greift“, erläutert Vorstand Martin Gräfer. „Wir sind zuversichtlich, auch in Zukunft überdurchschnittlich wachsen zu können. Nicht zuletzt trägt dazu unser Versprechen „Versichert nach dem Reinheitsgebot“ bei, mit dem wir uns gegenüber dem Wettbewerb differenzieren.“

Die mittelständische bayrische Versicherungsgruppe erwarte für 2014 insgesamt eine Steigerung der Prämieneinnahmen – nach einer marktüberdurchschnittlichen Zunahme der gebuchten Beiträge um elf Prozent im Geschäftsjahr 2013.

Beim Einkaufen im Internet die eigene Rente aufbessern

Dazu beigetragen habe, laut Pressemitteilung, vor allem die Produktentwicklung im Bereich der Lösungen zur Einkommenssicherung und zur Berufsunfähigkeit. Hervorragend sei das neuartige Konzept für die private Altersvorsorge, auf dessen Basis die Kunden durch Einkäufe im Internet über einen Cash-back-Bonus zusätzliche Gutschriften zu Gunsten ihrer privaten Rente sammeln können („Plus Rente“).

Dietmar Braun, freier Fachjournalist

Informationsportal oder Vermittler?

Montag, Dezember 9th, 2013

2013-12-09 (db) Welche Rolle übernehmen Internetriesen wie Amazon, Apple oder Google künftig in der Finanzwelt? Vieles weist darauf hin dass diese mehr lukrative Aufgaben als Finanzdienstleister an sich ziehen wollen.

Experimente und Patentanmeldungen wie „Google Wallet“, das „Payment-System“ von Amazon oder das „Ad-hoc-Cash-Dispensing-Network“ von Apple scheinen zu bestätigen, dass hier mächtige Konkurrenz in Form neuer Vertriebswege antreten könnte.

Zu diesen Projekten zählten auch die Vergleichsportale für Versicherungen, welche Google in mehreren Ländern bereits erfolgreich lancierte – so zuerst in den USA und in Großbritannien.

Frankreich-Start von Google ist vorerst beendet

Allerdings gab der Internet-Gigant Google aktuell sein Versicherungs-Vergleichsportal in Frankreich schon wieder auf – nach nur drei Monaten. Google startete in Frankreich im Sommer 2013 mit einem Vergleich für Autoversicherungen. Völlig überraschend ist damit nun Schluss. Google habe bereits Ende Oktober 2013 die Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Versicherungen beendet. Das Vergleichs-Portal hat seine Pforten geschlossen, berichtete das französische Versicherungsportal „l’argus de l’assurance“ bereits Anfang November 2013.

Wirft man einen Blick auf das französische Vergleichsportal, dann erfährt der Nutzer dort, dass der Vergleichsdienst vorübergehend nicht verfügbar sei. „Wir haben unseren KFZ-Versicherungsvergleich vorübergehend ausgesetzt“, steht dort. Auf Mediennachfrage nennt Google „strategische Gründe“. Der Konzern wolle sich zunächst auf den angelsächsischen Markt konzentrieren.

Deutschland-Start von Google ist verschoben

In Deutschland hätte ein solches Preisvergleichs-Internetportal für Autoversicherungen bereits im September 2013 starten sollen. Hier scheint die Sache für den Internet-Gigant sehr komplex zu sein. Google wolle den Start seines Vergleichsportals „Compare“ auf 2014 verschieben, heißt es aus Versicherungskreisen. Allerdings ist auch bekannt, dass Google mit dem Allianz-Konzern Gespräche geführt hat. Dessen Vorstandschef beruhigte in den Medien mit den Worten: „Es ist normal, dass sich Marktführer unterhalten.“

Fazit: Eine wichtige Rolle als Informationsportal und Plattform für Kundenerfahrungen und deren Bewertungen haben die Marktführer im Internet bereits heute. Viele Nutzer informieren sich über die Angebote von der Assekuranz und Banken auch im Internet. Bei der individuellen Beratung, dem Verkauf, der Haftung und im Service „menschelt“ es aber gewaltig. Hier dominiert noch das Gespräch von Mensch zu Mensch über dem Monolog zwischen Mensch und Maschine.

Dietmar Braun