Gesundheitskasse bevorzugt Hausärzte

100.000 Patienten und Kassenmitglieder haben sich bereits 2008 ins Hausarztprogramm eingeschrieben, das die AOK Baden-Württemberg mit dem Medizinerbund Medi und dessen Hausärzteverband anbietet.

Die AOK Baden-Württemberg erwartet, dass bis Jahresende 2008, sich 150.000 ihrer Versicherte in das Programm für eine bessere hausärztliche Versorgung aufnehmen lassen. 2009 sollen dann über 1 Million Versicherte im Hausarztprogramm der AOK Baden-Württemberg sein.

Programme, wie dieses, könnten das bisherige System der kassenärztlichen Versorgung, zumindest für AOK-Versicherte, ablösen. Es beteiligen sich bereits auch mehr Ärzte, als ursprünglich vom Hausärzteverband erwartet, an dem neuen Programm.

Die kassenärztliche Vereinigung setzt das neue Modell aus Baden-Württemberg unter Druck. Kassen und Ärzte konnten sich für 2009 noch nicht auf die Eckpunkte für die Vergütung und deren Verteilung einigen. So musste das Landesschiedsamt in Baden-Württemberg am 26.11.2008 treffen, wie es weiter gehen soll. Die Kassen müssen 35 Millionen Euro mehr als geplant bereitstellen. Sie sehen die Versorgung dadurch auf hohem Niveau als gesichert. Die betroffenen Ärzte wollen mehr und bezweifeln, ob sich das Versorgungsniveau für die Patienten zukünftig noch halten lässt.

Den Versicherten verspricht das Hausärzteprogramm der AOK Baden-Württemberg eine bessere Versorgung und mehr Service beim Besuch des Hausarztes.

Dietmar Braun

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