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Direktversicherer hat Vorteile

Dienstag, Juli 18th, 2017

Ohne Werbung Versicherungen verkaufen

Beratung- und Werbverzicht senkt Kosten. /Foto: © db media Dietmar Braun


Wer auf persönliche Beratung vor Ort, Kompetenz, Betreuung und Haftung verzichten kann, der wird von Direktversicherer kostengünstig bedient. Die Kosten für Beratungsaufwand und Akquise machen sich bemerkbar. In digitalen Zeiten gibt das Direktversicherer zusätzlichen Aufwind.

Die Cosmos Lebensversicherungs-AG, als Direktversicherer der Generali Group, hat sich in diesem Jahr erneut der Beurteilung durch die unabhängige Rating-Agentur ASSEKURATA gestellt. Für die Bewertung wurde nicht-öffentliches Datenmaterial des Unternehmens herangezogen.

Die Ergebnisse zu den wichtigen Teilqualitäten Sicherheit, Erfolg, Kundenorientierung und Wachstum/Attraktivität im Markt spiegeln laut ASSEKURATA die aus Kundensicht zentralen Qualitätsanforderungen an das Unternehmen wider. Zum 12. Mal in Folge erhält die Cosmos Lebensversicherungs-AG die Bestnote A++.

Exzellente Sicherheiten
Die Cosmos Lebensversicherungs-AG erhält in drei von vier Teilqualitäten das Prädikat „exzellent“: Sicherheit, Erfolg und Kundenorientierung. Bei der Teilqualität Erfolg verbessert sich das Unternehmen von „sehr gut“ auf „exzellent“.

Maßgebend für das Ergebnis ist auch der Geschäftsmix mit starker Fokussierung auf die Absicherung biometrischer Risiken. Durch die bewusste Unternehmensentscheidung, das Einmalbeitragsgeschäft deutlich zu reduzieren, ändert sich das Ergebnis im Bereich Wachstum/Attraktivität im Markt von „sehr gut“ auf „gut“.

Laut ASSEKURATA zeichnet sich die Cosmos Lebensversicherungs-AG durch eine „exzellente“ Kundenorientierung und Sicherheitslage aus.

Die aufsichtsrechtliche Bedeckung der Sicherheits-Anforderungen gemäß den Bestimmungen Solvency II erfüllt die Cosmos Lebensversicherungs-AG zum 31.12.2016 zu 542 Prozent.
Aufgrund der Einbindung in die Generali Group profitiert der deutsche Direktversicherer beim Risikomanagement in einem hohen Maße vom Know-how einer international aufgestellten Versicherungsgruppe.

Fazit: Trotz einem hohen Aufwand für Marketing und Werbung erweisen sich Direktversicherer als sehr robust. Das ist leider ein Hinweis, dass die Vertriebskosten und Aufwendungen für die vor Ort persönliche beratene Alternativen zu hoch sein könnten. Die Vorschläge von Maklerverbänden und Versicherungsmaklern die Courtage für den Erstabschluss zu senken und die Betreuungs-Courtage zu erhöhen macht da Sinn.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Information zur Generali Group

EurAssMus 12/2016 am Kiosk

Freitag, Dezember 2nd, 2016

EurAssMus 12//2016

wondermag von fgbraun.de

Das Risiko-Management Online-Magazin EurAssMus richtet in der Ausgabe Dezember 2016 den Fokus auf Risiken rund um die Digitalisierung bis zu einer Lösung um absolut sicher vor digitaler Spionage zu kommunizieren.

Makler sind als Menschen der Trend

Freitag, April 22nd, 2016

Die VEMA-Tage der Maklergenossenschaft VEMA in Fulda bilden sehr gut die Trends in deutschen Maklerunternehmen ab. So war das auch wieder dieses Jahr. Die Megatrends: Analog und Digital.

2016-04-22 (db) Deutschlands größte Maklergenossenschaft VEMA e.G. tagte diese Woche am 20./21. April 2016 zum vorletzten Mal in Fulda. Nur noch für das Jubiläumsjahr 2017 sei sich die Makler-Genossenschaft sicher, dass die Tagung an diesem Standort stattfinden könne. Der Grund sei das Wachstum der Organisation, dem die vorhandenen Tagungs- und Raumkapazitäten nicht mehr entsprächen.

Dieses Jahr waren 1.258 Versicherungsmakler auf dem Jahrestreffen und die Abendveranstaltung war mit 1.015 Gästen bis auf den letzten Platz ausgebucht. Auch die 265 Austeller mussten mit ihren 450 Experten und Mitarbeitern die Fragen der Fachbesucher auf engstem Raum beantworten.
Analog und digital sind gleichermaßen Megatrends

„Seit 17 Jahren befassen wir uns jetzt schon mit der Digitalisierung“, sagte VEMA-Vorstandschef Hermann Hübner. Sein Maklerkollege und VEMA-Vertriebsvorstand Andreas Brunner ergänzte: „Ich bin mir als Unternehmer nicht sicher, ob ich noch vor meinem Eintritt in den Ruhestand, an den Nachwuchs einen komplett digitalisierten Maklerbetrieb übergeben kann.“

Auf der Pressekonferenz wurde bekannt, dass die VEMA an die angeschlossenen Maklerunternehmer 11.500 haptische Kundenordner verkauft hat und aktuell weitere 2.500 Exemplare vorbestellt sind.
„Die über 13.000 klassischen Kundenordner werden von den Maklern eingesetzt, weil Mandanten auch gerne ihre Deckungskonzepte zur Hand und in der Hand haben“, kommentiert Hübner diesen Trend zur Haptik und der greifbaren Übersicht.

Versicherer fehlt eine klare Strategie zur Digitalisierung
In der Podiumsdiskussion zum Thema „Digitalisierung“ brachte es Alexander Kern von der BIPRO e.V. auf den Punkt:

„Viele Versicherer haben keine klare Strategie für die Digitalisierung. Das sei in der Praxis etwa so, als stehe man vor einem großen dunklen Wald mit sehr vielen Bäumen. Desto tiefer ein Versicherer in diesen Wald blicke, desto dunkler wird es. Jetzt geben einige Versicherer einen Schuss in den Wald ab und hoffen dass eine App von einem Baum fällt, die alles kann und alles löst.“

Der Technologie und IT-Vorstand Stefan Sommerer sagt: „Die De-Materialisierung ist das Merkmal der Digitalisierung. Allerdings sind wir noch weit davon entfernt, dass das ‚Beamen‘ und der Transfer zu hundert Prozent klappt.“ Im Spaß nutzte Sommerer auf der Bühne als Auskunftei über die digitale Zukunft eine gläserne Wahrsager-Kugel.

2016 DB Stefan Sommerer, VEMA IT-Vorstand, mit Wahrsager-Glaskugel 1025

Maklerunternehmer Karl-Ulrich Bürkle fordert: „Die Digitalisierung der Assekuranz braucht vor allem eine einheitliche Sprache und klare Normen.“

VEMA-Sprecher Hübner bremst die hohen Erwartungen an digitale Projekte: „Die Wirtschaftlichkeit der Digitalisierung wird völlig überbewertet. Es sei schon ein Problem, wenn Du aus dem Fenster springen sollst, während andere erst planen unten das Sprungtuch aufzuspannen.“

Weiterbildung wird über digitale Kanäle befördert
In der Weiterbildung sei die Digitalisierung in Form von Online-Tagungen, Mediathek und digitalem Fernsehen ein Renner. Allein an neun Tagungen in den neuen Medienkanälen der VEMA hätten über 600 Teilnehmer teilgenommen. Die gefragtesten Themen seien bei der Maklergenossenschaft die Vorträge zur gewerblichen Inhaltsversicherung und gewerblichen Haftpflichtdeckungen.

Bei den Mandanten seien zwar digitale Erstinformationen für die Gesprächsvorbereitung von Nutzen, die entscheidenden Fragen werden dann aber immer noch klassisch im persönlichen Gespräch beantwortet.

„Die individuelle Beratung, handschriftliche Erläuterungen und der haptische Versicherungsordner haben ihren Stellenwert behalten“, sagt Hübner. „Wer Risiken und Deckungen richtig ordnet ist gefragt“, so Hübner weiter, „und wer schreibt der bleibt, das gelte auch in digitalen Zeiten.“

Wer die Maklerunternehmerinnen und Unternehmer in Fulda erlebt hat, ist überzeugt, der Megatrend „Mensch Makler“ ist der Renner aus Sicht der Mandanten. „Schade ist da wirklich nur“, merkt Vertriebsvorstand und Maklerunternehmer Brunner an, „dass uns die Regulierung und deren Anforderung an Verwaltungsarbeiten zu viel Zeit raubt, die eigentlich unseren Mandanten gehört.“

Dietmar Braun

Jeder zweite Vermittler nutzt „gut beraten“

Donnerstag, April 7th, 2016

Die Brancheninitiative „gut beraten“ kam beim Start voran, jetzt flacht die Zahl neu registrierter Teilnehmer deutlich ab. Nur jeder zweite Vermittler hat sich entschlossen formal teilzunehmen.

2016 gut beraten Weiterbildungskonten DB Blog

2016-04-07 (db) Vor genau zwei Jahren, am 7. April 2014, startete die freiwillige Initiative der deutschen Assekuranz zur Weiterbildung der Versicherungsvermittler. Mittlerweile hat sich jeder zweite Vermittler zur Teilnahme entschlossen. Vorschriften für eine Weiterbildung im Vertrieb gibt es nicht, nach 2018 könnten auf europäische Initiative national 15 Stunden pro Jahr vorgeschrieben werden, das wäre dann an zwei Tagen im Jahr „gut zu schaffen“.

„Heute stellen wir fest, dass wir unser Ziel einer hochwertigeren, kontinuierlicheren und transparenteren Weiterbildung für Vermittler voll und ganz erreicht haben. Das ist ein großer Schritt auf dem Weg zu einer weiteren Verbesserung der Kundenberatung“, meint Gerald Archangeli, Vorsitzender des Trägerausschusses der Initiative und Vizepräsident des Bundesverbandes der Versicherungskaufleute (BVK).

Zwei Jahre nach dem Start der Initiative nehmen insgesamt 116.190 Versicherungsvermittler an der Aktion „gut beraten“ teil.

„Legt man die Zahlen des DIHK-Vermittlerregisters zugrunde, beteiligt sich heute jeder zweite Vermittler in Deutschland an dieser Initiative. Das ist ein eindeutiger Beleg dafür, dass diese freiwillige Selbstverpflichtung funktioniert“, vermutet Dr. Katharina Höhn, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV).

Die Verteilung der Teilnehmer auf den Vermittlerstatus

Drei Viertel aller Teilnehmer (75 Prozent) bei „gut beraten“ sind Ausschließlichkeitsvermittler und die angestellten Vermittler im der Versicherer Außendienst.

„Gut beraten“ nicht nur eine Männersache

25.081 Frauen (22 Prozent) und 91.109 Männern (78 Prozent) nehmen teil.

Abhängigkeit und Ausschließlichkeit fördern Teilnahme

Ein Blick auf die einzelnen Vermittlergruppen zeigt: Innerhalb der ersten beiden Jahre haben 84 Prozent der in einem Versicherungsunternehmen angestellten Vermittler ein Weiterbildungskonto bei „gut beraten“, legt man die Statistik des Arbeitgeberverbands der Versicherungsunternehmen (AGV) zugrunde; danach wurden 37.300 angestellte Versicherungsvermittler Ende 2015 verzeichnet.

Nur jeder dritte Versicherungsmakler nimmt teil

Vergleicht man die Zahl der im DIHK-Register am 1. April 2016 verzeichneten 46.648 Makler mit den gut beraten-Zahlen, so liegt deren Teilnahmequote bei 39 Prozent, bei den gebundenen Vertretern bei 31 Prozent (180.892 Versicherungsvertreter ohne Erlaubnis im DIHK-Register im Vergleich zu 56.607 Versicherungsvertretern ohne Erlaubnis (Exklusiv-Vertrieb der Versicherer) und Versicherungsvertreter mit Erlaubnis (früher als Mehrfachagenten bezeichnet) in „gut beraten“.

Dietmar Braun

Engemann wird Bindeglied bei Dialog

Donnerstag, April 7th, 2016

Die Generali Gruppe bündelt ihren Maklervertrieb beim Biometrie-Spezialist und Maklerversicherer Dialog. Ein Manager verantwortet und koordiniert künftig den Vertrieb in München und Augsburg.

2016 Dialog Engemann Olaf-Axel Blog DB

Olaf-Axel Engemann, Generallbevollmächtigter Vertrieb Dialog Lebensversicherung AG © Dialog

2016-04-07 (db) Die Dialog Lebensversicherungs-AG in Augsburg meldet, dass seit 1. April 2016 Olaf-Axel Engemann (51) der neue Generalbevollmächtigte Vertrieb Deutschland ist. Seine bisherige Funktion als Bereichsvorstand Unabhängige Vertriebspartner Generali (UVG) bei den Generali Versicherungen in München behält er zusätzlich bei. Mit dem Übergang des Makler-Lebensgeschäfts von den Generali Versicherungen auf den Maklerversicherer Dialog stellt Engemann in seiner Doppelfunktion die Klammer zwischen beiden Vertrieben dar.

Der gelernte Versicherungskaufmann und studierte Betriebswirt kam 2004 zur deutschen Generali Gruppe. Nach Tätigkeiten als Leiter der Vertriebskoordination der Holding und als Bereichsleiter Vertriebsservice bei den Generali Versicherungen übernahm er 2013 seine heutige Funktion bei den UVG.

„Wir freuen uns, dass Olaf-Axel Engemann seine Erfahrung und Kompetenz in der Leitung eines großen Vertriebes nun auch in die Dialog einbringen wird. Seine Doppelfunktion als Leiter zweier Vertriebe stellt die ideale personelle Lösung für die erfolgreiche Zukunft unseres Maklergeschäfts dar“, sagt Michael Stille, Vorstandsvorsitzender der Dialog Lebensversicherungs-AG, zur Personalie.

Dietmar Braun

Versicherer müssen Betreungswünsche akzeptieren

Donnerstag, August 14th, 2014

Immer wieder ärgert es Versicherungskunden, wenn Versicherer den Betreuungswunsch und das Mandat des beauftragten Versicherungsmaklers ignorieren. Ein aktuelles Urteil schafft Klarheit.

2014-08-14 (db) Das Oberlandesgericht München hat sich mit einem Versicherer beschäftigt, der in einem Schreiben an seinen Kunden, den Betreuungswunsch des Versicherungsnehmers auf eine Betreuung durch einen beauftragten Versicherungsmakler, missachtet hat. Stattdessen wurde im Anschreiben an den Kunden ein Versicherungsvermittler des Versicherungsunternehmens als Ansprechpartner und Betreuer benannt.

Im Streitfall war konkret als Betreuer des Kunden („Es betreut Sie:…“) nicht der Makler des Kunden aufgeführt, sondern eine Ausschließlichkeitsagentur des beklagten Versicherers. Das Schreiben des Versicherers war an den Versicherungsnehmer gerichtet und wurde allerdings an den Makler („c/o“) übersandt.

Fehlerhafte Angabe des Betreuers verstößt gegen das UWG
Das Oberlandesgericht München hat bestätigt, dass diese Angabe irreführend im Sinne des § 5 Abs. 1 UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) ist.

Die Begründung: Die fehlerhafte Darstellung der Betreuung könne dazu führen, dass sich der Versicherte bei einem konkreten Anliegen nicht mit dem richtigen Betreuer in Verbindung setzt „und in der Folge Geschäfte vornimmt, die er sonst nicht getätigt hätte“.

OLG München, Urteil vom 03.07.2014, Az.: 29 U 5030/13