Posts Tagged ‘Lebensversicherung’

Direktversicherer hat Vorteile

Dienstag, Juli 18th, 2017

Ohne Werbung Versicherungen verkaufen

Beratung- und Werbverzicht senkt Kosten. /Foto: © db media Dietmar Braun


Wer auf persönliche Beratung vor Ort, Kompetenz, Betreuung und Haftung verzichten kann, der wird von Direktversicherer kostengünstig bedient. Die Kosten für Beratungsaufwand und Akquise machen sich bemerkbar. In digitalen Zeiten gibt das Direktversicherer zusätzlichen Aufwind.

Die Cosmos Lebensversicherungs-AG, als Direktversicherer der Generali Group, hat sich in diesem Jahr erneut der Beurteilung durch die unabhängige Rating-Agentur ASSEKURATA gestellt. Für die Bewertung wurde nicht-öffentliches Datenmaterial des Unternehmens herangezogen.

Die Ergebnisse zu den wichtigen Teilqualitäten Sicherheit, Erfolg, Kundenorientierung und Wachstum/Attraktivität im Markt spiegeln laut ASSEKURATA die aus Kundensicht zentralen Qualitätsanforderungen an das Unternehmen wider. Zum 12. Mal in Folge erhält die Cosmos Lebensversicherungs-AG die Bestnote A++.

Exzellente Sicherheiten
Die Cosmos Lebensversicherungs-AG erhält in drei von vier Teilqualitäten das Prädikat „exzellent“: Sicherheit, Erfolg und Kundenorientierung. Bei der Teilqualität Erfolg verbessert sich das Unternehmen von „sehr gut“ auf „exzellent“.

Maßgebend für das Ergebnis ist auch der Geschäftsmix mit starker Fokussierung auf die Absicherung biometrischer Risiken. Durch die bewusste Unternehmensentscheidung, das Einmalbeitragsgeschäft deutlich zu reduzieren, ändert sich das Ergebnis im Bereich Wachstum/Attraktivität im Markt von „sehr gut“ auf „gut“.

Laut ASSEKURATA zeichnet sich die Cosmos Lebensversicherungs-AG durch eine „exzellente“ Kundenorientierung und Sicherheitslage aus.

Die aufsichtsrechtliche Bedeckung der Sicherheits-Anforderungen gemäß den Bestimmungen Solvency II erfüllt die Cosmos Lebensversicherungs-AG zum 31.12.2016 zu 542 Prozent.
Aufgrund der Einbindung in die Generali Group profitiert der deutsche Direktversicherer beim Risikomanagement in einem hohen Maße vom Know-how einer international aufgestellten Versicherungsgruppe.

Fazit: Trotz einem hohen Aufwand für Marketing und Werbung erweisen sich Direktversicherer als sehr robust. Das ist leider ein Hinweis, dass die Vertriebskosten und Aufwendungen für die vor Ort persönliche beratene Alternativen zu hoch sein könnten. Die Vorschläge von Maklerverbänden und Versicherungsmaklern die Courtage für den Erstabschluss zu senken und die Betreuungs-Courtage zu erhöhen macht da Sinn.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Information zur Generali Group

Engemann wird Bindeglied bei Dialog

Donnerstag, April 7th, 2016

Die Generali Gruppe bündelt ihren Maklervertrieb beim Biometrie-Spezialist und Maklerversicherer Dialog. Ein Manager verantwortet und koordiniert künftig den Vertrieb in München und Augsburg.

2016 Dialog Engemann Olaf-Axel Blog DB

Olaf-Axel Engemann, Generallbevollmächtigter Vertrieb Dialog Lebensversicherung AG © Dialog

2016-04-07 (db) Die Dialog Lebensversicherungs-AG in Augsburg meldet, dass seit 1. April 2016 Olaf-Axel Engemann (51) der neue Generalbevollmächtigte Vertrieb Deutschland ist. Seine bisherige Funktion als Bereichsvorstand Unabhängige Vertriebspartner Generali (UVG) bei den Generali Versicherungen in München behält er zusätzlich bei. Mit dem Übergang des Makler-Lebensgeschäfts von den Generali Versicherungen auf den Maklerversicherer Dialog stellt Engemann in seiner Doppelfunktion die Klammer zwischen beiden Vertrieben dar.

Der gelernte Versicherungskaufmann und studierte Betriebswirt kam 2004 zur deutschen Generali Gruppe. Nach Tätigkeiten als Leiter der Vertriebskoordination der Holding und als Bereichsleiter Vertriebsservice bei den Generali Versicherungen übernahm er 2013 seine heutige Funktion bei den UVG.

„Wir freuen uns, dass Olaf-Axel Engemann seine Erfahrung und Kompetenz in der Leitung eines großen Vertriebes nun auch in die Dialog einbringen wird. Seine Doppelfunktion als Leiter zweier Vertriebe stellt die ideale personelle Lösung für die erfolgreiche Zukunft unseres Maklergeschäfts dar“, sagt Michael Stille, Vorstandsvorsitzender der Dialog Lebensversicherungs-AG, zur Personalie.

Dietmar Braun

Lohnt sich Lebensversicherung?

Montag, August 11th, 2014

Die klassische deutsche Lebensversicherung ist nach dem Lebensversicherungs-Reformgesetz in der Zukunft mehr als nur ein Spar- oder Kapitalanlageprodukt. Nach der Reform bräuchten die Menschen und die Unternehmen Makler als Facheinkäufer mehr denn je, für Marktvergleiche und Bestands-Sanierungen, so Deutschlands größte Maklergenossenschaft.

2014-08-11 (db) Die VEMA e.G., als größte deutsche Maklergenossenschaft, meldet zum, seit dem 7. August 2014 in Kraft getretenen, Lebensversicherungs-Reformgesetz (LVRG), dass dieses vor allem die private Altersvorsorge über langfristige klassische Kapitallebensversicherung und die private Rentenversicherung wieder stärke.

LVRG stärkt die lebenslange Privatrente

Ein Bank-Sparplan, so die Maklergenossenschaft, sei keine Alternative zur biometrischen Lösung über eine klassische deutsche Lebensversicherung. Ein späterer Entnahmeplan auf eine Bankeinlage könne am Ende sogar dazu führen, dass das Geld im Alter einfach nicht ausreicht. Aus einem Sparplan mit Bankprodukten könne bei Rentenbeginn und später nur so viel entnommen werden, wie zuvor angespart wurde.

Die Lebensversicherer garantieren im Gegensatz dazu eine bestimmte Rente bis ans Lebensende – völlig unabhängig davon, ob der Versicherte nun 80 Jahre, stolze 110 Jahre oder mehr alt wird.
Das Geld reicht für den 365-Tage-Urlaub jedes Jahr auf das Neue. Die private Rente wird zuverlässig Monat für Monat ausbezahlt. Wenn es reicht, dann reicht es, vor allem mit lebenslanger Garantie, so laute die moderne Formel für Wohlstand bis ins hohe Alter.

„Der Gesetzgeber hat in Deutschland mit den staatlich geförderten Vorsorgeprodukten wie Riester- und Rürup-Rente sowie der steuerbegünstigten betrieblichen Altersvorsorge nach § 3 Abs. 63 EStG attraktive Rahmenbedingungen für private Vorsorge geschaffen. Unabhängige Versicherungsmakler helfen bei der optimalen Auswahl, der individuellen Ausgestaltung und kaufen mit Ihren Kunden den besten Versicherungsschutz beim richtigen Versicherer“, erläutert Andreas Brunner, Vorstand der Maklergenossenschaft VEMA e.G. die Bedeutung seines Berufstandes, dem der Versicherungsmakler.

Um ab dem 67. Lebensjahr über eine lebenslange monatliche Zusatzrente von 500 Euro zu verfügen muss ein heute 25jähriger im Durchschnitt bei einer Lebensversicherung nur 90 Euro im Monat investieren. Ein heute 45jähriger muss für eine lebenslange Monatsrente in gleicher Höhe bereits durchschnittlich 270 Euro monatlich investieren. Das wird sich aber lohnen, da diese private Zusatzrente lebenslang geleistet wird – garantiert!

Lebensversicherer investieren sehr nachhaltig

Der Versicherungsexperte Manfred Poweleit (Map-Report) sieht in dem künftig stark veränderten Anlageverhalten der Lebensversicherer die Ursache eines neuen positiven Trends, denn „in den Kapitalanlage-Abteilungen der Lebensversicherer sitzen eigene Profis, die ihren Job können. Statt auf den Bundesschrott deutscher Staatsanleihen zu aktuellen Niedrigzinsen zuzugreifen, wurde in Anleihen anderer Länder und Unternehmen investiert.“ Die Verantwortlichen haben konsequent stärker in Länder investiert, die eine vergleichbare Bonität wie Deutschland, aber auskömmlichere Zinsen ausweisen. Auch der Markt für Unternehmensanleihen ist mit der gebotenen kaufmännischen Vorsicht stärker bedient worden.

Staat stärkt Lebensversicherer, aber Makler-Rat wird notwendiger

„Die klassische Lebensversicherung ist durch die Reform-Gesetze sicherer geworden. Künftig ist es erlaubt Bewertungsreserven zu Gunsten der langfristig Versicherten einzusetzen. Auch das aktuelle BGH-Urteil über die Gültigkeit von älteren Lebenspolicen, weist die Altersvorsorge-Gegner unter den Verbraucherschützern, in die Schranken. Allerdings ist die Auswahl der richtigen Lebensversicherer für das Neugeschäft mit privaten Kunden und Sanierungen betrieblicher Altersvorsorge eine Domäne für Makler, da es auch schwache Anbieter im Markt gibt und geben wird.“, merkt Brunner kritisch an.

Dietmar Braun, freier Fachjournalist

Targo Leben mit Rendite und Bonität

Donnerstag, Dezember 12th, 2013

2013-12-12 (db) Die Targo Lebensversicherung AG, ein exklusiver Versicherungspartner der Targobank, will ab dem 1. Januar 2014 seinen Kunden eine Gesamtverzinsung für Kapital- und Rentenversicherungen – unter Einrechnung des Schlussüberschussanteils und der Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven – von 5,0 Prozent (2013: 5,3 Prozent) bieten. Die darin enthaltene laufende Verzinsung liegt bei 4,0 Prozent (2013: 4,3 Prozent).

Iris Klunk, Vorstandschefin Targo Leben

Iris Klunk, Vorstandschefin Targo Leben

„Mit einer Gesamtverzinsung von 5,0 Prozent sind wir mit Blick auf die Kapitalmärkte mit den Targo Versicherungen weiterhin sehr gut aufgestellt“, so Iris Klunk, Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft. Die hohe Überschussbeteiligung und Gesamtverzinsung liege an der Kapitalanlagestrategie sowie einer günstigen Kostenstruktur.

Für Verträge gegen Einmalbeitrag gibt es eine geringere Verzinsung. Dort erhalten Kunden im neuen Jahr eine Gesamtverzinsung ihres Guthabens – unter Einrechnung des Schlussüberschussanteils und der Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven – von 4,0 Prozent (2013: 4,3 Prozent). Die darin enthaltene laufende Verzinsung liegt bei 3,7 Prozent (2013: 4,0 Prozent).

Beste Bonität im Rating

Die stabile und sichere Situation der TARGO Versicherungen lässt sich an den entsprechenden Kennzahlen und Ratings ablesen. Die unabhängige Ratingagentur Assekurata verlieh der Targo Lebensversicherung AG zum wiederholten Mal in Folge ein A+ (sehr gut, 10/2013). In den Teilqualitäten Sicherheit und Gewinnbeteiligung erreicht die TARGO Lebensversicherung AG jeweils die Höchstnoten.

Im Januar 2012 stufte die renommierte Ratingagentur Standard & Poor’s das „Insurer Financial Strength Rating“ der Targo Lebensversicherung AG von „A“ auf „A+“ mit stabilem Ausblick hoch. Die Heraufsetzung honorierte die starke operative Ertragskraft und die gute Kapitalisierung der Gesellschaft. Das sehr gute Finanzstärke-Rating der Gesellschaft wurde zuletzt am 12. Juni 2013 von Standard & Poor’s bestätigt.

Dietmar Braun, freier Fachjournalist Assekuranz und Banken

Dietmar Braun

Allianz Leben deklariert für 2013 hohe Verzinsung

Donnerstag, Dezember 5th, 2013

Die rund zehn Millionen Kunden der Allianz Lebensversicherungs-AG (Allianz Leben) dürfen sich freuen. Sie erhalten eine attraktive Verzinsung ihrer Altersvorsorge. Die gesamte Verzinsung liegt 2013 bei mindestens 4,2 Prozent (Vorjahr: 4,5 Prozent). Sie setzt sich zusammen aus der laufenden Verzinsung von 3,6 Prozent sowie dem Schlussüberschuss und einem Sockelbetrag für die Beteiligung an den Bewertungsreserven der Kollektive von zusammen 0,6 Prozent.

2013-12-05 (db) Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) seit Jahren verfolgte expansive Geldpolitik bestimmt weiterhin das niedrige Zinsniveau festverzinslicher Wertpapiere. Diese gehören aufgrund ihrer hohen Sicherheit zu den bestimmenden Kapitalanlageklassen der Lebensversicherer. Eine nachhaltige Zinssteigerung bei festverzinslichen Wertpapieren ist vor dem Hintergrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik der EZB sowie der Wirtschaftsprognosen nicht zu erwarten.

„Dank unserer Finanzstärke sowie der langfristig ausgerichteten und breit gestreuten Kapitalanlagen können wir unseren Kunden weiterhin eine sehr attraktive Verzinsung bieten“, sagt Markus Faulhaber, Vorstandsvorsitzender und Aktuar der Allianz Leben.

Markus Faulhaber Allianz AG

Gerade in der aktuellen Phase niedriger Marktzinsen zeigten sich die Vorteile eines effizienten Risikomanagement, einer professionellen, weltweit ausgerichtete Kapitalanlagepolitik von einem Lebensversicherer der über eine hohe Ertragskraft verfüge, stellt der Vorstandsvorsitzende selbstbewusst fest.

„Davon profitieren unsere Lebensversicherungskunden. Sie können gegenwärtig bei anderen sicheren Anlageformen keine bessere Rendite erzielen“, ist sich Faulhaber sicher.

Zur laufenden Verzinsung von 3,6 Prozent in 2013 (2012: 4,0 Prozent) kommen 0,6 Prozent (2012: 0,5 Prozent) aus dem Schlussüberschuss und dem Sockelbetrag für die Beteiligung an den Bewertungsreserven hinzu. Beide Komponenten werden während der Vertragslaufzeit angespart und bei Vertragsablauf ausgezahlt. Dieses versicherungstechnische Fremdkapital ermöglicht die Spielräume für eine chancenorientierte Kapitalanlage – zu Gunsten der versicherten Kunden. Für das Jahr 2013 ergibt sich bei der Allianz eine gesamte Verzinsung der Sparanteile von mindestens 4,2 Prozent (2012: 4,5 Prozent).

Hinzu kommt eine zusätzliche Verzinsung auf Basis des bei Vertragsablauf aktuellen Niveaus der Bewertungsreserven.

Faulhaber stellt vor dem Hintergrund der verbraucherpolitischen Diskussion um die Altersvorsorge klar: „Um die Sicherheit der Lebensversicherung muss sich niemand Sorgen machen. Lebensversicherungen ermöglichen auch in Zeiten niedriger Kapitalmarktzinsen und hoher Marktunsicherheiten eine verlässliche und attraktive Vorsorge. Gleichwohl müssen wir aber in der neuen Normalität nach der Finanzkrise akzeptieren, dass die in der Vergangenheit erzielten Renditen nicht als Maßstab für künftige Zinserträge gelten können.“

Finanz- und Geldwissen über den Begriff „Gesamtleistung“

Kunden einer Lebensversicherung haben Anspruch auf garantierte Versicherungsleistungen. Um diese garantierten Leistungen zu finanzieren, werden Deckungsrückstellungen gebildet. Für deren Berechnung legt der Gesetzgeber den sogenannten Höchstrechnungszins fest. Dieser beträgt gegenwärtig 1,75 Prozent.

Altverträge haben eine höhere Verzinsung

Verträge, die vor 2012 abgeschlossen wurden, erhalten je nach Abschlusstermin weiterhin einen garantierten Zinssatz von bis zu vier Prozent. Bei Allianz Leben beträgt die im Durchschnitt aller Verträge gewährte Garantieverzinsung 3,1 Prozent.
Die Mittel für die Garantien erwirtschaften die Lebensversicherer insbesondere mit ihren Kapitalanlagen.

Da die Unternehmen bei der Kapitalanlage mehr Erträge erzielen als für die den Kunden garantierten Leistungen erforderlich sind, entstehen Überschüsse. An diesen Überschüssen beteiligen die Lebensversicherer ihre Kunden traditionell über die laufende Überschussbeteiligung, die jährlich zugeteilt wird, sowie gegebenenfalls über einen Schlussüberschuss und einen Sockelbetrag, die während der Laufzeit des Vertrages angespart und bei Vertragsfälligkeit oder Kündigung ausbezahlt werden.

Die versicherten Kunden werden, wie im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) vorgesehen, an den Bewertungsreserven beteiligt. Die Bewertungsreserven ergeben sich aus dem Unterschied zwischen Zeitwert und Buchwert der zu Anschaffungskosten bewerteten Kapitalanlagen. Sie orientieren sich an der Höhe und der Anlagedauer des vom Kunden zur Verfügung gestellten Kapitals.

Allianz Leben stellt bei speziellen Verträgen gegen Einmalbeitrag durch eine auf die längerfristige Bindung des Kunden ausgerichtete Überschussbeteiligung sicher, dass es nicht zu einer unangemessenen Benachteiligung des übrigen Versicherungsbestandes kommt. Bei diesen Verträgen werden für die Anfangsjahre, in der Regel in den ersten drei Jahren, eigene Überschussanteilsätze deklariert.

Dietmar Braun, freier Fachjournalist

Heidelberger Leben im Wandel

Mittwoch, August 21st, 2013

Die Heidelberger Leben erweitert das Geschäftsmodell und wird zur Konsolidierungsplattform für Lebensversicherungsportfolios. Die Beteiligungsgesellschaft Cinven und die Hannover Re erwerben die Heidelberger Leben günstig von der britischen Lloyds Banking Group

2013-08-21 (db) Die Heidelberger Lebensversicherung AG gab heute die Weiterentwicklung ihrer Unternehmensstrategie und die Veränderung der Gesellschafterstruktur bekannt. Die britische Lloyds Banking Group („Lloyds“) als bisheriger Eigentümer verkauft 80 Prozent der Heidelberger Leben-Anteile an die europäische Private Equity-Gesellschaft Cinven und zu 20 Prozent ein Fünftel der Anteile an die Hannover Re. Der Kaufpreis für die Anteile beträgt insgesamt rund 300 Millionen Euro. Lloyds veräußert die Heidelberger Leben, weil sich der britische Finanzdienstleister im Rahmen seiner kommunizierten Strategie auf seine Kernaktivitäten vor allem im britischen Markt fokussiert.

Mit Unterstützung der neuen Gesellschafter werden 25 Millionen Euro in die Verbesserung der IT-Systeme investiert, was die weitere Verbesserung der Betreuung der aktuellen Versicherungsnehmer sicherstellt und die Übernahme und bestmögliche Administration weiterer Portfolios ermöglicht.

Heidelberger Leben ändert das Geschäftsmodell

Mit der angestrebten Umsetzung von operativen Verbesserungen und der Schaffung einer modernen, skalierbaren Plattform als Konsolidierungsbasis rüstet sich das Unternehmen nunmehr für eine künftige Wachstumsstrategie und wird als Konsolidierungsplattform für den deutschen Lebensversicherungsmarkt agieren.

Die Heidelberger Leben will zukünftig Lebensversicherungsportfolios erwerben und dieses attraktive Geschäftsmodell ausbauen. Viele Fakten weisen darauf hin, dass es zu einer zunehmenden Konsolidierung in der Lebensversicherungsbranche kommen kann. Der Trend, sich im Zuge der Finanzkrise auf das Kerngeschäft zu fokussieren, lässt Lebensversicherer zunehmend Veräußerungsoptionen für Bestände prüfen. Für ausländische Anbieter macht es das schwierige Umfeld für Neugeschäft zunehmend schwerer, die nötige kritische Masse im Geschäft zu erreichen. Auch hier ist weiter zu erwarten, dass sich einige Anbieter vom Markt zurückziehen und ihr Versicherungsportfolio abgeben wollen.

Die Heidelberger Leben sieht zukünftig ihre Chancen für zusätzliches Wachstum über den Ausbau des Bestands durch die Akquisition weiterer Lebensversicherungsportfolios statt der vorrangigen Zeichnung von Neugeschäft. Das Unternehmen wird sein Geschäftsmodell zukünftig besonders auf die Ansprüche und Bedürfnisse der bestehenden Versicherungsnehmer ausrichten. Die neuen Anteilseigner unterstützen die Zukunftspläne der Heidelberger Leben mit frischem Kapital.

Früherer GDV-Chef wird neuer Aufsichtsrat

Im Vorstand und dem Geschäftsleitungsteam der Heidelberger Leben soll es keine Veränderungen geben. Der Vorstand wird von einem mit erfahrenen Branchen- und Transaktionsexperten besetzten Aufsichtsrat unterstützt. Rolf-Peter Hoenen, ehemaliger Vorstandssprecher der HUK-Coburg und ehemaliger Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), soll nach dem Abschluss der Transaktion die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden bei der Heidelberger Lebensversicherung AG übernehmen.

Unverändert wird die Heidelberger Leben auch weiter hin eng mit der MLP AG zusammenarbeiten, auf die ein großer Teil des Bestands entfällt.

Michael Sattler, Vorstandschef der Heidelberger Lebensversicherung AG, sagte: „Vorstand, Führungsteam und Belegschaft der Heidelberger Leben sind erfreut über den Eigentümerwechsel. Er ermöglicht die Umsetzung weiterer operativer Verbesserungen sowie die Schaffung einer modernen, skalierbaren Plattform als Konsolidierungsbasis und damit den nächsten Schritt unserer Wachstumsstrategie. Mit der geplanten Investition in unsere IT-Systeme werden wir die Kundenbetreuung weiter verbessern. Dazu werden wir bald in der Lage sein, im Rahmen der Konsolidierungsstrategie übernommene Lebensversicherungsportfolios in unsere bestehende Verwaltung zu integrieren.“

Bruno Schick, Geschäftsführer Cinven GmbH, ergänzt: „Unser Financial Services Team hat mit der Guardian Financial Services in Großbritannien bereits eine stark wachsende Konsolidierungsplattform für Lebensversicherungsportfolios ins Leben gerufen. Wir freuen uns, jetzt den Vorstand der Heidelberger Leben mit unserer Erfahrung dabei zu unterstützen, dies auch in Deutschland zu verwirklichen. Die Heidelberger Leben hat als erste deutsche Konsolidierungsplattform für Lebensversicherungen beste Voraussetzungen, von den zunehmenden Veränderungen im Markt zu profitieren und einen wichtigen Beitrag zu den strategischen Optionen für den deutschen Lebensversicherungssektor zu leisten.“

Rolf-Peter Hoenen, designierter Aufsichtsratschef der Heidelberger Leben kommentierte: „Die geplante Konsolidierungsplattform eröffnet neue Möglichkeiten für die Unternehmen, die aus strategischen Erwägungen ihr Lebensversicherungsgeschäft einstellen möchten. Besonders angetan bin ich davon, dass das Kundeninteresse mit im Vordergrund des Konzepts steht. Dies kann durchaus das Vertrauen in die Lebensversicherung als das beste Instrument privater Altersvorsorge noch verstärken.“

Info über die Heidelberger Leben

300.000 Kunden vertrauen der Heidelberger Leben insgesamt zirka 600.000 Versicherungsverträge an. Mit knapp 300 Mitarbeitern verwaltet die Heidelberger Leben zurzeit ein Vermögen von mehr als 5,2 Milliarden Euro (Stand 31. Dezember 2012). Die Übernahme steht wie alle Versicherungstransaktionen unter Vorbehalt der Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Neues ab 1. Juli 2013

Montag, Juli 1st, 2013

Das zweite Halbjahr 2013 bringt wieder einige gesetzliche und regulatorische Veränderungen in Deutschland. Von klassischen Lebensversicherungen bis zu Handy-Gebühren im Ausland.

2013-07-01 (db) Die klassische Lebensversicherung gibt es in neuen Varianten. Seit Jahrzehnten ist sie das Lieblingsprodukt der deutschen Sparer für die Altersvorsorge – schließlich garantiert sie feste Zinsen für Jahrzehnte. Neue Varianten sehen statt einem Garantiezins höhere Renditeversprechen vor.
Die Ergo bringt ab 1. Juli 2013 als erster Versicherer eine Lebensversicherung ohne Garantiezins auf den Markt. Der Name: Ergo Rente Garantie. Marktführer Allianz will seine Pläne zu neuen Tarif-Varianten in den kommenden Tagen bekannt geben.
Der Konzern preist derweil das neue Modell mit dem Namen „Perspektive“ als „Win-win-Situation“ für Versicherungskunden und Unternehmen (und damit auch Aktionäre). Indem die Gesellschaft kein lebenslanges Zinsversprechen mehr gibt, muss sie weniger Eigenkapital vorhalten. Die Rechnung der Allianz: Kunden profitierten durch höhere Renditen, und Aktionäre durch weniger Risikokapital.

Wohnriester noch flexibler

Weite Teile des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes treten zum 1. Juli in Kraft. Es gibt detaillierte Vorschriften zu Produktinformationsblättern für zertifizierte Produkte. Damit soll Altersvorsorge für die Verbraucher transparenter und besser vergleichbar werden.
Geringere Stornokosten: Bei der Riester-Rente wird bei einem Anbieterwechsel die Abschlusskosten-Bezugsgröße auf die Hälfte des übertragenen geförderten Kapitals begrenzt und werden Stornokosten bei 150 Euro gedeckelt.
Bei der Eigenheimrente „Wohnriester“ darf angespartes Riester-Guthaben künftig jederzeit entnommen und für den Kauf einer Immobilie, für Sondertilgungen oder zur kompletten Entschuldung eingesetzt werden. Außerdem darf das Ersparte leichter für alters- und behindertengerechte Umbaumaßnahmen in der Wohnung genutzt werden.

Handy-Telefonieren im Ausland

Handy-Telefonate sowie mobiles Internetsurfen im Ausland sind ab 1. Juli 2013 billiger. Auf Druck der EU-Kommission müssen die Anbieter ihre Roaming-Gebühren erneut senken und neue Preisgrenzen einhalten. Ein Anruf aus dem europäischen Ausland kostet ab Juli 2013 maximal 24 statt bisher 29 Cent pro Minute (ohne Mehrwertsteuer), teilte die EU-Behörde mit.

Deutsche Kunden zahlen inklusive Steuer höchstens 28,6 Cent pro Minute und für die Annahme eines Anrufs maximal 8,3 Cent (bisher 9,5 Cent). Für eine SMS dürfen als Endpreis nur noch 9,5 statt bislang 10,7 Cent berechnet werden. Für ankommende SMS zahlt der Verbraucher weiterhin nichts.

Datendownloads kosten im Ausland künftig maximal 53,5 Cent statt 83,3 Cent pro Megabyte Datenvolumen. Ohne Mehrwertsteuer sind es 45 statt 70 Cent. Ab Juli 2014 sinken die maximal erlaubten Werte erneut. Die EU-Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, dass das Telefonieren per Handy im EU-Ausland schon bald nicht mehr teurer sein soll als daheim. Einen entsprechenden Vorschlag zur Abschaffung der Roaming-Gebühren will die Behörde im September 2013 präsentieren.