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Wüstenrot erzielt 2012 Rekordgewinn

Freitag, April 26th, 2013

W&W-Konzern macht sich weiter wetterfest und bleibt als Vorsorgespezialist ein „Fels in der Brandung“ volatiler Märkte und Zeiten niedriger bis negativer Zinsen. Die stabile Zukunft spiegelt sich auch im heraufgestuften Unternehmens-Rating.

2012-04-26 (db) Die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) meldet für 2012 einen Rekordüberschuss und baut mit seinem nächsten Strategieplan „W&W 2015“ weiter vor. Der IFRS-Jahresüberschuss stieg 2012 um 22 Prozent auf 235 Millionen Euro – das ist der höchste Gewinn in der Konzerngeschichte des Mischkonzerns aus Bausparbank und Versicherung. In 2011 betrug das Ergebnis bereits 192 Millionen Euro.

Das HGB-Ergebnis der Dachgesellschaft W&W AG sank von 75 auf 70 Millionen. Es unterschreitet den Planwert von 100 Millionen Euro aufgrund geringerer Ausschüttungen der Tochtergesellschaften, die Gewinne für den Eigenkapitalaufbau einsetzen. Die Dividende der W&W AG soll – vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung – mit 0,50 Euro pro Aktie konstant bleiben.

Vertriebsleistung der Württembergischen wird ausgebaut

Das Neugeschäft der in der Schaden- und Unfallversicherung tätigen Württembergischen Versicherung stieg gemessen an den gebuchten Brutto-Beiträgen um sieben Prozent von 1,38 auf 1,5 Milliarden Euro. Insbesondere das Kraftfahrtgeschäft entwickelte sich überdurchschnittlich.

Die gebuchten Brutto-Beiträge in der Lebensversicherung stiegen um zwei Prozent von 2,28 auf 2,32 Milliarden Euro. In einem für Lebensversicherer sehr schwierigen Niedrigzinsumfeld ist dieser Anstieg ein deutliches Zeichen für die hohe Vertriebskraft der Württembergischen.

In der privaten Krankenversicherung erhöhten sich die gebuchten Brutto-Beiträge um 16 Prozent von 134 auf 156 Millionen Euro.

Wüstenrot als die Erfolgsmarke im Partnervertrieb und Außendienst

Auch für Wüstenrot stand das Jahr 2012 unter einem guten Stern. Über die Außendienste und Kooperationsvertriebe stieg das Netto-Neugeschäft zum fünften Mal in Folge, diesmal um 3,4 Prozent auf die neue Bestmarke von 12,2 Milliarden Euro Bausparsumme. Das Brutto-Neugeschäft bewegte sich mit 15,3 Milliarden Euro auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Insgesamt konnte die zweitgrößte deutsche Bausparkasse ihre Marktposition festigen.

In der Baufinanzierung hat der W&W-Konzern 2012 im Inland mit Anspruch an eine höhere Werthaltigkeit des Geschäfts neue Kredite in Höhe von 4 Milliarden Euro vermittelt (Vorjahr: 4,4 Milliarden Euro).

Geplante Investitionen bis 2015 sichern Ertragskraft

Das Rekordergebnis 2012 verdankt die W&W-Gruppe zu wesentlichen Teilen ihrem Zukunfts- und Wachstumsprogramm „W&W 2012“. 98 Millionen Euro, also 40 Prozent des Konzernergebnisses, steuerte das Programm in seinem Abschlussjahr bei – deutlich mehr als die geplanten 76 Millionen Euro. Der Strategieschritt „W&W 2015“ visiert an, die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns auch bei lang anhaltender Niedrigzinsphase und verschärfter Regulation zu stärken.

Der W&W-Vorstandsvorsitzende Dr. Alexander Erdland erklärt, warum trotz guter Gewinne erneut Veränderungen anstehen: „Den anhaltend niedrigen Zinsen und den Kosten staatlicher Auflagen können wir nicht entrinnen. Deshalb sind wir in der Pflicht, in neue Entwicklungen zu investieren und unsere Kosten weiter zu senken. Beides dient auch der Qualität unserer Leistungen und damit der Zufriedenheit unserer Kunden.“

Dr. Alexander Erdland, Vorstandsvorsitzender Wüstenrot & Württembergische AG

Dr. Alexander Erdland, Vorstandsvorsitzender Wüstenrot & Württembergische AG

Mehr als 250 Millionen Euro stecke die W&W-Gruppe in Programminvestitionen für Markt, IT, Prozessverbesserungen und Restrukturierung. Das wird zunächst dazu führen, dass das Konzernergebnis geplant auf 125 Millionen Euro 2013 und 180 Millionen Euro 2014 zurückgeht. Ab dem Jahr 2016 ist dann wieder ein Ergebnisziel von jährlich 250 Millionen Euro geplant.

Wüstenrot startet 2013 Baufinanzierungs-Portal mit Drittanbietern

Die Planung „W&W 2015“ soll die Ertragskraft weiter steigern, Kosten nochmals senken und Geschäfte optimieren, die viel Kapital binden. Diese drei Ziele geht das Programm seit Juli 2012 an.

Die Hauptaufgaben des Handlungsfelds „Versicherung“ bestehen darin, die Effizienz weiter zu verbessern und Geschäfte wertorientiert zu betreiben.

Nicht nur optimieren, sondern neu ausrichten wird die „BausparBank“ ihr gesamtes operatives Geschäftsmodell. So arbeitet die Wüstenrot Bausparkasse daran, sich mittelfristig als Spezialistin für Bausparen und „handliche Finanzierungsbausteine“ zu positionieren.

Wüstenrot plant noch in 2013 ein Baufinanzierungsportal einzuführen, das auch Drittanbieter einbezieht. Dieses Portal wird auch die Wüstenrot Bank für ihre Kunden nutzen. Neu aufgestellt als spezialisierte Direktbank für Privatkunden, vereinfacht die Bank ihr Produkt-Portfolio ebenfalls. Einen Schwerpunkt wird das Einlagen- und Giro-Geschäft bilden. Wachsende Kundengelder sollen die Refinanzierungsstruktur verbessern und die Bilanzstruktur optimieren.

Kostensenkungen und sozial verträglicher Stellenabbau geplant

Neben den Handlungsfeldern „BausparBank“ und „Versicherung“ konzentriert sich das Handlungsfeld „Kosten“ auf konzernweite Aufgaben – insbesondere auf die Einsparpotenziale bei der W&W AG und den Service-Töchtern. Bis Ende 2013 soll das Kostenprogramm umsetzungsreife Bausteine geliefert haben.
Ziel ist, das jährliche Kostenniveau gegenüber der bisherigen Planung um 140 Millionen Euro abzusenken, mit voller Wirksamkeit ab dem Jahr 2016. Dies ist notwendig, um die Produkte im Interesse der Kunden kostenmäßig zu entlasten. Außerdem wird die Kosteneinsparung benötigt, um das Ergebnisziel zu erreichen.

Auf diesem Weg ist rechnerisch bis 2015 ein Abbau von bis zu 800 Stellen notwendig, ausgehend von derzeit 7.900 Vollzeitstellen im Inland (ohne Auszubildende). Dies ist dem W&W-Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 22. März dargelegt worden.
Die entsprechenden Details werden im Laufe der Jahre 2013 und 2014 konkretisiert und mit den Betriebsräten verhandelt. Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter haben bereits eine Gesprächsvereinbarung unterzeichnet, den Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich vorzunehmen. Das bedeutet, dass betriebsbedingte Beendigungskündigungen vermieden werden sollen.

Rating bestätigt stabile Zukunftserwartungen

Auch die Rating-Agentur Standard & Poor’s bestätigt, dass sich die W&W-Gruppe mit dem Programm „W&W 2015“ auf dem richtigen Weg befindet. So wurden alle Ratings der Kern-Gesellschaften der W&W-Gruppe – also Württembergische Versicherung, Württembergische Lebensversicherung, Wüstenrot Bausparkasse und Wüstenrot Bank – um eine Stufe angehoben, und zwar von „BBB+“ auf „A-„. Ebenfalls hochgestuft wurde das Rating der W&W AG von „BBB“ auf „BBB+“. Der Ausblick für alle Ratings bleibt weiterhin stabil. Insgesamt bestätige die Rating-Agentur die Erwartungen des Konzernvorstands, dass auch das neu aufgesetzte Strategieprogramm „W&W 2015“ erfolgreich sein werde – und dass trotz der zins- und investitionsbedingten Ergebnis-Rückgänge in 2013 und 2014 am stabilen Ausblick festgehalten werden kann.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Finanz- und Geldwissen Leserservice:

Download Geschäftsbericht Wüstenrot & Württembergische AG 2012

Continentale Gegenseitigkeitsversicherer im Aufwind

Donnerstag, März 28th, 2013

Die sechs Versicherer im Continentale Versicherungsverbund wachsen gemeinsam über dem Durchschnitt der Branche. Die Mannheimer Versicherung wurde planmäßig als spezialisierter Sachversicherer integriert. Die Marke Europa wächst stark.

2013-03-28 (db) Der Continentale Versicherungsverbund meldet für 2012 Wachstum und Ertrag. Der Verbund aus sechs Versicherern steigerte die Beitragseinnahmen um drei Prozent auf 2,811 Milliarden Euro und übertraf damit das durchschnittliche Wachstum der Branche von 1,9 Prozent.

„Der Continentale Versicherungsverbund ist in allen Sparten dynamisch gewachsen. Und das getreu unserem Motto ‚Wachstum mit Ertrag‘. Unsere auf Nachhaltigkeit ausgelegte Strategie hat sich damit wieder bewährt, denn 2012 war auch unter Ertragsgesichtspunkten ein sehr gutes Jahr“, resümiert Vorstandsvorsitzender Helmut Posch den Erfolg der Gruppe.

Helmut Posch, Vorstandsvorsitzender Continentale Versicherungsverbund

Helmut Posch, Vorstandsvorsitzender Continentale Versicherungsverbund

Mehr Krankenvollversicherten in der PKV-Sparte

In der Sparte Private Krankenversicherung (PKV) konnte die Continentale die Zahl der Vollversicherten um rund 4.800 steigern – in einem stagnierenden Gesamtmarkt.

„Gerade für einen traditionellen Krankenversicherer mit großen Beständen ist das eine hervorragende Leistung, da ja auch naturgemäß entsprechend hohe Abgänge ausgeglichen werden müssen“, so Posch.

Die Beitragseinnahmen der Continentale Krankenversicherung stiegen um 3,3 Prozent. Durch Abschreibungen auf die Beiträge von Nichtzahlern in zweistelliger Millionenhöhe reduzierte sich der Zuwachs allerdings auf 1,6 Prozent; absolut beliefen sich die Beitragseinnahmen auf 1,444 Milliarden Euro.

„Der Gesetzgeber hat uns die Nichtzahler aufgezwungen, uns aber auch eine Lösung versprochen. Auf die wartet die gesamte Branche bis heute. Die Unternehmen und damit die zahlenden Versicherten müssen das ausbaden“, kritisiert Posch.

Attraktive Verzinsung in der klassischen Lebensversicherung

Deutlich über dem Branchenwachstum von 0,8 Prozent entwickelten sich die Lebensversicherer des Verbundes. Die Continentale Lebensversicherung steigerte die Beitragseinnahmen um 3,3 Prozent auf 581 Millionen Euro, der Direktversicherer Europa Lebensversicherung um 1,5 Prozent auf 296 Millionen Euro.

Diese Entwicklung ist auch eine Folge der im Branchenvergleich nach wie vor sehr attraktiven Verzinsung. Bei der Continentale Lebensversicherung liegt die laufende Verzinsung für das Jahr 2013 bei 3,85 Prozent. Inklusive Schlussüberschuss und Beteiligung an den Bewertungsreserven ergibt sich eine Gesamtverzinsung von rund 4,76 Prozent.

Bei der Europa Lebensversicherung beträgt die laufende Verzinsung 4,15 Prozent, die gesamte Verzinsung erreicht 4,92 Prozent.

Europa Kraftfahrt-Versicherung wächst stark

Sehr dynamisch wuchsen die Sachversicherer des Verbundes. Während die Branche einen Zuwachs von 3,7 Prozent verzeichnete, waren es bei der Continentale Sachversicherung 7,4 Prozent. Die Beitragseinnahmen stiegen so auf 360 Millionen Euro. Getragen wurde diese Entwicklung insbesondere von der Kfz-Versicherung mit einem Wachstum um 15,5 Prozent.

Die Beitragseinnahmen des Direktversicherers Europa Versicherung stiegen um 7,5 Prozent auf 115 Millionen Euro, die des Internet-Kfz-Versicherers Deutsche Internet Versicherung um 32,4 Prozent auf 15 Millionen Euro. Die Mannheimer Versicherung wurde wie geplant integriert und stärkt den Verbund als Spezialist für besondere markengeschützte Deckungskonzepte.

Finanz- und Geldwissen zum Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit:

Die Continentale ist kein Versicherungskonzern im üblichen Sinne, die Versicherungsgruppe versteht sich als ein „Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit“. Dieses Grundverständnis bestimmt das Handeln in allen Bereichen und in allen verbundenen Unternehmen. Es fußt auf der Rechtsform der Obergesellschaft. An der Spitze des Verbundes steht die bereits 1926 gegründete Continentale Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit. Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit werden durch die Mitglieder selbst bestimmt und gehören den Versicherten als Mitglieder. Dank dieser Rechtsform ist die Continentale gefeit gegen Übernahmen und in ihren Entscheidungen von Interessen externer Aktionäre als Investoren befreit.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Von Unisex zu Uniage – die neuen Einheitsbeiträge

Dienstag, März 26th, 2013

In der vom Arbeitgeber finanzierten betrieblichen Krankenversicherung sind neu Einheitsbeiträge für alle Versicherte im Angebot. Die Transparenz und Gleichbehandlung aller Versicherten im Kollektiv wird so gewährleistet und der Aufwand für Arbeitgeber minimiert.

2013-03-26 (db) Die Gothaer Krankenversicherung bietet seit April 2013 private Krankenversicherung im arbeitgeberfinanzierten Kranken-Kollektivgeschäft wahlweise mit altersunabhängigen Einheitsbeiträgen an. Damit wird die betriebliche Kollektivversicherung deutlich transparenter, individuelle Rückfragen zur Beitragshöhe fallen nicht mehr an.

Voraussetzung für den Abschluss einer Kollektivversicherung mit Einheitsbeitrag ist die vollständige Übernahme der Beiträge durch den Arbeitgeber. Weiter müssen zum einen mindestens 90 Prozent der versicherungsfähigen Mitarbeiter im Kollektiv sein und zum anderen darf eine Mindestzahl an versicherten Personen nicht unterschritten werden. Versicherte Personen können hierbei nur die Mitarbeiter des Unternehmens sein. Die Kollektivversicherung wird so transparenter für alle.

Potentielle Streitpunkte zwischen den Mitarbeitern über einen unterschiedlich hohen Beitrag und die damit verbundene unterschiedlich hohe Förderung durch den Arbeitgeber entfallen. Durch den Einheitsbeitrag kann ebenso sichergestellt werden, dass die Freigrenze für steuer- und sozialabgabenfreie Sachleistungen durch den Arbeitgeber für keinen Mitarbeiter überschritten wird.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Gothaer Krankenversicherung

Mehr Transparenz für Vertrieb und Kunden

Freitag, Oktober 12th, 2012

Für mehr Transparenz in der Altersvorsorge soll der Standard Volatium sorgen. Die Heidelberger Lebensversicherung AG lässt sich als weiterer Versicherer von Morgen & Morgen zertifizieren.

2012-10-12 (db) Die Heidelberger Lebensversicherung AG zeigt sich 2012 noch transparenter und lässt sieben Altersvorsorgeprodukte entsprechend des Volatium-Standards von der Ratingagentur Morgen & Morgen GmbH zertifizieren.

Durch Volatium ist ein völlig neuer Standard für Transparenz in der Altersvorsorge entstanden. Die Ergebnisse bringen Klarheit und treffen tarifindividuell die wesentliche Aussage, welche Renditechancen und welche Risiken mit den jeweiligen Tarifen verbunden sind, wobei gleichzeitig alle Kosten berücksichtigt werden.

„Mit der Zertifizierung von sieben Altersvorsorgeprodukten nach dem Volatium-Standard entspricht die Heidelberger Leben dem Wunsch der Verbraucher nach mehr Transparenz“, so Stephan Schinnenburg, Geschäftsführer bei Morgen & Morgen.

Mit Volatium sei auf einen Blick ersichtlich, wie viel Sicherheit, wie viel Risiko und wie viel Chance der jeweilige Tarif mit sich bringt. Der Kunde erkennt, worauf er sich einlässt und was er von dem jeweiligen Tarif erwarten kann. Die detaillierten Volatium-Profile zeigen, welche Renditebereiche der einzelne Tarif mit welcher Wahrscheinlichkeit erreichen kann und wo es echte Risiken gibt.

„Uns ist es ein Anliegen, unseren Kunden und Vertriebspartnern transparente Informationen über unsere Produkte bereitstellen zu können. Das tun wir regelmäßig selbst im Rahmen unseres Fondsauswahlprozesses und nun auch mit der Volatium-Zertifizierung“, sagt Thomas Klein, Leiter Marketing und Vertrieb bei der Heidelberger Leben.

Neben der Heidelberger setzen Alte Leipziger-Hallesche, AXA, Canada Life, Gothaer, HDI, Stuttgarter, Swiss Life, Volkswohl Bund, WWK und Zurich aktuell zehn weitere namhafte Versicherer auf den neuen Standard für mehr Transparenz.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken