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W&W hilft Hochwasser-Geschädigten

Mittwoch, Juni 5th, 2013

Stark betroffen vom Hochwasser und dessen Folgen sind die Bundesländer Baden-Württemberg, wo das Hochwasser bereits wieder abgeklungen ist, sowie Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Ein weiterer Versicherer sichert schnelle Hilfe für Versicherte zu.

2013-06-05 (db) Das Hochwasser, welches seit Ende Mai mehrere Regionen Deutschlands betroffen hat, sorgt auch bei der Württembergischen Versicherung AG, ein Tochterunternehmen der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG), für zahlreiche Schadenmeldungen.

Derzeit erhält die Württembergische als Folge des Hochwassers eine dreistellige Anzahl an Schadenmeldungen pro Tag. Dennoch lässt sich das genaue Schadenvolumen durch das Hochwasser aktuell nicht beziffern, da insbesondere in Bayern und den neuen Bundesländern noch Regionen vom Wasser bedeckt sind. Eine Bewertung angefallener Schäden ist damit bislang schwierig.

Bereits in den zurückliegenden Jahren war die Württembergische an der Regulierung von Elementarschäden aufgrund von markanten Wetterphänomenen maßgeblich beteiligt. Als Folge des Elbehochwassers 2002 zahlte sie an betroffene Versicherungsnehmer 44 Millionen Euro. Das Schadenvolumen bei dem Sturm „Kyrill“ aus dem Jahr 2007 – einem der größten Wetterereignisse der zurückliegenden Jahre – betrug bei der Württembergischen 51 Millionen Euro.

„Die Württembergische steht bei ihren Versicherten für schnelle Hilfe“, so Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Breuer.

Dr. Wolgang Breuer, Vorstandsmitglied Württembergische © W&W AG

Dr. Wolgang Breuer, Vorstandsmitglied Württembergische © W&W AG

„In Situationen wie diesen, wo Betroffene umgehende Hilfe benötigen, kommt unserem Netz erfahrener und fachlich hochkompetenter Schadenbearbeiter besondere Bedeutung zu. Sie tun alles, damit es für die Betroffenen bald vorwärts geht“, erläutert Breuer.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG)

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Hochwasserschäden begrenzen (mit Checkliste)

Hochwasserschäden begrenzen

Montag, Juni 3rd, 2013

Sintflutartige Regenfälle setzen ganze Stadtviertel unter Wasser – wie am vergangenen Wochenende in gleich mehreren deutschen Regionen. Wer schon einmal in seinem Haus mit Schlammmassen gekämpft hat oder im Keller bis über die Knie im verschmutzten Wasser stand, denkt über besseren Schutz gegen Überschwemmungen nach.

2013-06-03 (db) Die Württembergische Versicherung AG rät in einer aktuellen Meldung zu baulichen Maßnahmen für den Schutz vor Hochwasserschäden und deren Folgen. Der Stuttgarter Versicherer empfiehlt die Elementardeckung in die Gebäudeversicherung einzuschließen.

Die starken Regenfälle in den vergangenen Jahren führen Experten auf die Klimaerwärmung zurück. Die gewaltigen Wassermengen werden vom ausgetrockneten Erdreich nicht mehr aufgenommen und die Kanalisation stößt an ihre Grenzen. Als Folge entsteht ein Rückstau und die Kellerräume laufen voll.

Hausbesitzer sollten sich rechtzeitig vergewissern, ob die Gebäudekonstruktion im Untergeschoss einem zusätzlichen Wasserdruck standhält. Rückstauventile, die in die Hauptwasserleitung eingebaut werden, können einen hohen Wasserstand im Keller verhindern. Teilweise sind sie gesetzlich bereits vorgeschrieben.

Sich gegen Hochwasser schützen

Durch mobile Schutzsysteme lassen sich Fenster, Türen und Lichtschächte schnell verschließen. Zu den mobilen Sicherheitsvorkehrungen gehören beispielsweise bewegliche Wandteile, die – im Haus gelagert – bei „Gefahr in Verzug“ Lichtschächte oder Zugangsbereiche abdichten sollen. Wenn die Zeit drängt, eignen sich Sandsäcke und Folien als Notbehelfe. Ein ausreichender Vorrat davon ist sicher nützlich.

Um Wasserschäden und den damit verbundenen Folgekosten wirkungsvoll vorzubeugen, kann auch ein Pumpensystem Hilfe leisten, das sich bei einem bestimmten Pegelstand des Grundwassers selbst in Gang setzt. Voraussetzung ist allerdings, dass das gepumpte Wasser über Rohre in ein tiefer gelegenes Gebiet in unmittelbarer Umgebung des Hauses geleitet werden kann. Für das Abwasser gibt es spezielle Pumpsysteme, wenn das Kanalniveau höher liegt als der häusliche Ablauf.

Mit örtlichem Stromausfall rechnen

Zusätzliche mit Benzin zu betreibende Pumpen helfen auch bei hochwasserbedingtem Ausfall des örtlichen Stromnetzes. Eine Hilfe kann hier auch ein Stromaggregat mit Benzinmotor sein.

Helfer ganz anderer Art sind eine Taschenlampe und ein Vorrat an Kerzen, die bereitliegen sollten, wenn wegen des Hochwassers die Stromversorgung zusammenbricht oder abgeschaltet wird. Sinnvoll ist es darüber hinaus, aufmerksam die Wetterberichte zu verfolgen und auf Unwetterwarnungen zu achten.

In ausgesprochenen Hochwassergebieten, wie entlang von Mosel und Rhein, wissen übrigens die Bewohner, dass sie an hochwertiger Einrichtung langfristig nur Freude haben, wenn diese sich in höher gelegenen Geschossen befindet.

Nur Elementardeckung schützt bei Hochwasser

Überschwemmungsschäden zu beseitigen, kostet oft viel Geld. Daher ist es ratsam, eine entsprechende Versicherung abzuschließen. Hausbesitzer in hochwassergefährdeten Gebieten haben sogar nach dem Gesetz zur Verbesserung des vorbeugenden Hochwasserschutzes die Pflicht, selbst „im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren“ Vorsorge zu treffen.

Schäden durch Hochwasser an Gebäuden und Einrichtungsgegenständen deckt beispielsweise eine Versicherung gegen Elementargefahren ab. Sie springt dann ein, wenn Wassermassen von außen in das Haus eingedrungen sind. Eine gewöhnliche Gebäudeversicherung allein reicht hier nicht aus. Für Schäden an Solaranlagen, durch Feuer, Sturm, Hagel oder Schneelast gibt es Zusatzpolicen.

Hat das Hochwasser die Bausubstanz zerstört, kann ein Hausbesitzer, der gegen Überschwemmungen versichert ist, mit umfassender finanzieller Hilfe rechnen. Notwendige Reparaturen als Folge der Flut bezahlt die Elementarschaden-Versicherung. Sie greift nicht nur beim Haus selber, sondern auch bei versicherten Garagenbauten und anderen Nebengebäuden. Selbst bei einem Abriss oder wenn vermietete Wohnungen vorübergehend nicht benutzt werden können, tritt die Versicherung ein. Da oftmals als Folge der Hochwasserschäden auch Hausrat in Mitleidenschaft gezogen wird, empfiehlt es sich, ihn im Rahmen der Hausratversicherung zusätzlich gegen Elementargefahren abzusichern.

Richtig Sanieren nach Hochwasserschäden

Nach der Dokumentation des Schadensausmaßes – durch Markieren der Wasserstände und Festhalten der Beschädigungen in Foto- oder Video-Aufnahmen – sollten Hausbesitzer das Wasser schnellstmöglich abpumpen und die Räume reinigen, um den Schaden so gering wie möglich zu halten.

Ist das Wasser aus den Häusern beseitigt, hinterlässt es feuchte, durchnässte und verschlammte Wände, Fußböden und Einrichtungsgegenstände. Das ist der ideale Nährboden für Schimmelpilze, die gefährliche Folgen für die Gesundheit haben können. Allergien und Asthma sowie Kopfweh, Fieber, Haut- und Schleimhautreizungen kann der Schimmel hervorrufen. Stark befallene Stellen sollten möglichst rasch gereinigt und desinfiziert werden. Wichtig ist, möglichst wenig oder gar keinen Staub aufzuwirbeln, da sich mit dem Staub die Sporen der Schimmelpilze verbreiten. Es ist auch möglich, die befallenen Bereiche übergangsweise abzudecken oder abzuschotten. Die bei der Sanierung anfallenden, mit Schimmelpilzen belasteten Abfälle können in Plastikbeuteln mit dem Hausmüll entsorgt werden.

Für das Desinfizieren von Schimmelkulturen eignet sich zum Beispiel 80-prozentiger Ethylalkohol (Ethanol) bei feuchten Flächen und 70-prozentiger Ethylalkohol bei trockenen Flächen. Für diese vorübergehenden Maßnahmen sollten Schutzhandschuhe, Mundschutz und Schutzbrille getragen werden, die in Baumärkten erhältlich sind. Außerdem sollte an die Feuer- und Explosionsgefahr bei Verwendung von Alkohol gedacht und deshalb gut gelüftet, nicht geraucht und offenes Feuer vermieden werden.

Im Einzelfall können auch professionelle Entfeuchtungsgeräte hilfreich sein. Trockene Wände sind die beste Vorsorge gegen Schimmelpilzbefall und die Basis für eine dauerhafte Sanierung.

Checkliste für hochwassergefährdete Regionen

Um sich optimal für den Ernstfall vorzubereiten, können in hochwassergefährdeten Regionen die folgenden Maßnahmen helfen:

  • Vor dem Grundstückskauf bei der Gemeinde, der Wasserbehörde oder einem Wohngebäudeversicherer nach Hochwassergefahren erkundigen
  • Rechtzeitig bei Fachfirmen über vorbeugenden Überschwemmungsschutz informieren
  • Auf eine hochwertige Ausstattung in Wohnräumen im Untergeschoss verzichten
  • Elektrische Versorgungseinrichtungen und Heizanlagen in den oberen Geschossen installieren
  • Wetterbericht verfolgen und Ernst nehmen
  • Die wichtigsten Dokumente wie Geburtsurkunde, Krankenversicherungskarte, Kaufverträge und Versicherungsunterlagen griffbereit an einem sicheren Ort platzieren
  • Das Ausmaß des Schadens in Fotos festhalten, die erreichten Wasserstände markieren, Verluste und voraussichtliche Kosten des Schadens beziffern
  • Keine beschädigten Einrichtungsgegenstände wegwerfen, bevor sie vom Versicherer gesehen wurden

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Fitch bestätigt W&W-Rating

Montag, Mai 27th, 2013

Die Agentur Fitch bestätigt das Finanzstärkerating aller Versicherungsgesellschaften des Vorsorgespezialisten Wüstenrot und Württembergische AG mit „A-„. Den Ausblick setzt die Ratingagentur auf stabil.

2013-05-27 (db) Die Ratingagentur Fitch hat das Insurer Financial Strength Rating (IFS-Rating), das die Finanzstärke beschreibt, in der Top-Bewertung „A-„ allen Versicherern der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) bestätigt. Im Einzelnen sind dies die Württembergische Lebensversicherung AG (WL AG), die Württembergische Versicherung AG (WV AG) und die Württembergische Krankenversicherung AG (WKV AG) bestätigt. Auch das Issuer Default Rating (IDR), das Rating für das Risiko als Emittent auszufallen, wurde für die drei Gesellschaften in der Stufe „BBB+“ bestätigt. Der Ausblick aller Ratings ist laut der Agentur stabil.

Die Agentur hat zudem das IDR der Dachgesellschaft des Wüstenrot & Württembergische Konzerns (W&W AG), mit ‚BBB+’ bestätigt. Der Ausblick sei auch hier stabil. Die Nachranganleihe der WL mit einem Volumen von  130 Mio. Euro, wurde mit ’BBB-’ bestätigt.

Die Schlüsselfaktoren für die aktuelle Bewertung

Die Bestätigung der Ratings der Versicherungsgesellschaften beruhen auf der verbesserten Profitabilität während der letzten beiden Jahre sowie der Erwartung, dass die strategische Initiative „W&W2015“ zu einer Stabilisierung der Profitabilität der W&W Gruppe führen wird.

Die Kapitalausstattung des W&W-Versicherungssegments hat vom Abbau risikoreicher Kapitalanlagen profitiert, besonders bei den GIIPS-Anleihen, und die Kapitalausstattung der Gruppe wirkt weiter unterstützend für die aktuellen Ratings.

Nach Ansicht von Fitch sind die WV, die WL und die WK als Kerngesellschaften der W&W anzusehen. Aufgrund der Struktur der W&W-Gruppe mit Aktivitäten sowohl in der Lebens-, Kranken- und Schaden-/Unfallversicherung als auch im Bauspargeschäft und in sonstigen Bankaktivitäten, hängen die Ratings dieser Kerngesellschaften auch von der Kreditqualität der Wüstenrot Bausparkasse AG (WBSK; ‘BBB+‘ /Ausblick stabil) und der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank (WBP; ‘BBB+‘ /Ausblick stabil) ab.

Konzernprogramme in der Finanzplanung erfolgreich

Die W&W-Gruppe hat Ende letzten Jahres ein neues Optimierungsprogramm aufgelegt, ’W&W2015’, dessen Ziel die Verbesserung der Profitabilität und eine weitere Kostenreduzierung ist. Das neue Programm baut auf das Programm ’W&W2012’ auf, um die negativen Effekte des europäischen Niedrigzinsumfeldes zu kompensieren.

Im ersten Quartal 2013 ging der Jahresüberschuss der W&W Gruppe deutlich von 66 auf 39 Millionen Euro zurück. Der Rückgang war von einem Verlust in der Bankensparte und einem Rückgang des Gewinns in der Lebensversicherungssparte getrieben. Das Ergebnis war teils auch durch Programminvestitionen für „W&W2015“ belastet. Auf Basis der Quartalsergebnisse hat die W&W ihr Gesamtjahresziel bestätigt, einen Jahresüberschuss von 125 Millionen Euro erreichen zu wollen. Im Jahr 2012 hatte die W&W AG, teils gestützt von Einmaleffekten, das höchste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt.

Die Lebensversicherungssparte verbesserte 2012 die Vertriebskostenquote weiter von 5,5 auf 5,4 Prozent und hielt die Verwaltungskostenquote bei 2,7 Prozent. Trotz der Verbesserung bleiben beide Kennzahlen über dem Marktdurchschnitt, während die Stornoquote mit 4,4 Prozent besser als der Marktdurchschnitt war. Die Solvabilitätsquote der WL ging im Jahre 2012 leicht von 156,3 auf 153,1 Prozent zurück.

Die WV erzielte 2012 eine Bruttoschaden-/Kostenquote von 93 Prozent bedingt durch weiter niedrige Schadenbelastungen sowie einer niedrigerer Kostenquote 27,5 nach 28.7 Prozent. Für 2013 erwartet Fitch eine Normalisierung der Schaden/Kostenquote auf rund 95%. Die Nettoverzinsung lag 2012 bei 4,0 Prozent, gestützt durch einen verbesserten Saldo von Gewinnrealisierungen und Abschreibungen auf Kapitalanlagen.

Gründe für zukünftige Herauf- oder Abstufung im Rating

Eine erfolgreiche Umsetzung von W&W 2015 wäre ein Schlüsselfaktor für eine Heraufstufung der Ratings. Die Kosten- und Effizienzkennzahlen müssten sich hierfür mindestens auf das Niveau der Referenzgruppe verbessern und die Solvabilitätsquoten der operativen Versicherungsunternehmen mindestens ein Niveau von 160% aufweisen. Auf der anderen Seite könnte ein substantieller Rückgang des Kapitals und ein Absinken der regulatorischen Solvabilitätsquoten der Versicherungsunternehmen auf unter 140% zu einer Herabstufung der Ratings führen. Darüber hinaus könnte auch Druck auf die Versicherungsratings entstehen, wenn die WBSK und die WBP unter verstärkten Kapitalproblemen leiden würden.

Über die W&W AG

Die W&W AG ist ein Finanzkonglomerat, das hauptsächlich in Deutschland aktiv ist. Zum Jahresende 2012 wies die Gruppe eine Bilanzsumme von 77 Milliarden Euro aus. Die Versicherungsgesellschaften vereinnahmten 2012 gebuchte Bruttobeiträge von  vier Milliarden Euro.

Gemessen an der Beitragseinnahme gehören die WL und die WV jeweils zu den größten zwölf Versicherern in ihren jeweiligen Sparten in Deutschland.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Piëch kauft Immobilien von Wüstenrot

Freitag, Mai 17th, 2013

Die Württembergische Lebensversicherung veräußert die Calwer Passage in Stuttgart an eine Holding von Ferdinand Piëch. Die Piëch Holding ist bereits mehrfach in Immobilien der Schwabenmetropole investiert und betreibt das Unternehmen Feinkost Böhm in Stuttgart.  

2013-05-17 (db) Die Württembergische Lebensversicherung AG eine Tochter der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) hat das 1978 eröffnete Gebäudeensemble „Calwer Passage“ verkauft. Erwerber sind die Gesellschaften R 20 GmbH & Co. KG und CS GmbH, die zur Ferdinand Piëch Holding GmbH gehören. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Bauherr der Passage war in den 1970er Jahren die Allgemeine Rentenanstalt (ARA), die später mit der Württembergischen Lebensversicherung AG fusioniert wurde. Das Areal umfasst insgesamt rund 9.800 Quadratmeter Nutzfläche, wovon auf die eigentliche Passage 1.300 Quadratmeter entfallen. Die gemischte Gewerbeimmobilie besteht aus Handels-, Büro- und Wohnflächen.

Die bereits seit Anfang 2012 laufenden Verhandlungen über den Verkauf wurden durch die Diskussion hinsichtlich eines möglichen Denkmalschutzes unterbrochen und Anfang 2013 wieder aufgenommen. Im Ergebnis wurde zwischen Verkäufer und Käufer vereinbart, dass das Gebäudeensemble – unabhängig vom Ausgang der denkmalpflegerischen Prüfung – an den Käufer übergehen soll.

Die Ferdinand Piëch Holding, die neben dem Betrieb des Einzelhandelsunternehmens Feinkost Böhm in Stuttgart vielfältige Immobilieninvestitionen vornimmt, hat sich zum Ziel gesetzt, die Calwer Passage in Absprache mit der Stadt und dem Denkmalamt wieder zu einer attraktiven Einkaufsdestination zu entwickeln.

Bevor weitergehende planerische Überlegungen angestellt werden, wird der angekündigte Bescheid des Denkmalamtes abgewartet.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Wüstenrot erzielt 2012 Rekordgewinn

Freitag, April 26th, 2013

W&W-Konzern macht sich weiter wetterfest und bleibt als Vorsorgespezialist ein „Fels in der Brandung“ volatiler Märkte und Zeiten niedriger bis negativer Zinsen. Die stabile Zukunft spiegelt sich auch im heraufgestuften Unternehmens-Rating.

2012-04-26 (db) Die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) meldet für 2012 einen Rekordüberschuss und baut mit seinem nächsten Strategieplan „W&W 2015“ weiter vor. Der IFRS-Jahresüberschuss stieg 2012 um 22 Prozent auf 235 Millionen Euro – das ist der höchste Gewinn in der Konzerngeschichte des Mischkonzerns aus Bausparbank und Versicherung. In 2011 betrug das Ergebnis bereits 192 Millionen Euro.

Das HGB-Ergebnis der Dachgesellschaft W&W AG sank von 75 auf 70 Millionen. Es unterschreitet den Planwert von 100 Millionen Euro aufgrund geringerer Ausschüttungen der Tochtergesellschaften, die Gewinne für den Eigenkapitalaufbau einsetzen. Die Dividende der W&W AG soll – vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung – mit 0,50 Euro pro Aktie konstant bleiben.

Vertriebsleistung der Württembergischen wird ausgebaut

Das Neugeschäft der in der Schaden- und Unfallversicherung tätigen Württembergischen Versicherung stieg gemessen an den gebuchten Brutto-Beiträgen um sieben Prozent von 1,38 auf 1,5 Milliarden Euro. Insbesondere das Kraftfahrtgeschäft entwickelte sich überdurchschnittlich.

Die gebuchten Brutto-Beiträge in der Lebensversicherung stiegen um zwei Prozent von 2,28 auf 2,32 Milliarden Euro. In einem für Lebensversicherer sehr schwierigen Niedrigzinsumfeld ist dieser Anstieg ein deutliches Zeichen für die hohe Vertriebskraft der Württembergischen.

In der privaten Krankenversicherung erhöhten sich die gebuchten Brutto-Beiträge um 16 Prozent von 134 auf 156 Millionen Euro.

Wüstenrot als die Erfolgsmarke im Partnervertrieb und Außendienst

Auch für Wüstenrot stand das Jahr 2012 unter einem guten Stern. Über die Außendienste und Kooperationsvertriebe stieg das Netto-Neugeschäft zum fünften Mal in Folge, diesmal um 3,4 Prozent auf die neue Bestmarke von 12,2 Milliarden Euro Bausparsumme. Das Brutto-Neugeschäft bewegte sich mit 15,3 Milliarden Euro auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Insgesamt konnte die zweitgrößte deutsche Bausparkasse ihre Marktposition festigen.

In der Baufinanzierung hat der W&W-Konzern 2012 im Inland mit Anspruch an eine höhere Werthaltigkeit des Geschäfts neue Kredite in Höhe von 4 Milliarden Euro vermittelt (Vorjahr: 4,4 Milliarden Euro).

Geplante Investitionen bis 2015 sichern Ertragskraft

Das Rekordergebnis 2012 verdankt die W&W-Gruppe zu wesentlichen Teilen ihrem Zukunfts- und Wachstumsprogramm „W&W 2012“. 98 Millionen Euro, also 40 Prozent des Konzernergebnisses, steuerte das Programm in seinem Abschlussjahr bei – deutlich mehr als die geplanten 76 Millionen Euro. Der Strategieschritt „W&W 2015“ visiert an, die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns auch bei lang anhaltender Niedrigzinsphase und verschärfter Regulation zu stärken.

Der W&W-Vorstandsvorsitzende Dr. Alexander Erdland erklärt, warum trotz guter Gewinne erneut Veränderungen anstehen: „Den anhaltend niedrigen Zinsen und den Kosten staatlicher Auflagen können wir nicht entrinnen. Deshalb sind wir in der Pflicht, in neue Entwicklungen zu investieren und unsere Kosten weiter zu senken. Beides dient auch der Qualität unserer Leistungen und damit der Zufriedenheit unserer Kunden.“

Dr. Alexander Erdland, Vorstandsvorsitzender Wüstenrot & Württembergische AG

Dr. Alexander Erdland, Vorstandsvorsitzender Wüstenrot & Württembergische AG

Mehr als 250 Millionen Euro stecke die W&W-Gruppe in Programminvestitionen für Markt, IT, Prozessverbesserungen und Restrukturierung. Das wird zunächst dazu führen, dass das Konzernergebnis geplant auf 125 Millionen Euro 2013 und 180 Millionen Euro 2014 zurückgeht. Ab dem Jahr 2016 ist dann wieder ein Ergebnisziel von jährlich 250 Millionen Euro geplant.

Wüstenrot startet 2013 Baufinanzierungs-Portal mit Drittanbietern

Die Planung „W&W 2015“ soll die Ertragskraft weiter steigern, Kosten nochmals senken und Geschäfte optimieren, die viel Kapital binden. Diese drei Ziele geht das Programm seit Juli 2012 an.

Die Hauptaufgaben des Handlungsfelds „Versicherung“ bestehen darin, die Effizienz weiter zu verbessern und Geschäfte wertorientiert zu betreiben.

Nicht nur optimieren, sondern neu ausrichten wird die „BausparBank“ ihr gesamtes operatives Geschäftsmodell. So arbeitet die Wüstenrot Bausparkasse daran, sich mittelfristig als Spezialistin für Bausparen und „handliche Finanzierungsbausteine“ zu positionieren.

Wüstenrot plant noch in 2013 ein Baufinanzierungsportal einzuführen, das auch Drittanbieter einbezieht. Dieses Portal wird auch die Wüstenrot Bank für ihre Kunden nutzen. Neu aufgestellt als spezialisierte Direktbank für Privatkunden, vereinfacht die Bank ihr Produkt-Portfolio ebenfalls. Einen Schwerpunkt wird das Einlagen- und Giro-Geschäft bilden. Wachsende Kundengelder sollen die Refinanzierungsstruktur verbessern und die Bilanzstruktur optimieren.

Kostensenkungen und sozial verträglicher Stellenabbau geplant

Neben den Handlungsfeldern „BausparBank“ und „Versicherung“ konzentriert sich das Handlungsfeld „Kosten“ auf konzernweite Aufgaben – insbesondere auf die Einsparpotenziale bei der W&W AG und den Service-Töchtern. Bis Ende 2013 soll das Kostenprogramm umsetzungsreife Bausteine geliefert haben.
Ziel ist, das jährliche Kostenniveau gegenüber der bisherigen Planung um 140 Millionen Euro abzusenken, mit voller Wirksamkeit ab dem Jahr 2016. Dies ist notwendig, um die Produkte im Interesse der Kunden kostenmäßig zu entlasten. Außerdem wird die Kosteneinsparung benötigt, um das Ergebnisziel zu erreichen.

Auf diesem Weg ist rechnerisch bis 2015 ein Abbau von bis zu 800 Stellen notwendig, ausgehend von derzeit 7.900 Vollzeitstellen im Inland (ohne Auszubildende). Dies ist dem W&W-Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 22. März dargelegt worden.
Die entsprechenden Details werden im Laufe der Jahre 2013 und 2014 konkretisiert und mit den Betriebsräten verhandelt. Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter haben bereits eine Gesprächsvereinbarung unterzeichnet, den Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich vorzunehmen. Das bedeutet, dass betriebsbedingte Beendigungskündigungen vermieden werden sollen.

Rating bestätigt stabile Zukunftserwartungen

Auch die Rating-Agentur Standard & Poor’s bestätigt, dass sich die W&W-Gruppe mit dem Programm „W&W 2015“ auf dem richtigen Weg befindet. So wurden alle Ratings der Kern-Gesellschaften der W&W-Gruppe – also Württembergische Versicherung, Württembergische Lebensversicherung, Wüstenrot Bausparkasse und Wüstenrot Bank – um eine Stufe angehoben, und zwar von „BBB+“ auf „A-„. Ebenfalls hochgestuft wurde das Rating der W&W AG von „BBB“ auf „BBB+“. Der Ausblick für alle Ratings bleibt weiterhin stabil. Insgesamt bestätige die Rating-Agentur die Erwartungen des Konzernvorstands, dass auch das neu aufgesetzte Strategieprogramm „W&W 2015“ erfolgreich sein werde – und dass trotz der zins- und investitionsbedingten Ergebnis-Rückgänge in 2013 und 2014 am stabilen Ausblick festgehalten werden kann.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Finanz- und Geldwissen Leserservice:

Download Geschäftsbericht Wüstenrot & Württembergische AG 2012