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Beste Krankenversicherung – AOK holt auf

Donnerstag, August 3rd, 2017

Die gesetzlichen Krankenkassen versorgen 90 Prozent der Bevölkerung. Da sich durch die gesetzliche Regelung der Leistungen wenige Unterschiede ergeben, läuft der Wettbewerb über zufriedene Versicherte, Service und zum Teil über Zusatzbeiträge und Extraleistungen.

(db finanzwelt 2017-08-03) Unbeirrt von unterschiedlichen Zusatzbeiträgen bescheinigen die Deutschen den gesetzlichen Krankenversicherungen gute Arbeit. Das ist das Ergebnis der Studie „Kundenloyalität bei Krankenkassen: Jede Interaktion ist eine Chance“ der internationalen Managementberatung Bain & Company.

Für die Studie hat Bain 3.300 gesetzlich Versicherte bei 18 großen Krankenkassen befragt. Danach legte die mit dem Net Promoter® Score (NPS®) messbare Loyalität in der Branche um 3 Prozentpunkte zu – auf plus 13 Prozent.

Die Zahl besonders loyaler Kunden, sprich der Promotoren, überstieg damit deutlich die der Kritiker. Allerdings gibt es teils große Unterschiede zwischen den Anbietern.

An der Spitze aus Sicht der Versicherten liegt die Techniker Krankenkasse (TK) mit einem NPS von 43,5 Prozent, trotz Einbußen gegenüber der letzten Studie aus dem Jahr 2013.

Danach folgt die AOK Plus, die ihren NPS auf 42 Prozent mehr als verdoppeln konnte.

Rang drei belegen die Knappschaft-Krankenkassen mit immerhin noch 34,5 Prozent.

Rangfolge der gesetlichen Krankenkassen /Grafik: Bain

„Die Anstrengungen vieler Krankenkassen, ihren Service auszubauen und die Digitalisierung voranzutreiben, zahlen sich aus. Loyale Kunden fördern wie kaum ein anderer Faktor das Wachstum der Versicherer“, sagt Dr. Christian Kinder, Bain-Partner und Co-Autor der Studie.

So basiert bei jedem Fünften ein Anbieterwechsel auf dem Rat eines Freunds oder Bekannten. Zudem empfehlen Promotoren ihre Krankenkasse fünf Mal häufiger weiter wie das die Kritiker tun. Insgesamt sind derzeit 20 Prozent, also nur noch jeder fünfte Versicherte, der gesetzlich Versicherten wechselbereit. 2013 waren es gut 25 Prozent, da war noch jeder Vierte bereit zum Wechsel.

Leistung als ein Loyalitätstreiber
Ein wesentlicher Auslöser für einen Kassenwechsel ist nach wie vor der Beitragssatz. Die Treiber für Kundenbegeisterung, und damit Loyalität zu einer Krankenkasse, sind hingegen insbesondere regelmäßige Interaktionen und Innovationen. Es folgen die Reputation des Anbieters und dessen Leistungen. Erst danach kommt die Höhe des Beitragssatzes mit dem Zusatzbeitrag.

Angesichts dieser Ergebnisse stehen die Krankenkassen vor drei Paradigmenwechseln:

1. Regelmäßige Interaktion zahlt sich aus
2. Kunden erwarten mehr digitale Services
3. Der Gesundheitsplattform gehört die Zukunft

Welchen Stellenwert regelmäßige Interaktionen haben, verdeutlicht ein weiteres Studienergebnis.
Einem durchschnittlichen NPS von 20,9 Prozent bei einem Kontakt in den vergangenen drei Monaten steht ein Wert von minus 12,6 Prozent gegenüber, wenn es mehr als zwei Jahre keine Berührungspunkte gab.

„Die Frequenz und auch der Anlass von Interaktionen haben entscheidenden Einfluss auf die Loyalität. Dank digitaler Kanäle verfügen die Krankenkassen nun über erheblich mehr Möglichkeiten für regelmäßige und wertschaffende Interaktionen als früher“, sagt Mareike Steingröver, Bain-Partnerin und Co-Autorin der Studie.

Digitale Kommunikation allein reicht nicht aus
Nur digitale Kommunikation wird den Versicherten auf Dauer jedoch nicht genügen. Schon heute erwarten jeweils mehr als 40 Prozent, dass sie Anträge und Rechnungen online einreichen, Bonusprogramme und Online-Dienste zu nutzen sowie Arztrechnungen einsehen können.

Darüber hinaus interessieren sie sich für Dienstleistungen wie einen Apotheken-Navigator oder Onlineterminvereinbarungen mit Ärzten.
Zudem würden mehr als die Hälfte den Aufbau einer zentralen Gesundheitsplattform begrüßen, die sämtliche Informationen bündelt – von Angaben zu geeigneten Ärzten und Apotheken über Bonusprogramme bis hin zur elektronischen Patientenakte. Nach Überzeugung von rund 70 Prozent der Befragten sind die gesetzlichen Krankenversicherer dafür die besten Betreiber.

Was Kunden sich digital wünschen

Was Kunden sich als digitalen Service wünschen. /Grafik: Bain

„Die Krankenkassen decken schon heute einen Teil der Anforderungen an eine Gesundheitsplattform ab. Zudem überschneidet sich ihre digitale Roadmap mit den Wünschen der Kunden“, so Bain-Versicherungsexpertin Steingröver.

Auf beiden Agenden stehen unter anderem die E-Akte, Telemedizin und die Nutzung vernetzter Geräte für die Diagnose und die Pflege in den eigenen vier Wänden.

Loyalität fördern, Wachstum steigern und Effizienz erhöhen
„Die gesetzlichen Krankenversicherer sind auf dem richtigen Weg. Nun geht es darum, die Chancen der Digitalisierung noch besser zu nutzen. Auf diese Weise können die Krankenkassen die Loyalität ihrer Kunden fördern, damit ihr Wachstum steigern sowie ihre Effizienz erhöhen – und so gleich in dreifacher Hinsicht profitieren. Das sollte sich kein Anbieter entgehen lassen“, ist Bain-Partner Kinder überzeugt.

Dazu dienen vor allem die Schaffung regelmäßiger Kontaktpunkte mit einem für den Kunden spürbaren Mehrwert, verstärkte Investitionen in die digitale Transformation und die richtige Balance zwischen mehr Service und angemessenem Preis.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Allianz als Kümmerer – im Kampf gegen Stress

Dienstag, August 1st, 2017

Die Allianz hat ihr Angebot für die betriebliche Krankenversicherung (bKV) verbessert. Eine aktuelle Studie zeigt den Bedarf auf. Arbeitnehmer brauchen Hilfe und Beratung bei Stress.

Eine Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland leidet unter Stress in ihrem Job. Laut einer aktuellen Studie im Auftrag der Allianz Deutschland AG sind Alarmierende 71 Prozent. Die Mehrheit der Beschäftigten kennen aus dem Berufsalltag das Gefühl, größerer psychischer Belastung ausgesetzt zu sein, als dies gesundheitlich gut für sie wäre. Das bestätigt die aktuelle Ipsos-Umfrage. Befragt wurden 1000 Arbeitnehmer im Alter von 18 bis 65 Jahren.

Hauptursachen für die Belastung sind für alle Befragten ein hohes Arbeitsaufkommen und die Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten. Auffällig sind die Unterschiede zwischen der Gruppe der jungen und der älteren Arbeitnehmern. Die Älteren gehen deutlich gelassener mit Stress um.

Ältere kompensieren Druck mit Gelassenheit und Routine
Tatsächlich fühlen sich junge Arbeitnehmer durch ihren Job gestresster als ihre älteren Kollegen. Die psychische Belastung ist bei vielen jungen Beschäftigten so hoch, dass 53 Prozent schon einmal in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt waren. Bei den Älteren sind es „nur“ 46 Prozent. Kein Wunder also, dass bereits 56 Prozent der Jungen mit dem Gedanken spielten, die Arbeitszeit zu reduzieren oder den Arbeitgeber zu wechseln, bei den Älteren sind es mit 39 Prozent deutlich weniger.

„Stress ist auch ein Zeichen einer beschleunigten Lebenswelt, und das betrifft verstärkt die junge Generation. Auch das Privatleben bietet oft keine Entspannung mehr, denn dank Facebook, WhatsApp und Co. sind viele permanent auf Abruf“, sagt die Studienautorin, Ärztin und Psychotherapeutin Dr. med. Nilufar Heydari.

Die Allianz als Kümmerer will hier den Versicherten helfen.

Permanent auf Abruf: Jüngere Berufstätige tun sich schwerer als ältere, mal abzuschalten – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.

Allianz als Kümmerer

Stress am Arbeitsplatz – Allianz als Versicherer und Kümmerer will helfen. /Foto: Allianz istockphoto/fizkes

„Vielen fällt es heutzutage zwar generell schwer, abzuschalten. Die ältere Generation lässt sich aber nicht so schnell aus der Ruhe bringen“, so Allianz Expertin Heydari.

Das erklärt wohl auch, dass 50 Prozent der jungen Beschäftigten wegen zu hoher Belastung im Job schlechter schlafen. Bei den Älteren betrifft das mit 38 Prozent sehr viel weniger Arbeitnehmer.
Allianz Expertin Heydari weiß, dass ältere Arbeitnehmer privat deutlicher Prioritäten setzen, was ihnen in ihrer Freizeit wirklich wichtig ist und wo sie vielleicht nicht unbedingt „dabei sein“ müssen. Außerdem helfen ihnen Routine und Erfahrungen, die Belastungen im Job zu kompensieren.

Chefs können ihren Mitarbeitern helfen, gesund zu bleiben
Ältere Arbeitnehmer sind zwar gelassener als ihre jüngeren Kollegen, Stress und psychische Belastungen im Job betreffen aber alle Altersgruppen. Die große Herausforderung für Unternehmen ist, dies zu erkennen, um dem Betroffenen zu helfen, denn nur 26 Prozent der befragten Arbeitnehmer vertrauen sich ihrem Chef an.

Allianz Expertin Heydari empfiehlt Unternehmen, offen für die Probleme ihrer Mitarbeiter zu sein. Unternehmen müssten sich bewusst sein, dass ihre Mitarbeiter stärkeren psychischen Belastungen ausgesetzt sind als noch vor 20 Jahren. Wer als Chef diese Tatsachen im Hinterkopf habe und Hilfsangebote macht, trage schon viel zur Gesundheit in seinem Betrieb bei.

Auch eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) kann Chefs dabei helfen, sich für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu engagieren. Unterstützung bei seelischen Belastungen bietet etwa der Tarifbaustein „Vorsorge Extra“ der Allianz: Diese Versicherung leistet bei beruflichem Stress oder bei privaten Problemen einmal pro Jahr die Kosten für ein dreimonatiges telefonisches Coaching durch einen Spezialisten. Die psychologische Begleitung ist für den Mitarbeiter kostenlos und absolut vertraulich.

Weitere Infos zu einer „Krankenversicherung vom Chef“, die unter anderem bei psychischen Problemen helfen kann, findet man zum Beispiel auf der Website allianz.de.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Mega-Trends und Innovations-Bremsen

Freitag, Juni 17th, 2016

Die Erforschung der Trends in der Wirtschaft ist keine leichte Aufgabe. Die Ergebnisse sind zumeist Leuchttürme in rauer See, wo die Ufer der Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft liegen.

Trends in der deutschen Wirtschaft

Mega-Trends und Orientierung © eugenesergeev – Fotolia.com

2016-06-17 (db finanzwelt) Das größte deutsche Zukunftsforschungsinstitut „2b AHEAD Think Tank“ hat auf dem 15. Zukunftskongresses in Wolfsburg aktuell die neusten Ergebnisse der Studie „DEUTSCHER TRENDINDEX“ zum Trendklima in der deutschen Wirtschaft vorgestellt.

Nach der aktuellen Studie hat sich das Trendklima in der deutschen Wirtschaft in den vergangenen sechs Monaten signifikant verbessert. In der Studie erreicht das aktuelle Trendklima einen Wert von 144, nach 127 vor einem halben Jahr. Der Trend Index kann einen Wert zwischen 0 und 200 annehmen. Ein Trend Index von 100 würde ein gleich bleibendes Trendklima anzeigen. Werte über 100 signalisieren eine zunehmende Trendorientierung.

Der Director Studies & Analysis des 2b AHEAD Think Tanks, Michael Carl, untermauerte diese positive Entwicklung mit belastbaren Zahlen. Das eingesetzte Innovations-Budget als auch die Zahl der beschäftigten Innovationsmitarbeitern und bei der Nutzung externer Innovationsdienstleister werden in den befragten Unternehmen aktuell über 10 Prozent mehr Ressourcen für Innovation eingesetzt als noch sechs Monate zuvor. Für die kommenden 6 Monate ist die Stimmung ähnlich positiv. Hier wird eine Ausweitung der Beauftragung an externen Innovationsdienstleistern erwartet.

Die wichtigsten Trends und Handlungsoptionen

Die Einrichtung eines Multi-Channel-Managements für den Kundendialog (67 Prozent)

Maßnahmen als Reaktion auf den demografischen Wandel (66 Prozent)

Die Entwicklung adaptiver Produkte und Lösungen (64 Prozent)

Allerdings halten die Innovations-Chefs diese Trends für unterschiedlich dringend.

Während aktuell und im Rest des Jahres 2016 vor allem konkreten Maßnahmen in der Systematischen Trendbeobachtung durch Trend-Scouting und Trendradare (32 Prozent) sowie die Einrichtung und Pflege unternehmensinterner, sozialer Netzwerke (31 Prozent) umgesetzt werden, verlagern sich die konkret geplanten Maßnahmen in den kommenden zwei Jahren auf:

Maßnahmen gegen den demografischen Wandel (48 Prozent)

Multi-Channel-Management (46 Prozent)

Big Data Analysen zum besseren Kundenverständnis (43 Prozent)

Als weniger dringlich werden konkrete Technologien bewertet. So erreichen nach Meinung der befragten Innovationschefs die Technologien wie der 3D-Druck, Virtual und Augmented Reality sowie das teilautonome Fahren erst in fünf Jahren eine signifikante Bedeutung.

Optimismus für eigenes Unternehmen – Pessimismus für Gesellschaft
Ein auffälliges Phänomen unter Deutschlands Innovationschefs ist der Optimismus für den eigenen Verantwortungsbereich bei gleichzeitigem Pessimismus für die Gesamtwirtschaft.

So beurteilen 81 Prozent der Befragten das Innovationsklima im eigenen Unternehmen als positiv oder sehr positiv.

Unter den gleichen Befragten halten aber nur 48 Prozent auch das Innovationsklima in der Gesamtwirtschaft für positiv oder sehr positiv.

TOP 3 der Innovations-Bremsen sind: Angst, Macht und Glauben

Die Dauerstudie DEUTSCHER TRENDINDEX hat im vergangenen Halbjahr erstmals auch die Innovations-Bremsen in der deutschen Wirtschaft untersucht. 52 Prozent der Befragten halten ANGST für die stärkste Innovations-Bremse. Die TOP3 der wichtigsten Innovations-Bremsen in der Wirtschaft sind demnach …

Angst (52 Prozent)
Mehr als ein Drittel der befragten Innovationschefs (35 Prozent) geben sogar zu, dass sie selbst schon einmal eine Innovation aus Angst verhindert hätten. Wohlgemerkt: Dies sind keine der üblichen Bedenkenträger, sondern diejenigen Führungspersonen, die das Unternehmen angestellt hat, um Innovation zu befördern.

Machtstreben (37 Prozent)
Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Mitarbeiter deutscher Unternehmen befürchten einen Machtverlust durch die Umsetzung von Innovationsprojekten. Hingegen erwarten nur 40 Prozent einen Machtgewinn durch die Umsetzung von Innovationsprojekten. Und selbst unter den Vorständen erhoffen nur 41 Prozent einen Machtgewinn durch Innovationen. Nur zehn Prozent der Befragten geben an, dass in ihrem Unternehmen die Mehrheit der Innovationsideen die Hürde MACHT überwindet. Das bedeutet: In 90 Prozent der Unternehmen scheitert die Mehrheit der Innovationsideen an der Hürde MACHT!

Glauben (11 Prozent)
Starke Innovationen gehen zielgerichtet über existierende Glaubensgrenzen und Denkmuster hinaus und setzen voraus, den Glauben an bestehende Regeln in Frage zu stellen und zu erweitern. Allerdings sind Ingenieure und Fachexperten selten in der Lage, ihren Glauben an die Regeln ihres Bereiches infrage zu stellen. Unter den Befragten herrscht mit 80 Prozent Zustimmung eine große Einigkeit, dass Quereinsteiger innovativer sind als langjährige Experten.
Doch wollen die Unternehmen akzeptieren, dass ihre Langzeitexperten dauerhaft weniger innovativ sind? Oder müsste die verantwortungsbewusste Führungsstrategie nicht lauten: „Mache alle Langzeitexperten zu Quereinsteigern!“

… auf den Rängen 4-8 folgen die Innovations-Bremsen: Politik, Bürokratie, Bildungssystem, Datenschutz und finanzielle Unsicherheit.

Bewertungen und Zitate der Forscher
Michael Carl, der Studiendirektor des 2b AHEAD Think Tanks sowie Prof. Dr. Thomas Druyen, Direktor des Instituts für Zukunftspsychologie und Zukunftsmanagement an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien, der als Experte die Veröffentlichung des Deutschen Trend INDEX begleitet hat, gaben in ihren Statements weiterführende Begründungen und Strategieempfehlungen für den Umgang der Unternehmen mit den Ergebnissen der neuen Studie.

„Diese Zahlen mögen zwar unser Vertrauen in die Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft erschüttern, aber sie sind kein zufälliges Ergebnis. Dies wird sichtbar, wenn man die Frage stellt, wie deutsche Unternehmen ihre Führungskräfte unterstützen, Entscheidungen auf unsicherer Basis zu treffen? Hier werden an den ersten Stellen Uralt-Konzepte wie Netzwerke (52 Prozent) und Fortbildung (49 Prozent) genannt. Dies zeigt deutlich, dass die Unternehmen noch keine Konzepte für den Wandel der Unternehmenskultur in Zeiten eines starken Veränderungsdrucks haben. Kaum jemand hat bislang den Schlüssel zur Befähigung seiner Führungskräfte zu klaren Entscheidungen mit agilen Methoden in den disruptiven Zeiten der Digitalisierung gefunden. Dies wird DAS THEMA der kommenden Monate und Jahre sein!“, so Michael Carl, Director Studies & Analysis des 2b AHEAD Think Tanks.

„Allerdings wird das Warten auf die Folgen des Wartens für die meisten in einer Katastrophe enden. Die technische und exponentielle Beschleunigung verzeiht wohl keine verständnisorientierten und emotionalen Verschnaufpausen. Vor diesem Hintergrund führt das Phänomen der Angst in eine nachteilige und unausweichliche Sackgasse. Die Probleme vervielfältigen sich und wie bei einem Wasserrohrbruch ist man mit Krisenmanagement überflutet und kommt eigentlich zunehmend zu spät. Prävention und Gestaltung bleiben auf der Strecke, man ist ein Opfer der eigenen Trägheit. … Das Verständnis, guter wissenschaftlicher und spiritueller Lehrer, immer auch Schüler zu bleiben, ist bei den meisten Entscheidungsträgern noch nicht angekommen. Bei aller Unvorhersehbarkeit bleibt eins gewiss, Arroganz kann Weisheit oder besser Souveränität nicht ersetzen“, sagt Prof. Dr. Thomas Druyen, Direktor des Instituts für Zukunftspsychologie und Zukunftsmanagement an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien.

Dietmar Braun

Schweizer Versicherer müssen neu ticken

Donnerstag, Juni 16th, 2016

Die Risikomanager und Vorstände der Versicherer in der Schweiz müssen handeln und zwar anders als gewohnt. Die Uhren laufen digital anders. Der Takt ist schneller, das verändert auch die Taktik.

Zeit zu handeln

Die Digitalisierung beschleunigt das Ticken und ändert die Taktik – Zeit zu handeln © beermedia.de – Fotolia.com

2016-06-16 (db finanzwelt) Die Schweizer Versicherungsbranche steht vor einem radikalen Umbruch warnt eine aktuelle Studie des Wirtschafts- und Beratungsunternehmens EY. Während sich durch niedrige Marktzinsen das Marktumfeld verschlechtert und das Versicherungsgeschäft stagniert, setzen sich die Unternehmen ohne auf die Realität und Markt zu achten ehrgeizige Wachstumsziele.

Intensiver Verdrängungswettbewerb in der Schweiz
Bis ins Jahr 2030 werden höchstwahrscheinlich 45 Prozent der Schweizer Versicherer aus dem Markt gedrängt. Sollten sich die disruptiven Trends weiter fortsetzen und beschleunigen, werden bis zu 70 Prozent der heutigen Versicherer vom Markt verdrängt. Zu diesem Resultat kommt die aktuelle Studie von EY.

Die Schweizer Versicherer würden zu optimistisch in die Zukunft planen warnen die Autoren der Studie. Die aktuellen Wachstumsprognosen der Schweizer Versicherer lägen weit über der in der Realität erwarteten Marktentwicklung. Die Studie zeigt, dass die Unternehmen im Schnitt um jährlich 5 Prozent wachsen wollen. Doch die Realität sieht anders aus.

„Die Wachstumsmöglichkeiten des Versicherungsmarktes sind beschränkt, selbst ein Rückgang des Volumens ist denkbar“, sagt Achim Bauer, Insurance Leader EY Schweiz.

Stagnierender Versicherungsmarkt in der Schweiz
Mehrere Treiber hemmen heute und in der Zukunft das Marktwachstum für Versicherungen in der Schweiz.

„Der starke Franken verhindert, dass das Bruttoinlandsprodukt der Schweiz wächst“, sagt Yamin Gröninger, Director bei EY Financial Services Schweiz und Studienleiterin.

Gleichzeitig reduziere sich die Haushaltsvermögen gemäß einer Prognose von EY bis 2018 um 0,1 Prozent. Dies dämpfe die Nachfrage nach Versicherungslösungen weiter.

Hinzu käme, dass sich die Zunahme der Schweizer Wohnbevölkerung, bis anhin ein wichtiger Wachstumstreiber der Branche, durch die Masseneinwanderungsinitiative höchstwahrscheinlich abschwächen wird. Auch das politische und regulatorische Umfeld für Versicherungsunternehmen wird anspruchsvoller. Diverse politische Vorstöße wie die „Altersvorsorge 2020“ drohen die Marktentwicklung zu bremsen, während neue Regulierungen wie Solvency II, Swiss Solvency Test oder der Common Reporting Standard für steigende Kosten sorgen.

Die Negativzinsen stellen gerade für Lebensversicherer eine ernstzunehmende Gefahr dar. Das Niedrigzinsumfeld wird Prognosen zufolge noch länger anhalten: So weisen auch die Franken-Swap-Sätze bis zu einer Laufzeit von zehn Jahren negative Werte auf.

Schweizer Versicherungsmarkt gesättigt
Die Versicherungsausgaben in der Schweiz belaufen sich auf 7.267 Schweizer Franken pro Haushalt und Jahr, was 11 Prozent des Einkommens entspricht. Weltweit liegen die Ausgaben nur in Luxemburg höher.

„Auch Schweizer Konsumenten werden in Zukunft vermehrt versuchen, die Ausgaben für ihren Versicherungsschutz zu optimieren. Unterstützt werden sie dabei von neuen, technologie- und datengetriebenen Geschäftsmodellen auf Seite der Versicherungen, die Kunden situativ relevante und gezieltere Angebote unterbreiten und Technologien, welche die Preistransparenz im Markt erhöhen“, so Expertin Gröninger.

Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Die Diskrepanz zwischen der prognostizierten Marktentwicklung einerseits und den Unternehmenszielen andererseits wird letztendlich zu weitreichenden Umwälzungen führen. Um profitabel zu wachsen, werden die Schweizer Versicherer gezwungen sein, sich mit Konkurrenten zusammenzuschließen oder diese aus dem Markt zu drängen.

Der verschärfte Wettbewerb lässt erwarten, dass bis ins Jahr 2030 die Hälfte (45 Prozent) der Schweizer Versicherer ihr Geschäft aufgeben müssen, so das durch die Studie von EY ermittelte Szenario.

Gleichzeitig drängen neue Anbieter in den Schweizer Markt, wodurch weitere Unternehmen bedroht werden. InsurTechs und große branchenfremde Konzerne haben das Potenzial, erhebliche Marktanteile zu gewinnen.

Bis 2030 ist es daher denkbar, dass bestehende und neue Konkurrenten gemeinsam bis zu 70 Prozent der bisherigen Versicherungsunternehmen verdrängen.

„Diese Entwicklung ist durchaus wahrscheinlich, das hat sich in anderen Branchen gezeigt. Als die Umsätze im Mobiltelefonmarkt stagnierten, traten neue Konkurrenten auf, mit dem Resultat, dass sich sämtliche der zuvor führenden Hersteller zurückziehen mussten. Den gleichen Umbruch hat die Reiseindustrie durchlebt, wo Online-Plattformen die traditionellen Reiseagenturen aus dem Markt gedrängt haben. Vergleichbare Veränderungen stehen dem Versicherungsmarkt bevor“, warnt Experte Bauer.

Chancen und Risiken der Digitalisierung
Die Digitalisierung hat den Versicherungsmarkt erfasst. Die neuen Technologien haben die Position der Konsumenten sprunghaft verbessert, mit spürbaren Folgen: Das Preisbewusstsein steigt, die Loyalität nimmt ab. Dadurch entwickelt sich das Versicherungsgeschäft zu einem Consumer-to-Business-Modell (C2B).

„Kundennähe, genaue Kenntnisse und schnelles Adressieren der Bedürfnisse werden zu Kernkompetenzen. Wer den Trend verpasst, gerät in ernsthafte Schwierigkeiten, während sich neuen Anbietern dadurch Chancen eröffnen“, sagt Expertin Yamin Gröninger.

InsurTech‘s und Fintech’s hätten sich etabliert, welche die traditionellen Geschäftsmodelle in Frage stellen und die Wertschöpfungskette aufbrechen. Schon heute sorgen sie für mehr Wettbewerb und für tiefere Preise. Noch stärker vermögen branchenfremde Konzerne in den Versicherungsmarkt einzugreifen.

„In fast allen Geschäftsbereichen gibt es mindestens einen Anbieter, der die Versicherungskunden besser kennt als die Versicherer selbst. Entsprechend groß ist das Risiko für traditionelle Anbieter, den Zugang zu den eigenen Kunden zu verlieren. Ein Beispiel dafür sind Versicherungen für Motorfahrzeuge, hier wissen die Autohersteller viel genauer über die Bedürfnisse der Kunden Bescheid“, warnt die Marktexpertin Yamin Gröninger.

Zeit zum Handeln
Angesichts der Umwälzungen stehen den Schweizer Versicherern verschiedene Optionen offen: Sie können konsequent auf Skalierbarkeit setzen, um ihre Effizienz zu steigern und Preisvorteile zu generieren. Sie können Partnerschaften mit InsurTechs eingehen und deren Innovationspotenzial nutzen.

Die Versicherer können maßgeschneiderte persönliche Services anbieten, bei denen digitale Wettbewerber nicht mithalten können. Oder sie beschränken sich darauf, als Zulieferer für einen branchenfremden Konzern zu agieren. Unabhängig von der gewählten Stoßrichtung gilt es vor allem zu handeln, appellieren die Studienautoren.

„Zentral ist, dass die Versicherer jetzt energisch handeln. Nun ist der letzte Moment, die Strategien zu überdenken und Klarheit über die eigenen Stärken zu gewinnen. Auf diese Kompetenzen sind sämtliche Aktivitäten zu fokussieren“, so Achim Bauer.

Die Schweizer Versicherer müssen auch risikobewusst entscheiden, wie radikal sie die Veränderung anstreben wollen. Eine evolvierende Strategie führt zum vorübergehenden Überleben des Umbruchs, während eine grundlegende strategische Neuorientierung langfristige Wettbewerbsvorteile sicherstellt.

Fazit: Der Schweizer Versicherungsmarkt ist nicht ein Ausnahme-Szenario in Europa. Die europäische Assekuranz steht vor ähnlichen Herausforderungen. Das beschränkt sich nur in einer ersten Welle auf die Erstversicherer, auf Dauer wird sich auch der Markt für Rückversicherer ändern.

Dietmar Braun

Deutsche Bahn ist freundlicher als Versicherer

Montag, Februar 29th, 2016

Eine Emnid-Studie bescheinigt der Deutschen Bahn AG weit mehr Kundenfreundlichkeit als bei den deutschen Versicherern. Sogar die deutschen Behörden sind kundenfreundlicher als die Assekuranz.

2016-02-29 (db) Knapp die Hälfte der Erwerbstätigen in Deutschland (44,4 Prozent) findet, dass die Versicherungsbranche im Vergleich zu anderen Branchen am wenigsten kundenfreundlich ist. Das ergab eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS-Emnid.

Den zweiten und dritten Platz der Top 10 der kundenunfreundlichsten Branchen belegen der öffentliche Dienst (44,1 Prozent) und Telekommunikationsanbieter (42,2 Prozent). Am besten schneidet unter den Befragten die Deutsche Bahn ab (29,5 Prozent).

Rangliste der Anbieter in Deutschland die zu Kunden besonders unfreundlich sind:

1. Versicherer 44,4 Prozent

2. Öffentliche Ämter 44,1 Prozent

3. Telekommunikationsanbieter 42,2 Prozent

4. Banken/Finanzinstitute 40,7 Prozent

5. Ärzte/Krankenhäuser 40,5 Prozent

6. Vermieter/Hausverwaltungen 38,7 Prozent

7. Autohändler 37,2 Prozent

8. Strom-/Gasanbieter 36,8 Prozent

9. Handwerker 33,7 Prozent

10. Deutsche Bahn 29,5 Prozent

Jüngere und Männer empfinden die Assekuranz als unfreundlich
Je jünger die Befragten, desto kritischer die Antworten: Während bei den über 60-Jährigen auf die Frage „Was glauben Sie, wo geht es besonders kundenunfreundlich zu?“ jeder Dritte (36,1 Prozent) den Versicherungsbereich angibt, ist es bei den 14- bis 29-Jährigen sogar jeder Zweite (50,1 Prozent). Dabei ist der Wert in Berlin am höchsten (64,2%) und in Baden-Württemberg am niedrigsten (27,8 Prozent). Insgesamt ist die Unzufriedenheit im Osten etwas höher (46,3 Prozent) als im Westen (44,0 Prozent). Auch hinsichtlich der Geschlechter lassen sich Unterschiede feststellen: So halten mehr Männer (48,9 Prozent) als Frauen (39,2 Prozent), die Versicherungsbranche für kundenunfreundlich.

Dietmar Braun

Studie: Riester-Rente lohnt sich

Montag, April 7th, 2014

2014-04-07 (db) Die Riester-Förderung macht Versicherungslösungen attraktiv. Eine aktuelle Studie des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) kommt zu dem Ergebnis, das gelte auch in der aktuellen Niedrigzinsphase. In seinem Rating zu Riester-Rentenversicherungen hat das IVFP laut einer Pressemitteilung in diesem Jahr 73 Tarife von 54 Versicherungsunternehmen anhand von 83 Kriterien geprüft.

Die Einteilung der Tarife erfolgte in der Studie marktkonform in klassische und fondsgebundene Produkte mit einer Garantie zur Beitragssicherung sowie in die Kategorie „Komfort“. Beim Vergleich der aktuellen Ergebnisse der Analyse mit denen des Vorjahres, zeige sich laut den Autoren der Studie um IVFP-Geschäftsführer Frank Nobis, dass jetzt mehr Anbieter von klassischen Riester-Policen die Gesamtkostenquote ausweisen. 2013 war es noch ein Drittel, aktuell in 2014 sind es bereits 43 Prozent. Bei den fondsgebundenen Tarifen festige sich ein leichter Anstieg in der Offenlegung der Gesamtkostenquote als Branchentrend.

Keine Veränderungen, bezogen auf die monatliche Sparrate, gäbe es bei der Darstellung der monatlichen Abschluss- und Vertriebskosten. Wie im vergangenen Jahr liege hier die Quote unverändert bei 28 Prozent. Ähnlich verhalte es sich mit den Kosten für eine Zuzahlung von 1.000 Euro. Ein geringer Anstieg des Betrags von 79 auf 81 Euro sei festzustellen. Prozentual hat sich wenig im Markt verändert. 16 Prozent der Anbieter verlangen maximal 50 Euro und zehn Prozent der Anbieter verlangen mehr als 110 Euro. Eine leichte Verbesserung zeigte sich bei der Darstellung der Kosten für Zuzahlungen. Bei zwei Prozent mehr als im Vorjahr (2013: 60 Prozent) zeige sich dies deutlich.

Die besten Riester-Versicherer

Zu den führenden Anbietern im Riester-Renten-Rating 2014 zählen neben HUK Coburg, Allianz, Alte Leipziger und Stuttgarter auch Debeka, R+V, Hanse Merkur 24, Hannoversche sowie die Postbank Versicherung.

Link zur Riester-Renten Studie 2014

Dietmar Braun, freier Fachjournalist Assekuranz und Banken

Studie: Beratungsprotokoll unterstützt Banken statt Kunden

Mittwoch, Dezember 4th, 2013

2013-12-04 (db) Sechs von zehn Deutschen stellen in einer aktuellen Studie Banken ein schlechtes Zeugnis aus. Die Dokumentation der Bankberatung nütze eher den Banken. Der Mehrwert für die Kunden sei viel zu gering.

Die seit 2010 gesetzlich vorgeschriebene Pflicht zum Beratungsprotokoll hat die Bankberatung nicht verbessert, sagen knapp 60 Prozent der Bundesbürger. 62 Prozent der Befragten befürchten, dass die Geldhäuser jetzt eher Anlagen empfehlen, die kein aufwändiges Protokoll erfordern. 59 Prozent erwarten dass sich Banker gleich ganz aus der Beratung insbesondere von Kleinanlegern zurückziehen, weil der bürokratische Aufwand zu groß ist. So das Ergebnis einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Cofinpro die repräsentativ 1.000 Bundesbürger befragte.

Kleinanleger werden weniger beraten

„Die Bundesbürger spüren, dass die Banken bei ihrer Beratung zurückhaltender geworden sind“, sagt Melanie Purgar, Expertin bei der auf Banken spezialisierten Unternehmensberatung Cofinpro. „Viele Institute haben zudem die Produktauswahl eingeschränkt.“ So empfehlen Banken in erster Linie Standardprodukte aus dem eigenen Haus, das zeigen die Erfahrungen von 83 Prozent der Befragten.
Die Bundesbürger beklagen aber nicht nur den Rückzug der Geldhäuser aus der Beratung. Zwei Drittel haben außerdem das Gefühl, die Institute interessieren sich wenig für ihre Bedürfnisse bei Fragen rund um die Geldanlage.

Kunden wünschen mehr Service

„Dabei bietet gerade das Beratungsprotokoll den Banken immense Chancen, die Wünsche und Besonderheiten des Kunden herauszufinden. Es liefert damit sehr wertvolle Informationen für ihr Geschäft – diesen Vorteil sollten die Institute nutzen, um trotz des bürokratischen Aufwands einen klaren Mehrwert für ihre Kunden zu schaffen“, stellt Purgar fest.
Die Bundesbürger jedenfalls würden es begrüßen, wenn die Banken die Beratungsprotokolle (§ 34 WpHG) gezielt auswerten: 75 Prozent der Befragten wünschen sich ausdrücklich, dass die Geldhäuser die Informationen nutzen, um ihnen künftig passgenaue Angebote zu unterbreiten.
Auch im Hinblick auf die voraussichtlich ab 2015 hinzukommenden, zahlreichen neuen Vorschriften im Rahmen von MiFID II empfiehlt Purgar den Banken, nicht nur die Belastungen im Blick zu haben. „Es gilt zwar erneut, ein großes Paket an Richtlinien umzusetzen, die sich auf verschiedene Bereiche – auch über den Anlegerschutz hinaus – in der Bank auswirken. Doch der Handlungsbedarf ist dort besonders groß, wo die direkte
Kundenwahrnehmung betroffen ist.“

Standardbriefe prägen die Kundenbetreuung

Die Verpflichtung zur regelmäßigen Information der Anleger über die Entwicklung Ihrer Anlagen könne die Kundenbindung nachhaltig stärken. Statt unpersönliche Standardbenachrichtigungen zur Entwicklung der Vermögensanlagen zu verschicken sollten die Banken dabei auf die individuellen Wünsche ihrer Kunden eingehen. Aus Sicht der Bundesbürger ist dieser Beratungsfolgeprozess überfällig: 74 Prozent bemängeln, dass die Banken bisher nach der Beratung zu wenig Zeit investieren, um fortlaufend die Geldanlagen ihrer Kunden im Blick zu behalten.

Dietmar Braun

Index 2013 für den Besitz der Bundesbürger

Donnerstag, September 12th, 2013

(db) Die Studie „Besitzindex 2013“ der Generali Deutschland ergibt, dass die eigenen vier Wände der wichtigste Besitz der Bundesbürger sind. Basis für den Besitzindex ist eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstitut forsa unter 1.002 Bundesbürgern. Zu 70 Prozent nannten zwei Drittel der Befragten ein Haus oder eine Wohnung als ihren wichtigsten persönlichen Besitz. Diese Antwort war unabhängig davon, ob das eigene Heim bereits im Eigentum oder zur Miete genutzt wird.

Die eigenen vier Wände liegen, wie in der Studie aus 2012 erneut auf Platz 1.  Bei der ersten Umfrage im Jahr 2012 waren es noch 10 Prozent weniger, die sich für das Eigenheim als Favorit und Traum entschieden hatten. Insbesondere in kleineren Orten sind Haus oder Wohnung bei den Bewohnern von hoher Bedeutung. In Orten mit weniger als 20.000 Einwohnern gaben 73 Prozent der Befragten dies als ihren wichtigsten persönlichen Besitz an. In Orten mit über 20.000 Einwohnern waren es nur 68 Prozent.

Auf Rang zwei ist alles Fahrbare

Auf Platz 2 liegt wie bei der Umfrage im Vorjahr alles was sich fahren lässt. Das Auto, Motor- und Fahrräder sind zu 48 Prozent der deutschen liebste Besitztümer. Hier zeigt sich ein Trend zu mehr Mobilität in kleineren Ortschaften, wo die Bedeutung des fahrbaren Untersatzes höher ist. In Orten mit weniger als 20.000 Einwohnern gaben 53 Prozent der Befragten das Auto, Motor- oder Fahrrad als wichtigsten persönlichen Besitz an. In Orten mit mehr als 20.000 Einwohnern waren es nur 45 Prozent. Auf dem dritten Platz landen mit 36 Prozent die Inneneinrichtung und Möbel.

In der Skala der Beliebtheit folgen für 29 Prozent die Elektro- und Unterhaltungsgeräte, für 28 Prozent Kleidung und Schuhe, für 20 Prozent eigene Hobby- und Sportgeräte und 12 Prozent nannten Haushaltsgeräte.

Beim Eigentum schlägt Qualität den Preis

Beim Erwerb des persönlichen Besitzes legen die Bundesbürger Wert auf die Beschaffenheit und die Qualität. Drei Viertel der Befragten erklärten, dass Qualität für sie der wichtigste Aspekt ist. Der Kaufpreis landete mit 55 Prozent nur auf dem zweiten Platz. 38 Prozent achten bereits auf die Umweltverträglichkeit. Ein persönlicher Ansprechpartner für Beratung und Service ist für 29 Prozent wichtig, eine Empfehlung durch Freunde, Bekannte oder Verwandte spielt für 26 Prozent eine Rolle und für 19 Prozent ein Angebot, das speziell auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Weniger wichtig ist dagegen die Möglichkeit des Online-Erwerbs oder die Marke. Lediglich elf Prozent gaben an auf die Marke zu achten und nur für acht Prozent war der Name der Marke wichtig.

Größte Gefahr ist Einbruch oder Diebstahl

Als stärkste Bedrohung für ihren persönlichen Besitz sehen die Befragten Einbruch oder Diebstahl. Für rund die Hälfte der Bevölkerung stellt mit 46 Prozent der Befragten dies das größte Risiko für eine Schädigung oder Verlust des persönlichen Besitzes dar. 37 Prozent fürchten Unfälle, zum Beispiel mit dem Pkw oder im Haushalt, 32 Prozent einen Wohnungs- oder Hausbrand, sowie 31 Prozent sorgen sich um Schäden in Folge von Unwetter wie Sturm, Hagel, Überschwemmungen. Dahinter folgen zu 26 Prozent Schäden die Zerstörungswut oder dem Vandalismus zuzuordnen sind. Interne Faktoren wie eigene Gedankenlosigkeit und mangelnde Sorgfalt gaben zu 25 Prozent nur ein Viertel der Befragten an. Gedankenlosigkeit und mangelnde Sorgfalt anderer befürchten 23 Prozent.

Ältere sorgen sich mehr um ihren Besitz

Die Studie zeigt dass ältere Menschen ihren persönlichen Besitz tendenziell stärker als bedroht sehen wie Jüngere: Einbruch oder Diebstahl befürchten von den Befragten über 45 Jahre 52 Prozent. Bei den unter 45-Jährigen sind es nur 38 Prozent. Unwetter stellt für 35 Prozent der über 45-Jährigen eine Bedrohung dar,  27 Prozent fürchten Vandalismus.

Eine Ausnahme stellt Unachtsamkeit dar. 34 Prozent der unter 45-Jährigen sehen in der eigenen Gedankenlosigkeit und mangelnden Sorgfalt eine Bedrohung ihres persönlichen Besitzes. Bei den Älteren sind dies nur 18 Prozent. Bei Gedankenlosigkeit und mangelnder Sorgfalt Dritter ist dies zu 33 Prozent bei den Jüngeren und nur zu 17 Prozent bei den Älteren der Fall.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

2013 Geldanlagen

 

Was sich BU-Makler wünschen

Donnerstag, Juli 25th, 2013

Biometrische Versicherungslösungen zählen zu den Hoffnungsträgern der Lebensversicherer und Versicherungsmakler in Deutschland. Was vom Biometrie-Markt aus Maklersicht zu erwarten ist, wurde in einer aktuellen Studie erforscht.

2013-07-25 (db) Das Marktforschungs- und Beratungsinstituts „Heute und Morgen“ aus Köln untersuchte in einer aktuellen Studie biometrische Lösungen für das Risiko der Berufsunfähigkeit und schwerer Erkrankungen.  Im Fokus standen relevante Marktentwicklungen, Produkt- und Anbieterpräferenzen, Bedingungswerke und die Auswahlkriterien im Bereich Berufsunfähigkeit, schwere Erkrankungen und funktionelle Invaliditätsabsicherung.

Laut den Autoren der Studie vermitteln Makler schwerpunktmäßig die selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU). Nur die SBU-Tarife würde den Kunden aus ihrer Sicht ein erstklassiges Leistungsspektrum bieten. Reine Risiko-Policen aus dem biometrischen Alternativmarkt – wie Dread Disease oder funktionelle Invaliditätsabsicherung – würden hingegen nicht als reale Alternativen zur BU eingestuft. Vielmehr diene diese als Ersatz oder Zusatzlösung für den Fall, dass sich die Kunden eine SBU finanziell nicht leisten können oder von den Anbietern aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt werden.

In der Studie wurden 30 hauptberufliche Versicherungsmakler mit unterschiedlicher Umsatzgröße und auch verschiedener regionaler Herkunft mit Vermittlungsschwerpunkt im Bereich biometrische Risiken im Juni 2013 im Rahmen der neuen Studienreihe „Klartext Assekuranz: Marktperspektiven aus Maklersicht“ ausführlich befragt.

Mehr Transparenz bei der BU-Risikoprüfung gefordert

Wie die Autoren der Studie berichten, fordern die Makler mehrheitlich eine größere Transparenz der Produktgeber bei ihrer BU-Risikoprüfung sowie mehr Transparenz über Entscheidungsparameter beim Prüfverfahren, um die Kunden noch besser und gezielter beraten zu können. Kritisch betrachtet werde zudem die häufig wechselnde oder ausgeweitete Berufsgruppeneinteilung in den BU-Bedingungswerken der Versicherer. Eine klare Orientierung werde dadurch erschwert.

Insgesamt würden die Makler Verbesserungen in den Bedingungen, in Klauseln und höhere Leistungsstandards bei den BU-Policen in den letzten Jahren erkennen, was ihrer Meinung nach auf den wachsenden Wettbewerbs zurückzuführen sei. Dennoch verbleiben aus Maklersicht bei den Anbietern noch zu viele Fallstricke oder Aushebelungen im Kleingedruckten bestehen.

Generell beobachten die Makler eine restriktive Annahmepolitik seitens der Versicherer. Viele Makler suchen auch eine Lösung für Zielgruppen, die eine BU dringlich brauchen, sich diese aber zumeist aufgrund sehr hoher Risikomehrbeiträge nicht leisten können. Aus Maklersicht gilt es hier, zusätzliche Stellschrauben und flexible Bedingungswerke zu entwickeln, die zur Folge haben, dass der Beitrag sinkt.

Kriterien und Präferenzen der Makler bei der Produktwahl

Für Makler sei das wichtigste Kriterium bei der Auswahl der für den einzelnen Kunden geeigneten BU das Bedingungswerk, das letztlich über die Produkt-Qualität entscheiden würde. Um die einzelnen Bedingungen der jeweiligen Tarife und Anbieter in der BU vergleichbar zu machen, nutzen alle befragten Makler mindestens eine Vergleichssoftware – derzeit am häufigsten die vom Analysehaus Morgen & Morgen, gefolgt von Softfair sowie Franke und Bornberg. Neben weiteren Kriterien wie berufsgruppenspezifische Angeboten, Anbieter-Expertise, Maklerbetreuung sowie Erfahrungen mit der Schadenabwicklung und Prozess-Quote, würde zunehmend auch die Finanzkraft der Produktgeber eine Rolle spielen, da nur dadurch ein nachhaltiger Versicherungsschutz garantiert werden könne.

Die Kunden gehen heute informierter als früher in das Beratungsgespräch. Nicht selten würden potentielle Kunden auch Rankings oder Tests aus Publikums- oder Fachzeitschriften mitbringen. Zugleich bleibe ihr Wissen im Thema, nach Maklermeinung, zumeist oberflächlich und lückenhaft.

Zu den beliebtesten und vergleichsweise am häufigsten vermittelten BU-Anbietern im Maklermarkt zählen laut Studie derzeit Alte Leipziger, Nürnberger, Swiss Life und Volkswohl Bund. Aber auch der Marktführer Allianz, der Versicherungsverbund Continentale und die Talanx-Konzerntochter HDI zählen zum maklerseitigen Favoritenkreis.

„Unsere Expertenbefragung zeigt, dass sich die Makler in der Regel ein differenziertes Bild von den Stärken und Qualitäten der einzelnen Anbieter und deren Angeboten machen, und dann je nach Bedarf im Einzelfall aus einem Portfolio von etwa fünf bis sieben Produktgebern auswählen“, sagt Heute-und-Morgen-Geschäftsführerin Tanja Höllger. „Die Möglichkeiten der Anbieter biometrischer Produkte, sich vom Wettbewerb zu differenzieren werden gleichzeitig enger und spezifischer. Daher lohnt ein genaues Hinschauen auf den wichtigen und starken unabhängigen Vertriebskanal in diesem beratungsintensiven Produktsegment.“

Biometrischer Alternativmarkt wird unterschiedlich beurteilt

Zum vergleichsweise noch jungen biometrischen Alternativmarkt zeigt die Maklerbefragung deutlich, dass es vielen Maklern derzeit noch schwer fällt, sich vom Konzept des Komplettschutzes der BU zu lösen.

Neue Biometrie-Produkte wie Dread Disease, funktionelle Invaliditätsabsicherung und weitere Alternativen – die das Risiko einer Berufsunfähigkeit nur partiell beziehungsweise auslösespezifisch absichern – haben im Maklermarkt daher längst kein so positives Image wie die hochangesehene SBU. Im Gegenteil: „Notprodukte“, „zweitklassige Lösung“ oder „Nischenprodukte“ sind laut der Studie die häufig zur Beschreibung gewählte Begriffe. Bereits mit den „sperrigen“ Produktbegriffen könnten sich viele Makler nur wenig identifizieren. Viele Makler wünschen sich eher Weiterentwicklungen und bedarfsorientierte zielgruppenspezifische Differenzierungen innerhalb der etablierten BU als im Bereich neuer alternativer Biometrie-Produkte.

Gleichzeitig werde aber auch deutlich, dass sich die Makler mit den neuen Biometrie-Produkten und deren Chancen bei weitem noch nicht so intensiv wie mit der BU auseinandergesetzt haben und diese im Maklermarkt erst schrittweise ankommen. In der Öffentlichkeit beziehungsweise bei den Kunden sind diese Biometrie-Produkte aus Maklersicht bisher kaum bekannt, was ein zusätzliches Hemmnis in der Vermittlung darstellt.

Daher müsse es wichtige Aufgabe der Produktgeber bleiben, den Maklern – wie auch der Öffentlichkeit – die neuen biometrischen Versicherungs-Produkte transparent und möglichst verständlich zu gestalten. Positiv wäre aus Maklersicht, wenn bessere Einstiegshilfen in das Thema geboten würden. Hierzu wünschen sich die Makler kurze faktenorientierte Produkt-Steckbriefe mit den Hauptvorteilen deutlich mehr als ausführliche, stärker am Anbietermarketing orientierte Produkt-Broschüren. Auch produktbezogene Schulungen, Roadshows und Webinare würden gern von den Maklern genutzt.

Als aktuelle Top-Anbieter im Bereich Dread Disease sehen die Makler insbesondere Canada Life, mit Abstand gefolgt von Gothaer und Skandia. Bei funktionellen Invaliditätsabsicherungen würden vor allem Axa und Janitos zu den wichtigsten Anbietern aus Maklersicht zählen, daneben auch Allianz und Barmenia.

„Auffällig ist, dass die Marktführer aus der BU im biometrischen Alternativmarkt unter den im Maklermarkt bevorzugten Anbietern kaum auftauchen. Gerade für etablierte BU-Versicherer mit gutem Ruf in der Maklerschaft könnte ein stärkerer Einstieg in den biometrischen Alternativmarkt erfolgsversprechend sein“, sagt Christina Barschewski, die Senior Projektleiterin bei Heute und Morgen.

Ist Versicherung ein Markenprodukt?

Donnerstag, Juli 25th, 2013

Den größten Einfluss auf einen Versicherungsabschluss haben die affektive und die kognitive Markenwahrnehmung. Dies bedeutet, dass die Entscheidung eine Versicherung abzuschließen sowohl auf der Gefühls- sowie auf der Verstandesebene gefällt wird.

2013-07-25 (db) Bei den affektiven Erlebnissen sehen deutsche Kunden die größten Unterschiede hinsichtlich der Modernität von Versicherer-Marken. Insbesondere Direktanbieter wie ASSTEL, DA Direkt oder Direct Line erscheinen moderne Marken, jedoch können sich auch AXA und ERGO als Agenturversicherer modern darstellen.

Dies ist das Ergebnis der Studie „Markenbarometer Assekuranz“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, für die rund 2.000 Entscheider in Versicherungsangelegenheiten zu über 30 Versicherer-Marken repräsentativ befragt wurden. Für die Studie wurden folgende Versicherer-Marken untersucht: Allianz, ARAG, Asstel, AXA, Barmenia, Concordia, Cosmos Direkt, DA Direkt, DEVK Versicherungen, Debeka, Die Continentale, Direct Line, ERGO, ERGO Direkt, Generali, Gothaer Allgemeine Versicherung AG, Hanse Merkur, Hannoversche, HDI, HUK24, HUK-Coburg, LVM-Versicherungen, Mecklenburgische Versicherungsgruppe, Nürnberger, Provinzial, R+V Versicherung, Rheinland Versicherungsgruppe, Signal Iduna Gruppe, Versicherungsgruppe Hannover VGH, Volksfürsorge, Wüstenrot + Württembergische, Zurich.

Preiswertigkeit steht im Fokus

Unter den kognitiven Markenerlebnissen differenziert sich der Markt am stärksten beim Preis-Leistungs- Verhältnis. Durch Analyse von Interaktionen kann die YouGov Brand Engine das ideale Markenerlebnis je Kontaktpunkt identifizieren.

„Trotz der hohen Bedeutung des Preis-Leistungs-Verhältnisses stellen sich für Premium-Anbieter affektive Inhalte wie z. B. Pflichtbewusstsein als wirksame Proposition dar, die sogar von einer hohen Preiswahrnehmung unterstützt wird. Damit wird deutlich, wie wichtig für Premium-Anbieter eine kontinuierliche Qualitätskommunikation ist, um werbeerzeugten Preisvergleichen zu trotzen“, interpretiert Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzmarktforschung bei YouGov Deutschland.

Die Bedeutung der Markenprägnanz wird durch die zunehmende Kommunikationsvielfalt wichtig. Auch die von vielen Versicherern verfolgte ganzheitliche Kundenanbindung braucht eine Marke, die eine möglichst breite Kompetenzanmutung für viele Versicherungsprodukte vermittelt.

Laut den Ergebnissen der Studie werden den Marken DA Direkt, Direct Line, HDI, HUK24 und HUK-Coburg am meisten Kompetenz in Sachen Kraftfahrt-Versicherungen zugeschrieben.

Bei privaten Krankenversicherungen stehen Barmenia, Debeka und Hanse Merkur und in der Lebensversicherung stehen Allianz, Debeka, Hannoversche, Nürnberger und Provinzial mit der höchsten Kompetenzanmutung im Ranking.

Fernsehwerbung stärkt die Marke am meisten

Die Kompetenz ist von hoher Wichtigkeit, aber auch die nötige öffentliche Wahrnehmung: Über alle Kommunikationskanäle hinweg ist TV-Werbung der Kanal mit dem höchsten werblichen Erfolg. Hier dominieren die Allianz, Cosmos Direkt, ERGO, ERGO Direkt und HUK-Coburg. Durch die intensive TV-Werbung hat sich die ERGO auf die zweitbeste ungestützte Bekanntheit von 35 Prozent nach der Allianz und eine gestützte Bekanntheit von 76 Prozent auf Rang drei nach Allianz und HUK-Coburg hochgearbeitet. Der Kontakt über Print-Werbung ist branchenübergreifend etwas höher als über Online-Werbung, beziehungsweise der Kontakt in einem Vergleichsportal.

In einer detaillierten Potenzial-Analyse untersuchten die Autoren der Studie, wie groß der Anteil der Prospects (Markenkenner, die die Marke ins Relevant Set aufnehmen) im Wettbewerbsvergleich und relativ zur Markenbekanntheit ist. Danach sind Direct Line, ERGO, ERGO Direkt, HUK24, HUK Coburg und R+V Versicherung die effizientesten Marken für die Neukundengewinnung.

Dietmar Braun, Fachjournalist für Assekuranz und Banken