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Was sich BU-Makler wünschen

Donnerstag, Juli 25th, 2013

Biometrische Versicherungslösungen zählen zu den Hoffnungsträgern der Lebensversicherer und Versicherungsmakler in Deutschland. Was vom Biometrie-Markt aus Maklersicht zu erwarten ist, wurde in einer aktuellen Studie erforscht.

2013-07-25 (db) Das Marktforschungs- und Beratungsinstituts „Heute und Morgen“ aus Köln untersuchte in einer aktuellen Studie biometrische Lösungen für das Risiko der Berufsunfähigkeit und schwerer Erkrankungen.  Im Fokus standen relevante Marktentwicklungen, Produkt- und Anbieterpräferenzen, Bedingungswerke und die Auswahlkriterien im Bereich Berufsunfähigkeit, schwere Erkrankungen und funktionelle Invaliditätsabsicherung.

Laut den Autoren der Studie vermitteln Makler schwerpunktmäßig die selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU). Nur die SBU-Tarife würde den Kunden aus ihrer Sicht ein erstklassiges Leistungsspektrum bieten. Reine Risiko-Policen aus dem biometrischen Alternativmarkt – wie Dread Disease oder funktionelle Invaliditätsabsicherung – würden hingegen nicht als reale Alternativen zur BU eingestuft. Vielmehr diene diese als Ersatz oder Zusatzlösung für den Fall, dass sich die Kunden eine SBU finanziell nicht leisten können oder von den Anbietern aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt werden.

In der Studie wurden 30 hauptberufliche Versicherungsmakler mit unterschiedlicher Umsatzgröße und auch verschiedener regionaler Herkunft mit Vermittlungsschwerpunkt im Bereich biometrische Risiken im Juni 2013 im Rahmen der neuen Studienreihe „Klartext Assekuranz: Marktperspektiven aus Maklersicht“ ausführlich befragt.

Mehr Transparenz bei der BU-Risikoprüfung gefordert

Wie die Autoren der Studie berichten, fordern die Makler mehrheitlich eine größere Transparenz der Produktgeber bei ihrer BU-Risikoprüfung sowie mehr Transparenz über Entscheidungsparameter beim Prüfverfahren, um die Kunden noch besser und gezielter beraten zu können. Kritisch betrachtet werde zudem die häufig wechselnde oder ausgeweitete Berufsgruppeneinteilung in den BU-Bedingungswerken der Versicherer. Eine klare Orientierung werde dadurch erschwert.

Insgesamt würden die Makler Verbesserungen in den Bedingungen, in Klauseln und höhere Leistungsstandards bei den BU-Policen in den letzten Jahren erkennen, was ihrer Meinung nach auf den wachsenden Wettbewerbs zurückzuführen sei. Dennoch verbleiben aus Maklersicht bei den Anbietern noch zu viele Fallstricke oder Aushebelungen im Kleingedruckten bestehen.

Generell beobachten die Makler eine restriktive Annahmepolitik seitens der Versicherer. Viele Makler suchen auch eine Lösung für Zielgruppen, die eine BU dringlich brauchen, sich diese aber zumeist aufgrund sehr hoher Risikomehrbeiträge nicht leisten können. Aus Maklersicht gilt es hier, zusätzliche Stellschrauben und flexible Bedingungswerke zu entwickeln, die zur Folge haben, dass der Beitrag sinkt.

Kriterien und Präferenzen der Makler bei der Produktwahl

Für Makler sei das wichtigste Kriterium bei der Auswahl der für den einzelnen Kunden geeigneten BU das Bedingungswerk, das letztlich über die Produkt-Qualität entscheiden würde. Um die einzelnen Bedingungen der jeweiligen Tarife und Anbieter in der BU vergleichbar zu machen, nutzen alle befragten Makler mindestens eine Vergleichssoftware – derzeit am häufigsten die vom Analysehaus Morgen & Morgen, gefolgt von Softfair sowie Franke und Bornberg. Neben weiteren Kriterien wie berufsgruppenspezifische Angeboten, Anbieter-Expertise, Maklerbetreuung sowie Erfahrungen mit der Schadenabwicklung und Prozess-Quote, würde zunehmend auch die Finanzkraft der Produktgeber eine Rolle spielen, da nur dadurch ein nachhaltiger Versicherungsschutz garantiert werden könne.

Die Kunden gehen heute informierter als früher in das Beratungsgespräch. Nicht selten würden potentielle Kunden auch Rankings oder Tests aus Publikums- oder Fachzeitschriften mitbringen. Zugleich bleibe ihr Wissen im Thema, nach Maklermeinung, zumeist oberflächlich und lückenhaft.

Zu den beliebtesten und vergleichsweise am häufigsten vermittelten BU-Anbietern im Maklermarkt zählen laut Studie derzeit Alte Leipziger, Nürnberger, Swiss Life und Volkswohl Bund. Aber auch der Marktführer Allianz, der Versicherungsverbund Continentale und die Talanx-Konzerntochter HDI zählen zum maklerseitigen Favoritenkreis.

„Unsere Expertenbefragung zeigt, dass sich die Makler in der Regel ein differenziertes Bild von den Stärken und Qualitäten der einzelnen Anbieter und deren Angeboten machen, und dann je nach Bedarf im Einzelfall aus einem Portfolio von etwa fünf bis sieben Produktgebern auswählen“, sagt Heute-und-Morgen-Geschäftsführerin Tanja Höllger. „Die Möglichkeiten der Anbieter biometrischer Produkte, sich vom Wettbewerb zu differenzieren werden gleichzeitig enger und spezifischer. Daher lohnt ein genaues Hinschauen auf den wichtigen und starken unabhängigen Vertriebskanal in diesem beratungsintensiven Produktsegment.“

Biometrischer Alternativmarkt wird unterschiedlich beurteilt

Zum vergleichsweise noch jungen biometrischen Alternativmarkt zeigt die Maklerbefragung deutlich, dass es vielen Maklern derzeit noch schwer fällt, sich vom Konzept des Komplettschutzes der BU zu lösen.

Neue Biometrie-Produkte wie Dread Disease, funktionelle Invaliditätsabsicherung und weitere Alternativen – die das Risiko einer Berufsunfähigkeit nur partiell beziehungsweise auslösespezifisch absichern – haben im Maklermarkt daher längst kein so positives Image wie die hochangesehene SBU. Im Gegenteil: „Notprodukte“, „zweitklassige Lösung“ oder „Nischenprodukte“ sind laut der Studie die häufig zur Beschreibung gewählte Begriffe. Bereits mit den „sperrigen“ Produktbegriffen könnten sich viele Makler nur wenig identifizieren. Viele Makler wünschen sich eher Weiterentwicklungen und bedarfsorientierte zielgruppenspezifische Differenzierungen innerhalb der etablierten BU als im Bereich neuer alternativer Biometrie-Produkte.

Gleichzeitig werde aber auch deutlich, dass sich die Makler mit den neuen Biometrie-Produkten und deren Chancen bei weitem noch nicht so intensiv wie mit der BU auseinandergesetzt haben und diese im Maklermarkt erst schrittweise ankommen. In der Öffentlichkeit beziehungsweise bei den Kunden sind diese Biometrie-Produkte aus Maklersicht bisher kaum bekannt, was ein zusätzliches Hemmnis in der Vermittlung darstellt.

Daher müsse es wichtige Aufgabe der Produktgeber bleiben, den Maklern – wie auch der Öffentlichkeit – die neuen biometrischen Versicherungs-Produkte transparent und möglichst verständlich zu gestalten. Positiv wäre aus Maklersicht, wenn bessere Einstiegshilfen in das Thema geboten würden. Hierzu wünschen sich die Makler kurze faktenorientierte Produkt-Steckbriefe mit den Hauptvorteilen deutlich mehr als ausführliche, stärker am Anbietermarketing orientierte Produkt-Broschüren. Auch produktbezogene Schulungen, Roadshows und Webinare würden gern von den Maklern genutzt.

Als aktuelle Top-Anbieter im Bereich Dread Disease sehen die Makler insbesondere Canada Life, mit Abstand gefolgt von Gothaer und Skandia. Bei funktionellen Invaliditätsabsicherungen würden vor allem Axa und Janitos zu den wichtigsten Anbietern aus Maklersicht zählen, daneben auch Allianz und Barmenia.

„Auffällig ist, dass die Marktführer aus der BU im biometrischen Alternativmarkt unter den im Maklermarkt bevorzugten Anbietern kaum auftauchen. Gerade für etablierte BU-Versicherer mit gutem Ruf in der Maklerschaft könnte ein stärkerer Einstieg in den biometrischen Alternativmarkt erfolgsversprechend sein“, sagt Christina Barschewski, die Senior Projektleiterin bei Heute und Morgen.

Piëch kauft Immobilien von Wüstenrot

Freitag, Mai 17th, 2013

Die Württembergische Lebensversicherung veräußert die Calwer Passage in Stuttgart an eine Holding von Ferdinand Piëch. Die Piëch Holding ist bereits mehrfach in Immobilien der Schwabenmetropole investiert und betreibt das Unternehmen Feinkost Böhm in Stuttgart.  

2013-05-17 (db) Die Württembergische Lebensversicherung AG eine Tochter der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) hat das 1978 eröffnete Gebäudeensemble „Calwer Passage“ verkauft. Erwerber sind die Gesellschaften R 20 GmbH & Co. KG und CS GmbH, die zur Ferdinand Piëch Holding GmbH gehören. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Bauherr der Passage war in den 1970er Jahren die Allgemeine Rentenanstalt (ARA), die später mit der Württembergischen Lebensversicherung AG fusioniert wurde. Das Areal umfasst insgesamt rund 9.800 Quadratmeter Nutzfläche, wovon auf die eigentliche Passage 1.300 Quadratmeter entfallen. Die gemischte Gewerbeimmobilie besteht aus Handels-, Büro- und Wohnflächen.

Die bereits seit Anfang 2012 laufenden Verhandlungen über den Verkauf wurden durch die Diskussion hinsichtlich eines möglichen Denkmalschutzes unterbrochen und Anfang 2013 wieder aufgenommen. Im Ergebnis wurde zwischen Verkäufer und Käufer vereinbart, dass das Gebäudeensemble – unabhängig vom Ausgang der denkmalpflegerischen Prüfung – an den Käufer übergehen soll.

Die Ferdinand Piëch Holding, die neben dem Betrieb des Einzelhandelsunternehmens Feinkost Böhm in Stuttgart vielfältige Immobilieninvestitionen vornimmt, hat sich zum Ziel gesetzt, die Calwer Passage in Absprache mit der Stadt und dem Denkmalamt wieder zu einer attraktiven Einkaufsdestination zu entwickeln.

Bevor weitergehende planerische Überlegungen angestellt werden, wird der angekündigte Bescheid des Denkmalamtes abgewartet.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Wüstenrot erzielt 2012 Rekordgewinn

Freitag, April 26th, 2013

W&W-Konzern macht sich weiter wetterfest und bleibt als Vorsorgespezialist ein „Fels in der Brandung“ volatiler Märkte und Zeiten niedriger bis negativer Zinsen. Die stabile Zukunft spiegelt sich auch im heraufgestuften Unternehmens-Rating.

2012-04-26 (db) Die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) meldet für 2012 einen Rekordüberschuss und baut mit seinem nächsten Strategieplan „W&W 2015“ weiter vor. Der IFRS-Jahresüberschuss stieg 2012 um 22 Prozent auf 235 Millionen Euro – das ist der höchste Gewinn in der Konzerngeschichte des Mischkonzerns aus Bausparbank und Versicherung. In 2011 betrug das Ergebnis bereits 192 Millionen Euro.

Das HGB-Ergebnis der Dachgesellschaft W&W AG sank von 75 auf 70 Millionen. Es unterschreitet den Planwert von 100 Millionen Euro aufgrund geringerer Ausschüttungen der Tochtergesellschaften, die Gewinne für den Eigenkapitalaufbau einsetzen. Die Dividende der W&W AG soll – vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung – mit 0,50 Euro pro Aktie konstant bleiben.

Vertriebsleistung der Württembergischen wird ausgebaut

Das Neugeschäft der in der Schaden- und Unfallversicherung tätigen Württembergischen Versicherung stieg gemessen an den gebuchten Brutto-Beiträgen um sieben Prozent von 1,38 auf 1,5 Milliarden Euro. Insbesondere das Kraftfahrtgeschäft entwickelte sich überdurchschnittlich.

Die gebuchten Brutto-Beiträge in der Lebensversicherung stiegen um zwei Prozent von 2,28 auf 2,32 Milliarden Euro. In einem für Lebensversicherer sehr schwierigen Niedrigzinsumfeld ist dieser Anstieg ein deutliches Zeichen für die hohe Vertriebskraft der Württembergischen.

In der privaten Krankenversicherung erhöhten sich die gebuchten Brutto-Beiträge um 16 Prozent von 134 auf 156 Millionen Euro.

Wüstenrot als die Erfolgsmarke im Partnervertrieb und Außendienst

Auch für Wüstenrot stand das Jahr 2012 unter einem guten Stern. Über die Außendienste und Kooperationsvertriebe stieg das Netto-Neugeschäft zum fünften Mal in Folge, diesmal um 3,4 Prozent auf die neue Bestmarke von 12,2 Milliarden Euro Bausparsumme. Das Brutto-Neugeschäft bewegte sich mit 15,3 Milliarden Euro auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Insgesamt konnte die zweitgrößte deutsche Bausparkasse ihre Marktposition festigen.

In der Baufinanzierung hat der W&W-Konzern 2012 im Inland mit Anspruch an eine höhere Werthaltigkeit des Geschäfts neue Kredite in Höhe von 4 Milliarden Euro vermittelt (Vorjahr: 4,4 Milliarden Euro).

Geplante Investitionen bis 2015 sichern Ertragskraft

Das Rekordergebnis 2012 verdankt die W&W-Gruppe zu wesentlichen Teilen ihrem Zukunfts- und Wachstumsprogramm „W&W 2012“. 98 Millionen Euro, also 40 Prozent des Konzernergebnisses, steuerte das Programm in seinem Abschlussjahr bei – deutlich mehr als die geplanten 76 Millionen Euro. Der Strategieschritt „W&W 2015“ visiert an, die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns auch bei lang anhaltender Niedrigzinsphase und verschärfter Regulation zu stärken.

Der W&W-Vorstandsvorsitzende Dr. Alexander Erdland erklärt, warum trotz guter Gewinne erneut Veränderungen anstehen: „Den anhaltend niedrigen Zinsen und den Kosten staatlicher Auflagen können wir nicht entrinnen. Deshalb sind wir in der Pflicht, in neue Entwicklungen zu investieren und unsere Kosten weiter zu senken. Beides dient auch der Qualität unserer Leistungen und damit der Zufriedenheit unserer Kunden.“

Dr. Alexander Erdland, Vorstandsvorsitzender Wüstenrot & Württembergische AG

Dr. Alexander Erdland, Vorstandsvorsitzender Wüstenrot & Württembergische AG

Mehr als 250 Millionen Euro stecke die W&W-Gruppe in Programminvestitionen für Markt, IT, Prozessverbesserungen und Restrukturierung. Das wird zunächst dazu führen, dass das Konzernergebnis geplant auf 125 Millionen Euro 2013 und 180 Millionen Euro 2014 zurückgeht. Ab dem Jahr 2016 ist dann wieder ein Ergebnisziel von jährlich 250 Millionen Euro geplant.

Wüstenrot startet 2013 Baufinanzierungs-Portal mit Drittanbietern

Die Planung „W&W 2015“ soll die Ertragskraft weiter steigern, Kosten nochmals senken und Geschäfte optimieren, die viel Kapital binden. Diese drei Ziele geht das Programm seit Juli 2012 an.

Die Hauptaufgaben des Handlungsfelds „Versicherung“ bestehen darin, die Effizienz weiter zu verbessern und Geschäfte wertorientiert zu betreiben.

Nicht nur optimieren, sondern neu ausrichten wird die „BausparBank“ ihr gesamtes operatives Geschäftsmodell. So arbeitet die Wüstenrot Bausparkasse daran, sich mittelfristig als Spezialistin für Bausparen und „handliche Finanzierungsbausteine“ zu positionieren.

Wüstenrot plant noch in 2013 ein Baufinanzierungsportal einzuführen, das auch Drittanbieter einbezieht. Dieses Portal wird auch die Wüstenrot Bank für ihre Kunden nutzen. Neu aufgestellt als spezialisierte Direktbank für Privatkunden, vereinfacht die Bank ihr Produkt-Portfolio ebenfalls. Einen Schwerpunkt wird das Einlagen- und Giro-Geschäft bilden. Wachsende Kundengelder sollen die Refinanzierungsstruktur verbessern und die Bilanzstruktur optimieren.

Kostensenkungen und sozial verträglicher Stellenabbau geplant

Neben den Handlungsfeldern „BausparBank“ und „Versicherung“ konzentriert sich das Handlungsfeld „Kosten“ auf konzernweite Aufgaben – insbesondere auf die Einsparpotenziale bei der W&W AG und den Service-Töchtern. Bis Ende 2013 soll das Kostenprogramm umsetzungsreife Bausteine geliefert haben.
Ziel ist, das jährliche Kostenniveau gegenüber der bisherigen Planung um 140 Millionen Euro abzusenken, mit voller Wirksamkeit ab dem Jahr 2016. Dies ist notwendig, um die Produkte im Interesse der Kunden kostenmäßig zu entlasten. Außerdem wird die Kosteneinsparung benötigt, um das Ergebnisziel zu erreichen.

Auf diesem Weg ist rechnerisch bis 2015 ein Abbau von bis zu 800 Stellen notwendig, ausgehend von derzeit 7.900 Vollzeitstellen im Inland (ohne Auszubildende). Dies ist dem W&W-Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 22. März dargelegt worden.
Die entsprechenden Details werden im Laufe der Jahre 2013 und 2014 konkretisiert und mit den Betriebsräten verhandelt. Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter haben bereits eine Gesprächsvereinbarung unterzeichnet, den Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich vorzunehmen. Das bedeutet, dass betriebsbedingte Beendigungskündigungen vermieden werden sollen.

Rating bestätigt stabile Zukunftserwartungen

Auch die Rating-Agentur Standard & Poor’s bestätigt, dass sich die W&W-Gruppe mit dem Programm „W&W 2015“ auf dem richtigen Weg befindet. So wurden alle Ratings der Kern-Gesellschaften der W&W-Gruppe – also Württembergische Versicherung, Württembergische Lebensversicherung, Wüstenrot Bausparkasse und Wüstenrot Bank – um eine Stufe angehoben, und zwar von „BBB+“ auf „A-„. Ebenfalls hochgestuft wurde das Rating der W&W AG von „BBB“ auf „BBB+“. Der Ausblick für alle Ratings bleibt weiterhin stabil. Insgesamt bestätige die Rating-Agentur die Erwartungen des Konzernvorstands, dass auch das neu aufgesetzte Strategieprogramm „W&W 2015“ erfolgreich sein werde – und dass trotz der zins- und investitionsbedingten Ergebnis-Rückgänge in 2013 und 2014 am stabilen Ausblick festgehalten werden kann.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Finanz- und Geldwissen Leserservice:

Download Geschäftsbericht Wüstenrot & Württembergische AG 2012

Continentale Gegenseitigkeitsversicherer im Aufwind

Donnerstag, März 28th, 2013

Die sechs Versicherer im Continentale Versicherungsverbund wachsen gemeinsam über dem Durchschnitt der Branche. Die Mannheimer Versicherung wurde planmäßig als spezialisierter Sachversicherer integriert. Die Marke Europa wächst stark.

2013-03-28 (db) Der Continentale Versicherungsverbund meldet für 2012 Wachstum und Ertrag. Der Verbund aus sechs Versicherern steigerte die Beitragseinnahmen um drei Prozent auf 2,811 Milliarden Euro und übertraf damit das durchschnittliche Wachstum der Branche von 1,9 Prozent.

„Der Continentale Versicherungsverbund ist in allen Sparten dynamisch gewachsen. Und das getreu unserem Motto ‚Wachstum mit Ertrag‘. Unsere auf Nachhaltigkeit ausgelegte Strategie hat sich damit wieder bewährt, denn 2012 war auch unter Ertragsgesichtspunkten ein sehr gutes Jahr“, resümiert Vorstandsvorsitzender Helmut Posch den Erfolg der Gruppe.

Helmut Posch, Vorstandsvorsitzender Continentale Versicherungsverbund

Helmut Posch, Vorstandsvorsitzender Continentale Versicherungsverbund

Mehr Krankenvollversicherten in der PKV-Sparte

In der Sparte Private Krankenversicherung (PKV) konnte die Continentale die Zahl der Vollversicherten um rund 4.800 steigern – in einem stagnierenden Gesamtmarkt.

„Gerade für einen traditionellen Krankenversicherer mit großen Beständen ist das eine hervorragende Leistung, da ja auch naturgemäß entsprechend hohe Abgänge ausgeglichen werden müssen“, so Posch.

Die Beitragseinnahmen der Continentale Krankenversicherung stiegen um 3,3 Prozent. Durch Abschreibungen auf die Beiträge von Nichtzahlern in zweistelliger Millionenhöhe reduzierte sich der Zuwachs allerdings auf 1,6 Prozent; absolut beliefen sich die Beitragseinnahmen auf 1,444 Milliarden Euro.

„Der Gesetzgeber hat uns die Nichtzahler aufgezwungen, uns aber auch eine Lösung versprochen. Auf die wartet die gesamte Branche bis heute. Die Unternehmen und damit die zahlenden Versicherten müssen das ausbaden“, kritisiert Posch.

Attraktive Verzinsung in der klassischen Lebensversicherung

Deutlich über dem Branchenwachstum von 0,8 Prozent entwickelten sich die Lebensversicherer des Verbundes. Die Continentale Lebensversicherung steigerte die Beitragseinnahmen um 3,3 Prozent auf 581 Millionen Euro, der Direktversicherer Europa Lebensversicherung um 1,5 Prozent auf 296 Millionen Euro.

Diese Entwicklung ist auch eine Folge der im Branchenvergleich nach wie vor sehr attraktiven Verzinsung. Bei der Continentale Lebensversicherung liegt die laufende Verzinsung für das Jahr 2013 bei 3,85 Prozent. Inklusive Schlussüberschuss und Beteiligung an den Bewertungsreserven ergibt sich eine Gesamtverzinsung von rund 4,76 Prozent.

Bei der Europa Lebensversicherung beträgt die laufende Verzinsung 4,15 Prozent, die gesamte Verzinsung erreicht 4,92 Prozent.

Europa Kraftfahrt-Versicherung wächst stark

Sehr dynamisch wuchsen die Sachversicherer des Verbundes. Während die Branche einen Zuwachs von 3,7 Prozent verzeichnete, waren es bei der Continentale Sachversicherung 7,4 Prozent. Die Beitragseinnahmen stiegen so auf 360 Millionen Euro. Getragen wurde diese Entwicklung insbesondere von der Kfz-Versicherung mit einem Wachstum um 15,5 Prozent.

Die Beitragseinnahmen des Direktversicherers Europa Versicherung stiegen um 7,5 Prozent auf 115 Millionen Euro, die des Internet-Kfz-Versicherers Deutsche Internet Versicherung um 32,4 Prozent auf 15 Millionen Euro. Die Mannheimer Versicherung wurde wie geplant integriert und stärkt den Verbund als Spezialist für besondere markengeschützte Deckungskonzepte.

Finanz- und Geldwissen zum Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit:

Die Continentale ist kein Versicherungskonzern im üblichen Sinne, die Versicherungsgruppe versteht sich als ein „Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit“. Dieses Grundverständnis bestimmt das Handeln in allen Bereichen und in allen verbundenen Unternehmen. Es fußt auf der Rechtsform der Obergesellschaft. An der Spitze des Verbundes steht die bereits 1926 gegründete Continentale Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit. Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit werden durch die Mitglieder selbst bestimmt und gehören den Versicherten als Mitglieder. Dank dieser Rechtsform ist die Continentale gefeit gegen Übernahmen und in ihren Entscheidungen von Interessen externer Aktionäre als Investoren befreit.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Von Unisex zu Uniage – die neuen Einheitsbeiträge

Dienstag, März 26th, 2013

In der vom Arbeitgeber finanzierten betrieblichen Krankenversicherung sind neu Einheitsbeiträge für alle Versicherte im Angebot. Die Transparenz und Gleichbehandlung aller Versicherten im Kollektiv wird so gewährleistet und der Aufwand für Arbeitgeber minimiert.

2013-03-26 (db) Die Gothaer Krankenversicherung bietet seit April 2013 private Krankenversicherung im arbeitgeberfinanzierten Kranken-Kollektivgeschäft wahlweise mit altersunabhängigen Einheitsbeiträgen an. Damit wird die betriebliche Kollektivversicherung deutlich transparenter, individuelle Rückfragen zur Beitragshöhe fallen nicht mehr an.

Voraussetzung für den Abschluss einer Kollektivversicherung mit Einheitsbeitrag ist die vollständige Übernahme der Beiträge durch den Arbeitgeber. Weiter müssen zum einen mindestens 90 Prozent der versicherungsfähigen Mitarbeiter im Kollektiv sein und zum anderen darf eine Mindestzahl an versicherten Personen nicht unterschritten werden. Versicherte Personen können hierbei nur die Mitarbeiter des Unternehmens sein. Die Kollektivversicherung wird so transparenter für alle.

Potentielle Streitpunkte zwischen den Mitarbeitern über einen unterschiedlich hohen Beitrag und die damit verbundene unterschiedlich hohe Förderung durch den Arbeitgeber entfallen. Durch den Einheitsbeitrag kann ebenso sichergestellt werden, dass die Freigrenze für steuer- und sozialabgabenfreie Sachleistungen durch den Arbeitgeber für keinen Mitarbeiter überschritten wird.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Gothaer Krankenversicherung

Mehr Transparenz für Vertrieb und Kunden

Freitag, Oktober 12th, 2012

Für mehr Transparenz in der Altersvorsorge soll der Standard Volatium sorgen. Die Heidelberger Lebensversicherung AG lässt sich als weiterer Versicherer von Morgen & Morgen zertifizieren.

2012-10-12 (db) Die Heidelberger Lebensversicherung AG zeigt sich 2012 noch transparenter und lässt sieben Altersvorsorgeprodukte entsprechend des Volatium-Standards von der Ratingagentur Morgen & Morgen GmbH zertifizieren.

Durch Volatium ist ein völlig neuer Standard für Transparenz in der Altersvorsorge entstanden. Die Ergebnisse bringen Klarheit und treffen tarifindividuell die wesentliche Aussage, welche Renditechancen und welche Risiken mit den jeweiligen Tarifen verbunden sind, wobei gleichzeitig alle Kosten berücksichtigt werden.

„Mit der Zertifizierung von sieben Altersvorsorgeprodukten nach dem Volatium-Standard entspricht die Heidelberger Leben dem Wunsch der Verbraucher nach mehr Transparenz“, so Stephan Schinnenburg, Geschäftsführer bei Morgen & Morgen.

Mit Volatium sei auf einen Blick ersichtlich, wie viel Sicherheit, wie viel Risiko und wie viel Chance der jeweilige Tarif mit sich bringt. Der Kunde erkennt, worauf er sich einlässt und was er von dem jeweiligen Tarif erwarten kann. Die detaillierten Volatium-Profile zeigen, welche Renditebereiche der einzelne Tarif mit welcher Wahrscheinlichkeit erreichen kann und wo es echte Risiken gibt.

„Uns ist es ein Anliegen, unseren Kunden und Vertriebspartnern transparente Informationen über unsere Produkte bereitstellen zu können. Das tun wir regelmäßig selbst im Rahmen unseres Fondsauswahlprozesses und nun auch mit der Volatium-Zertifizierung“, sagt Thomas Klein, Leiter Marketing und Vertrieb bei der Heidelberger Leben.

Neben der Heidelberger setzen Alte Leipziger-Hallesche, AXA, Canada Life, Gothaer, HDI, Stuttgarter, Swiss Life, Volkswohl Bund, WWK und Zurich aktuell zehn weitere namhafte Versicherer auf den neuen Standard für mehr Transparenz.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken