Gewinner und Verlierer in der GKV

In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind 90 Prozent der Deutschen versichert. Ab dem 1. Januar 2009 kommt der neue Gesundheitsfonds mit dem neuen einheitlichen Beitragssatz.

Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen als Träger der gesetzlichen Krankenversicherung von diesem in Berlin noch 2008 festgelegten Einheitsbeitrag nur noch geringfügig mittels Zuschläge oder Abschläge abweichen.

Aktuell liegt der durchschnittliche Beitragssatz bei knapp 15 Prozent. Mit einführung des Gesundheitsfonds wird von Fachleuten ein Beitragssatz zwischen 15,5 und 15,8 Prozent erwartet.

Vor Einführung wechselten allein im ersten Halbjahr 2008 nach Angaben des Fachmagazins Dienst für Gesellschaftspolitik (DFG) über 400.000 Versicherte ihre Krankenkasse.

Gewinner waren preiswerte Anbieter oder Kassen die eine starke Marke entwickeln konnten.

Auf Platz 1 landete die IKK Direkt, welche ihren Kundenstamm um satte 19,9 Prozent oder 94.598 Mitglieder erweitern konnte.

Den zweiten Rang belegte die Gmünder Ersatzkasse (GEK) mit einem Zugewinn von 79.971 Versicherten oder einem Plus von 7,34 Prozent.

Den dritten Platz der Gewinner belegte die Techniker Krankenkasse (TK) mit 74.307 neuen Mitgliedern, was einem Zuwachs von 1,77 Prozent entspricht.

Wo es Gewinner gibt, stehen auf der anderen Seite einigen Kassen als Verlierer da. 

Größter Verlierer ist die Taunus BKK mit einem Verlust von 5 Prozent ihrer Versicherten oder einem Abgang von 32.661 Versicherten.

Den zweitgrößten Verlust an Mitgliedern hat die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) mit 23.996 Versicherten, bei der größten deutschen Ersatkasse sind das allerdings nur 0,52 Prozent ihrer Versicherten.

Den dritten Rang bei den Verlierern musste die AOK Baden-Württemberg hinnehmen, wo 0,8 Prozent der Versicherten oder in absoluter Zahl 21.641 Versicherte, der als Gesundheitskasse werbenden AOK, kündigten.

Für die Überprüfung der Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenversicherung und die Vorteile eines zulässigen Wechsels stehen neben den Beratern der Kassen mittlerweile auch unabhängige Versicherungsmakler zur Verfügung.

Auch die Stiftung Warentest und die Verbraucherzentralen halten Vergleichslisten bereit.

Dietmar Braun

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