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Mangelnde Kompetenz gefährdet die Gesundheit

Montag, April 18th, 2016

Gesundheits-Ratgeber im Internet haben Mängel. Einige stellen sogar eine reale Gefahr dar. Ein Krankenversicherer und eine Hochschule warnen Nutzer vor mangelnder Gesundheitskompetenz.

Rotes Stethoskop auf schwarzer Tastatur

2016-04-18 (db) Das Gesundheitsbewusstsein der deutschen Bevölkerung ist nicht besonders ausgeprägt, obwohl auch aufgrund der Kosten-Entwicklung im Gesundheitssystems der Einzelne künftig noch mehr Eigenverantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen muss. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Gesundheitsökonomie an der Steinbeis-Hochschule in Berlin.

25 Prozent der befragten PKV-Versicherten gaben im Rahmen einer aktuellen Studie an, Schwierigkeiten bei der individuellen Beurteilung zu haben, welche Alltagsgewohnheiten mit der Gesundheit zusammenhängen würden.

„Gesundheitskompetenz ist deshalb ein entscheidender Faktor für die individuelle Gesundheit. Ein gesundheits-kompetenter Bürger sollte Hinweise zur Selbstversorgung verstehen, Anpassungen seines persönlichen Lebensstils planen und umsetzen, an gesundheitsfördernden Maßnahmen teilnehmen und ausreichend fundierte Entscheidungen hinsichtlich seiner Gesundheit treffen“, sagt Professor Dr. Bernd Brüggenjürgen von der Steinbeis-Hochschule Berlin.

„Neben der Bereitschaft zu einem gesunden Verhalten bedarf es auch eines umfassenden Gesundheitswissens und der Fähigkeit, mit Informationen zielgerichtet umgehen zu können“, sagt Ralf Kantak, Vorstandsvorsitzender der Süddeutschen Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit (SDK).

Der Versicherungsmanager weist auf die oftmals mangelnde medizinische Informations-Qualität vieler elektronischer Medien und Web-Seiten mit Apps oder Fitness-Trackern hin. Diese würden den Nutzer oftmals mehr verunsichern, als dass er zielgerichtete Hilfe erfahre.

Internet-Service ist potentiell gesundheitsgefährdend

Technische Mängel, Anwendungsfehler oder falsche Schlussfolgerungen könnten bei den Informationsdiensten zum Thema Gesundheit im Internet sogar potentielle Quellen für Gefahren sein. Indem sich ein Nutzer und Anwender in falscher Sicherheit wiege, nehme dieser möglicherweise eine sinnvolle Vorsorgeuntersuchung nicht wahr. Schwierig sei vor allem die Beurteilung, welche Informationen in den Medien vertrauenswürdig seien. Bislang fehle es an entsprechenden Qualitätsstandards.

„Die Ergebnisse zum Thema Gesundheitskompetenz und unsere strategische Ausrichtung als Gesundheitsspezialist sind für uns Verpflichtung, dem Bereich der Prävention mehr Gewicht einzuräumen“, so Kantak.

Gesundheitsbewusstes Verhalten sei eine Investition in die Zukunft, die die Lebensqualität sichern helfe. Die SDK sehe sich als Gesundheitsspezialist in der Verantwortung, ihre Versicherten bei Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit zu unterstützen und entsprechende Maßnahmen anzubieten.

Dazu zählen Präventionskurse, die gezielt dabei helfen, drohenden Krankheiten wie beispielsweise chronischen Rückenleiden vorzubeugen. Durch die regelmäßige Teilnahme an Gesundheitskursen haben die Versicherten die Chance, fit und aktiv zu bleiben.

Der Vorsorgetarif der SDK („Vorsorge privat“) sei die ideale Ergänzung für alle, die mehr wollten als die medizinische Grundversorgung. Zu dem Leistungsangebot gehören Vorsorgeuntersuchungen und Präventionsmaßnahmen zur Früherkennung und Vorbeugung von Krankheiten, medizinische Vorsorgeleistungen und Schutzimpfungen inkl. der Grippeschutzimpfung ohne Altersbeschränkung, Tollwut und FSME (Zeckenschutz).

Ebenso biete der Versicherer Leistungen für Präventionskurse wie Yoga oder Kurse zur Gewichtsreduktion. Für psychologische Hilfestellungen steht ein Beratungstelefon zur Verfügung. Eine Vielzahl weiterer zertifizierter Kursangebote reicht von der Bewegung über die Entspannung bis hin zur Ernährung. Bei chronischen Erkrankungen kommen spezielle Gesundheitsprogramme zum Einsatz. Früherkennung und Verhinderung von Krankheiten durch Vorsorgeuntersuchungen, Präventionsleistungen und ein Gesundheitstelefon sind ebenfalls wichtige Angebote im Rahmen der betrieblichen Krankenversicherung (bKV).

Dietmar Braun

Solide und sicher – die Alte Leipziger Hallesche

Donnerstag, April 7th, 2016

Sicherheit versprechen und nachhaltig dafür sorgen dass dies auch für die Versicherten funktioniert. Das ist für einen Versicherer ein hoher ethischer Anspruch. Ein deutscher Versicherer hat das als Ziel.

2015 pekarek wiltrud hallesche kl

2016-04-07 (fw/db) Die Alte Leipziger-Hallesche meldet ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015. Der Gesamtumsatz erhöhte sich deutlich um 7,1 Prozent von 4,2 auf 4,5 Milliarden Euro.

Entgegen Branchentrend viel Leben in Leben
Der Neuzugang der Alte Leipziger Lebensversicherung kletterte zweistellig um 11,2 Prozent von 820 auf 912 Millionen Euro. 40 Prozent dieses Neuzugangs entfiel auf die Betriebliche Altersversorgung.

Hier nimmt der Versicherer aus Oberursel eine Spitzenstellung im Markt ein und ist als langjähriger und besonders erfahrener Anbieter anerkannt. Die übrigen 60 Prozent des Neuzugangs kamen aus dem Privatkundengeschäft, in dem die Produktbereiche „Berufsunfähigkeitsversicherung“ und „Private Rentenversicherung“ in der klassischen und fondsgebundenen Variante dominierten.

Die nachhaltige Sicherheit für Versicherte im Fokus
Strategischer Schwerpunkt war auch 2015 die Stärkung der Risikotragfähigkeit, die um 103 Millionen Euro auf aktuell 2.500 Millionen Euro erhöht wurde. Diese Reserve dient dazu, die vertraglich vereinbarten Garantien der Versicherten mit Verträgen meist über lange Vertragslaufzeiten abzusichern. Die Verwaltungs- und die Abschlusskostenquote waren rückläufig.

Gesunde Entwicklung in der Privaten Krankenversicherung
Entwicklung von Beiträgen und Neugeschäft 2015 waren die Wachstumsimpulse bei Krankheitskosten-Vollversicherungen insgesamt gering. Die Hallesche aus Stuttgart behauptete sich in diesem Markt mit einem Neugeschäft auf Vorjahresniveau in Höhe von 2,4 Millionen Euro (Monats-Soll-Beitrag). Ebenfalls stabil waren die Prämieneinnahmen von 1.140 Millionen Euro (Vorjahr: 1.141 Millionen Euro). Die Bruttoprämien spiegeln die sehr geringen Beitragserhöhungen sowie Auswirkungen von Tarifwechseln im Bestand der Hallesche wider.
Für das neue Geschäftsfeld „betriebliche Krankenversicherung“ hat das Unternehmen ein eigenes Kompetenzcenter eingerichtet.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016
Auch im laufenden Jahr hat die Stärkung der Risikotragfähigkeit weiter Priorität, um so das Vertrauen der Versicherten in die Sicherheit der Unternehmen zu festigen. Die Anforderungen von Solvency II an die Eigenmittelausstattung werden von den Konzernunternehmen erfüllt.
Die Alte Leipziger Leben erwartet aufgrund ihrer anerkannten Versicherungslösungen und ihrer äußerst soliden Finanzkraft eine weiterhin rege Nachfrage in ihren angestammten Geschäftsfeldern Berufsunfähigkeit sowie Betriebliche und Private Altersversorgung.

Die Hallesche wird sich weiter auf die Vollversicherung fokussieren und die Stärken von betrieblicher Kranken- und Pflegeversicherung ausbauen. Auch 2016 wird sie die Beiträge überwiegend stabil halten.

Dietmar Braun

Jeder zweite Vermittler nutzt „gut beraten“

Donnerstag, April 7th, 2016

Die Brancheninitiative „gut beraten“ kam beim Start voran, jetzt flacht die Zahl neu registrierter Teilnehmer deutlich ab. Nur jeder zweite Vermittler hat sich entschlossen formal teilzunehmen.

2016 gut beraten Weiterbildungskonten DB Blog

2016-04-07 (db) Vor genau zwei Jahren, am 7. April 2014, startete die freiwillige Initiative der deutschen Assekuranz zur Weiterbildung der Versicherungsvermittler. Mittlerweile hat sich jeder zweite Vermittler zur Teilnahme entschlossen. Vorschriften für eine Weiterbildung im Vertrieb gibt es nicht, nach 2018 könnten auf europäische Initiative national 15 Stunden pro Jahr vorgeschrieben werden, das wäre dann an zwei Tagen im Jahr „gut zu schaffen“.

„Heute stellen wir fest, dass wir unser Ziel einer hochwertigeren, kontinuierlicheren und transparenteren Weiterbildung für Vermittler voll und ganz erreicht haben. Das ist ein großer Schritt auf dem Weg zu einer weiteren Verbesserung der Kundenberatung“, meint Gerald Archangeli, Vorsitzender des Trägerausschusses der Initiative und Vizepräsident des Bundesverbandes der Versicherungskaufleute (BVK).

Zwei Jahre nach dem Start der Initiative nehmen insgesamt 116.190 Versicherungsvermittler an der Aktion „gut beraten“ teil.

„Legt man die Zahlen des DIHK-Vermittlerregisters zugrunde, beteiligt sich heute jeder zweite Vermittler in Deutschland an dieser Initiative. Das ist ein eindeutiger Beleg dafür, dass diese freiwillige Selbstverpflichtung funktioniert“, vermutet Dr. Katharina Höhn, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV).

Die Verteilung der Teilnehmer auf den Vermittlerstatus

Drei Viertel aller Teilnehmer (75 Prozent) bei „gut beraten“ sind Ausschließlichkeitsvermittler und die angestellten Vermittler im der Versicherer Außendienst.

„Gut beraten“ nicht nur eine Männersache

25.081 Frauen (22 Prozent) und 91.109 Männern (78 Prozent) nehmen teil.

Abhängigkeit und Ausschließlichkeit fördern Teilnahme

Ein Blick auf die einzelnen Vermittlergruppen zeigt: Innerhalb der ersten beiden Jahre haben 84 Prozent der in einem Versicherungsunternehmen angestellten Vermittler ein Weiterbildungskonto bei „gut beraten“, legt man die Statistik des Arbeitgeberverbands der Versicherungsunternehmen (AGV) zugrunde; danach wurden 37.300 angestellte Versicherungsvermittler Ende 2015 verzeichnet.

Nur jeder dritte Versicherungsmakler nimmt teil

Vergleicht man die Zahl der im DIHK-Register am 1. April 2016 verzeichneten 46.648 Makler mit den gut beraten-Zahlen, so liegt deren Teilnahmequote bei 39 Prozent, bei den gebundenen Vertretern bei 31 Prozent (180.892 Versicherungsvertreter ohne Erlaubnis im DIHK-Register im Vergleich zu 56.607 Versicherungsvertretern ohne Erlaubnis (Exklusiv-Vertrieb der Versicherer) und Versicherungsvertreter mit Erlaubnis (früher als Mehrfachagenten bezeichnet) in „gut beraten“.

Dietmar Braun

Studie: Riester-Rente lohnt sich

Montag, April 7th, 2014

2014-04-07 (db) Die Riester-Förderung macht Versicherungslösungen attraktiv. Eine aktuelle Studie des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) kommt zu dem Ergebnis, das gelte auch in der aktuellen Niedrigzinsphase. In seinem Rating zu Riester-Rentenversicherungen hat das IVFP laut einer Pressemitteilung in diesem Jahr 73 Tarife von 54 Versicherungsunternehmen anhand von 83 Kriterien geprüft.

Die Einteilung der Tarife erfolgte in der Studie marktkonform in klassische und fondsgebundene Produkte mit einer Garantie zur Beitragssicherung sowie in die Kategorie „Komfort“. Beim Vergleich der aktuellen Ergebnisse der Analyse mit denen des Vorjahres, zeige sich laut den Autoren der Studie um IVFP-Geschäftsführer Frank Nobis, dass jetzt mehr Anbieter von klassischen Riester-Policen die Gesamtkostenquote ausweisen. 2013 war es noch ein Drittel, aktuell in 2014 sind es bereits 43 Prozent. Bei den fondsgebundenen Tarifen festige sich ein leichter Anstieg in der Offenlegung der Gesamtkostenquote als Branchentrend.

Keine Veränderungen, bezogen auf die monatliche Sparrate, gäbe es bei der Darstellung der monatlichen Abschluss- und Vertriebskosten. Wie im vergangenen Jahr liege hier die Quote unverändert bei 28 Prozent. Ähnlich verhalte es sich mit den Kosten für eine Zuzahlung von 1.000 Euro. Ein geringer Anstieg des Betrags von 79 auf 81 Euro sei festzustellen. Prozentual hat sich wenig im Markt verändert. 16 Prozent der Anbieter verlangen maximal 50 Euro und zehn Prozent der Anbieter verlangen mehr als 110 Euro. Eine leichte Verbesserung zeigte sich bei der Darstellung der Kosten für Zuzahlungen. Bei zwei Prozent mehr als im Vorjahr (2013: 60 Prozent) zeige sich dies deutlich.

Die besten Riester-Versicherer

Zu den führenden Anbietern im Riester-Renten-Rating 2014 zählen neben HUK Coburg, Allianz, Alte Leipziger und Stuttgarter auch Debeka, R+V, Hanse Merkur 24, Hannoversche sowie die Postbank Versicherung.

Link zur Riester-Renten Studie 2014

Dietmar Braun, freier Fachjournalist Assekuranz und Banken

Dienstreise ins Ausland richtig absichern

Dienstag, Dezember 10th, 2013

Mit zunehmender Globalisierung der Wirtschaft gehören Dienstreisen ins Ausland immer häufiger zum Geschäftsalltag. Unternehmen sind ihren Mitarbeitern auf diesen Reisen gesetzlich zu einer besonderen Fürsorge verpflichtet. Eine Lösung sind spezielle Versicherungen für die Unternehmen.

2012-12-10 (db) Im Jahr 2012 gab es in Deutschland 9,4 Millionen Geschäftsreisende. Ein großer Teil davon reiste ins Ausland. Der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) meldete 17 Millionen Auslandsübernachtungen. Die Aufgaben der Arbeitnehmer jenseits der deutschen Landesgrenzen sind vielfältig. Die Teilnahme an Konferenzen und Messen, die Betreuung von Standorten bis zu Montagetätigkeiten auf den Großbaustellen. Mitarbeiter sind oft wochen- oder monatelang am Auslandsstandort im Einsatz.

Gesetzliche Krankenkassen haben Leistungen abgebaut

Arbeitgeber haben laut Sozialgesetzbuch gegenüber ihren Mitarbeitern auf Dienstreisen eine besondere Führsorgepflicht (§17 SGB). Danach müssen Unternehmen zum Beispiel Kosten für ärztliche Behandlungen, Medikamente und Rücktransporte verunfallter oder kranker Mitarbeiter übernehmen. Die gesetzlichen Krankenkassen tragen seit Anfang 2013 solche Kosten nicht mehr oder nur noch eingeschränkt.

Die HDI-Gerling Industrie Versicherung bietet als eine bedarfsgerechte Versicherungslösung für Auslandsreisen die Dienstreiseversicherung „Travel Insurance for Business“ (TriB).

„Damit unsere Kunden die auf Auslandsreisen entstehenden Risiken ihrer Mitarbeiter zielgenau absichern können, haben wir die Dienstreiseversicherung konzipiert“, sagt Manfred Wittkowski, verantwortlicher Produktmanager bei HDI-Gerling Industrie. „Wir bieten mit unserer neuen Versicherungslösung mehrere Bausteine, die es auf dem Markt in dieser Qualität oder Form bisher nicht gab.“ So entfallen beim neuen Produkt von HDI-Gerling mehrere Beschränkungen, die bei anderen Dienstreiseversicherungen oft üblich sind. Eine Anmeldepflicht für einzelne Dienstreisen entfällt ebenso wie eine Einschränkung auf bestimmte Länder. Auch eine Limitierung der Reisetage entfällt. Es gilt lediglich die gesetzliche Obergrenze von sechs Monaten.

Unterstützung weltweit rund um die Uhr

Die Dienstreisenden erhalten über den Einschluss von Unterstützungsleistungen (Assistance) in aller Welt rund um die Uhr höchste Sicherheit bei Notfällen: HDI-Gerling unterstützt erkrankte oder verunfallte Mitarbeiter dabei, vor Ort Zugang zu den besten Krankenhäusern und Fachärzten zu finden. Wann immer gewünscht und möglich wird die Rückkehr in heimische Kliniken sichergestellt. Sollte dies aus medizinischen Gründen nicht möglich sein, sorgen deutsche Fachärzte auch vor Ort für die bestmögliche Heilbehandlung.
Arbeitgeber können mit der neuen Police auch Krankheitskosten abdecken, die nicht durch einen Unfall verursacht wurden. Zusätzlich zum Ersatz der Heilkosten lässt sich zudem ein Tagesgeld versichern.

Länderspezifische Risiken versicherbar

Unternehmen sind heute auch dazu verpflichtet, Mitarbeiter hinsichtlich spezifischer Risiken eines Reiselandes zu beraten und abzusichern. Dazu gehören eine Impfberatung und eine Gesundheitsprophylaxe, aber auch Hinweise auf politische Gefahren (innere Unruhen) und wirtschaftliche Risiken wie die Haftung bei schuldhaftem Handeln. Zum Leistungsangebot von HDI-Gerling gehört deshalb auch die Absicherung länderspezifischer Risiken.

„Diese Leistungen werden immer wichtiger, da eine Missachtung dieser Pflichten zukünftig strafrechtliche Konsequenzen für das Unternehmen haben kann“, betont Wittkowski. Er verweist dazu beispielhaft auf den „Homicide and Manslaughter Act“ in Großbritannien. Danach können Arbeitgeber und Vorgesetzte im Falle von Pflichtverletzungen bei verletzten oder erkrankten Arbeitnehmern auch strafrechtlich verfolgt werden.

Die Leistungen der Dienstreise-Police lassen sich zum größten Teil über eine Mehrprämie auf inländische Dienstreisen innerhalb Deutschlands übertragen.

Versichert im Ehrenamt?

Donnerstag, Dezember 5th, 2013

2013-12-05 (db) Jährlich am 05.12., dem Tag des Ehrenamtes, wird international der Einsatz von bürgerschaftlich Engagierten gewürdigt. Viele bürgerschaftlich Engagierte wissen nicht, ob und wie sie bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit versichert sind.

Der Unfallversicherungsschutz, so teilt die VBG Berufsgenossenschaft mit, ist im Ehrenamt besonders vielfältig: Ein Kirchenchormitglied ist gesetzlich unfallversichert, der ehrenamtliche Schiedsrichter oder der Schriftführer eines Fastnachtsvereins hingegen nicht. Für diese hat der Gesetzgeber die Möglichkeit einer freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen Unfallversicherung geschaffen.

Das Wichtigste zum gesetzlichen Versicherungsschutz im Ehrenamt in Kürze:

• Für viele ehrenamtlich Tätige besteht gesetzlicher Unfallversicherungsschutz im Rahmen ihres Engagements. Wer sich ehrenamtlich z. B. in der Kirche oder im Bildungswesen engagiert, steht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Dies gilt z. B. für Ministranten, Mitglieder des Kirchenchors, gewählte Elternvertreter und ehrenamtlich Lehrende.

• Ein anderer Teil der ehrenamtlich Tätigen ist nicht automatisch gesetzlich unfallversichert, wie z. B. beauftragte Ehrenamtsträger in einem Heimatverein oder gewählte Kassen- oder Platzwarte im Sportverein. Sie können sich bei der VBG versichern und sich hier im Internet direkt bei der Unfallversicherung anmelden. Vorteil ist, dass sie damit den gleichen Versicherungsschutz und die gleichen Leistungen wie Arbeitnehmer durch die gesetzliche Unfallversicherung erhalten.

Die VBG ist eine gesetzliche Unfallversicherung mit rund 34 Millionen Versicherungsverhältnissen in Deutschland. Versicherte der VBG sind Arbeitnehmer, freiwillig versicherte Unternehmer, bürgerschaftlich Engagierte und viele mehr. Zur VBG zählen über eine Million Unternehmen aus mehr als 100 Branchen – vom Architekturbüro bis zum Zeitarbeitsunternehmen.

Informationen zur gesetzlichen Unfallversicherung erhalten Interessierte hier im Internet.
Dietmar Braun

Kfz-Versicherer wechseln kann sehr dumm sein

Mittwoch, November 20th, 2013

Das Jahresende 2013 ist bereits in wenigen Wochen und Tagen erreicht. Jetzt lohnt es sich, Bilanz zu ziehen und die Vorteile zu nutzen die sich nur noch bis Jahresende bieten. Wo habe ich wie viel Geld ausgegeben? Wo kann ich sparen? Dümmmlich handelt jeder der nur auf den Beitrag schaut und die Leistungen ausblendet. Wer billig sucht und nutzt ist im Schadensfall oft der Dumme.

Eine Chance kann nue eine günstigere und eine leistungsstärkere Autoversicherung sein. Zum Stichtag 30. November 2013 ist für die Versicherungsnehmer unter den Autofahrern ein Wechsel der Versicherungsgesellschaft möglich.

Wer hier bestens beraten vergleicht, spart Geld. Dabei kommt es aber auf die richtigen Leistungen und Versicherungsbedingungen an. Sonderkündigungsrechte ermöglichen auch einen späteren Wechsel.

Beim Überangebot der Kraftfahrtversicherer und deren Tarife sollte sich der Versicherte bei seiner Wahl Zeit lassen und die Angebote bei bester Beratung vergleichen.

Jetzt im Endspurt zum Stichtagstermin der sogenannten Wechslerzeit sollten Versicherte die Leistungen und Prämien der verschiedenen Anbieter unterstützt durch qualifizierte und von der Industrie- und Handelkammer registrierte Versicherungsvermittler gegenüber stellen.

Leistungsstark und preiswert – Balance muss sein

Die Prämie für die Versicherung darf nicht das einzige entscheidende Kriterium sein. Das Verhältnis von den Leistungen zur zu zahlenden Prämie für den Versicherungsschutz hat Priorität.

Die Angebote der Versicherer für Deckungen rund um Kraftfahrzeuge sind so individuell wie die Ansprüche und der Bedarf jedes einzelnen Versicherten. Es gibt verschiedene Leistungs-Extras. Abhängig vom Alter des Fahrzeugs sind wichtige Deckungen sehr unterschiedlich geregelt.

Im Schadensfall ist es wichtig wie beispielsweise der Verzicht auf den Einwand grober Fahrlässigkeit, die Versicherung von Marderbissfolgeschäden, der Rabattschutz im Schadensfall, die Wild- und Tierschäden aller Art und bei den Neufahrzeugen die erweiterte Neuwertentschädigung jeweils geregelt ist..

Wechseln ist nicht schwer

Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Kfz-Versicherung zu wechseln. Läuft die Police bis zum Jahresende, muss die Kündigung spätestens am 30. November 2013 erfolgen. Selbst wenn die Beitragsrechnung erst Ende November 2013 eintrifft, bleibt dem Versicerungsnehmer noch ein Monat Zeit, um dem Anbieter zu kündigen.

Nach einem Schadenfall oder beim Erwerb eines neuen Fahrzeugs besteht bei Versicherungsverträgen das Sonderkündigungsrecht. Dieses gilt auch bei einer Beitragserhöhung. Die Kündigung des Versicherungsvertrages sollte in jedem Fall schriftlich erfolgen.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Studie: Extremsportler unterschätzen ihr Risiko

Donnerstag, August 22nd, 2013

Extremsportarten wie Mountainbiking, Tauchen, Klettern oder Bungee-Jumping sind gerade wegen der Gefahr und des damit verbundenen Nervenkitzels beliebt. Häufig werden sie nur einmalig ausgeübt, aber für viele sportlich Aktive gehören sie auch regelmäßig zum Freizeit-Programm.

2013-08-22 (db) Eine aktuelle Unfallstudie der SV SparkassenVersicherung (SV) zeigt, dass viele Extremsportler ihr Hobby als ungefährlich ansehen und nicht wissen, ob sie über ihre private Unfallversicherung abgesichert sind.

„Wer einen Extremsport in seiner Freizeit betreibt, sollte wissen, dass die gesetzliche Unfallversicherung bei Unfällen nicht einspringt“, erklärt Nicolai Auer, Hauptabteilungsleiter Privatkunden der SV. Diese bezahlt nur bei Unfällen während der Arbeit oder auf dem Weg zum Arbeitsplatz und zurück. 80 Prozent der Unfälle passieren in der Freizeit und die meisten davon beim Sport.

„Privat vorzusorgen ist für Hobbysportler daher besonders wichtig“, rät Experte Auer, „sonst besteht die Gefahr, dass der Sportler auf hohen Behandlungskosten sitzenbleibt oder bei schwerer Invalidität keinen Anspruch auf eine Rente hat.“

Freizeitsportler können Sportunfälle über eine private Unfallversicherung in der Regel gut absichern. Viele Extremsportler machen dies bereits. 70 Prozent der befragten Extremsportler besitzen eine, was weit über der deutschlandweiten Versicherungsdichte von rund 40 Prozent liegt.

Große Unsicherheit besteht allerdings darüber, ob die eigene Unfallversicherung für Sportunfälle aufkommt. Über 80 Prozent der Befragten verneinen dies oder wissen es nicht genau.

Berufs-, Luft- und Motorsportler brauchen Extraschutz

Die private Unfallversicherung deckt in der Regel neben den gängigen Sportarten wie Fußball, Handball oder Leichtathletik auch Sportarten wie Mountainbiking, Klettern, River-Rafting, Bungee-Jumping, Skifahren und Marathon ab. Und zwar egal wie regelmäßig der Sport betrieben und wo er ausgeübt wird, solange es ein Hobby ist.

Um zu prüfen inwieweit und ob für die ausgeübte Sportart Versicherungsschutz besteht, ist ein Blick in das bestehende Bedingungswerk ratsam. Denn nicht jede Police deckt auch alle Extremsportarten gleich mit ab. Je nach Anbieter und Vertrag variiert der Schutz und kann zu teilweisen Ausschlüssen oder Risikozuschlägen führen.

„Vergewissern Sie sich, ob ihre Sportart versichert ist und setzen Sie sich direkt mit dem Anbieter in Verbindung“, rät Auer.

Flugsportarten, für die in Deutschland ein Schein benötigt wird wie Segelfliegen, Fallschirmspringen, Drachenfliegen oder Paragliding müssen zusätzlich versichert werden. Gleiches gilt für Motorrennen und bei den Trainings dafür. Berufssportler können ihren Sport in der Regel gegen Risikozuschläge einschließen. Auer erklärt: „Über die private Unfallversicherung abgedeckt ist aber beispielsweise ein Tandemsprung mit dem Fallschirm oder ein Paraglider-Tandem im Urlaub.“

Eigenes Risiko wird als gering eingeschätzt

Wie wichtig private Vorsorge ist, zeigt die Statistik: Rund 1,2 Millionen Freizeitsportler verletzen sich pro Jahr so schwer, dass sie einen Arzt aufsuchen müssen. Unabhängig von ihrer Schwere, geschehen die meisten Unfälle beim Fußball, Volleyball, Handball, Reiten, Skifahren sowie beim Inlineskaten. Das Risiko extremer Verletzungen mit schweren Folgen ist bei den Luft-, Rad-, Motor- und Wassersportarten entsprechend größer.

Die SV Unfallstudie zeigt, dass jeder zweite Extremsportler seine ausgeübte Sportart als ungefährlich einstuft. „Wir raten aber immer zur Vorsicht“, so der Unfallexperte Auer.

Häufig sind Einsteiger von Sportunfällen betroffen, die ihre Kraft und Kondition überschätzen. Wer sich untrainiert stundenlange Kraftanstrengung etwa beim Mountainbiking oder Klettern zumutet, fordert eine Verletzung heraus. Daher ist neben regelmäßigen Training, auch das Aufwärmen und die Ausrüstung entscheidend.

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Die Studien-Ergebnisse kurz und knapp

Die Fans extremer Sportarten sind überwiegend zwischen 20 und 49 Jahre alt.

Extremsport ist überwiegend eine männliche Domäne.

Extremsportarten werden überwiegend einmalig ausgeübt.

Montainbiken, Skifahren oder Marathon werden hingegen regelmäßig ausgeübt.

Mehr als die Hälfte der Extremsportler (55 %) stuft ihre Sportart als ungefährlich ein.

69 Prozent der Extremsportler haben eine private Unfallversicherung.

70 Prozent der versicherten Extremsportler wissen nicht, ob ihre Unfallversicherung ihren Sport abdeckt, 12,3 Prozent verneinen dies sogar.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Finanztest kassiert ab

Mittwoch, August 21st, 2013

Seit dem 1. Juli 2013 kostet die Verwendung der Finanztest-Testsiegel statt 500 Euro bis zu 15.000 Euro. Die offizielle Begründung lautet, man möchte unlautere Werbung auszuschließen. Zweifel an der Unabhängigkeit der Stiftung sind angebracht.

2013-08-21 (db) Ursprünglich sollte „Finanztest“ als Ableger der Stiftung Warentest neutral und ohne kommerzielle Absichten arbeiten. Das hat sich bereits seit der Jahresmitte, wie beim „Mutterkonzern“ Stiftung Wartentest, radikal verändert. Die Stiftung Warentest zockt mit ihren Gebühren schon seit langem ahnungslose Geringverdiener, Rentner und Ratsuchende ab. Fast zwei Euro pro Minute Telefonat oder schnell einmal einige hundert Euro für eine Beratung ohne Haftung sind dort schon lange die Regel. Nicht ohne Eigeninteresse hat sich der Verband der Verbraucherzentralen für die Honorarberatung politisch stark gemacht, die Organisation betreibt selbst dieses Geschäftsmodell. Beraten ohne Sachkundenachweis, ohne Verkauf und vor allem ohne Haftung. Jetzt zieht Finanztest nach. Dort werden professionelle Konzerne die Versicherungen oder Bankprodukte anbieten jetzt abkassiert.

Bis 15.000 Euro für Finanztest-Werbung

Früher bezahlten Unternehmen für die Werbung mit einem Finanztest-Siegel noch pauschal 500 Euro. Inzwischen erhebt die Stiftung je nach Werbereichweite laut Spiegel-Online bis zu 15.000 Euro pro Jahr und Siegel. Auch soll sich ein Siegel künftig nur noch auf ein konkretes Produkt beziehen. Viele Unternehmen hätten Produkt-Siegel früher oft auf eine „komplette Serie“ von Produkten übertragen. Nun lässt die Stiftung die Lizenzen für ihre Prüfsiegel vom gemeinnützigen RAL-Institut kontrollieren und vergeben, verbunden mit einer Lizenznummer.

Kommerzieller Hinzuverdienst trotz Staatsförderung

Die Stiftung Warentest erhält jährlich 3,5 Millionen Euro vom Bundesverbraucherministerium (BMELV), damit sie unabhängig handeln könne. Dafür darf sie keine Werbung machen, auch nicht indirekt. Der Verkauf und Vertrieb der Testlogos von Finanztest ist nicht nur für die Produktanbieter interessant, sondern auch für die Stiftung Warentest selbst. Die hohen Gebühreneinnahmen sind hier der Grund.

Versicherer und Banken finanzieren, was sie kritisieren

Erstaunlich ist dass die Assekuranz und Banken hier pro Produkt bis zu 15.000 Euro pro Jahr investieren. Bei manchen Konzernen kommen da schnell eine jährliche Lizenzgebühren vom einer halben Million Euro bis zu mehreren Millionen Euro zusammen um mit dem Finanztest-Siegel werben zu können. In einer Zeit, wo vor allem unabhängige Vermittler und Versichermakler an der Seriosität und Kompetenz von Finanztest zweifeln, sollten die Verantwortlichen der Konzerne gut überlegen, ob sie den Kommerz der Stiftung Warentest weiter finanzieren sollen und wollen.

Umgekehrt ist zu vermuten, dass die „Verbraucherschützer“ ihre Testverfahren in Zukunft schon so anlegen, dass vor allem die Unternehmen mit ihren Angeboten gut bis sehr gut getestet werden, wo viele Millionen Euro an Werbeeinnahmen mit dem Finanztest-Siegel winken.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Basler Sachversicherungen vereint

Montag, August 19th, 2013

Die Basler Versicherungen werden in Deutschland künftig nur noch mit zwei statt wie bislang mit vier Unternehmen das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft betreiben.

2013-098-19 (db) Die Basler Versicherung meldet aus Bad Homburg Veränderungen in der Gruppe. Die Basler Securitas Versicherungs-AG wird umfirmiert und ab dem 1. September 2013 unter Basler Sachversicherungs-AG auftreten. In einem weiteren Schritt werden die Deutscher Ring Sachversicherungs-AG und die Avetas Versicherungs-AG auf die Basler Sachversicherungs-AG verschmolzen.

Nach den Verschmelzungen, die rückwirkend zum 1. Januar 2013 gelten, wird in der Basler Sachversicherungs-AG das Privatkundengeschäft und in der Basler Versicherung AG Direktion für Deutschland das Gewerbe- und Industriekundengeschäft gebündelt.

Bereits seit Juli 2012 ist das Neugeschäft für alle Schaden- und Unfallprodukte unter der Marke Basler harmonisiert. Die deutschen Unternehmen der Schweizer Baloise Group werden mit diesen Schritten die Zusammenführung ihrer operativen Gesellschaften unter der Marke „Basler Versicherungen“ abschließen.

Bereits Ende 2012 wurden die Lebensversicherer der Gruppe zusammengeführt. Die Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG wurde in Basler Lebensversicherungs-AG umbenannt. Diese ist seitdem der alleinige Risikoträger für das Lebensversicherungs-Neugeschäft der Basler Versicherungen in Deutschland.

Dietmar Braun, freier Fachjournalist Assekuranz und Banken