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Wüstenrot wächst weiter

Freitag, August 11th, 2017

Wüstenrot setzt auf das Eigenheim

Wüstenrot setzt auf seine Kern-Marke und Kompetenz rund um das Eigenheim /Foto: © db media Dietmar Braun


Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) meldet ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2017. Die Gruppe konnte in den ersten sechs Monaten den Konzernüberschuss nach Steuern deutlich um 28 Prozent von 121,0 auf 154,9 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhen.

Auf Basis dieser Entwicklung hat der Vorstand der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) seine Erwartungen für das laufende Jahr nach oben revidiert und rechnet nun beim Jahresüberschuss mit einer erkennbaren Überschreitung des Vorjahreswertes von 235 Millionen Euro. Für Anleger und Investoren lohnt es sich über die Aktie nachzudenken.

„Wir verbessern unser Geschäft momentan in nahezu allen Bereichen. Diese Entwicklung im ersten Halbjahr ist alles andere als selbstverständlich. Sie ist einerseits hart erarbeitet, andererseits das erste Ergebnis unserer Maßnahmen, um unseren Konzern deutlich kundenorientierter auszurichten. Was in der W&W-Gruppe steckt, zeigen diese ersten Effekte. Es ist allerdings zu früh, dies bereits als stabilen Trend zu bezeichnen. Wir haben noch einen langen Weg zu gehen. Klar ist: Der W&W-Konzern verfügt über allerbeste Voraussetzungen, in den kommenden Jahren zu einem der Gewinner des erkennbaren Branchenumbruchs zu werden“, sagt Jürgen A. Junker, CEO und Vorstandsvorsitzender der W&W AG.

„Den Rückenwind bei den Ergebnissen können wir gut gebrauchen. Er sichert uns nicht zuletzt Handlungsspielraum, um die erforderlichen hohen Investitionen im Zuge der Digitalisierung aus eigener Kraft zu realisieren“, sagt der Nachfolger seines bald auch als Präsident des GDV scheidenden Vorgängers, an dessen früheren Basis, der grundsoliden Wüstenrot-Gruppe in Ludwigsburg.

Bauspar Bank behauptet sich
Die Wüstenrot Bausparkasse aus Ludwigsburg konnte im Netto-Neugeschäft (eingelöstes Geschäft) mit 5,76 Milliarden Euro Bausparsumme annähernd das Vorjahresniveau erreichen (- 4,8 Prozent). Sie entwickelte sich damit deutlich besser als der Markt insgesamt.
Mit einem Marktanteil von knapp 14 Prozent konnte Wüstenrot die Stellung als zweitgrößte private deutsche Bausparkasse somit weiter festigen. Das Brutto-Neugeschäft nach Bausparsumme lag mit 7,01 Milliarden Euro unter dem sehr hohen Vorjahreswert (7,64 Milliarden Euro), der von den Sondereffekten eines Tarifwechsels positiv beeinflusst worden war.

In der Baufinanzierung erhöhte sich konzernweit das Neugeschäft an vermittelten Krediten um 8,2 Prozent auf 2,76 Milliarden Euro nach 2,56 Milliarden im Vorjahreszeitraum.

Die im Frühjahr 2017 erfolgte Übertragung des Baufinanzierungs- und Pfandbriefgeschäfts der Wüstenrot Bank auf die Wüstenrot Bausparkasse sowie die Übertragung der Spar- und Anlageprodukte steigerten die interne Effizienz durch jetzt einheitliche Prozesse, Systeme und attraktive Produktlösungen rund um das Eigenheim. Zum anderen verfügt die Bausparkasse jetzt über deutlich breitere Refinanzierungsmöglichkeiten. Beide Effekte wirken sich positiv auf die Ertragslage der Bausparkasse aus und eröffnen zudem Wachstumsspielräume rund um das Thema Eigenheim, Wohnen und Vorsorge.

Ausblick auf das Gesamtjahr 2017
Angesichts des anhaltenden Immobilienbooms in Deutschland rechnet der W&W-Konzern mit Wachstumsimpulsen beim Bausparen und der Baufinanzierung.

Für das Versicherungsgeschäft, insbesondere die Sparte Schadens- und Unfallversicherung, bleibt der Vorsorge-Konzern optimistisch. im Personenversicherungsgeschäft ist noch viel Potential, hier gilt es die Vororge-Themen Leben, Pflege und Gesundheit stärker mit dem Kerngeschäft rund um das Eigenheim zu bündeln.

Die hohen Investitionen in die Digitalisierung im Rahmen des „W&W@2020“-Programms, aber auch in den klassischen Vor-Ort-Vertrieb, werden beibehalten. Sie sollen einen Grundstein für künftiges Wachstum legen.

Der Konzern-Vorstand zeigt sich für das Gesamtjahr 2017 zuversichtlich und bestätigt seine bisherigen Aussagen. Neben den Zuwächsen im Neugeschäft und der günstigen Entwicklung im Segment Schaden-/Unfallversicherung könnte auch ein Einmaleffekt aus einem Portfolioverkauf sich auswirken.

Fazit und Kommentar
Drei positive Entwicklungen könnten aus Sicht der Kenner des Konzerns eine größere Rolle spielen:

Erstens tut die Stärkung des traditionellen Eigenheim-Gedankens mit dem Markenkern Wüstenrot dem gesamten Konzern wieder sehr gut.

Zweitens interessieren sich laut den Meldungen der Süddeutschen Zeitung amerikanisch-österreichische Investoren wie Cerberus Capital Management für gemeinsame Entwicklungen im digitalen Vertrieb und mit der Marke Südwestbank auch Sekoren wie Vermögensverwaltung und Kapitalanlagen.

Drittens wird neben dem Bekenntnis zum exklusiven Eigenvertrieb auch die Partnerschaft und Kooperation mit Banken und Maklern wieder auf Augenhöhe betrieben. Letzteres paart sich mit einem ehrlichen Respekt vor Mitarbeitern und Partnern, die frühere Phase scheint wohl vorbei. Das hat der Konzern mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wohl leidvoll gemeinsam, der die teilweise etwas abgehobene Phase demnächst auch beendet.

Sprichwort: „Wer ein (Eigen-)Heim bauen oder sichern will, sollte lange am Fundament verweilen.“

Dietmar Braun (db)

Eint Cerberus Südwestbank, Wüstenrot und Hall?

Montag, August 7th, 2017

Bauspar Hub im Südwesten

Zusammen in die richtige Richtung © db media Dietmar Braun


Die Südwestbank bekommt neue Eigner. Die Stuttgarter Privatbank wird von der Wiener Bawag P.S.K. übernommen. Die Transaktion ist vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden. Ist noch mehr hinter dem Deal? Wird eine Art südwestdeutsche Botschaft für die globale Verbreitung der soliden schwäbischen Philosophie rund um das Eigenheim entstehen?

In München ist der größte Hub für die Erneuerung des Versicherungsgeschäfts über digitale Prozesse entstanden. Entsteht im Großraum Stuttgart ein Hub für Bausparbanken und die Altersvorsorge rund um das Eigenheim? Die Schwaben gelten ja als Vordenker und Erfinder.

Die Südwestbank AG solle als Basis für die weitere Expansion der Bawag P.S.K. in Deutschland dienen. Deutschland biete für das digitale Tochterunternehmen Easybank AG durch die Nutzung ihrer schlanken Infrastruktur interessante Wachstumsperspektiven, um als Direktbank in den wesentlich größeren, weiterhin wachsenden Online-Markt zu expandieren. Branchengerüchte und ein Bericht der Süddeutschen Zeitung weisen auf ein Interesse an der Wüstenrot Bank einem Unternehmen der Eigenheim-Experten der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) hin.

Die Bawag P.S.K. ist seit Jahren auf der Suche nach Zukäufen im deutschsprachigen Raum. Sie ist mit mehr über zwei Millionen Kunden und einer Bilanzsumme von 40 Milliarden Euro die viertgrößte Bank in Österreich und gehört dem US-Finanzinvestor Cerberus Capital Management zu 52 Prozent mehrheitlich. Die Bausparkasse Wüstenrot ist mit einem Prozent an der Bawag beteiligt und der Versicherer Generali mit zwei Prozent, 39 Prozent hält der US-Investor GoldenTree Asset Management LP.

Die Stuttgarter Südwestbank gehört mit 28 Filialen, 100 000 Kunden, 650 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 7,4 Milliarden Euro bisher zu den kleineren deutschen Banken. Die Bank hat sich auf den Südwesten spezialisiert ist aktuell nur in Baden-Württemberg aktiv.

Eigentümer der Südwestbank waren bisher die Ex-Pharma-Unternehmer Andreas und Thomas Strüngmann, die vor 13 Jahren in 2004 über ihre Beteiligungsgesellschaft Santo Holding bei der Regionalbank mit 100 Millionen Euro eingestiegen ¬waren. Es folgte eine 400 Millionen umfassende Kapitalerhöhung. Jetzt scheinen die Brüder ihr mehrere Milliarden Euro an Vermögen konzentriert über die eigene Vermögensverwaltung Vertiva Family Office auszubauen. Die Strüngmann-Brüder vertrauen seit 1990 dem Stuttgarter Rechtsanwalt, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Wolfgang Boorberg. Er hatte für sie den milliardenschweren Verkauf von Hexal an Novartis geregelt, was die hübsche Summe von acht Milliarden Schweizer Franken den Brüdern einbrachte.

Fazit: Es wächst am Ende zusammen was zusammen gehört. Bei dem Thema rund um das Eigenheim können sich unter der Regie von Cerberus die Wiener Bawag P.S.K. Gruppe, die Südwestbank und die Wüstenrot zusammentun, da fehlte dann nur noch die Bausparkasse Schwäbisch Hall. Das würde einen neuen Verbund als Botschafter für das Eigenheim ergeben. Die Branche darf gespannt sein, zumal im Lager der Sparkassen sich die Spezialisten rund um das Eigenheim der LBS verbünden und teilweise fusionieren. Oder wie die Baden-Württemberger zu sagen pflegen: „Das Eigenheim ist eine Philosophie und jeder Mensch hat das Recht glücklich und zufrieden im eigenen Heim mit einem Gärtchen zu leben. Am besten glücklich bis ans Lebensende. Pfarrer Georg Kropp lässt grüßen.“

Dietmar Braun (db)

Eigenheim gefragt – Wüstenrot setzt auf Makler

Mittwoch, Juli 19th, 2017

Wüstenrot setzt auf Makler

Wüstenrot setzt rund ums Eigenheim auf Makler /Foto: © db media Dietmar Braun


Trotz Knappheit der Angebote im Immobilien-Markt hat die Wüstenrot Immobilien GmbH (WI), die bundesweite Immobilienmaklergesellschaft der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W AG), ihre Leistung im ersten Halbjahr 2017 gesteigert.

Im Kerngeschäft Immobilienvermittlung stieg das Volumen der verkauften und vermitelten Obkekte um 36 Millionen Euro auf 203 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 21,5 Prozent und ist zugleich das höchste jemals erzielte Halbjahresergebnis.

Deutliche Zuwächse gab es bei Finanzdienstleistungslösungen die im Rahmen der Immobilien-Verkäufe den Käufern angeboten wurden.
Bei den Baufinanzierungen, erhöhte sich das Vermittlungsvolumen um neun Millionen Euro auf die neue Bestmarke von 29 Millionen Euro. Die Provisionserlöse der gesamten Vermittlungstätigkeit betrugen knapp 8,9 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 17 Prozent.

Neue Vertriebswege helfen

Die positive Geschäftsentwicklung profitierte besonders vom 2016 eingeleiteten Ausbau der Vertriebswege. Besonders der Ausbau der Immobilien-Makler und die Kooperation mit Pools und Versicherungsmakler-Organisationen tragen Früchte und werden zukünftig gestärkt.

„Wer im hart umkämpften Markt wachsen will, muss neue Potenziale erschließen. Mit rein organischem Wachstum ist das nicht zu schaffen“, sagt Jochen Dörner, Geschäftsführer der WI.

Die WI hat 2016 damit begonnen, ihr Maklergeschäft in den Außendienst der Württembergischen Versicherungen als eigenen Vertriebsweg zu integrieren. Die Maklerorganisation ist auf 160 Maklerinnen und Makler gewachsen, was einem Plus von rund 13 Prozent entspricht. Der Ausbau fand zunächst im Vertrieb der Württembergischen Versicherungen statt. Bis Mitte 2017 wurden 27 neue Makler gewonnen, die dem Vertrieb der Württembergischen zugeordnet sind. 133 der 160 Makler gehören zum Vertrieb von Wüstenrot.
Die 27 Makler im Versicherungs-Außendienst der Württembergischen sind auf gleicher Vertragsbasis wie die Wüstenrot-Makler tätig und haben bereits in der Einarbeitungsphase einen ersten Wachstumsbeitrag geliefert: Das vermittelte Objektvolumen stieg von Null auf 17 Millionen Euro.

Mitte 2016 wurde auch der Bereich „Neubau/Bauträger und Investoren“ zu einem eigenen Vertriebsweg installiert. Hier sind alle vertrieblichen Aktivitäten rund um Neubauverkäufe für Bauträger und Investorengeschäfte gebündelt. Im ersten Halbjahr 2017 wurden Immobilien im Wert von 39 Millionen Euro vermittelt. Eine große Vermittlung eines Wohn- und Geschäftshauses in Berlin mit einem Volumen von 21 Millionen Euro ragt dabei besonders heraus.

Start von drei weiteren Kooperationen

Zudem sind 2017 drei neue Kooperationen gestartet. Damit verfolgt die WI weiter konsequent das Ziel, neue Potenziale für das Maklergeschäft zu erschließen.

So wurden die seit längeren bestehenden beiden Kooperationen der Wüstenrot Bausparkasse mit dem dbb Vorsorgewerk in Berlin und dem Finanz- und Vermögensberater Plansecur aus Kassel auf das Gebiet der Immobilienvermittlung der WI ausgedehnt.
Rund 1,3 Millionen Mitglieder des dbb Beamtenbund und Tarifunion und 60.000 Kunden von Plansecur haben künftig einen Zugang zum bundesweiten Immobilienangebot der WI. Kunden und Ansprechpartner werden regional vor Ort von den WI-Maklern betreut.

Außerdem werden mit der Zustifter-Rente der kirchlich gemeinnützigen Stiftung Liebenau zukünftig gezielt Seniorenhaushalte angesprochen, die ihre Immobilie zu Lebzeiten verrenten möchten. Die Stiftung ist Träger zahlreicher Einrichtungen und Dienste der Alten- und Behindertenhilfe und bietet seit 15 Jahren Verrentungen an.

Neue Berufszulassungsregeln bringen wenig

Von den neuen staatlichen Berufszulassungsregeln ist WI-Chef Dörner enttäuscht. Statt eine fachliche Eignung abzulegen, müssen sich Immobilienmakler nun alle drei Jahre für 20 Stunden fortbilden.

„Die Hoffnungen auf einen Qualitätssprung der Maklerbranche haben sich leider durch den Wegfall des Sachkundenachweises nicht erfüllt. Die neuen, deutlich abgespeckten Anforderungen erfüllen nicht die Ansprüche an ein professionelles Makler-Berufsbild“, so Dörner.

Für die WI ist das Grund und Ansporn zugleich weiter auf Fortbildung zu setzen. Aufbauend auf dem Lehrgang Immobilienvermittler (IHK) gibt es Fachmaklerlehrgänge, die sich am konkreten Kundenbedarf orientieren. So werden zum Beispiel die Themen Immobilienvererbung, -verrentung und Neubau über das Europäische Bildungszentrum der Wohnungs-und Immobilienwirtschaft (EBZ) gelehrt und geprüft.

Positive Prognose fürs Eigenheim

Die WI geht für das Gesamtjahr 2017 von einem deutlichen Umsatzwachstum aus. Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist bei den Deutschen weiterhin ungebrochen.
Niedrige Zinsen begünstigen trotz der gestiegenen Preise weiter den Erwerb. Voraussetzung für die positive Prognose ist, dass sich die Rahmenbedingungen nicht wesentlich verschlechtern.
Von der Zusammensetzung der zukünftigen Bundesregierung wird abhängen, ob Regulierung oder Wachstumsanreize im Fokus stehen. Die Förderung des Wohnungsbaus in der nächsten Legislaturperiode ist aber aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes grundsätzlich zu erwarten.

Der Vorstandsvorsitzende der Wüstenrot Bausparkasse Bernd Hertweck, brachte die Gemeinsamkeit zwischen Immobilien-Makler, Versicherungsbedarf und Leistungen einer Bausparbank zusammen auf einen Punkt: „Für die Menschen zählt alles rund ums Eigenheim und dort lebenslang leben zu können als die Vorsorge für das Alter schlechthin.“

Hertweck ist als Sprecher der ARGE der Bausparkassen in Baden-Württemberg ein ehrenamtlicher Botschafter für den Eigenheim-Gedanken und dessen Förderung. In der ARGE bündeln sowohl die öffentlich-rechtlichen, die genossenschaftlichen und die privaten Bausparbanken ihre Interessen und werden dabei von verbundenen Versicherern unterstützt.

Dietmar Braun (db finanzwelt)

Botschafter für Eigenheimkultur

Mittwoch, Juni 28th, 2017

Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender Wüstenrot Bausparkasse AG, © Andy Ridder, Portraits Wüstenrot Ludwigsburg

Wohnen und Eigenheim sind ein menschliches Grundbedürfnis. Den Traum von den eigenen vier Wänden haben vor allem Baden-Württemberger realisiert. Das eigene Heim dient dem Wohlgefühl.

(db finanzwelt) Den aktuellen Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen (ARGE) übernimmt ab Juli 2017 Bernd Hertweck. Hertweck ist Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Bausparkasse AG mit der Firmenzentrale in Ludwigsburg, der zweitgrößten privaten Bausparkasse in Deutschland.

Botschafter im Bauspar-Musterland
Der ARGE gehören neben der Wüstenrot Bausparkasse AG die Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, die Deutsche Bausparkasse Badenia AG und die LBS Landesbausparkasse Südwest an. Nicht ohne Grund sind diese Marktführer des deutschen Bausparens im Südwesten der Bundesrepublik beheimatet: Baden-Württemberg ist das Bauspar-Musterland. Hier lebt die Hälfte aller Bausparer in Deutschland und mit der höchsten abgeschlossenen durchschnittlichen Bausparsumme liegen die Baden-Württemberger klar an der Spitze aller Bundesländer.

Gemessen an wesentlichen Kenngrößen wie Neugeschäft, Vertragsbestand und Zahl der Kunden erreichen die Bausparkassen im Ländle als Gruppe bei den Marktanteilen bundesweit jeweils mehr als 50 Prozent und spielen somit quasi in einer eigenen Liga. Anders formuliert: Die vier in der Arbeitsgemeinschaft der Baden-Württembergischen Bausparkassen organisierten Institute bringen mehr Neugeschäft und Kundenbestand auf die Waage als die anderen 16 privaten und öffentlich-rechtlichen Bausparkassen in Deutschland zusammen. Mit dieser Bedeutung sind die Institute ein integraler Bestandteil des Finanzplatzes Stuttgart.

Wohnen und Eigenheim als Kernthema
Die Arbeitsgemeinschaft steht im Dialog mit allen gesellschaftlich relevanten Gruppen – unter anderem der Politik – zu Themen, die unmittelbar oder mittelbar für die Schaffung von Wohneigentum als Baustein eines soliden Vermögensaufbaus, einer sicheren privaten Altersvorsorge und für gesellschaftliche Stabilität relevant sind. Dabei behandelt sie Fragen des zeitgemäßen Wohnungsbaus, des demografischen Wandels und der privaten Vorsorge ebenso wie der energetischen und altersgerechten Immobilienmodernisierung.

Breite Anerkennung gefunden haben die Initiativen und Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft zu verschiedenen Themenstellungen im Bereich Bauen, Leben und Wohnen sowie das Format „Bausparkassen-Lounge“ unterstützt von Stuttgart Financial im Rahmen der Finanzwoche Stuttgart. (db)

Fitch bestätigt W&W-Rating

Montag, Mai 27th, 2013

Die Agentur Fitch bestätigt das Finanzstärkerating aller Versicherungsgesellschaften des Vorsorgespezialisten Wüstenrot und Württembergische AG mit „A-„. Den Ausblick setzt die Ratingagentur auf stabil.

2013-05-27 (db) Die Ratingagentur Fitch hat das Insurer Financial Strength Rating (IFS-Rating), das die Finanzstärke beschreibt, in der Top-Bewertung „A-„ allen Versicherern der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) bestätigt. Im Einzelnen sind dies die Württembergische Lebensversicherung AG (WL AG), die Württembergische Versicherung AG (WV AG) und die Württembergische Krankenversicherung AG (WKV AG) bestätigt. Auch das Issuer Default Rating (IDR), das Rating für das Risiko als Emittent auszufallen, wurde für die drei Gesellschaften in der Stufe „BBB+“ bestätigt. Der Ausblick aller Ratings ist laut der Agentur stabil.

Die Agentur hat zudem das IDR der Dachgesellschaft des Wüstenrot & Württembergische Konzerns (W&W AG), mit ‚BBB+’ bestätigt. Der Ausblick sei auch hier stabil. Die Nachranganleihe der WL mit einem Volumen von  130 Mio. Euro, wurde mit ’BBB-’ bestätigt.

Die Schlüsselfaktoren für die aktuelle Bewertung

Die Bestätigung der Ratings der Versicherungsgesellschaften beruhen auf der verbesserten Profitabilität während der letzten beiden Jahre sowie der Erwartung, dass die strategische Initiative „W&W2015“ zu einer Stabilisierung der Profitabilität der W&W Gruppe führen wird.

Die Kapitalausstattung des W&W-Versicherungssegments hat vom Abbau risikoreicher Kapitalanlagen profitiert, besonders bei den GIIPS-Anleihen, und die Kapitalausstattung der Gruppe wirkt weiter unterstützend für die aktuellen Ratings.

Nach Ansicht von Fitch sind die WV, die WL und die WK als Kerngesellschaften der W&W anzusehen. Aufgrund der Struktur der W&W-Gruppe mit Aktivitäten sowohl in der Lebens-, Kranken- und Schaden-/Unfallversicherung als auch im Bauspargeschäft und in sonstigen Bankaktivitäten, hängen die Ratings dieser Kerngesellschaften auch von der Kreditqualität der Wüstenrot Bausparkasse AG (WBSK; ‘BBB+‘ /Ausblick stabil) und der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank (WBP; ‘BBB+‘ /Ausblick stabil) ab.

Konzernprogramme in der Finanzplanung erfolgreich

Die W&W-Gruppe hat Ende letzten Jahres ein neues Optimierungsprogramm aufgelegt, ’W&W2015’, dessen Ziel die Verbesserung der Profitabilität und eine weitere Kostenreduzierung ist. Das neue Programm baut auf das Programm ’W&W2012’ auf, um die negativen Effekte des europäischen Niedrigzinsumfeldes zu kompensieren.

Im ersten Quartal 2013 ging der Jahresüberschuss der W&W Gruppe deutlich von 66 auf 39 Millionen Euro zurück. Der Rückgang war von einem Verlust in der Bankensparte und einem Rückgang des Gewinns in der Lebensversicherungssparte getrieben. Das Ergebnis war teils auch durch Programminvestitionen für „W&W2015“ belastet. Auf Basis der Quartalsergebnisse hat die W&W ihr Gesamtjahresziel bestätigt, einen Jahresüberschuss von 125 Millionen Euro erreichen zu wollen. Im Jahr 2012 hatte die W&W AG, teils gestützt von Einmaleffekten, das höchste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt.

Die Lebensversicherungssparte verbesserte 2012 die Vertriebskostenquote weiter von 5,5 auf 5,4 Prozent und hielt die Verwaltungskostenquote bei 2,7 Prozent. Trotz der Verbesserung bleiben beide Kennzahlen über dem Marktdurchschnitt, während die Stornoquote mit 4,4 Prozent besser als der Marktdurchschnitt war. Die Solvabilitätsquote der WL ging im Jahre 2012 leicht von 156,3 auf 153,1 Prozent zurück.

Die WV erzielte 2012 eine Bruttoschaden-/Kostenquote von 93 Prozent bedingt durch weiter niedrige Schadenbelastungen sowie einer niedrigerer Kostenquote 27,5 nach 28.7 Prozent. Für 2013 erwartet Fitch eine Normalisierung der Schaden/Kostenquote auf rund 95%. Die Nettoverzinsung lag 2012 bei 4,0 Prozent, gestützt durch einen verbesserten Saldo von Gewinnrealisierungen und Abschreibungen auf Kapitalanlagen.

Gründe für zukünftige Herauf- oder Abstufung im Rating

Eine erfolgreiche Umsetzung von W&W 2015 wäre ein Schlüsselfaktor für eine Heraufstufung der Ratings. Die Kosten- und Effizienzkennzahlen müssten sich hierfür mindestens auf das Niveau der Referenzgruppe verbessern und die Solvabilitätsquoten der operativen Versicherungsunternehmen mindestens ein Niveau von 160% aufweisen. Auf der anderen Seite könnte ein substantieller Rückgang des Kapitals und ein Absinken der regulatorischen Solvabilitätsquoten der Versicherungsunternehmen auf unter 140% zu einer Herabstufung der Ratings führen. Darüber hinaus könnte auch Druck auf die Versicherungsratings entstehen, wenn die WBSK und die WBP unter verstärkten Kapitalproblemen leiden würden.

Über die W&W AG

Die W&W AG ist ein Finanzkonglomerat, das hauptsächlich in Deutschland aktiv ist. Zum Jahresende 2012 wies die Gruppe eine Bilanzsumme von 77 Milliarden Euro aus. Die Versicherungsgesellschaften vereinnahmten 2012 gebuchte Bruttobeiträge von  vier Milliarden Euro.

Gemessen an der Beitragseinnahme gehören die WL und die WV jeweils zu den größten zwölf Versicherern in ihren jeweiligen Sparten in Deutschland.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Deutsche Urlauber fürchten Krankheit und Kriminalität

Montag, Mai 20th, 2013

Schon bei der Planung des Urlaubs beschäftigen sich zwei Drittel der Bundesbürger mit dem Thema Krankheiten. 60 Prozent der Urlauber rüsten sich mit einer Versicherung gegen Risiken. 80 Prozent der Deutschen meiden Urlaubsreisen in politisch instabile Länder oder mit hoher Kriminalität.

2013-05-20 (db) Das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Infratest im Auftrag der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) zeigt, dass die Deutschen bei ihrem Urlaub stark auf Sicherheit setzen. TNS Infratest hat im Zeitraum von 8. Mai bis 10. Mai 2013 im Auftrag der W&W AG 1.000 Personen in Deutschland telefonisch befragt. Die Studie ist repräsentativ für die bundesdeutsche Bevölkerung ab 14 Jahren.

Eine mögliche Erkrankung im Urlaub berücksichtigen zu 64 Prozent zwei Drittel der Bundesbürger als mögliches Risiko bereits bei der Planung ihrer Urlaubsreise. 69 Prozent Frauen beschäftigt dieses Risiko deutlich stärker als Männer mit nur 58 Prozent.

Auf Platz zwei der Sorgenskala rangiert bei 39 Prozent das Unfall-Risiko, gefolgt zu 31 Prozent vom Verlust der Reisedokumente sowie bei 24 Prozent dem Verlust technischer Geräte wie Smartphone oder Fotogeräte. Um sich für den Fall der Fälle zu wappnen, gehört der Abschluss einer Reiseversicherung für 60 Prozent der Bundesbürger zur Urlaubsvorbereitung.

Kriminalität und Krisen schrecken Urlauber ab

Neben Krankheit und Diebstahl setzen sich die Deutschen auch verstärkt mit politischen Unruhen, Terrorismus oder Kriminalität als Risikofaktoren bei ihrer Reiseplanung auseinander. Die Konsequenz: Acht von zehn Bürgern vermeiden Reisen in Ferienländer, die politisch als instabil gelten oder die eine hohe Kriminalitätsrate aufweisen.

94 Prozent der Bundesbürger beschäftigen sich bei der Planung einer Urlaubsreise mit möglichen Risiken. 89 Prozent der Single-Haushalte und Haushalte mit einem Nettoeinkommen von unter 1.500 Euro investieren Zeit für das Thema Risiken im Urlaub.

Allerdings gibt es ein deutliches West-Ost-Gefälle. Zu 72 Prozent sichern sich vor allem die Ostdeutschen für ihre Auslandsreise mit einer Versicherung ab, demgegenüber entscheidet sich mit 57 Prozent nur etwa jeder zweite Westdeutsche für diese Absicherung. Insgesamt schließt jeder dritte Deutsche keine Reiseversicherung ab. Mit 23 Prozent verzichtet fast jeder Vierte bewusst auf den Abschluss einer Reisepolice, da sie nicht mit einem Schadensfall rechnen. Jeder Zehnte schließt wegen der Kosten keine Reiseversicherung ab.

Fast ein Viertel der Bundesbürger musste im Urlaub schon mal zum Arzt

Ein Drittel der Bundesbürger hat bereits einmal Leistungen einer Reiseversicherung in Anspruch genommen. Am häufigsten war dies zu 17 Prozent die Reisekrankenversicherung vor der Reiserücktrittspolice mit einem Anteil von 14 Prozent und dem Auto-Schutzbrief mit zwölf Prozent. Knapp ein Viertel der versicherten Bundesbürger (22 Prozent) musste im Urlaub bereits ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen – jeder Fünfte davon in Form eines Arztbesuches, acht Prozent wurden sogar im Krankenhaus behandelt. Lediglich ein Prozent der Befragten musste den Urlaub abbrechen und nach Deutschland zurück transportiert werden. Zu 64 Prozent hat die Mehrheit der Deutschen bislang keine Leistungen ihrer Reiseversicherung in Anspruch genommen.

Reiserücktrittsversicherung bei Deutschen besonders beliebt

Die Versicherungsfavoriten der Deutschen sind zu 79 Prozent die Reiserücktrittsversicherung, zu 74 Prozent der Auslandskrankenschutz ohne oder zu 64 Prozent mit Rücktransport. Gründe könnten hier auch die Angebote der Reisevermittler und Veranstalter bei Buchung der Reise sein. Insbesondere die Generation 50plus entscheidet sich zu 74 Prozent überdurchschnittlich häufig für die Variante Auslandskrankenpolice inklusive Rücktransport. Deutlich weniger Deutsche wählen andere gängige Reiseversicherungen: Einen Auto-Schutzbrief schließen 42 Prozent ab, dahinter rangiert zu 41 Prozent die Reise-Unfallversicherung gefolgt zu 34 Prozent von der Reisegepäckversicherung und zu 32 Prozent der Reiserücktrittsversicherung mit Reiseabbruchschutz.

Angehörige und Nachbarn hüten Haus und Hof in der Urlaubszeit

Im Urlaub verlässt sich zu 57 Prozent mehr als die Hälfte der Bundesbürger darauf, dass die eigene Familie sich in ihrer Abwesenheit um Haus oder Wohnung kümmert. Die Nachbarschaft wird zu 24 Prozent von jedem vierten Urlauber hierfür herangezogen. Lediglich ein Prozent der Deutschen lassen ihr Heim während des Urlaubs von Profis wie Housekeeping-Agenturen oder Wachdiensten betreuen.

Piëch kauft Immobilien von Wüstenrot

Freitag, Mai 17th, 2013

Die Württembergische Lebensversicherung veräußert die Calwer Passage in Stuttgart an eine Holding von Ferdinand Piëch. Die Piëch Holding ist bereits mehrfach in Immobilien der Schwabenmetropole investiert und betreibt das Unternehmen Feinkost Böhm in Stuttgart.  

2013-05-17 (db) Die Württembergische Lebensversicherung AG eine Tochter der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) hat das 1978 eröffnete Gebäudeensemble „Calwer Passage“ verkauft. Erwerber sind die Gesellschaften R 20 GmbH & Co. KG und CS GmbH, die zur Ferdinand Piëch Holding GmbH gehören. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Bauherr der Passage war in den 1970er Jahren die Allgemeine Rentenanstalt (ARA), die später mit der Württembergischen Lebensversicherung AG fusioniert wurde. Das Areal umfasst insgesamt rund 9.800 Quadratmeter Nutzfläche, wovon auf die eigentliche Passage 1.300 Quadratmeter entfallen. Die gemischte Gewerbeimmobilie besteht aus Handels-, Büro- und Wohnflächen.

Die bereits seit Anfang 2012 laufenden Verhandlungen über den Verkauf wurden durch die Diskussion hinsichtlich eines möglichen Denkmalschutzes unterbrochen und Anfang 2013 wieder aufgenommen. Im Ergebnis wurde zwischen Verkäufer und Käufer vereinbart, dass das Gebäudeensemble – unabhängig vom Ausgang der denkmalpflegerischen Prüfung – an den Käufer übergehen soll.

Die Ferdinand Piëch Holding, die neben dem Betrieb des Einzelhandelsunternehmens Feinkost Böhm in Stuttgart vielfältige Immobilieninvestitionen vornimmt, hat sich zum Ziel gesetzt, die Calwer Passage in Absprache mit der Stadt und dem Denkmalamt wieder zu einer attraktiven Einkaufsdestination zu entwickeln.

Bevor weitergehende planerische Überlegungen angestellt werden, wird der angekündigte Bescheid des Denkmalamtes abgewartet.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

Wüstenrot erzielt 2012 Rekordgewinn

Freitag, April 26th, 2013

W&W-Konzern macht sich weiter wetterfest und bleibt als Vorsorgespezialist ein „Fels in der Brandung“ volatiler Märkte und Zeiten niedriger bis negativer Zinsen. Die stabile Zukunft spiegelt sich auch im heraufgestuften Unternehmens-Rating.

2012-04-26 (db) Die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) meldet für 2012 einen Rekordüberschuss und baut mit seinem nächsten Strategieplan „W&W 2015“ weiter vor. Der IFRS-Jahresüberschuss stieg 2012 um 22 Prozent auf 235 Millionen Euro – das ist der höchste Gewinn in der Konzerngeschichte des Mischkonzerns aus Bausparbank und Versicherung. In 2011 betrug das Ergebnis bereits 192 Millionen Euro.

Das HGB-Ergebnis der Dachgesellschaft W&W AG sank von 75 auf 70 Millionen. Es unterschreitet den Planwert von 100 Millionen Euro aufgrund geringerer Ausschüttungen der Tochtergesellschaften, die Gewinne für den Eigenkapitalaufbau einsetzen. Die Dividende der W&W AG soll – vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung – mit 0,50 Euro pro Aktie konstant bleiben.

Vertriebsleistung der Württembergischen wird ausgebaut

Das Neugeschäft der in der Schaden- und Unfallversicherung tätigen Württembergischen Versicherung stieg gemessen an den gebuchten Brutto-Beiträgen um sieben Prozent von 1,38 auf 1,5 Milliarden Euro. Insbesondere das Kraftfahrtgeschäft entwickelte sich überdurchschnittlich.

Die gebuchten Brutto-Beiträge in der Lebensversicherung stiegen um zwei Prozent von 2,28 auf 2,32 Milliarden Euro. In einem für Lebensversicherer sehr schwierigen Niedrigzinsumfeld ist dieser Anstieg ein deutliches Zeichen für die hohe Vertriebskraft der Württembergischen.

In der privaten Krankenversicherung erhöhten sich die gebuchten Brutto-Beiträge um 16 Prozent von 134 auf 156 Millionen Euro.

Wüstenrot als die Erfolgsmarke im Partnervertrieb und Außendienst

Auch für Wüstenrot stand das Jahr 2012 unter einem guten Stern. Über die Außendienste und Kooperationsvertriebe stieg das Netto-Neugeschäft zum fünften Mal in Folge, diesmal um 3,4 Prozent auf die neue Bestmarke von 12,2 Milliarden Euro Bausparsumme. Das Brutto-Neugeschäft bewegte sich mit 15,3 Milliarden Euro auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Insgesamt konnte die zweitgrößte deutsche Bausparkasse ihre Marktposition festigen.

In der Baufinanzierung hat der W&W-Konzern 2012 im Inland mit Anspruch an eine höhere Werthaltigkeit des Geschäfts neue Kredite in Höhe von 4 Milliarden Euro vermittelt (Vorjahr: 4,4 Milliarden Euro).

Geplante Investitionen bis 2015 sichern Ertragskraft

Das Rekordergebnis 2012 verdankt die W&W-Gruppe zu wesentlichen Teilen ihrem Zukunfts- und Wachstumsprogramm „W&W 2012“. 98 Millionen Euro, also 40 Prozent des Konzernergebnisses, steuerte das Programm in seinem Abschlussjahr bei – deutlich mehr als die geplanten 76 Millionen Euro. Der Strategieschritt „W&W 2015“ visiert an, die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns auch bei lang anhaltender Niedrigzinsphase und verschärfter Regulation zu stärken.

Der W&W-Vorstandsvorsitzende Dr. Alexander Erdland erklärt, warum trotz guter Gewinne erneut Veränderungen anstehen: „Den anhaltend niedrigen Zinsen und den Kosten staatlicher Auflagen können wir nicht entrinnen. Deshalb sind wir in der Pflicht, in neue Entwicklungen zu investieren und unsere Kosten weiter zu senken. Beides dient auch der Qualität unserer Leistungen und damit der Zufriedenheit unserer Kunden.“

Dr. Alexander Erdland, Vorstandsvorsitzender Wüstenrot & Württembergische AG

Dr. Alexander Erdland, Vorstandsvorsitzender Wüstenrot & Württembergische AG

Mehr als 250 Millionen Euro stecke die W&W-Gruppe in Programminvestitionen für Markt, IT, Prozessverbesserungen und Restrukturierung. Das wird zunächst dazu führen, dass das Konzernergebnis geplant auf 125 Millionen Euro 2013 und 180 Millionen Euro 2014 zurückgeht. Ab dem Jahr 2016 ist dann wieder ein Ergebnisziel von jährlich 250 Millionen Euro geplant.

Wüstenrot startet 2013 Baufinanzierungs-Portal mit Drittanbietern

Die Planung „W&W 2015“ soll die Ertragskraft weiter steigern, Kosten nochmals senken und Geschäfte optimieren, die viel Kapital binden. Diese drei Ziele geht das Programm seit Juli 2012 an.

Die Hauptaufgaben des Handlungsfelds „Versicherung“ bestehen darin, die Effizienz weiter zu verbessern und Geschäfte wertorientiert zu betreiben.

Nicht nur optimieren, sondern neu ausrichten wird die „BausparBank“ ihr gesamtes operatives Geschäftsmodell. So arbeitet die Wüstenrot Bausparkasse daran, sich mittelfristig als Spezialistin für Bausparen und „handliche Finanzierungsbausteine“ zu positionieren.

Wüstenrot plant noch in 2013 ein Baufinanzierungsportal einzuführen, das auch Drittanbieter einbezieht. Dieses Portal wird auch die Wüstenrot Bank für ihre Kunden nutzen. Neu aufgestellt als spezialisierte Direktbank für Privatkunden, vereinfacht die Bank ihr Produkt-Portfolio ebenfalls. Einen Schwerpunkt wird das Einlagen- und Giro-Geschäft bilden. Wachsende Kundengelder sollen die Refinanzierungsstruktur verbessern und die Bilanzstruktur optimieren.

Kostensenkungen und sozial verträglicher Stellenabbau geplant

Neben den Handlungsfeldern „BausparBank“ und „Versicherung“ konzentriert sich das Handlungsfeld „Kosten“ auf konzernweite Aufgaben – insbesondere auf die Einsparpotenziale bei der W&W AG und den Service-Töchtern. Bis Ende 2013 soll das Kostenprogramm umsetzungsreife Bausteine geliefert haben.
Ziel ist, das jährliche Kostenniveau gegenüber der bisherigen Planung um 140 Millionen Euro abzusenken, mit voller Wirksamkeit ab dem Jahr 2016. Dies ist notwendig, um die Produkte im Interesse der Kunden kostenmäßig zu entlasten. Außerdem wird die Kosteneinsparung benötigt, um das Ergebnisziel zu erreichen.

Auf diesem Weg ist rechnerisch bis 2015 ein Abbau von bis zu 800 Stellen notwendig, ausgehend von derzeit 7.900 Vollzeitstellen im Inland (ohne Auszubildende). Dies ist dem W&W-Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 22. März dargelegt worden.
Die entsprechenden Details werden im Laufe der Jahre 2013 und 2014 konkretisiert und mit den Betriebsräten verhandelt. Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter haben bereits eine Gesprächsvereinbarung unterzeichnet, den Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich vorzunehmen. Das bedeutet, dass betriebsbedingte Beendigungskündigungen vermieden werden sollen.

Rating bestätigt stabile Zukunftserwartungen

Auch die Rating-Agentur Standard & Poor’s bestätigt, dass sich die W&W-Gruppe mit dem Programm „W&W 2015“ auf dem richtigen Weg befindet. So wurden alle Ratings der Kern-Gesellschaften der W&W-Gruppe – also Württembergische Versicherung, Württembergische Lebensversicherung, Wüstenrot Bausparkasse und Wüstenrot Bank – um eine Stufe angehoben, und zwar von „BBB+“ auf „A-„. Ebenfalls hochgestuft wurde das Rating der W&W AG von „BBB“ auf „BBB+“. Der Ausblick für alle Ratings bleibt weiterhin stabil. Insgesamt bestätige die Rating-Agentur die Erwartungen des Konzernvorstands, dass auch das neu aufgesetzte Strategieprogramm „W&W 2015“ erfolgreich sein werde – und dass trotz der zins- und investitionsbedingten Ergebnis-Rückgänge in 2013 und 2014 am stabilen Ausblick festgehalten werden kann.

Dietmar Braun, Fachjournalist Assekuranz und Banken

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