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Universa erweitert PKV-Versicherungslösungen

Montag, Oktober 10th, 2016

Das Universum an wählbaren Lösungen und Leistungsvarianten in der privaten Krankenversicherung ist groß. Natürlich kostet oder spart Auswahl auch Prämie. Das ist bei Standard-Lösungen einfacher.

2016-10-10 (db finanzwelt) Die Universa Versicherungen als Nürnberger Krankenversicherer haben zum 1. Oktober 2016 das Angebot an Versicherungslösungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) ausgebaut.

Eingeführt wurde eine Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten in der Krankheitskosten-Vollversicherung über zwei neue Ergänzungstarife.

Mit den neuen Angeboten können die Leistungen des Tarifes „uni-intro|Privat 300“ im Zahn- und Krankenhausbereich erhöht werden. Der Tarif beinhaltet bereits wichtige PKV-Kernleistungen, wie Heilpraktiker, Psychotherapie und Leistungen bis zu den Höchstsätzen der Gebührenordnungen für Ärzte und Zahnärzte.

Mit dem neuen Ergänzungstarif „uni-ZZ“ können die Leistungen für Zahnersatz und Kieferorthopädie von 60 auf 80 Prozent aufgestockt werden.

Der stationäre Ergänzungstarif „uni-SZ II plus“ erhöht die versicherten Leistungen im Krankenhaus auf Zweitbettzimmer mit Chefarztbehandlung und ist auch als Zusatzversicherung für gesetzlich Krankenversicherte und Heilfürsorgeberechtigte abschließbar.

Mit den neuen Ergänzungstarifen will die Universa ihre Wettbewerbsposition stärken und die Angebots- und Kombinationsmöglichkeiten im Tarif „uni-intro|Privat 300“ ausbauen.
Ein 30-Jähriger bekommt das Komplettpaket mit beiden Ergänzungstarifen und einer jährlichen Selbstbeteiligung von 300 Euro bereits für 301,77 Euro monatlich.
Darin enthalten sind auch sinnvolle Extras, wie eine Beitragsfreiheit nach Entbindung von bis zu sechs Monaten und garantierte Options- und Wechselrechte innerhalb des Universums an wählbaren Versicherungslösungen der Universa.

Mehrwert ist Lebensqualität - und die hat ihren Preis

Die Auswahl ist ein Vor- und Nachteil in der PKV – Mehrwert kostet © Pixelrohkost – Fotolia.com

Neuer PKV-Ombudsmann

Freitag, Dezember 6th, 2013

2013-12-06 (db) Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) hat Heinz Lanfermann (63), Staatssekretär a.D., mit Wirkung vom 1. Januar 2014 zum neuen Ombudsmann der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung berufen.

Heinz Lanfermann

Heinz Lanfermann

Der Rechtsanwalt war von 1996 bis 1998 beamteter Staatssekretär des Bundesministeriums der Justiz. Aus seiner langjährigen Tätigkeit als FDP-Abgeordneter des nordrhein-westfälischen Landtags sowie des Deutschen Bundestages ist er zudem mit dem Gesundheitswesen bestens vertraut.
Bereits während seiner beruflichen Laufbahn als Richter war er mit Fragen des Medizinrechts befasst.

Lanfermann übernimmt das Amt des PKV-Ombudsmanns vom Vorgänger Dr. Helmut Müller, der die PKV-Schlichtungsstelle von 2007 bis 2010 sowie erneut seit März 2012 geführt hat. Nach dem Tod von Ombudsmann Dr. Dr. h.c. Klaus Theo Schröder am 12. Februar 2012 hatte Dr. Müller seinen Ruhestand unterbrochen und die Aufgabe nochmals übernommen.

Der Vorsitzende des PKV-Verbandes, Uwe Laue, dankte Dr. Müller für dessen außergewöhnlich engagierten Einsatz als PKV-Ombudsmann. Er habe entscheidend dazu beigetragen, das Angebot einer neutralen, kostenfreien Schlichtung zwischen Versicherten und Versicherungsunternehmen bekannt zu machen. Sein unermüdliches Wirken für einen fairen Interessenausgleich habe der Institution des Ombudsmanns hohes Ansehen und großes Vertrauen bei den Versicherten eingebracht. Zuvor hatte sich Dr. Müller bereits als Präsident des früheren Bundesaufsichtsamtes für das Versicherungswesen für die Belange der Versicherten in Deutschland eingesetzt.

Der neue Ombudsmann Lanfermann habe nicht nur eine hohe juristische Kompetenz, sondern sei zudem ein exzellenter Kenner des Gesundheitswesens. Er habe sich in seinen langjährigen führenden Positionen in der Rechtspolitik sowie in der Gesundheitspolitik auch stets als „Mann des Ausgleichs“ bewährt, sagte Uwe Laue. Dies seien ideale Voraussetzungen für die Führung der neutralen PKV-Schlichtungsstelle.

Debeka sorgt sich um Gesundheit in Deutschland

Dienstag, April 30th, 2013
Uwe Laue, Vorstandschef Debeka Versicherungen © Debeka

Uwe Laue, Vorstandschef Debeka Versicherungen © Debeka

Die Debeka Versicherungen vereinnahmten 2012 Einnahmen in Höhe von 12,8 Milliarden Euro 2012 und konnten mehr als 6,3 Milliarden Euro Leistungen an die Versicherten auszahlen. Debeka-Chef Laue warnt klar und deutlich, dass ein Zwang zur Bürgerversicherung, das deutsche Gesundheitswesen zerstöre.

2013-04-30 (db) Im Bereich der Privaten Krankenversicherung (PKV) baute die Debeka aus Koblenz ihre Marktführerschaft weiter aus und ist nunmehr nicht nur das mitgliederstärkste, sondern auch nach Beitragseinnahmen wieder das größte PKV-Unternehmen. Hier verbuchte die Debeka eine Einnahmensteigerung um 4,5 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro.

Die Versicherungsunternehmen der Gruppe wuchsen insgesamt um 5,5 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro. Zusammen mit ihrer Bausparkasse, die sogar einen zweistelligen Zuwachs um zehn Prozent verzeichnete, kam die Debeka auf Jahreseinnahmen in Höhe von 12,8 Milliarden Euro.

Die Bilanzsumme der Gruppe wuchs 2012 deutlich um 6,7 Prozent und übersprang erstmals die Marke von 80 Milliarden Euro. Die Kapitalanlagen stiegen insgesamt auf 78,2 Milliarden Euro. Zugunsten der Kunden des Gegenseitigkeitsversicherers stieg der Ertrag im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Aufgrund der über dem Markttrend liegenden Unternehmensentwicklung konnte die Debeka auch 415 neue Arbeitsplätze schaffen. So beschäftigte die Gruppe zum Jahresende 16.713 Angestellte – davon 2.108 Auszubildende. Die Zahl der Mitglieder, Versicherten und Bausparer wuchs im Jahr 2012 um 100.000 Personen auf 6,7 Millionen an.

Die Leistungsbilanz zeigt welche Versicherungsleistungen die Debeka erbringt und welche einzel- und volkswirtschaftliche Bedeutung ihr dabei zukommt. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr sieben Millionen Versicherungsfälle positiv abgeschlossen und dabei 6,3 Milliarden Euro an direkten Leistungen erbracht – zusammen mit den für die Versicherten reservierten Leistungen (wie Überschussbeteiligungen oder Alterungsrückstellungen) sogar 11,9 Milliarden Euro.

Im Bereich der PKV belief sich die Leistungsquote auf 103,4 Prozent. Das heißt, dass die Versicherten an direkten und indirekten Leistungen erhielten, als sie an Beiträgen überwiesen hatten. Ausgezahlt wurden hier 3,4 Milliarden Euro. In der Lebensversicherung kamen den Versicherten insgesamt 2,2 Milliarden Euro zugute. Davon waren es im Bereich der Deckungen für den Eintitt einer Berufsunfähigkeit 5.500 Leistungsfälle mit Versicherungsleistungen in Höhe von 45 Millionen Euro.

Die Debeka Allgemeine, der Schaden- und Unfallversicherer der Gruppe, konnte insgesamt 283.000 Versicherungsfälle abwickeln und Versicherten sowie Geschädigten 294 Millionen Euro auszahlen.

Versicherte verlieren 100 Millionen Euro im Jahr über falsche Verbraucherpolitik

„Wir sind mit den Jahresergebnissen sehr zufrieden“, stellt Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender der Debeka Versicherungen fest. „Betrachtet man die wirtschaftspolitische Lage und das schwierige Marktumfeld, haben wir sogar ein außerordentliches Jahr erlebt. Aufgrund unserer genossenschaftlichen Wurzeln erreichen wir mit kundenfreundlichem Denken und Handeln, das uns sogar Verbraucherschützer bestätigen, solide Ergebnisse, von denen ausschließlich unsere Mitglieder profitieren. Sorgen machen uns aber zunehmend populistische Stimmen, die die Arbeit der Versicherungswirtschaft für ihre Versicherten erheblich erschweren und in ein falsches Licht rücken. So verliert der Großteil unserer Lebensversicherungsmitglieder allein in diesem Jahr 100 Millionen Euro dadurch, dass ein Gesetz wegen angeblicher Klientelpolitik nicht zustande gekommen ist. Diese Klientel, das ist der Großteil unserer Versicherten, muss das nun ausbaden.

Auch die Riester-Rente wird systematisch einer wenig fundierten Kritik ausgesetzt, obwohl sie hohe, lebenslange Leistungen bietet und die Bürger dringend eine zusätzliche Altersvorsorge benötigen. Im Ergebnis werden immer mehr Menschen verunsichert und betreiben keine Altersvorsorge mehr.

Und die Private Krankenversicherung ist neuerdings der ausgemachte Klassenfeind, damit SPD, Grüne und Linke ihr Ziel weiter verfolgen können, wider besseres Wissen eine staatliche Einheitsversicherung einzuführen. Die Folge wäre, dass durch diese fragwürdigen politischen Interessen das hervorragende deutsche Gesundheitswesen zerstört würde. Alles Beispiele, die Versicherte und Bevölkerung nachhaltig verunsichern und schädigen.“      

Für die Debeka erwartet Laue im Jahr 2013 weiterhin ein gutes Unternehmenswachstum. Dies bestätigen die Ergebnisse aus den ersten drei Monaten. Dabei wird auch die neue geförderte Pflege-Zusatzversicherung eine Rolle spielen. Aufgrund des hohen Bedarfs in der Bevölkerung zählt die Debeka seit der Einführung Mitte Februar rund 20.000 neue Verträge. Damit ist abzusehen, dass sich der so genannte Pflege-Bahr zu einer sozialen Erfolgsgeschichte entwickelt wird.

Die neue Unisex-PKV ist die Beste aller Zeiten

Mit der Einführung der neuen Unisex-Tarife präsentierte die Debeka eine „neue Welt der PKV“, mit der man nicht nur deutliche Produktverbesserungen vorge­stellt, sondern auch die wesentlichen „Hausaufgaben“ – die insbesondere Verbraucherschützer der PKV immer wieder zur Verbesserung aufgegeben haben – abgearbeitet hat.

Dazu erläutert der Debeka-Chef Laue: „Von Beitragsexplosionen kann bei der Debeka keine Rede sein. Notwendige Anpassungen bewegen sich in einem Rahmen, der von unseren Mitgliedern akzeptiert wird. Wir haben die Beitragsproblematik im Alter gelöst – hier greifen die vom Gesetzgeber und uns eingeleiteten Maßnahmen.

Dazu gehört ins­besondere die Kapitaldeckung, also der planmäßige Aufbau von Alterungsrückstellungen, die der GKV gänzlich fehlen. Sie sind die beste Antwort auf die demographische Entwicklung. Bei uns gibt es keine Provisionsexzesse, weil wir kostengünstig kalkulieren und arbeiten. Billigtarife mit niedrigen Leistungen hatten wir nie im Angebot. Unseren hohen Leistungskatalog haben wir sogar noch weiter aus­gebaut.

Und den Vorwurf einer „Rosinenpickerei“ bei der Aufnahme von Versicherten sind wir auch angegangen. Wir verweigern keinem Angestellten, der sich erstmals bei der Debeka versichern kann, die Aufnahme.

Mit all diesen Punkten haben wir die beste PKV aller Zeiten geschaffen und auch einen Meilenstein für die Branche gesetzt. Bereits jetzt zeigt sich, dass viele Unternehmen nachziehen. Ich gehe so weit zu sagen, dass wir die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Vollfunktionalität der PKV verwirklicht haben. Wir haben damit den Kritikern die Argumente genommen.“

Wollen SPD, Grüne und Linke das Gesundheitswesen nachhaltig zerstören?

Im Zusammenhang mit den anhaltenden Reformdebatten, insbesondere der Forderung nach Einführung einer Bürgerversicherung, warnt Laue Befürworter dieser Vorschläge eindringlich davor, das funktionierende System zwischen GKV und PKV zu demontieren.

„Eine Bürgerversicherung zerstört das deutsche Gesundheitswesen und gefährdet die gute Versorgung von Millionen von Menschen. Die Pläne von SPD, Grünen und den Linken stellen keine Lösung für die in der Zukunft drohenden Probleme der Krankenkassen dar. Sie sind nur ideologische Werbebotschaften, die die Menschen und vor allem die Wähler auf populistische Weise in die Irre führen sollen. Das sind Luftschlösser, die in der Realität sehr schnell auf dem Boden aufschlagen.

Fakt ist, dass ein System, das mit 90 Prozent der Bevölkerung nicht zukunftsfähig ist, auch mit 100 Prozent nicht besser wird. Wie in der gesetzlichen Rentenversicherung wird es auch in der gesetzlichen Krankenversicherung aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung zu massiven Problemen kommen. Diese werden sich ohne die PKV und den überlebenswichtigen Wettbewerb zweier Systeme noch verstärken“, macht Laue deutlich.

Die PKV leiste mit zehn Milliarden Euro jährlich einen erheblichen, zusätzlichen Beitrag für das gesamte Gesundheitswesen. Nur dadurch seien viele Ärzte und Krankenhäuser wirtschaftlich leistungsfähig, führt Laue aus. Durch die Zahlungen der Privatpatienten würden beispielsweise im Krankenhaus die Allgemeinen Pflegeleistungen finanziell gestützt oder die Anschaffung medizinischer Geräte eher ermöglicht. Damit sichere die PKV auch die Gesundheitsversorgung der gesetzlich Versicherten.

Laue spricht als Versicherungsmanager aus, was Experten für das deutsche Gesundheitssystem längst wissen, aber kaum in Deutschland den Menschen bekannt ist:

„Ein Einheitssystem führt wie in England zu einer staatlich regulierten Einheitsmedizin. Dort warten Patienten zum Beispiel 180 Tage auf eine Hüft-Operation, Selbstzahler dagegen 20 Tage. In Deutschland sind es zum Vergleich heute für GKV-Versicherte 28 Tage, für Privatversicherte 19. Das duale Versicherungssystem hat sich in Deutschland somit grundsätzlich bewährt. Ein überdurchschnittlich hohes Leistungs- und Versorgungsniveau wird mit vergleichsweise niedrigen Kosten erreicht.

Am Ende einer Einheitsversicherung stünde dagegen eine echte Zwei-Klassen-Medizin, denn Wohlhabende erkaufen sich dann erst recht bessere Leistungen. Der Rest der Bevölkerung bleibt damit – pseudosozialistisch einheitlich – auf der Warteliste.“

Fazit: Klare Worte vom Marktführer in der privaten Krankenversicherung. Die Zeiten scheinen vorbei, wo verantwortliche Manager zu politischen Forderungen und parteipolitischen Utopien schweigen. Der Wahlkampf ist in Deutschland längst eröffnet, da gilt es Wahlprüfsteine aufzustellen, das deutsche Gesundheitswesen ist ein wichtiger – Gesundheitspolitik und ihre Folgen betrifft alle Menschen.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken