AWD schickt weniger Geld in die Schweiz

Der deutsche Finanzvertrieb AWD aus Hannover hat im ersten Quartal 2011 einen Betriebsgewinn (EBIT) von 9,5 Millionen Euro erzielt und damit weniger Ertrag an seine Schweizer Muttergesellschaft Swiss Life abgeliefert.

Dies entspreche gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Rückgang von drei Prozent. Der Umsatz, vor allem die Provisionen, sei jedoch um ein Prozent auf 135,1 Millionen Euro gestiegen. Die Zahl der AWD-Verkäufer sank gegenüber dem 31. Dezember 2010 um zwei Prozent auf 5198.

Die Region Deutschland sei mit einem Umsatzbeitrag von 64 Prozent, nach wie vor, das größte Segment der AWD-Gruppe, teilte der Vertrieb aus Hannover mit. Im Berichtszeitraum erzielten die vier Gesellschaften (AWD Deutschland, Horbach, Tecis und Proventus) insgesamt einen Umsatz von 86 Millionen Euro. Das seien 2,4 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Aufgrund der leichten Umsatzverbesserung und des Sparkurses habe die Region Deutschland wieder einen erheblichen Beitrag zum Gesamtergebnis der Gruppe geleistet. So stieg der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern um 3,4 Millionen Euro auf 11,8 Millionen Euro.

Der Versicherer Swiss Life meldet operative Fortschritte. Die Gruppe habe ihre Ausrichtung auf profitables Wachstum und stetige operative Verbesserungen fortsetzen können. Die Einnahmen in Bruttoprämie fielen jedoch um zehn Prozent auf 6,8 Milliarden Schweizer Franken. Bruno Pfister, Präsident der Konzernleitung von Swiss Life, zeigte sich dennoch zufrieden: „Insbesondere in für uns strategisch wichtigen Marktsegmenten – so zum Beispiel im Kranken- und im fondsgebundenen Vorsorgegeschäft in Frankreich, bei den Risikoversicherungen in Deutschland und im Kollektivgeschäft Leben in der Schweiz – konnten wir überproportional wachsen.“

In Frankreich sanken die Einnahmen an Prämien des Versicherers um zwei Prozentpunkte auf 1,190 Milliarden Franken. Vor dem Hintergrund des stark rückläufigen Lebensversicherungsmarktes stelle dies ein gutes Resultat dar.

In Deutschland verlor der Mutterkonzern Swiss Life vier Prozent an Prämien, das Volumen lag im ersten Quartal bei 469 Millionen Franken. Dieser Rückgang sei auf die angestrebte Reduktion bei den Einmalbeiträgen in der Lebensversicherung zurückzuführen, teilte die Swiss Life mit.

Dietmar Braun

author,writer,Insurance and Bank,University Heilbronn,State University Baden-Württemberg,Texter,55 Years,married,one child

Schreibe einen Kommentar