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DiVana – Das neue wondermag

Montag, September 26th, 2016

DiVana #09

wondermag von fgbraun.de

DiVana #9 ist das Magazin für den alltäglichen Umgang mit Risiken. Das Risiko eines Pflegefalls wird aus der Sicht eines Betroffenen gezeigt mit Hinweisen aus einer Studie zu den Pflegeberufen. Risiken von Manipulationen sind ein anderes Thema, weil Techniken der Manipulation nicht nur auf uns wirken sondern auch von uns ausgehen. Be wonderful! – Digital, verbal und analog – DiVana-Spirit.  

Pflegefall kann das Familien-Vermögen kosten

Donnerstag, August 14th, 2014

2014-08-14 (db) Die Bundesregierung will die staatlichen Pflegeleistungen verbessern. Das sind eigentlich gute Nachrichten für Pflegebedürftige und ihre Familien – doch kein Grund, auf die private Vorsorge zu verzichten. Denn trotzdem kann künftig ein Pflegefall für die betroffenen Familien teuer werden, sagen die Experten der Deutschen Bank AG.

Drei von vier Frauen und jeder zweite Mann werden im Laufe ihres Lebens pflegebedürftig. Aktuell müssen rund 2,5 Millionen Pflegefälle versorgt werden und das Bundesgesundheitsministerium rechnet damit, dass diese Zahl bis 2050 auf knapp 4,4 Millionen steigt. Grund dafür ist vor allem die steigende Lebenserwartung: Heute hat ein 60-jähriger Mann in Deutschland im Schnitt noch 21 Jahre zu leben, eine gleichaltrige Frau 25 Jahre – Tendenz steigend.

Doch gute Pflege, sei es im Heim oder im eigenen Zuhause, kostet sehr viel Geld und Zeit. Mit einer großen Pflegereform will die Bundesregierung deshalb von 2015 an die Lage der Pflegebedürftigen verbessern. Konkret sollen die Leistungen im Pflegefall um bis zu 4 Prozent angehoben werden, die Pflegestufen sollen von heute drei auf fünf erweitert und besser auf unter Demenz Leidende abgestimmt werden. Für die Betreuung sollen zudem mehr Fachkräfte zur Verfügung stehen und pflegende Familienmitglieder können sich auf mehr Entlastung freuen – etwa durch ambulante Dienste, wenn die Familie Urlaub machen möchte.

Die Pflege-Versorgungslücke bleibt

Die durchschnittlichen Pflegekosten in der höchsten Pflegestufe III („schwerste Pflegebedürftigkeit“) betragen rund 3.300 Euro monatlich. Die gesetzliche Pflegeversicherung leistet derzeit aber nur 1.550 Euro – für die Differenz von 1.750 Euro im Monat müssen die Betroffenen selbst aufkommen. Ein angespartes Vermögen von 100.000 Euro ist so in weniger als fünf Jahren aufgebraucht. Werden die gesetzlichen Leistungen wie geplant um vier Prozent angehoben, reicht das Ersparte gerade einmal zwei Monate länger.
Dazu kommt, dass neben dem Sparkonto unter Umständen auch das Eigenheim herangezogen werden kann, um die Pflegekosten zu decken. Reicht das immer noch nicht aus, sind sogar Kinder und andere Verwandte in gerader Linie unterhaltspflichtig. „Ein langjähriger Pflegefall kann somit nicht nur das Vermögen des Pflegebedürftigen, sondern auch das der nächsten Generation aufzehren“, warnt Stephan Moltzen, Vorsorge-Experte der Deutschen Bank.

Flexible Lösungen für eine private Pflege-Absicherung

Die private Vorsorge für den Pflegefall bleibt daher auch zukünftig ein Muss. Eine private Pflegeversicherung bietet flexible Möglichkeiten der Absicherung, denn die Kunden können ganz nach ihrem Bedarf eine Pflegerente in individueller Höhe für die unterschiedlichen Pflegestufen vereinbaren. Neben der klassischen Pflegeversicherung mit laufender Beitragszahlung gibt es dafür auch innovative Konzepte gegen Einmalbeitrag. So können auch Ruheständler, die im Alter über einen höheren Geldbetrag verfügen, noch für den Pflegefall vorsorgen. Eine staatliche Förderung ist unter bestimmten Bedingungen möglich.

„Die private Pflegevorsorge ist ein flexibles Instrument für jeden Lebensabschnitt, um finanzielle Risiken im Alter abzusichern“, so Moltzen. „Die Versicherungsnehmer können so ihr eigenes Vermögen und ihren Immobilienbesitz schützen. Und nicht zuletzt haben sie mit einer privaten Vorsorge das gute Gefühl, ihren Angehörigen im Alter finanziell nicht zur Last zu fallen.“

Dietmar Braun, freier Fachjournalist