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Makler sind als Menschen der Trend

Freitag, April 22nd, 2016

Die VEMA-Tage der Maklergenossenschaft VEMA in Fulda bilden sehr gut die Trends in deutschen Maklerunternehmen ab. So war das auch wieder dieses Jahr. Die Megatrends: Analog und Digital.

2016-04-22 (db) Deutschlands größte Maklergenossenschaft VEMA e.G. tagte diese Woche am 20./21. April 2016 zum vorletzten Mal in Fulda. Nur noch für das Jubiläumsjahr 2017 sei sich die Makler-Genossenschaft sicher, dass die Tagung an diesem Standort stattfinden könne. Der Grund sei das Wachstum der Organisation, dem die vorhandenen Tagungs- und Raumkapazitäten nicht mehr entsprächen.

Dieses Jahr waren 1.258 Versicherungsmakler auf dem Jahrestreffen und die Abendveranstaltung war mit 1.015 Gästen bis auf den letzten Platz ausgebucht. Auch die 265 Austeller mussten mit ihren 450 Experten und Mitarbeitern die Fragen der Fachbesucher auf engstem Raum beantworten.
Analog und digital sind gleichermaßen Megatrends

„Seit 17 Jahren befassen wir uns jetzt schon mit der Digitalisierung“, sagte VEMA-Vorstandschef Hermann Hübner. Sein Maklerkollege und VEMA-Vertriebsvorstand Andreas Brunner ergänzte: „Ich bin mir als Unternehmer nicht sicher, ob ich noch vor meinem Eintritt in den Ruhestand, an den Nachwuchs einen komplett digitalisierten Maklerbetrieb übergeben kann.“

Auf der Pressekonferenz wurde bekannt, dass die VEMA an die angeschlossenen Maklerunternehmer 11.500 haptische Kundenordner verkauft hat und aktuell weitere 2.500 Exemplare vorbestellt sind.
„Die über 13.000 klassischen Kundenordner werden von den Maklern eingesetzt, weil Mandanten auch gerne ihre Deckungskonzepte zur Hand und in der Hand haben“, kommentiert Hübner diesen Trend zur Haptik und der greifbaren Übersicht.

Versicherer fehlt eine klare Strategie zur Digitalisierung
In der Podiumsdiskussion zum Thema „Digitalisierung“ brachte es Alexander Kern von der BIPRO e.V. auf den Punkt:

„Viele Versicherer haben keine klare Strategie für die Digitalisierung. Das sei in der Praxis etwa so, als stehe man vor einem großen dunklen Wald mit sehr vielen Bäumen. Desto tiefer ein Versicherer in diesen Wald blicke, desto dunkler wird es. Jetzt geben einige Versicherer einen Schuss in den Wald ab und hoffen dass eine App von einem Baum fällt, die alles kann und alles löst.“

Der Technologie und IT-Vorstand Stefan Sommerer sagt: „Die De-Materialisierung ist das Merkmal der Digitalisierung. Allerdings sind wir noch weit davon entfernt, dass das ‚Beamen‘ und der Transfer zu hundert Prozent klappt.“ Im Spaß nutzte Sommerer auf der Bühne als Auskunftei über die digitale Zukunft eine gläserne Wahrsager-Kugel.

2016 DB Stefan Sommerer, VEMA IT-Vorstand, mit Wahrsager-Glaskugel 1025

Maklerunternehmer Karl-Ulrich Bürkle fordert: „Die Digitalisierung der Assekuranz braucht vor allem eine einheitliche Sprache und klare Normen.“

VEMA-Sprecher Hübner bremst die hohen Erwartungen an digitale Projekte: „Die Wirtschaftlichkeit der Digitalisierung wird völlig überbewertet. Es sei schon ein Problem, wenn Du aus dem Fenster springen sollst, während andere erst planen unten das Sprungtuch aufzuspannen.“

Weiterbildung wird über digitale Kanäle befördert
In der Weiterbildung sei die Digitalisierung in Form von Online-Tagungen, Mediathek und digitalem Fernsehen ein Renner. Allein an neun Tagungen in den neuen Medienkanälen der VEMA hätten über 600 Teilnehmer teilgenommen. Die gefragtesten Themen seien bei der Maklergenossenschaft die Vorträge zur gewerblichen Inhaltsversicherung und gewerblichen Haftpflichtdeckungen.

Bei den Mandanten seien zwar digitale Erstinformationen für die Gesprächsvorbereitung von Nutzen, die entscheidenden Fragen werden dann aber immer noch klassisch im persönlichen Gespräch beantwortet.

„Die individuelle Beratung, handschriftliche Erläuterungen und der haptische Versicherungsordner haben ihren Stellenwert behalten“, sagt Hübner. „Wer Risiken und Deckungen richtig ordnet ist gefragt“, so Hübner weiter, „und wer schreibt der bleibt, das gelte auch in digitalen Zeiten.“

Wer die Maklerunternehmerinnen und Unternehmer in Fulda erlebt hat, ist überzeugt, der Megatrend „Mensch Makler“ ist der Renner aus Sicht der Mandanten. „Schade ist da wirklich nur“, merkt Vertriebsvorstand und Maklerunternehmer Brunner an, „dass uns die Regulierung und deren Anforderung an Verwaltungsarbeiten zu viel Zeit raubt, die eigentlich unseren Mandanten gehört.“

Dietmar Braun

Lohnt sich Lebensversicherung?

Montag, August 11th, 2014

Die klassische deutsche Lebensversicherung ist nach dem Lebensversicherungs-Reformgesetz in der Zukunft mehr als nur ein Spar- oder Kapitalanlageprodukt. Nach der Reform bräuchten die Menschen und die Unternehmen Makler als Facheinkäufer mehr denn je, für Marktvergleiche und Bestands-Sanierungen, so Deutschlands größte Maklergenossenschaft.

2014-08-11 (db) Die VEMA e.G., als größte deutsche Maklergenossenschaft, meldet zum, seit dem 7. August 2014 in Kraft getretenen, Lebensversicherungs-Reformgesetz (LVRG), dass dieses vor allem die private Altersvorsorge über langfristige klassische Kapitallebensversicherung und die private Rentenversicherung wieder stärke.

LVRG stärkt die lebenslange Privatrente

Ein Bank-Sparplan, so die Maklergenossenschaft, sei keine Alternative zur biometrischen Lösung über eine klassische deutsche Lebensversicherung. Ein späterer Entnahmeplan auf eine Bankeinlage könne am Ende sogar dazu führen, dass das Geld im Alter einfach nicht ausreicht. Aus einem Sparplan mit Bankprodukten könne bei Rentenbeginn und später nur so viel entnommen werden, wie zuvor angespart wurde.

Die Lebensversicherer garantieren im Gegensatz dazu eine bestimmte Rente bis ans Lebensende – völlig unabhängig davon, ob der Versicherte nun 80 Jahre, stolze 110 Jahre oder mehr alt wird.
Das Geld reicht für den 365-Tage-Urlaub jedes Jahr auf das Neue. Die private Rente wird zuverlässig Monat für Monat ausbezahlt. Wenn es reicht, dann reicht es, vor allem mit lebenslanger Garantie, so laute die moderne Formel für Wohlstand bis ins hohe Alter.

„Der Gesetzgeber hat in Deutschland mit den staatlich geförderten Vorsorgeprodukten wie Riester- und Rürup-Rente sowie der steuerbegünstigten betrieblichen Altersvorsorge nach § 3 Abs. 63 EStG attraktive Rahmenbedingungen für private Vorsorge geschaffen. Unabhängige Versicherungsmakler helfen bei der optimalen Auswahl, der individuellen Ausgestaltung und kaufen mit Ihren Kunden den besten Versicherungsschutz beim richtigen Versicherer“, erläutert Andreas Brunner, Vorstand der Maklergenossenschaft VEMA e.G. die Bedeutung seines Berufstandes, dem der Versicherungsmakler.

Um ab dem 67. Lebensjahr über eine lebenslange monatliche Zusatzrente von 500 Euro zu verfügen muss ein heute 25jähriger im Durchschnitt bei einer Lebensversicherung nur 90 Euro im Monat investieren. Ein heute 45jähriger muss für eine lebenslange Monatsrente in gleicher Höhe bereits durchschnittlich 270 Euro monatlich investieren. Das wird sich aber lohnen, da diese private Zusatzrente lebenslang geleistet wird – garantiert!

Lebensversicherer investieren sehr nachhaltig

Der Versicherungsexperte Manfred Poweleit (Map-Report) sieht in dem künftig stark veränderten Anlageverhalten der Lebensversicherer die Ursache eines neuen positiven Trends, denn „in den Kapitalanlage-Abteilungen der Lebensversicherer sitzen eigene Profis, die ihren Job können. Statt auf den Bundesschrott deutscher Staatsanleihen zu aktuellen Niedrigzinsen zuzugreifen, wurde in Anleihen anderer Länder und Unternehmen investiert.“ Die Verantwortlichen haben konsequent stärker in Länder investiert, die eine vergleichbare Bonität wie Deutschland, aber auskömmlichere Zinsen ausweisen. Auch der Markt für Unternehmensanleihen ist mit der gebotenen kaufmännischen Vorsicht stärker bedient worden.

Staat stärkt Lebensversicherer, aber Makler-Rat wird notwendiger

„Die klassische Lebensversicherung ist durch die Reform-Gesetze sicherer geworden. Künftig ist es erlaubt Bewertungsreserven zu Gunsten der langfristig Versicherten einzusetzen. Auch das aktuelle BGH-Urteil über die Gültigkeit von älteren Lebenspolicen, weist die Altersvorsorge-Gegner unter den Verbraucherschützern, in die Schranken. Allerdings ist die Auswahl der richtigen Lebensversicherer für das Neugeschäft mit privaten Kunden und Sanierungen betrieblicher Altersvorsorge eine Domäne für Makler, da es auch schwache Anbieter im Markt gibt und geben wird.“, merkt Brunner kritisch an.

Dietmar Braun, freier Fachjournalist

VEMA: Mehrwerte für Makler schaffen und Freude am Beruf fördern

Freitag, April 26th, 2013
2013 Vema-Vorstaende (vlnr) Andreas Brunner, Stefan Sommerer und Hermann Hübner (Vorsitzender) © Dietmar Braun
2013 Vema-Vorstaende (vlnr) Andreas Brunner, Stefan Sommerer und Hermann Hübner (Vorsitzender) © Dietmar Braun

Die Makler-Genossenschaft VEMA konnte 2012 deutlich an Marktanteil, Mitglieder und Mehrwerte zulegen. Die 1.419 Maklerunternehmen im Verbund lassen sich die Freude an ihrem Beruf und an der Arbeit für ihre Kunden von niemandem nehmen.

2013-04-26 (db) Der Maklerverbund VEMA konnte 306 neue Partnerbetriebe im Jahr 2012 hinzu gewinnen und die Zahl der angeschlossenen Maklerunternehmen so auf insgesamt 1.419 steigern. Dies vermeldet der erfolgreiche von Maklern für Makler gegründete Wirtschaftsverbund, mit eigener Makler-Genossenschaft, stolz auf den diesjährigen VEMA-Tagen 2013 in Fulda. Damit sei auch die Marktbedeutung der VEMA Maklergenossenschaft weiter angestiegen. Die VEMA sieht sich nach eigenen Angaben und Erhebungen direkt hinter der Swiss Life Select Deutschland GmbH ( früher AWD)) aus Hannover und der Heidelberger MLP AG in Erlös und Gewinn.

Was die VEMA nach eigenen Angaben so stark macht sei der Spaß am Beruf und die Freude Kunden bestens zu beraten, optimal zu bedienen und nachhaltig zu betreuen. Die „Spaßbremsen für Makler“ sieht die VEMA nicht in regulatorischen Anforderungen, vieles davon würden VEMA-Makler längst erfüllen, sondern in anderen Herausforderungen. So ist nach Einschätzung von VEMA-Chef Hermann Hübner etwa die „ausufernde Gesundheitsprüfung in der BU-Versicherung“ eine solche Herausforderung. Als Lösung schlägt Makler und VEMA-Chef Hübner hier vor, entweder die Prüfung in den Prozessen zu vereinfachen oder ein technisches Tool zur Verfügung zu stellen, mit denen die Makler die Risiko-Einschätzung der Versicherer vorab vornehmen können.

Billig-Töchter von Versicherungskonzernen in der Kritik

Der Billig-Wettbewerb mit nicht Kosten deckenden Prämienrabatten einiger Kfz-Versicherer über Zweitmarken auf Online-Plattformen wurde auf der Tagung offen kritisiert. Ein Versicherungsmakler könne es sich künftig nicht erlauben, mit den Versicherungskonzernen zusammenarbeiten, die so im Markt vorgehen würden, heißt es aus dem Verbund. Zudem hoffe die VEMA darauf, dass die Hauptfälligkeit jeweils zum 01.01. des Kalenderjahres fällt, vor allem in den für das Firmengeschäft wichtigen Flottentarifen.

Die zwischen Maklern und der Assekuranz noch nicht optimierten Geschäftsprozesse sowie das häufige Fehlen kompetenter, erreichbarer und nicht überlasteter Ansprechpartner, führen weiterhin zu Unmut auf der Maklerseite. Auch das schlechte Image der Branche führt die VEMA als „Spaßbremse“ an, zudem die Illusion, dass Honorarberatung hier etwas ändere. „Sie führt an der Lebenswirklichkeit vorbei“, so Hübner.

Klassische Lebensversicherung und moderner Service

Stark für die klassische Lebensversicherung machte sich VEMA-Vertriebsvorstand Andreas Brunner in seinem Vortrag. Zur klassischen Lebensversicherung mit ihren Garantie gäbe es keine Alternative, die Altersvorsorge „Made in Germany“ überzeuge vor allem durch ihre Nachhaltigkeit und Zuverlässigkeit. Der Versuch die klassische Lebensversicherung aus tagespolitischen Überlegungen zu gefährden sei „keine Spassbremse“ sondern ein sehr ernst zu nehmender Angriff auf die volkswirtschaftlich bedeutende private Altersvorsorge.

IT-Vorstand Stefan Sommerer stellte die Notwendigkeit von einem durchgängigen Datenaustausch und dessen weiteren Ausbau nach BiPro-Normen vor. Insbesondere in den Service-Punkten Weiterbildung und Extranet konnte die VEMA in den vergangenen Jahren deutlich punkten und wird diesen Service weiter ausbauen.

Neues Konzept: Marktplatz und Weiterbildung auf zwei Tage verteilt

Die VEMA-Tage teilten sich in einen Messe- und einen Workshop-Tag. Nach VEMA-Angaben nahmen 1.350 Makler an der Messe und Workshops teil. Die Besucher konnten sich an über 90 Ständen informieren. Der Vortrag des ehemaligen Agenten des Bundesnachrichtendienstes (BND) Leo Martin sorgte zwischen den Fachthemen für Hintergrundwissen wie Vertrauensleute und Kunden gewinnbar sind. Mitnehmen konnten die Zuhörer Tipps, wie man sein Gegenüber besser einschätzen lernt, richtig mit ihm kommuniziert frei nach dem Motto des Sachbuchs von Martin „Ich krieg Dich“.

Die Abendveranstaltung mit 800 Gästen im Fuldaer Hotel Esperanto bot Unterhaltung, aber auch Zeit für intensive Gesprächen unter Kollegen in der VEMA-Familie, aber auch mit den Repräsentanten der Produktpartner und so manchem Fachjournalisten.

Nach den VEMA-Tagen ist vor den VEMA-Tagen

2014 werden die Fachmesse und Workshops wieder in Fulda am 02. und 03.04.2014 stattfinden. Freunde und Mitglieder der VEMA-Familie können sich den Termin jetzt schon vormerken.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken